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Light Painting und Kant

Episode Transcript

Hallo ihr Lieben und herzlich Willkommen zum Einschlafen Podcast Episode 587.

Ich bin Tobi.

Ich lese euch heute Immanuel Kant vor aus der Kritik der reinen Vernunft ein bisschen was.

Davor gibt es den Rilke der Woche.

Der hat heute mit Fortschritt zu tun.

Passt vielleicht auch ganz gut.

Vielleicht auch nicht.

Ich weiß nicht.

Und davor erzähle ich euch ein bisschen was, damit ihr abgelenkt seid von euren eigenen Gedanken und besser einschlafen könnt.

Heute ist eine Episode mit ungerader Episoden-Nummer, also gibt es keinen Haltungsblock.

Den gibt es dann im nächsten Einflafen-Podcast wieder.

Deswegen gleich in medias res.

Ich habe gar nicht so viel anderes zu erzählen.

Ihr wisst ja schon, was kommt.

Ich hatte ja schon erwähnt, wie viel ich durch die Welt gekommen bin in der letzten Zeit.

Heute beginnt, ich bin ein bisschen aus Atemhänge, ich trinke mal einen Schluck Wasser.

Heute, ja genau, Schluckwasser getrunken.

Jetzt geht es hoffentlich besser.

Ich weiß gar nicht, was eben meine Atmung los war.

Heute beginnt der Bericht von meiner USA-Reise im Oktober und November.

Ich habe wahnsinnig viel erlebt und ich gehe davon aus, dass sich das über mehrere Episoden zieht.

Denn allein der Abflug, da gibt es so viel zu erzählen, dass das bestimmt irgendwie, ja, also ich hoffe, ich komme heute durch die Wüste durch sozusagen.

Aber der Reihe nach.

Warum ich in die USA geflogen bin, erzähle ich tatsächlich erst in der nächsten Episode.

Das war die Adobe Max, eine Konferenz.

Aber von der erzähle ich euch dann in der nächsten Episode.

Weil die findet noch gar nicht statt.

Denn bevor wir gearbeitet haben, hat der liebe Russell Brown uns eingeladen, schon vorher mit ihm einen Ausflug zu machen.

Eine Exkursion, eine Expedition hat er sogar genannt.

Und wir waren in diesem Fall Johannes und ich aus Deutschland und ein ganzer Schwung anderer Leute, Christina und Osmond aus Norwegen und lauter Leute, die in den folgenden Tagen mit ihm auf der Konferenz arbeiten sollten.

Und so ein bisschen als Einstimmung, Vorbereitung, Gudi hat er uns da irgendwie in die Wüste gelotst.

Und davon möchte ich euch erzählen.

Aber da mussten wir erstmal hinkommen, denn der Anflug war am 22.

Oktober und Johannes und ich hatten uns verabredet, dass wir mit der gleichen Maschine von Frankfurt aus nach L.A.

Fliegen und uns dort dann ein Mietauto holen, um nach Palm Springs zu fahren.

Und da wollten wir uns mit der ganzen Gruppe treffen, am 23.

Morgens.

Mein Flug ging sehr früh morgens von Hamburg nach Frankfurt und dann da Umsteigezeit, reichlich Umsteigezeit, anderthalb Stunden, zwei Stunden, ich weiß keine mehr.

Und dann irgendwie weiter von Frankfurt nach L.A.

Das ging auch alles ganz problemlos, meine Frau.

Gab es da irgendwas?

Da gab es einen Automaten.

Ne, da war alles okay.

Auf dem Rückflug gab es Interessantes mit den Koffern.

Egal.

Auf dem Hinflug alles gut.

Ich hatte zwei Koffer dabei, weil ich so viel Kram dabei hatte, also sowohl meine Fotografieausrüstung, die war zwar größtenteils im Handgepäck, ich habe so einen ganz großen Rucksack, der gerade noch so als Handgepäck durchgeht, von meiner Lieblingsrucksackmarke Peak Design und der war voll mit, man darf ja große Batterien und Laptops und so davon nicht in den Koffer tun, das muss alles ins Handgepäck.

Und ich tue dann auch die Kamera und zumindest die meisten Objektive mit ins Handgepäck.

Also da hatte ich dann einen großen, schweren Rucksack und tatsächlich noch eine zweite Umhängetasche und eben zwei große Koffer.

So, nach Frankfurt geflogen, alles entspannt.

Als ich dann dort am Flughafen auf Johannes gewartet habe, schrieb er mich an und sagte, wir haben Verspätung, der Flug aus Stuttgart geht nicht los, Denn er hatte eine Delle am Flug, also da war irgendwie eine Beule im Flugzeug.

Ich weiß nicht, ob am Flügel oder am Leitwerk oder irgendwo war eine Beule.

Und das musste erstmal untersucht werden, was das jetzt ist und ob man damit fliegen kann.

So, und das hat eine Stunde gedauert.

Leider hatte Johannes nicht so viel Puffer wie ich, sondern ziemlich genau eine Stunde.

Sodass ich dann schon mal beim Boarding Bescheid gesagt habe, Entschuldigung, ihr habt hier einen Anschlussflug, also der kommt gerade aus Stuttgart und der hat ein bisschen Verspätung.

Kann man da was machen?

Und die waren so, nö.

Wegen einer Person können wir nicht einen Interkontinentalflug verzögern, das geht ja gar nicht.

Und ich sagte, ja, der landet aber gleich, also der ist schon in der Luft, also der bräuchte nur ein bisschen mehr Zeit und das Boarding bei so einem Langstreckenflug, das ist ja immer ganz schön lang und also weit vor Abflugzeit und irgendwie sagt man so, er soll halt laufen, wenn er es schafft, ist gut und wenn nicht, dann nicht.

So und dann saß ich also schon im Flugzeug und es kamen halt immer noch Leute und dann bekam ich die Nachricht, bin gelandet und ich sag ja lauf los, das war ganz schön weit, ja lauf trotzdem und tatsächlich wurde das Boarding geschlossen, kurz bevor er da war, also es ging um eine Minute oder so.

Und das Interessante ist dann ja, dass gar nicht der Zugang gesperrt wird, sondern also der physische, die Gangway war halt noch dran am Flugzeug, sondern es war das System, also die Computersysteme, die dann das Boarding regeln, ist diese Person jetzt schon durch das Boarding durch und betritt jetzt das Flugzeug.

Das war schon ausgeschaltet.

Also wenn das noch eingeschaltet gewesen wäre, hätte er durchaus noch genügend Zeit gehabt, das Flugzeug zu betreten.

Aber irgendwie haben sie gesagt, nö, wenn er nicht da ist, dann schalten wir jetzt dieses System aus.

Das war ärgerlich.

Zumal, also ich stand halt noch an der noch geöffneten Flugzeugtür, also im Flugzeug, als er am Boarding stand und nicht mehr durch durfte.

Egal.

Ist halt so, er ist dann zum Lufthansa Schalter gegangen und wurde umgebucht.

Es ging auch relativ fix, denn nur zwei Stunden später ist eine Maschine von Condor dann nach L.A.

geflogen.

So, wurde halt umgebucht.

Das Interessante war aber, wir standen noch eine ganze Weile mit geöffneter Tür und an der Dr.

Gangway dort am Gate und, Und dann kam immer die Durchsage, ja, oder ich habe dann mit den Flugbegleitern gesprochen, glaube ich.

Wir sagten, ja, das ist ein Fluggast, hat seinen Reisepass vorne beim Boarding vergessen.

Und ohne Reisepass kann der ja nicht in die USA einreisen, also müssen wir da nochmal kurz warten.

Und dann gab es irgendwie eine Lösung und dann sind wir losgerollt.

Und das hat sich aber halt, wie gesagt, da schon irgendwie 20 Minuten verzögert, so dass ich dann halt schon.

Gesehen hatte, dass Johannes, mein Kollege, umgebucht war und dann rollen wir raus, und das geht dann ja auch irgendwie 20 Minuten, bis man dann bei der eigentlichen Startbahn ist und auf einmal dreht das Flugzeug um und rollt wieder zurück und dann kommt die Durchsage, ja tut uns leid, ein Passagier muss das Flugzeug wieder verlassen und deswegen rollen wir jetzt zurück zum Gate Okay, was auch immer.

Vielleicht war es der, der den Reisepass vergessen hatte.

Vielleicht war es ein medizinischer Notfall.

Man weiß es nicht.

Ich habe davon nichts mitbekommen.

Es geht mich auch nichts an.

Es war halt so.

Dann sind wir zurückgerollt zum Gate, bis dann eins frei war und bis dann das angeschlossen war und bis dann die Person ausgestiegen war, sind halt irgendwie nochmal 20 Minuten vergangen.

Dann sind wir wieder rausgerollt.

Zu dem Zeitpunkt war Johannes, glaube ich, schon bald am Boarding.

Also da wusste er schon, er wird mit diesem komischen gold-weiß gestreiften Ringelsockenflugzeug fliegen.

Und ich habe dann beim Rausrollen, beim zweiten Rausrollen, habe ich dieses Flugzeug da auch stehen gesehen.

Das fand ich dann irgendwie ganz lustig, dass ich ihn da auf dem, also ich weiß nicht, ob er schon drin ist.

Ich glaube, er war noch nicht drin, aber ja, das war dann so irgendwie okay.

Wir rollen also wieder raus, wieder zur Startbahn.

Und dann dreht das Flugzeug wieder um und rollt wieder zurück.

Dann meldet sich ein ganz verzweifelter Kapitän und sagt, ja, das ist mir noch nie passiert.

Ich bin noch nie zweimal wieder zurückgerollt.

Ist jetzt aber so, denn ein Reifen ist platt.

Also links unterm Flügel oder rechts, ich glaube rechts unterm Flügel, der Reifen hat Druck verloren.

Es wird natürlich alles gecheckt und es gibt automatische Systeme.

Und ich finde es dann ja auch ganz gut, dass wir nicht mit einem platten Reifen gestartet sind oder dann hätten landen müssen.

Wer weiß, was dabei passiert.

Muss ja nicht sein.

So, hat sich dann später irgendwann rausgestellt, anscheinend ist man beim Zurückrollen von dem, also als wir das erste Mal Taxi zur Startbahn gemacht haben.

Sind wir wohl über irgendeinen Bolzen rübergefahren oder so und der steckte da irgendwie im Reifen und der hat dann Luft verloren.

Also nicht gut.

Also ein zweites Mal wieder zurück, mussten dann erstmal gucken, wo kommen wir denn jetzt hin.

Wir sind sehr, sehr weit gerollt mit dem Flugzeug.

Ich dachte zuerst, wir fahren jetzt in so eine Werkshalle oder so, oder so haben wir dann vorbeigefahren.

Aber nein, wir sind wieder zu irgendeinem anderen Gate.

Und dann kam sogar die Durchsage, ja weil wir jetzt irgendwie schon, zweimal zurückgetaxiet sind, müssen wir nochmal nachtanken, das kostet ja auch Sprit, da irgendwie eine Stunde lang über den Frankfurter Flughafen zu rollern, also zum Betanken bitte, musste wieder ans Gate angeschlossen werden, also die Gangway, damit man, falls was schief geht, auch schnell flüchten kann und wir mussten uns alle abschnallen.

Damit man halt entsprechend abschnallen und dann wurde das Rad repariert oder gewechselt, ich weiß auch nicht.

Das hat sehr, sehr lange gedauert und in der Zeit ist Johannes tatsächlich losgeflogen.

Also er hat wegen einer Panne den Flug verpasst, ist umgebucht worden auf einen zwei Stunden späteren Flug und ist dann aber vor mir losgeflogen, weil wir dann erst nach drei Stunden, also ich war schon drei Stunden im Flugzeug, bis wir dann das dritte Mal rausgerollt sind und dann endlich starten konnten und dann war Johannes schon in der Luft.

Das war irgendwie amüsant, aber irgendwie auch stressig und also ja, ist natürlich irgendwie Verkettung ungünstiger Zufälle.

Und ich will da auch niemandem einen Vorwurf machen, ganz im Gegenteil, ich finde es ja ganz gut, dass es solche Systeme gibt, die automatisch prüfen, habe ich auch genug Druck auf dem Reifen, kann ich damit landen und ja, ist ja alles gut gegangen.

Interessanterweise, als wir das zweite Mal zurückgerollt waren, zeigte sich dann auch, dass nach den deutschen Arbeitsgesetzen die Arbeitszeit, die maximal zulässige Arbeitszeit für die Besatzung überschritten wäre, zumindest bei einigen von denen.

Das sind ja sehr lange Flüge, da gibt es dann natürlich auch Ruhezeiten, die man während des Flugs haben kann oder machen muss.

Der Flug dauert 11,5 Stunden.

Ich glaube, die maximale Arbeitszeit am Stück oder pro Tag sind eh 11 Stunden oder so.

Da gibt es bestimmt irgendwelche Regelungen.

Aber ich war ja mal Betriebsrat und eigentlich müsste ich es noch wissen.

Aber irgendwie so ist das, wie das jetzt bei Flugbegleitern ist, weiß ich nicht.

Die können ja nicht, also der Kapitän kann ja nicht sagen, also länger als 11 Stunden fliege ich nicht.

Und auch der kann ja zwischendurch, die sind ja zu zweit oder zu dritt da vorne im Cockpit.

Die können sich ja abwechseln.

Also da gibt es bestimmt irgendwelche Sachen.

Zumindest wurde den Flugbegleiterinnen und Begleitern angeboten, weil das jetzt deutlich über die Zeit hinausgeht, könnt ihr euch aussuchen, ob ihr jetzt in Frankfurt bleibt oder ob ihr mitfliegen wollt nach L.A.

Und da haben wohl zwei gesagt, ne, dann bleibe ich hier in Frankfurt, das ist mir zu lang.

Und dann mussten erstmal zwei Ersatzflugbegleitungen gesucht werden und gefunden werden und deswegen hat das dann auch ein bisschen länger gedauert.

Aber ja, so ist es dann halt.

Es verbreitete sich so ein bisschen ähm, wie nennt man das, nicht Schadenfreude, nicht Sarkasmus, sondern so, Und ja, also man hat sich dem so hingegeben und dann irgendwie das Beste daraus gemacht und dann so ein paar Witze drüber gemacht.

Mir fehlt gerade das richtige Wort dafür.

Vielleicht wisst ihr das wahrscheinlich.

Sobald diese Episode veröffentlicht ist, bekomme ich ganz viele E-Mails mit dem Wort, was ich jetzt gerade suche und nicht finde.

Das ist so nicht, ich denke Schadenfreude, aber es ist das falsche Wort.

Das ist dieses...

Und Devote und Sarkasmus ist es auch nicht.

Heißt denn das?

Vielleicht fällt es mir noch ein.

Euch ist es wahrscheinlich längst eingefallen und ihr wartet jetzt ganz sehnsüchtig darauf, dass ich die Geschichte weiter erzähle und nicht weiter darüber nachdenke, was ich denn hier für ein komisches Haut suche.

So, zumindest waren wir dann in der Luft.

Wir haben sogar noch ein bisschen aufgeholt.

Wir sind eine Stunde nach Johannes gestartet und eine halbe Stunde nach Johannes schon dort angekommen.

Wir sind mit der Boeing 747-800 Mecklenburg-Vorpommern von der Lufttransfer geflogen.

Und Johannes hatte so eine Condor-Maschine.

Vielleicht kann die einfach nicht so schnell fliegen.

Ich weiß es nicht.

Jumbo-Jet kann ja vielleicht schneller fliegen.

Ich weiß es nicht.

Zumindest kam ich dann gerade in L.A.

an der Immigration.

Das ist quasi die Grenzkontrolle, wo man dann irgendwie ins Land reingelassen wird oder nicht.

Kam ich gerade an, als Johannes ganz vorne in der Schlange war.

Ich weiß nicht, ob ihr das kennt, wenn man in die USA einreist, egal ob man Bürger in den USA ist oder nicht, muss man halt durch diese Grenzkontrolle, und da gibt es dann unterschiedliche Zugänge.

Aber wenn so ein internationaler Flug ankommt, das ist auch meistens dann nicht nur einer, dann gibt es eine lange Schlange von 800 Leuten, die alle da irgendwie durch wollen, und für einige gibt es dann den Fast Pass, die können dann irgendwie schneller durch.

Aber der Pöbel, zu dem ich dann ja auch gehöre, die Normalos müssen alle sich in eine lange Schlange anstellen.

Und das schiebt sich dann also durch.

Und das variiert dann immer davon, je nachdem wie viel Andrang da gerade ist, wie viele andere internationale Flieger gelandet sind.

Und wie viele Grenzbeamte denn dort sind von der Polizei.

Und ja, das war diesmal nicht so schlimm.

Ich habe eine Dreiviertelstunde dort in der Schlange gestanden.

Ich habe da auch schon mal in San Francisco schon mal zwei Stunden in der Schlange gestanden.

Und es ist halt sehr unangenehm.

Man war sehr, sehr lange im Flugzeug.

Dieses Boeing 747-800 Mecklenburg-Vorpommern ist auch schon 12, 13, 14 Jahre alt.

Ich weiß gar nicht genau wie alt, aber es ist halt nicht das modernste Flugzeug.

Das heißt, die Sitze sind auch echt durch.

Interessanterweise bin ich im Rückflug mit genau dem gleichen Flieger geflogen.

Da gibt es dann auch noch eine interessante Geschichte dazu.

Aber beim Aussteigen in Frankfurt ist auch die Flugbegleitung, die mit uns von L.A.

Nach Frankfurt geflogen ist, mit durch die Grenzkontrolle in Deutschland gegangen.

Das war auch eine lange Schlange, aber nicht dreiviertel Stunde, sondern irgendwie halbe Stunde oder so.

Und der stand dann daneben mir und haben uns noch kurz unterhalten, meinte ich so, die Sitze sind auch echt unbequem und dann sagt er, ja, wir warten auch schon sehnsüchtig drauf, dass die erneuert werden, anscheinend ist für dieses Flugzeug.

Eine Renovierung geplant, schon länger, aber noch nicht durchgeführt, ja, wie auch immer, zumindest.

Und ist man dann gerädert, steht dann da an der Schlange, hofft, dass man da, dass niemand die Antifa-Aufkleber auf meinem Computer sieht.

Den muss man da nie rausholen.

Aber es gibt ja so die Geschichten, dass man das Handy vorzeigen muss, wenn dann das geprüft wird, ob auf dem Handy irgendwas Verdächtiges, ob man nicht vielleicht doch zur Antifa gehört, Mitgliedsausweis von der Antifa, was auch immer.

Das gibt es ja alles nicht.

Antifa ist ja kein Verein, wo man Mitglied sein kann und als Deutscher lege ich mir dann immer schon die Begründung, also wenn Sie den Antifa-Aufkleber auf meinem Computer sehen, also ich habe da keinen Standard-Antifa-Aufkleber mit den zwei Flaggen, rot und schwarz, sondern den nachgemachten Antifa-Einschlafen-Aufkleber.

Den gibt es ja, da ist halt ein rotes und ein schwarzes Schaf, so ähnlich angeordnet wie diese rote und schwarze Flagge von dem Antifa-Aufkleber.

Und außenrum steht, auch wenn ihr schon müde seid, Antifa ist Handarbeit.

Und das war ja immer so ein Trend auf Social Media, dass diese Antifa-Sticker, für alle möglichen Sachen angepasst worden sind.

Den Antifa-Sticker von Absolut Analog habe ich auch mit drauf.

Da sind zwei Filmdosen, rot und schwarz.

Also so 35mm Film die heißen nicht Dosen also die Dosen sind ja das wo die drin sind.

Patronen, Filmpatronen also Kleinbildfilme und Film vergessen trotzdem da absolut analoge Antifa steht da drauf, so zumindest das Wort Antifa ist zweimal auf dem Computer und auf dem iPad da habe ich die Aufkleber auch und da hat man natürlich Sorge, wenn die irgendwie angeschaut werden, Dass man dann gefragt wird und ich habe mir dann immer als Begründung zurechtgelegt, Entschuldigung, ich bin halt deutscher Staatsbürger und in unserer Verfassung steht Antifaschismus als Pflicht drin.

Also jeder deutsche Staatsbürger ist dazu verpflichtet, den Staat vor Faschismus zu beschützen und das ist halt die Definition von Antifaschismus.

Man ist dagegen Faschismus.

Wir müssen das sein.

Die deutsche Verfassung ruft uns dazu auf und verpflichtet uns dazu.

Es ist kein Verein, wo man Mitglied wird, vom Staat bezahlt wird, um Polizeiautos anzuzünden.

Das ist was anderes.

Ja, aber also ich bin noch nie gefilzt worden.

Ich musste noch nie mein Handy vorzeigen.

Auch jetzt unter Trump 2 bin ich ja schon das dritte Mal jetzt, glaube ich, in die USA eingereist.

Und das ist eigentlich problemlos.

Trotzdem steht man da und hat so ein bisschen Sorge.

Ja, hinter der Immigration, hinter der Kofferausgabe auch, wartete dann auch schon Johannes, der hat dann auf seinem iPad schnell noch Mr.

Bayer draufgeschrieben und noch absichtlich falsch und hielt das so hoch und schaute so, war sehr lustig, auch ein Foto von ihm gemacht.

Das könnte ich auch in den Shownotes verlinken.

Genau, die Fotos solltet ihr euch sowieso anschauen.

Also die Fotos, die ich veröffentliche, werde ich ausführlich beschreiben.

Ihr müsst die nicht anschauen, bevor ihr die Episode hört oder während ihr die Episode hört.

Das könnt ihr ruhig, wenn ihr jetzt gerade im Bett liegt und einschlafen wollt, könnt ihr das später machen.

Das ist absolut nicht relevant.

Wenn ihr noch wach seid, könnt ihr natürlich schauen und dann zu meinen Beschreibungen einschlafen, aber ich hoffe, diese Episode funktioniert auch ohne neugierig aufzustehen und nachzuschauen, was denn das für Fotos sind.

So, also, bin ich also gelandet, habe Johannes getroffen und dann war ich zum ersten Mal in LAX am Flughafen und da kannte ich mich nicht aus.

Und Johannes hat aber schon geguckt, er meinte, wir hatten ein Auto gebucht bei einer nicht ganz so kleinen Autovermietung, aber die waren trotzdem nicht direkt am Terminal, sondern da musste man dann mit einem Shuttle zur Autovermietung hinfahren.

Da fuhren dann so Shuttles.

Das ist eigentlich ganz gut organisiert da in L.A.

Also da, wo man ankommt, da fahren halt ganz viele Shuttle-Busse.

Einige fahren halt zu den Autovermietungen, andere fahren zu einem Uber-Aufsammelpunkt.

Also mit Uber kann man auch nicht direkt am Terminal abgeholt werden, sondern da gibt es halt so einen extra Parkplatz, wo man auch mit dem Shuttle hin muss.

Das ist ein riesengroßer Flughafen und also alles in L.A.

ist übrigens riesengroß.

Der Anflug war schon unglaublich.

Also ich lieb's ja auch, über die USA rüber zu fliegen.

Und bei diesem Anflug von Frankfurt nach L.A.

bin ich direkt über Salt Lake City geflogen.

Also die Stadt selbst habe ich nicht gesehen, aber so knapp dran vorbei.

Und die Gegend da in Utah ist halt Wahnsinn, was man da irgendwie an Landschaft sieht.

Ende Oktober war natürlich irgendwie alles braun und kahl und trocken, aber dann sind da Berge, dann sind da Schluchten, Dann sind da Seen und das sieht alles so toll aus.

War auch richtig schönes Wetter mal wieder, wenn man darüber fliegt.

Das ist irgendwie immer beeindruckend und dann fliegt man halt noch eine ganze Weile weiter und dann kommt irgendwann L.A.

Und man merkt das dann auch am Sinkflug und es wird ja auch Bescheid gesagt.

Und dann guckt man raus und sieht die Stadt und denkt, ach, wir sind ja schon über L.A., dann sind wir gleich da, aber Pustekuchen.

Man fliegt halt noch irgendwie eine halbe Stunde in der gleichen Richtung weiter und sinkt immer weiter.

Und dann kommt ein Flughafen und denkt, ach nee, das ist ein anderer Flughafen.

Das ist einfach L.A.

Und unglaublich groß.

Alles in L.A.

ist unfassbar groß.

Die Stadt ist ein Moloch, aber von oben kann man erst mal sehen.

Also wenn man unten ist, sieht man das gar nicht, nimmt man das gar nicht so wahr.

Da merkt man nur, Entschuldigung, ich fahre jetzt seit drei Stunden auf dieser Autobahn, auf diesem Freeway in die gleiche Richtung.

Und es gibt natürlich immer Stau oder zumindest Stop and Go.

Aber dass man drei Stunden in die gleiche Richtung fährt und immer noch mit in der Stadt, das ist halt Wahnsinn.

Unglaublich.

Ja, zumindest haben wir es dann geschafft.

Sind dann in dieses Shuttle eingestiegen und dann fiel uns ein, ich gucke nochmal eben, ähm, Nee, warte mal, stimmt.

Eigentlich hatten wir es so gemacht, die Autovermietung, die wir uns ausgesucht hatten, war in Downtown LA.

Also nicht am Flughafen, sondern dort, wo wir es auch wieder abgeben wollten, das Auto.

Man kann natürlich auch bei einer Autovermietung das Auto so buchen, dass man es an einer Stelle abholt und an einer anderen Stelle wieder abgibt.

Aber das ist ein bisschen komplizierter und irgendwie dachten wir, naja, wir haben ja genug Zeit, wir landen um eins und dann fahren wir halt mit dem Uber irgendwie nach Downtown.

Kann ja so teuer nicht sein, in Klammern, es hätte 80 Euro gekostet.

Uber fahren in L.A.

ist auch wahnsinnig teuer, weil die Strecken alle so lang sind und das dauert alles so ewig.

Ich weiß es nicht, es ist halt einfach teuer.

Und wir waren jetzt aber halt mit drei Stunden Verspätung da und dann Immigration und Koffer abholen und dann mit dem Shuttle, also wir sind dann zu diesem Uber-Parkplatz gefahren, wollten damit nach Downtown, und unser Auto abholen und dann habe ich aber gesehen, Moment mal, also ich wollte dann nachgucken, wie weit ist es denn?

Ich habe dann in Google Maps eingegeben, hier LAX nach Downtown LA zu dieser Autovermietung, wie lange dauerte das?

Und dann habe ich gesehen, auf Google Maps, dass die dann schon geschlossen haben.

Die hatten Öffnungszeiten nur bis 18 Uhr im Downtown.

Und das war dann so, das ist ja jetzt schlecht.

Da waren wir aber schon auf dem Weg zu dem Uber-Dings und nicht zu den örtlichen Autovermietungen in LAX.

Da habe ich überlegt, okay, was machen wir jetzt?

Jetzt sind wir da, aber kommen hier irgendwie nicht weg.

Wir kriegen das Auto nicht.

Das ist ja ärgerlich.

Habe ich da angerufen und dann sagt, das ist nicht so schlimm.

Ihr zahlt ja auch, also ihr habt ja noch nichts bezahlt und es kostet auch keine Strafe oder so.

Die Reservierung verfällt einfach.

Aber wir brauchen ja ein Auto, was machen wir jetzt?

Na gut, also dann sind wir mit dem Uber nicht nach Downtown, sondern zur Autovermietung am LAX gefahren, was natürlich blöd ist.

Wir hätten auch das Shuttle dorthin nehmen können.

Das wäre kostenlos gewesen.

Jetzt mussten wir also 30 Dollar, 25 Dollar irgendwas, also relativ vergleichsweise viel Geld für eine 8 Minuten Taxifahrt, Uber-Fahrt vom Uber Pick-Up-Point LAX zum entsprechenden Autovermieter zu nehmen.

Und also bei der Hände waren die dann auch da und also waren die auch noch vor 18 Uhr da, aber die hatten natürlich auch dann geöffnet und haben dann gefragt, hallo, habt ihr ein Auto?

Das hat irgendwie nicht geklappt.

Ja klar.

Dann haben wir gesagt, ja wir würden es aber gerne am Samstag Downtown abgeben.

Ja das geht nicht.

Wieso geht das nicht?

Ja das kann man nur online buchen.

Dann buche ich es halt jetzt online.

Mit dem Handy über Mobilfunk habe ich dann auf der entsprechenden Webseiten.

Ich habe vergessen, wie der Autovermieter hieß.

Ist ja auch egal.

Ich denke immer Europcar, aber das war es natürlich nicht.

Sondern können wir mal eben nachgucken.

Wie hießen die denn da?

Da und da.

Wo ist hier die, Autovermietung?

An der Figuerer.

Finde ich gerade nicht.

Na, ist ja auch egal.

Ich sage einfach, der Autovermieter.

Es ist nicht der, den ich auch in Spanien hatte, der so schwierig zu finden war, sondern eine größere Firma.

Gut, dann ging es nicht anders.

Dann musste ich halt über den Webbrowser auf meinem Handy, musste ich dann da ein Auto buchen, Pickup LAX, Abgabe Downtown.

Und dann hat er mir Autos vorgeschlagen, die ich dort buchen konnte.

Ist aber alles ein bisschen teurer, als das, was ich eigentlich reserviert hatte.

Und interessanterweise, das ist ja auch so ein Markt mit irgendwie Preis wird geregelt durch Nachfrage und Angebot, waren alle kleineren Autos oder SUVs oder so, waren alle doppelt so teuer wie das günstigste Auto.

Das günstigste Auto, was dann also nur, weiß ich nicht, 60 Dollar pro Tag gekostet, also alles nicht so teuer da drüben, Automieten oder 70 Dollar, ich weiß gar nicht mehr, es war vergleichsweise günstig, war ein Ford F-150 Pickup Truck.

Das sind diese großen, typischen amerikanischen, also das ist so der Pickup Truck, den ganz viele Amerikaner fahren.

Ford F-150, könnt ihr mal googeln.

Vielleicht tue ich auch ein Foto davon mit ins Album rein, weil das ein absurd großes Auto ist und total unpraktisch.

Eigentlich, weil es keinen Kofferraum gibt.

Also es gibt eine Rückbank und es können auch vorne drei Personen sitzen.

Es gibt dann zwischen Fahrer- und Beifahrersitz gibt es so ein.

Also eine Armlehne, die man aufklappen kann und wo man auch Sachen reintun kann oder auch hochklappen und dann kann halt eine dritte Person sitzen.

Hinten können auch bequem drei Personen sitzen, also es ist schon geräumig, aber es gibt eben keinen Kofferraum.

Wir hatten natürlich jeder zwei Koffer dabei.

Johannes ist DJ und der hat auch aufgelegt auf irgendwelchen Partys.

Also auf der einen war ich auch mit dabei, auf der anderen war ich nicht.

Das nimmt halt auch Platz weg.

Also er hat da richtig auch große Koffer dabei gehabt.

Und ich mit meinem Bass und meiner Fotoausrüstung und mit allem möglichen.

Ja, war halt viel Platz.

So, aber es passte alles auf die Rückbank.

Wir konnten dann halt nur in der Wüste halt nicht noch zusätzliche Leute mitnehmen, weil auf der Pickup-Ladefläche wollte ich meine Koffer jetzt nicht.

Wir hatten auch keine Spanngurte dabei, um die da festzustrepsen.

Also gut, also, aber jetzt für einen doppelten Preis irgendwie so einen kleinen Hyundai zu nehmen oder so, hätte wahrscheinlich am Sprit gespart, aber also so viel Sprit haben wir auch gar nicht verfahren, war jetzt nicht so durstig, wie ich zuerst gedacht habe, dass es irgendwie richtig teuer werden würde mit dem Sprit, war es nicht.

Zumindest sind wir halt mit einem Ford F-150 dann vom Flughafen LAX durch die ganze Stadt, die ist ja quasi am Wasser.

Richtung Palm Springs gefahren.

Und dann war es natürlich auch schon dunkel, weil auch in Kalifornien geht im Herbst die Sonne früher unter.

Also wir sind im letzten Abend glühen bei der Autovermietung rein und dann sind wir leider schon im Dunkeln da rausgefahren.

Das heißt, von L.A.

habe ich im Wesentlichen, ich bin auch die erste Strecke gefahren, habe ich im Wesentlichen den Freeway gesehen, den Verkehr, der sich da zieht.

Und dann fährt man halt, also L.A.

besteht ja im Wesentlichen auch aus ganz vielen kleinen Städten.

Also...

LAX ist, glaube ich, in El Segundo oder so.

Oder Venice sogar.

Marina del Rey ist nördlich.

Nee, Venice ist es nicht.

Inglewood kommt dann und dann, weiß ich nicht, kommt man irgendwann durch Los Angeles Downtown irgendwie durch.

Aber dann gibt es halt lauter kleine Städtchen, durch die man durchfährt.

El Monte und was weiß ich was alles.

Covina.

Man hat die Stadt längst verlassen, Richtung Palm Springs, aber es ist alles halt bebaut.

Pasadena, was weiß ich, Ontario, Riverside, das sind alles Städte, San Bernardino, die sind alle verbunden.

Da ist kein Grünstreifen dazwischen, es gibt keinen visuellen Hinweis darauf, dass man jetzt gerade die Stadt verlassen hat und eine neue Stadt betritt, sondern es ist einfach ein großer Moloch, bis man dann ganz kurz rauskommt.

Und dann ist man auch schon in Palm Springs.

Palm Springs ist tatsächlich, da kommt man kurz irgendwie aus der Stadt raus und ist dann da.

Wir haben auf dem Weg dorthin noch irgendwo angehalten, um was zu essen, Abendbrot essen und ein bisschen was einkaufen, weil wir nur gar nichts hatten.

Ja, und sind dann auch relativ spät erst in Palm Springs angekommen.

Da hatten wir für eine Nacht ein Hotel gebucht, weil wir uns dort ja am nächsten Tag dann treffen wollten.

So ein Motel, irgendwas.

Das war ganz nett.

Das Motel war ganz okay.

Kann ich mich nicht beschweren.

Genau, das war der Anreisetag.

Also mit vielen Irrungen und Wirrungen.

Drei Stunden zusätzlich.

Ich war halt 14,5 Stunden in diesem Flugzeug drin.

Und das war echt unbequem und unbequem.

Nicht angenehm, aber naja, so war es dann halt mit irgendwie Auto umbuchen und dann da hinfahren.

Letztendlich haben wir es geschafft.

Wir waren äußerst erschöpft, als wir dann dort waren.

Das ist ein super langer Tag.

Also der Tag ist einfach neun Stunden länger, dadurch, dass man diese neun Stunden Zeitversatz hatte.

Ich bin morgens um vier oder so aufgestanden, um rechtzeitig in Hamburg am Flughafen zu sein und bin dann dort abends um zehn ins Bett.

Aber es waren halt nicht 18 Stunden sondern 27 Stunden die ich wach war, oder abends um 11 ins Bett also 28 Stunden wach im Flugzeug selber habe ich natürlich ein bisschen versucht zu schlafen, aber so richtig gelingt mir das dann meistens nicht, ich weiß gar nicht mehr 2-3 Stunden habe ich glaube ich geschlafen aber das zählt dann auch nicht so richtig weil das auch kein erholsamer Schlaf ist weil das wackelt, das vibriert ich kann mich nicht richtig lang machen es ist eng an den Füßen es ist, mir schläft sofort irgendwas ein und durch dieses Vibrieren dieses Auf und Ab Schwanken, habe ich halt sofort das Gefühl, ich kriege ein Incubitus, keine Ahnung, wie heißt das Incubus ist eine Band Decubitus heißt das, wenn man so einen Liegeschmerz bekommt.

Ja, na gut, entsprechend konnte ich dann ganz gut schlafen, bin am nächsten Morgen am 23 natürlich sehr früh aufgewacht, das war aber auch Teil des Plans, denn ich hatte noch ein Meeting mit Hamburg und das wollte ich auch nicht zu spät machen für Hamburg, das war wichtig, dass ich da nochmal mit jemandem spreche und habe dann in den Sonnenaufgang reingemietet, das war ganz nett, ich glaube um 5 Uhr morgens oder um 6 ging mein Meeting los.

Und da war es noch dunkel und ich wollte aber Johannes nicht stören.

Wir haben uns halt ein Zimmer geteilt.

Also habe ich mich zu den Innenhof gesetzt.

Mit Laptop im Hotel WLAN.

Und das ging dann ganz gut.

Und dann saß ich da und das wurde halt immer heller und auf einmal sah man dann am Horizont, ich hatte das ja noch gar nicht im Hellen gesehen, das Hotel.

Da sah man da so Palmen und ach das, naja.

Palm Springs halt war wirklich ganz nett.

Und Und dann ging der zweite Tag los.

Ich mache mal eine Kapitelmarke.

Und habe schon eine halbe Stunde geredet.

Am 23.

Oktober...

War dann das große Treffen.

Erstmal sind wir frühstücken gegangen.

Da saß ich dann mit meinem Rechner und den Antifa-Aufklebern in einem öffentlichen Café.

Das hat aber niemand was gesagt.

Die meisten Orte, wo wir waren, waren auch relativ safe.

Also Palm Springs hat ganz viel Regenbogen, ganz viel Queer-Support.

Das ist sehr divers und aufgeschlossen.

Und in L.A.

sowieso.

Also in L.A.

War in jeder Buchhandlung stand, wir haben verbotene Bücher und so.

Also das war alles keine gefährliche Situation.

Aber trotzdem weiß man ja nicht, wer dann da mit einem im Café sitzt, ob die dann vielleicht die Bollen rufen, wenn man da einen Antifa-Sticker hat, der irgendwie gefährlich aussieht.

Kam aber keiner.

Stattdessen sind wir dann zum Baumarkt, weil wir irgendwas brauchten und haben uns dann...

Irgendwo zum Essen mit den anderen getroffen.

Da waren wir auf einmal dann aus zwei Leuten, wurden dann, ich glaube, elf oder so waren wir dann im ersten Schritt oder zehn.

Da war dann Russell und ganz viele andere Kollegen, Rocky und Daniel Kessel.

Der ist kein Kollege, sondern auch angeheuert gewesen von Russell.

Von dem erzähle ich dann später noch was.

Ja, und so ein paar Leute.

Ach ja, stimmt.

Und Christina und Osman von denen hatte ich, glaube ich, auf jeden Fall schon erzählt.

Die waren auch in London mit dabei.

Christina ist das Model und die Designerin, die ihre Kostüme alle selber designt und auch schneidert.

Und die war in London als Model mit dabei und hat sich als Alice im Wunderland verkleidet.

Osmond ist ihr Partner und der hatte sich als Fischer verkleidet, ist aber eigentlich gar kein Model, er hat das nur so aus Spaß mal mitgemacht.

Eigentlich ist er Fotograf und auch Filmograf, also Filmemacher und der macht dann immer so Behind-the-Scenes-Filming und sowas.

Genau, die waren dann auch da, auch lauter Leute.

Sehr lustig.

Ich habe schon was gegessen und dann ging es los auf unseren Ausflug.

Der erste Stopp war dann nochmal am Baumarkt, denn wir brauchten noch, ach ja stimmt, beim ersten Stopp am Baumarkt wollte ich das schon kaufen, sollte ich dann aber nicht.

Nee, kauft es nicht, wir fahren gleich nochmal zusammen.

Na gut, also noch ein zweites Mal hin.

Stahlwolle, denn Daniel Kessel ist nicht nur Fotograf und kann gute Vorträge halten über Fotografie und über Lightroom und über Photoshop, sondern er ist auch Light Painting Artist, also mit Licht malen, was wir auch am Abend machen wollten und dann auch gemacht haben.

Dazu komme ich später und dazu brauchten wir Stahlwolle und einen 9 Volt Block.

Den Rest hatte er ja schon.

Haben wir das gekauft, bei irgendeinem Ace Hardware-Store und sind dann weiter gefahren nach Indio oder kurz vor Indio ist die Shields Date Farm.

Russell ist großer Fan von Datteln.

Date Farm heißt nicht, dass man sich da verabredet oder ein Date hat, sondern Date im Sinne von Dattel.

Dort werden sehr viele Dattel angebaut, also die ganze Strecke zwischen Palm Springs, Wenn man dann nach Südosten fährt, zu dem See, wo wir hinwollten, da kommt man dann an Palm Desert vorbei.

Da war ich ja auch schon mal.

Da hat Chris, mein Arbeitskollege, ein Haus.

Und deswegen kannte ich die Ecke schon.

Coachella ist dann auch der nächste Ort quasi nach Indio.

Coachella kannte man ja, weil da so ein großes Musikfestival einmal im Jahr ist.

Und genau, dann haben wir in Indio bei der Shield State Farm angehalten.

Ich mag Datteln, aber ich bin jetzt nicht, also ich dachte so, na gut, dort wo die wachsen, dann mal irgendwie Datteln direkt kaufen.

Frisch sind die auch nicht.

Die sind ja getrocknet.

Ja, haben wir Datteln gekauft.

Die waren auch echt lecker.

Und Dattelshake.

Dateshake.

Da wurde ich gewarnt.

Also Russell hatte mir davon vorgeschwärmt mit großen Augen, dass das geil ist.

Aber er hat gesagt, es ist halt super süß.

Mach das nicht.

So, und dann habe ich trotzdem natürlich, weil ich da neugierig bin und sowas auch mag, einen Dateshake gekauft.

Milchshake mit Datteln.

Und das war so lecker, das war überhaupt nicht süß natürlich ist es süß, weil Datteln süß sind, aber wenn ich hier in Deutschland einen Vanilleshake oder einen Erdbeershake nehme, dann sind die mir viel zu süß, deswegen trinke ich meistens Schokoshake, also ist auch viel zu süß, aber naja, manchmal trinke ich auch Vanilleshake, aber Erdbeer mag ich so gar nicht, weil es einfach zu süß ist, und der Dattelshake, der hatte so ein bisschen was Erdiges und das war geil, also es war richtig toll Falls ihr jemals in Indio seid, zwischen Palm Springs und Coachella, geht zu Shield State Farm.

Das ist ein riesiges Gelände, ein großer Verkaufsraum.

Die haben Shield State Farm Fan T-Shirts, also Merchandise ohne Ende und jede Menge Datteln, verschiedene Zubereitungen.

Es gibt halt unterschiedliche Sorten und du kannst halt irgendwie einzeln nach Sorte sortiert einkaufen oder ein großes Paket.

Wahnsinn, also echt toll.

Genau, da waren wir, sind dann weitergefahren und wir hatten noch kurz vor zu so einem merkwürdigen, also das ist so ein bisschen auch die Hippie-Gegend und da gibt es so ein ganz merkwürdiges Dings, wie hieß denn das noch, das habe ich jetzt vergessen, muss ich gerade mal eben nachforschen.

Salvation Mountain das haben wir uns nochmal auf der Karte angeguckt und wir sind nicht hingefahren das ist eigentlich auch dann doch Quatsch gewesen das ist so ein, sehr buntes, sehr wildes, sehr christliches Monument, ich weiß gar nicht genau was das soll, irgendein Künstler haben da irgendwas gemacht, aber das wäre nochmal ein Stück weiter gewesen und irgendwie waren wir dann doch schon alle müde da ist es Salvation Mountain, ist quasi hinter der Salton Sea Salton Sea ist so ein großer See der war glaube ich mal irgendwie auch künstlich angelegt worden, aber jetzt trocknet der aus.

Und ist halt so ein Recreation Erholungsort, Ja, genau.

Bombay Beach war unser eigentliches Ziel.

Bombay Beach ist ein kleiner Ort mit irgendwie so Schachbrettstraßen, 5x5 oder so, also sehr klein.

Kleinen Häuschen, alles so bunkerlos, alles sehr einfach zusammengeholt.

Und da wurden so Künstler, also ausschließlich Künstler und alles ist so ein bisschen freaky, hippie, ich weiß nicht, rostige alte Autos oder irgendwie Kunst aus Metall zusammengeschraubt.

So, jetzt klingelt gerade das Telefon.

Ich habe auf Pause gedrückt.

Meine Tochter war dran und wenn Familie anruft, klingelt das Telefon eben auch, wenn ich das auf nichts stören gestellt habe.

Und natürlich stelle ich mein Telefon auf nichts stören, wenn ich Podcast aufnehme.

Aber von mir geht immer vor.

Genau, die Mareile, ganz liebe Grüße.

Und ich habe jetzt gerade kurz vergessen, ich könnte natürlich zurückspulen und nochmal nachhören, wo ich eigentlich war.

Ich glaube, ich war in Bombay Beach.

Also lange Autofahrt von Palm Springs bis nach Bombay Beach.

Das ist quasi an der Nordküste von diesem großen See und Künstlersiedlung, ein bisschen merkwürdig alles, ein bisschen sehr bunt, sehr rostig, sehr witzig irgendwie, sehr künstlerisch, lauter zusammengeschweißte Kunstwerke und das dann vor allem am Strand, also wie gesagt, das ist direkt am Strand.

Am See und da gibt es dann direkt am Strand auch ganz viele Kunstwerke, zum Beispiel so ein riesen Tentakel, also wie so ein Krakenarm, der aber fünf, sechs Meter hoch aus dem Strand herausragt und dann da eben einfach rumsteht als Kunstwerk.

Dann gibt es da ein zusammengeschweißtes Boot, in Anführungsstrichen, aus verschiedenen Autoteilen.

Kaputte Autos gibt es anscheinend viele.

Die haben alle möglichen Statuen und eine Tür, die einfach mitten am Strand steht, also wo man einfach drum herum gehen kann.

Aber die Tür ist halt ganz gut irgendwie auch als Objekt.

Also zum Fotografieren ist das ein ganz toller Ort.

Übrigens die Elevation, also die Höhe über dem Meeresspiegel ist minus 236 Fuß.

Also sowas wie, was ist denn das?

Durch 3, 70, 80 Meter unter dem Meeresspiegel.

Ein sehr tief gelegener Punkt.

Der See.

Ja, da sind wir angekommen, haben uns den Stand angeguckt, haben da ein bisschen fotografiert.

Dort habe ich auch die Hasselblatt mitgehabt, denn ich hatte im Oktober überraschenderweise noch gar nicht meinen Film voll gemacht.

Ich habe ja im Moment die Challenge, in jedem Monat einen Farbfilm mit der Hasselblatt zu fotografieren.

Das sind nur zwölf Bilder, es klingt einfacher, als es tatsächlich ist.

Bisher habe ich es geschafft, aber Oktober hatte ich es noch nicht gemacht, obwohl ich ja im Oktober schon so viel erlebt hatte.

Also musste ich die Hasselblatt mitnehmen, denn ich bin ja erst im November zurückgeflogen und noch im Oktober den ersten Film vormachen.

Und das habe ich auch gemacht, dort am Strand irgendwelche Objekte fotografiert, vier Stück davon ausgewählt und in meine 12x12-Challenge gepackt.

Auch die Bilder kann ich mit ins mit ins Album tun.

Und die habe ich auch tatsächlich da im Hellen gemacht natürlich, weil mit der Hasselblatt mache ich keine.

Langzeitbelichtung.

Also könnte ich natürlich, aber habe ich jetzt nicht.

Müsste gleich nochmal nachgucken, wo sind sie denn überhaupt?

September Hasselblatt Habe ich das schon wegsortiert?

Gibt es ja gar nicht.

Tatsächlich habe ich schon wegsortiert Aber ich könnte die nochmal eben die vier Bilder beschreiben, Damit ihr wisst von der Rede, Ach, verklickt, verklickt, verklickt da.

Also ein Bild davon.

Und ich gebe zu, ich habe sie alle nochmal ein bisschen bearbeitet.

Aber nichts, was man nicht auch in der Dunkelkammer hätte machen können.

Also ein Bild ist so ein Sonnenkranz am Strand.

Dahinter sieht man den See und dahinter dann die Berge.

Da war tatsächlich gerade die Sonne untergegangen.

Und meine Idee war, die untergehende Sonne in diesen Kranz, also das ist so ein großer Ring, der nur ganz unten im Sand steckt, und außen rum an dem Ring sind so sonnenstrahlenmäßig irgendwie so Stacheln dran sozusagen.

Dann kann man da durchgucken und der Ring ist bestimmt 2,50 Meter hoch oder so, also ich könnte da durchgehen, glaube ich.

So, steht da so am Strand.

Leider hat das nicht ganz geklappt.

Die Sonne war dann doch gerade hinterm Horizont verschwunden, als ich am richtigen Spot war, um das zu fotografieren.

aber es war immer noch hell genug und der Farbverlauf am Himmel ist auch echt.

Allerdings habe ich auf dem Foto, das ich dann entwickelt bekommen habe, habe ich nochmal eine kleine Vignette draufgelegt als, ja genau, so ein Radialfilter, wo ich den Rand außenrum alles ein bisschen dunkel gemacht habe, damit es mehr so aussieht, als würde dort tatsächlich die Sonne untergehen.

Das ist ein sehr schönes Bild.

Dann ist da eine Statue, so eine griechisch anmutende, Frau im leichten Gewand, die so eine Amphore auf der Schulter trägt und oben auf der Amphore drauf, also so eine große Wein Behältnis, Amphore sagt man schon, das ist nicht eine Flasche, das ist eine Amphore.

So, und obendrauf ist noch eine Discokugel mit ganz vielen Spiegeln.

So, und das sieht natürlich am Strand, wenn da die Sonne drauf scheint, auch ganz gut aus.

Hintergrund ist wunderbar verschwommen, also das Bild ist tatsächlich, muss ich mich loben, es gut gelungen mit der Hasseblatt äh.

Habe ich wahrscheinlich mit Offenblende 2,8.

Ich habe ja dieses 80 Millimeter, 85 Millimeter Objektiv.

Naja, so.

So in der Art.

Tolles Licht, genau.

Und dann gibt es da noch irgendein Kunstwerk aus Schrott, was mir gut gefallen hat, lauter Nägel oder so.

Aber in groß, die irgendwie hübsch beleuchtet waren.

Und das vierte ist der Bug von dem Schiff Tetanus Tatanko.

Oder so, steht da drauf.

Und das ist jetzt nicht das aus Autoteilen, sondern aus lauter anderen Schrottteilen und Holz und, naja, so zerfetzte Gardinen als Segel, kann sein, dass da auch Autoteile mit verbaut sind kann es gerade nicht erkennen, und Netze und so, also das ist da einfach so am Strand als Kunstwerk aufgebaut da sieht man im Hintergrund noch weitere kleine Skulpturen, auch eine Schaukel, die dann da am Wasser steht oder so.

Sehr, sehr schön.

Also das sind dann die vier Bilder.

Die Sonne, das Schiff, die Statue und die nicht weiter identifizierbare Metallskulptur.

Die hat bestimmt auch irgendwas zu bedeuten.

Ich habe es nicht verstanden, aber ich fand es ein schönes Objekt.

Ich sehe gerade, da ist der Hände, der Ding ist noch schief.

Der Horizont, das ist bei Wasser mal schlecht.

Dann läuft das Wasser aus.

So, gerade gezogen.

Ja, das haben wir da gemacht am 23.

Und das war im Wesentlichen auch nur Vorbereitung für, oh Gott, jetzt habe ich schon 50 Minuten.

Anscheinend muss ich den zweiten Tag aus der Wüste noch bitte in die nächste Episode nehmen.

Wir wollten nämlich eigentlich und das muss ich jetzt noch erzählen an dem Abend Lichtmalerei machen denn Katrina ist eine Lightpainting Künstlerin also wir hatten Daniel Kessel, und Katrina als Lightpainting Künstler die das beide machen Katrina bietet dort auch Workshops an, hab gehört dass die sogar sehr teuer sein sollen also ich glaube sie ist auch einfach eine sehr gute Lehrerin weiß ganz genau was sie tut, Ähm, und bevor wir das gemacht haben, haben wir noch gegessen.

Es gibt da eine Kneipe und Katrina meinte auch, hey, wenn ihr hier Fotos machen wollt, dann mingelt mal so ein bisschen mit den Locals und am besten macht ihr das, indem ihr ganz viel Geld ausgebt in dem lokalen Restaurant.

Es gibt auch nur eins, ähm, Skien heißt das, glaube ich.

Ja, genau, das ist das.

Da gibt es richtig tolle Burger und Tater Tots und was man so alles braucht.

Und aus irgendeinem Grund ist es dort üblich, dass jeder Gast einen Dollar an die Decke klebt oder so.

Habe ich auch gemacht.

Das heißt, wenn ihr im Skien in Bombay Beach essen geht, dann seht ihr da in der Nähe vom, also ich musste immer unter einem Ventilator durchgehen, der sehr bedenklich, also wenn ich mich nicht gedugt hätte, hätte er mir den Kopf abgesegelt.

Und dann, obwohl ein großer Fernseher steht, Da habe ich da oben über dem Sitzplatz einen Dollarschein hingeklebt.

Dieser Film und einen Stift gibt es dabei.

Man kann da noch was draufschreiben.

Tobi von Adobe habe ich draufgeschrieben, weil sich das reimt und das lustig ist.

Genau, da haben wir gegessen.

Und dann sind wir am Strand und haben halt in der Dämmerung und dann im Dunkeln Lightpainting gemacht.

Angefangen haben wir in einem kleinen Tümpel.

Also nicht im See selber, sondern in einem vorgelagerten Tümpel, weil der See dann doch, es war ein bisschen windig und dann dachten wir, gegen den Tümpel, da bewegt sich das Wasser nicht so.

Und da hat Daniel dann den ersten Aufschlag gemacht mit Light Painting und der hat Stahlwolle genommen, deswegen haben wir die gekauft, in einen Schneebesen, Whisk, in einen Schneebesen so reingesteckt, sodass quasi die Stahlwolle in so einem Körbchen liegt.

An dem Schneebesen war eine lange Schnur dran getüdelt, so lang muss die gar nicht sein ich habe das hier zu Hause jetzt nachgemacht habe zwei Meter genommen, ist viel zu lang, braucht man gar nicht.

Und dann zündet man die Stahlwolle an Stahlwolle brennt ganz gut, aber also die glimpt dann so, Man kann auch richtig brennen, aber es ist dann nicht, die geht halt nicht sofort in Flammen auf.

Aber wenn man dann quasi mit dieser Schnur, diesen Schneebesen, wo die glühende Stahlwolle drin ist, im großen Bogen schleudert, dann kommt halt ganz viel Luft an diese kleine, an diese glühende Stahlwolle ran.

Und dann geht's los, dann fliegen aber die Funken.

Da ist richtig Halligalli, also da fliegen halt brennende Stahlwolle, Funken durch die Gegend.

Und das sieht richtig toll aus.

Also allein schon das so fliegen zu sehen ist toll, aber wenn man dann die richtigen Belichtungseinstellungen macht, nämlich eine Langzeitbelichtung von vielleicht so einer Sekunde.

Ich habe dort leider im Wesentlichen gefilmt, aber ich habe auch mein Handy kurz hingestellt auf ein Stativ und so eine eine Sekundenbelichtung gemacht.

Also meine Kamera hatte ich halt auf dem Gimbal zum Filmen.

Habe da aber dieses Schleudern nicht richtig gefilmt.

Ich weiß nicht, was ich da gemacht habe.

Irgendwas ist falsch gelaufen.

Und ja, mit einer Sekunde ist dann halt so ein ganzer Kreis von dem schwingenden Schneebesen schon am Glühen.

Und ja, ich suche mal das richtige Bild, das ich dann auch beschreiben kann.

Wo ist es denn?

So viele Bilder.

Ich muss mal ein paar aussuchen.

Achso, von dem Schwingen am Wasser habe ich gar nicht...

Wir waren dahinter noch an dem Tentakel und haben da auch nochmal geschwungen.

Genau, man hatte halt einen stark leuchtenden Kreis.

Das ist halt dieser Schneebesen, der im Kreis fliegt.

Und dann von dem Kreis weg gehen halt ganz viele Funken in alle Richtungen, die dann irgendwie hübsche Flugbahnen haben.

Und das sieht einfach mega gut aus.

Also freut mich richtig, dieses Bild zu sehen.

Das ist einfach ein cooles Erlebnis.

Einfach mal den Strand anzünden.

Also da kann ja nichts passieren.

Der Strand ist Sand und ansonsten ist da Wasser.

Und diese Metallskulptur, die fängt auch nicht an zu brennen.

Die kriegt auch keine.

Also da geht nichts kaputt.

Katrina macht das da ja auch öfter.

So, und das kann man natürlich beliebig lange belichten, Aber wenn es länger als eine Sekunde ist, dann wird es einfach viel zu hell.

Da hat man viel zu viele Funken.

Ich glaube, das Bild, was ich hier von dem Tentakel mit dem Feuerkreis habe, müsste eine Sekunde gewesen sein.

Genau.

Das war cool.

So, und dann hatten wir auch noch unser Model dabei, Christina.

Und die hat sich dann vor dieses Tentakel gestellt.

Und dann kam Katrina, die andere Light-Painting-Künstlerin, und hat dann ihr Ding gemacht.

Und sie macht es anders.

Sie schwingt also nicht brennende Stahlwolle, sondern sie hat einen Leuchtstab, also einfach einen langen Stab, so einen Meter vielleicht oder so, so eine Leuchtstoffröhre, wo sie aber die Farbe einstellen kann.

Und an diesem Stab, ganz hinten, hat sie noch eine Wunderkerze dran gemacht, ein Sparkler, wie er auf Englisch heißt.

Ich glaube, es ist einfach eine ganz normale Wunderkerze.

Und genau, da mussten dann halt auch alle und da habe ich dann auch glaube ich meine Kamera, genau, da habe ich dann auch die Kamera nicht mehr im Gimbal gehabt zum Film, sondern da habe ich dann die Kamera auf ein Stativ gestellt und, ich hatte nur die Nikon ZF dabei was heißt nur, das ist halt auch eine richtig tolle Kamera, aber es ist halt nicht die Nikon Z8 das ist nicht meine Arbeitskamera sozusagen, sondern meine leichte, kleine, die man eben auch gut in so ein Gimbal reinschnallen kann und die ich gerne neu so in der Stadt mithabe und so.

Die reichte aber vollkommen aus.

Ich hatte leider mein 40mm Objektiv drauf, aber deswegen, ich konnte ja nicht so weit weggehen von dem Objekt, weil wir ganz viele Kameras hatten.

Also die mussten alle gleich nah dran sein sozusagen, so fast, damit man nicht die anderen Kameras mit im Bild hat.

Und dann hat sich Christina, also das Model, hat sich vor den Tentakel gestellt, Und Katrina, die Light Painterin sozusagen, hat sich zwischen Christina und den Tentakel gestellt.

Und dann hatte sie da eben diese Leuchtstoffröhre.

Und dann ging es los.

Wir mussten die Einstellung von der Kamera vornehmen.

Und das muss man so ein bisschen herausfinden, was man eigentlich macht.

Also die Blende war erstaunlich weit zu.

ISO 400, Blende bei 6,3.

Fokus richtig einstellen und die Belichtungszeit auf Bulb B, das heißt, solange wie der Shutter gedrückt ist, wird belichtet.

Oder Time bei T kann man halt sagen, okay, ich.

Ich drücke einmal und dann fängt an zu belichten und ein zweites Mal, um zu beenden.

Wenn man keinen Fernauslöser hat, ist es ein bisschen ungünstig.

Ich hatte keinen dabei, aber ich habe dann halt einfach gedrückt und mit dem Stativ.

Es war stabil genug, es hat halt nicht so doll gewackelt.

War schon okay.

So, und dann geht es so.

Katrina zündet die Wunderkerze an und dann sagt sie, Open Shuttles in 3, 2, 1, open.

Also öffnet eure Spiegel, eure Verschlüsse von der Kamera in 3, 2, 1 und dann los.

Und dann drücken alle los.

Und dann macht sie eine Bewegung mit dieser Leuchtstoffröhre.

Und dann sagt sie close.

Und dann müssen alle aufhören zu belichten sozusagen.

Und da sind halt so Belichtungszeiten von 3,5, 3,7, 2,7.

je nachdem, wie lange sie für diese Bewegung gebraucht hat, rausgekommen.

Und da könnte man jetzt denken, die sind alle unterschiedlich belichtet, sind sie auch.

Aber durch diese, also die Wunderkerze, die schießt halt einfach Funken raus, die sind halt einfach hell, egal wie lange du belichtet hast.

Und mit dieser Leuchtstoffröhre macht sie dann eben die.

Macht sie so Flächen, kann sie halt so Flächen auszeichnen und dann macht sie eine Bewegung, dass sie quasi so ein Portal erstellt, dann macht sie einen Kreis, dann macht sie so eine komische Schwenkbewegung, dass da so eine Wunderkerze, also so eine, weiß ich nicht, das sind einfach abstrakte Figuren aus Licht gemalt, die dann hinter dem Model sind.

Und das Model muss halt eben auch für die Zeit, die die Verschlüsse geöffnet sind, ganz still halten.

Das hat sie sehr gut hingekriegt, die Christina.

Und sie hatte so ein gelbes Kleid an der Hüfte, so Aufstellern, so mittelalterlich.

Ein wunderschönes Kleid hat sie da genäht.

Macht sie alles selber, designt sie selber und näht sie selber.

Und es war einfach ein Wahnsinnsabend.

Ich habe viel zu viele Bilder davon mit unterschiedlichen Bewegungen, die Katrina gemacht hat und da sind dann halt diese hellen Flächen, dieses Tentakel, dieses wunderschöne Model mit dem wunderschönen Kleid und diese Funken, die da sprühen.

Es war Wahnsinn.

Manchmal sieht man auch Katrina, wie sie da.

Quasi durchleuchtet, also mit diesem Licht quasi sich selber auch noch angeleuchtet hat.

Das stört mich aber gar nicht.

Dann sieht man sie halt.

Sie hatte echt extra schwarze Sachen angezogen, dass man es nicht so sieht, aber ja, manchmal sieht man sie dann halt.

Ähm, Wahnsinnig gut.

Und davon habe ich dann tatsächlich auch zwei Bilder auf der Messe ausgestellt, aber davon möchte ich ja ein anderes mal erzählen.

Jetzt habe ich schon eine Stunde geredet, bin immerhin bis zum ersten Tag in der Wüste gekommen.

Wahrscheinlich wird der zweite Tag in der Wüste auch eine ganze Episode.

Jetzt, wo ich irgendwie merke, wie viel ich von diesen Erlebnissen erzählen kann, es war einfach, man kommt da an, man hat Jetlag, aber man erlebt so viel, man trifft so spannende Menschen.

Es war sowas von bereichernd und beglückend und einfach diese Zeit mit den Leuten verbringen.

Es hätte auch ganz furchtbar werden können.

Also alle von denen könnten total überheblich sein oder sonst wie was, sind sie aber nicht.

Das ist total nett und bescheiden.

Und eine weitere Herausforderung ist ja, wenn man mit so vielen Fotografen gemeinsam was fotografiert, was dann spannend ist.

Und dieses Model mit Light Painting ist halt wahnsinnig spannend, das zu fotografieren.

Da wollen natürlich alle.

Etwas.

Und dann kann es halt auch stressig werden.

So, wartet mal kurz, ich muss hier noch oder dies und das.

Nee, also alle haben halt was gemacht und waren halt nicht fordernd, jetzt noch irgendwas anderes zu machen oder ich möchte nochmal dies oder das oder so.

Sondern es war ganz klar, Russell ist natürlich so der, der alles entscheiden darf, weil er eben auch der Leiter quasi dieser Expedition war.

Und alle fügen sich und alle wissen auch, wenn ich jetzt hier irgendwie was Besonderes will, dann nervt das alle anderen, das wollten sie alle nicht.

Die wollten einfach alle nett sein und eine schöne Zeit verbringen und jeder hat irgendwie was draus gezogen und wer keinen Bock auf die große Gruppe hatte, also Johannes hat sich dann auch mal rausgezogen, hat seine Kamera irgendwo ganz anders hingestellt und Langzeitbildlichtung gemacht und die Milchstraße fotografiert oder was auch immer.

Also es gab genug für alle und es war einfach insgesamt ein sehr schönes Erlebnis.

Und ich sehe gerade allein von diesem 23.

Oktober habe ich 163 Bilder in meiner Bibliothek und ich muss mal die richtigen Bilder raussuchen, die ich dann veröffentliche, die dann das zeigen, was wir hier, was ich beschrieben habe.

Das war großartig.

Und und.

Was haben wir denn dann?

Achso, stimmt.

Und dann war der Tag ja noch gar nicht zu Ende.

Wir haben also fotografiert bis...

Lasst mich mal schauen.

Ich habe hier doch übrigens ein Video, wie Daniel in dem See steht und Funken sprüht.

Also das kann ich euch auch zeigen.

Warum habe ich es mir eben nicht gesehen?

Na egal.

Das letzte Foto am 23.

Oktober habe ich gemacht um 20.05 Uhr.

Da war es schon eine ganze Zeit lang dunkel.

Also ich glaube, wir haben eineinhalb Stunden da im Dunkeln fotografiert.

Es war auch richtig dunkel, man sieht im Hintergrund die Sterne, die sind allerdings unscharf, wie ich gerade feststelle.

Und dann ist auch relativ spontan Schluss gewesen.

Irgendwann entscheidet Russell, ich bin jetzt müde, jetzt ist übrigens Schluss.

Und dann ist Abbruch und alle gehen weg.

Klingt fast so, als wäre er da, aber er ist halt auch ein älterer Herr und muss auf seine Energie und seine Gesundheit Rücksicht nehmen und alle nehmen Rücksicht auf Russell.

Das war einfach genau richtig.

So muss es sein.

Genau, und dann sind wir aber nicht in Bombay Beach geblieben, sondern sind nochmal wieder ganz lange Auto gefahren, anderthalb Stunden oder so, bis wir dann in einem Ort waren, der hieß Borrego Springs.

Da mussten wir quasi einmal um den Salton Sea drum herum fahren.

Wo ist es denn überhaupt?

Das ist nicht Borrego Springs.

Auf meiner Karte.

Das ist also westlich von Borrego Springs.

Wo habe ich es denn?

Kurz vor San Diego.

Borrego Springs, Kalifornien.

Da war es so klein, das wurde nicht mal angezeigt hier.

Genau, da hat nämlich Russells Schwester ein Haus, ich glaube sogar geerbt, von den Eltern oder so.

Und da habe ich nicht mit gewohnt, also vier, fünf Leute haben da in dem Haus mit gewohnt.

Und ich habe da in einem Hotel.

The Palms at Indian Head habe ich gewohnt.

Genau.

In der Nähe von dem Haus, wo Russell und die anderen gewohnt haben.

Alle waren so ein bisschen verteilt.

Einige haben im Hotel, andere haben über Russell.

Ich glaube, irgendwer hat noch im Auto gepennt.

Ist ja warm da.

Also auch Ende Oktober ist dort in der Wüste so tief die Temperatur nachts sehr angenehm.

Ja, genau.

Porrego Springs, da haben wir dann gelaufen.

So, jetzt aber hier mal das iPad zuklappen und das E-Book rausholen.

Das soll es gewesen sein vom ersten Tag in der Wüste.

Ich lese euch jetzt ein Gedicht vor von Rainer Maria Rilke, das da heißt Fortschritt.

Und wieder rauscht mein tiefes Leben lauter, als ob es jetzt in breitern Ufern ginge.

Immer verwandter werden mir die Dinge und alle Bilder immer angeschauter.

Dem Namenlosen fühle ich mich vertrauter.

Mit meinen Sinnen wie mit Vögeln reiche ich in die windigen Himmel aus der Eiche, und in den abgebrochenen Tag der Teiche sinkt wie auf Fischen stehend mein Gefühl.

Okay, eine Notiz dran.

Episode 5, 187 habe ich gesagt.

Ich glaube schon.

Und dann klappe ich das zu und suche mal das Buch.

Das ist ja nicht im E-Book, sondern da habe ich ein rotes Buch aus Papier.

Dünn geschnittener Baum mit Farbpigmenten.

Nennt sich Buch.

So, wir sind auf Seite, ist das so?

Da war ich, okay.

Auf Seite B873, in der transzendentalen Methodenlehre, Architektonik der reinen Vernunft.

Immanuel Kant, Kritik der reinen Vernunft, zweiter Band B873.

Ich glaube, da war ich genau.

Ja, ich hatte hier zumindest diese Zeichen drin, mittendrin in diesem Abschnitt und da lese ich jetzt einfach weiter.

Machen wir mal Licht an.

So, Klick, Licht ist an.

Also bei mir, nicht bei euch, ihr schlaft ja längst.

Augen zu und zugehört.

Alle reine Erkenntnis a priori macht also Vermöge des besonderen Erkenntnisvermögens, darin es allein seinen Sitz haben kann, eine besondere Einheit aus.

Und Metaphysik ist diejenige Philosophie, welche jene Erkenntnis in dieser systematischen Einheit darstellen soll.

Der spekulative Teil derselben, der sich diesen Namen vorzüglich zugeeignet hat, nämlich die, welche wir Metaphysik der Natur nennen, und alles, sofern es ist, nicht das, was sein soll, aus Begriffen a priori erwirkt, wird nun auf folgende Art eingeteilt.

Die im engeren Verstande sogenannte Metaphysik besteht aus der Transzendentalphilosophie und der Physiologie der reinen Vernunft.

Die erstere betrachtet nur den Verstand und Vernunft selbst in einem System aller Begriffe und Grundsätze, die sich auf Gegenstände überhaupt beziehen, ohne Objekte anzunehmen, die gegeben wären, Ontologia.

Die zweite betrachtet Natur, das heißt den Inbegriff gegebener Gegenstände.

Sie mögen nun den Sinnen oder, wenn man will, einer anderen Art von Anschauung gegeben sein und ist also Physiologie, gleich nur Rationales.

Nun ist aber der Gebrauch der Vernunft in dieser rationalen Naturbetrachtung entweder physisch oder hyperphysisch oder besser entweder immanent oder transzendent.

Der Erste geht auf die Natur, so weit als ihre Erkenntnis in der Erfahrung in Konkreto kann angewandt werden, der zweite auf diejenige Verknüpfung der Gegenstände der Erfahrung, welche alle Erfahrung übersteigt.

Diese transzendente Physiologie hat daher entweder eine innere Verknüpfung oder äußere, die aber beide über mögliche Erfahrungen hinausgehen zu ihrem Gegenstande.

Jene ist die Physiologie der gesamten Natur, das heißt die transzendentale Welterkenntnis, Diese des Zusammenhanges der gesamten Natur mit einem Wesen über der Natur, das heißt die transzendentale Gotteserkenntnis.

Die immanente Physiologie betrachtet dagegen Natur als den Inbegriff aller Gegenstände der Sinne, mithin so, wie sie uns gegeben ist, aber nur nach Bedingungen a priori, unter denen sie uns überhaupt gegeben werden kann.

Es sind aber nur zweierlei Gegenstände derselben.

Erstens, die der äußeren Sinne, mithin der Inbegriff derselben, die körperliche Natur.

Zweitens der Gegenstand des inneren Sinnes, die Seele und, nach den Grundbegriffen derselben überhaupt, die denkende Natur.

Die Metaphysik der körperlichen Natur heißt Physik, aber, weil sie nur die Prinzipien ihrer Erkenntnis a priori enthalten soll, rationale Physik.

Die Metaphysik der denkenden Natur heißt Psychologie und aus der eben angeführten Ursache ist hier nur die rationale Erkenntnis derselben zu verstehen.

Demnach besteht das ganze System der Metaphysik aus vier Hauptteilen.

Erstens der Ontologie, zweitens der rationalen Physiologie, drittens der rationalen Kosmologie, viertens der rationalen Theologie.

Der zweite Teil, nämlich die Naturlehre der reinen Vernunft, enthält zwei Abteilungen, die Physica Rationalis und Physica Psychologica.

Ich dachte eben, das tut zweimal das gleich.

Also Physiker-Rationales und Psycho-Logiker-Rationales.

So, die Fußnote.

Man denke ja nicht, dass ich hierunter dasjenige verstehe, was man gemeiniglich Physiker Generales nennt und mehr Mathematik als Philosophie der Natur ist.

Denn die Metaphysik der Natur sondert sich gänzlich von der Mathematik ab, hat auch bei weitem nicht so viel erweiternde Einsichten anzubieten als diese, ist aber doch sehr wichtig in Ansehung der Kritik des auf die Natur anzuwendenden reinen Verstandeserkenntnisses überhaupt.

In der Mangelung, deren selbst Mathematiker, indem sie gewissen Meinen in der Tat doch metaphysischen Begriffen anhängen, die Naturlehre unvermerkt mit Hypothesen belästigt haben, welche bei einer Kritik dieser Prinzipien verschwinden, ohne dadurch doch dem Gebrauch der Mathematik in diesen Feldern, der ganz unentbehrlich ist, im mindesten Abbruch zu tun.

Bis dahin.

Ich hoffe, ihr seid jetzt alle schön eingeschlafen, und habt die Reise mit mir nach Bombay Beach genossen.

Nächste Woche geht es dann in Borregos, nee, in zwei Wochen, in der nächsten Episode geht es dann in Borregos Springs weiter mit den Erlebnissen, die wir dort hatten.

Und hoffentlich bin ich dann auch irgendwann in LR angekommen.

Da gibt es auch noch genug zu erzählen.

Vieles davon darf ich sogar erzählen.

Normalerweise darf ich ja von der Arbeit nicht so viel erzählen.

Aber die Max, da soll ich sogar erzählen.

Also darf ich zumindest.

Okay.

In diesem Sinne, ich wünsche euch allen eine gute Nacht.

Schlaft recht gut.

Ich hoffe, ihr findet ausreichend Schlaf, denn Schlafen ist wichtig für die Gesundheit, für die Mentalität und für alles.

Hab ich alle lieb, bis zum nächsten Mal.

Gute Nacht.

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