Episode Transcript
Tech, KI und Schmetterlinge.
Ein Podcast von Sascha Lobo in Zusammenarbeit mit Schwarz-Digits.
Guten Tag und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Tech, KI und Schmetterlinge.
Dem Podcast von mir, Sascha Lobo in Zusammenarbeit mit Schwarz-Digits, dem Digitalarm der Schwarzgruppe.
Erst einmal ganz herzlich willkommen zur ersten Podcast-Ausgabe im Jahr.
Und dann handelt es sich auch gleich noch um ein Herzensthema.
Man könnte sogar sagen im wahrsten Sinne des Wortes Herzensthema.
Es ist nämlich ein Deep Dive to Long Jevity.
Das sind jetzt eine ganze Menge Anglizismen in einem Satz.
Diebdive ist bekannt, das ist einfach eine tiefere Beschäftigung mit einem Thema.
Und Longevity ist eines von diesen Worten, die man schon zwei, drei, vier mal gehört hat, aber A.
In vielen Fällen gar nicht so genau weiß, warum und wo und B.
Vielleicht auch nicht ganz genau umrissen hat, was das eigentlich bedeutet.
Was also ist Longevity?
Longevity ist zuallererst eine Art medialer Hype, ein Thema, mit dem sich sehr viele Menschen gerade beschäftigen.
Und das Stichwort, was dahinter steht, heißt im Prinzip Langlebigkeit, aber eben nicht nur Langlebigkeit, denn es geht auch darum, so lange wie möglich gesund zu bleiben oder sogar jung und gesund zu bleiben.
Das alles wird unter longevity gefasst und da gibt es dementsprechend eine Vielzahl von verschiedenen, nicht nur Blickweisen auf dieses Thema, sondern auch Aspekte von Eiskalten, radikalen, sehr harten, rein wissenschaftlich betrachteten Studienlagen, wo man rein Evidenz basiert, genau das tut, was bei x oder y eventuell zur Verlängerung des Lebens geführt haben könnte.
Bis hin zu, man muss es leider so sagen, ganz oder vollkommen isoterischen Einlassungen, die eben auch kursieren, gibt es eine große Spreizbreite.
Was fast immer.
mit dahinter steht, ist eine durch die digitale Welt intensiver gewordene Beschäftigung mit dem eigenen Körper.
Und das hat eine ganze Reihe von Gründen.
Es gibt nämlich, der Podcast heißt ja hier, TechKI und Schmetterlinge, es gibt nämlich aus der Technologie heraus und auch insbesondere aus der künstlichen Intelligenz heraus eine Vielzahl von neuen Aspekten, die die Gesundheit insgesamt betreffen, den menschlichen Körper betreffen und auch den Fortschritt, der Erkenntnisfortschritt mit betreffen.
Will sagen, es passt ganz hervorragend, dass wir longevity aus der Perspektive von Tech und KI betrachten.
Schon allein weil die letzten Fortschritte, von denen man immer mal wieder gehört hat, die Diskussionen, die gerade geführt werden, in vielen Fällen sehr eng und zwar auf mehrere Weisen sehr eng mit Technologie verknüpft sind.
Gleichzeitig gibt es eine Begrifflichkeit, Langlebigkeit.
Lebensspanne.
Die hat eine Entsprechung im Englischen natürlich.
Live-Span sagt man was Lebensspanne angeht.
Noch keine Entsprechung hat der amerikanisch geführte Begriff Health-Span.
Will sagen Gesundheitsspanne.
Wie lange bleibe ich eigentlich gesund?
Und auch das ist mit longevity mit gemeint.
Dieser riesige Komplex entwickelt sich immer weiter und beinhaltet Teile der Medizin, Teile von Wellness, Teile von Psychologie, Teile von KI-Medikamenten, Forschungen, Wissenschaft in alle möglichen Richtungen.
Während ich genau darüber rede, müssen wir ganz an den Anfang dieses Podcasts einen Disclaimer setzen.
Dieser Deep Dive, der ist zwar rund um das Thema Gesundheit, Aber der gesamte Podcast darf nicht als medizinische Beratung oder Empfehlung betrachtet werden.
Er dient ausdrücklich dem Zweck der Information, als Meinungsangebot und auch als Unterhaltung.
Ich habe das Grundstudium von Bio- und Lebensmitteltechnologie absolviert und kann deshalb zum Beispiel so wissenschaftliche Paper lesen und haben tieferes Verständnis von bestimmten Zusammenhängen, die irgendwo zwischen Biochemie und dem Körper selbst ablaufen.
Ich bin kein Arzt und ich möchte das hervorheben, dass was hier in diesem Podcast geschieht, basiert nach bestem Wissen und Gewissen auch gecheckt von Leuten, die sich gut damit auskennen, dem aktuellen Forschungsstand beziehungsweise dem, was im Einzelnen inskeziert ist.
Es ist aber keine Beratung, es ist keine Empfehlung und soll bitte zuallererst als Informationsangebot verstanden werden.
Es gibt auch noch eine persönliche Anmerkung, die ich dazu geben möchte.
Denn wenn man sich so anguckt, wie die Diskussionen laufen und von wem sie zum Beispiel in sozialen Medien geführt werden, dann ist das in den meisten Fällen von Leuten, die irgendwann beschlossen haben, die Dinge in die eigene Hand zu nehmen.
Es gibt eine Denkschule, die in sozialen Medien sehr groß, sehr verbreitet ist und die teilweise bis hinein in die Longevity-Community rein ragt, teilweise sogar deckungsgleich ist, die sogenannten Biohacker.
Das sind Leute, Das Hacking sagt es schon, die ursprünglich ein bisschen technologisch an die Welt rangegangen sind, die zum Beispiel überzeugt sind, dass der menschliche Körper dann doch auch nur ein System ist, mit dem man arbeiten kann, dass man hacken kann.
Dazu kann man unterschiedliche Meinungen haben, aber diese Biohacker sind Leute, die ausprobieren, die selber was versuchen, die in vielen Fällen auch den eigenen Körper als Experimentalfläche.
verwenden.
und da gibt es eine ganze Reihe von Ansätzen, die interessant sind, nicht nur weil Menschen sich selbst als Versuchskaninchen betrachten, sondern auch weil der Fortschritt in diesem Bereich, selbst wenn man ausschließlich evidenzbasiert vorgehen möchte, und zwar hart evidenzbasiert bis zu einem Punkt, wo vollkommen klar sein muss.
Ich benutze Mittel X nur dann, wenn das in einer Vielzahl von Studien einwandfrei festgesteuert worden ist, wie, wo, wann es auf wen wirkt und warum.
Selbst wenn man also so vorgeht, gibt es gerade durch die Entwicklung und die Feststellung, dass Körper so unterschiedlich sein können.
Eigentlich immer eine Form von Restunsicherheit.
Biohacker sind also Leute, die versuchen auszuprobieren.
A.
Ist denn diese Studie für Mittel X auch bei mir so haltbar?
Es ist nie so, dass man sagen kann, bei einhundert Prozent der Menschen wirkt dieses Mittel immer genauso.
Da ist fast gar nicht so, schon gar nicht was zur Sierung angeht.
Biohacker sind also auch Leute, die...
den Erkenntnisfortschritt vorantreiben und wie das in sozialen Medien veröffentlichen.
Gleichzeitig aber gibt es auch immer eine Komponente, dass mein Fliesenleger hat erzählt, wie sein Tennislehrer regelmäßig radioaktive Past auf seinen Knie schmiert und deswegen doppelt so hoch springen kann.
Da ist also irgendwo zwischen Hörensagen, Social Media, Viralität, Aufmerksamkeit, Zeicherei und natürlich, das muss man da zusagen, Beuteschneiderei, Leute, die irgendwie absurden Sublimins verkaufen, eine ganze Reihe von Fehlinformationen unterwegs.
Deswegen, was immer ihr seht, was immer ihr wahrnehmt, meine dringendste und wichtigste Empfehlung wäre, damit zu Fachleuten zu gehen, zu Medizinerinnen, die sich damit auskennen.
Meine persönliche Beziehung ist auch genau darauf aufgebaut.
Ich habe nicht zufällig Bio- und Lebensmitteltechnologie studiert, sondern ich habe eine ganze Reihe von, sagen wir mal, Komplexitäten, körperlichen Komplexitäten.
Ich habe schon in den Neunzehnten und Neunzigern erwachsenen ADHS diagnostiziert bekommen und da stellt man langsam erst fest, was dass alles bedeuten kann, wie man die im entsprechenden Medikationen dazu aufsetzt.
Ich habe eine Autoimmunerkrankung, nämlich Hashimoto, war einfach, kann man sagen, Schilddrüsenunterfunktion, die fast fünfzehn Jahre lang unentdeckt war.
Und ich schlafe seit relativ langer Zeit ziemlich schlecht.
Paradoxerweise schlafe ich besser, seit ich Kinder habe.
Und gleichzeitig habe ich eine, um das mal ganz offen zu sagen, In manchen Teilen spektakulär schlechte Selbstwahrnehmung.
Es gibt in jüngerer Zeit Forschung, dass das bei gar nicht so wenigen Männern gewissermaßen zum evolutionären Setup dazugehört.
Aber ganz konkret ist es bei mir so, dass ich eine Testreihe brauche, samt aufgeschriebenen Protokoll, um zu checken, um zu begreifen, ob mir jetzt zum Beispiel Milchprodukte gut oder schlecht tun oder irgendwie neutral sind.
Ich habe lange eine Smartwatch getragen und einen Smart Ring, um festzustellen, ob und wie gut ich wie lange geschlafen habe.
Das sind also alles Punkte, die durch die digitale Welt bei mir überhaupt erst in eine sinnvolle Art und Weise der Beschäftigung gerückt worden sind.
Ich vermesse seit sehr langer Zeit sehr viel digital, habe damit vor einiger Zeit ein bisschen aufgehört bzw.
das reduziert und habe eine Vielzahl von Supplements getestet.
Im Verlauf des Podcasts erzähle ich dann später auch noch.
im kurzen persönlichen Teil, was genau mein Supplement Stack ist.
Mein eigener Connect so longevity ist zusätzlich noch, dass ich relativ spät Kinder bekommen habe.
Das will heißen, ich möchte eigentlich so lange wie möglich mit klarem und wachen Verstand anwesend sein, wenn die größer werden.
Mein besonderer Longevity-Fokus liegt auf dem Gehirn teilweise aus medizinischen Gründen, die so ärblich familiär bedingt sind und andererseits, weil ich sehr intensiv mit meinem Gehirn arbeite.
Deswegen ist das mein Fokus und gleichzeitig habe ich angefangen, auch das eine persönliche Beziehung.
Vor allem durch meine Schilddrüsenunterfunktion, alle zwei bis drei Monate mein Blut checken zu lassen.
Das ist viel mehr als ein großes Blutbild, das gar nicht so groß ist, wie man das Wort denken könnte.
Und diese Auswertungen, die ziemlich umfangreich sind, die lade ich seit ein paar Jahren unter anderem in Chatchi-PT, aber auch andere KIs hinein und lasse es regelmäßig nicht nur analysieren.
was den Verlauf angeht, der manchmal wichtiger ist als der konkrete Wert, sondern auch gegenchecken mit den jüngsten Erkenntnissen in diesem Bereich.
Dann kommt sogar noch dazu, dass die digitale Welt mein Hobby und mein Beruf gleichzeitig ist und die digitale Welt hat radikal verändert, wie wir über Gesundheit, über den Körper nachdenken.
Und genau das ist auch der Ausgangspunkt dieses Podcasts.
Warum explodiert longevity jetzt gerade?
Warum ist das in aller Munde?
Warum ist das auch das große Ding im Silicon Valley?
Es gibt praktisch keinen von diesen großen KI Milliardären, der nicht hier oder da zumindest mal ein paar Investments in diesen Bereich getätigt hat.
Es geht jetzt nicht mehr um Anti-Aging, das ist so ein Begriff, der in den neunziger Jahren eher kosmetisch gedacht worden ist.
Es geht jetzt um strukturelle Systemeingriffe in das Altern selbst.
Altern wird und das ist ein direkter Connects zur Tech-Welt und den Leuten, die da sind, als technisches Problem betrachtet.
Silicon Valley hat im Prinzip den Tod als eine Art von Bug entdeckt.
Es ist so, dass eine Vielzahl von sehr reichen Menschen mit fast unbegrenzten Ressourcen und mit fast unbegrenzten Instrumentarium, was die Gewinnung von neuen Erkenntnissen angeht, angefangen hat, sich um longevity zu kümmern, weil sie sich schlicht nicht mit der eigenen Vergänglichkeit abfinden wollten.
Sie benutzen also ihre Macht.
von Tech und künstlicher Intelligenz, um so lange, so gesund wie möglich zu bleiben.
Es gibt da eine neue Allianz.
Diese neue Allianz ist Biologie, Technologie und Kapital.
Diese Form von, irgendwie können wir alles schaffen, die im Silicon Valley ja nicht nur sehr verbreitet ist, sondern dazu geführt hat, dass von den zehn wertvollsten Unternehmen, sieben, acht manchmal.
Aus dem Silicon Valley Stamm im weiteren Sinn will also sagen digital aufgestellt sind.
Daraus haben wir die Macht abgeleitet, dass Technologie und künstliche Intelligenz irgendwie alles können.
Und dann kommt das große Problem von den Leuten, die alles haben, die sich alles kaufen können, die im Prinzip ihre eigene Welt so gestalten können.
die plötzlich vor dem letzten großen Problem stehen der eigenen Vergänglichkeit.
Dadurch ist Longjaviti nicht nur zu einer Industrie geworden, weil es einzelne Leute gibt, die unendlich viel Geld dafür bezahlen, sondern auch zu etwas, wo sich Unternehmen gegründet haben, die aus Wellness Lebensverlängerung machen.
Der jüngste Trend sind so Longjaviti Clubs, wo man früher gesagt hat, ich mache ein bisschen Sauna, wo man aber jetzt hingeht, um, und auch das kann man inzwischen messen, zu versuchen, sein biologisches Alter zu reduzieren.
Wellness und Gesundheit und Longevity, das sind kein homogener, eindeutig abgegrenzter Markt.
Das ist natürlich fragmentiert und vielfältig.
Aber um das mal von der Größenordnung zu skizzieren und zu zeigen, warum sich so viele Leute darum kümmern, wo diese Diskussionen herkommen.
Das ist größer als die Autoindustrie mit ungefähr drei Komma fünf Billionen Dollar und die Ölindustrie mit drei bis vier Billionen Dollar zusammengenommen.
Größer als Ölindustrie und Autoindustrie zusammen ist Longevity Wellness mit ein paar Anteilen von Gesundheit.
Noch nicht mal die gesamte Medizin muss man dazu sagen, dass ein solcher Markt so gigantisch werden kann.
Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass die letzte überhaupt denkbare Vision dahinter steht.
Eine uralte Idee.
Unsterblichkeit als Menschheitstraum.
Das gibt es in fast allen Kulturen, das ist ein wesentlicher Bestandteil von vielen Religionen, eine bestimmte Form oder Ableitung von Unsterblichkeit, dann zumindest der Seele.
Longjaviti ist also kein echtes Silicon Valley Produkt, sondern eines der ältesten Motive der Menschheitsgeschichte überhaupt, nur dass die Mythenbildung und die religiösen Aspekte heute durch Technologie und auch durch technologisch geprägte Ideologien ersetzt werden.
Der Sehnsucht aber bleibt genau dieselbe.
Sie ist faktisch bloß deutlich erreichbarer oder scheint uns zumindest so.
Sie beruht nicht mehr nur auf Versprechungen, dass wenn man X tue, man im Leben danach Y bekäme oder wiedergeboren werde oder was auch immer, sondern wir haben jetzt ganz konkrete, mindestens zum Teil, evidenzbasierte Ansätze, um zu sagen, du lebst nicht mehr siebzig Jahre.
sondern hundertzwanzig oder sogar hundertvierzig, vielleicht auch irgendwann hundertundachtzig und wirst den größten Teil dieser Zeit einigermaßen gesund sein und sich jung fühlen.
Aber Longjaviti hat eine Reihe von mythologischen und religiösen Vorläufern, die die Gespräche und die Diskussion darum bis heute prägen, auch wenn es viele Menschen so nicht wahrnehmen.
Deswegen lohnt sich kurz, ein Exkurs da reinzugehen und zu überlegen, wie genau ist eigentlich unsere eigene Beziehung zu Longjaviti?
Eine der frühsten Erzählungen ist der Gilgamesche-Eppus.
Das stammt aus der alt-babilonischen Zeit.
Ungefähr tausend achthundert bis tausend fünfhundert Jahre vor Christus.
Wir reden also von inzwischen fast viertausend Jahren Geschichte.
Und das ist eine der ältesten Erzählungen über A, die Angst vor dem Tod, die Suche nach der Pflanze der Unsterblichkeit und auch die Botschaft Scheitern.
Beim Gilgamesh-Irpost geht es eigentlich darum, dass praktisch alles verhandelbar ist außer der Tod.
Selbst wenn du es ganz dringend möchtest, kannst du das Leben nicht verlängert, finde dich damit ab und finde vielleicht Wege, das anders zu tun.
Es gibt Leute, die unter Unstärklichkeit betrachten und auch das ist schon seit sehr langer Zeit nachweisbar, nachkommen in die Welt zu setzen und die möglichst intensiv zu prägen.
Wir haben in der griechischen Mythologie quasi der Wiege der europäischen Kultur die Unsterblichkeit ganz fest eingebaut.
Götter sind umsterblich Menschen nicht.
Das ist der ganz große Unterschied.
Und tatsächlich gibt es dann eine Reihe von Mischformen.
Zum Beispiel, wenn Götter mit Menschen Kinder bekommen.
Zum Beispiel, wenn bestimmte Götter in Ungnade fallen, zum Beispiel, wenn es Mischwesen gibt oder Götter, die wie Titonoss ewiges Leben bekommen, aber nicht ewige Jugend, um so ein bisschen eine Spielart davon zu illustrieren.
Man kann ungefähr verstehen, dass es in der griechischen Mythologie longevity einen religiösen Aspekt hat, aber es auch eine Warnung gibt, davor, dass die Menschen das gerade nicht erreichen können und dass man es auch sehr falsch verstehen kann, wie bei Titonoss, der ewig lebt.
aber auch ewig älter wird.
In chinesischen Mythen gibt es immer wieder Elixiere der Unsterblichkeit, es gibt die Taoistische Alchemie und viele Kaiser, auch das ist eine interessante Botschaft, sterben in den Mythen, in den Erzählungen, die zum Teil tatsächlich mythisch und zum Teil historisch gedeutet werden, explizit an ihren Longevity versuchen.
Will sagen, sie versuchen dem Tod zu entrinnen und kommen zu Tode genau da durch.
Auch im Christentum ist das ewige Leben ein widerkehrendes Thema.
Das wird nur ins Jenseitsverlager.
Die körperliche Unsterblichkeit gilt als hybris, als etwas, was man nicht anstreben kann oder darf.
Aber die Religion selbst ist im Prinzip eine Überwindung der Todesangst dadurch, dass man eine Reihe von Regeln hat.
Und wenn man die sinnvoll und richtig zu Lebzeiten einhält, dann ist die Seele doch unsterblich und zwar auf die gute Weise, nicht auf die schlechte Weise.
Christentum mit Himmel und Hölle ist Longerviti eben nicht rein positiv geprägt, sondern, zumindest was die Seele angeht, auch mit einer gewissen Säuberstelle versehen.
Dann haben wir Mittelalter eine chemistische Phase.
Die Lebenselixiere, der Stein der Weisen.
Die Verjüngung irgendwie doch auch mit den ersten Anfängen der Wissenschaft.
Also eine frühe Chemie, Mystik und auch Hoffnung.
Das ist das Vorläufer-Tum von moderner Biotechnologie.
Die Methoden waren noch sehr esoterisch geprägt.
Aber auch hier war der Stein der Weisen, der dich ewig leben lässt, etwas, was man dachte, irgendwie chemisch erreichen zu können.
Dann, im achtzehnten und neunzehn Jahrhundert, wird Alter ein erstmals medizinisch beschrieben.
Das bedeutet, Statistiken ersetzen Schicksale, erste Lebenserwartungssteigerung durch Hygiene, durch Impfungen und schließlich zum Beispiel durch Antibiotika sind nachweisbar.
Wenn wir von longevity im heutigen Sinn ausgehen, dann vergisst man häufig, dass eine durchschnittliche Lebenserwartung zumindest in denjenigen Schichten, die nicht wahnsinnig reich waren und die nicht wahnsinnig viel Zeit und Muße hatten, um sich mit sich selbst zu beschäftigen, noch im neunzehnten Jahrhundert Teilweise kaum zwischen dreißig und vierzig Jahren lag.
Im neunzehnten Jahrhundert geschieht unter anderem deshalb die wissenschaftliche Abwendung des Sterbens.
Und wenn heute einer der wichtigsten Protagonisten wie Brian Johnson, das ist ein Tech-Multi-Millionär, der seinen Unternehmen für Achthundert Millionen Dollar verkauft hat und der inzwischen seinen eigenen Körper als im Prinzip wichtigste Projektions- und Experimentalfläche für LogiVity vermarktet und an allen Medien ist.
Brian hier mit Y geschrieben, falls ihr das mal googeln oder chat GPT-en wollt.
Dieser Mann also ist jemand, der das Motto ausgerufen hat, don't die und don't die im neunzehnten Jahrhundert wascht euch die Hände oder kocht das Wasser ab oder wascht euch mal häufiger.
Also alles Punkte, die in den Jahrhunderten zuvor häufig nicht besonders ernst genommen worden sind.
Plötzlich ist da die Industrialisierung, die im zwanzigsten Jahrhundert das Leben massiv verlängert, die Industrialisierung auch deswegen, weil Lebensmittel zugänglicher werden.
Eine Vielzahl von Toten, teilweise bis zu vierzig Prozent der Toten, sind im ausgehenden neunzehnten Jahrhundert auf Lebensmittelvergiftungen zurückzuführen, bzw.
der Schwächung und der dann folgenden Krankheiten.
Dazu gibt es unterschiedliche Zahlen.
Aber Lebensmittel und deren Qualität, das kann man sich heute vielleicht nicht mehr vorstellen, die Erfindung des Kühlschranks, die Verbreitung von Wissen, was zum Beispiel verdorbene Lebensmittel angeht, was Schimmelbildung angeht.
die Verbreitung von bestimmten medizinischen Grundlagen, was man abkochen sollte.
Das alles hat das Leben, die Lebensspanne...
Ende des neunzehnten und Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts nahezu verdoppelt.
Das ist die Longevity von vor hundert Jahren.
Plötzlich wird altern zu einem gesellschaftlichen Problem.
Wir mussten in den fünfziger Jahren uns mit dem Thema Rente intensiver beschäftigen, weil es halt nicht mehr normal war, dass man ein paar Kinder in die Welt gesetzt hat, die einem Alter weiter durchfüttern, sondern weil es eine gesellschaftliche Verschiebung gab in Richtung Rentensysteme, in Richtung Pflege.
Der demografische Faktor ist bis heute ein ungelöstes Problem, der durch Longevity dramatischer werden kann.
Erstmals wird eiltern ökonomisch relevant und gleichzeitig wird es pathologisiert.
Eiltern gilt dann irgendwann als Krankheit, die man mit Medizin bekämpfen kann und soll.
Plötzlich gibt es eine wissenschaftliche und technologische Trendwende, die in der zweiten Hälfe des zwanzigsten Jahrhunderts zu einer vorläufigen Blüte gekommen ist und den man noch anhält.
Molekularbiologie wird entdeckt.
Zum Beispiel, was DNA angeht und dass die DNA, also das Erbgut, was alle Menschen mit sich rumtragen, dass die halt nicht nur einmal in der Vererbung eine Rolle spielt, sondern bei der ständigen Erneuerung der Zellen.
Und da so etwas wie Telomere, das sind eine Art Schutzkappen an den Enden der DNA, mit der Zeit halt immer schlechter werden und deswegen verfielfältigen sich die einzelnen Bestandteile der Zellen immer schlechter und das wiederum bedeutet, wir haben eine Zelleiterung.
Unsere Zellen werden immer weniger wirksam, quer durch den ganzen Körper, weil Zellen halt nicht ewig leben, sondern sich immer wieder erneuern.
Dabei werden sie schlechter und ein guter Teil des Eiterungsprozesses ist genau das.
und damit aber, wird altern plötzlich bis zu einem bestimmten Punkt messbar und was messbar ist, erscheint prinzipiell veränderbar.
Die wichtigsten Zitate, die auch die heutigen Debatten prägen, Kommen von drei Männern.
Es ist noch ein sehr radikal Männer geprägtes Feld, das longevity-Feld.
Wie viele technologische wissenschaftliche Felder sind am Anfang nicht etwa Frauen weniger aktiv.
Sie sind weniger in der Debatte und weniger im Gespräch und werden auch weniger mit den entsprechenden Auszeichnungen versehen.
Ein wichtiger Aufbruch war deshalb, dass der Chemie Nobelpreis, an die Französin Emmanuel Charpentier und die Amerikanerin Jennifer Doudna gegangen ist.
Das sind die Entdeckerinnen der Geneschere, bekannt unter CRISPR-Cas-Nein, die Genbearbeitungen ermöglichen, die also die Genetik und vor allem die Art und Weise, wie wir Genetik benutzen können, um etwa gesundheitliche Themen oder Longevity voranzubringen, dramatisch verändert hat.
Sie gehören beide mit zu den wichtigsten Longevity-Taktgeberinnen aus dem einfachen Grund, weil sie eines der Instrumente gebaut haben, die zwischen Technologie und Biologie mit am radikalsten die Zukunftsaussichten des Menschen mitbestimmen.
Da der meist zitierten Longevity Leitsätze aber, wie gesagt, kommen von Männern, Aubrey de Grey, jemand, der relativ früh in Silicon Valley, auch weil er selber schon etwas älter ist, angefangen hat, diesen Geist zu sehen.
Wir Tech-Leute müssen um uns das Alter kümmern, um die Umsterblichkeit kümmern.
Wer sollte es sonst tun?
Der kommt mit dem Spruch um die Ecke Aging is a disease and it can be cured.
Altern ist eine Krankheit und wir können sie heilen.
Plötzlich war also diese Lösungsorientierung des Silicon Valley, Solutionism genannt, eingeführt wurden in das Alter.
David Zinkler, im Prinzip der gegenwärtig meist besprochene Longevity-Forscher von Harvard, der mit einer ganz eigenen Sichtweise und auch eigenen Supplements ins Feld gekommen ist, hat Longevity Mainstream-fähig gemacht, populärwissenschaftlich gemacht, ist debatten- und marktprägend, hat zum Beispiel im Alleingang das Supplement Reseratrol.
groß gemacht, dass sich vor allem in Wein, in Trauben findet.
Ihr kennt vielleicht die dahinterstehende Studie, dass Rotwein eben auch doch ganz gut sein kann.
Kleiner Spoiler ist es so, dass durch den Alkohol im Rotwein die positiven Effekte relativ schnell aufgehoben werden können.
Das aber tatsächlich, dass im Rotwein befindliche Resveratrohe im Moment zumindest in Ansätzen so aussieht, als könnte es sehr positiv bewirken.
Der Bezindler nun hat gesagt, we don't have to accept aging as inevitable.
Will sagen, Wir müssen auf das Altern als verhinderbar schauen.
Das ist noch ein Schritt weiter als Obey the Grey.
Er sagt nämlich, es ist nicht mehr nur eine Krankheit, sondern es ist ein Prozess, den man aufhalten kann.
Und dann als dritter Peter Attia.
Das ist jemand, der sehr stark die Debatte auch aus medizinischer Sicht prägt.
Sein Fokus ist hauptsächlich auch Ernährung als Arzt.
Er geht von einer Medizin, drei Punkt Null aus und sagt, die Medizin drei Punkt Null geht von der Verhinderung von Krankheiten aus und zwar Jahrzehnte, bevor sie passiert.
Er versucht sehr präzise, sehr klinisch, sehr datengetrieben, sehr evidenzbasiert zu argumentieren.
Ihm ist es auch zu verdanken, dass in der Debatte eine so sehr große Rolle spielt.
Die ganze Debatte allerdings hat eine große Ambivalenz.
Irgendwo ist die Hoffnung auf Kontrolle von einem so unfassbar komplexen System wie dem menschlichen Körper vorhanden und gleichzeitig die Hybris sowie die Angst vor der Hybris.
Leute wollen entweder explizit nicht Gott spielt oder liebäugeln damit, Gott spielen zu können, weil sie bestimmte Gene an oder ausschalten können und glauben, dass sie deswegen unsere Biologie fast schon so sehr beherrschen, dass sie Menschen dreihundert, vierhundert Jahre alt werden lassen.
Longevity triggered, was die Debatte angeht, definitiv archage Reflexe.
Es gibt eine ganze Reihe von Science-Fiction-Inhalten, die sich damit beschäftigen.
Was passiert denn eigentlich, wenn Menschen plötzlich unbegrenzt oder fast unbegrenzt alt werden können?
Jede neue Technik wird dann noch an alten Geschichten, an alten Mythen gemessen und die Skepsis und die Euphorie beides.
ist nicht neu, sondern eigentlich historisch gelernt.
Dass man immer erst mal denkt, könnte das sein, dass hier tatsächlich ein Mittel gegen zum Beispiel den Krebs, an dem mein Vater gestorben ist, gefunden worden ist, kann es also sein, dass ich hier dem Tod von der Schippel springe, wenn ich das vererbt bekommen habe, ja oder nein, da ist sowohl Euphorie wie auch immer wieder natürlich eine große Skepsis und Enttäuschung.
mit dabei, weil der Fortschritt dann doch nicht linear und einfach und eindimensional ist und weil der menschliche Körper dann doch unendlich komplex ist.
Es gibt einen Unterschied zwischen einem Medikament, was einen Achtzig Prozent der Fälle eine Krankheit heilen kann und dem Pech zu den zwanzig Prozent zu gehören.
und niemand kann genau sagen, warum oder was eigentlich hilft.
und so ist es in der Medizin bisher fast immer gewesen.
Personalisierung ist einer der großen Punkte von longevity, nämlich personalisierte Medizin.
Das ist genau für dich das best wirksame Medikament, zum Beispiel zur Lebensverlängerung oder zum Beispiel zur Abwehr von der Erdkrankheit, die du hast, generiert werden können.
Ein sehr bekanntes Zitat in dem Kontext ist dann eben auch das schon erwähnte Motto von Brian Johnson.
Don't die vermeide zu sterben.
Logan Geviti ist der erste ernsthafte und vor allem erste wissenschaftlich evidenzbasiert geführte versuch den alten mythologischen traum mit naturwissenschaftlichen mitteln umzusetzen und das auch noch in industrieller skalierung.
will sagen die verlängerung des lebens als erkenntnis produkt nicht eine revolution als viel mehr die Rückkehr zu einem sehr alten Menschheitstraum und auch Menschheitstrauma, nur das an die Stelle von den Göttern, künstliche Intelligenz und Technologie gerückt worden ist.
Das ist auch der erste Themenblock, um den ich mich nach diesem Intro kümmern möchte, Daten als Schlüssel für Longevity.
Es ist eigentlich noch gar nicht so lange her, dass wir bestimmte für die Gesundheit und die Langlebigkeit und für den Zustand des Körpers überhaupt relevante bestimmte Messwerte bestimmen können.
Das ist ein rundes Dutzend sehr wichtiger Daten für Gesundheit und Longevity, für Langlebigkeit, die inzwischen größtenteils ziemlich gut erforscht und verstanden und auch einigermaßen präzise sowie bezahlbar zu messen sind.
Das ist ja einfach nicht so, dass die Leute wie Brian Johnson so viel Geld haben, dass ihnen egal ist, was ihr eigener Ansatz für Longevity im Monat so kostet.
Er soll angeblich einen mittleren sechsstelligen Betrag im Monat für seine Longevity ausgeben.
Ich würde sogar sagen, aus der Distanz betrachtet, könnte es deutlich mehr sein.
Aber wir haben eigentlich erst im XXI.
Jahrhundert ganz viele Aspekte davon verstanden, wie kann man dann messen, wie gesund jemand ist oder was seine großen Bedrohungen für ein langes Leben genau jetzt so sind.
Die wichtigsten Messwerte möchte ich deswegen samt ihrer Daten und ihrer Rangehensweise einmal aufzählen.
Natürlich kann man bei jedem einzelnen Messwert sagen, der muss persönlich betrachtet werden.
Aber wir haben Grunderkennnisse, zum Beispiel sowas über Blutdruck oder die Pulsfrequenz.
Wir haben Grunderkennnisse, die sagen, das ist eher hoch, selbst für deine Verfassung und das ist eigentlich ganz gut und das ist vielleicht ein bisschen zu niedrig.
Und dann könnte es ein Ziel sein, die eigene Gesundheit, die Langlebigkeit zu verbessern, wenn man diesen Wert verbessert.
In vielen Fällen ist das noch nicht mal zwingend eine direkte kausale Verbindung.
Das muss man dazusagen.
Die Werte, die ich jetzt ein gutes Dutzend, die Werte, die ich jetzt sage, gehören zwar so den wichtigsten Longevity-Messwerten.
Das heißt aber nicht, dass wenn man nur diesen Wert betrachtet und den irgendwie schafft zu verändern, dass dann von alleine alles gut wird.
Longevity ist ein Zusammenspiel, aber die Basics sind schon genau diese Werte.
Ganz vorne zu den wichtigsten Messwerten gehört auf jeden Fall der Blutdruck, vor allem der systolische Blutdruck.
Der beeinflusst zum Beispiel, was das Risiko für Schlaganfälle angeht, für Herzentfakte, aber auch für Demenz.
Dahinter steht auch die Gefäßgesundheit.
Die hat auch eine hohe Auswirkung auf relativ viele von den Arten, wie Menschen heutzutage sterben.
Der Blutdruck steht also mit ganz vorne.
Von vielen Fachleuten sogar als der wichtigste Wert im Longevity-Context betrachtet ist VO-II Max, die sogenannte kardiorespiratorische Fitness.
Das ist tatsächlich der stärkste bekannte Schutzfaktor und hat die höchste bekannte Korrelation mit der Lebenserwartung, die man noch hat.
Die kardiorespiratorische Fitness ist immer ein Anzerger dafür, wie gut man eigentlich die Sauerstoffverteilung über das Blut in den Körper und die verschiedenen Organe hineinorganisieren kann.
Und das ist deswegen so wichtig, weil sich letztlich eine überraschend große Zahl von Krankheiten darauf zurückführen lässt, dass an irgendeiner Stelle der Kette des Körpers, wir atmen Luft ein, das kommt aus der Lunge ins Blut, das Herz transportiert dieses Blut dann quer durch den Körper in die Organe, die damit mit diesem Sauerstoff und der dazugehörigen Energie eine ganze Reihe von Aktivitäten und Enzymen und Hormonen und was weiß ich noch alles für Prozessen auf den Weg bringen.
Will sagen, An irgendeiner Stelle ist bei fast jeder Krankheit der kardiorespiratorische Faktor irgendwie defekt und sei es in einem ganz konkreten Organ, wo Sauerstoff eben nicht mehr sinnvoll hineingebracht werden kann.
Sogar Krebserkrankungen haben einen Anteil daran, wie der Körper mit Sauerstoff in genau diesem Bereich umgehen kann.
V.O.
II.
Max ist der Wert, wo man fast immer sagen kann, wenn der richtig liegt, dann ist die Wahrscheinlichkeit für Promole mit deutlich geringer.
Und wenn der zu niedrig liegt, muss man dringend daran arbeiten, ihn zu verbessern.
Der nächste Punkt, der für manche Menschen überraschend ist, ist die Muskelkraft und da vor allem Gripthranks und Legthranks.
Will sagen, die Griffkraft und die Beinkraft.
Wenn man sich fragt, welche einzelnen Werte sind am besten dazu geeignet, um den Tod eines Menschen vorher zu sagen?
Denn gehören diese beiden nämlich Griffkraft und Beinkraft definitiv dazu.
Und das nicht nur aus dem Grund, weil man, das ist so eine klassische Erzählung, dann irgendwann stolpert, weil die Beine zu schwach sind, dann kommt man ins Krankenhaus und dann stirbt man, weil man dann Krankenhauskeim bekommt.
Das ist eine häufige und nicht falsche Erzählung.
Aber das ist ja zum Beispiel nicht das, was bei Grillkraft der Fall ist.
Tatsächlich ist Muskelkraft einer der wichtigsten Indikatoren für Longevity.
Das ist deswegen so essentiell, weil viele Menschen Muskelkraft vernachlässigt haben.
Einer der meist gesehenen kurzen Videoclips ist eine von diesem Podcast, wo Karl Lauterbach genau dazu Stellung nimmt und wo er sagt, ah, verdammt, ich hatte immer gehofft, dass was ich tue in Klammern, das sagt er nicht, aber das steht dahinter, nämlich laufen und Fahrrad fahren, diese Kardiosportarten, die verlängern das Leben.
Das ist nicht so, was das Leben verlängert ist.
Krafttraining.
Der nächste wichtige Messwert ist der Blutzuckerstoffwechsel, vor allem HBA-I-C.
Das ist mit der Nüchternglucose verbunden und der Blutzuckerstoffwechsel, den man so messen kann.
Der hat wiederum seit noch nicht langer Zeit bekannt eine Vielzahl von verschiedenen Auswirkungen auf den gesamten Körper.
Es gibt Leute, die zum Beispiel Alzheimer bzw.
Demenz inzwischen als Diabetes drei Punkt Null diskutieren wollen, weil relativ klar ist, dass der Blutzuckerstoffwechsel im Gehirn einen erheblichen Anteil daran haben kann, ob man Demenz bekommt, ob man Alzheimer bekommt, ob man die verschiedenen Formen, die hinter Demenz als unterschiedliche Krankheiten stehen können, von Gehirnschäden nicht auch aus dieser Perspektive sehen kann.
Das gehört übrigens mit zu den häufigsten Todesarten, Alzheimer.
Wissen viele Leute nicht, weil man nicht denkt, dass man daran sterben kann, kann man aber indirekt oder teilweise sogar direkt tatsächlich.
Der nächste wichtige Wert.
Was longevity angeht, Messwert ist das Entzündungsniveau.
Häufig der CRP oder HSCRP-Wert.
Darüber kann man als eine Art Proxy grob abschätzen, wie stark der Körper genau jetzt mit Entzündungen und zwar sowohl erkennbaren wie auch verborgenen Entzündungen beschäftigt ist.
Es gibt einen eigenen Begriff für diese Denkschule Inflammaging.
Warum?
Man hat festgestellt, dass viele Entzündungsprozesse Alterungsprozesse auslösen und umgekehrt und dass sie teilweise sogar Deckungsgleich sind.
Der Mensch stirbt in vielen Fällen über eine ständige Entzündung, die in Körpern entweder nicht entdeckt wird und die nach und nach einen Versagen von verschiedenen Prozessen im Körper zur Folge haben kann.
Entzündung ist übrigens kein ganz einheitlicher Begriff.
Das ist einfach in vielen Fällen eine Form von Dysfunktionalität, wo das Immunsystem des Körpers intensiv damit beschäftigt ist, da die gewöhnlichen Funktionen zum Beispiel eines Organes wiederherzustellen.
Wir haben einen nächsten Punkt, der inzwischen interessanterweise zum Beispiel über smarte Wagen zumindest grob abgeschätzt werden kann, das sogenannte viszerale Fett um die Organe.
Es gibt Menschen, die sehen dünn aus, aber die haben vergleichsweise viel viscerales Fett in ihrem Körper.
Es geht nämlich nicht nur um das Gewicht und wie viel Fett man zum Beispiel am Bauch hat oder in den Beinen oder am Po, sondern eben auch wie viel Fett sich in den Organen einlagert.
Und da kann man inzwischen mit Geräten einigermaßen gut messen.
Auch das ist ein sehr wichtiger Anzeiger dafür, wie gesund ist man eigentlich und wie könnte man eventuell wann, woran sterben.
Ebenfalls im Fettbereich ist das Lipid-Profil, vor allem LDL-Kolesterin oder ApoB.
Das sind Werte, die man beim Hausarzt messen kann.
Das kostet manchmal sogar ein bisschen mehr und man muss eigentlich medizinisch abchecken lassen, ob es sich lohnt, welchen Wert wie oft zu messen.
Das gilt im Prinzip für alles dabei.
Aber was wir feststellen müssen ist, dass in sehr vielen Fällen lange unterschätzt worden ist, wie gefährlich für die Langlebigkeit tatsächlich Übergewicht und vor allem massives Übergewicht sein kann.
Auch das muss man dazu sagen, unterscheidet sich von Person zu Person und nicht alles, was so aussieht, als sei es dramatisches Übergewicht, ist tatsächlich auch so gefährlich.
Fett im Körper mit diesen Maßwerten ist also ein sehr wichtiger Anzeiger dafür, wie gesund man ist und wie lange man noch gesund bleibt.
Der nächste Punkt sind Ruhepuls und Hard Rate Variability.
Das ist HRV, wird das häufig abgekürzt.
Mit diesen beiden Messwerten kann man ungefähr sagen, wie der Kreislauf in Form ist, wie sportlich man ist sozusagen, wie viel Energie man auf welche Weise investieren kann, ohne dass der Körper gleich an Grenzen kommt.
Auch dieser Wert ist sehr interessant, wenn man sich näher anschaut, vor allem weil man ihn vergleichsweise gut verbessern kann.
All diese Werte sind nicht immer ganz leicht zu verbessern, aber manche eben leichter als andere.
Der nächste Punkt, mit dem ich mich traurigerweise sehr gut auskenne, ist Schlafqualität.
Und Schlafdauer, messbar zum Beispiel durch die Zahl und Länge der REM Schlafphasen.
Rapid Eye Movement, die hat man so genannt, weil in der Zeit ist die Augen sehr schnell bewegen.
Die Schlafqualität gehört so mit den wichtigsten Faktoren, was longevity angeht.
Aber auch hier gibt es Abweichungen nach unten und nach oben von einzelnen Menschen.
Gerade kürzlich, zwanzig, fünfundzwanzig, wurde eine Studie vorgestellt nach der einzelnen Menschen.
Tatsächlich, dass alles, was der Körper während des Schlafes organisieren muss, damit man gesund bleibt, nicht etwa in acht bis neun, bei Frauen neun bis zehn Stunden hinbekommt, sondern sogar in vier bis fünf Stunden.
Es gibt also sogenannte Supersleeper.
Ich weiß gar nicht, ob man die super Slipper nennt, aber es würde sich anbieten, die so gut schlafen, dass ihnen vier Stunden ausreichen, ohne dass daraus eine Katastrophe entsteht.
Der nächste Messwert ist ebenfalls ein vergleichsweise neuer, vor allem in der Debatte, aber auch, was die technologisch sinnvolle und preisgünstige Messung angeht, Homocystein.
Das ist ein Marker für den Methylierungszyklus.
Oft, diesem Marker beruht häufig auch die sogenannte epigenetische Uhe für das biologische Alter.
Man kann die DNA-Methylierung messen bzw.
qualifiziert abschätzen.
Methylgruppen sind so eine Art Gen-Schalter und wenn die nicht mehr richtig funktionieren, dann kommt es bei der ständigen Zellteilung zu immer größeren Problemen.
Epigenetische Uhren...
Das ist so was, wo man anfangen kann, das biologische Alter einigermaßen seriös zu messen.
Wir sind da immer noch nicht trotz KI, trotz Tech dort, wo wir sein sollten.
Ihr könnt das selber mal ausprobieren.
Wenn ihr ein paar Hundert Euro investieren wollt, dann lasst euch zweimal von zwei seriösen Anbietern am Markt einfach das biologische Alter bestimmen.
Ich bin ziemlich gern bereit zu wetten, dass bei vielen, nicht bei allen, aber bei vielen da drei, vier, fünf, acht, zehn manchmal fünfzehn Jahre dazwischen liegen können, wenn man das mit unterschiedlichen Miss bzw.
abschätzt.
Das wird alles besser und viele von den größeren Anbietern versuchen auch so seriös wie möglich damit umzugehen und trotzdem ist es noch nicht so genau wie es sein sollte.
Und Bonus für die nahezukunft als Messwert, worauf man schauen kann, wo man sich immer wieder informieren kann, ist die sogenannte Zombie-Zellmessung.
Wie viele seneszente Zellen sind im Körper oder in bestimmten Organen, die da nur im Weg rumstellen?
Konkret bedeutet das immer mehr Zellen.
Wenn Sie sich nicht richtig teilen, sind halt keine funktionalen Zellen mehr, sondern alte Zellen, die eigentlich das Organ oder die jeweiligen Teil des Körpers eher behindern als voranbringen.
Und wie gut funktioniert die Müllabfuhr, diese Zellen zu entfernen?
Wie gut funktioniert die Abwehr für sogenannte denessente Zellen?
Das kann man messen.
Und das kann man im Zweifel auch verbessern.
Mal ehrlich.
Wie oft werden heikle Themen in Shadows besprochen, deren Vertraulichkeit niemand garantieren kann?
Ob privat oder im Business?
Wie schützt man die tägliche persönliche Kommunikation und das maximal anwenderfreundlich?
Wir kennen diesen Spagat zwischen schnellem Abstimmen und wirklich sicher sein.
Aber Kommunikation ist das Nervensystem einer Organisation.
Wenn es darauf ankommt, besonders bei sensiblen Themen streng vertraulichen Strategien oder auch in Krisenzeiten, darf dieses System nicht wackeln.
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Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigt der Einsatz in der Praxis.
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Zum Kundenkreis gehören unter anderem BMW, die Bundesregierung oder Amnesty International.
Denn Kommunikation ist das Nervensystem jeder Organisation.
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Der sicheren Kommunikationslösung aus dem Portfolio von schwarz digits.
Die haben wir überhaupt nur, weil es eine Verdatung des Lebens geht.
Das wäre für mich der nächste wichtige Punkt bei Longevity, nämlich, dass immer billigere und bessere Tests vorhanden sind und auch immer mehr Variables, also technologische Geräte am Körper, die irgendwie den Körper vermessen.
Die erzeugen eine Flut von Vitaldaten und Körpermesswerten aller Art, von Blutwerten, die man inzwischen regelmäßig messen kann, sogar teilweise mit Uhren.
Überschlaf, Bewegung, das Mikrobiom kann man messen, Ernährung.
Der Körper und das Verhalten des Körpers samt Ernährung wird zu einer Art Dashboard.
Wir haben hier einen Mensch, der zu einem Datensatz wird und hier ist am Horizont auch schon der digitale Körperzwilling zur Optimierung.
Und genau hier kommt künstliche Intelligenz das erste Mal in sehr radikaler Weise ins Spiel.
Der Digitale Zwilling ist ein Konzept, wo man in der digitalen Welt einen Datensatz so aufbaut, dass er ein System abbildet, dass es in der nicht-digitalen Welt auch gibt.
Man kennt das zum Beispiel von Gebäuden, wo man sagt, wir bauen dieses Haus erst digital und dann haben wir ganz genau sehen, wie viel Fläche Teppich brauchen wir eigentlich, weil wir mit einem Klick sagen können, okay, so viel Fläche Teppich brauchen wir.
Oder wie muss der Brandschutz aufgestellt sein, weil wir ganz genau wissen, wo welche Raumgröße vorhanden ist, die wie genutzt wird und deswegen welcher Brandschutz da passiert.
Und genau dieser digitale Körperswilling ist gerade seit einigen Jahren in der Entwicklung von verschiedenen Tech-Unternehmen.
Das geht einher mit einer Form von Simulation.
Wir sagen, schon in der nahe Zukunft können wir so viele Daten über den Körper sammeln, dass wir sagen können, aha, Dieses Zapplement, dieses Medikament oder diese Behandlung wirkt bei mir wahrscheinlich so, weil sie bei meinem digitalen Körper-Zwilling so und so wirkt.
Simulation von Therapien am digitalen Zwilling ist eine der wichtigsten KI-Maßstäbe für die Medizin der Zukunft.
Gleichzeitig können wir mit neuen Diagnostikmethoden da reingehen.
Frühwarnsysteme für Krankheiten.
Wir können Biomarker-Kombinationen statt irgendwelche Einzelwerte sehen.
Wir sagen, eine KI kann rausfinden und das genau ist passiert vor ein paar Jahren, dass man Alzheimer in vielen Fällen schon Jahrzehnte vorhererkennen kann, bevor die ersten Symptome auftreten, in dem Man bestimmte Biomarker, also Messwerte im Körper, im Blut, analysiert und vergleicht und dann sagen kann, mit großer Wahrscheinlichkeit werden sie in zehn, in zehn, in zwanzig Jahren dieses und jenes Stadion von Alzheimer haben.
Auch hier ist künstliche Intelligenz für Longevity eine Art Beschleuniger.
Gleichzeitig haben wir, was die Entdeckung von Medikamenten angeht, die Drug Discovery, KI-Anwendung in der Longevity.
KI durchsucht dann Milliarden Moleküle, Der Nobelpreis im Jahr ist an AlphaFold gegangen.
AlphaFold ist von DeepMind, einer Google-Tochter, die Proteinfaltungen vorhersehen kann, prognostizieren kann und mit sehr hoher Genauigkeit.
Und daraus resultiert dann, dass man sehr präzise sagen kann, welches Protein, welcher Wirkstoff wird im Körper wie wirken und das dann irgendwann auch noch personalisiert auf eine Person zugeschnitten.
In den Startlöchern steht also der digitale Zwilling, der mit KI genau sagt, ach, schau mal, dieser Messwert von diesem Teil des Körpers ist so, du solltest jetzt sofort dringend dagegen Magnesium nehmen.
Das ist das, worauf wir hinsteuern.
Und natürlich hat das massive longevity Auswirkungen.
Diese Bio-Hacking-Show, die das auf die Spitze treibt, ist vom erwähnten Phänomen Brian Johnson.
Wie gesagt, in den letzten Jahren verkauft er den eigenen Projekt namens Blueprint und versucht...
Mit seinem eigenen Körper, und da sagen wir mal manchmal auch sehr scary Methoden rauszufinden, wie lang er sein Leben ausdehnen kann.
Zu den scary Methoden gehört, dass er sich von seinem Sohn Blut abzapft und das Plasma injizieren lässt.
Das ist also an der Grenze, die man durchaus ein bisschen scary finden kann.
Aber er treibt die Debatte massiv voran und er findet am eigenen Körper sehr gut heraus, was könnte funktionieren, was nicht.
Er ist vor allem...
das bestvermessene menschliche Lebewesen jemals, was für den medizinischen Erkenntnis Fortschritt eine ganze Reihe von interessanten Aspekten beinhaltet.
Das bringt uns zum zweiten großen Themenblock, denn nicht alle von uns sind Brian Johnson, wie schon gesagt.
Die meisten von uns können eher nicht ein paar Millionen Dollar im Jahr ausgeben für longevity.
Wir schauen uns im zweiten Themenblock also longevity ganz konkret für uns alle an.
Longevity so im Alltag, und zwar sowohl was den Status quo angeht, wie auch Supplements.
Die erste Frage ist, wo stehen wir da eigentlich gerade?
Eine ganze Reihe von Durchbrüchen ist bereits erfolgt, aber die ganz großen Durchbrüche bei der Longevity, das wir also wirklich Jahrzehnte dazukommen könnten, die stehen noch bevor.
Und die meisten Forschenden in diesem Bereich glauben, dass in den nächsten fünf bis zehn Jahren die ganz großen Durchbrüche zumindest zum Teil kommen werden.
Wir reden allerdings hier noch nicht von der Umsterblichkeit, sondern eher von Menschen, die bis zu hundertfünfzig Jahre alt werden könnten.
Das ist eine Einschätzung, die einige Menschen teilen.
Andere nicht.
Die Debatte hat auch eine gewisse Hybris, denn natürlich ist jemand, der, sagen wir wie David Sinclair, jetzt irgendwann so Mittefünfzig ist, jemand, der gerne noch selbst erleben würde, dass bestimmte Krankheiten halber sein werden.
Die bisherigen Durchbrüche sind tatsächlich vor allem bezogen auf das Eiltern als behandelbarer Prozess, durch die Erkenntnis vor allem in der Genetik und durch die Abwehr bestimmter Krankheiten, die früher eben nicht abwehrbar waren.
Der zweite große Durchbruch ist, dass wir ein systemisches Verständnis des Alterns haben insgesamt.
Und zwar als Netzwerk- und Erneuerungsproblem.
Irgendwo zwischen Immunsystem, Stoffwechsel und Nervensystem, was die Kommunikation angeht.
Und in jeder Stellschraube kann man inzwischen besser drehen, um das Altern und vor allem die Art und Weise, wie wir altern, zumindest zu verbessern.
Und auch das ist longevity.
Die Messbarkeit des biologischen Alters hat sich stark verbessert.
Da habe ich eben schon was gesagt zu dieser biologischen Uhr.
Aber wir kommen langsam an den Punkt, wo man zum Beispiel Brian Johnson tut, dass das Alter von einzelnen Organen messen kann und sagen kann, ho, dein Organ Herz, dein Organ Lunge, sehr wichtig fürs Überleben, beide naheliegenderweise.
Die haben inzwischen schon zu so großen Teilen die Funktionen eingestellt, da müssen wir mal ran und Funktionen einstellen und Altern ist sehr stark miteinander assoziiert.
Der nächste große Durchbruch, der schon da ist, ist die epigenetische Reprogrammierbarkeit.
Das bedeutet, wir erkennen zwischen Kausalmechanismen des Alterns und deren Umkehrbarkeit.
Der nächste Punkt sind Senolytika.
Will sagen, wir steuern darauf zu, und das ist ein Durchbruch, der schon da ist, sich aber noch nicht in der Breite gezeigt hat, wir steuern darauf zu, dass alte Zellen gezielt entfernt werden können, weil sie Alterung bedeuten.
Der nächste Punkt sind metabolische Interventionen, insbesondere den Zuckerstoffwechsel.
Da müsste man zum Beispiel die Abnehmenspritzen mit hineingeben, zu denen ich gleich auch noch etwas Persönliches sagen werde.
Aber wenn Zuckerstoffwechsel so wichtig fürs Alter ist, dann haben wir inzwischen eine ganze Reihe von Medikamenten und eine ganze Reihe von Substanzen und Vorgehensweisen, die tatsächlich dazu beitragen können, dass wir den Eiterungsprozess verlangsamen.
Wir haben regenerative Medizin- und Stammzeltherapien, die in der Lage sind.
Da gibt es einzelne Evidenzen, die unfassbar sind, die in der Lage sind, Krankheiten zu heilen, die wir bisher nicht heilen konnten.
Es gibt eine Studie, wo eine chinesische Frau geschafft haben soll mit einer einzelnen Gabe.
Diabetes komplett auszuschalten, weil sie Stammzellen bekommen hat, die die entsprechende Funktion ab diesem Zeitpunkt in ihrem Körper abgebildet haben.
Es ist zwar eine seriöse Studie veröffentlicht in einer seriösen Zeitschrift, ich würde es aber erst mal als einen Einzelfall betrachten wollen und nicht sagen, dass damit zwingend jede Form von Diabetes heilbar sein könnte.
Wir haben, und das ist vielleicht auch noch der Status quo, den man mit berücksichtigen muss, inzwischen ein Exkurs rund um den Darm.
Denn es geht nicht nur um den Zuckerstoffwechsel, der naheliegenderweise Darm assoziiert ist, sondern den Darm im Prinzip als das unbekannte Wesen, das viel mehr Aufgaben hat, als wir bis vor ganz kurzer Zeit dachten.
Ja, in Deutschland hat die Debatte rund um den Darm im Prinzip mit dem Buch von Julia Enders von zwei Tausend vierzehn Darm mit Charme angefangen.
Zwei Tausend vierundzwanzig gibt es eine sehenswerte Netflix-Doku Hack Your Health, die Geheimnisse unserer Verdauung.
Das lohnt sich auch, weil laut wissenschaftlicher Faktorchecks das meiste an Informationen dort durchaus plausibel und haltbar ist.
In jedem Fall ist aber da der Darm ins Rampen nicht geschoben worden, denn longevity und der Darm vor allem die Ernährung und auch Auch das, was der Darm so macht, etwa einen großen Teil der Immunabwehr zu steuern, das ist sehr viel wichtiger für Gesundheit, als wir bisher dachten.
Wir haben eine direkte Verbindung des Darmes zum Gehirn.
Wir haben wesentliche Funktionen, die zum Beispiel da durch Krankheiten auslösen können, dass bestimmte Nährstoffe nicht mehr richtig aufgenommen werden können.
Und wir haben dann eigentlich eine Darmstörung, die sich dann aber äußert in einer Krankheit, die gar nichts zu tun zu haben scheint, mit dem Darm.
Was der Darm für longevity bedeutet, kann man nicht...
überschätzen.
und deswegen auch dieser kurze Exkurs, aber auch hier haben wir zum Beispiel mit solchen Besprechungen, wie eigentlich Ernährung, Altern beeinflusst, eine Vielzahl von neuen, interessanten Durchbrüchen und Einsätzen.
Die nur möglichen Durchbrüche der nächsten zehn Jahre wäre, eine Flächendeckende oder auch klinisch wirksame Art und Weise kaputter und alte Zellen entfernen zu können, und zwar nicht nur in einzelnen Interventionen, sondern in der ganzen Breite, dem sogenannten Inflamaging vorzubeugen.
Ein weiterer möglicher Durchbruch wäre die partielle Verjüngung von Menschen durch epigenetische Eingriffe.
Einzelne Organe können epigenetisch verjüngt werden.
Ein weiterer Durchbruch könnte sein, dass wir eine standardisierte und klinisch akzeptierte Messung des biologischen Alters als Grundlage für die personalisierte Prävention haben.
Ich will sagen, wenn ich feststelle, dass ein Teil X meines Körpers schon zu alt ist und droht irgendwann nicht mehr zu funktionieren, dass ich das nicht nur messen kann, und zwar als Standardinstrument beim Arzt oder im Krankenhaus, sondern auch ganz gezielt dagegensteuern kann.
Zum Beispiel mit dem nächsten Durchbruch.
Das ist KI-gesteuerte personalisierte Präventionsmedizin, sodass bestimmte Krankheiten wie Alzheimer Jahrzehnte vorher nicht nur erkannt werden könnten, sondern auch verlangsamt oder bekämpft werden können.
Ein weiterer Durchbruch in den nächsten zehn Jahren könnten regenerative Therapien sein, die so weit gehen können, dass wir Teile des Körpers gewissermaßen neu aufsetzen können.
Regenerative Therapien zum Beispiel für Gelenke, für Teile der Haut, für bestimmte Gefäße, die als Alterungsteil natürlich immer wieder Probleme machen können.
Direkt damit ein Ehrgehend, das habe ich schon erzählt, ist der digitale Zwilling des Körpers als flächendeckend verfügbares Instrumenten noch nicht da könnte aber und wird innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre zum Beispiel auf das eigene Smartphone oder das dann eben meist verwendete Gerät drauf gespielt werden.
Ebenfalls in den Startlöchern, aber noch nicht ganz da.
wo es sein könnte, ist die metabolische Reprogrammierung.
findet bereits heute in Ansätzen statt, zum Beispiel mit Semaglutit, Tezibatit oder das in diesem Jahr wahrscheinlich auf den Markt kommen, den Retatrutit.
Das alles sind peptide, verschiedene Varianten der Abnehmenspritze, die tief in den Zuckerstoffwechsel eingreifen und so zu einem guten Teil nachweislich das Leben verlängern können.
Und schließlich gibt es irgendwann einen gesellschaftlichen Kipppunkt.
Das wird ein Durchbruch sein in dem Moment, wo longevity nämlich nicht mehr so ein teures Eliten-Projekt ist, wo Leute heute ein paar hundert Euro für irgendwelche Supplements und Behandlungen ausgeben können im Monat, sondern dass es zu einem bezahlbaren Mainstream-Projekt werden kann oder sogar so etwas, was sie kann.
Dankenkasse relativ naheliegenderweise übernimmt.
Das aber, wo man heute schon dran gehen kann und wie longevity von vielen Menschen verstanden wird, ist einerseits bestimmte Verhaltensweisen und andererseits bestimmte Supplements.
Ich möchte mal die zehn wichtigsten evidenzbasierten Supplements aufzählen.
die tatsächlich longevity bedeuten können.
Für jedes von diesen Sublimins nochmal gesagt, dass das keine Empfehlung unbedingt nehmen, es ist eine Empfehlung sich damit zu beschäftigen und ärztlich abklären zu lassen, ob und wie man das einsetzen kann.
Bestimmte persönliche gesundheitliche Voraussetzungen können zum Beispiel die Gabe von bestimmten Vitaminen oder bestimmten anderen Sublimins von einem absoluten positiven Faktor in eine katastrophale und sogar lebensgefährliche Richtung ziehen.
Gleichzeitig ist die Dosierung immer wieder ein sehr essenziales Thema, die für sehr unterschiedliche Menschen unterschiedlich wirken kann.
Und natürlich die Art und Weise, wie man selbst schon aufgestellt ist.
Es gibt Menschen sehr viele, bis zu siebzig Prozent, teilweise mehr in Deutschland, die in bestimmten Jahreszeiten Vitamin D-Mange haben, aber eben nicht alle.
Und wenn man zu viel Vitamin D nimmt, ist das auch wieder nicht besonders gut.
Will sagen, man muss sich für jedes von den jetzigen Supplements, auch wenn sie ihr Evidenzbasiert ist, eine ärztliche Zustimmung abholen, das und wenn ja, wie viel man davon nehmen kann.
Und am besten sollte man es vorher auch von den Blutwerten her testen lassen.
Ich tue das so.
Der Supplements sagt die zehn wichtigsten evidenzbasierten Supplements im Durchschnitt der Bevölkerung.
An Platz eins Omega-III-Fettsäuren, vor allem EPA und DHA, die reduzieren chronische Entzündung, sie senken das Risiko für kardiobaskuläre Erkrankungen und sie spielen in einer Vielzahl von Stoffwechselprozessen eine entscheidende Rolle.
Das zweite wichtige Supplement ist Vitamin E-III, gegebenenfalls in Ergänzung mit K-II.
Unterstützt die Immunfunktion, die Knochengesundheit und ist mit geringerer Gesamtsterblichkeit direkt assoziiert.
Der dritte Punkt ist Magnesium, da allerdings gibt es sehr unterschiedliche Arten und Formen.
Die Empfehlung von vielen Fachleuten ist Magnesiumglycinat oder Magnesiumtrionat zu verwenden.
Unter anderem deswegen, weil diese beiden leichter die Bluthirnschranke passieren können bzw.
der daraus resultierende Magnesiumanteil leichter, weil sie leichter aufgenommen werden.
Magnesium ist in sehr vielen Körperprozessen mit dabei, verbessert die Schlafqualität, die Muskel- und Nervenfunktion sowie die gesamte metabolische Stabilität.
Es geht also weit über diese Wadenkrampfsituation hinaus, die, sagen wir mal, den als häufigster Anlass für Magnesiumeinnahme galt.
Das nächste, das vierte der zehn wichtigsten evidenzbasierten Supplements ist Kreatin, und zwar Kreatin-Monohydrat.
Es gehört zu den meist erforschten Supplements.
Kreatin-Monohydrat Erhält die Muskelmasse, die Kraft und auch die kognitive Leistungsfähigkeit im Alter.
Das ist also sowohl für Muskeln als auch das Gehirn sehr essentiell.
eine Studie.
Die gerade erst rausgekommen, es endet im Jahr zwanzig, zeigt sogar, dass Menschen, die Alzheimer haben, durch die Gabe von relativ hohen Dosen kreativen Monohydrat, wir reden hier von zehn bis zwanzig Gramm am Tag, eine verbesserte Erinnerungsfähigkeit bekommen haben.
Kreativen Monohydrat ist insbesondere für Menschen, die Schwierigkeiten haben mit der Ernährung, mit dem Muskel erhalt.
und die Kraftsport machen, eigentlich mehr oder weniger unverzichtbar.
Ebenso wie Protein insgesamt.
Das wäre auch der fünfte Punkt der zehn wichtigsten evidenzbasierten Supplements, nämlich Protein bzw.
essenzielle Aminosäuren.
Essenzielle Aminosäuren kann der Körper nicht selbst herstellen, eine ganze Reihe von Aminosäuren kann der Körper herstellen, diese eben nicht und man braucht sie trotzdem zu überleben.
Wenn man einigermaßen normal ist, dann braucht man in vielen Fällen nicht alle essenziellen Aminosäuren, aber die meisten Menschen essen nicht ausreichend viel Protein.
Deswegen ist eine zusätzliche Protein-Gabe für die allermeisten Menschen durchaus sinnvoll.
Wir reden hier von zusätzlichen Gaben von eins bis zwei Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht.
Da gibt es sehr unterschiedliche viele Ansätze.
Auch das würde ich definitiv medizinisch abklären lassen.
Aber zusätzlich ist Protein unterstützt die Regeneration und verinnert vor allem altersbedingten Muskelabbau.
Das Sechste der zehn wichtigsten evidenzbasierten Supplements ist Glycine.
Das ist eine Aminosäure.
Das ist keine essentielle Aminosäure.
Der Körper kann das auch selbst bilden.
Aber sie ist als Aminosäure so essentiell, weil sie so wichtig ist für ganz viele verschiedene Prozesse im Körper.
Für die Collagenbildung, für die Entgiftung, für die DNA-Synthese und das gesamte Nervensystem.
Das nächste der zehn wichtigsten evidenzbasierten Supplements ist an Platz sieben NMN.
Es geht dabei um einen Stoff namens NAD+, der im Körper erhöht werden kann und muss, weil er vor allem für die Zellenergie und die DNA-Reparatur wichtig ist.
Hier fällt jetzt zum ersten Mal das Fachwort Mitochondrien.
Das sind die Kraftwerke in den Zellen.
Und die Mitochondrien spielen eine ganz entscheidende Rolle dabei, die Zellen mit ausreichend viel Energie zu versorgen.
Und das wird auch im Engen mit dem NAD-Plus-Spiegel im Körper zusammen.
Den kann man erhöhen, zum Beispiel mit NMN, Nikotinamid Mononucleotid.
Es gibt auch ein paar andere Supplements, die zumindest versprechen, den NAD-Plus-Spiegel zu erhöhen, aber das scheint schon das Vielversprechendste zu sein.
Zellenergie mit Duchondrien ist auch eines der großen Themen für die nächsten Jahre, weil die Funktionsfähigkeit der Zellen im Körper so entscheidend ist für das Alter.
An Platz acht der zehn wichtigsten evidenzbasierten Longevity Supplements ist Spermidin.
Das aktiviert vor allem die Autophagie.
Will sagen, dass der Körper selbst anfängt sich zu reinigen und zum Beispiel alte Zellen zu verdauen, aufzufressen, dem Immunsystem zum Fraß vorzuwerfen.
Das ist epidemiologisch mit längerer Lebensdauer verbunden.
Will sagen, Spermidin kann in Ansätzen einen Teil der gealterten Zellen helfen, loszuwerden.
An Platz neun.
der zehn wichtigsten evidenzbasierten Supplements im Bereich Longevity ist Kurkumine.
Es wirkt entzündungshemmend und antioxidativ auf zellulärer Ebene und das auch in vielen Studien nachgewiesen.
Gerade was entzündungshemmend angeht und gerade was antioxidantien angeht, gibt es sehr viele entweder Erkenntnisse, Teilerkenntnisse oder hoffentlich Erkenntnisse, die viele von den gegenwärtig verwendeten Supplements nicht immer so sinnvoll machen, wie sich das auf den ersten Blick anhören mag.
Und schließlich an Platz zehn, vielleicht etwas überraschend, Probiotika und Ballaststoffe.
Das ist nicht wirklich ein Supplement, weil das eher aus der Ernährung kommt, wie ja viele andere Bereiche auch, was Proteine angeht.
Aber Probiotika und Ballaststoffe stabilisieren das Mikrobiom, also den Darm, der so wichtig ist für Longevity, dass wiederum besirkt, dass Immunfunktionen, Stoffwechsel und Entzündungen besser gemanagt werden können vom Körper.
In der Diskussion rumt Unglanger Viti gibt es aber eine Vielzahl von Supplements, die eben noch nicht so voll evidenzbasiert wirksam sind oder wo man noch Zweifel daran hat, ob es tatsächlich eine direkte Kausalität oder eher nur eine Korrelation sein kann.
Ganz klassisch fragt man sich dann zum Beispiel ist, wenn ich einen hohen Spiegel an einem Stoff im Körper habe, das nur ein Begleiteffekt oder tatsächlich der Grund für eine Störung oder eine Krankheit.
Und ganz ähnlich ist es eben auch mit Supplements.
Wie liegen irgendwo zwischen Hype und Zukunftsverheißung?
Und ich möchte die gar nicht in Tote runterreden, sondern ich möchte eher sagen, da muss man darauf aufpassen, ob es in die eine oder in die andere Richtung abbiegt.
Und ganz vorne mit dabei ist eins, das ich nehme, weil ich glaube, dass das tatsächlich irgendwann die Evidenz geben wird, die es so wirksam machen wird.
Und das ist Resveratrol.
Es ist große Bekanntheit, viele in der Diskussion.
Der erwähnte David Zinkler hat das groß gemacht.
Tatsächlich zeigen Human-Studien bislang keine konsistenten Effekte auf Lebensverlängerung oder relevante Gesundheitsmärker, aber dahinein sind bis jetzt auch nur...
mehrfach abgecheckte Studien, die überprüft wurden, hineingedacht.
Es gibt erste Ansätze, die darauf hindeuten könnten, dass Resveratrol da tatsächlich eine sehr wichtige Funktion haben kann.
Es ist aber bei Resveratrol eben noch nicht ein gemein akzeptierter wissenschaftlicher Konsens, was die tiefe Wirksamkeit bei vielen Menschen angeht.
Das nächste viel diskutierte Supplement irgendwo zwischen Hype und Zukunftsverheißung ist Quercetin.
Es gibt zwar eine Reihe von vielversprechenden Zell- und Tiermodellversuchen, aber bisher kaum kinesische Daten für echte Effekte beim Menschen.
Und es kann es halt immer wieder vorgekommen, dass irgendein Mittel beim Mäusen fantastisch gegen Krebs gewirkt hat und beim Menschen eben gar nicht.
Das sind also Punkte, über die man nachdenken muss, wo man dranbleiben muss.
Quercetin ist bei sehr vielen Menschen mit in ihrem Longevity-Stack drin und viel diskutiert, wenn auch nicht so intensiv wie Resveratrol kann.
Trotzdem erst mal auf die Beobachtungsbank.
Ebenso Astaxantin.
Das ist eines der stärksten bekannten Antioxidantien.
Regelmäßig steht irgendwo sechstausendmal stärker als Vitamin C.
Diese Verhältnismäßigkeit ist sowieso vergleichsweise relativ.
Es ist jetzt nicht so, dass es bedeutet, dass man sechstausend Gramm Vitamin C nehmen muss, um die Wirkung von einem Gramm Astaxantin irgendwie zu erreichen.
Tatsächlich sind die Langzeitdaten, was Astaxantin angeht, noch nicht so vielversprechend wie viele Leute das tun.
Schaden dürfte es trotzdem eher nicht.
Ich nehme es zusammen mit Omega-III, weil eines der wenigen Präparate, die nicht nach Fisch schmecken, eben nur zufällig Astaxantin mit dabei hat.
Ein weiteres viel diskutiertes und übrigens auch schon seit sehr langer Zeit diskutiertes Supplement ist das Coenzyme Q-X.
Tatsächlich gibt es eine ganze Reihe von Erkrankungen, wo ein Mangel vorhanden ist, bestimmte Erkrankungen, die nahelegen, dass man unbedingt Q-X nehmen sollte.
Das ist bei gesunden Personen, gibt es aber bisher kaum longevity Effekte, die messbar und nachweisbar evidenzbasiert sind.
Das heißt nicht, dass da nicht noch etwas kommen kann.
Coenzyme Q-X ist essentiell für den Körper, ist aber in vielen Fällen im gesunden Körper eben nicht das woran es mangelt.
Ganz ähnlich sieht es mit Alpha Liponsäure aus.
Das ist biochemisch hochinteressant und es ist sehr antioxidativ.
Auch hier gibt es aber wenig robuste Daten, was nachhaltige Verbesserungen angeht, vor allem was die Lebensspanne und die Gesundheitsspanne angeht.
Dass es trotzdem absolut wichtig ist, diesen Stoff im Körper zu haben, dass er trotzdem eine Wirksamkeit entfaltet.
Das hat nichts damit zu tun, ob es tatsächlich am Ende rein aus Longer wird, die sich lebensverlängern wirken kann.
Neben dem Subliments, über den man reden kann und soll, ist ein für viele Menschen Longevity überraschender Bereich des Lebens.
einfach die einzelnen Verhaltensweisen.
An Platz eins der zehn wichtigsten meist diskutierten Verhaltensweisen rund um Longevity ist das Krafttraining, Erhalt der Muskelmasse.
Muskeln sind im Alter die Lebensversicherung überhaupt.
Nicht nur weil sie vor Stürzen schützen, die Gelenke schützen und als Stoffwechselorgan, gerade für den Zuckerstoffwechsel, essentiell sind, Sie senken auch Entzündungen.
Das Ziel wäre spätestens im Alter, eigentlich aber schon lange vorher mindestens zwei bis dreimal pro Woche intensives Krafttraining zu machen mit Fokus auf Beine und Griffkraft.
Die zweite Verhaltensweise, was den Lifestyle Stack angeht, ist das sogenannte Zone II Training, die Grundlagen aus Dauer.
Das ist moderates Training, man kann sich dabei noch unterhalten.
Und genau das kann die Kraftwerke der Zellen, die mit Truchondrien gewissermaßen mittrainieren und effizienter machen, zum Beispiel bei der Fettverbrennung.
Das Ziel sind da Hundertfünfzig bis Hundertachzig Minuten pro Woche zum Beispiel Zügiges gehen.
Es gibt allerdings jüngere Forschung, muss ich dazu sagen, die nahe legen, dass kurzes, explosives Training in manchen Fällen sogar besser sein kann.
Hier würde ich, auch wenn so eine Zwei-Training, was die Grundlagenausdauer angeht, gut erforscht ist, die Forschungsergebnisse der nächsten Zeit unbedingt mit berücksichtigen.
Der dritte Punkt der Verhaltensweisen ist eine proteinreiche Ernährung, um die Muskeln zu erhalten, vor allem im Alter, wo man deutlich mehr Protein braucht als in jungen Jahren.
Das Ziel könnten hier nicht nur ein bis zwei, sondern sogar eins, sechs bis zwei, fünf Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht am Tag sein, idealerweise verteilt auf mehrere Mahlzeiten.
Der vierte Punkt, der zehn wichtigsten und meist diskutierten Verhaltensweisen des Lifestyle Stacks für Longevity ist die Schlafqualität und Dauer.
Schlaf ist quasi der Zeitraum, wann die Müllabfuhr im Gehirn funktionieren muss.
Und auch im Rest des Körpers.
Chronischer Schlafmangel beschleunigt die epigenetische Alterung massiv.
Hier ist das Ziel sieben bis neun Stunden.
Man sollte achten auf Dunkelheit, auf Kühle und auf Regelmäßigkeit.
Die fünfte Fahrinsweise ist zeitlich begrenztes Essen, das Intervall fassen und auch fassen insgesamt.
Dauerhaftes Necken hält den Insulinspiegel hoch und gerade die sogenannte Insulinresistenz ist ein sehr wichtiger Faktor dabei, wie man mit dem überzähligen Zucker im Körper umgehen kann und wie die Zellenenergie umwandeln können in ihr eigenes Funktionieren.
Deswegen ist das regelmäßige wenig essen, das regelmäßige gar nichts essen.
oder bestimmte Zeitfenster, in denen man nicht ist, sehr essenziell.
Hier gibt es ein Ziel, ein Essensfenster von ungefähr acht bis zehn Stunden zu haben, will sagen an sechzehn Stunden des Tages ist man nichts und innerhalb von acht Stunden versucht man seine dreimalzeiten unterzubringen, um dem Körper Zeit für die Reparatur zu geben.
Einmal im Jahr kann man noch längere Fastenzeiten unternehmen je nach Verfassung und Belastung.
Die sechste Verhaltensweise ist die Reduzierung von zugesetzten Zucker.
Zucker ist definitiv ein Alterungsbeschleuniger für die DNA, die schon erwähnte Methylierung.
Man verzuckert einfach irgendwann den eigenen Körper.
Das kann zu einer Versteifung zum Beispiel von Gewebe und Gefäßen führen und das Ziel wäre hier vor allem zugesetzten Zucker oder etwa Getränke mit zu viel Zucker nur in Maßen, wenn überhaupt, zu konsumieren.
Wie immer gilt in allen Bereichen, Absolutheit hilft hier nicht.
Es ist besser, graduell zu verbessern und in bestimmten Bereichen ein bisschen zu verbessern, als zum Beispiel komplett auf Zucker zu verzichten und sich dann irgendwann wieder doch in den Heißhunger zu flüchten.
Genau so ist es auch mit dem siebten Punkt des Lifestyle Hacks, Sex, unterwegs, nämlich Alkoholkonsum reduzieren.
Es gibt zwar keine gesunde Menge für Alkohol bei Longevity, ein Alkohol ist und bleibt einfach ein Neurotoxin, das stört den Schlaf, es belastet die Leber, es belastet jede Menge körperliche Prozesse als Gift, das durch den ganzen Körper durchschließt.
Allerdings...
kann es für das allgemeine seelische Wohlbefinden manchmal eben schon sinnvoll sein, Alkohol nicht auf Null zu reduzieren.
Das Ziel ist hier so wenig wie möglich und all das gilt explizit auch nicht für Menschen, die Alkoholprobleme haben oder zum Alkoholismus neigen.
Das ist noch meine eigene Spielart.
Wir reden hier davon, dass Menschen sich nicht Vorwürfe machen sollen, wenn sie eben ein, zwei mal die Woche ein, zwei Gläser Wein trinken und glauben, dass sie genau deswegen zehn Jahre früher sterben.
Das ist nicht so.
Denn dadurch, der achte Punkt.
Was die wichtigsten Lifestyle-Hacks für longevity angeht, eben auch mit dabei ist, kann Alkohol durchaus eine gewisse Brücke bauen.
Das ist nämlich Stressmanagement und soziale Bindungen.
Dieser Achtepunkt ist lange unterschätzt worden, was longevity angeht, aber tatsächlich ist nicht nur chronischer Stress und daraus resultierendes Chroeskortisol, also das Stresshormon, kontraproduktiv für longevity.
Zum Beispiel, weil es Muskeln abbaut und Bauch fettfördert und bestimmte Entzündungsprozesse leider nicht besonders günstig beeinflusst.
Gleichzeitig gibt es, was Stressmanagement angeht, eben auch den Faktor der sozialen Bindung.
Wir können in vielen Fällen Stress besser abbauen, wenn wir ein funktionierendes System sozialer Bindung haben.
Deswegen sind starke soziale Bindungen statistisch gesehen einer der stärksten Faktoren für ein langes Leben.
Das Ziel wäre aktive Entspannungen, zum Beispiel mit Meditation, Atemübungen, meditativen Sportarten und Zeit mit Menschen verbringen, die einem gut tun.
Und wenn dann eben mal dort ein Glas Wein getrunken wird, dann ist das weniger schlimm, als viele Leute, die da absolut reingehen wollen, behaupten.
Der neueste Punkt der Lifestyle Hacks, was longevity angeht, ist Mundhygiene.
Das klingt erstmal banal.
Aber tatsächlich merkt man immer stärker, dass Mundhygiene zum Beispiel in Form von Zahnflaschenentzündungen eine wichtige Quelle sein können für systemische Entzündungen und damit das Risiko für Herzinfarkte und Alzheimer erhöhen können.
Das Ziel ist, nicht nur täglich mehrmals die Zähne zu putzen, sondern auch Zahnseide zu benutzen und mindestens einmal im Quartal eine professionelle Zahnreinigung zu unternehmen.
Der gegenwärtige Forschungsstand zum Thema Zahnreinigung ist weniger einheitlich als man glauben sollte.
Die Tendenz geht aber in die Richtung, dass es dazu beitragen kann, die Mundhygiene, die Mundgesundheit insgesamt zu erhöhen.
Und schließlich als zehnter Punkt der evidenzbasierten und viel diskutierten Verhaltensweisen, was longevity angeht, das ist thermischer Stress, vor allem Sauna und Kälte, also Hitze und Kälte.
Kurze Hitze und kälte Reize aktivieren Langlebigkeitsgene, zum Beispiel Hitze-Schock-Proteine.
Und das Ziel sind hier regelmäßige und zwar überraschend häufige Saunagänge.
Vier bis sogar sieben Mal pro Woche senken das Risiko zum Beispiel für Herzkrankheiten massiv.
Gleichzeitig ist, wenn man sowohl Hitze als auch Kälte wie bei einem Saunagang unternimmt, auch eine Stärkung des Immunsystems zu verzeichnen, was wiederum eine positive Wirkung auf Longevity hat.
Die Frage ist, Von diesen zehn Dingen, was sind denn die wichtigsten?
Und die Prioritäten kann man recht leicht setzen.
Schlaf und Bewegung, und bei Bewegung Kraft und Ausdauer, machen siebzig bis achtzig Prozent des Erfolgs aus.
Die Feinanstellungen sind dann Ernährung, Sammsupplements und thermischer Stress.
Tatsächlich gibt es Denkschulen, die Ernährung deutlich höher Gewichten, aber so, wie das im Moment der Fall ist, dass nämlich vergleichsweise viele Menschen einigermaßen divers essen, vor allem dann, wenn sie sich um longevity kümmern, ist da die Ernährung vor allem auch zur Feinoptimierung gedacht.
Wir müssen an dieser Stelle, weil es in sozialen Medien gerade wahnsinnig viel diskutiert wird, vor allem in den Vereinigten Staaten einen Exkurs machen, und zwar Biohacking zwischen Zukunft und Leichtsinn.
Heute geht es um das Thema Peptide.
Peptide, das ist so der Begriff, unter der ganz, ganz viele Experimente stattfinden von Menschen.
Die meisten Peptide kann man in den Vereinigten Staaten zwar bestellen, aber nur zu Labor- und Experimentalzwecken, die sind nicht für den Menschen zugelassen.
Das bedeutet, es gibt Leute, die irgendwo im Internet irgendeinen Wirkstoff bestellen, worauf steht Peptid?
und sich das den regelmäßig spritzen und dann schauen, was es wie bewirkt.
Da mag es seriöse Anbieter geben, sogar sehr seriöse.
Die Frage ist schon, ob ob man für Menschen nicht zugelassene Mittel sich wirklich in den Körper spritzen sollte, um einfach mal rauszufinden, wie das wirkt.
Vor allem, weil viele von denen noch gar nicht oder nur in Ansätzen in Studien unterwegs sind.
Aber Peptide sind wahnsinnig viel diskutiert, unter anderem deswegen, weil ganz offenbar eine Reihe von Peptiden sehr klare Wirkung haben.
Man kann sich das ungefähr so vorstellen, wenn man Proteine nimmt, also Eiweiße, die zu den wichtigsten Substanzen des Lebens gehören, die das Leben ausmachen, die bis in die DNA hinein für das Leben ausmachen.
Dann sind Proteine gewissermaßen lange Sätze oder Texte, die zum Beispiel dem Körper oder einem Organ sagen, was genau hier wie gemacht werden soll.
Aminosäuren sind die Buchstaben dieser Texte und Peptide sind kurze Wörter oder sehr kurze Sätze.
Das ist also irgendwo zwischen den Bestandteilen von Proteinen, Aminosäuren und den Proteinen selbst.
Diese Peptide sind dem Körper alles andere als unbekannt, denn tatsächlich gibt es im Körper Hormone.
Wir kennen sie alle und Hormone sind Botenstoffe, die bestimmte Informationen im Körper übermitteln.
Die zum Beispiel sagen, jetzt schütten wir ein Hormon aus, das wie Adrenalin dafür geeignet ist, uns unser Spannung zu versetzen.
Und daraus folgt A, wir brauchen eine leichter Erhöhung der Temperatur, B, wir brauchen mehr Energie in den Zellen, C, wir müssen eine Muskelspannung usw.
Diese Botenstoffe, die bestehen ziemlich häufig aus Peptiden.
Wir sagen Hormone und das ist die Funktion und meinen ziemlich oft Peptide.
Das sind die Botenstoffe.
Ein größerer Teil der Hormone besteht eben aus Peptiden.
Und jetzt experimentieren viele Menschen genau damit und versuchen rauszufinden, wie ist es zum Beispiel, wenn ich ein Peptideinsetze um schlanker zu werden.
An dieser Stelle kann man sagen, dass die Abnehmenspritzen, Semaglutid und Tirzipatid, ebenso wie die dieses Jahr kommende neue Superabnehmenspritze, namens Retatrutid, alles drei Peptide sind.
Abschließend, um diesen Peptide-Hype zwischen TikTok und Instagram nochmal aufzugleisen.
Bitte unternehmt in diesem Bereich nichts, von dem ihr nicht ganz genau wisst, was es ist, und zwar ganz genau wissen hier im Sinne von mit Fachleuten abgeklärt.
Bitte kauft euch nicht bei irgendeinem Shop irgendwo auf einem Instaprofil verlinkt, irgendein Stoff, der dann halb gut gekühlt aus sonst woher hergeschickt wird und initiiert euch das über acht Wochen jeden Tag, womöglich noch mit irgendeiner Lösung verdünnt.
Ich glaube, dass natürlich in der nächsten Zeit sehr viel da passieren wird, auch gerade in diesem Medikament- und Peptid-Bereich.
Ich glaube aber auch, dass man sich im Moment keinen Gefallen tut.
Indem man sich wild aus dem Internet zusammengekaufte Peptide, womöglich mit unterbrochener Kühlkette, viele von denen müssen gekühlt werden, injiziert und dann mal schaut, was dabei rauskommen könnte.
Lasst die Leute das machen, wenn sie das wollen.
Da können gute Erkenntnisse rauskommen.
Es gibt auch wertvolle Erkenntnisse, die genau daraus schon resultiert sind.
Aber die meisten von euch sind sehr gut beraten, wenn sie ohne ärztliche Hilfe und intensive Beschäftigung mit dem Thema, inklusive Beratung von Leuten, die da Ahnung haben, auf wissenschaftlicher evidenzbasierter Ebene nicht anfangen, irgendwas zu spritzen.
Zum Abschluss dieses Podcasts, der dritte Themenblock, die Ziel gerade auf der wir wandeln müssen in Tech-KI und Schmetterlinge-Abteilung Longevity, nämlich die philosophische Dimension und die Wirkung auf die Gesellschaft.
Schon am Anfang angedeutet es, dass nicht nur was Longevity angeht, eigentlich eine Neuauflage des ewigen Lebenwollens, sondern wir haben inzwischen so große Erfolge erzielt, dass sich plötzlich Fragen auftun, wie verändert sich zum Beispiel die Lebensplanung, wenn Menschen nicht nur viel länger leben, sondern bestimmte Aspekte auch zeitlich verschiebbar sind, wenn sich zum Beispiel Karriere, Kinderbeziehung nach hinten verschieben lassen, weil man biologisch, selbst wenn man eine Gebärmutter hat, sich dazu entscheiden kann, ein Kind erst sehr viel später zu bekommen, als das bisher der Fall ist.
Welche Auswirkungen sind da denkbar auf Sozialsystem und Demokratie?
Können wir die Rente überhaupt noch so aufrechterhalten, wenn longevity so durchballert, dass Menschen zwar mit siebenundsechzig in Rente gehen, dass sie aber eigentlich bis siebenundachtzig, bis neunzig, bis fünfundneunzig und zwar im Schnitt gesund leben?
Was wiederum bedeutet, dass die Zeit, die sie Geld brauchen, sehr viel länger dauert?
könnte es vielleicht sogar sein, dass dadurch, dass Menschen durch Longevity halt auch länger gesund bleiben, die Kosten für die Pflege geringer werden.
Oder ist das ein Trugschloss, weil zunächst die Verlängerung des Lebens und viel später erst auch die Verlängerung der Health-Band, der Gesundheitsspanne tatsächlich relevant wird.
Welche Auswirkungen hat das auf die Demokratie, wenn wie heute schon in Deutschland immer mehr Ländern und in Deutschland immer intensiver die Alten, die Älteren mit ihren ganz eigenen Interessen lagen, die absolute Mehrheit der Wählenden ausmachen?
Haben wir dann überhaupt noch genug Leute, die nicht nur so jung sind, sondern auch so wirkmächtig sind in der Demokratie, dass sie die Gesellschaft mitprägen können?
Oder kommen wir, wie Frank Schirmacher im Methusalem-Komplex geschrieben hat, schon vor zwanzig Jahren in eine Gesellschaft, wo eine Gerontokratie entstehen kann?
Also eine Herrschaft der Alten, eine Herrschaft der Älteren, die jetzt auch noch gesund sind und die dann...
demokratisch bestimmen, durch ihre schiere Mehrheit und ihr Engagement und die viel größere Zeit, die sie gesund investieren können, wenn sie im Alter gesund bleiben, dass sie eine Gesellschaft so prägen, wie es ihnen angenehm ist.
Die Frage ist auch immer, wo endet der Fortschritt?
Wo beginnt die Hybris?
Es gibt mit longevity verbunden in equidistanz eine ideologie die nennt sich transhumanismus will sagen da möchte man rausfinden nicht nur wie technologie wirkt sondern wie technologie im zusammenhang mit dem menschen wirken kann.
transhumanismus dass die maschine eine art nächster schritt des körpers ist eine evolution des körpers und irgendwann mischwesen auftreten oder sogar nur rein digitale wesen.
Das alles kann man fassen einerseits in Transhumanismus, also das Transcendieren des Menschen in eine nächste technologisch prägte Evolutionsstufe, einerseits und andererseits in Long-termissen.
Auch das eine Silicon Valley Ideologie, die davon ausgeht, dass es irgendwann nicht nur Mischwesen gibt, sondern sogar rein digitale Wesen, die als Lebewesen gelten, dass also in Zukunft so viele Menschen oder Wesen leben könnten, dass es sich lohnt, jetzt ein paar harte Jahre zu verschmerzen.
Das sind alles Debatten, die wir führen müssen und die einen direkten Einfluss auf Longevity haben.
Wo beginnt die Hybris?
Wo beginnt die Esoterik?
Wo ist es Forschertum?
Und wo ist es tatsächlich Fortschritt im Sinne von einer künstlichen Intelligenz, kann rausfinden, wie ganz konkret genau dein Leben verlängert werden kann?
Und was kostet es?
Wird Longevity weiter ein Elitenprojekt sein?
In bestimmten Aspekten definitiv.
Das ist es heute in sehr starker Form.
wird sich das irgendwann aufbohren.
Oder es ist wie bei der Abnehmensspritze, wo Krankenkassen sagen, würden wir, könnten wir uns schon vorstellen, zu bezahlen, verlängert?
das Leben ist aber zu teuer für die gesamte Bevölkerung.
Gibt es irgendwann vielleicht sogar den größten denkbaren Durchbruch, die Unsterblichkeit?
Ist das dann eine totale Katastrophe?
Ist es etwas, wo jemand bekannt gibt?
Übrigens, wir haben jetzt hier den Stein der Weisen gefunden, die Unsterblichkeit ist da.
oder ist es etwas, was zunächst im Verborgenen passieren könnte?
Es gibt Verschwörungstheorien, die ich ausdrücklich als solche bezeichnen möchte, dass das schon geschehen sei.
Und das natürlich, wenn jemand entdeckt, wie man unsterblich wird, das nicht überall sofort an die große Glocke gehangen wird, sondern dass man zunächst versucht, dieses extrem machtvolle Instrument sinnvoll einzusetzen, allerdings daneben sinnvoll im eigenen Sinn.
Was genau passiert, wenn Eitern optional wird?
Diese vielen Debatten in den vielen Details sind welche, die wir führen müssen.
Ich weiß nicht, welche davon größer und schneller auf uns einstürzt.
Ich weiß nicht, welche davon technologisch getrieben sein werden, welche davon künstliche Intelligenz getrieben sein werden und welche davon eher soziale Diskussionen sein werden, über Verhaltensweisen, über Möglichkeiten, auch darüber, wie die Unterschiede zwischen den Ländern, zwischen den Kontinenten sich dabei auswirken.
was zum Beispiel passiert mit dem Sinn des Lebens, wenn es keine Deadline im wahrsten Sinne des Wortes mehr gibt.
Abschließend zum Thema Longevity aus philosophischer Sichtweise.
Ich persönlich glaube nicht, dass zu unseren Lebzeiten noch der Durchbruch in Richtung ewiges Leben, in Richtung Unsterblichkeit gelingt.
Ich glaube schon, dass die eine oder andere digitale und KI und Tech-Überraschung, was Lebensverlängerung angeht, in den nächsten Jahren stattfinden wird.
Und ich glaube schon, dass dieses Eliten-Projekt longevity zu den größten sozialen Problemen des XXI.
Jahrhunderts gehören wird.
Nämlich, dass Menschen sterben, die arm sind und dass Menschen sehr, sehr, sehr, sehr lange nicht sterben, die nicht arm sind.
Das ist in vielen Facetten heute schon beobachtbar.
Aber wie bei der Schere zwischen Arm und Reich, die immer weiter auseinander klafft, wird es auch zwischen sterbend und nicht sterbend eine immer größere Spreizbreite geben.
Und es werden relativ genau diejenigen sein, die arm sind, die sich mit dem Sterben abfinden müssen und diejenigen, die reich sind, die dagegen etwas tun können.
Ich glaube, dass das Elitenprojekt Longivity zu den größten Problemen des XXI.
Jahrhunderts gehören wird.
Ich glaube, dass wir so schnell wie möglich dafür sorgen müssen, dass Longevity die Verlängerung des gesunden Lebens nicht allein vom Geldbeutel abhängt.
Ich glaube, dass wir Debatten darüber führen müssen, wie wir Longevity in die Gesellschaft hineinbringen, ohne dass es ein Elitenprojekt wird.
Ich glaube, dass die großen Schwierigkeiten, die auch immer greifbarer und deutlicher werden rund um den Planeten, dass die Spannung zwischen armen und reichen Nationen, zwischen armen und reichen Menschen, zwischen Menschen, die eine wirtschaftliche Perspektive haben und denjenigen, die es eher nicht haben, dass diese Spannung sich dramatisch verschärfen und verstärken können, wenn es um Biologie geht, wenn es ganz konkret darum geht, wenn du Geld hast, bist du hundertfünfzig, wenn du keins hast, bleibst du achtzig.
Die Zahlen sind austauschbar, aber in dem Moment, wo Menschen erkennen, dass die Verlängerung des Lebens etwas ist, was sie rein finanziell nicht erreichen können, obwohl es möglich wäre.
Ich glaube, ich komme noch ein ganz anderes Unwohlsein auf, komme noch ganz andere Spannungen auf.
Und ich glaube, dass eine der größten Konfliktlinien in Gesellschaften genau das ist.
Deswegen müssen wir so schnell wie möglich dafür sorgen, dass longevity kein Elitenprojekt mehr ist, sondern dass es mit künstlicher Intelligenz, mit Technologien, mit Messmethoden, mit Verhaltensweisen mit KI-Gesundheitsberatern, die eingebaut sind in die eigene Smartwatch und die ständig mit einem kommunizieren, dass wir all das benutzen, um möglichst vielen Menschen ein möglichst langes, gesundes Leben zu ermöglichen.
Was nicht heißt, dass nicht einzelne Leute darunter sagen können, ja, aber ich will mir halt irgendwas spritzen.
Ja, aber ich will halt so und so viel Bier trinken.
Und das ist dann auch in Ordnung.
Gleichzeitig darf es eben nicht nur vom Geldbeutel abhängen, wie lange man lebt.
Das ist vielleicht die Quintessenz von longevity in der gegenwärtigen Form.
Wir erleben ein Vorgeplankel.
Das Ziel ist es, wie auch schon bei den Gesundheitssystemen in den Industrieländern, dass nicht mehr vom Geldbeutel abhängt, wie lange und wie gesund man lebt.
Und da ist longevity nur die Fortführung einer extrem wichtigen sozialen Diskussion, die heute schon zwischen Rente, Krankenkasse, Zuzahlung und Praxisgebühr geführt wird, ohne dass die Menschen das genau als Longevity abgespeichert haben.
Mit dieser Hoffnung, dass wir das schaffen.
Mit dieser Hoffnung, dass Longevity vom Elitenprojekt zu etwas wird, was in die Köpfe der vielen Eingang findet und ihnen auch möglich sein wird, vor allem finanziell.
Mit diesem vielleicht etwas zufrocken Wunsch möchte ich mich verabschieden.
Vielen Dank fürs Zuhören.
Wenn euch die Folge gefallen hat, dann empfehlt sie gerne in sozialen Medien oder diskutiert dort mit uns über die vielen verschiedenen Sachen, die ich hier gesagt habe, zum Beispiel auf LinkedIn, zum Beispiel auf Instagram, zum Beispiel auf TikTok, wo auch überall kurze Zitate aus dem Podcast stattfinden, über die man dann sprechen kann.
Ich möchte noch verspätete Neujahrs, Wünsche senden und abschließend eine Science Fiction Serie empfehlen, nämlich altered Carbon, die ist schon ein bisschen älter auf Netflix, aber sie beschäftigt sich genau damit.
Was passiert eigentlich, wenn zumindest der Geist einer Person unsterblich wird und immer wieder in neue Körper hineinfahren kann?
Übrigens eine der früheren Serien, die den Geist, der die Seele technologisch in einer sehr nachvollziehbaren Weise fasst und das Gehirn uploadfähig macht.
Aber das ist Stoff für eine andere Folge.
Vielen Dank und bis bald.
