
·E261
Immer Hertha – Zwischen Martin Luther und Steve Jobs
Episode Transcript
Wenn man einen Podcast über Hertha BSC ohne Bedenken mit den Namen Martin Luther und Steve Jobs eröffnen kann, dann war wieder Mitgliederversammlung.
Hallo und herzlich willkommen zu Immer Hertha, heute außer der Reihe in der Länderspielpause, in der wir ja normalerweise eigentlich pausieren, aber lieber Paul, schönen guten Morgen auch an dich.
Die Mitgliederversammlung hat uns mal wieder nicht enttäuscht, ne?
Fast sieben Stunden und es gab eine Menge Geschichten zu erzählen.
Ja, auf jeden Fall.
Also da steckte einiges drin.
Insofern ist es, glaube ich, ganz richtig, dass wir uns jetzt hier zusammensetzen und nochmal drüber sprechen.
Und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir keine sieben Stunden brauchen dafür.
Hoffen wir.
Jetzt schauen wir mal, wo das so hingeht mit diesem Tag heute.
Aber das ist ja dieses Format einfach irgendwie in der Mitgliederversammlung.
Auch wenn man diesmal wieder dachte, es wird ein bisschen ruhiger vielleicht.
Es gibt irgendwie einen Punkt, zu dem wir gleich kommen, auch wo ein bisschen Konfliktpotenzial lag.
Aber irgendwie ufert es dann doch immer wieder derart aus, dass es einfach, es ist ja auch irgendwie ein Grund zum Feiern.
Da haben ja auch viele Leute gesagt, das ist der Punkt, wo alle zusammenkommen und da entstehen einfach Geschichten.
Da passieren einfach Dinge.
Ja, also wenn man sieben Stunden lang 1500 Menschen in eine Messehalle zusammenbringt und dann spreche lässt.
Das war wieder so ein bisschen so, wir wussten gar nicht mehr, wo oben und unten ist.
Ich habe das Gefühl für Uhrzeiten und Tageszeiten verloren.
Nee, genau, also das entsteht dann eben einfach und davon lebt ja auch ein Verein natürlich aus diesem Austausch.
Hertha macht es zweimal im Jahr, also die sind da wirklich hart gesotten, dass sie sich alle sechs Monate dazu treffen und versammeln.
Aber gut, das wird glaube ich von denen, die anwesend sind und die auch regelmäßig anwesend sind, Ja, und das Format der Mitgliederversammlung an sich war ja auch der wichtigste Gegenstand der Beschlusslage.
Es gab Satzungsänderungsanträge, die im Vorfeld viel diskutiert wurden, vor allem der zur möglichen Einführung einer hybriden Versammlung, sprich, dass man neben der Präsenzveranstaltung die Leute noch per Laptop oder Computer zuschalten kann.
Die dann auch Rede- und Stimmrecht haben und der wurde krachend abgelehnt.
Also es war eine Dreiviertelmehrheit erforderlich und die wurde bei weitem nicht erreicht.
Es wurde schon früh deutlich im Saal, dass das in dieser Zusammensetzung, wie die Leute da waren, kein Potenzial für eine Mehrheit hat.
Das wurde deutlich aus den Redebeiträgen, auch aus den Reaktionen auf die jeweiligen Beiträge.
Ja, du sagst es richtig, die Hürde war natürlich extrem hoch für eine Satzungsänderung, dann ist es eben eine Dreiviertelmehrheit.
Und es war dann eigentlich klar, dass das nicht gelingen würde.
Auch der Hilfsantrag, den es ja auch dazu gab, das Livestreaming, also die MV wenigstens an Mitglieder zu übertragen, auch wenn die dann nicht mitstimmen können und nicht mitreden können, auch der ist genauso gescheitert.
Also da war klar, dass das Votum der Menschen im Saal da nicht hinführen wird, das irgendwie zu digitalisieren, die ganze Veranstaltung.
Ist natürlich auch ein Stück weit die Frage, ob man quasi in dem Raum dann die Leute darüber abstimmen lässt, zukünftig das digital zu erweitern, wenn das nun mal genau die Menschen sind, die sich immer aufmachen und dann eben vor Ort da sind und auch betont haben, wie sehr sie das schätzen, wenn sie vor Ort sein können.
Also da ist die Frage, ob das dann das richtige Format war, darüber abzustimmen.
Du hast es auch gesagt, es ist nicht nur bei Hertha Thema, es betrifft viele Traditionsclubs im ganzen Land, aber ich glaube bei Hertha ist das Thema jetzt ein Stück weit abgeräumt, weil man jetzt immer darauf verweisen können wird, dass es da so ein klares Votum gab und so eine Grundsatzentscheidung eben geschieht.
Gefallen ist.
Und deswegen werden wir, glaube ich, so schnell nicht wieder von der Idee einer hybriden MV bei Hertha hören.
Ja, und auch dieses Thema wurde ja relativ glatt gelöst.
Also es gab eine Aussprache irgendwie mit Redebeiträgen, wo auch unterschiedliche Positionen zu Wort kamen.
Aber die Herdemitglieder haben es wirklich geschafft, das in einem konstruktiven Rahmen zu halten und ohne irgendwie große Eskapaden, große Eskalationen eben diese Aussprache voranzutreiben.
Und an dieser Stelle mit dem Livestream-Antrag nochmal unbekannterweise schöne Grüße an das Mitglied, das ans Mikrofon getreten ist und gesagt hat, es braucht ja gar keinen Livestream, weil man die Live-Blogs der Journalisten verfolgen kann.
Ja, er hat auch den RBB genannt, richtigerweise, aber auch unseren von der Berliner Morgenpass.
Also schöne Grüße, vielen Dank, das war sehr richtig und wir hatten auch wieder eine Menge Spaß beim Tickern am Samstag.
Es gab viel zu erzählen.
Wir hatten nicht ganz so viel Spaß, glaube ich, wie die Kollegen aus Braunschweig von der Braunschweiger Zeitung.
Ich kann euch mit Nachdruck ans Herz legen, vielleicht mal den Live-Ticker von der Mitgliederversammlung gestern zu schauen.
Die Kollegen in Braunschweig von der Braunschweiger Zeitung aus dem Funke-Reich hatten auch Mitgliederversammlungen gestern bei Eintracht und das war richtiges Entertainment, was da los war.
Aber da kommen wir später noch zu den Vergleichen und zu den Parallelen.
Bei Hertha ging es also relativ glatt und relativ entspannt zu Ende.
Danach folgt noch ein weiterer oder es folgen mehrere Anträge, ein wichtiger zum Thema Aufsichtsratswahlen.
Ab jetzt gelten beim Aufsichtsrat die gleichen Voraussetzungen und die gleichen Rahmenbedingungen wie bei Präsidiumswahlen im Grunde.
Das heißt, es gibt vorher Eignungsgespräche und der Aufsichtsratsvorsitzende wird in Zukunft direkt gewählt.
Das ist bisher im Aufsichtsrat selbst passiert.
Und das werden wir dann im Frühling 2026 erleben bei der nächsten Mitgliederversammlung.
Da kriegen wir immer wieder ein Wahlspektakel.
Richtig, Wahlen gab es ja auch, aber die sind ja auch halbwegs übersichtlich abgelaufen diesmal und genau die entscheidenden Wahlen, in Anführungszeichen, weil es einfach ein bisschen wichtiger als Gremium und auch wirksamer sein kann, ist eben der Aufsichtsrat und das ist ja auch ein Stück weit die Bedeutung der Mitgliederversammlung, die da nochmal hinzugewonnen hat.
Durch diese Satzungsänderung, die es eben jetzt gab, dass sie aktiv darüber mitentscheiden, wer dem Aufsichtsrat auch vorsitzt.
Also da ist quasi der Einfluss und die Gewichtigkeit der Mitgliederversammlung einfach nochmal gewachsen.
Ja, dem werden wir uns dann widmen, wenn es soweit ist im Frühling kommenden Jahres, vermutlich wieder nach der Saison dann, wer weiß, vielleicht reden wir über den Aussteiger Hertha BSC, dann wird dieser Wahl sicherlich auch einiges an Brisanz genommen.
Schauen wir mal, aber wir wollen erstmal nochmal diese MV vom Samstag an diesem Wochenende aufarbeiten.
Wir haben ein Highlight, ein Lowlight und eine Erkenntnis für jeden vorbereitet.
Und lieber Paul, sieben Stunden Mitgliederversammlung in der Messe Halle 20.
Was war dein Highlight, dein krönender Moment?
Also ich muss sagen, einer der bewegendsten Momente, der war schon relativ früh dran, nämlich bei den Ehrungen, als Bert Bröder ausgezeichnet wurde für seine 75-jährige Mitgliedschaft.
Das war ein erhabener Moment, weil sich Leute eben auch erhoben haben im Saal und lange geklatscht haben.
Es wurden auch Fangesänge angestimmt, also hat man gemerkt, was für eine Wucht an Tradition auch in diesem Verein einfach liegt und dass sich Hertha völlig zu Recht da auch als Traditionsclub führen darf, wenn sie eben in den eigenen Reihen Mitglieder haben, die seit 75 Jahren dabei sind und das ist ja auch nur ein kleiner Teil der Geschichte, muss man sagen, von Hertha, die ja schon viel länger zurückreicht, aber 75 Jahre hat der gute Mann eben mitgemacht, mitgelitten vielleicht auch ein Stück weit und das war eben toll zu sehen, dass dem dann auch eine Ehrung zuteil wird und dass dann auch die anderen Fans entsprechend honorieren.
Nur was für eine Ehrung.
Also gut gemacht den ganzen Rahmen drumherum.
Von Niklas Lohse gab es eine Laudatio, wo er auch in diese Zeit sozusagen zurückgeführt hat, wie das damals war, 1950 in Berlin nach dem Krieg.
Und dass auch da Hertha schon eine Rolle gespielt hat und über 75 Jahre in diesem Verein die Treue zu halten, Donnerwetter, nicht schlecht.
Also da ziehen wir unseren Hut, glaube ich.
Es war ein emotionales Highlight.
Es gab auch Comedy-Highlights.
Ich habe wirklich noch länger darüber nachgedacht, dieses eine Mitglied, was in der Aussprache zum Beitrag mit der Hybridenversammlung Martin Luther zitierte.
Wen auch sonst.
Wir haben es angekündigt jetzt beim Einstieg eben.
Aber es war der erste Redner in der Aussprache zu diesem Antrag und der Mann hatte sich wirklich vorbereitet.
Er hatte drei ausgedruckte DIN A4 Seiten mitgebracht und hatte sich das Saalmikrofon genommen, ist auf die Bühne gegangen und hat dann gesagt, er würde zitieren Martin Luther vom Reichstag zu Worms.
Auch so eine Veranstaltung, zu der man hingehen muss, um das zu untermauern, das wäre auch ein Spektakel geworden, wenn Martin Luther am Reichstag zu Worms irgendwie eine hybride Veranstaltung gewesen wäre.
Aber ja, hier stehe ich und kann nicht anders.
Das war also das Kernzitat, was aber in der Tat bemerkenswert war an diesem Mann war, dass er sich als Exilhertaner vorstellte, der also von woanders auch herkam und dessen Freunde offenbar auch mit dabei waren.
Und auch das sagte er noch im Verlauf seiner Rede.
Jetzt klappen denen wahrscheinlich die Kindladen hinunter und er hoffe doch, dass sie trotzdem noch mit ihm ein Bier trinken gehen können.
Aber es war wirklich, also natürlich war es sehr hochgegriffen, Martin Luther zu zitieren an der Stelle, aber setzte halt auch gleich den Ton irgendwie.
Und es war natürlich auch irgendwie die richtige Persönlichkeit dafür, für diese Argumentation gegen die hybride Versammlung, wenn es gleich von jemandem kommt, der eigentlich profitieren würde.
Ja genau, es hat eigentlich die Latte dann so hoch gesetzt, dass es argumentativ schwer dem beizukommen war in der Folge.
Es gab dann noch mehrere Beiträge auch von anderen, die gesagt haben, warum es für sie eigentlich schwierig ist, an MVs teilzunehmen, aber sie es eben trotzdem möglich machen.
Und das hat natürlich das ein bisschen entkräftet, die Argumentation, dass vor allem Leute, die es schwer hätten irgendwie zu partizipieren, dann denen irgendwie digitale Teilhabe ermöglicht hätte werden können.
Bei manchen Beiträgen war ich mir nicht ganz sicher, ob das Argument wirklich so stichhaltig ist, weil es dann irgendwie oft...
Und so anklang, als würde quasi auf einen Schlag dieses gesamte Format der Anwesenheit abgeschafft, also als würde plötzlich jeder gezwungen, nur noch digital teilzunehmen.
Ist mir schon klar, dass die Sorge natürlich besteht, dass wenn man das einmal einführt, dass das dann so verwässert und es immer digitaler wird und immer weniger menschlich.
Das kann ich schon nachvollziehen.
Aber bei manchen Beiträgen klang es auch schon arg durch, als würde da jetzt jeder gezwungen, nur noch vorm Computer zu sitzen.
Und so ist es ja nun einmal auch nicht, zumal man ja auch sagen muss, dass jetzt diese Mitgliederversammlung, kommen wir sicher noch drauf, nicht die allergefragteste war, was die Anwesenheitszahl angeht.
Ja, das stimmt.
Aber eben solche Highlights, solche Schlaglichter, dass dann auf einmal ein Herr Tarn auf der Bühne steht und Martin Luther zitiert, das gibt es auch wirklich nur im präsenten Raum.
Und ja, dass du dich am Nachmittag auf einmal auf dem Wikipedia-Eintrag von Martin Luther wiederfinden würdest, um zu recherchieren, das hätte man ja auch nicht zwingend gedacht vorher.
Das ist ja wirklich toll.
Du hast es gerade schon angedeutet, die Anzahl der anwesenden Mitglieder im Saal, finde ich so ein kleines Lowlight irgendwie, weil es wurde gesagt, erstmals über 60.000 Mitglieder in der Gesamtheit, das ist natürlich eine tolle Zahl.
Der Höchststand war mal bei 1441.
Bei den Wahlen hinten raus haben dann nicht mal 800 Leute ihre Stimme abgegeben.
Und natürlich überhaupt keine Frage, die Mitgliederversammlung ist ein wahnsinnig hohes Gut und sie ist ein wahnsinnig hohes Organ im Verein.
Aber wenn 800 von 60.000 Mitgliedern die Wahlentscheidung treffen, dann hat das natürlich mit Repräsentation auch irgendwie wenig zu tun.
Und das ist ja das zweite große Argument von Befürwörtern der hybriden Mitgliederversammlung oder so in einer Art Digitalisierung der Versammlung, dass es nicht nur darum geht, Leuten, die es nicht schaffen, zur MV die Teilhabe zu ermöglichen, sondern eben auch einfach so ein, Das Ganze auf eine breitere Basis zu stellen mit der Möglichkeit von viel, viel mehr Teilnehmern.
Aber auch da, finde ich, ist dann fraglich, ob sich dann jeder die Zeit nimmt, an einem Sonntag oder Samstag in dem Fall zu Hause hinzusetzen und dann digital sich das stundenlang alles anzuhören und mitzumachen.
Also ob dann auf einmal 20.000, 30.000 Leute bei einer Wahl für den Revisionsausschuss teilnehmen würden, ist, glaube ich, auch sehr fraglich.
Ja, ich habe es bei den Kollegen aus Braunschweig gestern einmal gehört, dass da waren, glaube ich, die haben diese hybride Versammlung ja und da waren dann einmal irgendwie 300 Mitglieder digital noch zugeschaltet, haben bei einer Probeabstimmung teilgenommen.
Gut, in Braunschweig gibt es auch weniger Mitglieder als bei Hertha.
Sicher die ganz großen Würfe hätte man damit auch nicht erwarten können.
Das ist einfach ohne Frage so.
Was hast du als Lowlight?
Gibt es noch einen Tiefpunkt für dich?
Ja, also es ist nichts, wofür Hertha so wahnsinnig viel selbst kann oder man irgendwie jetzt jemanden benennen müsste.
Aber ich war doch irgendwie enttäuschend, dass es dann letztlich keine News zum Stadion gab, zur Stadionthematik.
Die ist ja sowieso sehr weit weg, das ist schon klar.
Das ist jetzt nichts, was übermorgen passiert.
Aber man hat jetzt wieder sagen müssen, dass die Expertenkommission, die eigentlich glaube ich schon vor über einem Jahr ein Ergebnis präsentieren wollte, erneut nicht getagt hat, beziehungsweise erneut kein Ergebnis verkündet hat bisher, dass das wieder aufgeschoben ist.
Und ja, das nimmt mir so ein bisschen die Hoffnung, dass wir da irgendwie noch, jetzt ist gleich wieder Wahlkampf, noch irgendwie sinnvolle Ergebnisse präsentieren können in naher Zukunft, an denen sich dann Hertha hochziehen kann.
Hertha ist ja weiterhin positiv.
Das ist ja auch ehrlicherweise die einzige Möglichkeit, mit dieser ganzen Thematik umzugehen.
Und da ist ja auch schon viel passiert im Vergleich zu vorigen Jahren.
Das muss man ja auch sagen.
Gerade die Fan-Initiative im Blau-Weiß-Stadion hat dazu beigetragen, dass das überhaupt so mit der Dringlichkeit auch behandelt wird, dieses Thema, und nicht ganz verschwunden ist.
Aber allein kommunikativ jetzt natürlich senatseitig scheint es ein bisschen wieder zu verschwinden, das Thema, wenn man immer nur vertrösten kann.
Wie es jetzt um das Stadion steht, das fand ich ein bisschen schade.
Und eigentlich ein ähnliches Thema, die Anteile, die ACAP aktuell hält.
Auch da gibt es einfach keine Neuigkeiten, die man verkünden könnte.
Ralf Huschen hat dann bei uns in der Medienrunde durchblicken lassen.
Klar möchte ACAP verkaufen.
Das ist jetzt auch keine überraschende News tatsächlich, weil das ist eine Versicherung.
Warum sollten die Anteile an Hertha, einem Profiklub in Deutschland, noch groß halten?
Also auch da keine echte Erkenntnis und dass der Rückkauf weiterhin das Ziel sein soll, war auch mehr eine Binse, fand ich.
Das ist ja auch der Status Quo und gleichzeitig ist auch da, finde ich klar, dass Hertha das finanziell so schnell nicht stemmen wird können.
Insofern gab es da einfach wenig Erkenntnisse an zwei Baustellen, die aber auch natürlich jetzt nicht tagesaktuell sind.
Ein paar Baustellen, ein paar Probleme bleiben dann eben doch immer noch.
Dann wird es ja auch langsam unheimlich werden, wenn auch das wahrscheinlich noch klappen würde.
Eine Sache, finde ich, die man auch in dieser Kategorie noch erwähnen muss, ist das Thema Mitgliederbeiträge.
Fabian Drescher und Ralf Ruschen haben wirklich ganz bis zum Ende der Veranstaltung, also ganz bis zum allerletzten Tagesordnungspunkt gewartet, beziehungsweise Mitgliederrabatte, um das zu verkünden, dass die Mitgliederrabatte jetzt abgeschafft werden.
Das war schon, also man kann aus Vereinssicht, kann man schon sagen, war es irgendwie natürlich clever gemacht, dass in dem Punkt, dass man das so lange hinaus zögert, dass der Saal dann fast leer geräumt ist.
Und es war ja auch so, man hat es beiden angemerkt, dass es denen auch ein Stück weit unangenehm war, das zu verkünden und es gab im Saal kaum Reaktionen, weil eben aber auch nur noch ein paar wenige hundert Leute da waren.
Hinterher im Netz haben wir dann gemerkt, dass es doch irgendwie noch eine breitere Resonanz gibt dazu, dass diese Rabatte abgeschafft werden.
Es ist natürlich völlig verständlich, aus welchem Grund das passiert, dass einfach die Finanzlage passiert.
Weiterhin angespannt ist und dass das etwas ist, was auch einfach schlicht Geld kostet.
Und Fabian Drescher hat es ja auch richtigerweise argumentiert, dass eine Mitgliedschaft nicht an Rabatte gekoppelt sein sollte, sondern dass das irgendwie eine andere Identifikation ist, die da ursächlich für ist.
Aber es war schon, so ein kleines Geschmäckle hat es schon irgendwie, fand ich, dass man bis zum Ende der Veranstaltung damit wartet.
Ja genau, also es war die kommunikative Idee, das so ein bisschen zu verstecken in den Ausläufern der MV.
Ich glaube aber es ging auch noch parallel eine E-Mail rum an die Mitglieder, wo dann dieser digitale Entrüstungssturm ein Stück weit losbrach, weil man es natürlich auch schwarz auf weiß dann einmal hatte als Mitglied im Postfach.
Ja, es ist ein ganz schmaler Grad, finde ich, auf den man da wandelt, weil genau einerseits sollte eine Mitgliedschaft natürlich irgendwie etwas Ideelles sein.
Es ist sowieso immer ein Stück weit die Frage, was so eine Mitgliedschaft bedeutet.
Also bei Hertha ist die Mitgliederversammlung natürlich sehr ausgeprägt und wird sehr hoch gewichtet.
Insofern kann man ja sagen, allein die Teilhabe da ist dann schon ein Gut, auf das man zugreifen kann.
Das ist dann eben, finde ich, wirklich eine grundsätzliche Frage.
Hat man als Mitglied eines Vereins irgendwie Sonderrechte?
Sollte man anders behandelt werden, zum Beispiel in Form von Rabatten?
Oder ist das mehr so eine Schmuckeauszeichnung, die man eben für sich tragen kann?
Und Hertha hat sich jetzt eben entschieden, dass wirtschaftliche Vorteile in Form von Rabatten kein Teil mehr der Mitgliedschaft sein sollen.
Das ist eine krasse Entscheidung ein Stück weit, einfach weil sie eben sehr einschneidend ist, glaube ich, für viele Mitglieder, die sehr daran gewöhnt waren, dass sie eben gewisse Vorteile haben und eben auch finanziell profitieren können in der Regel.
Aber wie gesagt, die Mitgliedschaft bleibt ja und interessant fand ich aber Gegenüberstellung.
Die ein paar Stunden vorher passiert ist, als Ralf Täter aus dem Präsidium verkündet hat, dass Hertha ungefähr 800.000 Euro ausstehende Mitgliedsbeiträge noch in der Bilanz hat.
Das ist ja eine Riesensumme, das müssen ja mehrere tausend Mitglieder sein, die über Jahre keine Beiträge zahlen.
Also eine wahnsinnige Summe und das kommt dann natürlich so ein Stück weit zusammen, dass man auch als Verein natürlich sich sehr gern mit seinen Mitgliedern an seiner Mitgliederzahl messen lässt und eben auch gern zeigt, wenn man über 60.000 Mitglieder zum Beispiel geknackt hat.
Die gleichzeitig dann nicht ganz konsequent ist bei Mitgliedern, die nicht besonders zahlen, jetzt aber so ein bisschen wirtschaftlich in Not ist.
Also wie gesagt, ich glaube, Hertha wandelt da auf einem schmarreren Grad im Umgang mit seinen Mitgliedern.
800.000 Euro, das ist ein anständiger Zweitligaspieler, vom Marktwert her bemessen.
Das muss man sich mal überlegen, was das für eine Summe ist.
Also wirklich Wahnsinn.
So, was machen wir jetzt mit dieser Mitgliederversammlung mit sieben Stunden am Samstag in der Messe Berlin?
Was sind die Erkenntnisse davon?
Eine kleine Erkenntnis vorweg, natürlich von meiner Seite, Dr.
Lenfer ist nicht unersetzlich.
Großer Personenkult in diesem Podcast, ihr kennt es natürlich schon auch weit vor der Zeit von uns beiden hier, also das prägt immer härter, egal wie die personelle Besetzung hier auf den Sesseln bei uns ist, aber Dr.
Lenfer war wirklich großartig und als ich am Freitag die Nachricht erhalten habe, dass er nicht mehr da ist, da war ich schon ein bisschen traurig für einen kleinen Moment, Weil das natürlich die prägende Gestalt der Mitgliederversammlungen auch über lange Jahre war, der immer im größten Chaos irgendwie noch in der Lage war, die Leute zu zähmen und das alles entsprechend gemäß der Satzung korrekt und immer mit einer feinen Prise Humor dann durchzubringen.
Wir haben das erste Mal seinen Nachfolger nun erlebt, Dr.
Kühne aus der gleichen Kanzlei und ich fand, es war schon zu merken irgendwie.
Das war so ein bisschen so der ähnliche Duktus wie Dr.
Lenfer, gerade im hinteren Verlauf der Versammlung, als er sich ein bisschen reingefunden hatte, wie er das so ein bisschen immer alles abmoderiert und wegmoderiert hat.
Er war noch ein bisschen zaghaft am Einsatz der Glocke.
Da gab es einmal einen Kandidat im Ältestenrat, der ganz vorne angefangen hat bei seinen Erfahrungen mit Hertha und dann sämtliche Redezeitbeschränkungen völlig gebrochen hat.
Da wird es sicherlich noch ein bisschen energischer an der Glocke sein bei den nächsten Einsätzen.
Aber im Kern war es ein Top-Job von Dr.
Kühne und irgendwie… Eine interessante, knarzige Stimme so ein bisschen, das fand ich, war direkt auffällig, aber großes Kompliment, ein hervorragender Blick auf die Uhr, also der hat wirklich alles dafür getan, die Versammlung einigermaßen zeitgemäß oder zeitlich durchzupeitschen und hat Wahlen zügig weiter aufgerufen, hat schriftliche Wahlen komplett abgeräumt und stattdessen dann auf die Abstimmung per Stimmkarte en bloc gesetzt.
Das ist kein einfacher Job, der des Versammlungsleiters bei Hertha BSC, aber ich fand, er hat es gut gemacht, oder?
Wie ging es dir?
Ja, also ich fand jetzt nicht, dass er da große Probleme hatte mit dem Saal und hat natürlich gleich mal die volle Erfahrung gemacht mit knapp sieben Stunden.
Also jetzt weiß er, woran er ist, was Hertha Mitgliederversammlung bedeutet.
Und jetzt geht es weiter.
Also wenn wir jetzt dann bei der nächsten Versammlung im Frühling die erste richtig große Wahl erleben werden, dann unter seiner Amtszeit, da werden sicherlich nochmal andere Dinge auf ihn zukommen.
Aber der Anfang ist gemacht und er hatte natürlich auch, ist natürlich nie leicht, so einer Persönlichkeit nachzufolgen, aber er hat es gut gemacht, er hat es auf seine Art und Weise gemacht, was ja auch wichtig ist an der Stelle, dass man jetzt nicht irgendwie versucht, den Dr.
Lenfer zu kopieren oder so.
Deswegen, da sind wir gut aufgestellt an der Stelle, da geht es weiter so die große Erkenntnis des Nachmittags ist aber natürlich härter, ist als Verein, als Ganzes wieder auf Kurs, sage ich mal, wieder stabiler.
Und man hatte den Eindruck, vor allem, auch das war eigentlich noch ein Highlight des Nachmittages, die Rede von Peter Görlich, als er spät in der Tagesordnung aufgerufen wurde, aber dann diesen friedlich schlummernden Saal nochmal aufgeweckt hat mit einem spektakulären Auftritt.
Man hat das Gefühl, bei Hertha, da entsteht gerade wieder was.
Da können sie wieder eine Geschichte erzählen, gibt es wieder eine Idee irgendwie.
Und es lohnt sich wieder hinzuschauen.
Es ist mehr als nur dieses graue Maus rumgeeiert, was es in den letzten Jahren teilweise gab.
Ja, also man hat gemerkt, finde ich, in der Rede und auch in den ersten Wochen jetzt mit Peter Görlich, dass er vielleicht wirklich der richtige Mann zur richtigen Zeit jetzt ist.
Also es gab auch schon vor ihm Leute, die neu in den Klub gekommen sind, mit denen auch viel Hoffnung verbunden war in den letzten Jahren.
Da gab es wohlklingende Projektnamen innerhalb der Geschäftsstelle.
Das klang auch alles immer sehr professionell.
Es schien auch immer Hand und Fuß zu haben.
Da war dann die Rede von der größten Aufholjagd im europäischen Fußball.
Das war auch alles sehr wirkmächtig, aber das Problem in dem Fall war natürlich dann unter verschiedenen Umständen, da waren dann auch persönliche Geschichten dabei und so weiter.
Aber das Problem war eben, dass die sportliche Entwicklung einfach dem komplett zuwider lief und man sich in die andere Richtung eigentlich entwickelt hat und dann sich immer noch weiter unterbieten konnte.
Und das ist jetzt, glaube ich, nicht mehr möglich.
Also Hertha hatte so eine Art Thalsola jetzt einfach durchschritten und deswegen, glaube ich, könnte das Timing einfach ganz gut passen mit Peter Görlich, der jetzt quasi wirklich mit Elan Esprit, den er da auch auf der Bühne verbreitet hat und mit frischen Ideen den Verein wieder nach oben führt, eben auch tabellarisch sportlich, weil er einfach vom Nullpunkt quasi kommt.
Und das hat man schon so ein bisschen gespürt, dass er da einfach jetzt ganz gut passen könnte.
Und ja, die Rede, die war ja geradezu mitreißend, dafür, dass schon viele Stunden vergangen waren und der Saal so ein bisschen weggedämmert war.
Hat er sich für ein interessantes Format entschieden, wie ich fand.
Aber auch eins, was zu ihm passt, er spricht ja auch vom Duktus her und von seiner Wortwahl her so ein bisschen CEO-mäßig, finde ich, ist da so ein bisschen angehaucht von so einem Bühnen-Guru tatsächlich.
Aber das wirkt einfach authentisch in dem Fall bei ihm und das hat die Leute ja auch ein bisschen mitgenommen.
Ja, das war der Vergleich zu Steve Jobs, den wir am Anfang gezogen hatten.
So kam es irgendwie rüber, wie wenn er jetzt noch einen Rollkragenpulli angehabt hätte, dann hätte er uns wirklich gleich das neue iPhone verkaufen können.
Ich wäre fast in irgendeine Telegram-Gruppe eingestiegen, auf jeden Fall.
Ja, nee, aber es war ja wirklich der Einstieg mit diesen beiden Zahlen schon.
3 und 0,9.
Okay, was passiert jetzt?
Das waren richtige Ted-Talk-Vibes.
Aber ja, es ging um Ballkontaktzeiten und das mutete sehr abenteuerlich an, sowas auf einer schon friedlich schlummernden Mitgliederversammlung anzusprechen.
Aber es hat eben irgendwie funktioniert, weil er aus dieser Erkenntnis, Zum einen gezeigt hat, dass er wirklich was von der Materie vom Fußball versteht und weil er eben schnell den großen Bogen geschlagen hat, so dass es alle verstehen.
Er sagt, das Spiel wird komplexer, das Spiel wird schneller, wir müssen uns alle verändern, wir müssen uns alle anpassen, das Gelernte reicht nicht mehr.
Und das hat er eben auf diese Art und Weise geschafft zu vermitteln.
Und vor allem ist es halt eben irgendwie so dieser große Vibe, dieses Geschäftsführer-Ding irgendwie, wir packen es jetzt an und vielleicht nicht direkt vom europäischen Fußball zu sprechen, sondern einfach davon zu sprechen, dass vielleicht die U19 mal wieder auf dem Platz trainiert, wo komplette Flutlichtbeleuchtung ist.
Das ist ja die richtige Reihenfolge so in der Sicht.
Aber gleichzeitig eben auch so ein hohes Maß an Professionalität auszustrahlen und das ist ja eben, glaube ich, auch gelungen, auch mit so einer ungewöhnlichen Formatwahl, Dinge eben einfach mal ein bisschen anders zu machen.
Die Genese seiner Personalie ist ja auch so ein bisschen Fluch und Segen zugleich, weil er zum einen eben an einer Reihe stand mit großen Namen, die genannt wurden und er wurde dann der Kandidat, der den Posten bekommen hat.
Gleichzeitig gehört er eben nicht schon seit Jahren zum Verein.
Also er kann sich eben nicht hinstellen und sagen, ich habe hier schon das und das und das gemacht und er kennt mich, sondern muss sich irgendwie anders einführen.
Aber das ist ihm umso eindrucksvoller gelungen, fand ich an der Stelle, weil er einfach auch mit dieser externen Expertise dann eben spielen kann, weil er sagen kann, ich komme neu dazu und will Dinge verändern und anpacken und wir müssen uns radikal verändern in manchen Teilen, um voranzukommen.
Er hat auch angekündigt dann in der Medienrunde bei uns, dass es auch Expertise in manchen Bereichen braucht, die dazugeholt wird.
Also dass einfach so ein bisschen dieser Mief so ein bisschen aufgemischt wird, den es ja in so einem großen Verein einfach dann ab und zu gibt, wo man sich vielleicht dann zu bequem macht.
Und diesen frischen Wind, wie ich schon angesprochen habe, den bringt er einfach ein.
Ja, und das ist der sportliche Ansatzpunkt, den er wirklich auch behandeln kann.
Er hat auch immer wieder gesagt, vier Siege in Folge, gut, das hilft der Mitgliederversammlung, aber das darf uns natürlich nicht reichen.
Und es muss weitergehen und es muss irgendwie selbstverständlich werden, dass es so ein bisschen in die Kerbe, in die Stefan Leitl auch schon mal geschlagen hat auf der Pressekonferenz.
Und jetzt geht es weiter.
Schon am Freitag Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig, ich hatte es eben schon erzählt, auch da war Mitgliederversammlung am vergangenen Wochenende und die Versammlung selbst, soweit ich das durchblicken konnte, lief dann einigermaßen friedlich ab, aber im Vorfeld gab es da richtig bohei um einen nicht zugelassenen Präsidiumskandidaten.
Den der Wahlausschuss dann nicht zugelassen hat.
Und dann stellten sie fest, dass es ein Formfehler war, dass der Wahlausschuss gar nicht berechtigt war dazu.
Also das klang nach Hertha BSC eigentlich, wie das so früher im Verein zu reden.
Jetzt ist es bei den Gegnern so und generell passt es auch irgendwie zur Gesamtgemengelage dort.
Viel sportliche Unruhe gerade, Niederlagenserie, sind abgerutscht auf Platz 16 nach einem guten Saisonstart.
Der Trainer steht auch schon wieder so ein bisschen in Frage.
Und Hertha kommt jetzt eben in dieses Spiel hinein, in einer Gesamtsituation, wo gerade 4 zu 0 Siege in Serie waren, wo eine Mitgliederversammlung gut über die Bühne ging.
Also die Vorzeichen haben sich gedreht, wirklich.
Ja, und das ist genau diese Selbstverständlichkeit, über die Stefan Leitl spricht, über die Peter Görlich spricht, mit der man in so einem Spiel dann auch gehen muss, um es zu gewinnen.
Also da darf es gar keine zwei Meinungen geben und ich glaube, dass...
Wird auch genau die Einstellung sein, die Hertha da an den Tag legt.
Also ich stelle mir schon vor, dass sie am Freitag dann sehr selbstbewusst in das Spiel gehen und das Spiel auch entsprechend dominieren können mit ihren Mitteln.
Das, wie du sagst, sind einfach die idealen Voraussetzungen und da stimmt einfach zu viel, gerade als dass Hertha sich da jetzt irgendwie einen Rückschritt erlauben würde.
Typisch Hertha aus vergangener Zeit wäre jetzt eigentlich genau an dieser Stelle auf einmal wieder zum Aufbaugegner zu werden für so einen Verein wie Braunschweig.
Aber wer weiß, vielleicht ist ja dieses Jahr wirklich alles anders.
Das haben wir ja nach Saisonbeginn ein paar Mal schon gedacht, dass jetzt wieder die Abwärtsbewegung kommt.
Aber wie gesagt, die letzten vier Spiele sind ja eine Tendenz nach oben und auch eine Konstanz, die sich da abzeichnet.
Deswegen bin ich da eigentlich schon sehr zuversichtlich.
Personal sieht es auch einfach gut aus.
Jetzt die Länderspielpause hat natürlich auch nochmal geholfen für...
Für die Regeneration von bestimmten Spielern.
Insofern sind alle Zutaten da, dass die Serie einfach weitergehen kann.
Ja, und schauen wir mal, mit einem Sieg am Freitagabend, die Konkurrenz spielt erst Samstag und Sonntag, würde Hertha tatsächlich auf Platz 4 hochklettern.
Und dann sind sie dran.
Und mit einem 9 zu 0 wäre es sogar Platz 3.
Aber wir wollen mal die Kirche im Dorf lassen.
Was aber bei dieser Konstellation hilft, ist, dass Hertha nicht nur vorlegen kann, sondern dass dann auch die Mannschaften vor ihnen sich gegenseitig die Punkte teilweise abnehmen.
Also Paderborn spielt gegen Hannover, der KSC spielt gegen Elbersberg.
Also da werden einfach Punkte gelassen und das wird, glaube ich, auch bei einem Sieg die Gesamtlage nochmal deutlich verbessern.
Ja, es kann jetzt wirklich der Anschluss gelingen noch bis Weihnachten.
Also dieser Jahresendspurt, der auch am Samstag mehrfach angeklungen ist, der ist jetzt nochmal wichtig, dass man sich dann wirklich da oben festsetzen kann.
Was spannend wird, finde ich, ist so die Zuschauerzahl.
Auch Peter Görlich hat ja appelliert, irgendwie nochmal an die Leute wirklich aktiv ins Stadion zu kommen.
Und ich sage mal, Mitte November gegen einen Gegner der Kategorie Eintracht Braunschweig, das ist ja normalerweise das typische Spiel im Olympiastadion vor halbvollen Rängen, was dann bei Nieselregen 0 zu 1 verloren geht in der 89.
Minute.
Aber vielleicht, also wir werden mal sehen, ob es jetzt wirklich in der Stadtgesellschaft auch irgendwie schon sowas wie ein halb gesteigertes Interesse gibt und dass es sich lohnt.
Also ja, es ist jetzt gerade das harte Novemberwetter in Berlin, aber definitiv, Zurzeit lohnt es sich, ins Olympiastadion zu kommen, das kann man glaube ich so sagen.
Ja, ich kann mir schon vorstellen, dass da so ein bisschen Sogwirkung gerade entsteht, dass es wieder Spaß macht, zu Hertha zu gehen, weil man weiß, da fallen im Zweifel Tore für Hertha und vor allem werden die Spieler auch gewonnen dadurch.
Ich glaube, das kann schon so ein bisschen ein Magnet sein für Fans, die jetzt vielleicht in den letzten eineinhalb Jahren dann irgendwie gemerkt haben, dass da nicht mehr so viel geht.
Das dreht sich jetzt vielleicht gerade wieder, wenn man auch solche Serien hinlegt und das war für mich auch, um nochmal den Bogen zu spannen, auch so ein Stück weit Erkenntnis der Mitgliederversammlung, dass es alles sehr viel leichter fällt, wenn der sportliche Rahmen stimmt und das ist nun mal in einem Verein wie Hertha BSC die erste Profimannschaft Herrenfußball, die performt gerade entsprechend.
Stimmt auch alles drumherum, stimmt die Stimmung und macht alles ein bisschen leichter und sorgt vielleicht für neue Zuschauer im Olympiastadion.
Ein schönes Schlusswort für diesen Podcast.
Wir schauen mal, was uns da erwartet am Freitag im Olympiastadion beim nächsten Heimspiel.
An dieser Stelle, was unsere Zuschauerzahl angeht, haben wir uns aber noch zu bedanken für 2000 Abonnenten auf dem YouTube-Kanal der Berliner Morgenpost.
Wir wissen, dass die zu einem großen Teil von euch aus der Hertha-Community kommen.
Also vielen, vielen Dank.
Bleibt uns weiter gewogen.
Lasst gerne einen Daumen nach oben auf dieses Video da und erzählt weiter an eure Freunde, an eure Kollegen im Stadion.
Wenn sie noch nicht dabei sind, schaut immer wieder gerne vorbei.
Wir freuen uns sehr, dass ihr hier seid und wir freuen uns auch sehr übrigens über den Austausch mit euch auf den Mitgliederversammlungen, haben wieder mit einigen von euch gesprochen am Samstag.
Ganz toll, ganz freundlicher, guter Austausch und so macht es richtig Spaß, wie so vieles im Hertha-Universum gerade.
Also die Dinge laufen in die richtige Richtung.
Wir sagen für heute, danke fürs Dabeisein, Freitag im Stadion, im Olympiastadion gegen Eintracht Braunschweig und dann am nächsten Montag sehen wir uns wieder an dieser Stelle zu ImmerHärter.
Macht's gut, euch einen guten Start in die Woche und tschüss.