Episode Transcript
Evi: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Cosme Glatte.
Evi: Wieder mit mir Eva und diesmal Elka.
Hallo Elka.
Elka: Hallo Eva.
Evi: Wie geht es dir?
Das ist ja auch mit dir jetzt die erste Folge im neuen Jahr.
Evi: Also es ist ja schon der Jänner fast vorbei, wenn diese Folge ausgestrahlt wird.
Evi: Ich habe jetzt mit der Jana schon letztens aufgenommen, unsere erste Folge.
Evi: Da haben wir noch über Neujahrsvorsätze gesprochen, aber die sind ja mittlerweile fast passé.
Evi: Aber ich glaube im Jänner gibt es noch andere aktuelle Themen, oder?
Elka: Ja, bei mir ist das jetzt schon so lange her, dass wir aufgenommen haben, Elka: dass ich fast mein Mikro nicht gefunden hätte, weil ich ziehe nämlich gerade um.
Evi: Ah ja, du bist ja übersiedelt oder bist noch dabei.
Elka: Ja, ich meine, wir sind jetzt schon länger in der neuen Wohnung, Elka: aber alles ist noch in Kisten fast verpackt und das Mikro war auch noch verpackt.
Elka: Aber es wurde jetzt mal Zeit, das wieder auszukramen und im Betrieb zu sitzen.
Evi: Sieht man, es war ja nochmal Zeit, dass wir eine Folge hier aufnehmen.
Elka: Genau, genau.
Ja, sonst geht es mir eh gut, eben Chaos.
Elka: Aber sonst eine besondere Sache, die gerade ansteht bei mir ist, Elka: dass ich Ballbotschafterin bin, den Wiener Ball der Wissenschaften.
Elka: Hast du das schon mal gehört?
Evi: Ja, natürlich, den Ball der Wissenschaften kenne ich.
Der Jänner ist ja die Ballsaison.
Evi: Also da finden ja im ganzen Land die verschiedensten Bälle statt und der Ball Evi: der Wissenschaften ist einer von denen.
Evi: Gehst du öfters auf Bälle oder ist das für dich was Besonderes?
Elka: Nein, schon was Besonderes.
Das letzte Mal war ich am TU-Ball.
Elka: Und das war, glaube ich, während meinem Bachelorstudium, also sicher schon über Elka: zehn Jahre her, über zwölf, dreizehn Jahre her.
Elka: Und ich hatte auch gar kein Ballkleid mehr, das mir passt.
Elka: Also das war jetzt ein bisschen Action und mein Freund hat so ein, Elka: kein Frack, ein Smoking hatte sich besorgen müssen, genau.
Elka: Aber es ist recht cool, ich bin schon sehr gespannt.
Bist du öfter auf Bälle oder ihr?
Evi: Wenn wir jetzt das hier aufnehmen, ist ja dein Ball noch in der Zukunft mein Evi: Ball.
ist schon in der Vergangenheit, also ich war als letztes Wochenende bei Evi: uns auf dem Ball der Stadt, beim Ballroyal und ja, also ich habe das schon ganz gern.
Evi: Einmal im Jahr finde ich das ganz nett, auf ein, zwei Bälle zu gehen und bei Evi: uns ist das halt schon auch immer, es ist im, Evi: Casino, da ist es wirklich sehr groß, auch auf drei Ebenen, mit verschiedenen Evi: Sälen, die du da hast und es hat schon etwas, ja, also ich mag das auch dann, Evi: sich das einmal im Jahr, ich meine, zwar mein Ballklett ist sehr klein mittlerweile, also eng, Evi: aber ich bin stolz auf, dass es mir noch passt, aber es ist wirklich so ein Evi: klassisches Baldkleid, so ein Korsagekleid und das hat halt auch wirklich so Evi: diese Metallverstrebungen.
Evi: Drinnen, damit es halt wirklich so schön Korsage-artig ist und es ist wunderschön, Evi: es gefällt mir noch immer sehr gut, aber es ist auch Evi: etwas unbequem zu tragen.
Und ich bin dann immer ganz froh, wenn wir dann wieder Evi: nach Hause kommen und ich kann das Kleid wieder ausziehen und es ist alles gemütlich.
Evi: Aber ich mag das schon ganz gerne, also dieses dann alles Walzer, Evi: wenn es dann der Ball eröffnet ist, das finde ich dann schon ganz schön.
Evi: Und einer meiner Lieblingsbälle, der kommt jetzt erst im Februar, ist ja die Redoute.
Evi: Der ist allerdings immer am Rosenmontag.
Das heißt, es ist am nächsten Tag dann Evi: immer ein normaler Arbeitstag.
Evi: Aber den finde ich recht nett, weil da ist die Tradition, dass man vor Mitternacht Evi: eine Maske trägt, also quasi da verhüllt ist, dass man nicht erkennbar ist, wer man ist.
Evi: Und dann quasi zur Mitternacht lässt man dann die Maske fallen.
Evi: Ich finde das ganz nett, das ist ein sehr schöner Ball auch bei uns.
Elka: In Baden.
Evi: Ja genau, der ist in Baden.
Aber ich glaube, diese Redoute-Bälle gibt es überall.
Evi: Also das ist, glaube ich, kein Badending.
Evi: Aber du, bevor wir jetzt noch starten in unser heutiges Thema, Evi: musst du mir noch sagen, was macht man denn als Ballbotschafterin?
Elka: Also nicht sehr viel, muss man sagen.
Naja, es geht einfach darum, Elka: dass man sich so eine Ballbotschaft überlegt, also eine Botschaft, Elka: die man über die Wissenschaft nach außen tragen will.
Elka: Und meine Ballbotschaft, die war natürlich, dass die Wissenschaft in die Mitte Elka: der Gesellschaft gehört und nicht in einen Elfenbeinturm und dass ich die Wissenschaft Elka: den Menschen nahe bringen möchte.
Elka: Und genau, es gibt noch ein paar andere BallbotschafterInnen, Elka: die kommen jetzt nicht alle so aus der Naturwissenschaft, sondern es ist auch Elka: zum Beispiel eine Schriftstellerin dabei, also Wissenschaft so im großen Sinne natürlich.
Elka: Das Coole ist, sie werden halt eingeladen auf das Ticket und haben einen Empfang Elka: mit dem Bürgermeister und so, also das ist recht cool und dafür haben wir Social Elka: Media Videos aufgenommen und einfach dem Ball so mehr Öffentlichkeit gegeben.
Evi: Okay.
Elka: Aber ich denke mir, unsere deutschen HörerInnen denken sich, Elka: was ist mit diesen Leuten?
Elka: Ball, Bälle?
Das klingt alles so alt hergebracht, aber in Wien ist das oder Elka: in Österreich ist das relativ normal, dass man auf Bälle geht.
Evi: Glaubst du, dass das in Deutschland nicht so verbreitet wird?
Elka: Nein, glaube ich nicht.
Nicht einmal, selbst jetzt so am Land sozusagen, Elka: ist das ja gar nicht so verbreitet.
Evi: Dass man auf Bälle geht.
Es hat so ein bisschen K&K-Touch natürlich.
Evi: Also ich meine, der Wiener Opernball, der ist ja schon sehr bekannt.
Evi: Aber wenn du da jetzt eine Botschaft hast, musst du dann quasi den Ball auch eröffnen?
Nein, oder?
Elka: Nein, das wäre lustig.
Einer von den Botschaftern, der hat auch so gesagt, Elka: müssen wir dann tanzen?
Also eröffnen mit einem Tanz?
Elka: Da haben wir ihn ein bisschen verorscht, aber nein, müssen wir nicht.
Elka: Ich kann nicht tanzen, muss ich sagen.
Vielleicht sollte ich mal Walzer üben, Elka: aber sonst kann ich nichts.
Evi: Ja, genau.
Einen Tanz sollte man schon tanzen.
Aber habt ihr da irgendwie so Evi: einen Einmarsch oder sowas?
Also ich war jetzt eben bei dem Ball von uns, von der Stadt.
Evi: Und in meiner Funktion als Gemeinderätin sind wir dann eben schon alle zusammen Evi: mit Bürgermeisterinnen und Vertretern aus Land.
Evi: Und die da eben, also die Ehrengäste, sind wir dann auch einmarschiert dann Evi: bei der Eröffnung.
Also weiß ich nicht, wenn du da so eine offizielle Funktion Evi: hast.
Nein, nein, das müssen wir.
Elka: Na, gar nicht.
Wir werden nur den Abend genießen.
Es gibt voll viel Rahmenprogramm von Experimenten.
Elka: Und ich glaube, der eine Botschafter, der ist Italiener und hat diesen alternativen Elka: Nobelpreis, dieser IK-Nobelpreis gewonnen für irgendeine Forschung über Pasta.
Elka: Und ich glaube, er wird Pasta machen.
Also es gibt voll viel Rahmenprogramm, Elka: aber ich bin nicht Teil davon.
Ich muss da nichts machen.
Evi: Okay, sehr gut.
Das ist gut.
Elka: Ja, und bevor ich dich jetzt, Eva, frage, was du heute für ein Thema mitgebracht Elka: hast, gebe ich uns ein bisschen Zeit zum In-Uns-Kehren und sage gleich die Werbung an.
Elka: So, wir sind wieder zurück und ich bin jetzt eben sehr gespannt, Elka: was du mitgebracht hast.
Elka: Ich habe schon eine Vermutung, du hast gemeint, das könnte was so in Richtung Elka: auch so meinem Bereich mit Simulationen und Informatik sein.
Elka: Was genau ist denn dein Thema heute?
Evi: Ich bin jetzt schon wirklich sehr gespannt, also ich freue mich sehr auf das Thema heute, Evi: was nämlich du auch dazu sagen wirst, ob du da vielleicht auch den einen oder Evi: anderen Input hast für uns, weil in der letzten Folge, Kosmärkte 77, Evi: habe ich mit Diana über numerische Methoden gesprochen und eben die Bedeutung in der Astronomie.
Evi: Und da ganz speziell haben wir auch gesprochen über die Entdeckung von Gravitationswellen Evi: und wie man das eigentlich entdecken konnte aufgrund von diesen numerischen Methoden.
Evi: Und das ist ja alles immer sehr nah an Simulationen, Programmieren, Informatik.
Evi: Und deswegen habe ich mir gedacht, dass das ein Thema ist, das dir vielleicht Evi: auch sehr gut gefallen könnte.
Evi: Ich bin schon gespannt.
Also mich interessiert dann auch, ob du davon überhaupt Evi: schon mal gehört hast, von einer ganz speziellen Simulation, Evi: von der ich da heute sprechen werde.
In der Astronomie, das finde ich ja das Spannende.
Evi: Wir stellen uns ja ganz große Fragen immer.
Also wir fragen uns, Evi: warum das Universum so aussieht, wie es aussieht.
Evi: Wie ist das, dass Galaxien und Galaxienhaufen so organisiert sind?
Evi: Wie kommt es zu diesen gigantischen Filamenten, dieses kosmische Netz und auch Evi: diese gigantischen Leerräume natürlich, die da dazwischen sind?
Evi: Wieso schaut das alles so aus, wie es ausschaut?
Evi: Warum hat es sich so entwickelt nach dem Urknall?
Evi: Und das sind halt wirklich so diese riesigen, großen Maßstäbe des Universums, Evi: die wir uns eigentlich sowieso nicht mehr vorstellen können.
Evi: Wir haben jetzt natürlich keine Möglichkeit, die Entwicklung des Universums in echt zu beobachten.
Evi: Also eben seit dem Urknall sind ja doch 14 Milliarden Jahre vergangen.
Evi: Also da können wir jetzt nicht schauen, okay, was passiert.
Evi: Wir haben da jetzt unsere Beobachtungen, aber da jetzt natürlich zu schauen, Evi: okay, wie sich die Sachen entwickelt haben, warum genau solche Strukturen entstehen.
Evi: Also da haben wir eigentlich nur eine Möglichkeit und das sind natürlich Computersimulationen.
Evi: Da gibt es eben in der Astronomy wirklich sehr viele.
Also das ist etwas, Evi: was sehr oft gemacht wird und gebraucht wird auch, um Antworten zu finden auf Fragen.
Evi: Da ist natürlich jetzt eine Frage, wie simuliert man denn jetzt ein komplettes Evi: Universum, weil das ist ja doch recht groß, wie packe ich das jetzt in einen Computer?
Evi: Da kann man jetzt natürlich sagen, okay, wir haben jetzt eben die realen Beobachtungsdaten Evi: und wir wissen da jetzt so den Zustand vom Universum, haben unsere Naturgesetze Evi: und unsere Theorien, Hypothesen, wie das alles entstanden ist und das packen Evi: wir alles in den Computer und dann schauen wir mal, was passiert.
Evi: Das klingt jetzt immer so einfach und tatsächlich ist das recht komplex und Evi: man muss sich da auch im Vorfeld einfach schon ein paar Sachen überlegen.
Evi: Also man kann ja nicht einfach das so reinschmeißen in den Computer und dann Evi: mal schauen, was da passiert.
In der Astronomie geht man da jetzt speziell vor.
Evi: Jetzt weiß ich nicht, wie weit bist du mit so Simulationen vertraut?
Evi: War das bei dir in der Ausbildung ein Thema?
Elka: Ja, ich habe meine Masterarbeit sogar über eine Simulation geschrieben.
Evi: Super, spannend.
Elka: Ja, nämlich nicht das ganz Großen, wie jetzt in der Astronomie, Elka: sondern eine Simulation über das ganz Kleine, nämlich über Bestrahlungen.
Elka: Also wir haben simuliert, was passiert im Körper, wenn er mit Protonenstrahlung Elka: beschossen wird, also für die Krebstherapie, für die Strahlentherapie.
Elka: Das waren sogenannte Monte-Carlo-Simulationen.
Du kannst jetzt nicht das Ganze Elka: deterministisch simulieren.
Es passiert A und B und dann C, sondern es ist immer Elka: eine Stochastik und Wahrscheinlichkeitstheorie dahinter.
Elka: Das war so ein Programm, wo ich da mit diesen Simulationen gearbeitet habe und Elka: für dieses neue, damals recht neue Forschung und Medizinische Zentrum in Wiener Elka: Neustadt mit Austron da ein paar Simulationen gemacht habe.
Elka: Ich bin jetzt keine Expertin deswegen in dem Bereich.
Elka: Ich habe auch nur Sachen angewendet.
Da habe ich mich ein bisschen rumgespielt Elka: mit beiden und diesen Monte Carlo-Simulationen.
Evi: Ja, in der Monte Carlo haben wir auch kurz angesprochen in der letzten Folge mit der Jana.
Evi: Da bin ich jetzt gespannt, inwieweit du da Parallelen dann findest, Evi: wenn ich dir jetzt von den astronomischen Simulationen erzähle.
Evi: Ich nehme mal an, dass...
Evi: Die Schritte oder die Techniken ähnlich sind, aber wahrscheinlich geht man vielleicht Evi: ein bisschen anders ran.
Ich meine, am Anfang steht immer eine konkrete wissenschaftliche Frage.
Evi: Das ist eine der Voraussetzungen, dass du wirklich ganz klar deine Frage formulierst, Evi: dass du dann halt eine sinnvolle Simulation aufsetzen kannst.
Evi: Du musst ja dann die Prozesse auch vereinfachen bis zu einem gewissen Grad.
Evi: Du musst es ja dann auf bestimmte Parameter oder sowas einschränken.
Evi: Das heißt, du brauchst halt dann wirklich die Frage, okay, was schaue ich mir Evi: jetzt genau an?
wie Galaxien entstehen oder wie kollidieren schwarze Löcher.
Evi: Wie entwickeln sich Planetensysteme und anhand von dem gehst du dann eben weiter Evi: und machst eine Modellbildung.
Evi: Okay, für meine Frage, was für Prozesse sind da jetzt wichtig, Evi: physikalische Prozesse und welche kann ich eben vernachlässigen?
Evi: Also bei uns ist es halt dann sowas wie die Gravitation, die eigentlich immer Evi: dabei ist, aber habe ich eben auch Hydrodynamik bei Gasbewegungen, Evi: Strahlungstransporte oder relativistische Sachen, also Relativitätstheorie.
Evi: Was muss ich alles beachten?
Evi: Magnetfelder oder Chemie?
Also da gibt es ganz viele Sachen, Evi: wo ich dann im Schaum sage, okay, gut, wie modelliere ich das jetzt?
Evi: Wie bringe ich das dann am besten rein?
Evi: Was ich da jetzt alles habe?
Was spielt da alles eine Rolle?
Evi: Und dann muss man das natürlich übersetzen.
Evi: Also du hast dann deine Physik, da musst du dann deine Gleichungen finden.
Evi: Also bei der Gravitation ist es dann hauptsächlich eben die sogenannte Poisson-Gleichung.
Evi: Und da wird es dann bei euch wahrscheinlich auch verschiedene Sachen geben, Evi: oder wird das dann quasi übersetzt, oder?
Elka: Ja, also ich meine, wegen der Auswahl von den Naturgesetzen, Elka: die wichtig sind, das ist vielleicht am Anfang, denkt man da gar nicht dran, Elka: aber das ist natürlich klar, dass der Computer nicht alle Naturgesetze der Physik Elka: kennt und da muss man eben genau sagen, was ist wichtig.
Elka: Bei uns war es zum Beispiel so, das waren meistens so Bibliotheken, Elka: die habe ich halt importiert mit Python und da hat dann sozusagen mein Programm Elka: gelernt, wie Alpha-Strahlung und Beta-Strahlung und so weiter funktioniert.
Elka: Das heißt, das ist halt auf meinem Niveau sehr einfach gewesen, Elka: weil ich dann sehr viel einfach benutzt habe oder sehr viel läuft einfach im Elka: Hintergrund irgendwie mit und da muss man sich dann gar nicht mehr so darum Elka: kümmern, wenn man das nur auf diesem Niveau macht.
Und ich glaube, Elka: das ist auch der Grund, warum...
Elka: Nicht alles InformatikerInnen sind, die daran arbeiten, weil sehr viel ist halt Elka: schon so automatisiert oder einfach so vereinfacht bei diesen Simulationen, Elka: dass du für die Anwendung musst du jetzt auch nicht selber alles programmieren Elka: können, sondern ja, es reicht, glaube ich, wenn du zumindest InformatikerInnen Elka: in der Nähe hast und die du tragen kannst, aber selber brauchst du jetzt auch Elka: nicht unbedingt eine Ausbildung.
Evi: Also bei uns in der Astronomie ist das eben schon so, dass aufgrund der Fragestellungen Evi: das dann oft so speziell ist, dass du natürlich ähnliche Lösungen hast.
Evi: Also du kannst dir dann schon sagen, okay, das und das.
Evi: Aber in Wahrheit musst du halt dann schon immer wieder die Programme anpassen Evi: und dann schreiben und dass das halt dann eben zu deiner Fragestellung auch passt.
Elka: Anpassen eh, aber dafür musst du keine Informatik studieren, meine ich.
Elka: Also das machen bei euch ja auch Leute, die jetzt nicht Informatik studiert Elka: haben, sondern sozusagen nur unter Anführungszeichen Astronomie.
Evi: Ja, programmieren muss man trotzdem können.
Also das ist halt part of the game, Evi: sage ich jetzt einmal so.
Evi: Vor allem, weil die Sachen analytisch nicht mehr lösbar sind.
Evi: Das heißt, du musst dann eben in die numerischen Methoden gehen und da brauchst Evi: du halt dann genau die Sachen.
Evi: Ja, und ein wichtiger Punkt, das ist der Nächste.
Du musst das alles dann diskretisieren.
Evi: Also du musst das dann alles in, weil jetzt der Computer eben jetzt nicht so Evi: diese Felder kontinuierlich rechnen kann, musst du das alles jetzt eigentlich Evi: ein bisschen, ich sage jetzt unter Anführungszeichen, zerlegen oder zerschneiden.
Evi: Wenn du den Raum hast, du so eine Art Gitter anlegen oder Teilchen, je nachdem.
Evi: Eben Zeit ist auch so etwas, du definierst ja dann eben Zeitschritte, Evi: die Materie, die du hast, sind dann eben einzelne Einheiten und je nachdem hast Evi: du dann eben auch die unterschiedlichen Ansätze, also das sind dann eben Teilchenmethoden, Evi: wo du halt Endkörper hast, das wird wahrscheinlich bei dir dann auch der Fall Evi: sein, eher solche Sachen.
Elka: Ja, bei uns heißt das Voxel, nennen wir das immer, also so wie Pixel, nur halt eben Raum.
Elka: Das sind die Voxel in dem kleinen Punkt, das berechnet wird.
Evi: Da hast du natürlich auch an jeder Zelle deine Dichte, Temperatur, Geschwindigkeit.
Evi: Und dann brauchst du halt deinen Algorithmus, deinen numerischen Algorithmus, Evi: der dann halt das konkrete Rechenverfahren ist.
Evi: Das ist halt dann eben wirklich je nachdem, was du halt dann für eine Aufgabe hast.
Evi: Das sind dann halt eben die Sachen, die schon natürlich vordefiniert sind, Evi: wie du zum Beispiel Differenzialgleichungen löst.
Evi: Da gibt es halt dann verschiedene Integrationsverfahren numerische, Evi: die man da anwenden kann.
oder eben diese Poisson-Gleichung, Evi: die ich vorhin erwähnt habe, die ist ganz wichtig, eben gerade was die Gravitation Evi: betrifft, ist das sehr wichtig.
Evi: Da gibt es auch verschiedene Methoden.
Das heißt, eigentlich übersetzt du da Evi: deine Fragestellung immer weiter in mathematisches Problem und dann brauchst Evi: du natürlich noch eine Anfangsbedingung.
Evi: Du brauchst halt dann quasi eine Startbedingung, die du festlegen musst.
Evi: Beim Beispiel, was ich mitgebracht habe, werden wir uns das dann eben genauer Evi: anschauen, was das eben ist.
Das ist ja bei Planeten zum Beispiel, Evi: weil es jetzt die Anfangsposition und die Masse natürlich von deinen Körpern, die du hast.
Evi: Und dann lässt du den Computer mal rechnen.
Das kann jetzt eben von Sekunden, Evi: Stunden bis hin zu Tage oder Monate dauern, je nachdem, wie groß das ist.
Evi: Wie groß das ist, hast du dann eben auch Parallelisierungen.
Evi: Das heißt, du verteilst dann deine Aufgaben, weil es dann eben schon zu viel Evi: von der Rechenleistung vereinen wäre.
Evi: Und wenn du dann das Ergebnis hast, also die Simulation, das ist ja noch nicht Evi: ganz das Ergebnis, musst du es ja dann auch noch analysieren können.
Evi: Das heißt, du musst dann eben schauen, okay, ist das, was ich jetzt herausbekommen habe?
Evi: Ist das quasi das reproduziert, was die reale Welt mir auch zeigt?
Evi: Kann ich da jetzt eine überprüfbare Vorhersage machen oder eben nicht?
Evi: Bei uns jetzt in der Astronomie hast du dann Teleskopdaten oder eben von verschiedenen Evi: Durchmusterungen-Service-Spektren hast du dann Daten, Evi: die da sind und dann musst du eben schauen, okay, in einer Simulation, Evi: die jetzt entstanden ist, passt das mit dem überein oder nicht?
Evi: Sonst stimmt das ja nicht, also sonst ist eine Simulation nicht gut.
Evi: Es muss natürlich der Natur, die Naturgesetze und dem, was sie ist, Evi: dann entsprechen, damit du eben deine Theorie testen kannst.
Evi: Eine Simulation, die das eben gemacht hat, die ist zwar schon ein bisschen älter, Evi: aber es ist eine ganz besondere, eine kosmologische Simulation.
Evi: 2005 wurde das Ergebnis veröffentlicht und das war jetzt die Millennium-Simulation.
Evi: Also mir gefällt dir der Name an sich schon total gut.
Elka: Die aber nicht 2000, im Jahr 2000 war.
Evi: Naja, also 2005 haben sie die Ergebnisse veröffentlicht.
Ich nehme mal an, Evi: dass sie schon ein bisschen länger daran herumgearbeitet haben.
Evi: Das Virgo-Konsortium war das, das ist Führung unter dem Max-Planck-Institut Evi: für Astrophysik in Garching bei München und mit Teams zusammen aus Großbritannien, Evi: Kanada, Japan und der USA, die sich das eben angeschaut haben.
Evi: Die sind halt einer ganz, ganz großen Frage nachgegangen.
Evi: Und zwar nämlich wirklich jetzt, wenn du jetzt ausgehst, eben vom frühen Universum, Evi: kurz nach dem Urknall, wie haben sich jetzt wirklich diese großräumigen Strukturen Evi: entwickelt, die wir jetzt kennen, die wir jetzt sehen.
Evi: Spannend finde ich dabei auch, sie sind jetzt nicht davon ausgegangen, Evi: quasi von heute, also nicht mit fertigen Galaxien gestartet, Evi: sondern ihre Ausgangslage war kurz nach dem Urknall.
Evi: Und dann haben sie sich eben angeschaut, okay, wie entwickelt sich das alles?
Evi: Wie kann sich das entwickeln?
ja oder warum eigentlich diese Strukturen so, Evi: wie wir es kennen.
Elka: Und da gibt es ja dann sicher ganz viele Möglichkeiten, wie es sich hätte entwickeln können.
Elka: Haben die sich dann alle möglichen Szenarien angeschaut?
Evi: Das ist das jetzt, wo ich eben sage, okay, welches Modell bildest du ab oder Evi: machst du überhaupt?
Wie näher ist doch dem Ganzen?
Evi: Und sie sind eben auch davon jetzt ausgegangen, okay, was wissen wir?
Evi: Also wir wissen jetzt eben, dass nach dem Urknack, aber es sind jede Menge Wasserstoffatome, Evi: ein bisschen Heliumatome, dann hat es ein paar Mengen Lithium und Peryllium Evi: gegeben, Energie, aber sonst war jetzt nicht wirklich viel.
Das heißt, Evi: diese ganzen Sterne, Galaxien, Galaxien, Haufen, alles, das wir kennen, das war ja noch nicht da.
Evi: Jetzt kannst du jetzt eben nicht ein Programm schreiben, wo du jetzt diese ganzen Evi: Atome hast und die lässt du jetzt dann laufen und wartest, bis du jetzt im Stern Evi: und Galaxien wirst.
Also das funktioniert so nicht erst.
Evi: Einerseits wäre es zu kompliziert und wahrscheinlich wäre es auch kein Computer Evi: auf der Welt in der Lage, dass er wirklich alle Atome da irgendwie gleichzeitig Evi: simulieren kann, die da jetzt beim Urknall entstanden sind.
Evi: Das heißt, dann hast du ja auch noch diverse andere Vorgänge, Evi: also eben von nuklearen, chemischen, elektromagnetischen, gravitative Kräften.
Evi: Also das sind halt ganz viele Vorgänge, die gleichzeitig passieren und bei einer Evi: unvorstellenden Menge an Atomen.
Evi: Das heißt, das kannst du jetzt eben so nicht machen, dass du da alles da reinpackst Evi: und dann lässt du das mal laufen.
Evi: Deswegen braucht man da halt einen bestimmten Ansatz, den man da wählt.
Evi: Und was ich jetzt noch nicht erwähnt habe, ist, wir wissen ja auch, Evi: dass es am Anfang des Universums ja jede Menge dunkler Materie gegeben hat, Evi: die jetzt eben hauptsächlich wirkt über die Gravitationskraft.
Evi: Die Grundlage ist dieses Lambda-CDM-Modell, das ist das kosmologische Standardmodell Evi: und nachdem hast du dann ja eben auch diese 5% baryonische, also gewöhnliche Materie, Evi: 25% dunkle Materie, das ist das Evi: CDM in dem Modell, also das ist Cold Dark Matter und 70% dunkle Energie.
Evi: Die haben das jetzt eben als Ausgangsbasis auch genommen.
Also wir wissen jetzt Evi: eben von diesen Beobachtungsdaten, dass eben 85 Prozent aller Materie dunkle Evi: Materie eigentlich ist.
Evi: Und die wechselwirkt jetzt eben nicht mit elektromagnetischer Strahlung, Evi: aber eben über die Gravitationskraft.
Evi: Und jetzt könntest du vielleicht sagen, wir wissen jetzt aber nicht, was dunkle Materie ist.
Evi: Das heißt, wie machen wir das?
Wie können wir das jetzt genauer anschauen?
Evi: Stimmt, also wir wissen jetzt noch nicht, was für Teilchen das sind, Evi: die sich da jetzt hinter dem Begriff der dunklen Materie verstecken.
Evi: Aber das stört uns jetzt eigentlich auch nicht weiter, weil es ja eben über Evi: die Gravitationskraft wechselwirkt.
Und das ist das, was wichtig ist.
Evi: Und das ist auch das, was die gemacht haben bei der Simulation.
Evi: Sie haben nämlich genau die dunkle Materie ins Zentrum ihrer Simulation gesteckt oder gestellt.
Evi: Weil da wissen wir eben, dass da recht viel war.
Und deswegen hat sich auch Evi: die Simulation auf diese dunkle Materie beschränkt.
Evi: Was ziemlich smart ist, weil du dann hauptsächlich dich um die Gravitationskraft Evi: nur unter Anfangszeichen kümmern musst.
Also ich habe ja vorhin ja gesagt, Evi: dass du jetzt ganz viele Sachen, physikalische Prozesse berücksichtigen müsstest.
Evi: Und so hast du halt hauptsächlich die Gravitationskraft, die du da in deinem Modell hast.
Evi: Okay, es ist aber jetzt trotzdem noch immer ein Riesending, also du kannst jetzt Evi: trotzdem noch nicht das ganze Universum da reinpacken.
Evi: Das heißt, was haben die gemacht?
Du schaust dir natürlich einen Ausschnitt an.
Evi: Das heißt, sie haben jetzt eigentlich einen würfelförmigen Ausschnitt gemacht Evi: mit einer Kantenlänge von zwei Milliarden Lichtjahren, was jetzt auch nicht wenig ist.
Elka: Einer.
Evi: Genau, ja, also so einen Würfel gemacht.
Da in diesem Würfel mit deiner dunklen Evi: Materie, in der Simulation waren das dann ungefähr so 10 Trillionen Sonnenmassen.
Evi: Also man hat da jetzt Masse aufgeteilt auf 10 Milliarden Teilchen und die haben Evi: eben eine Masse gehabt von jeweils einer Milliarde Sonnenmasse.
Evi: Was jetzt eben so für ein Teilchen eigentlich auch viel ist, wenn du das so nimmst.
Evi: Zum Vergleich, als die Milchstraße ist 10 Mal größer als jetzt so eins von diesen Teilchen.
Evi: Also wenn du Teilchen hast, glaubst du immer, das ist was Winziges, Evi: aber das waren halt eigentlich schon ziemliche Brummer.
Elka: Das ist eher ein Teil.
Evi: Ja, genau.
Jetzt haben wir da jetzt schon mal diesen Würfel und können eben Evi: die Simulation starten.
Evi: Unsere Simulation, die beginnt jetzt 397.000 Jahre nach dem Urknall, Evi: weil das als Startpunkt insofern gut ist, weil das ist die kosmische Hintergrundstrahlung, Evi: die wir ja empfangen, die wir auch gemessen haben.
Also da haben wir ja gute Evi: Daten dazu von den Satelliten.
Evi: Und das heißt, hier haben wir ja auch festgestellt, dass das Universum ja ganz Evi: am Anfang, dass das ja nicht ganz gleich war.
Evi: Dass da halt wirklich ganz kleine Unförmigkeiten waren, so ganz leichte Dichterschwankungen.
Evi: Die waren eben noch vom Urknall her.
Und das ist ganz wichtig, Evi: weil du brauchst nämlich wirklich diese Unregelmäßigkeiten, damit dann nachher was passiert.
Evi: Also das sind quasi so, wo man auch wirklich diese eigentlich Keimzellen fast könnte man sagen.
Elka: Sonst hätte es uns ja alle nicht geben.
Evi: Weiß man nicht.
Das war schon sehr homogen, aber eben nicht ganz.
Evi: Du hast eben ganz leichte zu dichte Schwankungen gehabt und das haben die natürlich Evi: jetzt auch berücksichtigt.
Evi: Und die dunkle Materie da jetzt in dem Würfel entsprechend verteilt.
Evi: Genau, und jetzt hast du eben die Gravitationskräfte, die eben zwischen all Evi: diesen Teilchen wirken und daraus dann natürlich resultierende Bewegungen.
Evi: Und jetzt kannst du dir mal anschauen, okay, wie hat sich das im Laufe der Zeit entwickelt.
Evi: Jetzt müssen wir uns aber überlegen, wir haben aber trotzdem jetzt irgendwie Evi: so 10 Milliarden Teilchen da drinnen.
Evi: Wenn du dir jetzt mal anschauen willst, okay, gut, du hast jetzt Teilchen Nummer Evi: 1, das hast du jetzt durchlaufen.
Evi: Okay, wie wechselt wirkt das mit dem Teilchen Nummer 2 und dann Teilchen Nummer Evi: 3 und so weiter.
und das gehst du halt dann weiter bis zu 10 Milliarden.
Evi: Und dann hast du dann einmal das Teilchen 2, wie wirkt das auf Teilchen 3 und Evi: dann endet inzwischen ihre Position.
Evi: Also das ist alles sehr, sehr mühsam.
Deswegen kann man das halt natürlich jetzt Evi: so in der Reihenfolge nicht machen.
Evi: Das kann man machen bei kleineren Simulationen.
Also wenn es jetzt darum geht.
Evi: Das Sonnensystem oder sowas zu modellieren, dann kann man das natürlich schon so machen.
Evi: Aber wenn wir uns das jetzt alles auch anschauen wollen, über 14 Milliarden Evi: Jahre, und wir haben eben so viele Teilchen, da geht das nicht wirklich.
Evi: Das heißt, da hat man dann auch eigene Methoden erfunden, also man hat zwei Methoden kombiniert.
Evi: Also für alle, die es ganz genau wissen wollen, der Code heißt irgendwie Gadget2 Evi: und es ist die Tree-PM-Methode.
Also ich werde jetzt auch gar nicht näher darauf eingehen.
Evi: Ich möchte es nur ganz kurz, möchte ich es halt schon sagen, Evi: dass es eben ein Tree-Algorithmus ist und PM steht für Particle Mesh und im Evi: Prinzip geht es da eben darum, dass man sich überlegt hat, okay, Evi: Teilchen, die nahe sind, die kriegen mehr Gewicht, die werden exakter berechnet.
Evi: Und Teilchen, die jetzt weiter weg sind, die werden eher als Gruppe angenähert.
Evi: Also dadurch reduziert sich schon einmal der Rechenaufwand sehr.
Evi: Durch diese Wechselwirkung kannst du eben schauen, dass das eben so sind, Evi: dass sich die Kräfte da dann eben so ein bisschen, welche kann ich vielleicht Evi: vernachlässigen und welche sind da eben mehr.
Evi: Und so hast du dann auch so Verästelungen, die sich dadurch ergeben.
Evi: So hat man das dann eben laufen lassen.
Evi: Die hat natürlich einen Supercomputer, also nicht so etwas, was wir zu Hause Evi: stehen haben, sondern die haben andere Möglichkeiten gehabt.
Evi: Magst du mal raten, wie lange der Supercomputer gebraucht hat für die Simulation?
Elka: Ich muss jetzt gerade dann, Elka: Hitchhiker's Guide to the Galaxy denken, wo der Supercomputer Jahrtausende gerechnet Elka: hat, bis er die Antwort dann gesagt hat.
Elka: Aber wahrscheinlich so lange hat es nicht gedauert.
Ich hätte jetzt gesagt, ein paar Tage.
Evi: Nein, fast einen Monat.
Es waren 28 Tage.
Elka: Ein Monat.
Evi: Wow.
Ja, so hat das dann doch gedauert.
Ich habe vergessen, man hat ja natürlich Evi: dann auch die Zeitpunkte, also den Zeitschritt sich auch überlegen müssen.
Evi: Also es waren 11.000 Schritte vom Anfang des Universums bis in die Gegenwart, Evi: die man sich da angeschaut hat.
Also man muss sich vorstellen, Evi: es sind zwei Milliarden Lichterre große Würfel mit 11.000 Schritten vom Anfang des Universums.
Evi: Und sie haben auch, genau das habe ich noch gar nicht erwähnt, Evi: auch die Expansion des Universums haben sie schon berücksichtigt.
Evi: Dann nach 28 Tagen hatten sie ein Ergebnis, das sie dann eben auch veröffentlicht haben.
Evi: Bevor wir das jetzt natürlich auflösen, machen wir eine ganz kurze Pause.
Evi: Und hier sind wir wieder.
Und ja, also ich nehme mal an, du wirst schon wissen, Evi: was rausgekommen ist, oder?
Evi: Also nachdem ich ja schon so gespoilert habe bis zu einem gewissen Grad.
Elka: Ob es gut oder schlecht war, meinst du?
Evi: Genau, und ich hätte nicht von so einer alten Simulation gesprochen, Evi: wenn die ein totaler Fail gewesen wäre, sondern natürlich ganz im Gegenteil.
Evi: Also man hat tatsächlich dann mit dieser Simulation beobachten können, Evi: wie wirklich diese Verteilung der Galaxien und der Galaxienhaufen passiert ist.
Evi: Also man hat das dann sehr gut nachvollziehen können.
Evi: Und das war halt wirklich faszinierend, auch das erste Mal in dieser realistischen Evi: Größe einfach simuliert zu haben.
Evi: Also sie haben das dann eben auch verglichen mit dem Service und die Vorhersagen waren da sehr gut.
Evi: Auch nämlich was diese riesigen Leerräume betrifft dazwischen.
Evi: Also wirklich so, wie sich diese Filamente dann eben auch anordnen, Evi: diese Superhaufen bilden, die Voids entstehen.
Evi: Dieses Modell hat wirklich sehr gut das alles abgebildet.
Elka: Und dann würde ich mir denken, okay, wenn das gut funktioniert, Elka: dann tue ich vielleicht die Zukunft auch simulieren.
Evi: Ja, ich meine, das hat man ja auch gemacht.
Du kennst sicher die Simulation, Evi: wo ja unsere Galaxie mit der Andromeda-Galaxie zum Beispiel zusammenstoßen wird, Evi: wobei zusammenstoßen oder verschmelzen wird, besser gesagt.
Evi: Genau, das sind dann solche Sachen.
Aber man hat zum Beispiel auch offene Fragen klären können.
Evi: Als Beobachtungsdaten hat man gesehen, gerade in so frühen Universen waren zum Evi: Beispiel sehr helle Quasare und also schwarze Löcher, die sehr massereich waren.
Evi: Damals hat man nicht genau gewusst, wie das hätte entstehen können in diesem Evi: frühen Stadium des Universums.
Evi: Das hat aber dann auch die Simulation erklären können.
Also er hat gesagt, Evi: dass das durchaus plausibel ist, dass solche Prozesse ablaufen können.
Evi: Das finde ich auch recht spannend, dass sich so große Objekte auch tatsächlich Evi: so früh und so schnell bilden haben können.
Elka: Ja, es ist schon spannend, wie es so viele Einflussfaktoren sind und wie man Elka: die dann alle unter einen Hut bringt und dann so eine Simulation hinkriegt.
Elka: Das ist schon sehr beeindruckend eigentlich.
Evi: Ja, vor allem du kannst da quasi live zuschauen.
Also wie dann eben Galaxien Evi: verschmelzen, sich die Haufen bilden.
Evi: Ich finde es wirklich smart auch, dieser Zugang, wenn du jetzt eben von Galaxien Evi: und so ausgehst, von Sternentstehung, alles Mögliche, kannst du es ja wahnsinnig kompliziert ansetzen.
Evi: Und dadurch, dass du selber sagst, okay, du packst da die dunkle Materie rein, Evi: nimmst die Gravitation, das ist jetzt sehr vereinfacht gesagt, Evi: es steckt schon viel dahinter, dann in gute Näherung passt das mit unserem Modell Evi: überein, also auch mit dem kosmologischen Standardmodell.
Evi: Man hat dann eben auch noch weitere Simulationen gemacht.
Evi: Also es gab dann noch Millennium 2 und eine MXXL, wo man die Auflösung quasi Evi: verbessert hat, sich das noch angeschaut hat und noch weitere.
Evi: Also es gibt dann noch das Bolshoi und das Illustris-Projekt.
Evi: Und ganz spannend finde ich auch, dass es ein Millennium-Run-Observatorium gibt.
Evi: Und zwar ist das ein virtuelles Observatorium.
Das heißt, man hat die Millennium-Daten Evi: in dieses Observatorium reingetan.
Evi: Und da kannst du dir jetzt nämlich den Vorhersagen im Anstand zur Verteilung Evi: von dunkler Materie und von Galaxien und kannst es auch nützen, Evi: quasi als Teleskop, um eine simulierte Beobachtung zu machen.
Evi: Und das wird dann tatsächlich auch verwendet als Vorbereitung für tatsächliche Beobachtungen.
Evi: Hattest du von der Millennium-Simulation schon vorher gehört?
Elka: Ja, vom Namen schon, aber ich hätte nicht sagen können, um was es geht.
Elka: Also es ist schon jetzt nicht so prominent in meinem Gedächtnis gewesen.
Elka: Ich weiß nicht, ob das in der Öffentlichkeit sehr diskutiert wurde oder ob es ich verpasst habe.
Evi: Ja, wobei, wie gesagt, das war ja 2005.
Elka: 2005, da war ich 15.
Ja, gut, da hatte ich vielleicht andere Probleme.
Evi: Genau, aber ich glaube, dass die Bilder aus dieser Simulation, Evi: dass die schon sehr bekannt sind.
Evi: Also das sind nämlich diese großen Strukturen, die quasi so wie, Evi: darf ich sagen, leuchten.
Die Leulonen.
Evi: Ja, genau, also wo man wirklich dieses kosmische Netz sieht.
Evi: Und ich glaube, die Bilder, glaube ich, sind schon recht bekannt aus der Simulation.
Elka: Wohl.
Sehr faszinierend.
Ich hätte ja gerne eine Simulation.
Elka: Ich meine, es geht halt noch nicht mit der Rechenkapazität, die wir haben.
Elka: Aber ich frage mich, ob, wenn wir halt es schaffen würden, jedes einzelne Atom Elka: zu simulieren, ob man so voraussehen könnte, was passiert, so auf Menschenebene meine ich.
Elka: Aber wirklich alles, aber die Sache ist halt, Quantenmechanik wissen wir, Elka: dass nicht alles deterministisch ist, was passiert, aber auch mit Teilchen.
Elka: Aber sonst könnte man ja, man könnte zum Beispiel ja auch eine Lottoziehen, Elka: kann man ja, wenn man alle physikalischen Gegebenheiten hat von diesen Kugeln, Elka: die da gezogen werden, kann man ja eigentlich locker berechnen.
Elka: Das ist ja kein echter Zufall sozusagen, sondern das ist ja eigentlich berechenbar.
Elka: Das finde ich irgendwie sehr spannend irgendwie und ein bisschen unromantisch Elka: so, dass man alles berechnen kann auf unserer Welt, aber irgendwie finde ich das recht cool.
Evi: Wobei du kannst es ja nur rein theoretisch berechnen, weil es ja zu viele Parameter Evi: sind, dass du es ja dann eben nicht mehr berechnen kannst.
Evi: Das heißt eben, du musst ja dann Vereinfachungen machen, deswegen hast du ja Evi: dann Annäherungen, Wahrscheinlichkeiten, mit denen du dich abfinden musst.
Elka: Aber mit der super künstlichen Intelligenz, weißt du, wer weiß.
Evi: Spannend wäre eine Simulation, die dann irgendwie zeigt, wann dann Leben entsteht, Evi: vielleicht auf einem Planeten oder so.
Evi: Aber da weiß ich auch nicht, welche Parameter du da oder welches Modell du da heranziehen müsstest.
Elka: Naja, wir sind gespannt, was es noch gibt.
Ja, danke dir also Eva, Elka: aber auch danke an euch, liebe HörerInnen.
Elka: Wenn ihr uns auch danken wollt oder uns unterstützen wollt, unsere Arbeit, Elka: könnt ihr das natürlich mit einem netten Mail machen, da freuen wir uns sehr.
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Elka: Ließen.
Dann kriegt man auch die werbefreie Version.
Evi: Wenn sich jemand den Werbungen stören sollte, dann gibt es dort die Möglichkeit, Evi: den Podcast werbefrei zu hören.
Elka: Ja, das war's dann eh schon wieder.
Unsere erste gemeinsame 2026-Folge.
Elka: Das nächste Mal haben wir uns ja dann für eine besondere Folge im März wieder.
Evi: Ach so.
Elka: Da ist ja ein besonderer Tag im März, der sehr viel mit mir zu tun hat.
Evi: Ah, haben wir da schon was geplant?
Das weiß ich gar nicht.
Elka: Nein, es ist jedes Jahr der selbe Frauentag.
Evi: Ich kann dir schon verraten, am 8.
Elka: März.
Evi: Okay, jetzt denke ich auch, du spoilest was, was habe ich schon wieder vergessen.
Elka: Ich glaube, das wissen die halt schon.
Das Frauentag ist vielleicht beim Stahl ja wieder.
Evi: Genau, was da auf sie zukommen wird.
Schauen wir mal, was das dann im Detail sein wird.
Elka: Genau, man muss ja auch immer wieder drüber reden, weil es ist gar nicht mehr Elka: so lang hin, dass unser Buch released wird.
Elka: Ich will es nur nochmal angemerkt haben.
Es ist erst im April, aber fast bald.
Evi: Und Vorbestellen kann man ja sowieso schon.
Elka: Vorbestellen kann man überall.
Und wie ich letztens checked habe, Elka: man kann eigentlich in jeder Buchhandlung hingehen.
Elka: Und wenn man jetzt zum Beispiel nicht die Amazon-Riesen uns unterstützen möchte, Elka: kann man eigentlich in jeder Buchhandlung hingehen und sagen, Elka: kann ich bitte das Buch XY vorbestellen?
Das Buch XY.
Evi: Es geht darum, bitte das Buch auf einen Kaffee im All.
Elka: Genau, da muss ich es mal wieder sagen.
Evi: Genau, von den tollen Macherinnen von Cosme Glatte.
Dann sagt er unseren Namen.
Evi: Und dann könnt ihr das Buch bestellen.
Elka: Genau, das freut uns sehr.
Evi: Ich freue mich auch schon sehr auf die Erscheinung.
Bin ich schon gespannt.
Elka: Gut, aber für heute glaube ich genug.
Evi: Genießt noch die Ballzeit, falls ihr auf Bälle geht und du auch.
Evi: Vielleicht kommst du jetzt auf den Geschmack und dann wirst ab jetzt dann nicht Evi: mehr noch auf Bällen zu sehen sein.
Elka: Ich glaube auch, ja.
Evi: Also, wir hören uns.
Bis dann.
Tschüss.
Elka: Bye.
Tschüss.
Evi: Ich bin schon gespannt, was für eine Farbe hat es?
Elka: Es ist so, wie heißt denn diese Farbe?
Es ist nicht rosa, sondern sowas zwischen rosa und lila.
Elka: Es hat sich in einem Special-Namen rosa, rosa, lachs, keine Ahnung, dunkelrosa, sowas.
Elka: Und ich hatte jetzt sehr, das ist immer mein Go-To, ist immer irgendwas eher so rosahaftes.
Elka: Und jetzt wollte ich mal so ein bisschen was anderes machen und habe dunkelgrün genommen.
Elka: Und irgendwie dann irgendwie allen, denen ich die Fotos geschickt habe, Elka: was ich probiert habe, haben alle gesagt, ja, das Rosene passt ja am besten.
Elka: Und dann hat mich das verunsichert und dann bin ich am nächsten Tag wieder ins Elka: Geschäft gegangen, habe es nochmal anprobiert und dann habe ich das Rosene doch gekauft.
Elka: Und deines, welche Farbe hat das?
Evi: Meins ist schwarz.
Also das ist eben so ein Korsage-Glehr.
Das ist eben oben Evi: halt so eine Korsage und dann hinten geht es eben so weit auseinander.
Evi: Also das ist halt eben so bodenlang auch.
Und es hat dann aber eben über der Evi: Brust, beginnend bis eben runter, Evi: so ein matt-gold-braun, so eine florale Stickerei.
Elka: Cool.
