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Das Klima

·E155

DK155 - Globale Gletscherschmelze

Episode Transcript

Florian: Hier ist das Klima, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise.

Florian: Wir lesen und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung jeden zweiten Florian: Montag mit Claudia Frick.

Claudia: Und Florian Freistetter.

Florian: Hallo.

Ja, seit unserer letzten Folge sind ja zwei Wochen vergangen und deine Florian: Hustenprobleme von damals sind jetzt wieder passé.

Claudia: Die Leute herausfinden, dass wir zwei Folgen hintereinander aufnehmen.

Florian: Ja, also die Hustenprobleme von vor zwei Florian: Wochen sind aus unserer Sicht die Hustenprobleme von vor zehn Minuten.

Florian: Das heißt, wir werden uns bemühen, auch heute wieder Stimmen und Husten freundlich Florian: aufzunehmen.

Das heißt, tendenziell kürzer.

Florian: Aber diesmal ist es deine Folge, da musst du ein bisschen reden.

Claudia: Ja, ich muss auf jeden Fall reden.

Aber nachdem wir ja letzte Woche, Claudia: wo waren wir letzte Woche?

Florian: In der Au, in der Au waren wir vor zwei Wochen.

In der feuchten Au, Florian: also nichts unbedingt, wo man hingeht, wenn man Husten hat.

Florian: In der feuchten Au im Herbst haben wir uns angeschaut, ob Auen und Flussauen Florian: und Überschwemmungsgebiete gute Ökosysteme sind, wenn es um CO2-Speichern geht.

Florian: Und stellt sich raus, sind sie vermutlich.

Und sie sind auch sehr resilient Florian: gegen extreme Wetterbedingungen.

Florian: Also es lohnt sich, sich um die Au zu kümmern.

Claudia: Stimmt, das ist okay.

Das heißt, kein hustenfreundliches Thema letztes Mal, dieses Mal auch nicht.

Claudia: Weil von den Auen, die gute CO2-Speicher sind, gehen wir zu den Gletschern.

Florian: Okay.

Claudia: Da ist es ein bisschen zu kalt, fürchte ich jetzt so für mich.

Florian: Ja, da müssten wir, was ist denn gut für Husten?

Irgendwie so Höhlen, Florian: da gibt es doch Höhlen, wo man hinfährt, wenn man irgendwie Atemprobleme und Florian: Lungenprobleme hat.

Salzstollen.

Claudia: Ja, okay, Salzstollen kann ich noch mit leben.

Ich dachte, du sagst jetzt sowas, Claudia: ich komme ja aus so einer Kurstadt.

Wir haben die Salinen.

Florian: Weißt du, wo Salzwasser.

Claudia: Diese, genau.

Die sind auf jeden Fall gut, aber wir haben auch Radonstollen.

Florian: Ja genau, die gibt es auch.

Bad Hofgasteil in Österreich, glaube ich, gibt es die auch.

Claudia: Ja, sind immer wieder, also auch wissenschaftlich immer mal wieder das eine Claudia: und das andere.

Aber die Leute trinken manchmal auch das Wasser von den Wänden.

Florian: Wasser von Wänden trinke ich generell nicht.

Claudia: Ja, maybe don't.

Genau, da müsste ich jetzt also quasi eigentlich so vor Salinen setzen.

Claudia: Das wäre ideal oder sonst Meer, Salz, also Meeresluft, salzige Luft wäre jetzt, Claudia: glaube ich, gut.

Haben wir nicht, ich will auf Gletscher.

Florian: Okay, gut, dann gehen wir auf den Gletscher.

Claudia: Und zwar aus dem simplen Grund, ich weiß nicht, wie es bei dir ist, Claudia: aber ich werde ja tatsächlich häufiger mal gefragt, ob wir denn eigentlich den Claudia: IPC7 machen, wenn der kommt.

Claudia: Und ich sage dann immer, naja, also eigentlich machen wir den ja schon.

Florian: Genau.

Claudia: Wir reden ja über die Forschung, die jetzt da quasi reingeht.

Claudia: Und ich habe mich einfach mal halt gezielt auf die Suche gemacht nach Papern, Claudia: die auch erwähnen, dass sie etwas tun, um darauf hinzuarbeiten, Claudia: damit es für den IPC7-Bericht verwendet werden kann.

Florian: Ach, das machen die?

Claudia: Ja.

Florian: Ich habe nicht gewusst, dass man wirklich so Forschung macht und dann dazu schreibt, Florian: das bitte in den nächsten Sachstandsbericht.

Claudia: Ach so, nee, nicht, nehmt das bitte auf, sondern im Hinblick auf den Sachstandsbericht, Claudia: den nächsten, wollen wir die Datenqualität verbessern.

Florian: Okay, gut.

Claudia: Genau, und das ist ein Paper, das das eben quasi gemacht und auch reinschreibt, Claudia: dass sie eben tatsächlich die Datenqualität verbessern wollen, Claudia: in dem Fall jetzt für Gletscher.

Claudia: Das ist ein Paper, das veröffentlicht in Nature Community Estimate of Global Claudia: Glacier Mass Changes from 2000 to 2023.

Florian: Okay, also wir gucken an, was mit den Gletschern passiert ist in den letzten 23 Jahren.

Claudia: Eigentlich 24, weil man ja 20...

Florian: Ja, stimmt, da muss man ja.

Claudia: Ja, hast recht.

Ist immer so ein bisschen kompliziert, aber ich will überhaupt nicht, Claudia: also in dem Paper wird natürlich dann auch sehr viele Ergebnisdiskussion gemacht, Claudia: das mache ich am Schluss auch, aber ich würde gerne mal drauf schauen, Claudia: mit was für einer Methode sie das denn machen, Claudia: weil die Frage ist ja immer, was wollt ihr denn besser machen und warum war Claudia: es vielleicht vorher im IPCCX gar nicht so gut oder was war das Problem?

Claudia: Und genau das macht das Paper.

Claudia: Und das allererste, was spannend ist oder was halt wichtig ist, Claudia: ist die Frage, welche Gletscher gucken die sich eigentlich an?

Florian: Ihr dacht ja alle, oder wenn es Global heißt?

Claudia: Genau, eigentlich alle.

Aber Claudia: man muss ja vielleicht sich nochmal vor Augen führen, wo die überall sind.

Claudia: Und es gibt tatsächlich 19 Regionen, die die definieren.

Claudia: Und die können wir in Abbildung 1 sehen.

Also wir können sie sehen.

Claudia: Den anderen beschreibe ich das total gerne.

Bildung 1 kann man auch groß machen, Claudia: das lohnt sich, weil die ist schon ein bisschen winzig.

Man sieht so die...

Claudia: Weltkarte und dann darüber gelegt, so einzelne kleine Regionen mit Zahlen von Claudia: 1 bis 19.

Überraschenderweise jetzt.

Florian: Ich suche gerade Österreich, aber die Alpen sind auf jeden Fall drinnen.

Florian: Nummer 11, genau.

Wo ist Nummer 11?

Claudia: Die Nummer 11 ist da rechts Central Europe.

Florian: Ah ja, da auch so klein.

Ja gut, verglichen global sind wir nicht so viele.

Florian: Du wirst gleich erklären, was da ist, aber da steht 38,7.

Claudia: Ja, in Rot.

38,7 in Rot ist schon mal keine gute Sache.

Claudia: Das sagt schon mal, wie viel Prozent Massenverlust diese Gletscher so hatten in dieser Zeit.

Claudia: Und wenn du auf den Rest der Zahlen Claudia: guckst, siehst du… Ja, die sind alle kleiner.

Ja, sind alle kleiner.

Florian: Ich sehe es gerade, die Alpen haben den größten Rüstenmassenverlust.

Claudia: Ja, genau.

Die sind zwar sehr klein, aber sie haben den größten Massenverlust Claudia: relativ zu ihrer Gesamtmasse gehabt.

Claudia: Und das sieht man auch, wenn man die Kreise… Also das sind so ganz viele Kreise.

Claudia: Für jede Region gibt es so ein Kreistortendiagramm und man sieht in Rot halt Claudia: die Ecke, was ist geschmolzen.

Claudia: Und wenn man auf die Kleinen guckt, dann sieht man, die haben immer am meisten verloren.

Claudia: Das ist auch was, was sie in der Studie finden und was sich auch in anderen Claudia: Studien widerspiegelt.

Die kleinen Gletscher verlieren relativ gesehen am meisten Masse.

Claudia: Das ist zwar nicht am meisten Massenverlust global gesehen, weil das ja sehr Claudia: kleine Gletscher sind, aber für ihre Region ist es halt ein großer Anteil, Claudia: der verloren geht und in Zentraleuropa eben schon über ein Drittel.

Claudia: Und in der Mitte sieht man einmal so einen großen Balken, der quasi einmal die Claudia: gesamte Welt umspannt und sagt, global, wie viel haben wir verloren?

Claudia: Und da hat man schon mal so einen guten Überblick, was passiert ist.

Claudia: Und was ich auch ganz spannend finde, ist, dass unter jedem Tortendiagramm unten Claudia: drunter noch so eine Zeitleiste ist von 2000 bis 2023.

Claudia: Und jeder Balken ist ja ein Jahr und der hat eine andere Farbe.

Claudia: Also diese Heatmaps, wie wir sie kennen, rot heißt viel Massenverlust und blau Claudia: heißt der Gletscher ist gewachsen.

Blau sucht man jetzt ein bisschen.

Claudia: Es gibt so ein paar, da so Kaukasus, unten rechts da auf Kaukasus und Middle Claudia: East, da haben wir was.

Neuseeland ganz am Anfang war einmal blau.

Florian: Aber wenn man sich jetzt so die letzten Jahre anschaut, also das rechte Ende Florian: dieser Leiste, da ist eigentlich nur noch rot.

Florian: Da sehe ich jetzt nichts Blaues mehr so in den letzten Jahren.

Claudia: Island.

Island, doch mal hier Island.

Florian: Island, ja, stimmt.

Claudia: Es ist wenig so und das ist schon mal ein schöner Überblick und das ist schon Claudia: mal ein Highlight darüber oder eine gute Zusammenfassung, was Sie in Ihren Daten Claudia: finden.

Und das ist jetzt aber nicht total groundbreaking, absolute news.

Claudia: Wir haben ja schon öfter auch über Gletscher gesprochen, sondern was sie da Claudia: halt tatsächlich hervorheben, ist nicht nur, dass sie das jetzt so schön darstellen Claudia: können, sondern auch, wie sie das gemessen haben.

Claudia: Und der Titel hat es ja schon, wie immer, Wissenschaftliche Paper, Claudia: ein bisschen gespoilert.

Das ist ja ein Community-Approach.

Claudia: Sie kritisieren halt, dass zum Beispiel frühere Messungen oder Assessment und Claudia: auch natürlich der Assessment-Report sich, naja, ein bisschen Probleme hatten Claudia: wegen der Heterogenität der Daten, die es gibt.

Claudia: Räumlich, aber auch zeitlich werden diese Gletscher alle unterschiedlich gemessen und vermessen.

Claudia: Was sie gemacht haben, ist die Community zusammenbringen in ihrem Projekt.

Claudia: Der Projektname war, jetzt muss ich es nochmal runterscrollen, Claudia: wie war denn der Projektname?

Der hatte doch so einen schönen, hier, Glembi.

Florian: Das klingt mir irgendwie komisch.

Wie heißt die?

La Fufo, La Bubu?

Florian: Glembi, das ist der nächste Trend, dass man sich jetzt alles Glembis kauft irgendwo.

Claudia: Oh, ich glaube nicht, dass Sie das meinen, aber es klingt wirklich so.

Claudia: Also auf glambie.org kann man es nachgucken, G-L-A-M-B-I-E, so ist die Webseite.

Claudia: Das ist das Glacier-Mass-Balance-Intercomparison-Exercise-Projekt, Claudia: die quasi sich eben zum Ziel gesetzt haben, Claudia: diese Daten, die heterogen in Sachen Messverfahren, in Sachen zeitlicher Auflösung Claudia: und räumlicher Auflösung zusammenzubringen und zu homogenisieren.

Claudia: Also so, dass man eben einen globalen Datensatz hat, der vergleichbar ist und Claudia: alles auf alle Möglichkeiten der Messdaten mit einschließt, also eine möglichst Claudia: breite Datenbasis hat.

Und das ist das Ziel dieses Projekts.

Claudia: So, und da wollte ich ganz kurz mal darauf eingehen, was sie da jetzt so homogisieren Claudia: oder was das so besonders dran ist.

Claudia: Und das ist zum einen, dass sie alle Messmethoden, die es gibt, Claudia: um Gletschermassenverluste zu messen, zusammenbringen.

Claudia: Und wahrscheinlich weißt du jetzt nicht spontan, Claudia: Welche Arten gibt es zu messen?

Florian: Ich würde sagen, man kann einfach hingehen und eine Stange im Boden stecken Florian: und bohren und gucken, wie viel da ist.

Florian: Vermutlich kann man auch was mit dem Weltraum machen.

Weil ich weiß, Florian: es gibt Satellitenmissionen, die sich speziell mit der Kryosphäre beschäftigen, wie Kryosat.

Florian: Ich gehe davon aus, da könnt ihr jetzt nicht im Detail sagen, Florian: wie man das macht.

Man kann natürlich von oben schauen, wie groß ist der jetzt Florian: quasi flächenmäßig von oben.

Florian: Wenn man jetzt die Gesamtmasse bestimmen will, braucht man auch eine dritte Dimension.

Florian: Da weiß ich nicht, wie man das aus dem Weltall messen kann.

aber vermutlich Florian: werden sich schlaue Menschen was ausgedacht haben.

Claudia: Ja, sehr viele schlaue Menschen haben sich sehr viele Sachen ausgedacht.

Claudia: Ja, genau, aber du hast recht, die erste Methode ist die klassische, Claudia: diese glatziologischen Messungen, wo du so einen Bohrkern, quasi so eine Stange Claudia: in den Boden himmst und halt mal guckst, wie viel ist denn da noch und so.

Claudia: Hat den Vorteil, das kannst du quasi auch so richtig saisonal auflösen.

Claudia: Du kannst ja quasi jeden Monat hingehen und das machen.

Claudia: Aber der Nachteil ist, dass nur sehr, sehr wenige Gletscher weltweit so vermessen Claudia: werden.

Weniger als ein Prozent.

Florian: Es ist ja nicht jeder Gletscher so wie hier in Österreich, wo ich mit der Seilbahn Florian: hochfahren kann, weil dann andere Gletscher liegen halt, weiß ich nicht, Florian: irgendwo in Kamtschatka oder Florian: am südlichen Ende von Südamerika oder in der Antarktis oder in Grönland.

Florian: Da kommen wir nicht so einfach hin.

Das ist schon mal ein Aufwand, Florian: da überhaupt hinzukommen, bevor ich meine Stange in den Boden stecken kann.

Claudia: Exakt.

Und deswegen, es war eine super Methode so für die zeitliche Auflösung Claudia: und für die Genauigkeiten.

Das ist eine direkte Messung, aber halt ein bisschen selten.

Claudia: Und natürlich auch gleichzeitig muss man bedenken, dass ja ein Bohrkern an einer Claudia: Stelle, das ist ja auch vielleicht gar nicht repräsentativ für den gesamten Claudia: Gletscher oder für die ganze Region mit mehreren Gletschern.

Claudia: Also das ist so schon sehr limitiert in dem Bereich.

Claudia: Und dann hast du natürlich, wie du gesagt hast, so Spaceborne Observations, Claudia: also alles, was irgendwie so Satelliten und ähnliche Messmethoden oder auch Radar betrifft.

Claudia: Und da hast du zum einen so 3D-Methoden, also sind so digitale Höhenmodelle, die verglichen werden.

Claudia: Also da hast du quasi mehrere Messungen von Satelliten oder Flugzeugen geht Claudia: auch, die halt so ein 3D-Bild des Gletschers machen.

Claudia: Da musst du ja für 3D immer aus mehreren Winkeln und so.

Claudia: Und das darf jetzt nicht Monate dazwischen liegen, um ein 3D-Bild zu machen, Claudia: sondern du musst es schon relativ zusammen machen.

Claudia: Aber tatsächlich ist das so, dass es jetzt nicht so super häufig passiert.

Claudia: Also da ist jetzt die zeitliche Auflösung eher ein bisschen schwierig.

Claudia: Aber du kannst natürlich gucken, wenn du wiederkommst nach einem Jahr oder so, Claudia: okay, hat sich jetzt die Oberfläche abgesenkt und dann kannst du aus der Höhenänderung Claudia: die verlorene Masse rausrechnen.

Claudia: Vorteil, deckt alle Gletscher weltweit ab, gibt da so einen großen Überblick, Claudia: Nachteil, man braucht erstmal so Annahmen zur Dichte des Eises, Claudia: also es ist wieder so eine, man muss da was umrechnen und Annahmen machen und Claudia: die Zeitabstände sind halt vergleichsweise lang.

Sieht man jetzt nicht die saisonalen Veränderungen.

Claudia: Dann gibt es noch so Altimetrie, das ist tatsächlich auch Höhenmessung der Gletscher, Claudia: aber das machen die Satelliten auf den, was auf ihren üblichen Bahnen, Claudia: die sie um die Erde drehen.

Claudia: Das heißt, die fliegen das zwar dann regelmäßig ab, aber du hast jetzt nicht Claudia: zwei, die irgendwie aus verschiedenen Winkeln messen.

Claudia: Also du hast jetzt nicht so eine 3D, sondern du hast tatsächlich nur die Höhe.

Claudia: Kannst du mit Laser oder Radar machen, das geht auch.

Aber ja, Claudia: du hast eine höhere zeitliche Auflösung, weil die Satelliten kommen öfter vorbei.

Claudia: Nachteil ist es halt räumlich lückenhaft, Claudia: weil sie halt nur entlang dieser Flugbahn der Satelliten messen.

Claudia: Du siehst, jede Messmethode hat schon ein bisschen andere Probleme.

Claudia: Es gibt auch noch die Gravimetrie.

Claudia: Das ist jetzt, glaube ich, eher dein Gebiet, oder?

Florian: Ja, naja, es ist insofern mein Gebiet, als dass man sich Messungen vom Weltraum Florian: ausmacht, aber ich habe mit dem nie was zu tun gehabt.

Florian: Also man misst halt die unterschiedlichen Anziehungskräfte, weil ja die Masse Florian: nicht komplett homogen ist.

Florian: Wenn ich jetzt zum Beispiel über eine Stelle der Erde fliege, Florian: wo es ein großes Gebirge ist, sagen wir mal, da ist ein bisschen mehr Masse Florian: als davor und danach und dann wird etwas, was oben drüber fliegt, Florian: ein bisschen stärker angezogen und merkt man halt jetzt, Florian: beim Flugzeug merkt man es wahrscheinlich nicht, aber wenn ich einen Satelliten Florian: habe, der so ausgestellte Messinstrumenten dass ich wirklich minimalste Lageänderungen messen kann, Florian: dann kann ich halt da allein aus der Höhenänderung, die durch die Gravitationskraft Florian: erzeugt wird, messen, wie viel Masse drunter ist.

Und das kann man wahrscheinlich Florian: bei Gletschern auch machen.

Claudia: Exakt.

Du siehst, wenn du über den Gletscher fliegst, hat sich da was an der Masse getan.

Florian: Genau.

Claudia: Also diese Messung, der hat echt den besonderen Vorteil, Claudia: misst direkt, tatsächlich direkt Massenverlust.

Die Auflösung ist so im Bereich von monatlich.

Claudia: Der Nachteil ist, es ist halt eine sehr grobe Auflösung, so mehrere hundert Claudia: Kilometer und so eine kleinere Gletscherregion, ja, kannst du jetzt nicht so Claudia: gut unterscheiden dann, also kannst du nicht so genau reingehen.

Claudia: Und jetzt hast du diese vier Arten von Messungen und die haben sie da eben und Claudia: versuchen daraus einen homogenen Datensatz zu machen.

Claudia: Und das ist tatsächlich das, was das Besondere an diesem Projekt ist.

Claudia: Ja, und da kommen wir jetzt auch zu dem Kritikteil an dem, wie es vorher gemacht wurde.

Florian: Okay.

Claudia: Im sechsten IPCC-Bericht, den wir ja gelesen haben, Claudia: da sind tatsächlich die Betrachtungen rund um Gletscher und deren Massenverluste Claudia: zwischen 2000 und 2019 basierend ausschließlich auf diesen digitalen Höhenmodellen, Claudia: wo du diese 3D-Aufnahmen machst.

Das war deren Hauptquelle.

Claudia: Das ist natürlich dann ein bisschen limitiert.

Florian: Ja, es ist halt eine Methode und jetzt haben sie mehrere Methoden.

Claudia: Und auch ein bisschen von der Gravimetrie, aber hauptsächlich, Claudia: um so Vergleiche nochmal zu machen, also um so zu gucken, passt das.

Claudia: Genau, das soll jetzt halt im nächsten IPC 7 nicht mehr so sein, Claudia: sondern dann soll dieser Datensatz, wo alles zusammenkommt, als Grundlage dienen.

Claudia: Das heißt, dass man eben nicht nur zum Vergleich eine andere Messmethode hat, Claudia: sondern alles zusammen.

Claudia: Das ist tatsächlich das Ziel des Papers und ich meine, das ist schon relativ Claudia: klar, dass man dann die Hoffnung hat, dass das auch der IPC 7 Bericht drin vorkommt, ne.

Claudia: Und jetzt wollte ich noch eine Abbildung zeigen und da muss man jetzt ein bisschen Claudia: scrollen, wenn ihr das offen habt.

Claudia: Ganz unten gibt es nämlich so Extended Data Figures.

Da gibt es die Extended Data Figure 1.

Florian: Ich scroll mich gerade an Gleichungen vorbei.

Jetzt kommen die Referenzen.

Claudia: Noch weiter runter.

Florian: Noch weiter runter.

Hinter die Referenzen scrolle ich nie.

Claudia: Ja, solltest du ab und ab mal machen.

Florian: Aber es ist ja Funding, Post-Credit-Scenes bei den Marvel-Filmen.

Claudia: Nee, es sind die Background-Informations über die Personen und die Gruppen, die beteiligt waren.

Florian: Ach guck, ich hätte das viel schneller machen können, wenn ich rechts auf Figures Florian: geklickt hätte.

Da bin ich viel schneller beim Scrollen.

Ach was?

Claudia: Guck mal, das hätte ich, okay, nee, ich wollte nicht scrollen.

Florian: So, eins, welche Figure nehmen wir?

Claudia: Eins.

Extended Data Figure 1.

Das ist wieder eins dieser Diagramme, Claudia: deren Namen ich immer verließe.

Florian: Ja, Massenfluss-Diagramme hatten wir, glaube ich, mal wie gesagt.

Florian: Irgendwie sowas in der Art.

Claudia: Genau, wo man sieht, wie links sind tatsächlich Arbeitsgruppen.

Claudia: Das Projekt ist ja Community Approach, das heißt es gibt 35 Research Teams, Claudia: die da zusammenarbeiten und insgesamt 450 Data Contributors, Claudia: also Leute oder Messungen, die Daten dazu beitragen und dann kann man sehen, Claudia: wie sie links reinfließen.

Claudia: Da sieht man dann so, naja, es sind halt sehr viele Namen, weißt du, so hier aufschlossen.

Claudia: Abdullahi et al.

und Box et al.

Und ja, wie sie alle heißen.

Forester.

Florian: Bolch et al.

war faul.

Da geht nur eine ganz kleine Linie weg.

Florian: Die haben nicht viel gemacht.

Claudia: Die haben mehr gemacht.

Krieger et al.

Die haben auch wenig.

Claudia: Ja, so.

Also das sieht man links.

Und dann sieht man so zwei in der Mitte Dinge, Claudia: die die Flüsse zusammenbringen.

Claudia: Einmal welche Art von Sensor oder welches Produkt kommt dabei raus.

Claudia: Also welcher Datensatz.

Wie heißt der Datensatz?

Claudia: Da gibt es ja auch wieder so, wie immer, schöne Namen.

Aster, Claudia: Kryosat.

Das hattest du schon erwähnt.

Florian: Das ist so ein Krabimetrie-Satellit.

Claudia: Dann sieht man das und in der nächsten Spalte sieht man, welche Beobachtungsmethode Claudia: von den vier, die ich gerade erwähnt habe, wird da bedient.

Claudia: Da sieht man, dass die glatziologischen Messungen, da sind so 21 von diesen Claudia: Beiträgen oder Datenlieferanten, gehören dazu.

Claudia: 42 sind für diese 3D-Höhenmessungen, diese DEM-Differentialing.

Claudia: Dann gibt es 37 für Altimetrie und 78 für Gravimetrie.

Claudia: Und dann gibt es noch Hybrid, also Sachen, die mehrere Dinge miteinander vermischen.

Claudia: Und ganz rechts sieht man dann die 19 Regionen, die wir ja am Anfang hatten, Claudia: Gletscherregionen, in die diese Daten mit reinfließen und die diese Gletscher abdecken.

Claudia: Dann sieht man, welche sind denn jetzt am besten beobachtet.

Claudia: Ich würde sagen, so Island liegt vorne mit 20.

Ja, genau.

Florian: Genau, Island ist gut beobachtet, das stimmt.

Gut, da ist sehr viel Gletscher Florian: und da kann man auch leicht, also vergleichsweise leicht hin.

Florian: Svalbard, Jan Main, gut, da ist auch viel, viel Forschung.

Florian: Svalbard gibt es auch eine Uni und so weiter.

Claudia: Für die ist das auch ein relevantes Forschungsgebiet, weil die sind ja direkt Claudia: da dran und für die ist das sehr wichtig.

Claudia: Was du jetzt natürlich merkst, so nicht wenig beobachtet, hier so ganz unten Claudia: Antarktis, wie du schon, das ist schwierig zu erreichen und dann North Asia.

Claudia: Aber das finde ich ein sehr, sehr schönes Diagramm, um nochmal zu zeigen, Claudia: wie viel Arbeit und Personen und wie viele Datensätze und wie viele Methoden Claudia: und Produkte und Sensoren fließen da eigentlich mit ein und das ist schon eine ganze Menge.

Claudia: Das finde ich sehr schön und da können wir jetzt, jetzt kannst du wieder hochscrollen Claudia: im Prinzip, wenn du möchtest.

Florian: Ja, kommt davon, wohin ich scrollen soll.

Claudia: Erstmal einfach ein bisschen höher, aber du kannst im Prinzip dich schon so Claudia: ein bisschen Richtung Tabelle 1 scrollen.

Claudia: Wir wollen natürlich auch ein bisschen auf Ergebnisse gucken.

Claudia: Ich wollte vorher nur schon nochmal sagen, dass es noch eine Abbildung gibt Claudia: in diesen Extended Data Figures.

Ich finde die Person nicht super.

Claudia: Die stellt dar, wie sie es machen, dieses Homogenisierungsverfahren.

Claudia: Und wie sie die Sachen einsammeln und mit welchen Methoden sie das ineinander Claudia: umrechnen und zusammenführen.

Claudia: Das ist eine super, also schöne Abbildung, aber ich habe eine Stunde gebraucht, Claudia: um sie zu verstehen.

Und ich dachte, das erspare ich uns.

Claudia: Die machen schon sehr viel Technisches.

Du hast ja gesagt, du hast über Formeln gescrollt.

Claudia: Das ist schon sehr trocken, aber am Ende liegt so ein bisschen, Claudia: um wenigstens zu sagen, wie es grob funktioniert, liegt da so ein bisschen zugrunde, Claudia: dass sie bei allem versuchen, Claudia: den unterliegenden Trend aus den Daten rauszuholen und dann zu gucken, Claudia: was ist die Variabilität, die drumherum liegt.

Claudia: Und dann diese Sachen über die verschiedenen Messmethoden zusammenzuführen und Claudia: daraus dann den Ergebnisdatensatz zusammenzusetzen.

Claudia: Es ist wirklich ein komplizierter Prozess, aber er lohnt sich.

Claudia: Und das Ergebnis sehen wir eben in Tabelle 1.

Claudia: Die kann man auch noch großklicken.

Also es lohnt sich auch, Claudia: die groß zu klicken, es sind kleine Zahlen.

Claudia: Da haben wir diese 19 Getscher-Regionen und ganz unten das Globale insgesamt.

Claudia: Und da kann man sich anschauen, die verschiedenen Zahlen, also zum einen, Claudia: welche Fläche wurde in 2000 abgedeckt.

Claudia: Das ist quasi so die Startfläche.

Claudia: Es gibt aber keine Spalte für die Endfläche, also es gibt keine Area in 2023.

Claudia: Das hat mich ein bisschen erstaunt, hätte ich vielleicht auch noch gerne gesehen.

Claudia: Aber das sind quasi Startwerte, die Fläche und die Masse.

Claudia: Und dann kann man sehen, wie hat sich denn die Masse verändert?

Claudia: Mass-Change-Rate zum Beispiel.

Florian: Das ist überall ein Minus.

Claudia: Ja, also gut, das war jetzt keine Überraschung, oder?

Ja, genau, es ist überall negativ.

Claudia: Die Spalte Mass-Change-Rate, also die Massenveränderung, wird in Gigatonnen pro Jahr angegeben.

Claudia: Das sagt auch schon ein bisschen was über die Menge des Verlusts.

Claudia: Nebendran, und das finde ich jetzt halt nochmal einen guten Aspekt, Claudia: den ich jetzt bisher noch nicht angesprochen habe, Es steht nochmal, Claudia: zu wie vielen Millimetern Meeresspiegelanstieg das geschmolzene Wasser dieser Claudia: Gletscherregion jeweils beigetragen hat in der Zeit.

Claudia: Weil das ist natürlich ein relevanter Anteil vom Anstieg des Meeresspiegels, Claudia: wenn wir über Gletscher schmelzen reden.

Florian: Ja, Alaska war am meisten, sehe ich jetzt gerade hier.

Florian: Also Alaska hat den größten Anteil am Meeresspiegelanstieg, obwohl es nicht Florian: die größte Mass-Change-Rate hat.

Claudia: Genau, es hat nicht die größte Mars-Change-Rate und es hatte auch nicht die größte Anfangsfläche.

Florian: Das stimmt gar nicht.

Alaska hat die größte Mars-Change-Rate.

Florian: Ja, ja, Entschuldigung.

Claudia: Genau, die größte Mars-Change-Rate, aber es hat nicht die größte Fläche und Claudia: nicht die größte Masse am Anfang gehabt.

Florian: Ja, genau.

Claudia: Und das ist halt schon was Spezielles für die Region.

Claudia: Und das heißt, die Mars-Change-Rate hat minus 60 Gigatonnen pro Jahr.

Claudia: Das ist schon was.

Das ist ein Äquivalent zu ungefähr vier Millimetern Meeresspiegelanstieg.

Florian: Genau, global sind es 18.

Claudia: Genau, global sind es 18 und davon ist Alaska für vier Millimeter verantwortlich.

Claudia: Das heißt, man kann schon sehen, dass das ein gewisser Anteil ist, der signifikant ist.

Claudia: Als nächstes ist, glaube ich, Arctic Canada North, also die nördlichen Detscher Claudia: in Kanada mit so zwei Millimetern Meeresspiegelanstieg.

Florian: Grönland hat 2,3.

Claudia: Ach stimmt, du hast recht, Grönland ist nochmal mehr.

Ja, guck, Claudia: Grönland ist nochmal mehr, obwohl Grönland am Anfang auch weniger Masse hatte.

Claudia: Also da kann man sich so ein bisschen durchklicken, um mal zu schauen, Claudia: welcher Gletscher hat denn jetzt wie viel an Masse verloren.

Claudia: Und wie gesagt, wenn man das mit der ersten Abbildung, die wir diskutiert haben, Claudia: zusammenbringt, wo man weiß, die kleineren Gletscher verlieren relativ gesehen am meisten Masse.

Claudia: Aber das ist natürlich nicht das, was sich am Ende in einer großen Zahl an Millimetern Claudia: Meeresspiegelanstieg widerspiegelt, weil das sind ja immer noch die kleinen Gletscher.

Claudia: Also wenn man jetzt mal Central Europe anguckt, sind nur 0,13 Millimeter Beitrag, Claudia: obwohl der relativ gesehen da die Gletscher am meisten geschmolzen.

Claudia: Ja, also das ist so die Ergebnistabelle und ich mag diesen Aspekt mit dem Meeresspiegel, Claudia: weil das natürlich gerade bei Gletschern immer ein Thema ist, Claudia: das mit diskutiert wird und was auch in den Prognosen natürlich relevant wird.

Claudia: Also wenn man auf den IPCC schaut, und das tun sie ja auch, dann will man natürlich Claudia: auch Prognosen machen, zu wie viel Gletscherschmelze wird in der Zukunft sein Claudia: und zu wie viel Millimeter Meeresspiegelanstieg führt das.

Claudia: Und jetzt hat man quasi auch Daten, mit denen man natürlich auch wieder Modelle Claudia: kalibrieren kann, wenn man die Vergangenheit von 2000 bis 2023 durchgehen lässt, Claudia: dann kann man das wieder vergleichen.

Claudia: Und das ist so dieser Mehrwert dieses Papers und der Arbeit, Claudia: die da reingeflossen ist, viel Arbeit.

Claudia: Und das ist der Mehrwert der Tatsache, dass das ein Community-Projekt ist.

Claudia: Also dass so viele Arbeitsgruppen beteiligt sind, die super viele Messmethoden Claudia: und unterschiedliche Expertisen zusammenwerfen.

Was so ein bisschen noch fehlt, Claudia: also sie sagen jetzt natürlich, was ist neu daran.

Claudia: Also sie haben zum einen den Zeitraum erweitert.

Claudia: IPCC 6 war bis 2019, jetzt haben wir 2023.

Claudia: Die sagen aber auch, was noch ein bisschen fehlt.

Der Datensatz jetzt ist zum Claudia: Beispiel jährlich gelöst.

Florian: Gut, ja, da kann man vielleicht ein bisschen mehr machen, theoretisch.

Claudia: Genau, sie wollen eigentlich monatlich, am liebsten natürlich noch höher, Claudia: aber eigentlich wollen sie monatliche zeitliche Auflösung haben, Claudia: um auch da so saisonale Veränderungen mit abzudecken.

Claudia: Das heißt, also das Projekt ist noch nicht fertig, da ist noch zu tun.

Claudia: Und sie vergleichen natürlich dann auch nochmal das, was sie jetzt finden in Claudia: diesem Datensatz mit dem, was vorher im IPCC nicht nur im 6., sondern auch im 5.

Claudia: Oder in diesem Special Report on the Ocean and Cryosphere in a Changing Climate gefunden wurde.

Claudia: Und da sagen sie, es ist eigentlich konsistent mit den Fehlerbalken, Claudia: die natürlich immer angegeben werden, also mit...

Claudia: Innerhalb der Genauigkeit, die möglich ist.

Sie haben leicht weniger negative Claudia: Zahlen, also leicht weniger Gletscherverlust.

Claudia: Wenn du dir die Zahlen anguckst, relativ weniger ist aber jetzt nicht so wirklich toll.

Claudia: Aber das ist alles noch innerhalb im Rahmen der Fehlergenauigkeit, die es halt einfach gab.

Florian: Darum lohnt es sich auch, wenn man jetzt als klimaschutzfeindlicher Populist, Florian: selbst da lohnen sich mathematische Fähigkeiten, wenn man die Nachrichten richtig framen will.

Florian: Du könntest jetzt sagen, was ist das?

Die zweite Ableitung ist positiv oder Florian: ist es die erste Ableitung?

Nee, die zweite Ableitung, glaube ich, oder?

Claudia: Du hast mich komplett verloren, aber mach mal weiter.

Florian: Nee, ich habe hier die Veränderung, die geht nach unten.

Also es geht immer weniger Eis.

Florian: Aber wenn die Veränderung dann weniger stark nach unten geht, Florian: dann wird die Veränderung langsam, also irgendeine erste oder zweite Ableitung Florian: dieser Veränderungstendenz, die ist dann positiv.

Und da kann ich sagen, Florian: ja, da schau, ist die positiv.

Claudia: Guck mal, hier, genau.

Ja, es ist alles viel weniger schlimmer als gedacht.

Nein, ist es nicht.

Florian: Lernt differenzieren Populisten in vielerlei Hinsicht.

Claudia: Bitte, bitte, bitte nicht noch die, nein, nicht fortbilden die Leute.

Claudia: Okay, also jedenfalls die, ja, also das diskutieren sie auch, Claudia: das finde ich ja auch immer gut, wenn sie darüber sprechen, was so leicht die Unterschiede sind, Claudia: aber am Ende sind diese Unterschiede quasi eigentlich minimal und die Änderungen Claudia: können natürlich, die Sachen können natürlich auch daran liegen, Claudia: dass die Messmethoden heute viel besser geworden sind.

Claudia: Also Messmethoden verändern sich, verbessern sich und dementsprechend haben Claudia: die zum Beispiel auch kleinere Fehlerbeiken.

Claudia: Also die Messungen an sich und der Datensatz sind natürlich auch genauer.

Claudia: Also das ist ein Ausblick quasi auf das, was uns im IPCC 7 Bericht schon erwarten kann.

Claudia: In Sachen Gletscher auf jeden Fall eine bessere Datengrundlage.

Florian: Okay, das ist doch gut.

Claudia: Ja, das war alles, was ich zu den Gletschern heute berichten möchte.

Florian: Ich habe kurz mal geschaut, wann uns der IPCC-Bericht Nummer 7 erwarten wird, Florian: damit man sich so ein bisschen einstellen kann.

Florian: Ich habe tatsächlich hier, das sind Pläne, Florian: PowerPoint-Präsentation von April 2025.

Claudia: Das machen die immer gerne.

Florian: Was vom nächsten Report zu erwarten ist.

Und da ist auch eine Zeitleiste drin.

Florian: Es wird das erste Produkt des siebten Zyklus wird im Jahr 2027 erscheinen.

Florian: Das ist der Special Report on Climate Change and Cities.

Florian: Der soll im März 2027 rauskommen.

Florian: Also da haben wir noch ja anderthalb Jahre bis dahin.

Florian: Dann wird der Synthese-Report, also das letzte quasi, was immer erscheint von Florian: AR7, wo alles zusammengefasst wird, 2029 erscheinen.

Florian: Und dazwischen muss natürlich irgendwie der Bericht selbst erscheinen.

Florian: Der steht da allerdings nur mit TBC.

Florian: Aber gut, zwischen 2027 und 2029 ist jetzt nicht so viel, was man noch übrig hat an Zeit.

Florian: Also um 2028 muss es dann logischerweise sein.

Claudia: Es gibt so ein Jahr dazwischen.

Florian: Also wir können 2028 vermutlich damit rechnen, dass der siebte Bericht dann rauskommt.

Florian: Und in dieser Powerpoint-Präsentation kann man sich auch schon die einzelnen Chapters anschauen.

Florian: Also da ist auch die Struktur schon aufgeschlüsselt.

Also der einzelne Kapitel Florian: ist jetzt aber nichts drin, wo ich auf den ersten Blick sage, Florian: das ist jetzt massiv anders als beim letzten.

Florian: Also da dürfte jetzt ziemlich einfach weiter, nur halt mit hoffentlich anderen Inhalten.

Claudia: Ja, oder mit genaueren und bestqualitativ besseren Inhalten.

Claudia: Noch besser.

Es wird ja immer besser in der Wissenschaft.

Florian: Ja, sollten wir im Jahr 2028 noch dabei sein, dann werden wir feststellen, Florian: ob die Methoden besser geworden sind.

Claudia: Sollten wir es durchstehen, noch einmal einen gesamten Bericht durchzulesen?

Florian: Ja, spannend.

Bin gespannt, wie sich das dann umsetzen wird.

Florian: Aber gut, dass die Gletscher Probleme haben, das haben wir schon gewusst, Florian: dass die Gletscher in Österreich die nahe Zukunft nicht überleben werden, Florian: haben wir auch in unserer Besprechung des österreichischen Berichts durchbesprochen.

Florian: Das heißt, ja, die Gletscher in Österreich, die werden verschwinden bis Ende Florian: des Jahrhunderts, die sind weg.

Florian: Das haben wir festgestellt und ja, weltweit Jetzt schaut es dann offensichtlich nicht besser aus.

Florian: Und wie es genau ausschaut, werden wir dann feststellen, wenn sich das nächste Florian: Mal die Forschung der globalen Gletschersituation widmet.

Florian: Oder man schaut sich selbst an, falls man im Winter mal wieder auf einem Gletscher Florian: Skifahren geht.

Das machen ja Menschen.

Florian: Machen wir sogar im Sommer manche Menschen, was ich auch nicht verstehen kann.

Florian: Also ich kann Skifahren verstehen.

Florian: Ich habe es da schon lange nicht mehr gemacht.

Aber als Österreicher bin ich Florian: natürlich im Skifahren entsprechend ausgebildet.

Florian: Aber ich habe es nie verstanden, dass Menschen so gern Skifahren gehen, Florian: dass sie dann irgendwie auch noch im Sommer Skifahren.

Florian: Also da hätte ich null Bock, mich irgendwie so im Mai in den Osterferien oder Florian: irgendwie so auf einen Gletscher zu verfrachten, um da noch irgendwie Ski zu Florian: fahren.

Kann ich nicht nachvollziehen.

Claudia: Ich war nur einmal Skifahren in meinem Leben, von daher.

Florian: Ja gut, das ist dann, an dieser Nicht-Österreicherin ist das schwerer nachzuvollziehen.

Aber egal.

Claudia: Ja, ich glaube ja.

Florian: Wir werden sehen, wie es mit den Gletschern weitergeht.

Ansonsten muss man halt Florian: dann, weiß ich nicht, nach wo ist die geringste Zahl, habe ich jetzt wieder Florian: vergessen, aber irgendwo da muss man halt dann Skigebiete aufmachen.

Florian: Kann man in Island Skifahren?

Gibt es ja Skilifte?

Claudia: Das ist eine hervorragende Frage.

Ich glaube, also, weiß ich nicht.

Florian: Zumindest Google sagt, es geht, aber Google sagt viel.

Claudia: Hat die Antarktis?

Florian: Die Skilifte?

Claudia: Neues Geschäftsmodell?

Nein, bitte nicht, don't.

Florian: Also hier die nervige KI, die einen immer anspringt, wenn man was eingibt, Florian: sagt, Island hat insgesamt 76 Pisten, Kilometer und 45 Skilifte.

Florian: Ist jetzt, als Österreicher haut mir das nicht vom Hocker.

Florian: Aber wer weiß, vielleicht brauchen wir es irgendwann nochmal.

Claudia: Kein Massentourismus nach Island.

Florian: Nein, eh nicht.

Die haben die wahrscheinlich schon dort nach ihren Maßstäben.

Florian: Ja, wir werden schauen, was wir in der nächsten Folge haben.

Florian: Vielleicht gehen wir jetzt nach dem Feuchten und Kalten mal wieder anderswohin Florian: in der nächsten Folge.

Ich muss mir noch ein Thema aussuchen.

Florian: Habe mir noch keins ausgesucht, aber wir hatten jetzt irgendwie Feuchtgebiete, Florian: wir hatten Gletscher.

Jetzt wird es langsam Zeit wieder für was Wärmeres.

Florian: Vor allem, weil ja jetzt langsam auch der Herbst sich Richtung Winter wandelt.

Florian: Also noch sind wir mitten im Herbst, aber es wird ja auch immer ein bisschen kälter.

Florian: Und vielleicht schauen wir mal, irgendwas werde ich schon finden, Florian: was ihr dann hören könnt.

Florian: Und wenn ihr Themenvorschläge habt, uns Feedback geben wollt oder uns sonst Florian: irgendwas sagen wollt, dann macht das bitte gerne unter podcast.dasklima.fm.

Florian: Wenn ihr euch auch die Abbildungen anschauen wollt, die Papers ansehen wollt Florian: oder die ganzen anderen weiterführenden Links sehen wollt, dann geht auf unsere Florian: Homepage unter dasklima.fm.

Florian: Da gibt es alle Folgen, da gibt es alle Shownotes mit allen Links.

Florian: Und ihr könnt natürlich auch da, wo ihr den Podcast hört, wo immer das auch Florian: sein mag, den Podcast entsprechend bewerten, kommentieren, abonnieren.

Florian: Kommentieren ist immer ein bisschen schwierig, vor allem wenn ihr es dann irgendwo, Florian: keine Ahnung, bei Spotify oder wo man sonst auch so kommentieren kann, Florian: da tue ich mir schwer reinzuschauen.

Es ist schon so schwierig genug.

Florian: Also idealerweise Kommentare an die E-Mail-Adresse, da lesen wir sie auf jeden Fall.

Florian: Antworten ist auch immer ein Zeitproblem, aber wir lesen alles und wenn es relevant Florian: ist, antworten wir auch.

Florian: Also wenn wirklich jetzt hier eine dringende Antwort notwendig sein muss oder Florian: ihr erzählt anderen Menschen von dem Podcast, das freut uns auch.

Florian: Ihr könnt den Podcast unterstützen.

Florian: Alle Infos gibt es in den Shownotes und was es zu hören gibt in diesem Podcast, Florian: könnt ihr in den vergangenen 153 Folgen nachhören oder in der Folge, Florian: ist gar nicht 153, du hast die Nummer falsch eingegeben, Florian: könnt ihr in den vergangenen 155 Folgen nachhören oder in der kommenden Folge Florian: 156 in zwei Wochen.

Und bis dahin verabschieden wir uns.

Florian: Zankt, tschüss.

Das war vermutlich isländisch.

Das war Isla.

Sehr gut.

Claudia: Tschüss.

Claudia: Nimmst du dein Studio auseinander?

Florian: Nein, ich wollte locker mit meinem Rollstuhl nach vorne rollen, Florian: nur ist er nicht gerollt.

Und dann habe ich kurzfristig Gleichgewichtsprobleme gehabt.

Claudia: Ich habe übrigens tolle Neuigkeiten.

Ich ersetze meinen knarzigen, Claudia: du erinnerst dich, Stuhl, der wird ersetzt.

Claudia: Kommt bald.

Ich hoffe, er knarzt weniger.

Florian: Melodisch knarzt in den Stuhl.

Claudia: Ja, vielleicht macht er jedes Mal, wenn ich mich bewege, einfach so ein Seufzgeräusch, Claudia: der neue Stuhl.

Vielen Dank.

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