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Das Klima

·E159

DK159 - Hinter den Eisbergen (kommt der Meeresspiegelanstieg)

Episode Transcript

Florian: Hier ist das Klima, der Podcast zur Wissenschaft und Florian Freistädter.

Florian: Wir sind bei Folge 159 und du hast angekündigt, dass es Eis gibt, Florian: aber bevor wir zum Eis kommen, schauen wir uns an oder hören wir uns an, Florian: was wir in der letzten Folge besprochen haben.

Florian: Da habe ich erzählt von Wein, Schokolade und Kaffee und was mit diesen Produkten Florian: in Zeiten der Klimakrise in Zukunft passieren wird und was insbesondere passieren Florian: wird, wenn wir auf die Idee kommen würden, Florian: der Klimakrise mit Geoengineering zu begegnen.

Florian: Denn das senkt zwar theoretisch die globale Temperatur, Florian: wenn wir Schwefeldioxid zum Beispiel in die Atmosphäre bringen, Florian: aber bringt lokal sehr viele Wetter- und Niederschlagsmuster durcheinander und Florian: es kann unterschiedliche Auswirkungen haben.

Florian: Wir haben festgestellt, dass es dem deutschen Wein zum Beispiel nicht gut bekommt, Florian: wenn wir Geoengineering machen, dem kalifornischen dagegen schon.

Claudia: Ja, diese feinen kleinen regionalen Unterschiede.

Wollen wir mehr kalifornischen Wein in Zukunft?

Florian: Ja, aber merkt euch das, wenn in ein paar Jahren vielleicht die Diskussion losgeht Florian: in Deutschland, wenn wieder Politikerinnen und Politiker aus bestimmten Richtungen Florian: behaupten, wir müssten Geoengineering machen und keine Solarpanele bauen oder sowas, Florian: dann könnt ihr sagen, ja, aber das ruiniert die deutsche Weinindustrie.

Ja, so.

Claudia: Nein.

Ich wünschte, ich würde jetzt über die deutsche Eisindustrie reden wollen, Claudia: aber das tue ich ja nicht.

Florian: Ja, leider.

Claudia: Ja, leider wirklich.

Nee, ich wollte heute über Eis in der Antarktis sprechen.

Florian: Okay.

Also das antarktische Eis oder um Eis essen in der Antarktis?

Florian: Weil es in Zukunft so heiß wird, dass dann Eisboden aufmachen müssen in der Antarktis.

Claudia: Ah, nein, so weit habe ich noch nicht gedacht.

Nein, es geht um das Eis, das gerade noch da ist.

Florian: Okay.

Claudia: Das gerade noch da ist.

Ich habe tatsächlich so ein Dust Paper, Claudia: über das ich sprechen will, gesehen und dachte so, aha, mir war so diese Prozesse Claudia: von Eisbergen, die an der Darktis abbrechen und dann so über das Eis schippern, Claudia: der war mir bewusst bewusst.

Claudia: Aber mir war nicht so ganz klar, was alles im Hintergrund passiert, Claudia: also hinter den Eisbergen.

Florian: Hinter den Eisbergen, was sind andere Eisberge?

Claudia: Eisberge to be, also die künftigen Eisberge, was da passiert und was tatsächlich Claudia: passiert, wenn wir solche Abbrüche haben und was das Ganze mit dem Meeresspiegelanstieg zu tun hat.

Claudia: Weil es ja nicht nur darum geht, dass vielleicht die Eisberge schmelzen, Claudia: sondern dass da hinten dran noch Dinge passieren, die auch dazu beitragen, Claudia: dass der Meeresspiegel schneller ansteigt.

Claudia: Und da hat tatsächlich dieser Artikel, über den ich sprechen will, Claudia: mir viel deutlicher erklärt, wie es funktioniert und ich hoffe, Claudia: dass ich das jetzt auch viel deutlicher erklären kann.

Florian: Okay, da bin ich gespannt, weil eigentlich hätte ich gedacht, Florian: ich weiß, wie es funktioniert, weil da ist so ein Eisberg und der schwimmt und Florian: der schmilzt und der Eisberg an sich führt nicht dazu, dass der Meeresspiegel Florian: ansteigt, weil der ist ja schon drin im Meer.

Florian: Und wenn, dann muss uns in Sachen Meeresspiegel das antarktische Eis interessieren, Florian: was in den Gletsch und der Antarktis drin ist und ins Meer reinfließt.

Claudia: Ja, genau, da sind wir.

Aber warum fließt das wie schnell?

Claudia: Das ist die Frage, mit der ich mich beschäftige.

Die Studie brauchst du nicht zu öffnen.

Claudia: Die ist Closed Access, da kommt ihr nicht ran.

Deswegen versuche ich euch die Claudia: jetzt zu öffnen und euch ein bisschen darüber zu erzählen und hoffentlich das Claudia: auch sehr gut zu erklären.

Ich fand, das haben sie schon sehr, sehr gut gemacht.

Claudia: Die ist nämlich von It's a Boat, hoffentlich spricht man das so aus.

Florian: Is Boot, ich keine Ahnung, wie viel Land die kommt.

Claudia: Ice Boot, It's a Boot.

Florian: Ice Boot, sagen wir Ice Boot, das passt zum Thema.

Claudia: Ich sage einfach den Titel, sie heißt Damage Development on Antarctic Ice Shelfs Claudia: Sensitive to Climate Warming.

Florian: Okay.

Claudia: Und die ist eben vor kurzem in Nature Climate Change erschienen.

Claudia: Das allererste, was ich mir nochmal bewusst machen musste, was wir natürlich Claudia: schon besprochen haben, aber das ich jetzt gerne nochmal für alle wiederhole, Claudia: damit wir alle auf demselben Stand sind, Claudia: ist, dass es ja ein Unterschied zwischen dem im Titel genannten Ice Shelfs, Claudia: also Shelf-Eis auf Deutsch, M-hmm.

Claudia: Und den Eisschieds, also dem Eisschild.

Florian: Okay, was ist der Unterschied?

Claudia: Also wenn du dir so vorstellst, dieser Kontinent Antarktis, also so ein Berg Claudia: im Wasser, dann ist das Eisschild das Eis, das vollständig auf dem Kontinent, Claudia: also auf dem Untergrund aufliegt.

Claudia: Also es bedeckt die Landflächen, ist von über 50.000 Quadratkilometer groß.

Claudia: Also es prägt wirklich diese ganze Region.

Claudia: Und diese Eisschilde, die beherbergen eben zum Beispiel Gletscher, Claudia: also diese sehr, sehr bisher sehr langsamen Eisflüsse, die sich dann eben Hang-Agberts bewegen.

Claudia: Also im Eisschild haben wir quasi Bewegungen durch diese Gletscher.

Claudia: Ja, je nach Hangneigung kann dann entweder, wenn du jetzt an der Arktis am Rand Claudia: ankommst, weißt du, da wo der Kontinent endet, der Untergrund hört auf, Claudia: das ist die sogenannte Aufsatzlinie und wenn das steil ist, die Küstenregion, Claudia: dann bricht das Eis einfach direkt ab, hast direkt so Eisberge, die wegschippern.

Florian: Ja.

Claudia: Aber wenn die Hangneigung nicht so steil ist, dann, Claudia: dieses Eisschild wie so eine Gletscherzunge nach vorne und schwimmt dann so.

Claudia: Dann ist diese Aufsatzlinie am Kontinent und dann darüber hinaus ragt das Schelfeis.

Florian: Das hängt noch am Land dran, aber ist schon im Wasser.

Claudia: Genau, es hängt am Land dran.

Es hat so eine Schnittstelle, die nennt man übrigens Buttressing.

Claudia: Buttressing steht für so Stützpfeiler.

Also sie ist da wirklich befestigt und Claudia: schwebt dann aber, also schwimmt, schwimmt, schwimmt.

Deswegen so schwimmendes Claudia: Eis schwimmt dann eben auf und ist mindestens so zwei Meter über der Meeresoberfläche zu sehen.

Florian: Okay.

Claudia: Aber immer noch mit dem Festland verbunden.

Das ist noch kein Eisberg, das ist das Wichtige.

Florian: Okay, gut.

Claudia: Und diese Aufsatzlinie, also wo das wirklich sich noch mit dem Eisschild verbindet, Claudia: die ist eben dieser wichtige Punkt, dieser Kontaktpunkt zwischen Eisschild und Schelfeis.

Florian: Okay, gut.

Claudia: So ein Schelfeis, das ist ein bisschen sensibel.

Also so auf Umweltveränderungen, Claudia: wie fast alles und kann tatsächlich Schäden haben.

Claudia: Also es kann tatsächlich beschädigt werden, zum Beispiel durch Risse oder durch Claudia: Gletscherspalten sieht man das dann, die tatsächlich so anzeigen, Claudia: dass dieses Shelf-Eis ja schwächer wird.

Florian: Ja, okay, gut, ja.

Claudia: Und damit vielleicht demnächst was passiert.

Ja, dann bricht es ab.

Claudia: Wie zum Beispiel, genau, wenn ein Eisberg abbricht, das nennt man übrigens Kalben.

Claudia: Ich verdränge das jedes Mal aufs Neue und jedes Mal, wenn ich es neu lese, Claudia: denke ich, ach ja, Kalben.

Claudia: Tatsächlich ist es so, dass diese Schwächung des Schelfeises, Claudia: also dass man da tatsächlich sieht, ah, jetzt kommen hier die Risse und so weiter, Claudia: wie diese Mechanismen funktionieren, Claudia: Und was die tatsächlich zu tun haben mit dem Meeresspiegelanstieg.

Claudia: Da gibt es noch relativ viel Unsicherheit.

Florian: Ja, warum eigentlich?

Weil ich denke mir, okay, das kommt da, Florian: das bricht da ab und dann fällt es ins Wasser und dann ist es drin.

Florian: Und je nachdem, wie viel abbricht, desto mehr steigt der Meeresspiegel an.

Claudia: Ja, aber?

Florian: Dann misst einfach, wie viel abbricht im Laufe der Zeit und dann fertig.

Florian: Danke fürs Zuhören.

Nächste Folge in zwei Wochen.

Claudia: Das Ganze, so einfach ist es nämlich nicht.

Denn das Schelfeis, Claudia: das ja an dem Kontinent, an dieser Aufsatzlinie, an dieser Verbindung ja noch Claudia: verbunden ist, was das macht, ist, Claudia: den Fluss, den Gletscherfluss, diesen langsamen Eisfluss hinten zu stabilisieren Claudia: und aufzuhalten, dass er nicht so schnell ins Meer, also wieder über diese Kante drüber fließt.

Florian: Ja, okay, das ist wie so ein Korken.

Claudia: Ja, es ist wie so ein Druck nach hinten.

Nein, du kommst hier nicht raus.

Claudia: Ich bin hier, da kannst du tatsächlich jetzt nicht hin, weil ich bin schon hier.

Florian: Ja, aber das ist keine Missverständnisse aufkommen.

Das ist ja prinzipiell normal.

Florian: Also Gletscher fließen und wenn da ein Meer in der Nähe ist, Florian: dann fließen sie halt irgendwann ins Meer.

Florian: Das heißt, irgendwann schiebt sie das drüber, dann bricht es ab und dann fließt Florian: es weiter.

Also das ist ja eigentlich ein normaler Vorgang, der jetzt mit der Florian: Klimakrise an sich noch nichts zu tun hat.

Claudia: Exakt, der passiert.

Das Interessante ist jetzt aber, wie dieser Zusammenhang Claudia: zwischen der Abschwächung des Schelfeises zu tun hat, Claudia: Also beziehungsweise wie wir das rausfinden, wie sehr das geschädigt ist und Claudia: wie sehr es sich verändert.

Claudia: Was das tatsächlich damit zu tun hat, dass dieses Eisschild und die Gletscher Claudia: dann eben schneller runterfließen und wie sehr das auf den Meeresspiegel sich auswirkt.

Claudia: Diese Verbindung, also welche Arten von Schäden sagen eigentlich voraus, Claudia: was da jetzt passiert und wie viel dann hinten nachfließt, das ist eben noch ein bisschen unsicher.

Florian: Okay.

Claudia: Diesen Mechanismus, den hat man jetzt tatsächlich eben mit Beobachtungen mal untersucht.

Claudia: Und das ist halt das wirklich Interessante, weil du halt, wie bei allem, Claudia: du brauchst ja Beobachtungsdaten.

Claudia: Du musst ja mit was arbeiten und vieles davon ist ja immer ein bisschen schwierig zu beobachten.

Claudia: Ich hatte ja mal eine schöne Folge mit, wie können wir denn messen so an Orten, wo man nicht hinkommt.

Claudia: Datenlage war ein bisschen schwierig.

Claudia: Und das hat sich jetzt quasi verändert und sie schauen sich das jetzt eben an, Claudia: was man jetzt eben an Daten alles hat und versuchen rauszufinden, Claudia: ob sich tatsächlich da so eine Feedback-Schleife etabliert, wenn da sehr viele Claudia: Schwächeanzeichen sind und das dann wirklich schneller abbricht, Claudia: dass dann schneller hinten was nachfließt und dann dadurch wieder schneller abbricht.

Weißt du?

Claudia: Ja, genau.

Dass sich das immer steigert und dass dann eben dieser Schaden ein Claudia: Vorwarnsystem oder ein Frühwarnsystem uns eben gibt, wann die entsprechenden Eisberge abbrechen.

Florian: Und Frühwarnsystem, okay, da müssen wir Bescheid mit tun.

Können wir trotzdem Florian: nichts dagegen?

Wir können nicht festtackern oder so oder Gafferband hinfahren?

Claudia: Nee, kann man nicht.

Aber das ist dann natürlich trotzdem relevant für verschiedene Sachen.

Florian: Ja, klar.

Du wirst ja wissen, was passiert.

Claudia: Schifffahrt auch tatsächlich ganz pragmatisch, wenn du da irgendwie unterwegs Claudia: bist und da die Eisberge so hinschippern, da willst du natürlich vorher auch Claudia: wissen, wann die irgendwie abbrechen.

Claudia: Und dann hast du natürlich einfach diese Vorhersagen, die natürlich dann auch Claudia: in die Zukunft schauen sollen.

Darum geht es ja auch.

Claudia: Es geht darum, einmal zu gucken, wie ist es heute und einmal zu gucken, Claudia: wie ist es in der Zukunft.

Claudia: Ja, und sie haben tatsächlich jetzt mit, ich will nicht zu sehr auf die Methoden eingehen, Claudia: aber sie haben tatsächlich mit neuen Methoden, wir haben ja jetzt verbesserte Claudia: Bildverarbeitungstechniken und Machine Learning und alles mögliche und damit Claudia: haben sie eben mit diesen Daten gearbeitet und versucht eben besser zu identifizieren Claudia: von diesen Beobachtungsdaten, Claudia: wo sind diese Schäden und gleichzeitig die Charakteristiken und Veränderungen im Eisschild.

Claudia: Also wie schnell ist der Fluss und so weiter.

Claudia: Wie viele Risse haben wir?

Wie groß ist der Schaden auf dem Schelfeis?

Claudia: Wie groß ist die Fläche des Schelfeises?

Claudia: All solche Parameter zusammenzubringen und sich anzuschauen, Claudia: wie kann man da jetzt so eine Vorhersage draus machen und wie kann man herausfinden, Claudia: wie es in Zukunft aussieht.

Florian: Okay.

Claudia: Weil bisher, also tatsächlich ist es so, dass die meisten halt auf so idealisierte Claudia: Szenarien gesetzt haben.

Also du hast so...

Claudia: So idealisierte Modelle, so hier ist mein Eisbrocken und nicht mit realistischen Claudia: Daten, also nicht mit der Antarktis selber, sondern mit idealisierten Szenarien gearbeitet haben.

Florian: Also mit vereinfachten Modellen.

Claudia: Exakt, sehr vereinfachten Modellen.

Das ist was auch vollkommen okay ist, Claudia: also wir fangen bei Sachen an.

Florian: Idealisiert klingt so, als hätte man sich gedacht, ich hätte gern, Florian: dass es so ist, also mache ich dieses Modell jetzt hier.

Claudia: Achso, nein, nein, nein.

Florian: Idealisiert ist vereinfacht, weil es halt ein Eisberg ist komplex und der Antarktis Florian: ist komplex, macht man irgendwie, keine Ahnung, Einen quadratischen Kontinent Florian: mit quadratischen Eiswürfeln zum Beispiel.

Keine Ahnung.

Claudia: Ja, es gibt tatsächlich den Wasserplaneten, mit dem man mal Vorhersagen macht.

Claudia: Also man übt quasi so, man trainiert ein Wettermodell an so einem reinen Wasserplaneten, Claudia: wo es keine Kontinente gibt.

Das ist ein idealisiertes Szenario.

Claudia: Diesen Planeten haben wir nicht, aber man kann gucken, was passiert.

Florian: Ja, wenn alles schmilzt, dann geht es vielleicht noch.

Claudia: Stimmt.

Achso, ja, wenn der Meeresspiegel sehr viel steigt.

Genau, Claudia: und sie machen jetzt halt tatsächlich eben so einen datengetriebenen Ansatz Claudia: und untersuchen die Flusscharakteristik, die Beschleunigung des Flusses, Claudia: die Spannungsverhältnisse, also wo ist welche Spannung vorhanden.

Claudia: Dünnung des Schelfeises, also wie d��nn oder dick ist das Schelfeis und versuchen, Claudia: diese Sachen eben zusammenzubringen und dann auch zu gucken, Claudia: wie ist es heute und wie ist es unter den Emissionsszenarien, Claudia: die wir uns in Zukunft ja vorstellen müssen und mit denen wir in Zukunft leben müssen.

Claudia: Ja, und dazu haben sie eine Abbildung, die du dir und alle, die zuhören, Claudia: nicht angucken kannst, die ich jetzt versuche aber zu beschreiben.

Claudia: Sie haben nämlich tatsächlich von mehreren Regionen in der Antarktis, Claudia: die Antarktis hat ja, okay, sie ist rund, nein, sie ist nicht wirklich rund, Claudia: sie hat eine lustige Form und hat ja auch so eine kleine Halbinsel, Arktik-Peninsula.

Florian: Noch lustiger ist übrigens ein Arktis ohne Eis, wenn man sich da mal Bilder anschaut.

Claudia: Ein Arktis ohne Eis?

Florian: Also wenn du das Land drunter anschaust.

Claudia: Aha.

Florian: Da gibt es auch so Karten, kann man im Internet einfach mal ein Arktis ohne Eis googeln.

Florian: Dann kann man sich so anschauen, wie das ausschaut.

Da könnte ein Fantasy-Roman Florian: spielen.

Genauso schauen die Karten in Fantasy-Romanen aus.

Claudia: Stimmt.

Das ist ja, ja.

Ich sehe, was du meinst.

Claudia: Oh mein Gott.

Das ist ein bisschen witzig.

Da könnte man jetzt so eine Bergkette draufmalen und dann...

Claudia: Okay, ja, aber auf der Abbildung, was sehen wir denn?

Wir sehen die gesamte Claudia: Antarktis einmal und dann so eingezeichnet, welche Regionen sie sich angucken.

Claudia: Dann hat man quasi so reingezoomt, einzelne Bilder von Küstenlinien und dann Claudia: die Küstenlinie, das ist genau diese Aufsatzlinie, von der ich eben gesprochen habe.

Claudia: Also diese Verbindung, diese Aufsatzlinie, diese Küstenlinie hat man und dann Claudia: sieht man einmal das Schelfeis, die Ausdehnung des Schelfeises quasi am Anfang Claudia: der Periode, die Sie sich angucken und jetzt reden wir ja von heute.

Claudia: Das war dann einmal in der Vergangenheit 97 und einmal von 2021.

Claudia: Also was können wir beobachten?

Es geht jetzt erstmal nur um, Claudia: was können wir beobachten.

Claudia: Und dann sieht man zum Beispiel in einer Region Amundsensee.

Claudia: Das ist an der nördlichen Küste.

Florian: Ja, gut.

Claudia: Alles nördliche Küste.

Also da sieht man dann zum Beispiel die Absetzlinie, Claudia: die Kontinentalgrenze.

Claudia: Und dann sieht man aber, dass 1997 so eine richtig große Zunge an Schelfeis rausgeragt hat.

Claudia: Drumherum ist auch noch relativ viel Schelfeis und da sieht man dann eingefärbt Claudia: in bunten Farben der Grat der Schädigung dieses Schelfeises und der war ja gemischt, Claudia: aber am Krant eben schon sehr hoch und dann sieht man 2021, Claudia: und da ist diese ganz ganz große Zunge an Schelfeis halt einfach nicht mehr da.

Florian: Ja, okay, dann ist die wohl weg.

Claudia: Genau, die ist tatsächlich sehr sehr gut beobachtet.

Die ist dann tatsächlich weg.

Claudia: Das heißt dieses geschädigte Shelf-Eyes ist tatsächlich eben abgebrochen und Claudia: verschwunden, was man aber grundsätzlich dann eben auch über den gesamten Kontinent beobachten kann.

Claudia: Es gibt aber so Unterschiede, es gibt auch Regionen, Claudia: Da gab es nicht viel Schelfeis und nicht viel Schädigung.

Und da ist jetzt aber Claudia: so eine Schelfeiszunge quasi entstanden.

Claudia: Und die zeigt deutlich Anzeichen von Schäden.

Das heißt, wir haben sehr unterschiedliche Claudia: Regionen, aber die Prozesse sind klar.

Claudia: Also du hast entweder, das geschädigte Eis bricht ab, dann hast du weniger Schelfeis.

Claudia: Du hast aber auch weniger geschädigtes Schelfeis.

Florian: Okay.

Claudia: Oder dein Schelfeis nimmt zu und dann hast du aber auch mehr geschädigtes Schelfeis.

Claudia: Das ist ein Mechanismus, der natürlich irgendwie miteinander zusammenhängt.

Claudia: Insgesamt aber kann man tatsächlich sagen, dass Antarktisweit ungefähr 8% weniger Claudia: geschädigte Schelfeis existiert in 2021 als in 1997.

Claudia: Das heißt aber auch, es gab halt einfach weniger Eis.

Claudia: Also es gab mehr Eis früher.

Es gibt jetzt weniger.

Florian: Gut, das ist jetzt nicht so überraschend.

Claudia: Nö, das ist auch nicht überraschend.

Aber ich finde es sehr schön, Claudia: das zu sehen und halt nochmal...

Claudia: In Verbindung zu setzen.

Weniger geschädigtes Eis bedeutet halt meistens auch weniger Eis.

Claudia: Genau, und es sagt natürlich auch, dass Schelfeis, das abbricht, Claudia: das verschwindet, ist meistens geschädigtes Schelfeis.

Claudia: Weil das muss man sich ja auch noch überlegen, also diese Schäden müssen ja Claudia: nicht an der Außengrenze passieren.

Claudia: Also du musst ja auch nicht eine homogene Verteilung von Schäden haben, Claudia: sondern sie kann auch punktuell eher nah an der Aufsetzkante stattfinden.

Claudia: Und wenn da große Schäden sind, dann bricht ja deutlich mehr ab, Claudia: vielleicht eben auch nicht geschädigtes Eis, weil das dranhängt vorne.

Claudia: Aber tatsächlich ist es eher so, dass das Schelfeis, das abbricht, Claudia: insgesamt auch geschädigt ist.

Claudia: Also es bricht jetzt nicht ungeschädigtes Schelfeis ab, wie ich das gerade beschrieben habe.

Claudia: Diese Abbildungen, das sind sehr viele verschiedene Regionen, Claudia: wo man sich das dann einzeln angucken kann.

Claudia: Das fand ich jetzt erstmal ganz hilfreich, weil ich so ein bisschen visueller Mensch bin.

Claudia: Und man kann dann eben sehen, okay, es gibt Regionen, in denen nimmt dieses Claudia: Gebiet zu, in dem Schelf, was existiert.

Claudia: Und dann sehen wir auch, wie die Schäden zunehmen und wo die sich befinden.

Claudia: Also wir haben, wenn wir eine Vergrößerung der Fläche haben, Claudia: haben wir auch eine Vergrößerung der Schäden.

Also der geschädigten Fläche.

Claudia: Also was Sie bis hierhin gezeigt haben, ist Bestätigen der Dinge, die wir schon wissen.

Florian: Ich bin noch nicht überrascht.

Jetzt hier noch vollkommen unüberrascht an meinem Schreibtisch.

Claudia: Genau, aber, also ich will dich auch nicht überraschen, das ist heute nicht mein Ziel.

Claudia: Und auch Forschungsarbeiten sollen ja nicht immer überraschen, Claudia: gerade Klimaforschungsarbeiten überraschen selten.

Claudia: Aber ich finde es ja gut, dass sie das jetzt eben mit den Beobachtungen und Claudia: mit ihren über 20, also das sind jetzt wirklich über 20 Jahre, Claudia: die dazwischen liegen, zeigen können, mit Beobachtungsdaten zeigen können.

Claudia: Und man wirklich so detailliert sehen kann, wo sind denn jetzt die Schäden in Claudia: diesem Schelf und wie hat sich das verändert.

Claudia: Und dann haben sie natürlich auch noch Korrelationen ausgerechnet und geschaut, Claudia: ist das tatsächlich statistisch signifikant und ähnliches und es gibt tatsächlich Claudia: eine starke positive Korrelation dazwischen, Claudia: was halt diese zyklische Natur dieser Schadensentwicklung nochmal funktioniert.

Claudia: Bestätigt.

Schaden baut sich auf, irgendwann gibt es Kalben.

Claudia: Brechen die Eisberge ab, wir Claudia: haben weniger Fläche und dann ist eben auch weniger geschädigte Fläche.

Claudia: Und dann kann tatsächlich im Hintergrund das Eisschild schneller fließen, Claudia: weil da ist ja jetzt nichts oder weniger, was druckmäßig das zurückhält.

Claudia: Und dann fließt erst mal ungeschädigtes Schelf-Eis und dann bekommt es wieder Claudia: Schäden und geht weiter.

Claudia: Und das kann aber auch eben zu so einer Feedback-Loop führen.

Claudia: Diese Feedback-Loop, dass es schneller zu Schäden kommt und schneller deshalb Claudia: abbricht und deswegen schneller hinten was nachfließt und dann drückt das das, Claudia: was hinten schneller nachfließt, ja auch wieder schneller nach vorne, Claudia: was das dann wieder schneller schädigt, wieder schneller abbricht.

Claudia: Also so eine Feedback-Loop, die das Ganze verstärkt, Und da sehen wir schon, Claudia: wo das so hingeht in Zukunft oder wo das hingehen könnte in Zukunft, Claudia: dass dieser zyklische Mechanismus einfach sich beschleunigt und dass wir viel Claudia: schneller diese Eisschlüsse haben, viel schneller das Abbrechen und dass nicht Claudia: der Mechanismus an sich sich verändert, Claudia: sondern die Häufigkeit und die Frequenz, in der es passiert.

Claudia: Und das ist auch so das, was auch rauskommt.

Claudia: Dazu haben sie natürlich viel gemacht.

Claudia: Also sie haben so Schlüsselelemente identifiziert, also die Eisflussgeschwindigkeit Claudia: im Gletscher, die Spannungs- und Scherkräfte, die da auf das Eis wirken, Claudia: die Dicke des Schelfeises, Claudia: die jährliche Veränderung von diesen Druckraten, also auf die Aufsatzlinie.

Claudia: Diese Sachen haben sie sich alle angeschaut und haben dann geschaut, Claudia: wie wichtig sind die, wenn wir uns anschauen wollen, wie dieser Mechanismus Claudia: funktioniert und wie das alles zusammenhängt.

Claudia: Und dann kommt eben raus, dass die Eisdicke, diese Spannungskräfte, Claudia: die aufeinander wirken und die Eisschlussgeschwindigkeit am meisten darauf Einfluss haben.

Claudia: Also alle sind wichtig, aber die haben den meisten Einfluss.

Das heißt also, Claudia: wenn wir tatsächlich irgendwie höhere Werte von diesen Spannungsverhältnissen Claudia: haben und dann halt zum Beispiel eine erhöhte Flussgeschwindigkeit oder eine Claudia: dünnere Eisdecke an sich, dann haben wir höhere Schäden.

Florian: Okay, wir sind immer noch bei der reinen Beschreibung von Physik, Florian: was passiert, wenn was passiert, aber wir haben jetzt noch keine Prognosen für die Zukunft.

Claudia: Nee, wir haben noch keine Prognosen für die Zukunft.

Weil du musst ja, Claudia: um die Prognosen machen zu können, erst mal aus deinen Beobachtungen ein Modell Claudia: daraus entwickeln mit den Parametern, auf die du schaust, um zu gucken, Claudia: wie wird es sich in Zukunft entwickeln.

Claudia: Okay.

Claudia: Also wo es dann so Ice-Sheet-Model-Intercomparison.

Claudia: Und diese Daten haben sie sich jetzt rausgenommen und haben darauf ihr Regressionsmodell, Claudia: das sie jetzt gebaut haben, basierend auf Beobachtungsdaten, Claudia: was also wirklich valide und solide auf den Beobachtungsdaten steht, angewendet.

Claudia: Ja, und haben dann mal geguckt, wie sieht es dann so aus zwischen 2015 bis 2100 Claudia: und wie wird sich denn zwischen den verschiedenen Szenarien dann die verschiedenen Claudia: Schadensverhältnisse verändern.

Claudia: Und dazu haben sie auch wieder eine Abbildung, die ich jetzt versuche zu beschreiben.

Claudia: Ich mag das immer gerne, wenn wir immer so Open Access Veröffentlichungen haben, Claudia: dann gucken wir beide auf die Abbildung.

Claudia: So, jetzt sind wir mal in der Lage unserer Zuhörenden.

Da sieht man nämlich Claudia: zum einen wieder zweimal quasi die Antarktis.

Claudia: Doppelt Antarktis.

Claudia: Ach übrigens, da sieht man auch tatsächlich die Arktis ohne Eis.

Claudia: Creepy.

Es bleibt dabei, ist echt sehr zerfetzt.

Und da sieht man zum einen Claudia: einmal die zwei verschiedenen Szenarien.

Claudia: Das erste wäre das RCP 2.6, also das, Claudia: Es läuft echt gut hier.

Machen wir das Szenario.

Florian: Genau.

Claudia: Das RCP 8.5.

Ach, wir haben aufgegeben.

Florian: Okay.

Claudia: Die zwei Extremszenarien haben Sie sich hier eben angeschaut.

Claudia: Dann sieht man jetzt erstmal so relativ schlicht und einfach grafisch eben anhand Claudia: der Karte der Antarktis, wie ist denn die Veränderung in der Menge der Schäden.

Claudia: Und dazu hat man jetzt eben zwei unterschiedliche Abbildungen.

Claudia: Einmal das eine Szenario und einmal das andere Szenario.

Claudia: Und in dem Alles-wird-getan-Szenario.

Wir gehen das an.

Claudia: Da sieht man wirklich nur so leichte Fluktuationen und das ist positive und Claudia: negative Signale in dem Schelfeis.

Claudia: Also man sieht diese Kontinentalgrenze und dann sieht man das Schelfeis drumherum Claudia: und da sieht man ganz leichte, also ein Hauch von Farbe in beide Richtungen, ganz gescheckt.

Claudia: Da ist quasi alles irgendwie möglich, weniger und mehr Schäden und dann auch Claudia: eben weniger und mehr Schelfeis.

Claudia: Wohingegen, wenn man jetzt zu dem Szenario 8.5 geht, RCP 8.5, Claudia: also wir machen nichts mehr oder machen es schlimmer, genau genommen, Szenario.

Claudia: Und da sieht man, dass es tatsächlich Schelfeisregionen gibt, Claudia: die sind einfach tiefrot geworden.

Claudia: Die Leuchten, das ist einfach komplett geschädigt.

Das heißt, Claudia: es existiert offensichtlich noch, aber es ist extrem geschädigt.

Claudia: Also es wird die Wahrscheinlichkeit von Abbrechen, die Wahrscheinlichkeit von Claudia: diesem beschleunigten Feedback-Loop, das alles ist sehr hoch.

Claudia: Es gibt auch Regionen, ganz, ganz kleine Regionen, wo es hellblau ist.

Claudia: Wo tatsächlich das abbricht und es ist einfach kein Schelfeis mehr da.

Claudia: Dann kannst du auch keine geschädigte Fläche haben.

Claudia: Aber das ist jetzt natürlich eine andere Art von negativer Entwicklung.

Claudia: Diese zwei Endergebnisse, hier jetzt natürlich dann eben entsprechend aus dem Claudia: Jahr 2100, kann man sich so anschauen und sieht dann schon, okay gut, Claudia: ja, Shelf-Eis, dem geht es nicht so gut.

Claudia: Das ist aber auch wieder regional super unterschiedlich.

Also sie haben dann Claudia: nochmal aufgesplittet, für welche Region sieht es denn ganz besonders schlimm aus.

Claudia: Und ich weiß, dass sich jetzt alle die Antarktis vorstellen können, Claudia: aber es gibt so eine schöne Kante, so eine Knick, so eine Ecke in der Antarktis, Claudia: die so reinknickt, die Ross Sea.

Claudia: Und da ist ein sehr, sehr großer Bereich von Shelf-Eis.

Das ist wirklich sehr, sehr groß.

Claudia: Und das ist da, wo der Schaden einfach richtig hochrot ist.

Florian: Das bricht alles ab?

Claudia: Also das hat sehr, sehr hohe Schäden.

Und die Wahrscheinlichkeit für die hohen Claudia: Schäden bedeutet, ja, es wird sehr viel schneller abbrechen.

Claudia: Es wird sehr viel schneller nachfließen, sehr viel schneller wieder Schaden Claudia: haben, sehr viel schneller wieder abbrechen.

Claudia: Also da fließt sehr viel sehr schnell nach und diese Feedback-Loop ist verstärkt.

Claudia: Und das ist ja das Interessante, also dass du diese Feedback-Loop hast, Claudia: die das Ganze verstärkt.

Claudia: Nicht, dass das Schelfeis abbricht und wegschwimmt, das passiert ja, Claudia: das wird auch in Zukunft passieren, sondern dass dieser Mechanismus auch bedeutet, Claudia: dass hinten viel mehr Eis nachfließt und dementsprechend auch mehr Einfluss Claudia: auf den Meeresspiegel hat.

Claudia: Also weil viel schneller der Abfluss von dem antarktischen Eisschild passiert.

Claudia: Also das antarktische Eisschild wird abnehmen, dafür wird der Meeresspiegel steigen.

Claudia: Und dieses Eisschelfeis, das eigentlich ja dagegen drückt und sagt, Claudia: hey langsam hier, bitte nicht zu schnell fließen, ist gerade in dem Bereich Claudia: so geschädigt, dass es einfach super schnell nachfließt.

Florian: Welcher Zeitskalas sind wir jetzt nochmal?

Claudia: Das war jetzt 2100.

Florian: Okay.

Claudia: Also sie haben jetzt nicht im Detail noch Zwischenschritte angeschaut, Claudia: sondern haben jetzt einfach erstmal an die 2100 reingeguckt, Claudia: um einfach mal zu sehen, wie sieht es denn aus in Zukunft?

Gut, Claudia: ich finde das halt einfach interessant.

Claudia: Für mich war es halt nochmal interessant zu sehen, weil dieser Mechanismus mit dem Schelfeis, Claudia: der dafür sorgt, dass nicht so schnell hinten was abfließt und nachfließen kann Claudia: und dass diese Schädigungen tatsächlich ein Frühwarnsystem dafür sind, dass sich, Claudia: wenn sie schnell kommen, stark sind und dann eben schnell was abbringt, Claudia: dass hinten dran auch viel mehr nachfließt, was viel schneller den Meeresspiegel ansteigen lässt.

Claudia: Das sind so Sachen, die weiß ich irgendwie mal im Hinterkopf, Claudia: aber ich finde sie schön, hier nochmal mit Beobachtungsdaten zu sehen und ich Claudia: finde es auch wichtig zu sehen, Claudia: okay, in Zukunft werden wir da eine Feedback-Loop kriegen, die das Ganze sehr Claudia: beschleunigt und uns viel mehr Eisfluss und damit einen schnelleren Meeresspiegelanstieg verursacht.

Claudia: Wir haben ja viel über Meeresspiegelanstieg geredet und das ist ein Mechanismus, wie er passiert.

Florian: Hast du jetzt das zufällig irgendwo gelesen oder nachgeschaut, Florian: was das jetzt im Kontext des Status Quo heißt?

Florian: Also wir haben ja, wie du gerade gesagt hast, viel über Meeresspiegelanstieg gesprochen.

Hat?

Florian: Diese Arbeit jetzt auswirken darauf, dass man sagen kann, okay, Florian: es ist jetzt bis zu 105 Millimeter mehr als gedacht oder sowas.

Florian: Oder ist das einfach jetzt noch, hat das noch keiner sich überlegt?

Claudia: Bis dahin sind sie noch nicht gegangen.

Sie haben sich hauptsächlich jetzt erstmal Claudia: auf das Schelf-Eis konzentriert und diese Feedback-Loop, dass sie die bestätigen Claudia: können und dass sie die auch in Zukunft sehen, dass da mehr passiert.

Claudia: Allerdings, wie stark jetzt dieses Feedback ist Und was das für weitere Konsequenzen Claudia: noch nach sich zieht, da sind sie noch nicht weitergegangen.

Claudia: Es war so ein hauptsächliches Daten- und Methoden-Paper.

Claudia: Ich würde es aber tatsächlich super gerne wissen, also wenn man jetzt basierend Claudia: darauf, Modelle füttert mit Meeresspiegelanstieg, was kann man da quantifizieren, was passiert da?

Claudia: Aber das ist quasi das, was Sie auch sagen, also das muss jetzt hier hinterher Claudia: passieren.

Und es ist natürlich auch wichtig, dass künftig die Modelle, Claudia: also die Klimamodelle, das auch berücksichtigen.

Claudia: Also diese Ozean-Atmosphären-Interaktion, die da hier irgendwie passiert, Claudia: sollte berücksichtigt werden.

Ich mochte das Paper, weil es ist sehr nischig.

Claudia: Es guckt sich so einen Teil an und will nochmal genau verstehen, Claudia: wie es funktioniert und arbeitet mit richtig guten Beobachtungsdaten und einer Claudia: Methode und kann dann eben etwas nochmal deutlich belegen und in die Zukunft damit gucken, Claudia: was halt bisher jetzt noch nicht in die Zukunft geguckt worden ist, Claudia: so ein Detail.

Ja, das war das Paper.

Florian: Okay, ja, war spannend.

Claudia: Aber… Ja, nicht überraschend.

Ich finde aber auch wirklich, ich finde auch… Claudia: Klima-Paper selten überraschend, was vielleicht jetzt eher für unsere Kenntnis Claudia: von viel Klima-Paper liegt.

Florian: Willi, Hörerschaft, falls ihr jetzt Florian: extrem überrascht vor euren Podcast-Applikationen sitzt, schreibt uns.

Claudia: Genau, ansonsten könnt ihr auch schreiben.

Florian: Ja, aber es war ein spannendes Thema.

Wir müssen noch nicht gleich zum Feedback-Teil Florian: kommen, aber ich fand es wirklich sehr, sehr spannend insofern, Florian: als dass es ja immer eins der Dinge ist, die ja so klassisch dargestellt werden, Florian: wenn es um Klimakrise, Klimakatastrophe geht.

Florian: Da ist immer dieser Eisbär am Eisberg.

Und ja, ich weiß, Eisbären nicht Antarktis, sind Pinguine.

Florian: Und denen ist es egal, ob da jetzt die, die müssen nicht irgendwie am Eisberg sitzen.

Florian: Die brauchen, ja gut, die schwimmen.

Florian: Genau, also dass es nicht das Problem war.

Es ist halt so dieses ikonische Eis, Florian: und Eisschmelze, was man in Klimakrise sieht.

Florian: Und man sich denkt, ja, wenn wir was verstanden haben in Sachen Klimakrise, Florian: ja, dann haben wir das verstanden, wie das Eis schmilzt und dass der Meeresspiegel ansteigt.

Florian: Und da beschäftigt man sich schon fast gar nicht mehr damit, Florian: zumindest so in der öffentlichen Wahrnehmung.

Florian: Da denkt man dann halt Hitzewellen und Landwirtschaftprobleme und Waldbrände und alles sowas.

Florian: Weil Eis schmilzt ja, das wissen wir schon, dass das so ist.

Florian: Aber es ist trotzdem gut zu sehen, dass die Forschung das nicht so sieht, Florian: dass sie denkt, ach ja, hier, Eis schmilzt sie, ja, da machen wir noch weiter, Florian: weil wir wissen noch nicht genug drüber.

Florian: Und dass man dann eben noch, ja, jetzt dann, wie gesagt, sowas rausfinde, Florian: was du gerade erzählt hast.

Claudia: Ja, ich finde es auch gut, dich halt wie Wissenschaft das eben tun soll, Claudia: sich Dinge anzuschauen, die andere schon mal angeschaut haben, Claudia: um rauszufinden, mit neuer Datenlage, mit neuen Methoden sehen wir das immer noch.

Claudia: Also Sachen wiederholen und bestätigen ist ja sehr, sehr wichtig in der Wissenschaft.

Claudia: Gerade in der Klimaforschung erst recht.

Da wird ja immer gesagt, Claudia: ach, das ist doch nur eine Studie.

Claudia: Nee, also es gibt schon mehrere.

Claudia: Genau, also das finde ich auch.

Und am Ende hat das ja alles sehr starke Auswirkungen Claudia: auf uns und wir sehen super oft in den Medien diese Symbolik mit diesen abbrechenden, Claudia: Also mit diesem kalten Schelfeis, wo tatsächlich diese Eisberge abbrechen.

Claudia: Und jetzt wisst ihr, das ist deshalb schlecht, nicht nur, weil da jetzt Eisberge Claudia: schwimmen, sondern weil dann weniger Druck nach hinten geht und dann kann es Claudia: schneller hinten nachfließen, das Eis, und damit schneller den Meeresspiegel ansteigen lassen.

Florian: Ja, müssen wir alle einsammeln, die Eisberge wieder auf die Art Arktis draufschmeißen.

Ja, gute Idee.

Claudia: Geht bestimmt auch ganz einfach mit so einem Kran.

Florian: Genau, ja.

Drohnen machen das.

Alles machen Drohnen in Zukunft.

Claudia: Tja, smart.

Das stimmt, da brauchst du ein paar viele, aber ich meine, das ist schon okay.

Florian: Kleine Eiswürfelchen einfach so abhacken und wieder zurückfliegen.

Florian: Kann automatisch passieren, kann man automatisch programmieren, Florian: dass man dir ein paar Sparm hinschicken und dann tun die da die Eisberge aufnehmen.

Florian: Schleudern sie wieder zurück.

Genau, Stück für Stück.

Florian: Ja, Problem gelöst.

Ja, Problem solved.

Okay.

Florian: Vielen Dank für die Folge.

In der nächsten Folge, da nähern wir uns schon Weihnachten.

Florian: Es ist dann der 22., wenn die nächste Folge erscheint.

Und deswegen gibt es Florian: ein kleines Weihnachts-Special.

Florian: Aber das erfahrt ihr dann, wenn es soweit ist, in zwei Wochen.

Florian: Und bis dahin könnt ihr uns wie üblich unter podcast.dasklima.fm eine Nachricht Florian: schreiben, Wenn ihr uns was sagen wollt über das, was ihr gehört habt oder was Florian: ihr sonst so sagen wollt, Florian: ihr könnt den Artikel anklicken unter dasklima.fm, denn da gibt es die Show Florian: Notes und in dem Show Notes gibt es natürlich den Link zu der Studie und dann Florian: könnt ihr ihn anklicken und feststellen, dass ihr nichts seht, Florian: weil ihr keinen freien Zugang habt, aber ihr findet auch alle anderen relevanten Florian: Informationen zu allen Folgen unter dasklima.fm und ihr könnt uns unterstützen, wenn ihr das wollt, Florian: indem ihr weitererzählt von dem, was ihr hier hört.

Florian: Ihr könnt weitererzählen, dass es den Podcast gibt.

Ihr könnt weitererzählen, dass es uns gibt.

Florian: Ihr könnt alles weitererzählen, was ihr Informationen habt.

Ihr könnt den Podcast Florian: bewerten.

Ihr könnt ihn abonnieren.

Florian: Ihr könnt ihn finanziell unterstützen.

Alle Informationen dazu gibt es in den Shownotes.

Florian: Und wenn ihr wissen wollt, was das Weihnachtsspecial ist, dann müsst ihr zwei Wochen lang warten.

Florian: Wenn die nächste Folge kommt, dann werdet ihr es rausfinden.

Florian: Und bis es soweit ist, verabschieden wir uns und sagen Tschüss.

Claudia: Tschüss.

Claudia: Also vor dem 19.

einen neuen Aufnahmetermin komplett und irgendwo vom 5.

einen kurzen.

Claudia: Also vom 5.

einen kurzen, das sollten wir irgendwie hinkriegen.

Florian: Das ist ja Karneval, ich trinke mal ein paar kurze.

Claudia: Was für deine Weihnachtspläne so sind.

Nicht Karnevalspläne, Weihnachts.

Florian: Ja, ich trinke ein paar kurze.

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