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Asylzentren in Albanien: Wie human ist die EU?

February 11
43 mins

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Mit welcher Härte die Einwanderungsbehörde ICE gegen Migranten vorgeht, entsetzt derzeit viele. Doch machen wir es in der Europäischen Union besser? Gehen wir wirklich humanitärer und emphatischer mit Asylbewerbern und Migranten um?

Daran sind massive Zweifel angebracht, wie Lina Verschwele, Redakteurin im SZ-Ressort Investigative Recherche nach einem Besuch in Albanien berichtet. Denn dort, außerhalb der EU, hat Italiens Regierung Migrationszentren errichten lassen, in denen geplant war, bis zu 3000 Asylanträge pro Monat in Schnellverfahren abzuhandeln.

Auch wenn das zunächst juristisch gestoppt wurde, dienen diese Lager nun als Abschiebegefängnisse. Eindrücklich schildert Verschwele die ganze Härte eines Systems, das zum Modell für die gesamte EU werden könnte. Obwohl sich Berichte über Suizidversuche und Selbstverletzungen der Insassen in diesen Lagern häufen, hat das EU-Parlament mit den Stimmen von konservativen bis rechtsextremen Abgeordneten für eine Verschärfung des Asylrechts gestimmt. Und demnach sollen EU-Staaten Asylverfahren künftig komplett in sichere Drittstaaten verlagern dürfen.

Verschweles Recherche aber legt nahe, dass zumindest die zwei Abschiebezentren in Albanien ein fragwürdiges Modell sind, da es Menschenrechte missachtet und keine sinnvolle Lösung für die Migrationsfrage darstellt.

**Zum Weiterlesen: **

Den Text von Lina Verschwele über ihre Recherche in Albanien lesen Sie hier.

Die Studie zum ökonomischen Wert von Zuwanderung können Sie hier nachlesen.

Den Report der Ärzte ohne Grenzen zur Lage auf Nauru und dem Resignation Syndrome finden Sie hier und hier die Nauru Files im Guardian.

Antworten auf Fragen über die sogenannte Drittstaatenregelung finden Sie hier.

Über die Abstimmung im EU-Parlament zur Verschärfung der Asylregeln hat unser Brüssel-Korrespondent Josef Kelnberger geschrieben und ganz aktuell hier.

Unseren Podcast über Giorgia Melonie können Sie hier hören.

Moderation, Redaktion: Lars Langenau

Redaktion: Laura Terberl, Timo Nicolas

Produktion: Imanuel Pedersen

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