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Chiara Ferragni und der Pandoro-Skandal

Episode Transcript

Dezember 2022.

Ganz Italien steckt im Weihnachtsfieber, als Chiara Ferrani, eine der mächtigsten Influencerinnen der Welt, ein scheinbar harmloses Foto auf Instagram postet.

Ihren knapp 30 Millionen Followern präsentiert sie eine rosafunkelnde Sonderedition des berühmten Pandoro, gemeinsam mit dem Traditionshersteller Baloco.

Ein Klassiker der italienischen Weihnacht, hübsch verpackt, perfekt inszeniert.

Doch das ist nicht alles.

Ferrani verspricht, ein Teil der Einnahmen soll an ein Kinderzentrum für Knochenkrebs gehen.

Ein Kuchen, der nicht nur süß schmeckt, sondern auch Gutes tut.

Und plötzlich erscheint der doppelte, ja fast dreifache Preis gar nicht mehr so hoch.

Wer würde nicht gerne helfen, gerade jetzt, kurz vor Weihnachten.

Aber nur wenige Tage nach diesem Post kippt die Stimmung.

Aus einer herzerwärmenden Charity-Aktion wird ein Fall, der Schlagzeilen macht.

Ein Fall, der Ermittler auf den Plan ruft.

Und im Zentrum dieses aufziehenden Sturms steht ausgerechnet sie.

Chiara Ferrani, Selfmade-Millionärin, Modeikone und jetzt die Hauptfigur in einem waschechten Kriminalfall.

Das ist Food Crimes.

Was schmeckt dahinter?

Mit Florian Reza und Lili Temme.

Eine Weihnachtsfolge.

Frohe Weihnachten.

Frohe Weihnachten.

Wir sind vorbereitet.

Wir haben Glühwein, selbstgemachten, in schönen Weihnachtstassen.

Cheers.

Auf uns.

Weil Weihnachten verbringt man ja in der Familie, deswegen sind wir auch endlich wieder zusammen auf einer Couch, auf der Therapie-Couch hier bei Lilly.

Und nach dem Intro muss ich sagen, Lilly, es begibst schon ordentlich.

Eine Influencerin, die den Krebs besiegen möchte.

Boah, das erinnert mich wirklich an die Geschichte aus Australien.

Stimmt.

Diesen Krebsbezug, den gibt es ja jetzt in beiden Fällen.

Das war mir gar nicht so bewusst.

Aber ja, total.

Und 30 Millionen Follower.

Und ich habe noch nie von dieser Frau gehört.

Bitte?

Nee.

Ach, nicht?

Nee.

Das ist ja total witzig.

Schreibt ihr doch gerne mal in die Kommentare, ob ihr die kennt.

Ja.

Also ich kenne diese Frau vom Hörensagen, vom Sehen, weil die wirklich eine der erfolgreichsten und bekanntesten Influencerinnen der Welt ist.

Ich glaube, du wirst auch Fotos dabei haben.

Ich werde auch Fotos dabei haben, auf jeden Fall.

Die hat mit anderen Dingen, die sie so gemacht hat, auch schon für Schlagzeilen gesorgt, deswegen war sie in aller Munde.

Witzig, dass du sie nicht kennst, aber dann bist du ja total unvoreingenommen.

Ich weiß nicht, ob ich sie jetzt erkennen würde, wenn ich sie sehen würde, aber ...

Nee, also erstmal geht da kein Licht an.

Na gut.

Ich bin sehr gespannt, weil auch diesen Kuchen, diesem Barlocco, wüsste ich jetzt auch nicht, was es ist.

Also ich habe bei weihnachtlichen Kuchen zuerst an eine Panettone gedacht, die ich ja auch liebe.

Also das ist ja auch sinnlos teuer, dieses Gebäck, aber wirklich jeden Cent wert.

Aber Barlocco habe ich noch nie gehört.

Barlocco ist die Firma, der Kuchen heißt Pandoro.

Ah, Pandoro, okay.

Der ist ungefähr gleich bekannt wie der Panettone.

Ist das so wie das goldene Brot?

Richtig.

Aha, da kommt meine zwei Wochen Italienisch-Kurs.

Wir werden uns nachher auch was auf Italienisch anschauen.

Mal gucken, wie viel du dann noch verstehen wirst.

Va bene.

Ich habe ja vor allem so einen norditalienischen Dialekt.

Ja, passt doch.

Werde ich dir gleich sagen, warum das passt.

Der Pandoro, der Panettone unterscheiden sich in ein paar Dingen.

Dazu werde ich natürlich gleich noch kommen.

Ich zeige dir auch ein Foto von eben jenem Kuchen.

Ich glaube, ich bin eher Team Pandoro.

Hab ihn aber noch nie gegessen.

Panettone hingegen kenn ich, aber den mag ich gar nicht.

Da ist mir Rosinen und so Zitronat oder Oranginat, was da drin ist.

Damit kannst du nicht erjagen.

Das ist eine ganz komische Frau.

Das wäre auch tatsächlich mein Foodcrime für Weihnachten gewesen.

Aber wir haben ja auch keine Weihnachtsfolge, in der ich einen Foodcrime präsentiere.

Aber damit hast du ihn ja präsentiert.

Damit habe ich ihn.

Ich habe Kekse.

Denn es gehört sich natürlich so zu einer Weihnachtsfolge.

Ich habe einen selbstgemachten Teller, auf dem sich selbstgemachte Plätzchen befinden.

Ich habe sie nicht selber gemacht, muss ich dazu sagen.

Aber Menschen, die mir nahestehen.

Und Mandarinen habe ich selbstständig draufgelegt.

Du kannst gerne zugreifen.

Ich liebe Zimtssterne.

Du liebst Zimtssterne, na gut.

Ich stelle den einfach mal hier hin.

Dann hat sich wirklich meine Frage erübrigt, ob du schon mal von dem Fall gehört hast, weil du ja noch nicht mal von der Frau gehört hast.

Ah, jetzt habe ich mich auf die Lippe gebissen.

Aua.

Mach weiter.

Das tut mir, oh Gott.

Leute, wir haben euch was zu sagen.

Wir machen keine Weihnachtspause.

Wenn ihr diese Folge hört, könnt ihr euch sicher sein, dass wir durchziehen werden bis ins neue Jahr rein.

Wir haben vielleicht hier und da noch mal eine kleine Extra-Spezialfolge, aber wir machen keine Pause.

Das ist unser Weihnachtsgeschenk an euch.

Und auch ein Geschenk an euch ist, dass ihr natürlich gerne zu ZDF Besseresser gehen könnt.

Und wenn ihr sehen wollt, wie ich mir gerade auf die Zunge gebissen habe, dann könnt ihr das dort auch sehen.

Dort gibt es uns als Videopodcast noch zwei Wochen.

Richtig, denn ihr habt es ja wahrscheinlich mitbekommen.

Wir hatten jetzt eine Zeit lang den Podcast auch als Videopodcast bei ZDF Besseresser.

Damit werden wir vorerst aufhören.

Aber wenn ihr hört, dann bleibt alles, wie es ist.

Es bleibt alles so, wie es ist.

Wir machen weiter auf jeder Podcast-Plattform.

Das ist unser Weihnachtsgeschenk an euch.

Und wenn ihr uns auch was zu Weihnachten schenken wollt, dann abonniert diesen Podcast doch gerne.

Kommentiert die Folgen, wenn ihr was zu sagen habt.

Bewertet diesen Podcast fleißig und folgt uns bei Instagram rein.

Da gibt es immer Begleitmaterial zu jeder Folge.

Und so auch zu dieser.

Jetzt geht's los mit dem Fall und um zu verstehen, wie es so weit kommen konnte, muss man ein bisschen in der Zeit zurückspringen.

Chiara Ferrani wird am 7.

Mai 1987 in Cremona in Italien geboren.

Cremona ist eine Stadt mit ca.

75.000 EinwohnerInnen in Norditalien und liegt ungefähr zwei Autostunden südöstlich von Mailand.

Doch bevor Cremona zur Geburtsstätte der später weltberühmten Bloggerin, Influencerin und Unternehmerin Chiara Ferrani wurde, war die Stadt bereits berühmt.

Und zwar wegen ihrer jahrhundertealten Tradition des Geigenbaus.

Stradivari, Guarneri und Amati-Geigen, sie alle stammen aus Cremona.

Scheinbar hast du auch eine Geige in deinem Mund, so wie du diese Worte über die Lippen streichelst.

Ja, bei Italienisch, das fällt mir ganz leicht, glaube ich jedenfalls.

Falls ich was falsch ausspreche, schreibt es gerne in die Kommentare.

Kommt relativ selten vor.

Ich bin aber ja halb Italienerin, deswegen sollte mir das eigentlich nicht so schwer fallen.

Chiara wird als älteste Tochter von Marco Ferrani und Marina di Guardo geboren.

Ihr Vater ist Zahnarzt, ihre Mutter arbeitet in einem Bekleidungsgeschäft.

Sie hat zwei jüngere Schwestern, Francesca und Valentina.

Chiara ist ein aufgewecktes und beliebtes Mädchen, das sich für Mode interessiert und gerne Fotos von sich macht.

Sie trägt bunte Kleider und posiert gerne in ihren Outfits auf den Straßen Cremonas.

Nach der Schule entscheidet sie sich dazu, an der Mailänder Elite-Uni Bocconi Jura zu studieren.

Doch ihr Herz schlägt eigentlich für etwas anderes.

Anstatt in der Bibliothek über Jura-Büchern zu hängen, will sie lieber draußen sein, auf Mode schauen gehen und ihr Interesse für coole Outfits zum Beruf machen.

Aber wie soll das gehen?

Wir haben 2008.

Die Welt ist weit entfernt von Influencern, Content-Creatern oder Instagram.

Aber Chiara und ihr Freund Riccardo Pozzoli glauben daran, dass es irgendeinen Weg geben wird.

Und den finden sie auch.

Er hört auf den Namen Flickr.

Ja.

Kennst du Flickr?

Ja, kenne ich noch.

Eine Fotoplattform, oder?

Wo man einfach Fotos hochgeladen hat.

Die aber nicht ganz so artsy wie jetzt Pinterest war.

Und auch nicht wie, weiß ich nicht, ob Tumblr danach kam.

Weil Flickr war eigentlich wirklich nur so, ich packe meine Fotos ins Netz.

Und Tumblr war ja dann mehr, ich habe einen Blog und dort lade ich Fotos hoch.

Ja, ich war auf beiden Plattformen nicht.

Das war irgendwie vor meiner Internetzeit.

Ich habe mich da gar nicht rumgetrieben.

Aber Flickr ist, wie du richtig gesagt hast, eine Online-Plattform, auf der man Fotos teilen, speichern und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen kann.

Stimmt, weil das war dann so ein bisschen auch wie eine Fotoplattform, wo man sich dann andere Fotos runterladen konnte.

Du konntest Lizenzen, also du kannst das bezahlt und konntest aber andere Fotos auch runterladen, genau.

Für alle, die sich so ein bisschen mit der italienischen oder französischen Influencer-Welt auskennen, als ich recherchiert habe und den Namen Riccardo Pozzoli eingeben habe im Internet, dachte ich, nee, den kenne ich.

Der ist nämlich mittlerweile mit einer anderen sehr, sehr, sehr berühmten Influencerin verheiratet.

Wunderschönes Paar, wunderschöne Kinder mittlerweile.

Ich wusste nicht, dass das der Ex-Freund von Chiara Ferrani war.

Also für alle, die das jetzt mal nachgucken wollen, mach das gerne.

Die beiden sind ein sehr gutes, perfekt zusammenpassendes Duo, weil Ricardo gerne hinter der Kamera steht und Fotos macht und Chiara gerne vor der Kamera.

Und sie posiert, er macht Fotos und Chiara fängt 2008, also mit 21 Jahren an, täglich Bilder von ihren Outfits bei Flickr zu posten.

Aus dieser Zeit habe ich ein Foto für dich.

Sind die Bilder noch bei Flickert verfügbar?

Kann man sich da noch alles reinziehen.

Wow, okay.

Wow.

Das ist wirklich 2008 in der Nutsche.

Also dieser Schnürsenkel um die Haare.

Also meistens, oder?

Wenn man cool war, war es ein Schnürsenkel oder so ein Haarband.

Generell diese blonden Haare, schon so leicht ausgefranst.

Dieser Style, diese Leggings mit Vans, weißes T-Shirt, Lederjacke, Schlauchschal.

So ein Foto hast du bestimmt auch noch irgendwo rumliegen, oder?

Könnte gut sein, ja.

Könnte gut sein.

Ich glaube, ich habe nie mit so einer Art Haarband gearbeitet.

Aber ich habe auch nie so eine Waller-Waller-Mähne gehabt.

Aber sonst viel Kajal.

Hammer, ja.

Ich finde, das sieht so ein bisschen aus wie Avril Lavigne.

Ja, total.

Die Avril Lavigne, die keinen Punk macht.

Mhm.

Aber sich so ein bisschen, finde ich, aus der Mode bedient.

Aber ich kann mir richtig vorstellen, wie das ankam damals, dieser Blog oder ihre Flickr-Bilder, weil das war der Lifestyle.

Das war der Lifestyle.

Hammer.

Ja.

Auch jetzt hast du sie noch nie gesehen?

Mhm.

Ich schaue keine anderen Frauen an, Lilly.

Außer Frankie?

Außer Frankie.

Ja.

Und deine Ehefrau?

Ja, dann hört es auf, ja.

Richtig so.

Ein guter Mann.

Also sie lädt jetzt täglich bei Flickr Bilder hoch und dann entdeckt sie, dass in den USA die ersten Mode-Blogs entstehen.

Und das ist der Moment, der Chiaras Leben für immer verändern wird.

Im Oktober 2009 erstellen sie und Ricardo ihre eigene Website.

Name The Blonde Salad, also der blonde Salat.

Investition 10 Euro.

Ihr Blog ist ein Zusammenspiel aus vielen Interessen.

Ähnlich wie in einem bunten Salat findet man hier unterschiedliche Inhalte.

Outfit-Fotos, Fashion-Trends, Blog-Beiträge.

Ihr Markenzeichen, ihre langen, blonden Haare.

Und ihre Nahbarkeit.

Sie fliegt auf eigene Kosten zu New York Fashion Week und nimmt die Follower ihres Blogs dabei mit, wie sie die Stadt erkundet und wie sie versucht, auf Modeschauen zu kommen.

Als sie ihre erste Fashion Week in Mailand besucht, ist sie neben den etablierten Modegrößen noch ein Sonderling und viele ziehen ihre Augenbrauen hoch, als sie sie sehen.

Sie wird nicht ernst genommen.

Aber kurze Zeit später gewinnt sie ihren ersten Award als Newcomer of the Year und von da an geht alles ganz schnell.

Die Klicks auf ihrem Blog schießen in die Höhe und Chiara bricht ihr Studium ab und macht das Bloggen zu ihrem Business.

Immer mit dabei, ihr Freund und Businesspartner Riccardo.

2011 launcht sie ihre eigene Schuhkollektion Chiara Ferrani Collection, die innerhalb weniger Tage ausverkauft ist.

Ganz kurz, man muss schon sagen, dieser Name ist auch perfekt.

Chiara Ferrani.

Für so eine Fashion-Bloggerin klingt die ausgedacht.

Ja.

Klingt wie Bruno Banani.

Und Francesca und Valenzina heißen die Schwestern, das klingt alles sehr perfekt.

Ja.

Ein bestimmtes Symbol wird zu Kiaras Markenzeichen.

Inzwischen kennt das wohl jeder innerhalb und vielleicht auch ein paar außerhalb der Modeindustrie ein Auge.

Davon habe ich natürlich auch ein Foto.

Ich bezweifle, dass du es kennst, aber ich denke, der oder die, ein oder andere, vielleicht schon.

Seit wann kennst du die denn?

Ich weiß, dass ich rund um ihre Hochzeit, zu der wir später noch kommen, mich ein bisschen mehr mit der auseinandergesetzt habe, weil das ein Mega-Event war.

Und ich hatte die dann schon mal in irgendwelchen Klatschzeitungen oder so gesehen.

Aber diese ganze Mode-Blog-Welt ist mir auch total fern.

Ich habe nie Mode-Blogs gelesen.

Diese ganzen, es gibt ja auch, mir fallen jetzt die ganzen Namen nicht ein, Chiara gehört zu dieser Generation von Mode-Bloggerinnen.

Die haben sozusagen den Weg geebnet für alle, die da nachgekommen sind.

Die haben einen ersten Blog gemacht.

Die haben einen Blog gemacht.

Es gibt noch viele weitere.

Und ich kenne auch viele Freunde, oder es sind wahrscheinlich eher Freundinnen, die diese Blogs auch gelesen haben und die, die sie beim Großwerden verfolgt haben.

Ich kenne die aber erst seitdem, die schon wirklich ein Big Player ist.

So, dieses Auge mit diesen Wimpern und das hast du noch nie gesehen.

Das ist aber ihr, also das ist ihr Symbol bis heute.

Markant, würde ich sagen.

Ja, also ist ein cooles Logo, ja.

Chiara Ferrani wird zum Street-Style-Liebling von Fotografen, denn ihre Outfits sind ausgefallen und farbenfroh.

Ich habe dir vielleicht dafür nicht das passende Foto eben gezeigt, aber Naja, ist ja wahrscheinlich eins von vielen.

Und so langsam fangen große Marken an, auf die Bloggerin aufmerksam zu werden.

Und man muss das Ganze hier, glaube ich, noch mal ganz kurz einordnen.

Also das große Marken mit Menschen zusammenarbeiten, die keine Models oder SchauspielerInnen sind, das gibt es eigentlich zur damaligen Zeit nicht.

Und Menschen wie Chiara ist es zuzuschreiben, dass sich das ändert.

Das Label Benetton erkennt als erstes, welches Potenzial in der jungen Italienerin steckt und bietet ihr eine Zusammenarbeit an.

Viele weitere folgen.

Doch Chiara und Riccardo lehnen 90% der Anfragen ab.

Von Anfang an.

Sie wollen nur mit den Besten der Besten zusammenarbeiten.

Wie bei uns mit unseren Werbepartnern.

Richtig, ja.

Wir sind quasi Chiara und Ricardo aus der deutschen Podcast-Welt.

Ihr Blog wächst währenddessen immer weiter und im Jahr 2011 haben sie und Ricardo schon die ersten Mitarbeiter für The Blonde Salad, kurz TBS, eingestellt.

2012 trennt sich Chiara von Ricardo, ihrem Freund und Mitgründer von The Blonde Salad, aber sie arbeiten trotzdem weiter zusammen.

Zu dieser Zeit bekommen die beiden rund 2000 Anfragen am Tag für Kooperationen und Events.

Dann ist es auch nicht schwer, 90 Prozent abzulegen.

Das stimmt, das stimmt wohl.

Aber Chiara ist sehr wählerisch, wem sie ihren Namen und ihr Image leid.

Riccardo kümmert sich währenddessen um die Zahlen und die fallen riesig aus.

Schon damals.

Unter 10.000 Euro pro Posting läuft schon lange nichts mehr.

Mittlerweile wurde auch Instagram gegründet und noch im selben Jahr, also 2012, knackt Chiara Ferrani die Marke von einer Million Follower auf Instagram.

Und das ist damals wirklich krank viel.

2014 macht ihr Unternehmen über 6 Millionen Euro Umsatz und Chiara ist aus der Spitze der Modewelt nicht mehr wegzudenken.

Sie ist auf internationalen Covern zu sehen, befreundet mit Stars und Sternchen und es gibt kaum eine Luxusmarke, mit der sie nicht schon zusammengearbeitet hat.

Chanel, Cartier, alles Businesspartner von Chiara Ferrani.

2015 setzt Forbes sie auf die 30-under-30-Liste, also die Liste der 30 einflussreichsten Menschen unter 30 in der Kategorie Mode.

Kurz darauf meldet sich sogar Harvard.

Die Elite-Uni nimmt den Businessplan von Chiara Feriani in ihre Seminare auf und stellt ihn Studierenden als Beispiel vor.

Dinge, von denen Chiara früher nie zu träumen gewagt hatte, werden plötzlich Realität.

Beruflich läuft also alles wie am Schnürchen.

Und privat?

Auch.

Denn sie verliebt sich 2016 in den italienischen Rapper Fedeß.

Kennst du den?

Nope.

Nach knapp einem Jahr Beziehung macht er ihr während eines Konzerts einen emotionalen Heiratsantrag, den die ganze Welt später im Internet ansehen kann.

Aber damit nicht genug.

Wir haben mittlerweile 2017 und das Jahr 2017 soll vorerst die Krönung ihrer bisherigen Karriere sein.

Ich bin halt auch nicht so tief im italienischen Rap drin, muss ich sagen.

Weißt du, ob die bis heute zusammenarbeiten, die beiden?

Oder es nimmt wahrscheinlich zu viel vorweg.

Das weiß ich wohl, ja.

Das wirst du auch gleich wissen.

Das wirst du auch wissen.

Okay.

Riccardo und Chiara.

Ja, ich meine, das klingt nach einer klassischen Influencer-Erfolg-Story der 10er Jahre, oder?

Ja.

Also es gibt nur einen Weg nach oben, weil mit jedem Jahr gibt es neue Follower.

Marken werden immer aktiver und wollen irgendwie in den Markt.

Also 2017 Höhepunkt, das kann ich nachvollziehen.

Ich glaube, das muss super spannend gewesen sein, weil sie ja in der Entwicklung und Entstehung dieser ganzen Welt mit dabei war.

Heutzutage weiß man, Influencer machen das.

Klar, weiß man wahrscheinlich vieles nicht, weil man das nicht sieht, nicht mitbekommt, um was die sich noch alles kümmern müssen im Hintergrund.

Aber die war ja dabei, als das angefangen hat.

Sie hat den Weg geebnet, sie hat wahrscheinlich die Stellschrauben irgendwie vielleicht mitgestaltet, die diesen Beruf erst jetzt möglich machen.

Im Nachhinein wirkt es dann manchmal so, als hätte es keinen anderen Weg gegeben, aber dass sie schon so lange dabei geblieben ist und das auch so durchgezogen hat, immer die richtigen Entscheidungen getroffen hat, das ist jetzt auch nicht selbstverständlich, beziehungsweise hat sie ja jetzt nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen.

Aber das ist ja umso spannender, wenn du dann irgendwann an den Punkt kommst.

Verkackst du es, weil du einfach so das Gefühl hast, dir kann niemand was?

So ein bisschen das Finn-Klinik-Prinzip, dass du dann irgendwann denkst so, mein Gott, wer soll mir noch beikommen?

Oder verkackst du es, weil du einfach wirklich einen Fehler gemacht hast und das irgendwie so ein bisschen falsch eingeschätzt hast, wo das Ganze hinläuft?

Ja, bin ich gespannt, wie du das nachher einschätzen wirst.

2017 ist Chiara Ferranis Jahr.

Sie gewinnt ihren mittlerweile siebten Award für den weltweit besten Blog, kooperiert mit unzähligen Firmen und ihre eigene Schuhlinie spült immer mehr Geld in die Kasse.

Im September ereignen sich dann in der Mailänder Innenstadt Szenen, die Ideen von einem Justin Bieber Konzert gleichen.

Kreischende Fans und lange Schlangen.

Sie alle warten sehnsüchtig auf das Opening des ersten Chiara Ferranis Stores und der neuesten Kollektion.

Weißt du, wer das letztens auch hatte?

Nein.

Jeremy Fragrance in New York.

Wirklich?

Und ich habe mich kurz gefragt, ob das gestaged war, aber irgendwo in Manhattan hatte er in einem Target eine Parfüm-Signierstunde, keine Ahnung was.

Aber die Straße war voller Menschen.

Es sah wirklich aus wie gestaged, auch so wie es gefilmt wurde, aber gleichzeitig waren bestimmt tausend Leute dort.

Es war absurd.

Das ist ja völlig crazy.

In meiner Wahrnehmung spielt dieser Mann eigentlich gar keine Rolle.

In meiner auch nicht mehr.

Deswegen war auch mein erster Gedanke so, das ist wirklich gestaged.

Aber ich habe mehrere Videos dann aus unterschiedlichen Perspektiven gesehen und es wirkte relativ echt.

Ich meine, du brauchst ja manchmal auch einfach nur so einen kleinen Staat-Mob, der da ankommt.

Und die Leute fragen sich, was ist das?

Da muss ich auch hin.

Vielleicht entsteht dann sowas auch.

So wie gestern.

Ich bin gestern durch die Innenstadt von Hamburg gelaufen und wurde da ein Haus abgerissen.

Also so direkt da große Bleichen, Jungfernstieg.

Da standen die Leute auch und haben gegafft.

Gaffer, überall Gaffer.

Ich habe gesagt, lassen Sie mich durch, ich muss in das Rolex-Geschäft rein.

Was stehen Sie hier?

Gehen Sie mir aus dem Weg.

Einfach nahbar, der Mann.

Wie Chiara Ferran.

Also sie eröffnet ihren ersten eigenen Store in der Mailander Innenstadt und das gesamte Sortiment ist in wenigen Minuten ausverkauft.

Gegen Ende des Jahres wagt Chiara einen weiteren Schritt und kauft ihrem Ex-Freund Riccardo Pizzoli seine Anteile an TheBlondSellItUp.

Alle Entscheidungen und die Umstrukturierung ihrer Website liegen von nun an bei ihr selbst und ihrem Team, das auf über 20 Leute anwächst.

2018 verzeichnet Chiara knapp 12 Millionen Instagram-Follower und ihr Blog macht über 7 Millionen Dollar Umsatz im Jahr.

Sorry, dass ich dich heute so oft unterbreche.

Nicht schlimm, ist ja Weihnachtszeit.

Ich habe letztens die Zahl gelesen, die ist wahrscheinlich auch, muss man nach oben oder unten so ein bisschen korrigieren, aber Selina Gomez, die hat, glaube ich, 360 Millionen Follower oder so, die bekommt pro gesponserten Post 1,7 Millionen Dollar.

Glaube ich gern, ja.

Das ist, ja, diese Dimensionen, die da stattfinden, die sind absurd, die sind für unsere Eins, sind die gar nicht zu begreifen.

Nee, wirklich.

Schwer.

Also für einen Post.

Einen Post, ja.

Dabei ist die so am Boden geblieben.

Ich mag die wirklich.

Ich habe keine Meinung zu Selena Gomez.

Also.

Ihr Blog macht über 7 Millionen Dollar Umsatz im Jahr und im März 2018 kommt der gemeinsame Sohn von Chiara und Ferdes auf die Welt.

Auch nachdem ihr Baby auf der Welt ist, zeigt Chiara Ferrani ihr Privatleben weiter nonstop in den sozialen Medien.

Jeden Tag lädt sie mehrere Videos und Posts hoch.

Und sie ist damit längst nicht mehr die Einzige in der Familie.

Alle machen inzwischen mit und lassen ihre Follower am Ferranileben teilhaben.

Die Schwestern also auch mittlerweile?

Ihre Mutter startet einen Reiseblog und schreibt nebenbei sogar drei Romane.

Chiaras jüngere Schwester Valentina ist super aktiv auf Social Media und das Gesicht einer Bikini-Werbekampagne.

Außerdem begleitet sie Chiara zu Fashion Weeks, Eröffnungen und vielen anderen Events.

Ich sage dir, ich bin mir zu 100% sicher, dass die irgendwann so eine Agentur hatten, die einfach die Familie in so verschiedene Quadranten eingeteilt hat und gesagt hat, die Mutter, die geht in die ältere Schiene reisen, die kriegt mal hier so ein Kreuzfahrt-Deal und die bekommt hier so ein Reisebuch, die 50 schönsten Orte südlich des Äquators.

Die Schwester, die bekommt die Bikinis ab.

Also ich glaube, die haben sich das so richtig strategisch aufgeteilt.

Kann gut sein.

Es ist auf jeden Fall erfolgreich.

Ja.

Die andere Schwester, Francesca, geht es ein bisschen entspannter an und studiert weit weg vom Medienrummel Zahnmedizin, wie ihr Vater.

Und berühmt werden nicht nur die Zweibeiner.

Das geht jetzt an dich, Frankie.

Auch Hund Matilda ist ein kleiner Star im Ferrani-Universum.

Sie hat ihren eigenen Instagram-Account.

Und Frankie, jetzt musst du stark bleiben.

Chiaras Bulldogge folgen inzwischen über 300.000 Menschen.

Kurz gesagt, alles, was die Ferranis anfassen, wird zu Gold.

Und die Glückssträhne scheint erstmal auch nicht abzureißen.

Aber nur vorerst.

Am 1.

September 2018 ist es endlich soweit.

Chiara, Ferrani und Ferres heiraten in der Stadt Noto auf Sizilien.

Und diese Hochzeit ist wirklich von vorne bis hinten durchgeplant.

Ein riesiges Spektakel.

Jede Menge Promis sind vor Ort und Chiara trägt gleich drei verschiedene Brautkleider, alle entworfen von der Luxusmarke Dior.

Dass Chiara Ferrani in Dior heiratet, hat für die Marke einen enormen Effekt.

Der sogenannte Medienäquivalenzwert liegt bei über 5 Millionen Dollar.

Das bedeutet im Grunde, dass Dior dieselbe Aufmerksamkeit nur bekommen hätte, wenn sie über 5 Millionen Dollar für Anzeigen ausgegeben hätten, die genauso groß und präsent gewesen wären wie die Berichterstattung über Chiaras Hochzeit.

Diese Kennzahl zeigt also, wie viel eine redaktionelle Erwähnung wert ist, indem man sie mit den Kosten einer vergleichbaren Werbeanzeige vergleicht.

Und das Beeindruckende an dieser Hochzeit.

Mit diesem Wert übertrifft Chiara Ferrani sogar die PR-Effekte, die Herzogin Meghan ihrer Hochzeitsmarke Givenchy eingebracht hat.

Glückwunsch.

Von der Hochzeit habe ich ein Foto.

Ja, gerne.

Jetzt siehst du nämlich endlich mal...

Also wir müssen jetzt nochmal ungefähr 15 Euro draufrechnen im Medienwert, oder?

Richtig.

Du siehst jetzt endlich auch ihren Mann und die komplette Familie.

Wow.

Halleluja.

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.

Also Faddis ist ein...

Spannender Typ Tunnel.

Ja, sie, sie hat jetzt natürlich mit dem Foto, was du mir vorhin gezeigt hast, nichts mehr zu tun.

Sie und ihre Schwester kommen stark nach der Mutter, finde ich.

Also die eine Schwester.

Und die Schwester rechts, die kommt ein bisschen mehr nach dem Vater.

Also der Vater sieht super sympathisch aus.

Die Mutter erinnert mich ein bisschen an, du hast nicht Secret Lives of Mormon Wives gesehen.

Doch, aber habe ich irgendwann aufgehört, weil ich das nicht mehr ertragen konnte.

Das erinnert mich so ein bisschen an die Mutter von Taylor, die auch in Staffel 2 dann einfach mit einem komplett neuen Gesicht wiederkam und aussah wie ihre Tochter.

Und bei ihr habe ich auch so ein bisschen das Gefühl, dass sie eigentlich wie ihre Tochter sein möchte.

Macht mich mal ein bisschen traurig.

Wer ist die Zahnmedizinerin?

Die geht ganz rechts.

Ich muss kurz gucken.

Francesca.

Das ist die, die neben dem Vater steht, ist auch die, die Zahnmedizin studiert.

Ja, die wirkt am zurückhaltendsten.

Ja, ansonsten natürlich eine Traumfamilie, auch ein Baby da dabei.

Schick gekleidet.

Das Kleid ist wirklich sehr schön.

Also diese Spitze, diese hochgeschlossene Spitze, sehr schick.

It's giving Grace Kelly.

Like, wer sie noch kennt.

Ja, ich nicht.

Grazia Patrizia?

Ich kenne sie, aber ich weiß jetzt nicht, was sie für ein Kleid anhatte damals.

Ja, okay.

Ja.

Seid ihr verziehen.

Ja, das ist die Hochzeit.

Ich finde, man sieht aber, da ist Geld.

Guck dir diesen Blumenregen da im Hintergrund an.

Ja, natürlich.

Also davon ist jetzt mal auszugehen, dass die da jetzt nicht gespart haben.

Ich weiß noch, dass ich damals, obwohl ich wirklich nicht so into it bin, ganz gespannt war, wie Chiara Ferrania in ihrer Hochzeit aussehen wird.

Also es ist sogar bei mir angekommen.

Dementsprechend kann ich mir vorstellen, was das bei Leuten gemacht hat, die wirklich Fans oder Follower sind.

Ja.

Und er?

Du hast zu ihm jetzt irgendwie noch nicht so viel gesagt.

So fett er ist?

Ja.

Naja, also der wirkt ein bisschen wie ein Fremdkörper in der Familie.

Aber wahrscheinlich hat das sie auch so ein bisschen angezogen.

Dass er so anders ist vielleicht.

Im Gegensatz auch zu ihrem ersten Freund, der mit ihr das Business aufgemacht hat, auch ein ganz anderer Typ Mann.

Hast du von dem noch ein Bild?

Ja, das kann ich dir so zeigen.

Das ist für diese Geschichte nicht so.

Deswegen habe ich es rausgelassen.

Aber...

Okay, ja.

Der ist schöner als Ferdis.

Ja, Ferdis ist natürlich bis unter das Kinn tätowiert.

Die Hände sind tätowiert.

Der sieht halt aus wie so ein Bad Boy, der sich in einen Frack gesteckt hat.

Kann man jetzt einfach mal so sagen.

Ja, ich finde das so lustig, dass die Schwester links neben ihr sich so einen Ticken zu sehr nach innen lehnt, zu ihr lehnt.

So nach dem Motto, hi.

Aber ja, absolute Bilderbuch-Familie.

Dass die Deko im Hintergrund ist völlig absurd.

Also da stecken locker auch fünf Millionen drin in diesem Blumenwald.

Ja.

Ja, mit dem Vater kann man, glaube ich, gut golfen gehen.

Das holte ich ab, alles klar.

Ich wollte irgendwie so Golfsätze unterbringen, aber mir fällt kein einziger ein.

Was sagt man, was ruft man sich denn so zu an Loch 17?

Mach ihn, mach ihn, er macht ihn.

Okay, ein bisschen underwhelming.

Gut.

Nachdem die Hochzeit ein voller Erfolg war, privat wie medial, läuft es weiterhin super bei Familie Ferrani.

Chiara steigt ins Beauty-Geschäft ein, arbeitet zum Beispiel mit Lancome zusammen und die Firma Mattel widmet ihr eine eigene Version der Barbie.

Sie hat mittlerweile zwei Firmen und die Ferranis werden zu sowas wie den italienischen Kardashians.

Denn im Jahr 2021 erscheint auf Amazon Prime die Serie The Ferranes.

Ich weiß jetzt nicht, ob ich das richtig ausgesprochen habe.

Das ist quasi ein Mix aus Ferrani und Ferres.

Es geht um das Leben von Chiara und Ferres, die sich bei einer Paartherapie begleiten lassen und Einblicke in ihr Familien- und Berufsleben geben.

Also es könnte was für dich sein.

Du guckst doch sowas gerne.

Läuft also dann nicht mal so rund?

Weiß ich jetzt nicht.

Oder hat man das gefakt, damit man eine Geschichte hat?

All das kann ich dir nicht beantworten.

Aber man sollte ja eine Paartherapie eigentlich machen, wenn es noch gut läuft, um zu verhindern, dass es irgendwann schlechter läuft.

Das stimmt auch wieder.

Sorry, dass ich heute die ganze Zeit so esse, aber Lilly hat hier fantastische Sachen aufgefahren.

Das kann ich also nicht beurteilen, aber das ist so der Plot der ersten Staffel.

Es gibt sogar eine zweite.

Chiaras Instagram-Account gehört im Vergleich zu anderen Influencerinnen mittlerweile weltweit zu einem der meist gefolgten Accounts.

Ihr folgen ungefähr 30 Millionen Menschen.

Ihre Karriere ist 2022 auf dem Höhepunkt.

Pro Jahr verdient sie ungefähr 20 Millionen Euro.

Und dann kommt es zu einem fatalen Fehler.

November 2022.

Chiara Ferrani postet am 24.

November ein Foto auf Instagram.

Da ist er.

Der Barolo.

Nee, Pandoro.

Pandoro.

Pink Christmas.

Chiara Ferrani.

Das ist das Auge mit einer Weihnachtsmütze.

Sie sitzt so vom Weihnachtsbaum, wie wir alle wahrscheinlich mal vom Weihnachtsbaum gesessen haben, in einem türkisen Kleidblazer-Ensemble.

Und sie hält dieses Pandoro da in die Kamera.

Ich habe auch noch eine Bildunterschrift für dich.

Aha, ja, stimmt.

Ich habe das jetzt mal übersetzt.

Dieses Weihnachten haben Balocco und ich an ein Wohltätigkeitsprojekt zugunsten des Krankenhauses Regina Margherita in Turin gedacht.

Wir haben ein Pandoro in limitierter Auflage geschaffen und unterstützen gemeinsam ein Forschungsprojekt für neue therapeutische Behandlungen für Kinder mit Knochenkrebs.

Ich bin wirklich stolz auf diese Initiative Und weiter geht's Ich hab das jetzt mal abgekürzt Nimmst du dieser Bildunterschrift zusammen mit dem Foto?

Ich bin wirklich gespannt, was da los war, weil am Ende, was kann man da so hart verkacken oder worauf läuft das ganze Problem hinaus, weil einfach so ein Weihnachtsprodukt rauszubringen, von dem man dann den kompletten Erlös spendet, ich meine, die Frau hat genug Geld.

Also dann einfach da zu sagen, mein Gott, dann kommen da fünf Millionen zusammen, die brauche ich jetzt nicht unbedingt.

Was da jetzt das Problem werden kann.

Aber denk noch nicht ans Problem.

Denk jetzt erst mal nur an den Post und die Bildunterschrift.

Was denkst du?

Mein erster Gedanke ist, das ist eine Aktion, wie es sie oft gibt in der Weihnachtszeit, dass Prominente ihre Reichweite nutzen, um gute Zwecke zu unterstützen.

Und ehrlich gesagt, so einen Weihnachtskuchen, den wahrscheinlich eh viele kaufen, dann als Produkt dafür zu nutzen, als Vehikel, gibt es ja erst mal nichts auszusetzen.

Mhm.

Also Chiara unterstützt ein Knochenkrebszentrum für Kinder zusammen mit Baloco.

Ich gebe mal kurz ein bisschen Kontext zu diesem Produkt.

Baloco ist ein italienischer Hersteller, der sich auf süßes Gebäck spezialisiert.

Vor allem auf traditionelle Kuchen, die man rund um Weihnachten überall findet.

Dazu gehört auch der Pandoro.

Ein klassisches italienisches Festtagsgebäck, das besonders an Weihnachten und Neujahr auf dem Tisch steht.

Der wichtigste Unterschied zum Panettone, den wahrscheinlich mehr Menschen kennen?

Ganz einfach.

Der Pandoro hat diese typische hohe, sternförmige Form und wird ganz schlicht mit Puderzucker bestäubt.

Keine Rosinen, keine kandierten Früchte, einfach ein locker, luftiger Kuchen, der durch seine Form und den Zucker ein bisschen wie ein kleiner, verschneiter Berg aussieht.

In Italien gehört der Pandoro an Weihnachten einfach dazu, so wie die Krippe oder die bunten, blinkenden Lichterketten.

Der Name Pandoro setzt sich, wie Flo schon gesagt hat, aus Pane für Brot und Oro für Gold zusammen.

Also im Grunde ein goldener Brotkuchen.

Chiara bringt jetzt also in der Vorweihnachtszeit zusammen mit der Firma Baloco diesen Pandoro auf den Markt.

Natürlich in einer Sonderedition.

Ich habe sowohl vom ein- als auch vom ausgepackten Kuchen noch ein Foto.

Endlich, da warte ich ja schon die ganze Zeit drauf.

Pink Christmas heißt das eigentlich nur, weil all ihre Sachen pink sind, oder?

Ja, die haben extra für diesen Zweck diesen Hashtag erstellt, Pink Christmas, der auch viral geht.

Natürlich geht der viral.

Okay.

Ja, Verpackung ist jetzt ehrlich gesagt relativ unspektakulär.

Also ich würde jetzt nicht sagen, dass man sich da besonders mühegegeben macht.

Nee, ehrlich gesagt nicht.

Aber sie da in dem Schlitten, das ist am Ende ihr Logo als ihre Augen und sehr blonde Haare.

Sehr blonde Haare.

Jetzt möchte ich aber gerne mal sehen, wie das Dötchen da aussieht.

Hab ich dich geschickt?

Oh, sieht nicht ganz so lecker aus.

Sieht ein bisschen aus wie Bauschaum.

Mit ihrem Auge natürlich wieder.

Also, ja, auf den ersten Blick sieht das gar nicht mal so lecker aus, muss ich sagen.

Und der Puderzucker ist natürlich auch wieder pink.

Das ist dann die Sonne-Edition des Ganzen.

Ja, schmeckt wahrscheinlich fantastisch.

Bist du wie so ein Illuminati-Auge auf dem Kuchen.

Okay, also dich spricht das jetzt nicht so an.

Weißt du, was der gekostet hat damals?

Ja, dazu werde ich gleich kommen.

Das heißt, es spricht mich nicht so an.

Wie gesagt, ich würde wahrscheinlich eher zum Panettone grundsätzlich greifen.

Die meisten Leute, die dieses Produkt dann kaufen, die kaufen das wahrscheinlich A, weil sie Fans von Chiara sind und B, weil sie diese gute Sache unterstützen wollen.

Wahrscheinlich werden die auch noch einen zweiten und einen dritten Pandoro zu Hause haben.

Also Chiaras Pandoro hat eine rosa Schleife, ein Tütchen mit rosa Puderzucker und eine Schablone, mit der auf die Spitze des Pandoro das Symbol der Marke Ferrani geprägt wird, das berühmte Auge.

Man kann sich sicher vorstellen, dass sowohl die Presse als auch das Internet durchdrehen.

Artikel, Leitkommentare, der eigens von Baloco und Ferrani geschaffene Hashtag PinkChristmas, Bilder des Pandoro auf Instagram, Twitter und TikTok.

Der Verkauf startet, alle sind happy.

Doch dann erscheint am 14.

Dezember 2022 ein Artikel in der italienischen Tageszeitung Domani, der alles verändern wird.

Das war jetzt gut zwei Wochen später?

Genau.

Sie postet am 24.

November.

Okay, also drei Wochen später.

Drei Wochen später.

Am 14.

Dezember 2022 erscheint in der Zeitung Domani ein Artikel der Journalistin Selvaggia Lucarelli.

Darin stellt sie in Frage, ob der von Chiara Ferrani beworbene Pandoro wirklich Geld für ein Kinderkrankenhaus einbringt, so wie es die Werbung suggeriert.

Obwohl überall kommuniziert wird, dass der Kauf des Kuchens das Krankenhaus unterstützt, zeigt Luccarelli auf, dass aus den tatsächlichen Verkäufen gar keine Spenden geflossen sind.

Der Artikel schlägt ein wie eine Bombe.

Der Aufschrei ist groß.

War das Ganze nur eine Lüge auf Kosten von krebskranken Kindern?

Man muss vielleicht noch dazu sagen, dass Chiadas Version des Pandoro statt der üblichen 3,70 Euro ungefähr 9,30 Euro kostet.

Das ist ein riesiger Preisaufschlag von über 150 Prozent.

Der ursprünglich irgendwie okay wirkte, weil das Ganze ja für einen guten Zweck war.

Jetzt macht sich in Italien aber so kurz vor Weihnachten eine riesige Welle der Empörung breit.

Vier Tage nachdem der Artikel erschienen ist, meldet sich Chiara Ferrani am 18.

Dezember auf Instagram.

Darf ich da kurz einhaken?

Ich habe gerade schon eine relativ starke Meinung.

Ich finde es ein bisschen voreilig, nach drei Wochen schon zu sagen, da ist kein Geld geflossen.

Weil, meine, das ist ja ein Weihnachtsprodukt und das wird wahrscheinlich bis Weihnachten verkauft und bis dann sozusagen abgerechnet wurden, die Spenden überwiesen sind, kann das ja schon mal ein bisschen dauern.

Also ich finde jetzt zu sagen, sie hat das Produkt rausgebracht und es ist immer noch kein Geld da, finde ich so ein bisschen, also nach drei Wochen ein bisschen voreilig.

Okay, okay.

Na, dann merkt ihr mal den Gedanken.

Ja, gut.

Lass meine Chiara in Ruhe hier.

Vier Tage nachdem der Artikel erschienen ist, meldet sich Chiara Ferrani am 18.

Dezember auf Instagram.

Sie veröffentlicht ein Video, in dem sie sich entschuldigt.

Und da schauen wir jetzt mal kurz rein.

Ciao a tutti.

Sono sempre stata convinta che chi è più fortunato ha la responsabilità morale di fare del bene.

Questi sono i valori che hanno sempre spinto me e la mia famiglia.

E questo è quello che insegniamo ai nostri figli.

E claro.

Ja, was sagt sie da?

Naja, was macht sie denn für einen Eindruck auf dich?

Einen niedergeschlagenen.

Also, und auch ein bisschen, als würde ihr, als hätte sie so ein bisschen einen Frosch im Hals oder so einen Knoten im Hals.

Also, ich bin völlig entsetzt, weil sie ist nicht mehr blond.

Und sie ist ja überall blond.

Sie hat ein bisschen was von Kathi Hummels.

Spannend.

Also von den Augen, finde ich.

Sie hat da so ein weites, graues Oberteil an.

Es wirkt so, als wäre sie zu Hause, hätte es sich gemütlich gemacht und dann dieses Video aufgenommen.

Aber es wirkt schon so, dass sie sich wirklich etwas entschuldigen muss.

Also ich bin gespannt, was sie da sagt.

In dem Video und auf dem Text unter dem Video sagt sie, dass Menschen mit mehr Glück eine moralische Verantwortung haben.

Gutes zu tun.

Sie sagt, sie habe einen Fehler gemacht, indem sie eine wohltätige Aktion mit einer kommerziellen Tätigkeit vermischt hat, was zu Missverständnissen führte.

Sie nennt das Ganze einen Kommunikationsfehler, für den sie sich entschuldigt und kündigt an, eine Million Euro an das Kinderkrankenhaus Regina Margerita zu spenden.

Sie will Wohltätigkeit künftig strikt von geschäftlichen Aktivitäten trennen.

Was denkst du dazu?

Ja, also wie gesagt, mein Punkt ist immer noch, das Produkt ist drei Wochen draußen.

Also jetzt gab es da jetzt wirklich schon ein Ende?

Haben die das nur eine Woche verkauft?

Haben die gesagt, es gibt eine Million Stück und die wurden verkauft?

Also das ist mir noch nicht so ganz klar.

Und dass sie jetzt einfach sagt, ich spende eine Million, klingt aber wiederum so, als wüsste sie schon, dass da was falsch gelaufen ist und mit dieser Million möchte sie da jetzt einen Deckel drauf machen und hofft, dass das dann reicht.

Aber mein Gefühl ist, sowas führt meistens dazu, dass die Box der Pandora erst so richtig aufgeht.

In diesem Artikel, der veröffentlicht wurde, beschreibt die Kolumnistin, dass sie versucht hat nachzuvollziehen, wo welches Geld fließt.

Also sie hat sowohl bei diesem Kinderkrankenhaus angerufen, als auch bei dem Hersteller dieses Kuchens.

Und an beiden Leitungen konnte man ihr jetzt nicht so genau sagen, wie das jetzt geplant ist.

Also da wurde ihr nur gesagt, nee, da ist bis jetzt nichts gespendet worden.

Ja, weiß ich aber auch nicht von nichts.

Lassen Sie uns in Ruhe.

Und die hatte halt das Gefühl, dass das irgendwie ein bisschen komisch klingt.

Weil eigentlich war das so ein Riesen-Marketing-Ding, dass sie sich davon ausgegangen ist, dass das Kinderkrankenhaus zumindest sagt, ja, ja, wir wissen Bescheid.

Das kommt dann, wenn der Verkauf gestoppt ist oder so.

Die haben alle ganz weird reagiert.

Deswegen hat sie das in Frage gestellt.

Und dann veröffentlicht Chiara eben dieses Video.

Und den Leuten geht es ähnlich wie dir.

Sie sagt, dass sie jetzt eine Million Euro spendet.

Und das wirkt so ein bisschen so wie, ja, okay, komm, ich gebe jetzt diese Millionen und dann ist Ruhe.

Ja.

Nach dem Video kehrt erstmal ein bisschen Ruhe ein, aber lange währt der Friede nicht.

Ein paar Stunden nach ihrer Entschuldigung berichtet die Zeitung Il Fatto...

Dass Chiara Ferrani so eine Wohltätigkeitsmasche schon früher benutzt hat.

Und zwar bei Schoko-Ostereiern in den Jahren 2021.

Damals wirkte es so, als würde der Kauf dieser Ostereier einen Verein unterstützen, der sich um autistische Kinder kümmert.

In Wirklichkeit bekommt der Verein aber in zwei Jahren nur 36.000 Euro Spenden.

Ferrani selbst verdient in der Zeit jedoch 1,2 Millionen Euro vom Hersteller.

Auf Nachfrage berichtet der Hersteller, er habe die Zusammenarbeit mit Chiara beendet, weil sie viel zu hohe Forderungen gestellt habe.

In ganz Italien fragt man sich jetzt, war das auch nur ein weiterer Kommunikationsfehler?

Eins ist klar, das Weihnachtsfest der Familie Ferrani ist ruiniert.

Ein paar Monate später, wir sind mittlerweile im Jahr 2023, gibt die italienische Wettbewerbsbehörde bekannt, also sowas wie das Kartellamt, dass sie Ermittlungen gegen den Hersteller der Kuchen, Ferrani, sowie ihre Unternehmen eingeleitet haben.

Die Untersuchungen ergeben, dass Chiara Ferrani und ihre Unternehmen über eine Million Euro eingenommen hatten, während sie VerbraucherInnen in dem Glauben ließen, mit dem Kauf der Kuchen einen wohltätigen Beitrag für das Krankenhaus zu leisten.

Denn tatsächlich, kein Cent von dem durch die verkauften Kuchen eingenommenen Geld ist an das Krankenhaus geflossen.

Und wir haben ja mittlerweile schon weit in 2023.

Die Behörde verhängt Geldstrafen.

Gegen Ferrani persönlich eine Geldstrafe von 400.000 Euro sowie weitere 675.000 Euro gegen ihre Unternehmen.

Der Hersteller Baloco muss 420.000 Euro Strafe zahlen.

Das Kartellamt argumentiert, dass der zweieinhalbmal höhere Preis der Spezialpandoro den Konsumentinnen und Konsumenten suggerierte, dass sie mit jedem Kauf das Kinderkrankenhaus unterstützten.

Insbesondere in der Pressemitteilung Balocos und in den Posts von Chiara Ferrani seien somit Menschen getäuscht worden.

Die Anwälte von Baloco erklären, der höhere Preis des Ferrani-Pandoro sei durch zusätzliche Deko-Elemente wie rosa Pulver und eine Schablone gerechtfertigt.

Verbraucherschützer halten jedoch eine Preissteigerung von 154 Prozent für völlig überzogen.

Baloco behauptet außerdem, auf der Verpackung habe es keine Hinweise auf eine Spende gegeben.

Doch die Wettbewerbsbehörde widerspricht und verweist auf genau solche Angaben auf dem Etikett.

Die versuchen Sie jetzt da rauszureden?

Mhm.

Ich checke das nicht.

Also...

Wenn du sowas an die große Glocke hängst, vor allem sagst, an ein Kinderkrankenhaus in Mailand oder so.

Ja, in Freend.

Wenn das Geld da nie ankommt, dann wird doch auch irgendwann das Krankenhaus sich zu Wort melden, einfach sagen, Leute, was benutzt.

Also das ist ja nicht mal was, was irgendwie dann so versickert irgendwo, sondern das ist eine Institution, eine öffentliche Institution, die natürlich auch da nicht schlecht dastehen möchte und sich dann da zu Wort melden wird.

Dass man, also ich bin gerade völlig entgeistet, dass die sich jetzt auch noch rausreden wollen und sagen so, haben wir nicht draufgeschrieben, wenn die das irgendwann, also was denken die denn, dass das einfach, dass niemand irgendwo noch so eine Packung rumliegen hat?

Das ist ganz schön dreist, ja.

Chiara legt gegen die Strafe der Wettbewerbsbehörde auch erstmal Berufung ein und erklärt, diese sei unfair, da das Krankenhaus von der durch ihre Werbung erzeugten Publicity profitiert habe, auch wenn es keine Spenden erhalten habe.

Nicht ihr Ernst?

Hat sie das jetzt auch wieder in den Medienwert umgerechnet?

Ja, wahrscheinlich.

Eigentlich haben die 5 Millionen verstanden.

Ja, so viel, wie über die berichtet wurde.

Ja, mindestens.

Weil, das kennt man ja von Krankenhäusern.

Die leben davon.

Wenn die Kinder Krebs haben, dann überlegen die sich, in welches Krankenhaus gehe ich jetzt.

Und dann gehen die natürlich in das Krankenhaus.

Ich merke schon, dein Unmut.

Also, wer bewährt für ein Kinderkrebskrankenhaus?

Was ist denn kaputt bei der Frau?

Meine Meinung hat sich gerade um 180 Grad gedreht Hab ich gemerkt, ja, hab ich wahrgenommen Vielleicht 360 Grad sogar.

Später zieht Chiara ihre Berufung aber zurück.

Die Geldstrafen werden verhängt und gezahlt und Chiara spendet außerdem eine Million Euro an das Krankenhaus.

Hast du denn gemerkt, dass so in der Öffentlichkeit krebskranke Kinder dann meistens gewinnen?

Wow.

Jetzt könnte man ja meinen, dass sich die Sache damit vielleicht erledigt hat.

Falsch gedacht.

Im Dezember 2023 reicht nämlich der italienische Verbraucherschutzverband Klagen gegen Ferrani bei 104 Staatsanwaltschaften ein, in denen ihr ihr im Zusammenhang mit dem Vorfall schweren Betrug vorwirft.

Wer reicht den Fall ein?

Britta di Schauz.

Britta di Schauz.

Die Verbraucherzentrale fordert die Finanzpolizei auf, Chiara Ferranis Konten zu beschlagnahmen.

Mehrere Staatsanwaltschaften in Italien fangen an zu ermitteln, darunter die in Mailand und Trient.

Und dann kommt es noch dicker.

Anfang 2024 geben Chiara und Feres ihre Trennung bekannt.

Er soll sie über Monate hinweg betrogen haben.

Mittlerweile haben sie zwei Kinder und innerhalb eines Jahres hat sich Chiaras Leben um 180 Grad gewendet.

Ihre Ehe ist vorbei, die kann sie nicht mehr retten.

Aber vielleicht ja ihr Image.

Denn man kann sich ja vorstellen, der Shitstorm ist ongoing, ne?

Die war everybody's darling.

Und auf einmal macht sie Schlagzeilen wegen nicht erbrachter Spenden an ein Kinderkrebskrankenhaus.

Das ist, ja.

Die Leute sind richtig erbost.

Ich bin dann auch immer so ein bisschen zynisch direkt und denke mir so, das Management von ihr wusste schon länger, dass er sie betrügt oder sie wusste das vielleicht auch länger.

Und dann hat sie ihn fallen gelassen, um so ein PR-Ablenkungsmanöver zu machen.

Ich bin da immer ganz schnell ganz zynisch bei solchen großen Leuten, weil da ist nichts passiert zufällig.

Ja, kann sein, dass das getimt war.

Das kann auf jeden Fall sein.

Aber trotzdem, also so im Allgemeinen, ich verstehe einfach nicht, wenn Leute auf dieser Größe so eine Aktion bringen, weil es erwartet ja jetzt niemand von dir, dass du so eine Aktion machst.

Du wirst ja dazu nicht gezwungen.

Wenn sie das nicht gemacht hätte, dann hätte sie das einfach nicht gemacht.

Aber sie hat sich dazu entschieden, sowas zu machen.

Ja.

Warum?

Also ich checke das einfach nicht.

Ich finde auch, dass man an der Stelle mal darüber nachdenken könnte, ob man überhaupt, wenn man spenden möchte, das an so eine große Glocke hängen muss.

Also ich denke mir ganz oft so, spende doch.

Und dann hast du ja eine gute Tat verbracht.

Warum muss das denn immer alles so?

Naja, der Punkt, dass es natürlich schon öffentlichkeitswirksam ist, ist ja nicht ganz falsch.

Das heißt, also wahrscheinlich A.

Kommt da vielleicht am Ende noch mehr Geld zusammen, als wenn sie jetzt nur irgendwie...

Weil die Leute haben ja gedacht, dass durch den Kauf dieser Kuchengeld gesammelt wird.

Ja, ich meine jetzt, sie könnte eine Million spenden, aber vielleicht durch den Kauf kommt noch mehr zusammen.

Oder Leute spenden halt auch an dieses Krankenhaus oder an ähnliche Organisationen, weil sie eben daran erinnert werden, dass es sowas gibt.

Also einen gewissen Werbewert, eine gewisse Aufmerksamkeit bringt das natürlich schon mit sich.

Aber dann kann sie auch einfach nur eine Story machen und sagen, hey Leute, spendet doch alle mal hier und da.

Klar.

Also ich finde es jetzt nicht per se verwerflich, dass sie das Produkt auf den Markt gebracht hat und dass Leute das kaufen können, wenn dann klar ist, wenn so ein Ding 3,70 normal kostet und dann zahlt man mehr, dann würde ich davon ausgehen, dass das, was es halt mehr kostet, geht dann als Spende irgendwo hin.

Oder du schreibst drauf, 4 Euro gehen halt an das Krankenhaus.

Das finde ich erstmal nicht verwerflich, wenn du sowas machst.

Verwerflich ist halt einfach absolut, wenn du denkst, dass du damit durchkommst, dass du am Ende nichts an das Krankenhaus spendest.

Das wäre völlig unbegreiflich.

Ja, dass gar nichts ans Krankenhaus gespendet wurde, stimmt auch gar nicht so.

Dazu kommen wir aber gleich erst.

Weil das Ganze wird natürlich jetzt erstmal aufgedröselt.

Mhm.

Chiara einigt sich im Dezember 2024 mit der Verbraucherzentrale über die von ihnen eingereichte Beschwerde.

Sie erklärt sich bereit, jedem Verbraucher, der sich bei der Verbraucherzentrale wegen der Pandodos gemeldet hat, 150 Euro Entschädigung zu zahlen und zusätzlich 200.000 Euro an wohltätige Zwecke zu spenden.

Aber die 150 Euro nur als Gutschein für ihren eigenen Online-Shop.

Richtig.

Sie und ihre Anwälte haben wahrscheinlich die Hoffnung, dass diese Einigung die Mailänder Staatsanwaltschaft davon abhalten würde, eine strafrechtliche Verurteilung anzustreben.

Aber dem ist nicht so.

Denn die Staatsanwaltschaft in Ermittlungen weichert ihre Ermittlungen jetzt noch mehr aus.

Weil ganz ehrlich, wenn ich in der Staatsanwaltschaft sitzen würde, dann denke ich mir so, da schauen wir uns mal an, was die letzten zehn Jahre so los war.

Weil wer sowas macht, der hat ganz sicher noch irgendwo eine andere Leiche im Keller.

Es gab ja schon diesen Zeitungsartikel, der auf die Ostereier hingewiesen hat.

Ja.

Und genau darum geht es jetzt auch.

Es geht jetzt um neue Vorwürfe des schweren Betrugs in Zusammenhang mit Wohltätigkeitswerbungen aus den Jahren 2019 und 2021.

Das waren die Fälle mit den Osterprodukten.

Die Wohltätigkeitsorganisationen, die als Empfänger der Erlöse beworben worden waren, bestätigen, dass sie keine entsprechenden Einnahmen erhalten hatten.

Eine erklärt sogar, sie habe keinerlei Bezug zu der Initiative gehabt.

Im Oktober 2024 kommen die Staatsanwälte in Mailand zu dem Schluss, dass Ferani in den beiden untersuchten Fällen einen ungerechtfertigten Gewinn von 2,225 Millionen Euro erzielt habe, ohne dabei den nichtvermögensrechtlichen Gewinn zu berücksichtigen.

Im Januar 2025 erheben sie Anklage auf Chiara Ferani.

Wegen schweren Betrugs.

Im September diesen Jahres beginnt der Prozess.

Chiara Ferrani drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Mehrere Werbepartner wie Coca-Cola oder die Haarpflegemarke Pantene beenden ihre Zusammenarbeit mit der Italienerin und sie verdient Tausende von Followern.

Mittlerweile hat auch ihr Laden in der Mailander Innenstadt geschlossen.

Der Prozess beginnt.

Und da habe ich ein Foto für dich von Chiara.

Ist sie vorne links?

Sie ist wieder blond.

Das beruhigt mich erstmal.

Sie sieht jetzt wieder mehr aus wie die Frau auf dem Hochzeitsfoto als die Frau, die wir gerade in dem Video gesehen haben.

Also ehrlich gesagt wirkt sie relativ sicher, selbstsicher.

Sie wirkt nicht wie eine Frau, die in einen Gerichtssaal geht und damit rechnet, dass sie verurteilt wird.

Sondern sie wirkt relativ entspannt, muss ich sagen.

Wäre ich auch, wenn ich zwei Anwälte dabei hätte, die Sonnenbrille tragen.

Italien.

Alles sehr stilvoll.

Wer hat den Mantel gemacht?

Das ist ja jetzt auch Werbewert, so eine Gerichtsverhandlung.

Auf jeden Fall.

Wissen wir das?

Nein, das wissen wir nicht.

Also ich weiß das nicht.

Vielleicht weiß das jemand anders.

Vielleicht kann man das auf ihrem Blog nachlesen, den gibt's auch noch.

Okay.

The Blonde Salad.

Ich weiß nicht, ob du da später noch dazu kommst, aber mich würde schon interessieren, was ihre Fans dann da gedacht haben.

Aber es ist wahrscheinlich so wie immer.

Es gibt die, die werden dich wirklich bis in den Untergrund verteidigen und egal, was du Schlechtes machst, da nichts Schlechtes drin sehen.

Und dann gibt's wahrscheinlich die, die auch gesagt haben, ne.

Also so doll werde ich nicht auf die eingehen.

Es gab schon, ich glaube, ihr sind 500.000 Leute oder so entfolgt, was wahnsinnig viele Menschen sind, aber in der Masse an Followern auch nicht so viel.

Viele haben beleidigende Dinge unter ihre Postings geschrieben, aber es sind auch einfach viele dabei geblieben.

Und man weiß ja auch immer nicht, wie viel die Leute dann wirklich wissen.

Also in Italien war es überall in den Medien, aber anderswo auf der Welt.

Sie ist auch währenddessen wieder zu, weiß ich nicht, für drei Tage nach Brasilien zu irgendwelchen Werbedeals geflogen und so, die hat schon weiter noch gearbeitet und versucht irgendwie ihr Image zu retten.

Ja.

Während des Prozesses kommt jetzt heraus, dass sehr wohl Spendengelder an das Krankenhaus geflossen sind.

Allerdings lange bevor Chiara und Baloco überhaupt den Erlös von den verkauften Weihnachtskuchen berechnen konnten.

Die Sache scheint irgendwie undurchsichtig.

Bereits Ende 2022, also ungefähr zu der Zeit, als Chiara Werbung für den Rosa Pandoro macht, spendet der Hersteller Baloco dem Kinderkrankenhaus 50.000 Euro.

Es ist also nicht nichts gespendet worden, aber die Spende steht eben auch nicht in Zusammenhang mit den Erlösen aus den verkauften Weihnachtskuchen.

Laut dem Anwaltsteam von Chiara Ferrani stand im Vertrag, dass ihre Spende direkt an Baloco gehen soll.

Sie sagen, der Betrag von 50.000 Euro sei bei erwarteten Einnahmen von rund 234.000 Euro ziemlich hoch, also etwa 25% des Erlöses.

Sie haben also einfach schon im Voraus einen Betrag gespendet, der anhand von Annahmen über die Verkäufe des Weihnachtskuchens berechnet wurde.

Caradas Anwälte plädieren auf Freispruch.

Ihre Verteidiger betonen, dass Cerda Ferrani kein Verbrechen begangen habe, das Verwaltungsverfahren bereits abgeschlossen sei und sie bis heute Spenden in Höhe von insgesamt 3,4 Millionen Euro geleistet habe.

Der Skandal rund um Chiara Ferrani führt in Italien zur Verabschiedung des sogenannten Ferrani-Gesetzes, das die Werbung von Influencern mit mehr als einer Million Followern reguliert, um zukünftige Betrugs- und Fälle von irreführender Werbung zu verhindern.

Was ich auch krass finde.

Also nicht, dass es das Gesetz gibt, aber dass so ein Fall erst dafür sorgt, dass es das gibt.

Ja, ist ja oft so, dass erst was passieren muss, bis sich was verändert.

Aber okay.

Und dass das Krankenhaus dann der Reporterin gesagt hat, dass kein Geld angekommen ist, ist vielleicht auf eine organisatorische Sache zurückzuführen.

Also das Geld ist wirklich geflossen.

Es gab Geld, genau.

Es gab Geld.

Zu dem Zeitpunkt, als die Reporterin da angerufen hat, hätte sie das auch eigentlich schon da sein müssen.

Also fest steht schon, dass weder Baloko noch das Krankenhaus, diese Reporterin, transparent kommuniziert haben, wie das mit der Spende läuft.

Das heißt, der heutige Stand ist, im Fall Chiara Ferrani und dem Pandoro wurde eine Kartellstrafe verhängt, da die Werbung für das Produkt den Eindruck erweckte, ein Teil des Gewinns aus dem Verkauf des berühmten Baloco Pandoro, der für Weihnachten 2022 kreiert wurde, würde an eine Wohltätigkeitsorganisation des Regina Margarita Krankenhauses in Turin gespendet.

Tatsächlich hatte Baloco bereits einen vereinbarten Betrag an das Turiner Krankenhaus gespendet, der sich jedoch lediglich auf 50.000 Euro belief.

Dabei wurden die Verkaufserlöse des beworbenen Pandoro nicht berücksichtigt, der mehr als 9 Euro statt der üblichen 3,70 Euro kostete.

In dem Moment, wo wir diese Folge aufzeichnen, läuft der Strafprozess gegen Chiara Ferrani noch.

Ein Urteil wird im Januar 2026 erwartet.

Wir halten euch, was das angeht, auf jeden Fall auf dem Laufenden.

Da werden wir drauf zurückkommen müssen.

Dann würde ich sagen, spricht das Foodcrimes-Gericht ein Urteil, oder?

Ja, das würde ich doch auch sagen.

Das war jetzt auch meine Überleitung in unserem Gesprächsteil, der jetzt folgt.

Also fest steht, sie wurde, das Kartellrecht hat sie sozusagen schon verurteilt.

Sie hat schon sehr viel Strafe gezahlt, sie hat auch gespendet.

Aber der Strafprozess gegen sie läuft noch und ihr drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Ja, klappt die weg.

Nein, also natürlich werden wir hier kein Urteil erfüllen, das maßen wir uns nicht an.

Ich habe die ganze Zeit über diese 50.000 Euro nachgedacht und die, ja gut, 25 Prozent.

Kann man so machen, wenn man das jetzt auch abzieht von dem Verkaufspreis, dann ist es ja immer noch deutlich mehr als das, was so ein Kuchen normal kostet.

Deswegen finde ich diese 25% immer noch einen Ticken wenig.

Ich kann aus der Sicht von Chiara und der Kuchenfirma da, kann ich verstehen, dass man das so organisiert, weil man, keine Ahnung, man möchte noch im Jahr 2022, man möchte den Steuerbeleg noch irgendwie haben, man möchte irgendwie das Geld rausschicken, man möchte das irgendwie auch weghaben und jetzt nicht noch irgendwie rückwirkend irgendwie abrechnen und dies und das.

Also ich kann irgendwie so ein bisschen nachvollziehen, dass sie sich es leicht machen wollten an dieser Stelle.

Es ist natürlich für die Kommunikation Schwachsinn, weil wenn du sagst, wenn dieser Preis so dermaßen erhöht ist, dann geht man, wie du sagst, man geht davon aus, dass einfach irgendwie so der Unterschied gespendet wird.

Und es ist alles in allem, weil ich ja am Anfang meinte, ja, es ist so eine Finn-Kliman-Aktion.

Ich meine auch, das war ja alles irgendwie gut gedacht und gut gewollt.

Aber halt einfach an manchen Stellen so ein bisschen...

Und auch wiederholt.

Und wiederholt.

Ja, das ist bei ihr natürlich, ja, das kommt erschwerend hinzu.

Deswegen, also ich bin gespannt, was da jetzt wirklich für ein Urteil gefällt wird.

Ich bin auch total gespannt, ob sie verurteilt wird.

Ja, weil ich kann mir schon vorstellen, dass diese 50.000 Euro und diese 25 Prozent, dass das ihr zugutekommt.

Ansonsten ist diese ganze Aktion wirklich ein Beispiel dafür, dass wenn man sowas schon macht, dann sollte man es richtig machen.

Ja, und man kann ja auch ins Kleingedruckte schreiben, wir sind bereits mit 50.000 Euro Spende in Vorkosten getreten sozusagen.

Dann kann man das immer noch scheiße finden, aber man weiß zumindest, was da Sache ist.

Ja, deswegen, ich kann es immer noch nicht nachvollziehen, dass das nicht anders gemacht wurde, weil die ist so groß und die ist so bekannt, da schauen immer Leute irgendwo drauf.

Und wenn du das nicht sauber machst, dann fliegt dir das irgendwann um die Ohren.

Aber vielleicht eben, weil das mit diesen Ostereiern damals gut gegangen ist, dann denkst du dir so, ja mein Gott, dann machen wir es halt nochmal so.

Ist ja von gutem Zweck.

Ist ja von gutem Zweck, ja.

Ich glaube nicht, dass sie eine Gefängnisstrafe bekommt.

Nee, das würde ich auch nicht denken.

We will see.

Also wir werden euch bei Instagram, oder vielleicht werden wir das auch in irgendeiner Folge noch mal aufgreifen, werden wir euch updaten, was diesen Fall angeht.

Das war die große Foodcrimes-Weihnachtsfolge rund um Chiara Ferrani.

Flo, wir beenden ja jede Folge mit einem persönlichen Foodcrime.

Und da ich den Fall erzählt habe, bist du wieder dran.

Was hast du denn mitgebracht heute?

Es war nachdem mein Foodcrime.

Was bitte ist los mit Lebkuchen?

Ich habe wirklich im letzten Monat, ich habe viele verschiedene Marken, ich habe alles durchprobiert.

Und was da mittlerweile im Regal liegt, das ist von der Oplade bis zur Schokolade eine gnadenlose Enttäuschung.

Das schmeckt nach nichts mehr.

Die sind klein, die sind teuer.

Die sind nicht saftig.

Da ist nichts mehr was Geiles an so einem Lebkuchen.

Absurde Mohnpreise.

Ich finde nichts geil an einem Lebkuchen.

Ja, aber ich wirklich, und ich sage diesen Satz jetzt, ja, früher waren die besser.

Okay.

Vielleicht stimmt das auch nicht, aber es ist wirklich mittlerweile, was da im Regal liegt, also ich habe die teuren, ich habe die Balsen gefressen, ja, ich habe die gut und günstig, es ist alles Müll.

Es ist alles Müll und es hat mir wirklich meine Lust auf Weihnachten verdorben.

Oh, das tut mir leid.

Hast du selbstgemachte gegessen?

Selbstgemachte Lebkuchen?

Ja.

Noch nie, nein.

Ach so.

Also Lebkuchen ist was, was man kauft, finde ich.

Okay.

Ja, okay, dann ich mag Lebkuchen leider nicht, deswegen kann ich überhaupt nicht mitsprechen.

Aber ich kann natürlich verstehen, wenn einen das Lebkuchen-Gefühl nicht erreicht, was man eigentlich erreichen möchte mit dem Biss in so ein Ding, dann ist das sehr frustrierend, ja.

Es tut mir leid.

Ich weiß, es ist wirklich sehr auch bekannt, dass irgendwie auch bei Lebkuchen, Lebkuchen bestehen ja eigentlich nur aus teuren Zutaten.

Nüssen, Schokolade, es ist ja am Ende ein sehr teures Produkt.

Aber.

Wahrscheinlich muss man dann wirklich diese Packung für 8, 9 Euro kaufen, die in Nürnberg von so kleinen Gnomen zusammengeflechtet werden.

Das sind ja die Originalen.

Ja, klar.

Aber wer hat 8, 9 Euro für eine Packung Lebkuchen übrig?

Niemand.

Nee.

Ja, das ist ein absoluter Foodcrime.

Und dann geht davon nicht mal ein guter Teil an ein Kinderkrankenhaus.

Ja, mach dir mal einen Begriff.

Also deswegen Lebkuchen, meine absolute Enttäuschung.

und ich kann nur an die Lebkuchenindustrie da draußen plädieren, reißt euch zusammen.

Ich passe auf.

Die Lebkuchenpolizei ist unterwegs.

Die Leibhaftige.

Dann sag ich mal, ganz frohe Weihnachten, Leute.

Ich hoffe, dass der Lebkuchen auf eurem Plätzchenteller nicht so enttäuscht, wie der in Floßmund.

Ja, und schreibt gerne mal in die Kommentare, ob ihr ein paar Gute gefunden habt.

Jetzt nicht irgendwie, ja, hier bei mir, der Bäcker im Dorf, der macht tolle, also gut, schön für euch, sondern wirklich eine Marke, die man auch als normaler Mensch irgendwo im Supermarkt kaufen kann.

Wenn ihr da was habt.

Ansonsten wünschen wir euch wirklich ein frohes Weihnachtsfest.

Schöne Weihnachtstage.

Kommt mal runter.

Lasst doch auch einfach mal zwei, drei Tage den Pyjama an.

Ich möchte, ich freue mich darauf, mich zwei oder drei Tage nicht anzuziehen.

Also ich bin da nicht nackt, aber ich habe einen Pyjama an.

Ich möchte den Pyjama anlassen.

Ich möchte auf dem Sofa chillen, irgendwas snacken und irgendwas glotzen, einschlafen, vergessen, welcher Tag ist, wie viel Uhr es ist.

Darauf freue ich mich so sehr.

Und dann zur Quali in Oberstdorf wieder aufwachen.

Richtig.

Darauf freuen wir uns.

Wir hören uns trotzdem nächste Woche wieder.

Wir beenden das Jahr natürlich trotzdem mit euch zusammen.

Aber jetzt sind erstmal Weihnachtstage und fühlt euch geküsst auf eure kleine Lebkuchen-Schnuss.

Und wir hören uns nächste Woche wieder.

Frohes Fest.

Tschüss.

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