
·E306
Folge 306 – Büschn dünn!
Episode Transcript
Moin ihr Lieben, heute ist Montag, der 24.
November 2025 und ihr hört die 306.
Folge des Volksparkgeflüsters, einem Podcast über den Bundesligisten Hamburger Sportverein.
Für euch an den Mikrofonen sitzen heute Lars, Lasse und Jan.
Schön, dass ihr dabei seid, viel Spaß beim Zuhören und jetzt geht's los.
Der 11.
Spieltag der Bundesliga-Saison 2025-2026 ist gespielt und eigentlich ganz unpassend zum 11.
Spieltag stand das vergangene Wochenende im deutschen Profifußball eher unter der Überschrift 12, denn die zwölfminütigen Proteste vieler aktiver Fanszenen zu Beginn der jeweiligen Spiele sind definitiv etwas, was wir einmal auch zu Beginn dieser Folge hier ansprechen wollen.
Ganz kurz zur Einordnung, in der Zeit vom 3.
bis 5.
Dezember findet in Bremen die Innenministerkonferenz statt und nachdem es bereits am vergangenen Wochenende in Leipzig eine Kundgebung gab, bei der viele Fanszenen, aktive Fanszenen unterschiedlicher Vereine für den Erhalt der Fankultur demonstriert haben, friedlich demonstriert haben, wurde jetzt der Protest auch in die Stadien getragen.
Und zwar waren die ersten zwölf Minuten bei nahezu allen Spielen in Stille bzw.
Leise, ohne aktiven Support.
Und auch die aktive Szene des HSV hat sich an diesen Protesten beteiligt.
Es gibt auch ein Statement, was veröffentlicht wurde von verschiedenen Fanszenen Deutschlands gemeinsam.
Und darin heißt es zum Beispiel, gerichtet an die Vereine, es geht nur gemeinsam.
Fans haben am letzten Wochenende über Rivalitäten, Farben und Ansichten hinweg eine Einheit gebildet und Haltung zum Ausdruck gebracht.
Jetzt, liebe Vereine, seid ihr dran.
Und ich glaube, dass das durchaus funktioniert.
Etwas ist, was besonders ist, denn nach allem, was ich gesehen habe, ihr könnt da gerne gleich eure Einschätzungen und Beobachtungen noch mit dazu werfen, ist alles friedlich gewesen, ist alles super konstruktiv gewesen mit Bannern, mit auch teilweise fast choreoartigen kleinen Bildern, die hochgehalten wurden.
Und ja, wie steht ihr dazu?
Ich persönlich begrüße das, dass es diese Aufmerksamkeit gibt, denn alles das, was rund um die, ich sag's jetzt mal, geplanten Themen auf der Innenministerkonferenz geht, wird durch derartige Aktionen so ein bisschen unter das Brennglas der öffentlichen Wahrnehmung gezerrt und ich glaube, da gehört es hin in einer demokratischen Gesellschaft, oder?
Das sehe ich auch so.
Und ich finde es immer gut, wenn in den Stadien auch politische Meinungsäußerungen stattfinden.
Und das ist hier auch der Fall.
Und das gehört auch zum Fußball dazu.
Es ist ein Großteil unserer Gesellschaft, den das einnimmt.
Und das ist sehr, sehr wichtig.
Ich fand, diesmal war es halt so, ich hatte so einen harten Corona-Backlash.
Ich weiß nicht, wie es euch ging, aber man fühlte sich am Fernseher wieder so an die Corona-Zeiten erinnert.
Es war sehr, sehr still in den Stadien, was sehr, sehr gruselig war zum größten Teil.
Man hörte die Spieler wieder.
Ja, man hörte die Spieler wieder, auch ohne Radio Müller war es sehr laut auf dem Platz.
Man hörte auch die Trainer wieder, das war sehr interessant.
Was mir aufgefallen ist, zu dem, was du gesagt hast, Lars, ist vor allen Dingen, dass die Wahrnehmung in den Medien, also ich habe jetzt Sky verfolgt, doch im Vergleich zu sonstigen Protesten sehr, sehr positiv war.
Also man hat gemerkt, die Reporterinnen und Reporter waren schon auch unisono der Meinung, dass es sinnvoll sei, an der Stelle dagegen zu protestieren.
Immer wieder floss es auch ein und das ist mir so aufgefallen im Vergleich zu früheren Protesten.
Und das fand ich sehr, sehr gut.
Ja, da bin ich komplett bei euch.
Und man merkt, glaube ich, dass die Menschen, die dem Fußball nah sind und das Woche für Woche erleben, da auch alle einer Meinung sind.
Und dadurch ist es ein gutes Zeichen, dass man versucht, diesen in meinen Augen, ich sage es einfach, wie ich sehe, diesen Populismus, der da betrieben wird, auch irgendwie zu entschärfen.
Und auch mal zu sagen, nee, so ist es nicht, so wie ihr es seht, sondern es ist so und so.
Und eigentlich haben sich ja alle auch benommen, bis auf die Eintracht Frankfurt-Fans.
Die meinten da irgendwie ihre Fan-Utensilien im Block verbrennen zu müssen und da das Feuer machen zu müssen.
Auf dem Rückweg dann noch die Stuttgart-Fans überfallen.
Also die hatten für sich gesehen wahrscheinlich einen geilen Tag mit Feuer und Hauerei.
Ja, bis auf die Frankfurt-Fans haben sich dann aber eigentlich alle daran gehalten, sich im Stadion zu benehmen, damit da irgendwie einem nichts vorgeworfen werden kann.
Weil dieses Abfackeln und das, was Frankfurt da gemacht hat, ist natürlich total dekonstruktiv, wenn da alle Augen drauf gerichtet sind.
Und das heißt, das Stadion ist gefährlich und alle beweisen eigentlich, dass es nicht so ist.
Und die machen einfach ein Feuer am Auswärtsblock.
Also das musste hier nochmal loswerden.
Hat ja auch definitiv seinen Platz.
Ja, wird ja auch von den meisten kritisiert vom Verein auch selbst.
Von daher, ja.
Also, wie gesagt, was mir gut gefällt, ist, dass es hier jetzt möglicherweise auch, ich nenne es jetzt mal so ein bisschen über, dann ja auch wieder Ansichten, und auch Gruppen hinweg jetzt angestrebt wird.
Durchaus auch ein Schulterschluss von aktiver Fanszene, Vereinen und damit ja irgendwie auch Gesellschaft herzustellen.
Wollen wir hoffen, dass es konstruktiv bleibt.
Und dass möglichst viele Menschen dort überhaupt erstmal informiert werden.
Weil ich glaube, das ist tatsächlich etwas, was hier super wichtig ist.
Einfach die breite Masse für etwas zu sensibilisieren, was ansonsten weitestgehend an der öffentlichen Wahrnehmung vorbei möglicherweise passieren würde.
Genau das ist es.
Lass uns sportlich werden.
Der 11.
Spieltag hat die eine oder andere kleine Anekdote noch mitgebracht.
Jan, ich weiß, dass du auf deinem Zettel was hast zum 11.
Spieltag.
Was ist euch aufgefallen außerhalb des Spiels des HSV, auf das wir gleich des CD zu sprechen kommen?
Direkt am Freitagabend habe ich kurzzeitig die zweite Halbzeit bei Mainz gegen Hoffenheim reingeschaltet und habe dann dieses völlig irre, wahnsinnige Foul von Dominik Chor gesehen.
Was mich völlig fassungslos zurücklässt, ist, dass er sogar noch, also er sieht erst gelb, dann VR und dann sieht er rot.
Und er hat sogar gegen die gelbe noch protestiert.
Wo ich dachte so, okay, er will Rot haben.
Irgendwas muss nächste Woche sein.
Oma wird 75, er muss hin.
Weil er will keine Gelb, er will Rot.
Wie man das noch rechtfertigen will, ist mir wirklich ein Rätsel.
Das war jetzt der neunte Platzverweis für ihn.
Die dritte rote Karte.
Und heute Abend kam raus, drei Spiele Sperre plus Geldstrafe.
Finde ich ein bisschen dünn für die Aktion.
Normalerweise ist eigentlich Rose spielt schon mal mindestens zwei.
Bei seiner Vita finde ich jetzt drei.
Finde ich krass.
Ich habe spontan am Freitagabend bei Blue Sky geschrieben, der sollte dieses Jahr gar nicht mehr spielen.
Das wäre jetzt ein Spiel mehr gewesen für ihn.
Ich finde, das wäre auch pädagogisch ganz gut gewesen.
Das muss ich auch sagen.
Und ich weiß ehrlich gesagt gerade nicht mehr auswendig, wie lange damals Paolo Guerreiro für seinen Tritt gegen Sven Ulrich gesperrt worden ist.
Aber rein von der Rohheit, klar kann man jetzt schon sagen, hat Paolo Guerreiro einfach noch 40 Meter mehr Anlauf gehabt, aber das war tatsächlich eine Sperre damals, wo man einfach sagt, das hat im Zweifel auch einen pädagogischen Effekt Oder einfach ein, hier wird jemand ausgeschlossen, weil er sich wirklich weit über das hinausgewagt hat, was allgemeiner Konsens ist.
Und das ist hier der Fall.
Also mögen die anderen beiden roten Karten, wenn ich da richtig informiert bin von Dominik Kurz war, Notbremsen gewesen sein.
So ist er ja aber nun seit Jahr und Tag kein Kind von Traurigkeit.
Und man kann mal über die Stränge schlagen, man kann auch mal übel faulen und es nicht wollen.
Aber mir sind tatsächlich an der Stelle auch drei Spiele zu dünn.
Ich glaube, er hat neun rote Karten.
Damit ist er Rekordhalter der Bundesliga-All-Time.
Klapsverweise, also sechsmal Game of One.
Ja, sechs, genau.
Und noch ein weiteres Zahlenspiel sind die Zahlen 23, 22, 22, 22, 20 und 20.
Das sind die Punktestände der Plätze 2 bis 7.
Ich dachte schon, die gelben Taten von Dominik Corpore, aber nee, okay.
Der Saison, genau.
Das ist ja gut.
Nee, das sind die Punktestände der Plätze 2 bis 7 aktuell.
Was heißt, nehmen wir die Bayern raus, worüber wir jede Woche reden, nehmen wir die raus, hätten wir ein super geiles Rennen um Platz 1, das wäre ja episch.
drei Punkte von Platz zwei bis sieben.
So ist halt nur das Rennen um die Champions-League-Töpfe.
Also der wöchentliche Blick auf den FC Bayern.
Wie immer.
Bayern war auch krass.
0 zu 2 zurückgelegen, was sie dann ausgefahren haben.
Mit dem Karl.
Wie alt ist der?
14?
Nee, 17 oder so glaube ich.
Der hat so ein gutes Spiel gemacht und dann Ulysee, alter Schweder.
Das ist schon krass.
Das ist mittlerweile, Weile, was die so spielen, das hat schon so Hüb Stevens, Saison-Vibes, muss ich sagen.
Also das ist schon, finde ich, rein spielerisch schon richtig gut.
Hüb Stevens?
Hüb Stevens, um Gott, hier.
Na.
Pep Guardiola, komm, ist das Gleiche.
Nein, wie heißt er denn?
Die Frontral.
Nein.
Die Grande, die alte deutsche Grande, der Trainer, bin ich jetzt bescheuert?
Ach, Jupp Heynckes.
Jupp Heynckes, genau.
Ja, um Gottes Willen, Hüb Stevens.
Ich finde, das hat schon so Jupp Heynckes-Vibes von der Saison.
Also wirklich, das ist schon die Superbayern.
also das ist schon krass Typ, wenn du das hörst Champions League Finale, ich höre dir Trapsen, also sehe ich schon, Und vor allen Dingen, wenn man sich das mal anschaut, es ist ja nicht nur die Herren-Bundesliga, die dermaßen wegdominiert wird vom FC Bayern, sondern es ist die Frauen-Bundesliga ja gleichermaßen.
Die Tabellenbilder gleichen sich mehr oder weniger 1 zu 1.
Ich habe das jetzt nicht in genauen Zahlen vor der Nase, aber schaut euch das mal an.
Die könnte man analog auch einfach vertauschen, die Tabellenstände rund um den FC Bayern ganz oben und dem Rest der Liga dahinter.
Machen wir da die Klappe zu.
Ich glaube, wir haben vor acht bis zehn Wochen dem FC Bayern zum richtigen Zeitpunkt zur Meisterschaft gratuliert.
Dem haben wir an der Stelle nichts hinzuzufügen.
Und dann gucken wir jetzt auf den HSV.
Denn wir waren zu Gast am Samstag, den 22.
November um 15.30 in Augsburg bei der Truppe von Sandro Wagner.
Es war kalt, es war, glaube ich, relativ ungemütlich in Augsburg.
Also so ein richtiges Spiel, dass man sich vielleicht reinarbeiten muss.
Das konnte man vielleicht vorher so ein bisschen antizipieren.
Wir sind aufgelaufen in der ersten Elf wieder mit John Torunariga für Daniel Elfadli und ansonsten mit Raja und Philipp, dieses Mal nur auf der Bank.
Stattdessen stand Fabio Vieira in der Startelf und Merlin Polzin hat bei Sky am Mikrofon zu der Personalie noch gesagt, zum einen erst hervorgehoben wie gut Remberg und Lokonga auch in seinen Augen zusammengewachsen, glaube ich, war sein, Wort, was er gewählt hat, sind und er hat, Zitat, gesagt, Fabio Vieira werde heute etwas variabler eingesetzt.
Sollte über den rechten Flügel kommen, ich glaube, die Idee war, dass dort die eine oder andere Verlagerung stattfinden könnte, beziehungsweise der eine oder andere Überraschungseffekt.
Jan, ich nehme jetzt hier nicht zu viel vorweg, wenn ich sage, das ist nicht hundertprozentig aufgegangen, oder?
Nimm uns mal mit durch deinen Blickwinkel auf die erste Halbzeit.
Ich hatte das Gefühl, okay, mit Vieira und Renzi setzen wir auf Spielstärke und auf Tempo und wir gehen somit dem zu erwartenden Kampffiel und der Zweikampfhärte aus dem Weg und versuchen das Ganze spielerisch zu beantworten.
Ja, du hast eben schon gesagt, es hat nicht so ganz geklappt.
Fangen wir an, vierte Minute direkt, erste Großchance nach Doppelpass für den FCA.
Ferro stark reagiert in der Szene und hat uns eigentlich vor dem frühen Rückstand dort bewahrt.
Bis dahin hat man immer das Gefühl, der FCA gewinnt jeden zweiten Ball, ist extrem giftig in den Zweikämpfen.
Und es dauerte sehr, sehr lange, bis unsere erste Chance, kann man es nicht nennen, es war ein Schuss von Murheim.
Und da war ansonsten von uns relativ wenig.
Die Szene dann in der 17.
Minute mit Renzi wurde nachher zurückgepfiffen wegen Abseits.
Es scheint auch Abseits gewesen zu sein.
Ich habe jetzt keine Linien gesehen, keine kalibrierten, aber er setzt den Ball an die Latte, von daher ist es sowieso egal.
Also es war nicht drin, aber das wäre vielleicht unsere beste Chance gewesen, die dann auch mit Abseits abgefiffen wurde.
Dann in der 20.
Minute wieder Ferro, sehr, sehr stark in der Situation.
Da muss man sagen, wir stehen da bei 0-0 und wissen eigentlich gar nicht so genau, warum.
Das Abseits-Tor vom FCA wurde in der Halbzeit noch kommentiert mit.
Es gab eigentlich keine kalibrierten Linien.
In der zweiten Halbzeit wurde dann doch eine gezeigt.
Und das Ganze wurde aufgelöst.
Es war hauchdünn.
Und sie hatten einfach Riesendusel, dass wir nicht schon in der, ich glaube, es war so um die 20.
Minute rum, oder um die 17.
Minute, ich glaube, 17.
war es genau.
Da war das Abseits-Tor, was nicht zählte.
Da muss man ehrlich sagen, das war pures Glück.
Auch danach nochmal zwei Situationen, wo der FCA eigentlich umgekehrt uns nicht nur dominiert hat, sondern teilweise so auseinandergespielt hat, dass man eigentlich sagen musste, es ist eine Frage der Zeit, bis hier das Tor fällt.
Und ich fand, das war wirklich, das waren ganz, ganz schwache 25 Minuten unseres HSV.
Die ganze erste Halbzeit war nicht gut.
Die letzten vier, fünf Minuten machten so ein kleines Fünkchen Hoffnung, wo ich sagte, okay, sie haben jetzt zumindest mal ein bisschen mehr Ballbesitz.
Wir stehen einen Ticken höher.
wir greifen früher an, wir gehen früher drauf und wenn wir so aus der Halbzeit nachher wieder rauskommen, dann macht mir das Hoffnungen, aber ansonsten fand ich die erste Halbzeit richtig schwach, das Beste war auch das Ergebnis und der von uns ja letztens in der ersten Halbfazit-Folge so gelobte Daniel Heuer-Fernandes, der uns da im Spiel gehalten hat.
Also ich war von der ersten Halbzeit richtig, richtig enttäuscht, wir haben den Schwung aus dem 1-1 gegen Dortmund gar nicht mitnehmen können und haben uns wirklich von Augsburg da dominieren lassen und da werden wir ja nochmal im Gesamtrückschau darauf eingehen, das geben ja auch die Zahlen komplett her.
Ich glaube, dass ganz knapp nicht, gültige Abseits-Tor war sogar eine achten Minute, also deutlich früher, als du sagst.
Zumindest das, was meine Notizen hier hergeben.
Und ich hatte das auch so ein Gefühl, dass das ganz früh war.
Wir haben da auch während des Spiels ja über unsere WhatsApp-Gruppe schon so ein bisschen drüber diskutiert.
Nach diesen ersten 20, gut 20 Minuten haben wir einen Screenshot vom Spiel geteilt untereinander.
Und darauf ist zu sehen, wie der HSV zum einen die Räume wahnsinnig eng macht, also zwischen der hintersten Kette unserer Dreier- beziehungsweise Fünfer-Abwehrreihe und dem ersten Anläufer.
In der Situation ist es jetzt Renzi, der aber tief noch in der eigenen Hälfte steht, sind maximal 20 Meter.
Das heißt, die Verknappung des Raumes, den Augsburg bespielen kann, der war deutlich zu erkennen.
Allerdings war es immer wieder so, dass hinter der letzten Linie, die vor unserem 16er schon stand, dadurch halt noch so um die 20 Meter Platz waren.
Und dass Augsburg immer wieder gelungen ist, dann mit Dreiecksspiel oder mit schnellen Doppelpässen da durch die Schnittstelle zu kommen und dann eben vor, heuer Fernandes aufzutauchen.
Und mich hat das auch ein Stück weit echt.
Ja, verwundert auf der einen Seite und sehr, sehr besorgt in der ersten Halbzeit zu sehen, wie wir zwar individuell diese Räume zwischen unseren Ketten durchaus eng gehalten haben, aber wir haben keine Balance gehabt darin, wie wir uns als gesamte Mannschaft übers Feld bewegen.
Wenn wir mal angelaufen sind vorne, dann waren, entweder das war Dompey auf links, Vieira hat das vereinzelt auch gemacht, manchmal ist auch tatsächlich Lokonga von hinten rausgeschoben mit vorne in die erste Anläuferreihe zu Renzi, aber es hat gruppentaktisch quasi nichts passiert, es ist dahinter nicht nachgerückt worden.
Und das reißt dann natürlich die Räume auseinander.
Unsere erste situative Pressinglinie wurde überspielt und das hat Augsburg dann einfach ausgenutzt.
Wir haben Augsburg die Chance gegeben, finde ich, gerade in der Anfangshalbenstunde, uns mehr oder weniger zurechtzulegen.
Erst als wir dann um die 30.
Minute situativ höher gestanden sind und dann eben alle höher gestanden haben, das Feld weiterhin kompakt gehalten, aber eben 10, 15 Meter höher stehend, da hat man gemerkt, dass Augsburg dieses Sie lassen den Ball zirkulieren wie im Handball nicht mehr spielen konnte.
Das Spiel wurde dadurch ein bisschen chaotischer, hektischer, so hatte ich das Gefühl.
Und Augsburg hat es nicht mehr so einfach, quasi bis in die gefährlichen Räume sich erstmal reinzuspielen, nahezu ohne Gegenwehr.
Auf der anderen Seite war für uns der Weg zum Augsburger Tor viel kürzer.
Denn das ist auch noch was, was ich mir in der ersten Halbzeit notiert habe.
Selbst wenn Jean-Luc Dompet meinetwegen auf dem linken Flügel den Ball erobert hat, war er die Speerspitze der HSV-Offensive, aber 60 Meter vom gegnerischen Tor entfernt und noch zwei Augsburger Restverteidiger zwischen ihm und dem Tor.
Ja, aber Muttersehner rein und der Abstand war riesig.
Daraus Umschaltsituationen zu generieren, die dann ja bestenfalls auch entweder in Überzahlsituationen generieren oder sogar in Situationen, wo einzelne Spieler möglichst unbedrängt aufs Tor zu laufen, ist ja kaum herstellbar.
Der Ball ist auf dem Flügel, da ist das Feld eh begrenzt durch die Seitenauslinie.
Der Gegner steht in der Restverteidigung und der Weg zum Tor ist erst recht für alle anderen Spieler, die im Zweifel den Ballführenden ein- oder überholen müssen, noch weiter.
Da ist offensiv einfach nichts passiert.
Das änderte sich, wie gesagt, gegen Ende der ersten Halbzeit, wo wir höher standen, wo wir unsere Balleroberung dann eben auch auf Höhe der Mittellinie oder sogar teilweise schon in der Augsburger Hälfte hatten.
Und plötzlich sah das Spiel ein bisschen besser aus.
Und Jan, du hast gerade gesagt.
Wir haben den Schwung aus dem 1-1 gegen Dortmund nicht mitgenommen.
Meine Hoffnung mit Blick auf die zweite Halbzeit in Augsburg war, dass wir zumindest den Schwung der letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit mitnehmen lassen.
Nimm uns mal mit, hast du die Hoffnung auch gehabt und wie hast du es gesehen?
Ich habe gedacht, das ist so ein Spiel, wo wir keine erste gute Halbzeit machen.
Dann vielleicht, ich dachte normalerweise müssen wir zurücklegen nach dieser Halbzeit.
Aber ich dachte mir, so mein Bauchgefühl hat mir gesagt, wenn du so ein Spiel schon 0-0 gestaltest, gewinnen wir das vielleicht sogar am Ende.
Weil wir halt uns über diese erste Halbzeit durchgerettet haben und dann in der zweiten Halbzeit vielleicht jetzt daran anknüpfen können und ich finde in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit konnte der HSV auch daran anknüpfen, es ging ja direkt gut los mit der Chance von Gutscholashvili, Wenn er da ein bisschen mehr Druck hinter den Ball kriegt, dann ist das 1-0 für uns.
Fußball findet nicht im Konjunktiv statt, mein Lieblingsspruch, aber es ist halt nun mal leider die Wahrheit.
Dann habe ich mir eine Situation aufgeschrieben, ich habe da leider keine Minute zu und ich habe es beim Kicker-Ticker auch nicht gefunden, dass ich es nochmal nacherzählen könnte.
aber ich habe im Kopf, dass das eine richtig geile Aktion von Luka Wuskowitsch war, wo ich auch in der Gruppe geschrieben habe.
Da sieht man, wie abgezockt Luka Wuskowitsch bei seinen 18 Jahren ist.
Das ist eine Situation, wo der Gegner in den Strafraum läuft und Luka Wuskowitsch ihn so ein bisschen seinen Körper einsetzt, aber so, dass es keinen Elfmeter gibt, aber so, dass der Gegner quasi wegfliegt.
Und das war so stark und souverän gemacht.
Das hat mir so gefallen, weil das hat einfach gezeigt, dass Luka Wuskowitsch mit seinen 18 Jahren schon so ein...
Und das habe ich bei wenigen Spielern bis jetzt so gesehen, dass man in diesem Alter schon so abgezockt ist.
Das ist normalerweise so ein Move, den siehst du von einem 28-Jährigen oder sowas, aber nicht von einem 18-Jährigen.
Und das hat mir extrem gut gefallen.
In der 52.
Minute muss Ferro dann erneut wieder ran, weil Massengo bei einem Steilpass auf rechts viel Platz hat.
Und ja, dann aus dem 16er, spitzer Winkel, aber Ferro hält ihn gut.
Und das ist auch etwas, was mir auch im Verlauf der zweiten Halbzeit viel aufgefallen ist, dass Augsburg es oft versucht hat, mit langen Bällen über die Außen.
Und das wirklich so ganz simpel, einfach ganz normal, schnelle, lange Dinge auf die Außen und dann haben versucht, die Spieler von Augsburg rechts und links einfach durchzulaufen.
Also ganz, ganz banaler, simpler, ich will nicht sagen Kick and Rush, aber wirklich, das war jetzt keine große Fußballkunst, was sie da angeboten haben.
Ja, das ist 54.
Minute, da habe ich wieder eine Aktion, wieder gut von Vuskovic, wo er gut den Körper einsetzt.
Eine Aktion habe ich mir noch aufgeschrieben, wo Miro Muheim im Mittelfeld den Ball hält.
Dann guckt, zwei Spieler abhängt und dann nach vorne sprintet.
Das war auch eine starke Situation, die mir gut gefallen hat.
Das hat mir eigentlich alles Mut gemacht, dass wir jetzt besser im Spiel sind.
Waren wir auch in den ersten acht Minuten.
Und dann passiert plötzlich etwas, was wir uns alle in unserer WhatsApp-Gruppe nicht so wirklich erklären konnten.
Der HSV nimmt plötzlich wieder aus dem Nichts den Fuß vom Gas.
Und die ersten acht bis zehn guten Minuten in der ersten Halbzeit sind plötzlich vorbei.
und der HSV läuft nicht weiter an, sondern der HSV wird wieder passiver.
Und dann habe ich hier auch kaum Aktionen noch.
Ich habe noch eine Aktion mir aufgeschrieben, den Ellenbogenschlag von Schlotterbeck.
Ich glaube, das war in der 60.
Minute Luftzweigkampf mit Ranzi.
In meinen Augen ist das gelb.
Er war schon gelb vorverwarnt.
Das heißt, wir wären normalerweise ab der 60.
Minute in Überzahl.
Das muss auch Sandro Wagner so gesehen haben, weil ansonsten ist es nicht erklärbar, dass er drauf geblieben ist.
Genau, genau, das war meine Idee.
Das war auch, also ich habe nicht verstanden, das war so klar, dass die nächste Aktion ist gelb und dass dann diesen Spieler in dem Moment nicht runternimmt, ist im Hang-An-Dumm.
Weil, dass der bei den nächsten etwas härteren Aktionen vom Platz fliegt, war klar.
Gut, er hat sich noch 81 Minuten gehalten, also er hat sich noch 21 Minuten gehalten bis zur 81.
Minute.
Wie hat es ihm aber leicht gemacht?
Wir haben es ihm aber halt auch leicht gemacht.
Wir haben ihn nicht in den Duellen verwickelt.
Gute Brücke hier, Lars, danke.
Weil ich habe ja noch ein paar Situationen aufgeschrieben.
Ferro hat in einer Situation ein bisschen gewackelt.
Da hat er nach der Ecke, wirkt er so ein bisschen verunsichert.
Und Horuna Rieger schlägt den Ball weg, da er ihn nicht fangen kann.
Das waren alles so Aktionen, wo ich dachte, das Spielglück ist auf unserer Seite.
Wir haben zwar ein paar blöde Aktionen, aber wir können sie immer irgendwie lösen.
Vielleicht murmeln wir noch irgendwie einen rein.
Aber wie gesagt, der Schwung der ersten 10 Minuten war weg beim HSV.
Und in der 76.
gab es dann mal wieder ein Lebenszeichen, wo Ranzi ganz aus spitzen Winkeln am Tor vorbeischießt.
Der geht sehr knapp links vorbei.
Wird dann vielleicht aber auch mehr draus gemacht, als es dann am Ende war.
Ja, um dann noch ein bisschen Schwung reinzubringen, gab es dann am Ende noch einen Wechsel.
Philippe kam rein in der 72.
Minute für Vieira, fand ich in der Situation eigentlich einen guten Wechsel tatsächlich.
Weil ich dachte, so jetzt ein bisschen Tempo auf den Außen, weil Vieira, wir haben es ja schon vorweggenommen in der Anmoderation, es hat 0,0 funktioniert.
Das war eine Katastrophe.
Also er ist kein Außenspieler und diese Idee, ich weiß nicht, es hat nicht funktioniert, sagen wir es so.
Und ja, dann passiert es halt, das Gegentor.
Das ist so ein bisschen die Blaupause fürs Spiel.
Ich habe es eben gesagt, einfach einen Ball auf den Außen.
Da entwischt Janoulis dann auf der linken Außenbahn und flankt dann eine gute Flanke vor das Tor.
Miro Muham sieht da leider nicht gut aus.
Da stimmt die Zuhörer auch nicht ganz.
Oder er denkt, er muss woanders hinlaufen, läuft dann weg von seinem Gegenspieler.
Ja, und der nimmt den Ball dann per Direktaufnahme, Anton Kade oder Kade und haut ihn in die Maschen.
Also war jetzt auch nicht sonderlich schwer, den reinzumachen.
Aber ja, das war so ein dummer, einfacher Angriff, der trotzdem zum Tor führt.
Und ja, dann passiert in der 81.
Ich habe es eben schon gespoilert, die gelbe-rote Karte für Schlotterbeck.
Und da bin ich wieder bei dem Punkt, den wir vorhin auch hatten, als wir uns darüber aufgeregt haben, dass sich Dominic Korn noch aufregt.
Schlotterbeck regt sich auch auf.
Dann habe ich noch gesagt, warum regt der sich in dem Moment jetzt auf?
Das ist die glasklasse gelbe Karte.
Du hättest eigentlich schon vorher vom Platz fliegen müssen.
Ja, die sind alle unter Testosteron und sonst was und Hormone und ja, alles.
Profisportler und ich war nie Bundesliga-Profi.
Aber in dem Moment dann auch noch da rumzupöbeln und sich zu beschweren, dass man vom Platz fliegt und gelb kriegt.
Also, sorry, nein.
Also, das ist doch albern.
Du weißt doch, was du getan hast und in dem Moment fliegst du vom Platz und dann musst du auch nicht dich da beschweren.
Du kannst dich höchstens bei deinem Trainer verletzen.
Beschweren, dass der dich nicht runtergenommen hat, aber nicht beim Schiedsrichter.
Also ich glaube tatsächlich, wenn du in so einem Luftzweikampf irgendwie mal.
Aneinander rasselst und einfach das Gefühl hast, du wirst dann runtergestellt, weil der Schiedsrichter sagt, ich habe das als Ellenbogen-Schlag gesehen.
Ich glaube, da kann man tatsächlich auch manchmal als Aktiver das Gefühl haben, da war doch nichts und dann wird man von den Bildern ans Besseren belehrt.
Aber hier ist es halt einfach, natürlich macht der Offensivspieler, in dem Fall Renzi ist das glaube ich, das clever und legt den Ball vorbei und verwickelt endlich Schlotterbeck in den Zweikampf, in den man ihn immer wieder verwickeln muss.
Genau das.
Was wir viel zu spät gemacht haben.
Und das ist genauso, wie wenn ich als letzter Mann hinter einem Angreifer herlaufe, der kreuzt vor mir.
Mein Fuß trifft seinen Fuß.
Natürlich mache ich das nicht mit Absicht.
Natürlich will ich das nicht.
Aber ich faule ihn.
Ich hindere ihn.
Es ist eine rote Karte.
Schönen Dank.
Das brauche ich nicht diskutieren.
Es geht mir nur darum, dass ich das in der Bundesliga immer so oft sehe, dass irgendwelche Spieler eine zweite gelbe Karte kriegen für ein ganz klares für ein ganz tares Foul und sich dann irgendwie so beschweren, als wenn das irgendwie komplett an den Haaren herbeigezogen wäre.
Und ja, wie gesagt, die sind alle da, ne, unter Adrenalin und so, aber da denke ich mir manchmal, also Leute, so vernebelt kann euer Geist auch nicht sein, dass ihr das jetzt nicht merkt.
Also, ja, na gut.
Auf jeden Fall, ja, was habe ich eben auch geschrieben?
Ich habe mir noch aufgeschrieben, dass der HSV dann ARL und Glatze reingeworfen hat für Gutschulashvili und Toru Nariga.
Ja, und das war es dann mit meinen Notizen.
Weil der HSV in dieser Endphase nach den Wechseln keinerlei Torgefahr mehr entwickeln konnte, in meinen Augen.
Also nichts, was irgendwie hier als gefährliche Situation steht.
Und wenn ich jetzt mir mal den Wisecout-Report angucke, finde ich das interessant, weil rein von den Statistiken her ist der HSV in der Schlussphase von den Statistiken ja überall fast, also nicht am Maximum, aber fast die besten Werte.
Wir haben die Average Formation Line auf 60 Meter, das heißt, wir haben die Kette mehr nach vorne geschoben.
Wir haben die Pressing Intensität bei 3,7.
Das war der höchste Wert vom gesamten Spiel.
Wir haben Attacks per Minute 0,55, ebenfalls der höchste Wert im Spiel.
Wir haben 60% gewonnene Zweikämpfe.
Gut, davor haben wir 63%.
Ja, wir haben 86% Passgenauigkeit.
Wir haben 73% Ballbesitz in der letzten Viertelstunde.
Aber es kommt nichts zählbares bei raus.
Es ist irgendwie schon ein bisschen erschreckend, ehrlicherweise.
Das ist ein Spiel, was du auf gar keinen Fall verlieren musst.
Und dann gilt die alte Regel, wenn du es nicht gewinnen kannst, dann darfst du es nicht verlieren.
Also, das ist unverständlich.
Und, Ich denke, die zweite Halbzeit zeigt das auch noch mal wieder.
Wir hatten viel von diesem sinnlosen Ballbesitz, ohne überhaupt mal in die Tiefe zu kommen.
Wir erspielen uns kaum, eigentlich muss man sagen, wenn man ganz hart ist, sagt man, wir erspielen uns gar keine Torchancen.
Die Beste hat für mich noch Ferro, als er beim Eckball vorne ist.
Also es tut mir leid.
Das war in der zweiten Halbzeit, auch nach dem 0 zu 1, noch nach der roten Karte für mich, für einen Auswärtspunkt komplett zu wenig.
Ihr sagt jetzt beide, wir hatten keine klare Chance.
Ich habe tatsächlich auf meinem Zettel hier eine stehen und das ist die 62.
Minute und da habe ich mir sogar ein großes Ausrufezeichen daneben gemacht.
Das war eine Kontersituation, die schlussendlich dann über Jean-Luc Dompet über die linke Seite läuft.
Der Abschluss, er zieht den Strafraum und der Abschluss ist so harmlos.
Und das ist tatsächlich auch statistisch die größte Chance, die wir in der zweiten Halbzeit hatten, mit einem XG-Wert von 0,2 irgendwas.
Und genau das nervt mich, weil wenn du ein Spiel spielst, wo du gar nicht so groß nach vorne kommst, dann musst du entweder bei Standardsituationen echt eine Idee haben oder du musst, gnadenlos die Dinge machen, aus dem Spiel heraus, die du dann auf dem Silbertablett bekommst.
Und das war eine dieser seltenen Szenen, wo es uns gelungen ist, aus einer Umschaltsituation tatsächlich so etwas wie Torgefahr zu entfachen.
Und der Abschluss ist so unterirdisch harmlos, das hat mich wirklich wie ein Rohrspatz geschimpft.
Weil das sind dann genau die Dinge, wenn du dort dann völlig...
Unverdient mag man meinen, in Führung gehst und das 0 zu 1 machst, dann guckt sich der komplette FCA an und weiß nicht, wie ihm geschieht.
Und genau das sind die Dinge, aus denen man auch aus einer Mannschaft dann richtig etwas ziehen kann.
Hässlich gewonnen, hässlich gepunktet, ergänzt die Odds so ein bisschen.
Und das ist hier auch einfach liegen gelassen worden und das ist für mich, Lasse, du hast es gesagt, dann am Ende zusammen mit dem 1 zu 0, eine der beiden Szenen, die dieses Spiel und alles, was es so an unterliegenden Parametern, Größe Bürger, zu diesem Spiel gibt, zusammenfassen wie eine Blaupause.
Der HSV war in den jeweiligen entscheidenden Situationen entweder unkonzentriert oder fehlorientiert auf dem Platz, zu passiv oder einfach in der eigenen Aktion nicht konsequent genug.
Und in all diesen Parametern war Augsburg uns überlegen und gewinnt das Ding nach meinem Empfinden, deswegen hochverdient.
Ja, die Abschlüsse.
Ich meine, der HSV hat die Saison neun Tore geschossen.
Man muss aber überlegen, wir haben davon vier gegen Mainz geschossen.
Und ich glaube, wie viele gegen Heidenheim?
Drei oder zwei?
Zwei.
Und dann teilen sich die Tore halt so auf.
Das heißt, das waren einige Spiele da, wo wir kein Tor geschossen haben.
Und man sieht es ja an der Qualität der Abschlüsse.
Der HSV, das ist unfassbar schlecht.
Also diese, wenn wir mal aufs Tor kommen, ist da entweder kein Dampf hinterm Schuss.
Genau.
Oder es ist umplatziert, oder es ist technisch schlecht.
Also, das ist schon wirklich, also.
Oder, das habe ich mir schon in der ersten Halbzeit notiert, und Jan, wir haben da sogar kurz drüber gelacht, weil wir beide gleichzeitig diese Notiz gemacht haben.
Ich habe hier stehen, wie oft kann man eigentlich ins Abseits laufen?
HSV, ja.
Unfassbar.
Oder damit ersticken wir unsere Situation im Keim.
Also siebenmal war es am Ende.
Das war beim Jugendtrainer früher für mich, da haben wir richtig einen verpasst bekommen, verbal, wenn wir im Abseits standen, weil er immer gesagt hat, du vergibst damit so gute Situationen, so gute Chancen einfach.
Und wenn du da rumpennst und dann entweder zu spät spielst oder zu früh läufst oder wie auch immer.
Aber das zeugt einfach, das kommt vielleicht zu einem Punkt, wo man sagen muss, da fehlt es einfach auch an Absprachen, da fehlt es einfach auch an Verständnis, wann spiele ich, wann starte ich.
Und da ist vorne noch keine Formation gefunden, die das lebt.
Und dann auch umsetzen kann.
Und deswegen rennen wir halt auch so oft ins Abseits und vergeben damit auch viel, viel Chancen.
Wir haben guten Ballbesitz.
Also wir haben von der Anzahl her guten Ballbesitz.
Aber wir nutzen es einfach nicht.
Wir wissen damit nichts anzufangen.
Es ist teilweise tot.
Und ohne überhaupt Raumgewinne zu erzielen, um mal tiefe Pässe zu spielen.
Und so, das hat mich wirklich ernüchtert.
Du musst dieses Spiel am Samstag, musst du nicht verlieren mit dieser Mannschaft.
Wir sind kein Deutsch schlechter als Augsburg.
Da ist überhaupt kein Unterschied zwischen den beiden Mannschaften.
Und trotzdem verlieren wir es oder können nicht zumindest mal einen Punkt holen.
Und das hat mich am Samstag sehr, sehr nachdenklich gestimmt und tut es auch noch heute.
Und ja, mal gucken, was wir da heute draus machen.
Ja, ich wollte gerade sagen, lass uns mal versuchen, das Ganze so ein bisschen als großes Ganzes zu sehen.
Also dieses ganze Spiel, das Ganze drumherum, vielleicht auch das Hinarbeiten darauf, weil wir hatten ja nun einen relativ langen Vorlauf auf das Spiel.
Und ich habe mir eigentlich gedacht, aber du hast das jetzt ein bisschen vorweggenommen, dass ich euch einfach mal eine Frage stellen will, jetzt im Rückblick auf dieses Spiel.
Ganz aus dem Bauch rauslasse, wenn du an unser Spiel in Augsburg denkst, was ist das Erste, was bei dir hängen bleibt?
Welches Gefühl kommt als erstes hoch?
Welcher Gedanke poppt dir als erstes ins Spiel, wenn du denkst, Augsburg HSV?
Wenn wir in der Winterpause nicht nachlegen, dann steigen wir ab.
Das ist der erste Gedanke, der mir hinkommt.
Und das Ding ist, die Winterpause ist noch nicht mehr.
Wir sind jetzt bei Spieltag elf oder zwölf.
Vier sind es noch, ne?
Ja, es sind noch vier Spieltage, die man irgendwie mit Bortenmitteln überbrücken muss, bis wir dann überhaupt in der Winterpause nachlegen können.
Also wir sind ja noch nicht mehr in der Winterpause.
Nachlegen ist ja auch immer so eine Sache mit Transferperiode, die dann bis Ende Januar geht.
Also da hast du ja die ersten drei Ligaspiele mit einer englischen Woche, vielleicht sind es sogar vier, die noch während der Transferperiode stattfinden.
Das heißt, wenn man jetzt sagt, theoretisch gelingt dir irgendein Coup am Ende der Transferperiode, dann sind es vielleicht noch sieben Spiele.
Was mir spontan in den Kopf kommt, ist dieses Gefühl, was ich jetzt eben schon habe zu beschreiben, du bist nicht die schlechtere Mannschaft und trotzdem verlierst du dieses Spiel, in allen entscheidenden Parametern bist du besser oder ebenbürtig, aber du hast eine.
Dominanz, die aber sich nicht ummünzt, also sterile Dominanz den Begriff, der ist mir heute Mittag so eingefallen.
Es münzt sich nicht um in Erfolg.
Es ist einfach Dominanz, die dir nichts bringt in sinnlosen Räumen.
Und vorne, dieser von dir eben geschleuderte Abschluss von Dom P, der ist halt mit der Innenseite, was soll das werden?
Soll er dir den Knick hängen oben, mit der Innenseite schön geschlenzt?
Alter, halt doch drauf, Mann, ey.
Das machen unsere Spieler nie.
Es gibt kein Spieler, der immer mit Vollsch...
Das machen wir nie.
Wir haben immer irgendwelche Schürze mit der Seite und sonst was.
Da muss doch einer mal mit der Goldpike oder mit dem Vollspann draufhalten.
Einfach mal den scheiß Ball aufs Tor bolzen.
Das verstehe ich nicht.
Wir versuchen es immer schön und immer, als wenn das Kind ein Baby wäre, was du in der Trage trägst, was irgendwie, dass du ja, da darf nichts passieren, knall doch mal einen drauf da, Mann.
Und jetzt mein Fazit, nachdem ich gesagt habe, woran ich denken muss, mein Fazit zu dem Spiel ist, das erste Mal, dass ich das Gefühl habe, Das ist eine Trainerniederlage und keine Mannschaftsniederlage.
Dieses Spiel musst du nicht verlieren.
Köln musst du verlieren, weil Vieira Scheiße baut mit seiner roten Karte und Ferrei genauso.
Am Samstag, das war zum ersten Mal für mich eine Trainerniederlage und davon darfst du dir nicht so viele erlauben.
Du sprichst mir mit vielem aus dem Herzen und deswegen habe ich eben auch schon gesagt, dass du mir so ein bisschen auch da die Worte schon aus dem Mund genommen hast.
Wenn ich mal kurz sage, wenn ich an dieses Spiel denke, so kam ich nämlich da drüber oder so kam ich überhaupt da drauf, ist es für mich chancevertarnt.
Und wir haben in den letzten Wochen das ein oder andere Spiel gespielt, wo man vielleicht mit einer nicht blau-weiß-schwarzen Brille selbst sagen kann, ach Mensch, an einem anderen Tag, wenn man sagt, das Spiel wird fünfmal gespielt, nimmst du als HSV da was mit oder es wird zehnmal gespielt, dann nimmst du was mit, vollkommen egal, ob wir da jetzt reden von unserem Spiel in Leipzig oder so.
Wolfsburg allen voran, was bis Samstag 17.30 Uhr für mich das frustrierendste Spiel dieser Saison bis jetzt war.
Unser Heimspiel gegen Wolfsburg, was wir verloren haben, wo wir hinterher auch die Folge mehr oder weniger im Folgentext betitelt haben mit Wie erklärt man das Unerklärbare?
Nämlich ein Spiel, was man gewinnen muss, was man trotzdem verliert.
Nicht mal unentschieden spielt, sondern verliert.
Und wir haben auch immer gesagt, und da bleibe ich auch bei, du musst in der Bundesliga als Aufsteiger, als HSV, in jedem Spiel, egal gegen wen, durch alle Mannschaftsteile nah dran oder bestenfalls sogar bei deiner Höchstleistung sein, um erfolgreich zu sein.
So, auch das haben die Spiele schon gezeigt.
Es waren im Zweifel Nuancen, es war mal individuelle Qualität, die dann dafür gesorgt haben, dass wir letztendlich eben doch mit leeren Händen oder mit zu wenigen Punkten dastanden.
Jetzt aber, wenn ich mir dieses Spiel in Augsburg angucke, dann ist das für mich das Paradebeispiel einer verpassten Chance.
Denn wir haben uns dumm angestellt.
Wir waren fahrig, wir waren in den Zweikämpfen nicht da.
Die Mentalität, die es braucht für ein Spiel in Augsburg, hatten wir nicht.
Zumindest nicht in ausreichendem Maß.
Ich würde so weit gehen, das kann nie einer, das haut es mir um die Ohren, belegen kann ich es eh nicht.
Aber am Samstag in Augsburg hätte vermutlich eine durchschnittliche Leistung gereicht.
Wir hätten nicht in allen Bereichen 100% gebraucht, um dieses Spiel zu gewinnen.
Aber wir haben durch die Bank weg, ich nehme Ferro da explizit raus, aber durch alle anderen Mannschaftsteile nicht ansatzweise 100% gespielt.
Und dann kannst du auch gegen einen nicht sonderlich guten Gegner nichts holen.
Und dann verlierst du dieses Spiel.
Und das wie diese, ich fand das sterile Dominanz vernichtbar.
Wahnsinnig treffenden Begriff.
Da kannst du dir gar nichts verkaufen.
Dass der Gegner dich sozusagen an der langen Leine, am langen Arm hat da austoben lassen, wo du ihm nicht wehtust.
Aber hey, da ist nichts bei rumgekommen.
Und der zweite Punkt, den ich hier noch einwerfe und lasse, da bin ich mal auf deine Reaktion gespannt.
Jans, kann ich mir denken, nachdem er eben von der Trainerniederlage gesprochen hat.
Hilf mir mal bitte bei der Einordnung der Auswechslung, die wir gemacht haben.
Wir bringen Glatzl und Rössing-Lelisit für Gottschelaischwiedi und Toro Nariga ungefähr 10 Minuten vor Schluss, kurz nachdem der Gegner in Unterzahl ist.
Das kann ich nachvollziehen.
Ob da irgendeine taktische Idee, eine Umstellung dahintersteht, erstmal geschenkt.
Wir stellen den Gegner in irgendeine Form zusätzlich dazu, dass er umstellen muss vor eine neue Herausforderung.
Dann wechselst du aber vier Minuten später Ferrai und Ramos ein für Lokonga und Capaldo und siehst dann, wie sich Ramos zwar situativ vorne einschaltet, aber ansonsten so ein bisschen eigentlich eher den defensiven Part macht.
Das verstehe ich nicht.
Und es war für mich auch nicht, dass wir versucht haben, damit den Gegner so durcheinander zu wirbeln, dass das sozusagen der ersichtliche Aspekt war, Chaos zu stiften und dadurch passiert vielleicht noch den Zufall auf unsere Seite zu ziehen.
Ich habe nichts dergleichen gesehen.
Und es ist für mich auch da null Impact von draußen gekommen.
Und dann bin ich auch dabei zu sagen, warum ist es uns nicht gelungen, in der zweiten Halbzeit den Drive, das Ende der ersten Halbzeit aufzunehmen?
Warum haben wir offenkundig gewollt uns wieder weiter zurückgezogen, was ich fehl am Platze fand in diesem Spiel?
Und dann haben wir gewechselt, ohne dass ich einen Plan dahinter erkannt habe.
Das ist für mich jeder einzelne Spieler, Ausnahme Ferro, hat nicht 100% das auf den Platz gebracht, was er kann.
Insofern auf gar keinen Fall allein schuldig Trainerteam-Staff, aber die Möglichkeiten, die die dort auch vorhanden sind, um korrigierend einzugreifen, habe ich auch nicht gesehen.
Der Gedanke hinter Ramus wird sein, dass wenn mal irgendwie ein langer Bar reinkommt oder eine Ecke oder so weiter und so fort, dass du da noch einen wuchtigen Freund drin hast.
Das wird der Gedanke sein.
Ich muss bei Ramus immer so ein bisschen an NFL und Football denken, an so Special Teams.
Ich denke immer, Ramus ist unser Special Team.
Die Heilige Maria des HSV.
Ja, genau, richtig.
Genau, richtig.
Er kommt immer rein, um dann die Hail Mary irgendwie da reinzuköpfen.
Ist irgendwie auch ein bisschen Armutszeugnis, ehrlicherweise.
Das ist...
Und ich will hier nochmal sagen, wir haben ja letzte Woche unsere Zusammenfassung nach zehn Spielen gemacht und ich habe ja gesagt, dass ich denke, dass mein 2-an-Hot-Take, dass der HSV nichts mit dem Abstieg zu tun haben wird, wenn wir da irgendwie uns noch verstärken in der Offensive mittlerweile, würde ich meine Aussage nicht das älter als die Zeit von gestern, Und darauf korrigieren zu sagen, der HSV muss schon Leute holen alleine, um nicht abzusteigen.
Also das ist wirklich, irgendwie muss ich sagen, dieses Spiel lässt die vorherige Saison nochmal im ganz anderen Licht für mich dastehen.
Weil das irgendwie so viele Schwachpunkte aufgezeigt hat.
Und wenn man auf die Tabelle guckt, muss man gucken, wer ist da unten?
Hinter uns ist der VfL Wolfsburg.
Wenn die sich plötzlich von einem auf den anderen Tag irgendwie...
Doch im Kopf kriegen, unser Kader ist ja gar nicht so schlecht und plötzlich durchstarten, was ja im Möglichen ist.
Und Mainz, Mainz-Rückerrunden kennen wir.
Die haben schon öfter mal sich am Schopf aus dem Sumpf gezogen.
Von daher, das sind zwei Teams, die auf jeden Fall noch mal vorbeiziehen können, die hinter uns sind.
Und dann wird es ganz knapp und dann gibt es nachher einen Abstiegsduell mit St.
Pauli und das kann eigentlich keiner wollen, dass das am Ende darauf hinausläuft.
Dann versuche ich das Ganze mal in meiner üblichen Art positiv abzurunden.
Nein, du hast gerade dein Hot-Tag gesagt und der hat seine Daseinsberechtigung absolut.
Und mit einem gewissen Maß an Augenzwinkern, aber auch ein bisschen mit so einer trotzigen Hoffnung, haue ich dann jetzt einfach hier ein Hot-Tag raus, bevor wir zum Man of the Match kommen.
Nämlich, wir sind durch alle Mannschaftsteile unterdurchschnittlich in der Performance gewesen in Augsburg.
Das war die Wochen vorher nicht in dieser Form der Fall.
Und dann, gerade wenn ich schon sage, dass ich eigentlich davon ausgehe, dass wir durch alle Mannschaftsteile immer an die 100% rankommen müssen, um etwas zu holen, dann ist es mir lieber, wenn wir mal kollektiv an einem und demselben Spieltacken Off-Day haben, als in jedem Spiel ein anderer Mannschaftsteil.
So, und daran möchte ich jetzt erstmal einfach glauben und hoffen, dass wir das bessere Gesicht, das konzentriertere Gesicht, das mentalitätsstärkere Gesicht des HSV nächste Woche wieder zu Gesicht bekommen, wissen werden wir es dann halt erst am Sonntag und dann lasst uns jetzt das Spiel in Augsburg rund machen und mal in uns gehen und überlegen, wem wir die Krone als Man of the Match aufsetzen.
Ja, was macht man nach so einem Spiel bei Man of the Match?
Ich habe eine Ahnung.
Ich kann leider keine große Spannung versprechen.
Ich mache das auch ganz einfach und ganz simpel.
Mein Man of the Match ist Daniel Heuer-Fernandes.
Dem würde ich mich komplett anschließen.
Ferro hat uns im Spiel gehalten, über weite Teile.
Am Gegenteil konnte er nichts machen.
Er hatte in meinen Augen fast unsere beste.
Kann mich gerne darauf einlassen, dass die von Tupi besser war.
Torchance.
Von daher gibt es für mich hier nur ein Weihnachtsmatch und das ist unser Torwart.
Verstehe ich.
Müsste ich eigentlich mitgehen.
Aber wer schon zwei Stimmen hat, der braucht die dritte nicht.
Wenn er jetzt eine Woche am Kopfballpendel war, glaube ich, kann er uns künftig dann die Punkte auch noch am Ende vom 5-Meter-Raum per Kopfball einschädeln, Daniel Heuer-Vernandes.
Ich habe mich tatsächlich für Renzi entschieden, weil ich finde, dass er, wenn er angelaufen ist, das Ganze und zwar über das gesamte Spiel mit der notwendigen Intensität gemacht hat und er wirklich die ärmste Sau dort vorne war.
Weil er angelaufen ist, er ist auch, finde ich, aus den richtigen Räumen angelaufen, wenn er das mal getan hat.
Aber er hat überhaupt keinen Support bekommen.
Und weil ich das dann jetzt nach so einem Spiel, wo tatsächlich durch alle Mannschaftsteile man im Grunde genommen jeden einzelnen Feldspieler rausnehmen kann und sagen kann, was an dem Tag nicht gut war.
Miro Muhaim, der für mich der zentrale Punkt in der Fehlerkette vorm Gegentor ist, können sie alle nehmen.
Da wird dann aber wieder aus vielen Kreisen der Fanszene, der Bubble sozusagen oder auch medial, sich wieder Renzi rausgenommen und das heißt wieder hat überhaupt keinen Impact.
Die Offensive wird mit ihm gleichgesetzt und das finde ich einfach schlicht und ergreifend nicht gerecht.
Und dann ist das hier vielleicht jetzt auch so ein kleines bisschen eine aus Gerechtigkeitsgründen genommene Nominierung.
Natürlich war der sportliche Wert von Daniel Heuer-Fernandes an dem Tag der größere, aber ich finde, dass man Renzi von der Einstellung zum Spiel noch für Feldspielerverhältnisse verhältnismäßig wenig, vielleicht sogar den geringsten Vorwurf machen kann.
Ja, dann verkünde ich hiermit den Man of the Match für das Spiel.
Das ist Daniel Hoyer Fernandes, der Man of the Match, der Hörerschaft.
Hat er alle Stimmen gekriegt?
Nee, er hat aber 61 Punkte bekommen.
Und Platz zwei ist Nikolas Capaldo mit sieben Punkten.
Und dann haben wir einen geteilten dritten Platz von Luka Wuskowitsch und Gottscholosch Willi mit jeweils vier Punkten.
Also ja, ein Erzrutschsieg, könnte man sagen.
Wenigstens für unseren Torwart.
Dann lasst uns nach vorne schauen.
Denn das nächste Spiel, konkret dann sogar in der Schlagzahl erhöht, die nächsten Spiele stehen an.
Wir kehren in den Volkspark zurück.
Am Sonntag gastiert der VfB Stuttgart bei uns und 15.30 Uhr wird Anstoß sein zum 12.
Spieltag.
Und ich glaube, an das letzte Spiel gegen den VfB werden sich viele HSV-Rinnen und HSV noch erinnern.
Jan, ich bin mal gespannt, ob du dir, das Relegationsspiel rausgesucht hast oder ob du vielleicht ein bisschen weiter zurückschaust in der Historie, wann der HSV und der VfB die Klingen gekreuzt haben und was so erwähnenswert und erinnerungswert ist.
Nachdem es ja die letzten Male immer so der Blick in die Mottenkiste, auch für Lars vor allem immer so ein Blick in die Horrorkiste war, habe ich diesmal gedacht, ich mache so ein buntes Potpourri, so eine Art Wimmelbild von HSV, VfB.
In meinem Kopf geht dann immer, ole ole übrigens, weiß nicht wie es euch beiden geht, aber wenn ich HSV, wenn ich HSV, VVFB höre es immer mit meinem Kopf, wird ergänzt.
Ja, natürlich.
Also, ich habe so ein Best-of.
Und heute Mittag auf der Heimfahrt habe ich mir so überlegt, was war es?
VVFB?
Da war ich auch ein paar Mal im Stadion.
Ja, ich war im Stadion zum Beispiel.
Vielleicht geht es euch auch so, dass ihr euch daran erinnert.
Mir fällt gerade eine Weltklasse-Szene.
0 zu 2 2006.
Eigentlich zum Torwart zurückspielen immer eine gute Idee.
Doof halt, wenn der Torwart vorne rumturnt und du das letzte Mann rufst an.
War das Van der Vaart, ne?
Unser kleinen, blonden Engel.
Wir lagen 0-1 hinten.
Laufduell gegen Mario Gomez.
Laufduell mit Mario Gomez verloren.
Es ist auch bitter, bitterer geht es eigentlich gar nicht.
Also wir hatten einen Eckball und dann Rafa spielt zurück und das ganze Zeit dann so, nein, was tut er?
Hau das Ding doch nach vorne.
Dann bin ich mal kurz in die Daten eingestiegen und das ist auch interessant.
Da kam Rafa erst zur Halbzeit.
Also wir lagen 0-1 hinten und Rafa kam zur Halbzeit für Nigel de Jong und Und Sergei Barbaris wurde ausgewechselt für Mustafa Kucukowitsch.
Also das war das Spiel.
Oha.
Ja, genau.
Oha.
Das ist der, der später wegen Drogenhandel irgendwo im Knast gelandet ist.
Ja, Grüße, gehen raus.
Ja, oder irgendwie.
Ja, ja, das sind ganz üble Geschichten.
Nächstes Blitzlicht.
Witzig, dass es heute schon mal erwähnt wurde, diese Szene.
2012 0 zu 4, Guerreiro, 41,7 Meter Anlauf und dann Trefferbild ganz gut, also trifft ihm Knie hoch von hinten.
Da war ich im Stadion.
Auf der Nordtribüne, ich hab's gesehen.
Und das Ding ist, alle, alle, man sieht halt, wie er hinläuft und alle umfeln, also aus Reflex, aus Scheiß, hau ihn um, alle!
Hau ihn um!
Und der macht das halt wirklich.
Ihr wart schuld.
Ja, es war krass.
Ja, damals gab es noch kein...
Ich habe da noch keine Zeitlupe von gesehen.
Ja, aber vielleicht der fällt schon theatralisch.
Der Kölner Keller schaltet sich ein und sagt, ja, aber heute würde man sagen, naja, auf der Dominik-Kurs-Skala gibt das ein Spiel.
Ein Spielsperre.
Das war 2012.
Dann der nächste Knaller.
Das ist auch so ein geiles Spiel gewesen.
Ein Samstag Nachmittag, auch ein Heimspiel gegen den VfB.
6 zu 2.
Damals Tim Walter, Trainer beim VfB.
Und ich habe geguckt in die Statistiken.
Das ist so geil.
Wir hatten Ballbesitz 32%.
Und der VfB hat sich die Dinger reihenweise selbst reingeprügelt.
Und wir gewinnen das Ding 6-2.
Das dürfen wir niemals 6-2 gewinnen.
Ein total wilder Kick.
Damals Tim Walter beim VfB.
Das war ein wirkliches Spiel.
Ja, gut.
Wir haben das irgendwann mal jahrelang jede Woche so gehabt, dass wir der VfB waren.
Witzigerweise hat Tim Walter dann auch ziemlich schnell gelernt.
Und wir waren drei Tage später im Pokal nochmal gegen die und dann hat er uns rausgekegelt in der Verlängerung.
Das war 2019.
Und dann kam natürlich logischerweise in den Sinn, die Relegation insgesamt 1 zu 6.
Das war nach der Sandhausen-Heidenheim-Nummer.
Wir durften in der Relegation gegen den VfB ran, in Stuttgart 3-0 verloren, dann zu Hause.
Macht Kittel das 1-0, wahrscheinlich der Auftakt zu was Großem, aber nach hinten raus dann doch die Relegation eigentlich klar verloren.
Und man sieht ja, was aus Stuttgart seitdem geworden ist.
Die Wege könnten kaum unterschiedlicher sein.
Der VfB, mittlerweile echt auch wirklich eine bockstarke Mannschaft.
Auch am Wochenende wieder gegen Dortmund, also so aufzutreten im Westfalenstein den Hut ab.
Man sieht, was möglich ist und was Hoeneß das aus der Truppe herausgeholt hat.
Also ich finde wirklich, ich habe jetzt keine großen Sympathien für Stuttgart, aber es macht trotzdem immer großen Spaß, die Spielen zu sehen.
Und auch wenn sie Spieler abgeben, haben sie für mich eine interessante, spannende Mannschaft immer wieder am Start.
Jetzt aktuell Dennis Undorff, so ein richtiger Straßenkicker, den ich total geil finde.
Der am Samstag einfach im Interview über sich selbst sagt, war es schon Weltklasse von mir.
Der Typ ist so geil, wirklich.
Vor ein paar Jahren noch irgendwo Regionalliga gespielt, kein NLZ von innen gesehen und so, saugeil.
Wenn Nagelsmann den nicht mitnimmt, bin ich echt richtig pisst.
Julian, pack den ein, der muss mit zur WM, der geht gar nicht anders.
Der ist halt relativ smart und hat so eine geile Selbst-Ihronie und haut mal einen raus, das ist ein richtig geiler Typ.
Er kann die Lücke im Sturm füllen.
Genau, die Lücke kann er füllen, zumindest bei der Nationalmannschaft.
Aber ich habe so das Gefühl, das ist so einer, der wahrscheinlich nicht so richtig ankommt beim DFB und der den wieder zu unrund ist und wenn der bei Bayern spielen würde, wäre der safe dabei.
Alleine wieder das 2-1 am Samstag macht mit dem Rücken zum Tor, das ist so cool.
Und das 3-3 dann auch überragend, so Gerd Müller-Manier.
Also von daher, Stuttgart ist eine Mannschaft, die mir vom spielerischen Ansatz her auf jeden Fall gut gefällt.
Und vor denen ich am Sonntag echt, ich will nicht sagen Angst, aber zumindest mal richtig, richtig großen Respekt habe.
Denn da kommt schon ein ganz, ganz, ganz schwerer Brocken auch nominell auf uns zu.
Ja, ich habe mir auch so ein paar Gedanken schon gemacht im Hinblick auf das Spiel gegen Stuttgart und auch als so ein bisschen Verarbeitung und Reaktion auf das, was wir in Augsburg gespielt haben.
Und für mich sind tatsächlich die Voraussetzungen für das Spiel dann am Sonntag einigermaßen vergleichbar mit den Grundparametern vor unserem Heimspiel gegen Borussia Dortmund.
Wir kommen jetzt persönlich als HSV eher mit einem Misserfolg im Gepäck.
Damals waren es mehrere Spiele, wo uns zwar viele attestiert haben, wir haben das ganz passabel gemacht, aber wir haben halt nichts Zählbares mitgenommen.
Und wir sind einfach, ich glaube, da sind wir uns einig, der klare Außenseiter in dem Spiel und gehen entsprechend gegen eine Mannschaft in ein sehr, sehr schweres Spiel, die ich, und da halte ich tatsächlich, was das angeht, den VfB Stuttgart fast noch stärker als Borussia Dortmund.
Die eine unglaubliche Homogenität durch die Mannschaftsteile mit sich bringen.
Eine Mannschaft, die sowohl das, ja wie soll ich sagen.
Schnörkellose, ja nicht ganz so sexy daherkommende Verteidigung versteht, aber auf der anderen Seite eben auch die einzelnen Spieler hat, die begeistern können, die sich auch echt in einen Rausch spielen können.
Und das Ganze ist wahnsinnig undankbar.
Und insofern für mich wäre die Herangehensweise als HSV eher die, wie wir gegen Borussia Dortmund rangegangen sind.
Ich glaube nicht, dass wir wirklich gut damit tun würden, wenn wir jetzt plötzlich sagen, wir rücken von der defensive First-Taktik ab gegen den VfB und suchen unser Heil doch eher in der Offensive, weil alle sagen, da waren wir ja so schwach in den ersten Spielen.
in dieser Saison.
Das ist wieder so ein Spiel, wo ich sage, je länger das 0 zu 0 steht, desto eher spricht das für uns.
Gehst du da mit, Lasse?
Mein Geschwür für das Spiel ist katastrophal.
Schlimmer als vor dem Dortmund-Spiel?
Ich habe mehr Angst, als vor dem Dortmund-Spiel.
Dortmund war so eine Mannschaft, da haben wir schon mal in der Vergangenheit, das ist immer viele Jahre her, aber schon mal ganz gut ausgesehen.
Und der HSV hat die Spiele davor eigentlich immer einigermaßen gut gespielt, aber hat die Dinger nicht gemacht.
Jetzt kommen wir aus diesem Augsburg-Spiel, wo wir wirklich kein gutes Spiel gemacht haben.
Das haben wir eben sehr breit beleuchtet.
Und jetzt kommt Stuttgart, die ich, wie gesagt, das ist so eine ausbalancierte, gut zusammengestellte Mannschaft, die dazu noch Mentalität hat.
Denn noch in der letzten Minute, das 3 zu 3 macht, dann haben die halt so ein Undaff, die wissen, wie es im Volksparkstadion geht.
Das ist alles, gut, da sind nicht mehr so viele Spieler aus der 1, 2 sind, glaube ich, noch da aus der Relegation, aber ansonsten ist das eine neue Mannschaft.
Aber mich würde es nicht wundern, wenn es kein schöner Abend für uns wird, das muss ich, oder nachmittags, muss ich leider so sagen.
Ich habe da schon, ehrlicherweise, ein bisschen das Peen in den Augen vor diesem Spiel.
Ja, und Und dementsprechend müssen wir da defensiv agieren und da Nadelstiche setzen.
Da versuchen, mit Stuttgart mitzuhalten, mitzuspielen, das wird, glaube ich, im Fersco enden.
Jan, beruhige uns.
Warum ich die deutlich gefestigter sehe, oder nee, anders, warum ich nicht so, ja, wie soll ich sagen, das Spiel nicht so sehe wie gegen Dortmund, ist, dass ich finde, dass Hoeneß zwar schon Ordnung hat in seiner Truppe, aber trotzdem den Spielern ihre kreativen Freiheiten lässt.
Und das könnte für uns ein Problem werden, wird ein Problem für uns werden am Sonntag.
Denn ich gehe ehrlich gesagt nicht davon aus, dass wir da irgendwas holen, wo wir eigentlich gewinnen müssen.
Wir brauchen drei Punkte, wir müssen nicht drum herumreden.
Die Tabellensituation ist so, dass du sagen musst, auch wenn es Stuttgart ist, wir müssen eigentlich gewinnen.
Aber ich glaube da viel, viel weniger dran als gegen Dortmund.
Denn...
Wie gesagt, die Kovac-Truppe ist in einem Korsett drin.
Die können offensiv nicht das entfalten, was sie aufgrund ihrer individuellen Klasse eigentlich machen könnten.
Und das ist bei Stuttgart halt was anderes.
Und da sehe ich schon auch ein paar Spieler.
Wir haben eben über Dennis Unterflanger gesprochen, aber auch Thiago Tomas oder auch Leveling.
Wir haben Mittelstädt, wir haben Angelo Stiller.
Wir können sie alle durchgehen, die auch durch ihre, selbst ein Chris Führig, der aktuell so ein bisschen neben der Spur läuft, sind das alles Spieler, die aufgrund von individueller Klasse, von Einzelaktionen, und das dürfen sie, oder Hönes ja auch machen, so ein Spiel entscheiden können.
Die sind halt wirklich, wirklich stark, zum Beispiel auch im Gegenpressing.
Das wird eine Sache sein, die uns extrem wehtun könnte am Sonntag.
Die sind unheimlich gut darin, den Ball zirkulieren zu lassen, auch in der gegnerischen Hälfte.
Das könnte uns auch sehr, sehr wehtun.
Ich glaube schon, dass der Ansatz der sein muss, dass du dich hinten nicht permanent rausspielst, sondern dass du wirklich auch mal mit langen Schlägen arbeitest, dass du einfach versuchst, auch klar zu sein hinten in der Defensive.
Wenn du da anfängst, hinten rum zu zocken, dann depressen dich, depressen dich tot und das wird richtig bitter werden dann.
Deswegen schlag ruhig mal lang, Brudi, dass du auch gucken kannst, dass vorne jemand den Ball vielleicht auch mal gewinnt.
Zweite Bälle ist für mich auch ein Spiel, wo man eher auch mal vielleicht von der Taktik ein bisschen was variieren könnte, mit zwei Stürmern zu spielen, um auch vielleicht Renzi mal ein bisschen ins Laufen zu kriegen.
Du musst Vieira auf jeden Fall vom Flügel wegnehmen, das hat nichts gebracht am Wochenende, das ist auch nicht seine Position, du musst sie ins Zentrum bringen.
Also du kannst schon ein bisschen variieren, finde ich.
Es ist halt immer noch schade, dass Elfadli ausfällt, weil es dir eine Option nimmt.
Das Mefo müsste eigentlich auch wieder von seiner Erkältung genesen sein.
Auch den hätte ich gerne auf der Bank einfach.
Es könnte auch hinten raus wieder so ein Glatzelspiel werden, in meinen Augen.
Was du halt einfach verhindern musst, ist, dass Stuttgart auch saustark drin ist, habe ich nachgeguckt extra, die sind auch in Luftzweikämpfen offensiv echt gut, wir sind auch defensiv in Luftzweikämpfen auch gut, vermeide möglichst viele Standardsituationen um deinen 16er herum, halt die weg.
Du wirst gegen die nicht alles verteidigen können.
Die werden garantiert ein Tor schießen.
Und da musst du schon zwei schießen, wenn du gegen die gewinnen willst.
Und unsere Offensive gerade kämpft daran, ein Tor zu schießen.
Also, ja, ich konnte hope in a hopeless world irgendwie gerade für mich.
Du musst auch endlich mal wieder aus der Distanz abziehen.
Das haben wir, wie gesagt, auch in den letzten Spielen viel zu selten gemacht, dass man Vieira abzieht, dass man Gutschulay-Schwili abzieht, dass man Muham abzieht.
Einfach mal Distanzschüsse.
Du schießt aus allen Lagen, würde ich zu den Spielern sagen.
Was haben wir zu verlieren?
Ist auch ein Problem, kriegt der VB Stuttgart relativ viele Gegentore von Weitschüssen.
Ich habe so ein bisschen die Stärken und Schwächen herausgesucht.
Und da wird laut Scouting-Report auch gesagt, die verteidigen Weitschüsse extrem schlecht.
Von daher könnte das, was Lasse gerade gesagt hat, zielschülend sein.
Und was, glaube ich, die Aufgabe nicht einfacher macht, ist, dass ich den VfB Stuttgart für eine Mannschaft halte, die eben auch nicht so klar, du hast es eben Korsett genannt, Lasse.
Wo du nicht so 100 Prozent genau weißt, was du bekommst, wie das der Fall ist, wenn du gegen Borussia Dortmund spielst.
Weil ich den VfB, zumindest nach allem, was ich bis jetzt in der Saison gesehen habe, durchaus so sehe, dass die etwas machen, was auch Merlin Polzin grundsätzlich ganz gerne macht.
Nämlich innerhalb eines Spiels durchaus die Marschroute mal signifikant zu verändern.
Plötzlich und für den Gegner damit auch überraschend, sich weit zurückzuziehen, den Gegner zu locken, damit Räume zu kreieren und die dann wieder zu bespielen.
Oder eben genau umgekehrt, die ganze Zeit so ein bisschen abwartend daherzukommen und dann trotzdem plötzlich zuzuschlagen, eine Seite zu überlagern.
Das heißt, das ist eine Mannschaft, die ja auch sehr, sehr viel zwischen den Ohren an Wachsamkeit abverlangt auf dem Platz.
Und das ist genau das, was mir beim Aufzugspiel so negativ aufgefallen ist, dass wir diese Wachsamkeit, diese situative Bereitschaft, Situationen zu erkennen, nicht hatten.
Das wird wahnsinnig wichtig sein, da müssen wir wirklich wach sein, weil das können dann halt Einzelne nicht verteidigen.
Wenn der VfB ins Rollen kommt, wenn sie mit ihren offensiven Waffen ins Spielen kommen, dann funktioniert das beim HSV nur, über das mannschaftliche Zusammenspiel das zu verteidigen.
Wir können das, davon bin ich überzeugt.
Da bleibe ich auch bei meinem Take von vor zwei, drei Wochen, das ich gesagt habe, abgesehen vom FC Bayern, kann der HSV jeder Mannschaft in dieser Liga echte Probleme machen und sehr, sehr, sehr ungemütlich sein.
Dafür bringen wir alles mit, aber dafür brauchen wir keinen 80%-Tag, sondern durch die Bank weg einen 100%-Tag.
Ich glaube, mit weniger haben wir nichts zu bestellen.
Und dann bleibt uns noch abschließend, das machen wir ja manchmal ganz gerne, so ein bisschen der Blick über den Tellerrand.
Was ist noch so los in der Bundesliga oder was war noch los?
Und wir haben da im Vorgespräch kurz so gesprochen.
Das ist ein Thema, das ich auch nur über Social Media so am Rande mitgeschnitten oder mitbekommen habe, aber darüber zufällig ein, zwei Artikel auch gelesen hatte schon im Vorfeld.
Und zwar die Jahreshauptversammlung des BVB, die gestern stattgefunden hat, war bei einem Verein mit 238.000 Mitgliedern, wenn ich richtig informiert bin, die erste in der Größenordnung oder der Art, die tatsächlich als vollhybride Veranstaltung stattgefunden hat.
Sprich zum einen als Präsenzveranstaltung in der Westfalenhalde und zum anderen eben gab es die Möglichkeit, für die einzelnen Mitgliederinnen und Mitglieder eben auch online nicht nur sich zu informieren, sondern tatsächlich ihre Mitgliederrechte, sprich Abstimmungsteilnahmen wahrzunehmen.
Und da gibt es ja immer wieder auch beim HSV die eine oder andere Stimme, die dergleichen fordert, dann beispielsweise mit einem Argument wie, es könne ja nicht sein, dass ein kleiner Prozentteil der Gesamtmitgliedschaft am Ende wesentlich Entscheidungen trägt.
Da finde ich das Argument persönlich gesprochen zu sagen, wenn wir von einer Veranstaltung pro Jahr mit langer Vorlaufzeit reden, dann kann man durchaus auch an Präsenzveranstaltungen teilnehmen.
Aber, und deswegen finde ich das ganz interessant und lohnt sich da durchaus mal der Blick auf Borussia Dortmund.
An der Mitgliederversammlung gestern haben von den 238.000 Mitgliedern 6.000 teilgenommen, davon knapp 2.000 in Präsenz.
Das heißt, wären nur die Präsenzteilnehmer da gewesen, wären 0,82 Prozent der Mitgliedschaft, hätte an den Abstimmungen teilgenommen.
Und dank der glorreichen hybriden Ausgestaltung waren es jetzt zusätzliche 1,73 Prozent.
Also hybride Veranstaltungen hin oder her, die Argumente der, die sagen, man müsse derartige Dinge auf eine breite Basis stellen und möglichst viele Leute zum Abstimmen bekommen, da ist wahrscheinlich die hybride Durchführung auch nicht das Allheilmittel.
Ganz interessant, wie gesagt, Aki Watzke, der sich zum Präsidenten jetzt hat wählen lassen, hat nur 59 Prozent der Stimmen bekommen und das, obwohl er keinen Gegenkandidat hatte.
Wäre es hier nur in Präsenz zur Abstimmung gekommen, wäre er sogar durchgefallen.
Das sind so ein paar Randnotizen aus der Bundesliga.
Ich weiß nicht, habt ihr noch irgendwas auf euren Zettel stehen?
Es ist so, dass die vier Mannschaften, die hinter uns stehen, am Wochenende alle schwere Auswärtsspiele haben.
Nachzulesen, die müssen bei Union Berlin ran, bei Eintracht Frankfurt, beim SC Freiburg und viel Spaß beim FC Bayern.
Das heißt, es wäre unsere Chance, selbst mit einem Pünktchen den Abstand etwas zu vergrößern, weil die anderen haben noch schwerere Aufgaben als wir.
Die Kirschen hängen hoch für alle Mannschaften im Tabellenkeller.
Und wollen wir hoffen, dass der HSV sich am besten streckt oder die beste Leiter hat.
Euch allen an der Stelle von uns.
Vielen Dank fürs Zuhören.
Die nächste Folge gibt es dann in der kommenden Woche rund um unser Pokalspiel gegen Holstein Kiel.
Und in diesem Sinne sagen wir erstmal, bis zum nächsten Mal, bleibt gesund und nur der HSV.