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DK161 - Hoffnung, Angst und Aggression in der Klimakrise
Episode Transcript
Florian: Hier ist das Klima, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise.
Florian: Wir lesen und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung jeden zweiten Florian: Montag mit Claudia Frick.
Claudia: Und Florian Freistetter.
Florian: Willkommen im neuen Jahr.
Claudia: Ja, willkommen im neuen Jahr.
Florian: Wie gefällt es dir bis jetzt?
Claudia: Aha, 2026.
Ich würde gerne sagen, es kann nur besser werden.
Aber hey, wer weiß.
Florian: Das ist eine These, glaube ich, die ist wissenschaftlich nicht belegbar.
Nicht mal belegbar.
Florian: Ich glaube, die ist auch nicht mal mehr haltbar.
Also die letzten Jahre haben Florian: wir durchaus gezeigt, dass wir können hoffen, dass es nicht schlechter wird.
Claudia: Oh ja, okay, dann mache ich das.
Ich hoffe, dass es nicht schlechter wird.
Florian: Ja, aber auch das, wie gesagt, ist eine These.
Ja, also hier im Podcast geht Florian: es auf jeden Fall weiter.
Florian: Wir haben vor, dass der Podcast nicht schlechter wird im Jahr 2026.
Florian: Muss auch nicht zwingend besser werden.
Wir schauen, dass wir so weitermachen wie bisher.
Claudia: Wir halten die Qualität.
Florian: Ja.
Florian: Aber erst ab der nächsten Folge, denn in dieser Folge sind wir für die Qualität Florian: nur indirekt verantwortlich, aber es wird trotzdem ein qualitativ wunderbarer Florian: Klimapodcast werden, denn wir sind immer noch nicht ganz im Arbeitsrhythmus angekommen.
Florian: Wir hatten ja beide einen sehr, sehr stressigen Dezember und sehr, Florian: sehr stressigen November, weswegen wir auch schon lange Vorabfolgen aufgezeichnet haben.
Florian: Ich glaube, das letzte Mal haben wir irgendwann Anfang November miteinander geredet im Podcast.
Claudia: Ja, das stimmt.
Florian: Und haben jetzt in der Vorweihnachtszeit noch eine Folge veröffentlicht, Florian: die ja auch Teil eines anderen Podcasts unter anderem auch war.
Florian: Also nicht jetzt ausschließlich, aber unter anderem.
Claudia: Ja, eine Adventskalender-Weihnachts-Podcast-Folge von den Wissenschafts-Podcasts.
Claudia: Das war sehr schön.
Du hast was über Weihnachtsinseln erzählt und Krabben.
Florian: Genau, über die Weihnachtsinsel und die Krabben auf der Weihnachtsinsel und Florian: den Klimawandel auf der Weihnachtsinsel.
Florian: Mein Handy macht hier Geräusche, die muss ich kurz ausschalten.
Florian: Wie gesagt, ist alles noch nicht so, wie es früher war.
Florian: Ach, jetzt habe ich Bluetooth ausgeschaltet, meine Güte.
Florian: Das ist auch nicht verkehrt.
So, jetzt ist der Ton weg.
Ja, also wir hatten Florian: die Weihnachtsfolge und bis wir uns jetzt hier im neuen Jahr eingegroovt haben, Florian: brauchen wir noch ein bisschen Zeit.
Florian: Das heißt, jetzt kommt noch eine außergewöhnliche Folge, die nicht so ist wie sonst.
Florian: Aber es gab sowas schon mal, denn ich habe ja im letzten Jahr einige Male an Florian: der Universität München das Vergnügen gehabt, Teil einer Lehrveranstaltung zu Florian: sein.
Und zwar Teil der Lehrveranstaltung von Mito Müller, den ihr auch kennt.
Florian: Denn auch Mito war schon mal bei uns hier im Podcast, Folge 134 war das.
Florian: Da hat Mito uns etwas über Klimapsychologie erzählt, was er deswegen kann, Florian: weil er da einen Lehrstuhl bzw.
Florian: Vorhersteller für Klimapsychologie hat.
Und deswegen hat er uns erzählt, Florian: was darunter zu verstehen ist.
Florian: Und ich glaube, unser Fazit war, wir müssen alle gebiss werden aus irgendeinem Florian: Grund.
Ich weiß nicht mehr, warum wir da drauf gekommen sind.
Ich weiß auch nicht.
Claudia: Warum, aber ich bin dabei.
Florian: Ja, ich glaube, das war das Fazit aus klimapsychologischen Gründen, Florian: Wenn wir die Klimakrise bewältigen wollen, müssen wir Hippies werden.
Florian: Den Studierenden in seiner Vorlesung, da geht es eben nicht nur um die Klimapsychologie Florian: an sich, sondern es geht in dem Teil der Vorlesung, wo ich ein Teil davon bin, Florian: auch darum, wie man das Ganze vermitteln kann.
Florian: An die Thematik, also auch Wissenschaftskommunikation und zwar Kommunikation im Rahmen von Podcasts.
Florian: Das heißt, ich habe in diesen Vorlesungen immer einerseits ein bisschen was Florian: so Grundlegendes über Klima an sich erzählt, Florian: aber auch natürlich dann hauptsächlich über Wissenschaftskommunikation und über Florian: Podcasts und wie man Podcasts macht und wie sich Podcasts von anderen Medien Florian: unterscheiden und all das.
Florian: Und da es ein Workshop ist und die Studierenden auch irgendwas machen müssen, Florian: um ihre Note am Ende zu bekommen, haben die dann auch entsprechende Podcast-Konzepte Florian: entworfen und auch Podcast-Folgen aufgenommen.
Florian: Und ich biete dann den Leuten immer an, dass sie ihre Folgen gerne auch in echt Florian: veröffentlichen können, weil dann kriegt man auch das echte Feedback.
Florian: Alles, was man sich so am Reißbrett ausdenkt.
Das kann immer so oder so sein.
Florian: Man weiß nicht, was rauskommt am Ende, wenn es kein echtes Publikum hört.
Florian: Und darum biete ich immer an, dass sie ihre Folgen mir schicken können.
Florian: Dann kommen sie früher oder später hier in diesen Podcast.
Wir hatten das schon Florian: einmal gemacht und zwar in Folge 135.
Florian: Da hatten wir eine Folge des Podcasts Klimagefühle, was ich ein sehr, Florian: sehr schönes Konzept fand auf dem Podcast.
Florian: Dieser Podcast wird gestaltet von Greta, Lea und Franzi und die haben sich ein Florian: schönes Konzept ausgedacht.
Florian: Sie reden über Gefühle im Kontext des Klimas.
Also die erste Folge, Florian: die hat mit Klimaangst zu tun gehabt, also wie kann Angst durch Klima ausgelöst Florian: werden, was tut man dagegen?
Florian: Jetzt hier, das werdet ihr gleich im Anschluss hören, eine zweite Folge dieses Florian: Podcasts Klimagefühle, der leider immer noch nicht in echt existiert, Florian: aber zumindest im Rahmen des Workshops haben wir eine zweite Folge produziert, Florian: die wir auch sehr, sehr gerne hier jetzt im Anschluss ausspielen.
Florian: Da geht es ja um das, was sie hoffentlich nach der Klimaangst kommt, nämlich die Hoffnung.
Florian: Es geht um Hoffnung, Hoffnung im Klimachaos.
Florian: Wie kann man Hoffnung erzeugen?
Was ist Hoffnung?
Warum ist die so wichtig?
Florian: Wie kann man sie bewahren, wenn man sie noch hat oder wieder gewinnen.
Florian: Und das muss ich auch dazu sagen, also die Studierenden sind in den meisten Florian: Fällen, nicht alle, aber in den meisten Fällen Studierende der Schulpsychologie.
Florian: Das heißt, die haben natürlich auch mit vielen jungen Menschen zu tun und mit Florian: den Ängsten der jungen Menschen und da ist das natürlich ein ganz interessantes Thema.
Florian: Also es ist ein interessanter Podcast.
Ich möchte den Inhalt gar nicht weiter Florian: verraten, weil er hört es ja gleich selbst.
Florian: Also es geht um Coping- Strategien und einen kleinen einen Exkurs, Florian: und zwar einen Exkurs um die Frage, darf man über den Klimawandel Witze machen?
Florian: Auch das besprechen die.
Claudia: Okay, da bin ich jetzt doppelt gespannt.
Florian: Ja, also das wird der erste Podcast-Sender, der hört, denn es gibt diesmal mehrere Podcasts zu hören.
Florian: Es haben sich netterweise und glücklicherweise mehrere Gruppen oder zwei Gruppen Florian: in dem Fall entschieden, ihren Podcast zur Veröffentlichung bereitzustellen.
Florian: Der zweite Podcast, der hat den schönen Titel Mind the Planet.
Florian: Weil es auch wieder um Psychologie geht natürlich, von Leon und Dorothee.
Florian: Und die haben wir zwei Folgen geschickt.
Die erste Folge, die beschäftigt sich Florian: mit Climate Anxiety, also auch wieder dem Unbehagen, der Angst vor dem Klima.
Florian: Und, und das finde ich sehr interessant, die zweite Folge, die ihr hören werdet Florian: von Mind the Planet, die hat mit dem Zusammenhang zwischen Hitze und Aggression zu tun.
Florian: Also jetzt nicht einfach nur das, was wir alle kennen.
Wenn es heiß ist, Florian: dann fühlen wir uns schlecht und ab und zu auch leichter aggressiv als sonst.
Florian: Sondern eben das Ganze in einem psychologischen Kontext.
Also wie entstehen Aggressionen?
Florian: Was kann da alles noch passieren?
Wie kann man dagegen vorgehen?
Florian: Also auch da sehr, sehr interessante Themen aus psychologischer Sicht, Florian: die das Klima betreffen.
Florian: Das heißt, diese drei Folgen, die müssen jetzt keine Angst haben, Florian: dass der Podcast hier drei Stunden dauert, das sind alles vergleichsweise kurze Folgen.
Florian: Diese Folgen hört ihr, ihr hört zuerst die zweite Folge von Klimagefühle über Florian: die Hoffnung und dann zwei Folgen von Mind the Planet und die entsprechenden Florian: Informationen, die es noch gibt zu den Folgen, die findet ihr natürlich in den Florian: Shownotes dann und ich sage mal, Florian: dass ihr euch gerne auch in den Kommentaren melden könnt, damit die Studis auch Florian: schönes Feedback bekommen.
Florian: Also gebt ihr ein sinnvolles Feedback, gebt ihr ein schönes Feedback.
Florian: Und ja, muss ich nicht sagen, dass ihr keinen Blödsinn schreiben sollt.
Das muss nicht sein.
Claudia: Davon gehen wir aus.
Ansonsten werdet ihr von mir persönlich gebissen.
Florian: Ist okay.
Gut, ja, ich werde das dann weiterleiten und dann spricht Claudia rum und beißt euch.
Claudia: Ja, genau.
Kommt mir nicht gegen Studierende.
Da bin ich.
Florian: Genau.
Passt.
Dann stellt euch darauf, eingebissen zu werden, Florian: wenn ihr Blödsinn schreibt.
Florian: Also die Vorlesungen, Lehrveranstaltungen wird es auch in diesem Jahr geben Florian: und ich hoffe wieder auf viele schöne Podcasts zum Thema Klima, Florian: die ich dann vielleicht auch hier dir und dem Rest des Publikums präsentieren kann.
Florian: Mal schauen, was dann am Ende des Jahres wieder rauskommt bei diesen Themen.
Florian: Und jetzt übergebe ich das Wort im Podcast an die Studierenden mit ihren drei Florian: Podcasts, die jetzt folgen.
Claudia: Viel Spaß.
Klimagefühle: Warum ist Hoffnung im Klimakaos so wichtig und warum darf man nie die Hoffnung Klimagefühle: verlieren?
Das schauen wir uns heute ein bisschen genauer an.
Klimagefühle: Wir sind Lea, Greta und Franzi und ihr hört Klimagefühle.
Klimagefühle: Der Podcast, der sich mit Themen beschäftigt, die häufig in der Diskussion um Klimagefühle: den Klimawandel zu kurz kommen.
Klimagefühle: Nämlich Gefühle und Emotionen, die durch die Klimakrise bei uns ausgelöst werden.
Klimagefühle: Heute widmen wir uns der Hoffnung.
Klimagefühle: Bis zum nächsten Mal.
Klimagefühle: Hallo und herzlich willkommen zu unserem Podcast Klimagefühle.
Klimagefühle: Wir sind Lea und ich Greta.
Klimagefühle: Wir studieren beide Schulpsychologie an der LMU in München und befassen uns Klimagefühle: mit dem Thema Klimapsychologie.
Klimagefühle: Hi, auch von mir.
Klimagefühle: Wir hoffen, euch hat unsere erste Folge Klimaangst und warum man darüber sprechen sollte gefallen.
Klimagefühle: Und ihr seid jetzt genauso Hype wie wir auf diese zweite Folge.
Klimagefühle: Beim Thema mussten wir nicht lange überlegen, weil eigentlich war uns nach sowas Klimagefühle: Negativen wie der Klimaangst klar, wir müssen jetzt irgendwie über etwas Positives Klimagefühle: sprechen und was Schöneres machen, in Anführungsstrichen.
Klimagefühle: Deswegen haben wir entschieden, wir sprechen heute ein bisschen über Hoffnung und Optimismus.
Klimagefühle: Und bevor wir da tiefer einsteigen, würde ich zuerst gerne mal wissen, Klimagefühle: Greta, was bist du denn eigentlich?
Klimagefühle: Bist du eher Pessimist, Realist oder Optimist?
Klimagefühle: Gute Frage.
Naja, also allgemein versuche ich Dinge schon immer optimistisch Klimagefühle: zu sehen.
Natürlich auch nicht immer klappt.
Klimagefühle: Genau, in Bezug jetzt auf den Klimawandel würde ich sagen, es ist eher so eine Klimagefühle: Mischung aus Optimismus und Realismus.
Klimagefühle: Den Folgen des Klimawandels bewusst, also so realistisch.
Klimagefühle: Aber ich sehe auch auf jeden Fall Hoffnung und das ist auch so ein bisschen der Optimismus.
Klimagefühle: Ich finde, man muss aber immer ein bisschen aufpassen beim Optimismus, Klimagefühle: denn beim Klimawandel kann man nicht einfach sagen, ja, es wird schon alles Klimagefühle: gut, sondern ich finde, da muss immer ganz klar rein, es ist harte, Klimagefühle: harte Arbeit, dass alles gut wird.
Es kommt nicht einfach von alleine.
Klimagefühle: Okay, wow, das finde ich eine richtig gute Ansicht, vor allem, Klimagefühle: dass man sagt, man ist eher optimistisch, aber manche Sachen muss man einfach Klimagefühle: auch realistisch sehen.
Klimagefühle: Ich finde es aber auch mal okay, pessimistisch zu sein.
Klimagefühle: Genau, aber Hoffnung und Optimismus ist da das Wichtigste auf jeden Fall.
Klimagefühle: Ich gehe, muss ich ehrlicherweise sagen, doch eher sehr optimistisch oft durch Klimagefühle: das Ganze und versuche immer alles sehr positiv zu sehen.
Klimagefühle: Aber es ist schon absolut richtig, sich mit ernsten Themen wie dem Klimawandel Klimagefühle: einfach realistisch auseinanderzusetzen.
Klimagefühle: Um da Mito Müller zu zitieren, das ist einer unserer Dozenten hier in der LMU Klimagefühle: vom Lehrstuhl für klinische Psychologie.
Klimagefühle: Wir brauchen ja Hoffnung, dass wir das schaffen können.
Klimagefühle: Wir dürfen nicht die Hoffnung verlieren, dass wir das als Menschen, Klimagefühle: als Gesellschaft in den Griff bekommen können.
Klimagefühle: Das hat Mito Müller in einem Seminar bei uns gesagt.
Klimagefühle: Da ging es um sozialpsychologische Themen, wie die angewendet werden.
Klimagefühle: Und ich finde, seine Aussage hat das sehr auf den Punkt gebracht, Klimagefühle: weil wir brauchen Hoffnung.
Klimagefühle: Nicht nur in Bezug auf das Klima, sondern in fast allen Lebensbereichen.
Klimagefühle: Wenn wir ohne Hoffnung durchs Leben gehen und ohne jeglichen Funken von Optimismus.
Klimagefühle: Ich glaube, dann wäre das Ganze sehr traurig.
Klimagefühle: Ja, ich finde die Aussage auch richtig schön und ich fand es auch total süß, Klimagefühle: wie du neben mir gleich getippt hast und es aufgeschrieben hast, Klimagefühle: weil es echt eine coole Aussage ist.
Klimagefühle: Ja, voll.
Und ich glaube auch, also manche Menschen haben ja einfach extrem Klimagefühle: Probleme, Hoffnung im Klima-Chaos zu finden.
Klimagefühle: Und vielleicht, Greta, hast du ja ein paar Tipps, wie man denn besser Hoffnung schöpfen kann.
Klimagefühle: Ja, das ist eine gute Frage, denn jeder Mensch geht irgendwie anders mit dem Klimagefühle: Klimawandel um und jeder Mensch verarbeitet diesen auch anders.
Klimagefühle: Es wird in drei Coping-Strategien unterschieden, wie eben Menschen den Klimawandel Klimagefühle: unterschiedlich verarbeiten.
Klimagefühle: Und ja, manche Menschen versuchen das Problem zu lösen, indem sie zum Beispiel Klimagefühle: mehr Fahrrad fahren, Strom sparen, Petitionen unterschreiben oder sich generell Klimagefühle: für den Klimaschutz einsetzen.
Klimagefühle: Das nennt man dann problemorientiertes Coping.
Klimagefühle: Es gibt aber auch andere Menschen, die versuchen, ihre Gefühle eher zu beruhigen.
Klimagefühle: Die lenken sich dann ab oder ignorieren eben diese Nachrichten, Klimagefühle: tun sich davon abwenden.
Klimagefühle: Das ist dann eher so dieses emotionsorientierte Coping.
Klimagefühle: Es gibt noch ein drittes und zwar da denken die Menschen anders über das Problem.
Klimagefühle: Also sagen sich zum Beispiel, ich kann zwar nicht alles ändern, Klimagefühle: aber mein Beitrag zählt trotzdem.
Klimagefühle: Oder vielleicht bringt die Zukunft auch noch neue Lösungen.
Klimagefühle: Das ist dann so das bewertungsorientierte Coping.
Klimagefühle: Okay, ja, das macht Sinn, das zu Klimagefühle: unterteilen.
Aber ich habe mich gerade gefragt, wie ist es dann bei mir?
Klimagefühle: Weil ich fahre zum Beispiel sehr gerne Fahrrad, auch gerne der Umwelt zuliebe.
Klimagefühle: Aber gleichzeitig meide ich dann manchmal auch Medien oder drücke bei einem Klimagefühle: Social-Media-Beitrag, wo es um das Klima geht, einfach schneller die Storys Klimagefühle: durch, weil es psychisch in manchen Situationen einfach für mich persönlich zu belastend ist.
Klimagefühle: Also ich kann mich gerne damit auseinandersetzen, aber in manchen Fällen geht Klimagefühle: es irgendwie einfach nicht.
Klimagefühle: Kann man dann nicht irgendwie auch mehrere Coping-Strategien gleichzeitig nutzen?
Ja, oder?
Klimagefühle: Ja, das ist tatsächlich auch bei sehr vielen Menschen so, dass sie eben eine Klimagefühle: Mischung aus allen Coping-Strategien so kombinieren.
Klimagefühle: Es könnte dann zum Beispiel so aussehen, dass man erst seine Gefühle beruhigt, Klimagefühle: das ist dann emotionsorientiert, dann aktiv etwas gegen den Klimawandel tut, Klimagefühle: also problemorientiert und schließlich dann seine Sichtweise anpasst, Klimagefühle: um die Hoffnung eben zu behalten.
Das wäre dann bewertungsorientiert.
Klimagefühle: Was findest du so am wichtigsten von den Coping-Strategien oder wo würdest du dich so einordnen?
Klimagefühle: Also am wichtigsten ist auf jeden Fall problemorientiertes Coping, Klimagefühle: aber auch dieses bewertungsorientierte Coping.
Klimagefühle: Also eben, dass man das auch mal anders betrachtet und so eine andere Sichtweise Klimagefühle: auf den Klimawandel und natürlich problemorientiert, dass man sich aktiv dafür einsetzt.
Klimagefühle: Ein bisschen schwierig ist dieses emotionsorientierte Coping, Klimagefühle: da man da ja eher nur seine Gefühle irgendwie versucht zu beruhigen.
Klimagefühle: Das bringt jetzt den Klimawandel oder den Klimaschutz nicht so krass voran, Klimagefühle: sondern behindert den eher, weil wenn das jeder machen würde, Klimagefühle: dann würde sich ja jeder einfach nur abwenden, nur auf sich schauen.
Klimagefühle: Nur schauen, dass es einem gut geht mit den Gefühlen und niemand würde irgendwie was machen.
Klimagefühle: Also das ist eher hinderlich für den Klimawandel, aber man kann es natürlich auch nicht abschalten.
Klimagefühle: Ja, voll.
Also ich glaube auch, dass problemorientiert da einfach das Sinnvollste Klimagefühle: ist, weil natürlich kann jeder nur einen super kleinen Beitrag leisten, Klimagefühle: aber dieser kleine Beitrag gibt ja irgendwo Hoffnung und diese Hoffnung, Klimagefühle: dass wir alle auf der gleichen Erde leben, wir alle leben zusammen hier, Klimagefühle: das ist irgendwie so eine Verbundenheit, Klimagefühle: die, finde ich, auch großes Potenzial hat.
Klimagefühle: Also wenn ich jetzt so über meinen Alltag nachdenke, was ich so problemorientiert Klimagefühle: vielleicht, welche Coping-Strategien ich da nutze.
Klimagefühle: Ich glaube, so Kleinigkeiten wie einfach nur Müll zu trennen oder zum Beispiel Klimagefühle: immer seinen wiederverwendbaren Kaffeebecher zu nutzen, Klimagefühle: öffentlich zu fahren oder Fahrrad oder ich gehe sehr gerne Secondhand shoppen Klimagefühle: oder nutze super gerne Toco2go.
Klimagefühle: Das ist in München super, super gut verbreitet.
Klimagefühle: Dadurch habe ich einfach auch schon ein gutes Gefühl für mein Gewissen vor allem Klimagefühle: auch.
Und es gibt mir irgendwo so ein bisschen Hoffnung, auch wenn es vielleicht Klimagefühle: nur Kleinigkeiten sind.
Klimagefühle: Oh ja, das ist richtig cool.
Für die, die nicht wissen, was so good to go ist, Klimagefühle: da kann man so Lebensmittel retten.
Klimagefühle: Also verschiedene Bäckereien oder Tankstellen oder so, die bieten das an.
Klimagefühle: Und man kann so online sich eine Tüte reservieren.
Man weiß noch nicht, was drin ist.
Klimagefühle: Und dann reserviert man sich die, geht hin und kriegt die um einiges, Klimagefühle: einiges billiger und kriegt dann so Sachen, die noch total gut sind, Klimagefühle: aber halt nicht mehr verkauft wurden.
Die kriegt man dann einfach billiger.
Klimagefühle: Und das ist auf jeden Fall eine coole Sache.
Klimagefühle: Das ist keine Werbung, sondern das ist eine Empfehlung von uns beiden.
Klimagefühle: Wir verlinken euch in den Shownotes weitere Infos dazu.
Klimagefühle: Auf jeden Fall gibt mir das alles einfach ein gutes Gefühl und vielleicht tue Klimagefühle: ich das auch ein bisschen für mein Gewissen, aber es gibt mir irgendwie auch Klimagefühle: Hoffnung und ich habe einfach auch ein gutes Gefühl, wenn ich das mache.
Klimagefühle: Wie ist es bei dir?
Gibt es irgendetwas, was dir da ein gutes Gefühl gibt oder Hoffnung gibt?
Klimagefühle: Ja, also ich verstehe das auf jeden Fall, dass es Hoffnung gibt und auch ein Klimagefühle: gutes Gefühl, natürlich.
Klimagefühle: Ich denke, man muss aber so ein bisschen aufpassen, wenn es jetzt da um Mülltrennung Klimagefühle: und eben um diese, ich sag mal, kleinen Dinge, die jeder individuell tun kann, Klimagefühle: für den Klimawandel geht.
Klimagefühle: Da muss man meiner Meinung nach so ein bisschen aufpassen, weil es nicht das Klimagefühle: ist, was den Klimawandel aufhalten wird, sondern es sind teilweise wirklich Klimagefühle: nur Sachen, die einem eben ein gutes Gefühl gibt und man denkt, man tut was.
Klimagefühle: Und da sehe ich bis hin die Gefahr, dass sich diese Leute dann einfach zurücklehnen, Klimagefühle: sagen, ja, ich habe jetzt schon genug getan und jetzt lassen wir das mal einfach laufen.
Klimagefühle: Aber es reicht einfach nicht mehr.
Klimagefühle: Und da ist es eben wichtig, dass die Politik in Verantwortung gezogen wird und Klimagefühle: die großen Konzerne, weil die eben weitaus mehr Einfluss auf den Klimawandel Klimagefühle: haben, als wir als Individuum.
Klimagefühle: Also kurz gesagt nochmal, der Klimawandel ist eben kein individuelles Problem, Klimagefühle: sondern ein gesamtgesellschaftliches.
Klimagefühle: Ja, das sehe ich absolut genauso, auf jeden Fall.
Klimagefühle: Aber trotzdem finde ich, dass wir als Individuen schon dafür verantwortlich Klimagefühle: sind und auch, wenn eine einzelne Person nicht im Vergleich steht zu einer Firma Klimagefühle: oder zu den großen Unternehmen und Weltkonzernen, Klimagefühle: geht es trotzdem darum, dass wir als Einzelne, wenn wir alle was tun, Klimagefühle: auf jeden Fall was bewegen können.
Klimagefühle: Ja, das schon.
Und es geht ja dann auch irgendwie um den Effekt, Klimagefühle: dass man sieht, manche bewegen sich, manche machen was und dann sehen es die Klimagefühle: anderen.
Also so als Vorbild-Effekt.
Klimagefühle: Und eben auch, wenn wir was tun, dann merkt auch die Politik, Klimagefühle: okay, die Menschen wollen was tun und dann kommen die vielleicht auch ins Handeln.
Klimagefühle: Also es bringt auf jeden Fall was, es ist nichts umsonst da.
Klimagefühle: Ich habe noch einen ganz coolen Artikel neulich gelesen in der Süddeutschen Zeitung vom 15.
Mai.
Klimagefühle: Das war tatsächlich in der Kinder-SZ und da ging es um, wie man dem Klimawandel Klimagefühle: auch mit Humor begegnen kann.
Klimagefühle: Und das fand ich eigentlich ganz witzig, auch mal so als Thema.
Klimagefühle: Und ich finde auch, so ein ernstes Thema kann auch mal mit Humor behandelt werden.
Klimagefühle: Da ging es darum, dass Kabarettisten über den Klimawandel berichtet haben, Klimagefühle: aber eben so ganz humorvoll und Witze drüber gemacht haben.
Und da kam eben Klimagefühle: natürlich ganz groß die Frage auf, darf man über so ein ernstes Thema überhaupt so Witze machen?
Klimagefühle: Bringt es was?
Und da gab es ein ganz spannendes Zitat, finde ich, Klimagefühle: wo gesagt wurde, wer über seine Ängste lachen kann, dem ist noch lange nicht alles egal.
Klimagefühle: Im Gegenteil, wer dem Ernst der Lage mit Humor begegnet, ist ihm nicht ausgeliefert.
Klimagefühle: Er bleibt handlungsfähig.
Und das ist ziemlich stark.
Und da muss ich ganz ehrlich Klimagefühle: sagen, stimme ich dem vollkommen zu.
Klimagefühle: Ich finde es total wichtig, somit auch Menschen vielleicht aufmerksam drauf Klimagefühle: zu machen und vielleicht auch mal andere Zielgruppen anzusprechen und es eben Klimagefühle: mit Humor zu begegnen.
Wie siehst du das, Lea?
Klimagefühle: Also finde ich ein super interessantes Thema.
Ich finde Humor in jeglicher Hinsicht Klimagefühle: sehr, sehr wichtig, bis zu einem gewissen Grad.
Klimagefühle: Also ich finde, es hat absolut seine Berechtigung.
Vor allem bei dem Klimawandel Klimagefühle: kann man es auf jeden Fall angehen, aber in einem gewissen Umfang.
Klimagefühle: Also ich sehe es ein bisschen kritischer.
Vielleicht seht ihr das ähnlich wie Klimagefühle: Greta oder ihr seht das ähnlich wie ich.
Klimagefühle: Ihr könnt das gerne in den Kommentaren schreiben, in welche Richtung ihr eher tendiert.
Klimagefühle: Wäre auf jeden Fall ein gutes Diskussionsthema.
Klimagefühle: Ja, auf jeden Fall gerne.
Schreibt es in die Kommentare.
Wir sind sehr gespannt.
Klimagefühle: Dann wären wir eigentlich auch so ein bisschen mit Humor schon zeitlich am Ende.
Klimagefühle: Aber es ist, glaube ich, eine gute Überleitung mit dieser offenen Fragestellung, Klimagefühle: wie man denn zu Humor steht in Bezug auf den Klimawandel.
Klimagefühle: Und da wollen wir uns bedanken, dass ihr uns bis hierher zugehört habt und hoffen, Klimagefühle: euch hat die Folge gefallen.
Klimagefühle: Wenn ihr noch Fragen habt oder uns Feedback geben wollt, dann schreibt es gerne Klimagefühle: in die Kommentare oder ihr wollt noch euren Senf dazugeben.
Klimagefühle: Ist auch immer willkommen, da freuen wir uns.
dann auch auf Wiedersehen von Klimagefühle: mir und bis zum nächsten Mal.
Tschüss!
Tschüss!
Klimagefühle: Wir hoffen, euch hat unsere zweite Folge Hoffnung im Klimakaos gefallen.
Klimagefühle: Nächste Woche geht es um das Verdrängen.
Ist Verdrängen denn ein Schutzmechanismus, Klimagefühle: und ist das gefährlich für uns, wenn wir uns nicht mit dem Klimawandel auseinandersetzen?
Klimagefühle: Wenn ihr noch Fragen habt, Feedback geben oder euren Senf zum Thema Humor dazugeben Klimagefühle: wollt, könnt ihr uns gerne einen Kommentar hinterlassen.
Klimagefühle: Wir freuen uns immer sehr, von euch zu hören.
Klimagefühle: Klimagefühle ist eine Produktion von Lea, Greta und Franzi.
Mind the planet: Hallo, Doro.
Hi, Leon.
Heute hat es einfach 30 Grad gehabt und ich bin mit dem Mind the planet: Fahrrad von der Uni nach Hause gefahren und habe das Gefühl, Mind the planet: die Leute sind einfach aggressiver.
Mind the planet: Also es wird mehr gehupt im Straßenverkehr, man wird schneller irgendwie angepöbelt.
Mind the planet: Weiß ich, hast du das auch mal gespürt?
Mind the planet: Ja, jetzt wo du das sagst, das kenne ich schon.
Und ehrlich gesagt, Mind the planet: das wundert mich auch gar nicht, weil ja eigentlich in der Wissenschaft schon Mind the planet: lange klar ist, dass Hitze ziemlich viele Effekte auf uns Menschen hat und vor Mind the planet: allem eben auch auf Aggression.
Mind the planet: Und genau zu dem Thema, nämlich wie der Klimawandel und vor allem eben auch Mind the planet: die feigende Hitze sich auf Gewalt und Aggression auswirkt, habe ich heute auch Mind the planet: ein Paper mitgebracht von Miles Nobelow und Anderson 2019.
Mind the planet: Und ich dachte mir, eigentlich könnten wir darüber heute mal ganz gut reden, Mind the planet: weil die Effekte vom Klimawandel auf Aggression für die Psychologie und auch Mind the planet: generell für die Wissenschaft ziemlich bedeutend sind.
Mind the planet: Das klingt doch perfekt.
Dann lass uns doch mal in die Studie einsteigen.
Mind the planet: Was haben die denn versucht zu erforschen?
Also was war deren Ziel?
Mind the planet: Genau, also generell ist es ja so, dass in der Wissenschaft dieses Thema, Mind the planet: wie Hitze sich auf gewisse Merkmale von Menschen auswirkt und Effekte hat zum Mind the planet: Beispiel auch auf den Körper, ist schon lange untersucht worden und hat schon Mind the planet: auch eine wissenschaftliche Tradition, könnte man sagen.
Mind the planet: Und in der Studie wollten sich die Autoren einfach mal näher angucken, Mind the planet: wie das denn mit Aggression aussieht, weil da eben auch schon die Hypothesen Mind the planet: da waren, dass Hitze sich negativer Aggression auswirkt.
Mind the planet: Also dass man sagen könnte, dass aufgrund von vermehrter Hitze die Menschen Mind the planet: aggressiver werden und wollten dadurch auch, also durch diese möglichen Effekte dann, Mind the planet: das Bewusstsein für die negativen Auswirkungen des Klimawandels schaffen und Mind the planet: eben auch aufzeigen, was man dann dagegen machen kann.
Mind the planet: Und dafür haben sie dann verschiedene Studien einfach sich angeguckt, Mind the planet: haben sich verschiedene Effekte, die schon in der Wissenschaft auch existieren, Mind the planet: angeguckt und die zusammengefasst.
Mind the planet: Okay, jetzt stellt sich für mich erstmal die Frage, was ist denn eigentlich Mind the planet: Aggression beziehungsweise was ist auch Gewalt?
Mind the planet: Also wie kann man dieses Wort, mit dem wir alle irgendwie so ein bestimmtes Mind the planet: Bild im Kopf verbinden, denn überhaupt definieren?
Das ist eine gute Frage.
Mind the planet: Normalerweise ist es so, dass man Aggression und Gewalt in der Psychologie durchaus unterscheidet.
Mind the planet: Und man könnte sagen, dass Aggression ein Verhalten ist mit dem Ziel, Mind the planet: dass Menschen absichtlich Schaden zugefügt wird und der andere Mensch, Mind the planet: der den Schaden dann haben würde, diesen vermeiden möchte.
Mind the planet: Und Gewalt wäre dagegen nur eine Form von Aggression, die so schwerwiegend ist, Mind the planet: dass sie medizinisch behandelt werden muss.
Mind the planet: Also unter Gewalt versteht man dann zum Beispiel körperliche Gewalt.
Mind the planet: Okay, also ist jede Gewalt eine Form von Aggression, aber gleichzeitig jede Mind the planet: Aggression muss nicht unbedingt Gewalt sein.
Genau, das bringt es eigentlich Mind the planet: ziemlich gut auf den Punkt.
Mind the planet: Okay, dann lass uns doch mal den direkten Einfluss von Hitze auf Aggression besprechen.
Mind the planet: Warum ist es jetzt so, dass wenn es heißer wird und man tatsächlich höhere Temperaturen Mind the planet: auch spürt, tendenziell aggressiver ist?
Mind the planet: Also generell gibt es in der Wissenschaft dazu die Heat Aggression Hypothesis, Mind the planet: also die Hitze-Aggressionshypothese, die herausgefunden hat, Mind the planet: dass durch Hitze aggressive Gedanken und Gefühle vermehrt auftauchen und dementsprechend Mind the planet: auch aggressives Verhalten gefördert wird.
Mind the planet: Also man kann davon ausgehen, dass in unserem Gehirn, wenn es heiß ist, Mind the planet: einfach Gereiztheit mehr Prävalenz zeigt als neutrale Gedanken.
Mind the planet: Okay, und diese Gereiztheit, wie sieht die aus?
Mind the planet: Ja, also man kann sich das so vorstellen wie so ein Grundzustand von Gereiztheit Mind the planet: und das führt dazu, dass wenn wir dann gewisse Erlebnisse machen oder Erfahrungen Mind the planet: in der Umwelt, diese nicht mehr neutral wahrnehmen, auch wenn sie das eigentlich wären, Mind the planet: sondern stattdessen das schon mit so einer aggressiven Brille sozusagen sehen Mind the planet: und dann auch aggressiver darauf reagieren.
Mind the planet: Also zum Beispiel im Straßenverkehr, wenn du es vorhin eben schon erzählt hast, Mind the planet: kann es dann sein, dass man im Stau steht und eigentlich würde man nicht hupen, Mind the planet: weil es einfach generell viel Verkehr ist und der Vordermann ja auch nichts dafür kann.
Mind the planet: Aber weil man eben schon so gereizt ist, weil es auch sehr heiß ist an dem Tag, Mind the planet: würde man vielleicht dann schneller auf die Hube drücken.
Mind the planet: Okay, also erhöhte Temperaturen führen zu Gereiztheit und Gereiztheit ist so eine Art Brille, Mind the planet: die wir uns aussetzen können und dabei sehen wir mehr neutrale Reize eher als Mind the planet: feindliche oder aggressive Reize und dementsprechend werden wir aggressiver.
Mind the planet: Wie sieht denn dieser Einfluss aus, also wie hat man den denn feststellen können?
Mind the planet: Ja, da gibt es jetzt nicht eine Studie, die das gemacht hat, Mind the planet: sondern da gab es schon mehrere Forschende, die dazu Studien durchgeführt haben.
Mind the planet: Was aber sehr interessant ist, sind dann die Ergebnisse davon.
Mind the planet: Also beispielsweise konnte Wolkowski und seine Kollegen feststellen, Mind the planet: dass es generell durch Hitze zu mehr aggressiven Gedanken kommt und die Wahrnehmung Mind the planet: dadurch auch verzehrt wird.
Mind the planet: Also es kommt sozusagen zu Fehlattributionen.
Mind the planet: Außerdem gab es eine Studie, die untersucht hat, wie es den Personen geht, Mind the planet: die in heißen Räumen sitzen.
und die waren generell feindseliger als Personen, Mind the planet: die in gekühlten Räumen sitzen, was ja in der Schule zum Beispiel auch ein sehr Mind the planet: interessanter Effekt wäre in Bezug auf Klimaanlagen.
Mind the planet: Ja, und eine andere Studie, die hat sich angeguckt, wie das denn bei Polizisten aussieht.
Mind the planet: Die haben eine Simulation sozusagen gemacht mit einem Einbruchsszenario und Mind the planet: da konnte man feststellen, dass PolizistInnen, die unter Hitzestress stehen, Mind the planet: häufiger zur Waffe greifen und auch feuerten als die Kontrollgruppe, Mind the planet: die nicht unter Hitzestress stand.
Mind the planet: Also auch hier sieht man, dass die Hitze einen direkten Effekt auf aggressiveres Mind the planet: und feinseligeres Verhalten hatte.
Mind the planet: Und solche Effekte konnte man eigentlich auch international replizieren.
Mind the planet: Es gibt auch Studien, die solche Effekte eben zwischen verschiedenen Regionen vergleichen.
Mind the planet: Und da konnte man feststellen, dass je höher die Temperatur wird, Mind the planet: also zum Beispiel ein Temperaturanstieg von einem Grad weltweit, Mind the planet: könnte die Mordrate um sechs Prozent erhöhen.
Mind the planet: Und wir wissen jetzt ja auch schon, was ihr in der letzten Folge schon gehört Mind the planet: habt, dass wir aktuell bei einem Gradanstieg von etwa zwei Grad sind.
Mind the planet: Und in Bezug auf diese Effekte finde ich das eigentlich ziemlich beunruhigend.
Mind the planet: Wie geht es denn dir damit, wenn du das jetzt hörst?
Mind the planet: Ja, also das ist natürlich schon krass, dass das nicht nur Auswirkungen hat Mind the planet: auf so kleineres, aggressiveres Verhalten in der Schule jetzt zum Beispiel, Mind the planet: sondern dass es auch tatsächlich mit Straftaten wie Mord oder Ähnlichem verbunden ist.
Mind the planet: Aber ganz wichtig auch jetzt für Lehrer oder auch angehende Schulpsychologen Mind the planet: vielleicht bei dem Thema, dass man darauf achtet, dass eben Temperaturen im Mind the planet: Klassenzimmer nicht so hoch sind.
Mind the planet: Und was mir da auch einfällt, ist tatsächlich das Hitzefrei.
Mind the planet: Also ich weiß nicht, wie es bei dir früher war, aber ich hatte schon auch im Mind the planet: Hochsommer, das war meistens im Juli dann so, paar Nachmittage in Fall oder Mind the planet: manchmal auch den kompletten Tag tatsächlich, Hitzefrei.
Mind the planet: Und das war eigentlich als Schüler natürlich super, weil dann konnte man sich Mind the planet: einfach mit den Freunden treffen, musste nicht in die Schule laufen.
Mind the planet: Aber jetzt sehe ich eigentlich erst, was für einen Sinn das ergibt.
Mind the planet: Ja, voll.
Ich muss tatsächlich sagen, bei mir war es, glaube ich, Mind the planet: ein einziger Tag, wo wir mal Hitzefrei hatten, an den ich mich erinnern kann.
Mind the planet: Und gut, ich meine, wir hatten auch sehr gute Klimaanlagen, modernisiertes Schulgebäude und so.
Mind the planet: Da vermute ich mal, dass vielleicht dann Hitzefrei nicht mehr so relevant war.
Mind the planet: Allerdings muss man ja auch sagen, es ist ja häufig so, dass die Schulen über Mind the planet: keine Klimaanlagen verfügen oder diese auch oft nicht funktionieren.
Mind the planet: Und da wäre es schon ganz wichtig, dass man auch wieder hitzefrei einführt und Mind the planet: nicht einfach davon ausgeht, weil es ja jetzt generell einfach wärmer wird, Mind the planet: dass die SchülerInnen sich daran schon gewöhnen werden.
Mind the planet: Und da fällt mir auch ein, dass es zum Beispiel auch Effekte gibt oder Studien Mind the planet: gibt, die zeigen, dass ab einer bestimmten Zimmertemplatur auch das Kieren gar Mind the planet: nicht mehr so leistungsfähig ist.
Mind the planet: Was bedeutet, dass natürlich auch die SchülerInnen ab einer gewissen Zimmertemperatur, Mind the planet: vor allem im Sommer, auch nicht mehr die gleiche Leistung erbringen können und Mind the planet: vielleicht dadurch auch nicht mehr so gut lernen können.
Mind the planet: Okay, das ist ja auch etwas, das betrifft eigentlich so gut wie jeden.
Mind the planet: Also wenn die Denkleistung abnimmt mit steigender Temperatur, Mind the planet: dann bedeutet das natürlich auch, dass man im alltäglichen Leben auch deutlich schwächer bzw.
Mind the planet: Weniger effizient Probleme lösen kann, kognitive, wenn es eben so heiß ist.
Mind the planet: Jetzt stellt sich für mich die Frage, die Studie davor hat Vergleiche zwischen Mind the planet: Orten gemacht, also zwischen heißen Orten und Orten, an denen nicht so hohe Temperaturen sind.
Mind the planet: Könnte man denn nicht sagen, dass diese Unterschiede in der Aggression auf andere Mind the planet: Faktoren, wie zum Beispiel Kultur oder wirtschaftlicher Wohlstand in dem Land zurückzuführen sind?
Mind the planet: Verstehe ich, wie man auf die Idee kommen könnte.
Also in den Studien zuvor Mind the planet: wurden tatsächlich Faktoren wie Armut oder Arbeitslosigkeit berücksichtigt und Mind the planet: wurden auch mit einberechnet.
Mind the planet: Und man konnte aber trotzdem sehen, auch wenn man diese Faktoren beispielsweise Mind the planet: ausgeklammert hat, dass dann die Effekte von der Hitze auf die Aggression trotzdem Mind the planet: noch signifikant waren.
Mind the planet: Also selbst wenn solche Faktoren kontrolliert werden, hat Hitze immer noch sehr Mind the planet: hohe Effekte auf Aggression.
Mind the planet: Und dann gibt es auch noch Studien, die sich angucken, wie sich das denn verhält, Mind the planet: wenn man sich verschiedene Tageszeiten beispielsweise anguckt.
Mind the planet: Und da konnte man auch zeigen, dass zum Beispiel körperliche Übergriffe, Mind the planet: das war eine Studie in Minneapolis, gehäuft auftraten zu einer bestimmten Tageszeit, zu der es sehr warm war.
Mind the planet: Also zum Beispiel mittags oder am frühen Nachmittag.
Mind the planet: Und außerdem konnte man auch zeigen, dass es bei hohen Temperaturen zu mehr Mind the planet: Fällen von häuslicher Gewalt kommt und auch zu mehr Übergriffen auf beispielsweise BusfahrerInnen.
Mind the planet: Also man sieht, dass selbst wenn man solche Faktoren eben berücksichtigt, Mind the planet: kann man durchaus Korrelationen von Hitze auf Aggression finden.
Mind the planet: Willkommen zu unserer Podcast-Folge über Climate Anxiety.
Mind the planet: Heute sprechen wir über ein Thema, das viele Menschen betrifft, Mind the planet: aber oft schwer in Worte zu fassen ist.
Mind the planet: Climate Anxiety oder auch die Angst vor dem Klimawandel.
Was bedeutet das eigentlich?
Mind the planet: Was hat das für Auswirkungen auf unseren Alltag?
Und wie kann man damit umgehen?
Mind the planet: All das besprechen wir in dieser Folge von Mind the Planet.
Mind the planet: Ja, Lian, du hast ja schon gesagt, gerade Climate Anxiety, das ist die Angst vor dem Klimawandel.
Mind the planet: Und man könnte jetzt vielleicht meinen, dass der Begriff relativ neu ist.
Mind the planet: Allerdings wurde der schon in den 1990er Jahren zum ersten Mal verwendet, Mind the planet: auch unter dem Synonym der Eco-Anxiety.
Mind the planet: Und zwar in einem Artikel der Washington Post, wo es darum ging, Mind the planet: dass sich mit dem Klimawandel verstärkt wissenschaftlich auseinandergesetzt Mind the planet: wurde und es auch in der Gesellschaft vermehrt zu Reaktionen kommt auf das wachsende Mind the planet: Problem der Umweltverschmutzung hin.
Mind the planet: Und hier wurde eben der Begriff der Klimaangst zum ersten Mal so wirklich geprägt, Mind the planet: weil eben auch Umfragen zeigen, dass klimabedingte Ängste immer häufiger werden, Mind the planet: vor allem auch in jüngeren Bevölkerungsgruppen.
Mind the planet: Also so wie ich es verstanden habe, ist jetzt die Klimaangst an sich nicht etwas Mind the planet: wirklich Neues, aber sie nimmt zu, Mind the planet: vielleicht weil mehr Medien darüber berichten, beziehungsweise weil das Thema Mind the planet: des Klimawandels auch immer in jüngeren Generationen prominenter wird und dementsprechend Mind the planet: mehr Leute von dieser Klimaangst betroffen werden.
Mind the planet: Grundsätzlich steckt ja auch im Begriff Klimaangst das Wort Angst drin.
Mind the planet: Und es ist vielleicht auch nochmal ganz interessant zu wissen, Mind the planet: dass Angst häufig in unserer alltäglichen Sprache und auch in so einem laienhaften Mind the planet: Verständnis sehr negativ konnotiert ist.
Mind the planet: Angst ist ein Zustand, eine Emotion, welche äußerst unangenehm ist, welche negativ ist.
Mind the planet: Allerdings muss das gar nicht mal so wirklich sein.
Angst ist nämlich grundsätzlich nichts Schlechtes.
Mind the planet: Sie hat schon damals uns vor gefährlichen Situationen beschützt und hilft uns, Mind the planet: schnell zu reagieren, wenn es bremslich wird.
Mind the planet: Dabei ist es allerdings wichtig, zwischen dieser gesunden Art von Angst zu differenzieren Mind the planet: und einer sogenannten dysfunktionalen Angst, also die ungesunde Variante.
Mind the planet: Diese dysfunktionale Angst, die zeichnet sich vor allem dadurch ab, Mind the planet: dass sie sehr lang anhält, also nicht wie normale Angst schnell wieder abfällt, Mind the planet: sondern dass sie extrem lang dauert und vor allem zu einer Fehlanpassung im Verhalten führt.
Mind the planet: Damit ist gemeint, dass Leute bestimmte Dinge vermeiden oder sich vor bestimmten Mind the planet: Dingen scheuen und das Ganze ist dann eben die dysfunktionale Angst.
Mind the planet: Wie ist deine Sicht auf die Dinge?
Mind the planet: Gibt es vielleicht so etwas wie Definitionsversuche von Climate Anxiety?
Mind the planet: Genau, das ist schon mal ein ganz wichtiger Punkt, den du da ansprichst, Mind the planet: weil nämlich die Climate Anxiety nicht zu den Angststörungen per se zählt, Mind the planet: allerdings schon zu den dysfunktionalen Ängsten.
Mind the planet: Also sie ist eine Angst, die zwar auf der einen Seite schon handlungsaktivierend Mind the planet: sein kann, aber auch viele Personen eher lähmt.
Mind the planet: Also sie ist eine Angst, die vor allem auch Leute im Alltag einschränken kann.
Mind the planet: Und jetzt ist es generell so, dass bei Definitionsversuchen zum Beispiel doch Mind the planet: Clayton und andere Wissenschaftler Klimaangst als eine chronische Form der Angst Mind the planet: bezeichnet wird vor dem ökologischen Untergang.
Mind the planet: Und damit ist sie ein eigenständiges Phänomen, das von situationsspezifischen Mind the planet: Sorgen abgrenzbar ist, allerdings auch nicht eine Persönlichkeitseigenschaft beschreibt.
Mind the planet: Also man kann nicht sagen, dass Personen mit einer ängstlichen Disposition mehr Mind the planet: Klimaangst zeigen als andere, sondern die Klimaangst ist da konkret abzugrenzen Mind the planet: von einer allgemeinen Ängstlichkeit.
Mind the planet: Und man geht auch davon aus, dass Klimaangst oder eben die Climate Anxiety als Mind the planet: eine Reaktion auf eine reale Bedrohung der Umwelt gesehen werden kann, Mind the planet: das dann zum Beispiel durch übermäßige Sorgen sich zeigt oder eben andere Angstsymptome Mind the planet: wie zum Beispiel körperliche Reaktionen darauf.
Mind the planet: Also ein konkretes Beispiel wäre, man macht sich Gedanken über den zukünftigen Mind the planet: Zustand der Welt, über die Auswirkungen des Klimawandels oder man sieht konkrete Mind the planet: Bedrohungen des Klimas durch Naturkatastrophen beispielsweise.
Mind the planet: Was dann eben diese konkrete Klimaangst hervorruft.
Mind the planet: Okay, also so wie ich das jetzt verstanden habe, da waren jetzt viele Dinge dabei.
Mind the planet: Zum einen, dass jeder davon betroffen sein kann und dass es nichts mit der generellen Mind the planet: Ängstlichkeit von Menschen zu tun hat.
Mind the planet: Interessant zu wissen wäre vielleicht auch noch, weshalb oder beziehungsweise Mind the planet: wodurch diese Klimaangst ausgelöst werden kann.
Mind the planet: Gibt es da vielleicht einen bestimmten Reiz oder einen Stimulus, Mind the planet: wie er auch genannt wird in der Psychologie, der Climate Anxiety, Mind the planet: beziehungsweise wir wollen beim deutschen Begriff Klimaangst bleiben, Mind the planet: besonders stark auslösen kann?
Mind the planet: Naja, also so ein bestimmtes Symptom ist eigentlich schwer abzugrenzen, Mind the planet: weil, wie schon gesagt, die Klimaangst natürlich mit dem Klima zusammenhängt.
Mind the planet: Aber es ist nicht den einen Auslöser gibt, um die Klimaangst auszulösen, Mind the planet: sondern es, wie so oft beim Thema Klima, wie wir auch schon öfter besprochen Mind the planet: haben in unseren Folgen, die Wirkungen oft zeitlich verzögert sind und nicht konkret sichtbar sind.
Mind the planet: Und das ist das große Problem dabei, weil so die Klimaangst dann oft ungerichtet wirken kann, Mind the planet: weil es da häufig auch um zukunftsbezogene Ängste geht und um Ängste, Mind the planet: die man jetzt im Moment in der Gegenwart vielleicht nicht unbedingt wahrnehmen Mind the planet: kann und das auch für unterschiedliche Personen sehr unterschiedlich sich zeigen kann.
Mind the planet: Also es gibt Personen, die vielleicht dann eine sehr große Vorstellungskraft Mind the planet: haben von den negativen Folgen in der Zukunft, die dann vielleicht auch vermehrt Mind the planet: Angst zeigen, was für andere Personen schwerer vorstellbar ist.
Mind the planet: Okay, also dieses Gefühl der...
Mind the planet: Klimaangst ist etwas, was eher unterschwellig wirken kann, was keinen konkreten Mind the planet: Auslöser so wirklich braucht, sondern eher so eine generelle Stimmungslage auch widerspiegelt.
Mind the planet: Auch wenn ich mir sicher bin, dass zum Beispiel Berichterstattungen über solche Mind the planet: schlimmen Folgen des Klimawandels wie Überschwemmungen, Mind the planet: Waldbrände oder Hitzewellen durchaus auch dazu führen können, Mind the planet: dass dieses Gefühl der Klimaangst zusätzlich nochmal verstärkt wird.
Mind the planet: Und besonders erschwerend ist dann natürlich auch der Fakt, dass solche Medien, Mind the planet: vor allem diejenigen, die Geld damit machen wollen, Mind the planet: besonders häufig über diese Naturkatastrophen berichten, zu einem gewissen Punkt, Mind the planet: wo die Wahrscheinlichkeit für eine Naturkatastrophe, Mind the planet: wenn man sich die Dichte an Nachrichten anschaut, größer wirkt für einen Otto-Normal-Verbraucher, Mind the planet: als sie tatsächlich ist.
Mind the planet: Das heißt, es ist auf jeden Fall wichtig auch, und da kommen wir gleich drauf Mind the planet: zu sprechen, wenn wir hinübergehen zu, wie man sich vor Klimaangst schützen Mind the planet: kann, beziehungsweise was man gegen die Klimaangst machen kann, ist es auch wichtig, Mind the planet: auf Medien aufzupassen und auch besonders die Berichterstattung so zu wählen, Mind the planet: dass nicht Klimaangst im Übermaß ausgelöst wird.
Mind the planet: Auf jeden Fall, ja.
Ich denke auch, dass die Medienerstattung einen sehr großen Mind the planet: Einfluss auf die Klimaangst hat, eben auch auf das Wahrnehmen der Klimakrise im Speziellen.
Mind the planet: Und wir sehen das auch dadurch, dass auch vermehrt Wissenschaftler und Personen Mind the planet: aus dem Bereich der Psychotherapie, aber auch aus dem Bereich der Bildung für Mind the planet: nachhaltige Entwicklung immer mehr klimabezogene Ängste beobachten.
Mind the planet: Und dabei nicht nur Ängste, sondern auch vielfältige andere emotionale Reaktionen, Mind the planet: wie wir in den nächsten Folgen auch besprechen werden, wie zum Beispiel Klimawut, Mind the planet: aber auch somatische Beschwerden, Schlaflosigkeit oder Ratlosigkeit.
Mind the planet: Trauer, Schuldgefühle etc.
Mind the planet: Also es ist nicht so, dass die Angst die einzige emotionale Reaktion auf den Mind the planet: Klimawandel sein kann oder auf mediale Berichterstattung über den Klimawandel, Mind the planet: sondern dass wir hier vor allem auch aus den Fachbereichen sehr viele verschiedene Mind the planet: Reaktionen darauf sehen.
Mind the planet: Aber eben die Klimaangst, vor allem in der jungen Generation, Mind the planet: wie wir auch aus vielen Studien erkennen können, ein sehr wichtiger Punkt ist.
Mind the planet: Also viele junge Leute machen sich Sorgen.
Mind the planet: Hast du das auch schon mal erlebt oder würdest du sagen, du hast es auch schon mal gesehen?
Mind the planet: Ja, bestimmt.
Also ich habe auch viele Freunde, die diese Klimaangst auch verspüren.
Mind the planet: Immer wieder alltäglich, natürlich dann doch mal ausgelöst durch solche Berichterstattung.
Mind the planet: Und wir haben jetzt schon gehört, dass es ein großes Problem ist, Mind the planet: das zuzunehmen scheint, vor allem in der jüngeren Generation.
Mind the planet: Jetzt möchte ich dich mal fragen, was kann man denn aus psychologischer Sicht Mind the planet: machen, um sich vor Klimaangst zu schützen, beziehungsweise wenn man die Klimaangst Mind the planet: verspürt, um diese zu reduzieren?
Mind the planet: Ja, also generell gibt es da natürlich verschiedene Möglichkeiten wieder.
Mind the planet: Wie auch bei anderen Formen der Angst ist es natürlich so, dass die Angst zum Mind the planet: einen handlungsaktivierend wirken kann, was dann natürlich auch für die eigenen Mind the planet: Zwecke verwendet werden kann oder lähmend.
Mind the planet: Und im Bereich der Klimaangst sehen wir da vor allem drei unterschiedliche Reaktionen auf die Angst.
Mind the planet: Und das wäre zum einen das Kämpfen, das siebenmal, in dem Leute zum Beispiel Mind the planet: sich aktiv für Klimaschutz engagieren.
Mind the planet: Dann haben wir Personengruppen, die eher vor der Angst fliehen.
Mind the planet: Das heißt, sie würden die Angst verleugnen und herunterspielen.
Mind the planet: Und wir sehen häufig bei Personen eine gewisse Art der Lähmung, Mind the planet: also ein Erstarren als Reaktion darauf.
Mind the planet: Und hier ist es natürlich ganz wichtig, dass man diese negativen Reaktionen Mind the planet: vermindert in der Reaktion auf die Klimaangst und auch im Umgang und eben die Mind the planet: eigene Selbstwirksamkeit wieder verstärkt.
Mind the planet: Und da gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie man das machen kann.
Mind the planet: Ein großer Punkt wäre da zum Beispiel die Hoffnung auf Veränderung aufzuzeigen, Mind the planet: aber auch Gefühle einfach ernst zu nehmen und zu akzeptieren und so wieder verschiedene Mind the planet: Handlungsmöglichkeiten eben zu bekommen.
Mind the planet: Okay, also es geht darum, wirklich aktiv zu werden und diese Angst sich sozusagen Mind the planet: nicht auffressen zu lassen, Mind the planet: von der ich denke, dass in diesem Aktivwerden auch besonders hilfreich sein Mind the planet: kann, wenn man sich zum Beispiel auch politisch für das Thema engagiert.
Mind the planet: Sei es jetzt mit dem Thema über Freunde zu reden oder auch vielleicht auf Demonstrationen zu gehen.
Mind the planet: Und natürlich, was einem auch ein Gefühl von Selbstwirksamkeit zu erleben, Mind the planet: wie du es so schön gesagt hast, gibt, ist, wenn man zum Beispiel seinen eigenen Mind the planet: Lebensstil anpasst, um klimafreundlicher zu sein.
Mind the planet: Das kann auf jeden Fall die Klimaangst auch reduzieren.
Mind the planet: Ob das jetzt ist, dass man mehr Mind the planet: recycelt oder zum Beispiel weniger Fleisch isst, ist dann erstmal egal, Mind the planet: solange man hauptsächlich aktiv wird und eben nicht, wie du es genannt hast, Mind the planet: diese Erstarrung verspürt und diese Angst dann weiterhin vermeidet.
Mind the planet: Ich glaube, das sind alles gute Tipps.
Florian: Ja, das waren die Podcast-Folgen der Studierenden von der LMU München.
Florian: Und wir können darauf hoffen, dass vielleicht doch nochmal der eine oder andere Florian: dieser Podcast, der da im Rahmen der Lehrveranstaltung erzeugt wird, Florian: vielleicht auch den Weg in die echte Podcast-Welt findet.
Claudia: Ah, das wäre schön.
Florian: Ja, also das kann sich lohnen.
Meine Frau Florian: hat ja auch im Rahmen einer Wissenschaftskommunikations-Lehrveranstaltung Florian: an der Uni Wien einen Podcast erstellen müssen.
Florian: Das haben die anderen auch gemacht, aber die anderen haben halt ihre Folge mal überprüft.
Florian: Im Klassenzimmer, nicht Klassenzimmer, sagt man immer auf der Uni.
Florian: Hörsaal, Hörsaal heißt es dort.
Florian: Im Hörsaal vorgespielt, aber Florian: das war es dann.
Und ich habe meiner Frau gesagt, nee, das geht so nicht.
Florian: Also wenn du einen Podcast machst, dann muss es ein echter Podcast sein.
Florian: Alles andere lasse ich nicht zu.
Florian: Wenn hier in diesem Haushalt Podcasts gemacht werden, müssen es echte Podcasts sein.
Florian: Nein, sie wollte das eh selbst auch und hat das gemacht.
Florian: Und daraus ist ein Podcast geworden, der jetzt seit fünf Jahren fast schon existiert Florian: und durchaus sehr erfolgreich ist.
ich sage mal, ich kann ja machen für meine Florian: Frau, Cosmic Latte heißt der Podcast.
Florian: Und ist ein wunderschöner Podcast, der mit Astronomie, hat Astronomie, Florian: Wissenschaftskommunikation, ein bisschen so Feminismus spielt auch immer eine Florian: Rolle, weil sich die Themen auch auf die Personen erstrecken und dann es immer Florian: wieder um die Frauen in der Wissenschaft geht und um die, ja, Florian: leider Probleme, die Frauen hatten und haben in der Wissenschaft.
Florian: Macht sie gemeinsam mit zwei anderen, mit Jana, die ist Astronomin und mit Elka, Florian: die, glaube ich, Medizin, Medizinphysik und Informatik studiert und hält da Florian: Vorlesungen dazu in Wien.
Florian: Und die kennt ihr vielleicht von den sozialen Medien.
Da heißt sie The Science, Florian: die Feminist und macht das, was ihr Händel entsprechend bereitstellt.
Florian: Also ist ein toller Podcast geworden.
Sie haben jetzt mittlerweile auch schon Florian: Live-Auftritte gehabt mit ihrem Podcast.
Florian: Es wird im nächsten Jahr oder in diesem Jahr, es ist ja schon, Florian: in diesem Jahr ein Buch erscheinen von ihrem Podcast.
Florian: Also all das kann passieren, wenn ihr in Vorlesungen Podcasts macht und die Florian: dann tatsächlich auch veröffentlicht.
Claudia: Sehr gut.
Florian: Also macht das und wie gesagt, es gibt in diesem Jahr wieder die Lehrveranstaltung.
Florian: Vielleicht seid ihr ja an der LMU.
Dann könnt ihr hingehen.
Florian: Schaut euch das mal an, dass ihr wisst, wie ihr da rausfindet, Florian: wo Vorlesungen stattfinden.
Ich weiß das gerade nicht, aber wenn ihr da studiert, Florian: werdet ihr das wissen, nehme ich an.
Claudia: Genau.
Florian: Ja, und wir machen das, was wir sonst auch immer machen.
Erstens, Florian: wenn eine Folge zu Ende geht und zweitens werden wir ab nächster Folge wieder Florian: das tun, was wir in den Jahren davor gemacht haben.
Florian: Wir nähern uns auch dem fünfjährigen Geburtstag übrigens.
Claudia: Tun wir das?
Florian: Naja, die erste Folge ist erschienen am 9.
Florian: August 2021 und so rein mathematisch müsste am 9.
August 2026 das fünfjährige Jubiläum stattfinden.
Claudia: Du meine Güte, da müssen wir auch wieder was Besonderes machen.
Florian: Müssen nicht, wir müssen gar nichts, ja, aber mal gucken, was wir machen.
Claudia: Naja, vielleicht fällt uns ja was ein.
Florian: Genau.
Claudia: Wo wollten wir schon immer mal hin?
Florian: Ja, wir können mal das Saarland anfangen und das mal ausmessen, Florian: dass wir das mal gesehen haben für die Vergleiche.
Du wolltest, Florian: glaube ich, mal chilenischen Wein trinken.
Dann fliegen wir da schnell rüber.
Claudia: Fliegen?
Florian: Mit dem Solarluftschiff, das wir in, weiß ich nicht, welcher Folge wir hatten.
Florian: Wir hatten eine Folge über Solarluftschiffe, glaube ich.
Claudia: Das stimmt, das stimmt.
Florian: Ja, vielleicht machen wir so eine, das Klimareise.
Claudia: Oder eine Zugfahrt quer durch Europa und dann nehmen wir auf den Zug auf.
Claudia: Das gibt bestimmt super Qualität auch.
Florian: Ja, einmal rund ums Saarland mit der Eisenbahn.
Dann essen wir Schokowürfel dabei.
Claudia: Die kürzeste Folge aller Zeiten.
Florian: Ach, ich glaube, mit der Deutschen Bahn kann das schon lange dauern.
Claudia: Ach, du hast recht, jetzt wo du sagst, du könntest länger dauern, Claudia: ja.
Übernachten vielleicht sogar.
Florian: Ja, also wir haben noch keine Pläne für die Fünfjahresjubiläumsfolge, Florian: aber wir haben Pläne für die nächste Folge.
Florian: In der nächsten Folge werde ich wieder etwas erzählen und ja, Florian: es wird, natürlich geht es ums Klima, aber nochmal so ein bisschen aus einem anderen Blickwinkel.
Florian: Also es wird kalt und es wird historisch, ich sage mal so viel.
Claudia: Es wird kalt und es wird historisch.
Gut, das klingt jetzt erstmal nach Vergangenheit.
Florian: Das finde ich gut.
Eine kalte Vergangenheit, die schauen wir uns an in der nächsten Folge.
Claudia: Okay, ich freue mich.
Das ist gut, das ist gut.
Wir haben keinen Schnee hier.
Claudia: Ihr habt vielleicht Schnee.
Florian: Wir nicht.
Nee, wenig, wenig.
Gerade so ein paar Reste liegen noch irgendwie Florian: rum, aber der kann auch weg.
Also das lohnt sich jetzt nicht mehr, dass der da ist.
Claudia: Ja, genau.
Es lohnt sich nicht, dass der da ist.
Ja, verstehe ich.
Claudia: Dann haben wir eigentlich nicht mehr so viel zu sagen, außer das, Claudia: was wir immer sagen, richtig?
Claudia: Ihr könnt uns natürlich schreiben, natürlich jetzt zu dieser Folge, Claudia: aber auch grundsätzlich.
Claudia: Wenn ihr zu dieser Folge was sagt, dann reichen wir das natürlich gerne weiter.
Claudia: Schreibt uns gerne per E-Mail an podcast.dasklima.fm oder kommentiert tatsächlich Claudia: hier einfach auf der Webseite unter die Shownotes, ganz wie es passt.
Claudia: Ja, und dann freuen wir uns natürlich, wenn ihr weitererzählt, Claudia: was die Studierenden gemacht haben und was wir so machen.
Und wir freuen uns Claudia: auf ein neues Jahr mit Das Klima.
Florian: Ja, da freue ich mich auch drauf und wir hören uns in zwei Wochen wieder mit Florian: Folge 162 von Das Klima.
Bis dahin.
Tschüss.
Florian: Ja, ach Gott, das ist schon so lange her, dass wir aufgenommen haben.
Florian: Ich weiß gar nicht mehr, wie es geht.
Claudia: Ich habe auch keine Ahnung mehr.
Ich bin, ja, I'm lost.
Florian: Ja, ich glaube, wir machen einen Klimapodcast, oder?
Claudia: Ach so.
Florian: Ja.
Das ist jetzt doof.
Claudia: Habe ich keine Ahnung von wo.
Das war dieses Klima.
Florian: Ja, muss man auch nicht haben.
Ich habe heute die Schlagzeile gelesen von der Florian: Tageszeitung, die ich jeden Tag morgens zum Frühstück lese.
Florian: Da war die Schlagzeile, Österreich ist jetzt nicht mehr so besorgt wegen Klimawandel.
Florian: Also eigentlich gar nicht mehr so besorgt.
Das ist jetzt schon abgeschafft bei uns.
Claudia: Ach komm, wenn sich niemand sorgt, dann kann man es auch lassen.
Florian: Ja genau, da muss man auch nichts mehr machen.
Claudia: Wunderbar.
Guck mal, Problem gelöst.
Florian: Wir stellen uns um auf Fußball-Weltmeisterschaft-Podcast.
Da werden die Leute Florian: vermutlich dieses Jahr viel drüber nachdenken.
Claudia: Da habe ich auch viel mehr Ahnung von.
Das ist genau mein Kerngebiet.
Florian: Das passt, sehr gut.
Ich glaube, Deutsche spielt auch mit, oder?
Florian: Weil Österreich spielt mit.
Das ist sehr, sehr groß in Österreich.
Florian: Weil Österreich spielt ja nie mit oder fast nie mit bei Weltmeisterschaften.
Florian: Und jetzt haben wir es aber wieder mal geschafft, mitspielen zu dürfen.
Claudia: Ich habe keine Ahnung, ob Deutschland mitspielt.
Ich bin mir sehr sicher, Claudia: dass Deutschland mitspielt, einfach weil Deutschland immer mitspielt, Claudia: aber ich habe keinen Plastischen Mann.