Navigated to #124 Ich komme vom Inhalt mit Clarissa Correa da Silva - Transcript

#124 Ich komme vom Inhalt mit Clarissa Correa da Silva

Episode Transcript

Herzlich Willkommen hier bei im Rausch.

Mein Name ist hagendecker ich moderiere diesen Podcast und ich sitze heute hier mit Journalistin, Autorin, Moderatorin Clarissa Correa de Silva.

Hallo.

Hallo, ich freu mich sehr.

Schön, dass du da bist, hier.

Mein Weihnachtsbaum steht noch.

Ja, mega schön wirklich.

Ich mag das ja, wenn man die noch ein bisschen stehen lässt.

Ja, wie lange steht da einer auf?

Jeden Fall bis zum 6.

Januar.

Okay was ist da am 6.

Spanische Heilige Wer ist das?

Ich weiß nicht, ich bin nicht katholisch, aber.

Viele machen das ja so bis zum 6.

Januar und dann zack, dann geht er raus.

Ich glaube, ich bleib den ganzen Januar da, noch im Baumthema.

Ja, ich finde, es ist auch ein schönes Licht.

Ja, das stimmt.

Wenn man den abends immer so anmacht.

Das Problem ist halt, wenn er echt ist.

Das ist kein echter oder?

Ja wenn er echt ist, dann nadelt er halt irgendwann.

Bestimmt hart.

Ja, wir hatten, glaube ich, aber immer früher auch die Sorte, die nicht genadelt hat.

Fichte kann das sein, dass das was nicht nadelt?

Ich.

Bin mir nicht sicher, die mit den längeren.

Ja, ja, genau, das sind eigentlich die die häufigsten, aber die Nadeln auch irgendwann.

Dann habe ich mich das völlig.

Jedenfalls hatten die Bäume früher, die nicht genadelt haben, und ich habe mir dieses Jahr einen Plastikbaum besorgt, weil ich, ich hatte, das glaube ich schon mal erzählt, mit den Bäumen.

Es ist natürlich auch alberne, wenn trotzdem noch Fleisch isst und sowas alles, aber wo fängt man an, wo hört man auf?

Ich hab es nicht übers Herz gebracht mehr die echte Baumnummer durchzuziehen.

Aber Hey, bitte bitte nicht in den Kommentaren ausrasten.

Ja könnt könnt ihr alle entscheiden was ihr möchtet, hast du einen echten Baum.

Ja, wir haben jetzt einen echten Baum.

Ich hab aber lange, lange gar keine Bäume gehabt.

Irgendwann mit Kindern, finde ich, geht das ja noch mal.

Also.

Weihnachten war für mich nie so das wichtige Fest.

Aber mit Kindern ist es halt irgendwie noch mal ne andere Nummer und wird sowohl ja und solange die Kinder auch so klein waren, hatten wir halt dieses Jahr volles Programm, echter Baum, Weihnachtsmann, alles.

Klar, klar, klar, ich hab auch den Weihnachtsmann gespielt, aber gibt es die Überlegung in deinem Herzen auch oder da den auf auf Plastik oder ist es was was für mich ne Rolle spielt?

Doch, doch, auf jeden Fall.

Ich hab auch tatsächlich leider n bisschen zu kurzfristig jetzt für dieses Weihnachten, aber ich hab ne was Cooles bei Instagram gesehen.

Ist nämlich dieser Kain Tannenbaum da, hast du quasi den Stamm, der ist halt Recyclebar aus Plastik und so und dann kannst du dir einfach nur die Tannenzweige kaufen, für die du ja keinen Baum fällen musst.

Und dann steckst du den quasi zu so und die gibt es auch wirklich für weiß ich nicht, über 2 Meter hoch und so und ich überlege ob ich mir so was dran schaffe.

Da müssen wir natürlich checken.

Entschuldigung, dass die, dass die Zweige auch vom nicht gefällten Baum sind, ja.

Dann, genau das ist da halt.

Großartig.

Ja genau, du hast recht, die Zweige werden natürlich auch viel billiger verkauft für eben diese ganzen, wenn man sich so die Wohnung sonst so schmücken möchte.

Ja oder so ein Adventskranz oder genau genau auf jeden Fall, das war so, damit haben die ja auch geworben, dass man da halt dafür keine Bäume fällen müsste.

Ja, wer schon länger öffentlich rechtlich guckt, der kennt natürlich dein Gesicht oder deine Stimme.

Je nachdem.

Und ich muss sagen, ich habe mich ein bisschen natürlich ein bisschen informiert und es gibt ein Format, was mir besonders aufgefallen ist.

Erstmal, du hast viel, jetzt machst du immer noch die Sendung mit der Maus.

Aus?

Ja da.

Reden wir gleich drüber über die Maus, wie die Maus so ist und ob du den Elefanten auch schon mal getroffen hast.

Würde mich sehr interessieren.

Du hattest vorher ne Sendung im Kika, die nannte sich der Kummerkasten und dann bist du ja hier genau richtig.

Im Rausch ist auch im Grunde genau das.

Magst du kurz erzählen, was das für ein Konzept war?

Weil ich finde es toll, wenn du das Berichtest.

Ich habe jedenfalls mich ein bisschen informiert und fand das ganz toll, denn im Grunde geht es dort ging es dort um mentale Gesundheit für Kinder und Teens.

Ja, genau.

Also es ist es war oder ist, es existiert ja immer noch, aber in der nicht mehr in der Form, wie es da war, als ich das moderiert habe.

Es war meine erste Sendung, wo ich wirklich als Hostin aufgetreten bin, es war live, was ja auch immer eine tolle Erfahrung ist und.

Insofern war das eben auch der Pluspunkt, denn es war an sich ein einminütiges Fenster von einer Stunde, wo Jugendliche und Kinder einfach Fragen stellen konnten, anonym natürlich und ja beraten wurden ne, und ich habe gesagt, ein bisschen wie Domian für Kinder eigentlich gewesen, natürlich, aber anonym ne so und schriftlich, also die mussten da nicht anrufen, man hat keine Stimme oder sowas gehabt und.

Und wir haben halt Themen vorbereitet in dem Monat, die natürlich auch schwierig sind oder die man vielleicht nicht so gerne mit Eltern, Lehrern oder sonst wem besprechen möchte und das eben genau das Angebot dann in diesen einstündigen, in dieser einstündigen live Sendung seine Fragen loszuwerden, ganz ohne Charme.

Darf ich fragen, wie war da der das Feedback, das das Hörer in Feedback haben?

Die Kinder und Jugendlichen dann auch geschrieben?

Danke für die Sendung und so ist sowas auch passiert und.

Wir haben oder wir haben ja zusammengearbeitet mit der Diakonie Berlin Brandenburg und.

Ja.

Genau.

Sabine Marx war oder ist da die unsere Beraterin, die ist eben auch ausgebildet, die arbeitet da festgestellt, die leitet das Sorgentelefon ne Nummer gegen Kummer und so weiter und das war natürlich auch ganz, ganz wichtig, weil ich und meine mein Kollege oder Kollegin, ich hatte ja 2 unterschiedliche in der Zeit.

Wir sind natürlich keine ausgebildeten Psychologen und Berater, deswegen war Sabine immer fester Teil des Teams.

So, und die hat vor allem auch zur Vorbereitung der Themen auch monatlich einfach das mitgebracht, was aus in ihrer Beratung auch eingelaufen ist.

So, und da gab es dann natürlich auch Feedback zurück, ne von der Sendung, weil in der Sendung selbst war das eher schwierig, aber es war, also ich fand es schon immer krass, ich mein, das lief einmal im Monat, Sonntagabend, und trotzdem hatten wir in der Regel in dieser einen Stunde zwischen 300 und.

800 Fragen, was jetzt erst mal, wenn man so keine Ahnung von Social Media ausgeht, jetzt erst mal nicht so viel ist.

Aber ich.

Hab doch 300 Fragen.

Haben wir natürlich nicht gesprochen zu der Zeit ne aber.

Das war das, was reinkam.

Ja, und ich fand es aber immer grandios, weil ich denke schon, dass das ein Beweis dafür ist, dass wir sowas brauchen.

Und gerade der Kinderkanal ja sollte sowas anbieten.

Ja, danke für deine Arbeit in die Richtung.

Ich finde das ganz toll und gab es auch Sachen wo ihr.

Wo man das weiterleiten musste, also wo man gesagt hat, das ist zu krass, das können wir zum einen nicht in der Sendung machen, zum anderen ist da vielleicht ein Mensch, der, der wirklich Hilfe braucht.

Ja, natürlich.

Also das, das wurde ja eben wie gesagt, durch die Beratungsstelle von Sabine und ihren Kolleginnen und Kollegen, die auch übrigens mit sehr, sehr vielen Ehrenamtlichen gearbeitet haben, wurde das ja aufgefangen, also die hatten natürlich auch die waren halt für alles vorbereitet, und das war natürlich unser.

Safe war so.

Wir haben das dann an die natürlich weitergeleitet.

Wir haben die Nummern, die Angebote, die weiteren Beratungsangebote rausgegeben und da ging natürlich auch alles und die sind geschult und im Zweifel weiß ich nicht, wenn es jetzt auch um Suizid ging oder sowas, dann wurden da natürlich die ja die jeweiligen Schritte eingeleitet dafür.

Okay dann kommen wir jetzt zur Maus hast.

Du denn die Maus mal geguckt?

Ja, ich hab die Maus geguckt.

Bist du damit aufgewachsen?

Hier kommt die Maus.

Ich bin auf jeden Fall mit mit dieser ganzen Stefan Raab Nummer rund um die Maus, da war ich aber schon ein bisschen älter, aber ich weiß, danke, gut, dass du mich drauf aufmerksam gemacht hast.

Nee, aber das war das Erste was mir einfällt ist tatsächlich sein Lied, weil es weil es, weil es ein großer Hit war, aber ich hab die Maus geguckt, ja ja.

Vor allen Dingen, wie heißt er denn mit dem Roten, mit dem grünen Pullover?

Christoph Christoph Christoph war natürlich ein großer Teil, der einen noch Sachen erklärt hat, vor allen Dingen kommt Christoph Ja wieder, wenn man Kinder hat, auch zurück in sein Leben, macht er das doch, ja.

Klar macht er das noch.

Okay ja, es ist krass, weil ich.

Find's auch krass.

Meine Kinder sind schon wieder, also auch der Sechsjährige guckt jetzt nicht mehr die Maus.

Wobei aber, dass wir das so viel geguckt haben, da ist jetzt schon wieder auch was anderes ein großes Thema.

Das wechselt ja auch schnell.

Ich habe das geguckt und ich mochte das auch, aber vor allen Dingen mochte ich die Clips dazwischen.

Es gibt bei Youtube, das war ein großes Thema bei mir in meinem Sohn, es gibt, wenn man kann Mausclips eingeben und dann kommen nur die Zwischeneinspieler auf eine halbe Stunde.

Ja, richtig geil.

Und dann, da hat man dann, da sieht man doch mal richtig, dass die die Liebe, sag ich mal, die da auch von den Zeichnerinnen und Zeichnern eingebracht wird.

Es wurde ja lange gezeichnet, ich weiß nicht, ob es heute noch so ist und.

Aber die Clips mochte ich sehr und mein Sohn auch.

Ja, ich finde es auch total cool.

Es gab eine kurze Diskussion, ob die Maus als 3 d Animation quasi modernisiert werden soll, so wie Biene Maja auch ne das ist.

Und sie haben sich dagegen entschieden und ich finde es eigentlich total cool, weil natürlich haben auch die zeichnerinnen Zeichner gewechselt, sie ist auch ein bisschen, hat sich natürlich auch ein bisschen verändert, aber sie ist trotzdem so dieses 2 d Ding geblieben und das finde ich irgendwie total charmant, ja.

Die Frage ist jetzt, ich war noch nie auf dem Lerchenberg auf.

Dem Lerchenberg.

Ja, was ist denn da?

Weiß ich auch nicht, ist da ist.

Wohnt da nicht die Maus?

Nein, also auf dem Lerchenberg.

Oh, wie weißt du öffentlich, rechtliche würde sich jetzt.

Ich war ja, wir waren ja nur bei der ARD, weißt du, und das ist ja quasi.

Der Lerchenberg ist aber ZDF.

Ich weiß, ich wollte nur sagen, wie öffentlich.

Rechtlich kenne ich mich ein bisschen aus, ja, okay nach anderthalb Jahren ARD, aber das ist ja, wollte ich sagen, das ist ja die.

Maus gehört aber zum WDR, das ist.

Wdr Ja, das ist ein Urgestein des WDR S.

Und deswegen sitzt sie in Köln okay.

Ja okay gut, dann dann erzähl mir doch mal, wie ist das?

Das heißt, du warst noch nie in Köln, oder doch?

Aber wenn man dann den Kölner, dann kann man das ja eigentlich nicht übersehen, weil die ist ja da in der ganzen Stadt verteilt.

Aber jetzt ist doch das ist warte mal, das muss ich mir kurz erklären, wir hatten doch gerade gesagt, dass das ZDF ist.

Nee, eben nicht eben nicht der, auf dem der Lerchenberg ist.

Zdf.

Also der Lerchenberg ist ZDF.

Ich hab das gerade durcheinander.

Ja stimmt, die Maus ist ja ARD Gott Hagen, Guten Morgen.

Das ist der erste Podcast.

Im neuen Video kommen alle aus dem.

Zweiten, das hab ich gerade für natürlich die die Maus ist ja ARD und.

Jetzt kriegst du Post.

Ja, denn wir bleiben dran.

Du moderierst das bitte durch.

Also der Hagen wohnt in einer schönen Remise.

Und er hat jetzt ein Paket bekommen, ist wahrscheinlich noch von Weihnachten irgendwo stecken geblieben.

Also das würde mir passieren, weil ich immer alles auf den letzten Drücker bestelle, wäre das jetzt noch so ein Hängen gebliebenes Weihnachtsgeschenk, ist das so das.

Verrückte ist, was hast du denn?

Es klingelt immer in der Sendung in letzter Zeit, ja schon vor Weihnachten.

Running gag.

Von daher danke für die Durchmoderation sehr gerne jetzt die Frage, hast du aber die Maus schon mal getroffen?

Natürlich.

OK, und wie ist sie denn so?

Die ist super.

Mein erstes Treffen mit der Maus, es war für mich auch wirklich episch, weil wir durften gemeinsam bei den Kids any Awards, nein, wir waren in Cannes zusammen und haben eine Laudatio halten dürfen so und die Maus spricht ja nicht, die war natürlich eigentlich die Laudaturin, aber sie hat mich da netterweise mitgenommen.

Damit ich die Laudatio dann auf Englisch verlesen darf.

Ach.

Die ist ganz schön groß, ne?

Ja, die ist groß.

Ja, auf jeden Fall größer als ich, aber das ist auch nicht schwierig.

Und der Elefant?

Der Elefant, den habe ich auch schon getroffen, der ist nicht so groß, der ist auf jeden Fall kleiner als die Maus.

Den fand ich immer ganz toll.

Aber der steht ja auch auf 4 Beinen und die Maus auf 2.

Also ich weiß nicht, wenn der Elefant sich aufstellen würde.

Hast du die Maus als Kuscheltier?

Ja, mehrfach.

Wir hatten sie auch.

Mehrfach ja.

Ich mein, ich hab ja jetzt auch ein Kind und wir sind eine Patchwork Familie.

Wir haben noch, also wir haben noch 2 Bonuskinder quasi dazu bekommen und ja jedes jedes Kind hat eine eigene Maus.

Ich hab das ich leb ja auch in einer Patchwork Familie.

Ich hab das hier in der letzten Folge erklärt, das ist gerade, man denkt dann so ne ich hab also 2 Kinder von 2 Müttern und.

Ja, und neben einer neuen Partnerin zusammen.

Und jede Mutter, jede Mutter meiner Kinder hat auch einen neuen Partner.

Das heißt, wenn es um die Organisation geht, wer ist wann wie, wo, Silvester, dann müssen müssen sich 6 Familien krass koordinieren, das ist also eine krasse Aufgabe, die ich, muss ich aber wirklich sagen, das Patchwork Konstrukt, wenn man es hat ja bei mir auch ein bisschen gedauert um da wieder.

Dass alles cool ist, auch mit auch mit gerade mit meinem Fehlverhalten in der abhängigen aktiven Zeit.

Ich finde es trotzdem eine wunderschöne Sache, muss ich sagen, das hat so was dynamisches, was ich schön finde.

Ja, ich finde es total schön, dass du das sagst, weil ich glaube, dass es in der Gesellschaft immer noch oft so, ja als schwierig oder als als scheitern vielleicht angesehen wird, wenn Eltern sich trennen, ne und und.

Und ja, also irgendwie herrscht da immer noch so eine leichte Melancholie drauf.

Ich persönlich bin ja selber auch in so einer sehr komplexen patchwork Situation aufgewachsen, deswegen war das für mich eigentlich auch immer eine Realität.

Also es war halt nie was, wo ich ja wo ich mich, wo ich irgendwie Abstand nehmen wollte von so, sondern ich würde auch sagen, wenn das richtig gut läuft, dann kann das eigentlich auch nur eine Bereicherung sein für alle.

Ja, dann gehen wir doch da mal rein.

Vielen Dank für den Prolog.

Die Frage, die hier jeder bekommt.

Als erstes hast du eine eine tiefe erste Erinnerung, das kann auch ein Gefühl sein an eine Szene, an eine, an ein Gefühl.

Wie gesagt, es gibt viele Menschen können das sofort benennen, eine erste Erinnerung.

Ja, ja, habe ich tatsächlich, ich habe, ich kann mich beispielsweise überhaupt nicht mehr so richtig in Gänze an die Wohnung erinnern, in der ich geboren bin, ich bin.

Bin in in Steglitz im Krankenhaus geboren.

Wir haben aber in Wilmersdorf gelebt, und zwar in so einem Sozialbau von der jüdischen Gemeinde.

Mein leiblicher Vater ist Israeli und war halt da so auch vernetzt, hat irgendwie über die jüdische Gemeinde auch gearbeitet und deswegen hatten wir da diese Wohnung, meine Mutter kommt ja aus Brasilien, die ist 88 nach Berlin gekommen.

Und ja, hat halt auch erstmal gedauert, so bis sie quasi ihre Abschlüsse anerkannt hatte und so weiter so also von dem her, das war jetzt nicht so, sag ich mal, dass wir irgendwie super gut da standen, als ich geboren bin und diese Wohnung, da haben wir aber auch nur drin gelebt, bis ich glaube ich 3 war oder so, mein Vater hat uns verlassen als ich knapp 2 war oder eineinhalb und.

Und ich erinnere mich aber an eine Szene in dieser Wohnung, ohne dass ich mich jetzt wirklich an die Wohnung erinnere oder auch an die Trennung meiner Eltern oder sowas erinnere ich mich wirklich gar nicht, aber ich erinnere mich an eine Szene, dass es so n.

Langer dunkler Flur war und meine Mutter hat so n Spiel mit mir gespielt, dass man so so hatte so ne Karte und da waren so unterschiedliche Bilder so n Ball Stuhl weiß ich nicht was man halt so in diesem Alter irgendwie erkennen kann.

Und dann waren so 6 Kärtchen und dann habe ich mir die alle angeguckt.

Dann bin ich den Flur lang gepest wieso eine Irre fand es ja auch lustig und meine Mutter hat irgendwas verändert, ein neues Symbol hingepackt und mich wieder zurückgepest und das war das Spiel und dann musste ich halt gucken, was hat sich verändert, welches Symbol ist dazu gekommen oder so ne und an diese diese Szene erinnere ich mich und das muss eigentlich meine älteste Erinnerung sein.

Ist das ein schönes Gefühl, sich daran zu erinnern?

Ja, eigentlich schon.

Weil ich weiß, dass mir das halt sehr viel Spaß gemacht hat, dieses Spiel.

Auf der anderen Seite fand ich diesen Flur immer gruselig und das ist immer noch auch so ein Dunkles, also so ein bisschen so ein unwohles Gefühl, ne, das hat war auch immer so ein Mutspiel für mich dann quasi in diesen dunklen Flur rein zu rennen.

Du hast gerade erwähnt, dass dein Vater euch verlassen hat.

Darf ich da kurz was zu tun?

Ja klar.

Wer hier länger zuhört, weiß, dass ich mich immer auch immer ein bisschen, ja widerspiegel in den Inseln, so den Lebensgeschichten oder da auch die Fragen dann meistens herkommen.

Als ich meine gegründete Familie verlassen habe.

Ich glaube, man musste, war mein Sohn zweieinhalb, und deswegen musste ich gerade dran denken.

Das heißt, das war dann das, also das ging bei dir los als.

Die zweite Frau, das Kind hatte und deine, die Ältere, ist eine Tochter.

Die war bei der Mama oder okay verstehe.

Und zu dem Zeitpunkt habe ich aber schon 15 Jahre konsumiert, im Doppelleben gelebt und so weiter und musste dann eben auf Therapie.

Und dann gab es auch einen Rückfall und eine Trennung.

Jedenfalls die Frage war ich erst zweieinhalb und es ist sehr interessant, weil du gerade meintest, du hast keine Erinnerung, aber ich wollte kurz was erzählen und dann wieder abgeben zu dir.

Das ist total krass, hat mich letztens ja fast auch sehr, sehr traurig gemacht, aber das ist ja auch normal.

Das Gehirn speichert ja erst so richtig ab 3 Jahren, deswegen sind tatsächlich die meisten Sachen, die auch hier genannt werden mit 3 oder danach, weil weil sich da noch mal irgendwie ne Neuformatierung stattfindet und er hat quasi, also er hat alle Gefühle und sag ich mal, dass ich sein Papa bin und dass ich auch schon.

Nachdem wir uns mal ein Jahr leider nicht sehe gesehen haben, dass ich aber schon vorher da war und so, das weiß er alles und es gibt da auch.

Zum Glück gab es keine, sag ich mal wie sagt man Entfernung inhaltlich auch nicht emotional.

Als seitdem ich wieder da bin und er lebt ja jetzt hier auch zur Hälfte nur es war kurz so, er hat keine richtige Erinnerung, aber an die Zeit, dass wir noch zusammen gelebt haben vor diesem Zeitpunkt, das fand ich sehr.

Ja, bemerkenswert.

Damit muss man erst mal klar kommen als Elternteil, weil man da kurz so denkt.

Wie kannst du dich daran nicht erinnern, aber ich weiß ja, dass es schwierig ist, durch diese Gehirnstrukturierung da Neustrukturierung wie ist es genau bei dir, also hast du auch gar keine Erinnerung, kein Bild, aber ein Gefühl dann, wobei der Mann kam ja auch erst mal nicht wieder, habe ich das richtig rausgehört?

Ja genau, also nee, ich habe keine Erinnerung, wirklich gar nicht.

Es gibt natürlich Fotos und.

Und diese Fotos sind für mich auch irgendwie immer so ein bisschen schräg, wenn ich das sehe, weil ich war ja auch ein Wunschkind und ich glaube auch, dass mein Vater sehr glücklich war, als ich auf die Welt gekommen bin und so, und dann hat er uns aber verlassen, als ich so klein war, und seitdem habe ich jetzt halt auch nie so richtig das Gefühl gehabt, dass er ja, dass er so diesen Kontakt.

Wirklich sucht oder da ne versucht irgendwie was aufzubauen oder was nachzuholen, auch wenn es natürlich schwierig ist.

Ne und deswegen sind diese Bilder für mich immer so ein bisschen schräg, weil ich natürlich auch einen langen Prozess was das anging, so diese Frage.

OK, warum ist mein Papa nicht mehr da, warum?

Später?

Warum ja?

Also das ist doch die die große Frage.

Ja, natürlich.

Also ich habe meinen Vater ja dann so diesen Kontakt so wirklich bewusst aufgenommen, als ich 19 war, muss man ja auch dazu sagen, da ist man ja auch irgendwie schon ein fertiger Mensch.

So so.

Also dieses Tochter Vater Verhältnis.

Wenn.

Man denkt, das ist ganz genau, also dieses Tochter Vater Verhältnis, das gab es.

Dann natürlich irgendwie nicht mehr so richtig ne und aber trotzdem war ich offen und ich wollte das auch, weil das hatte auch was mit meinem Heilungsprozess zu tun, weil ich den Vater, der mich dann eigentlich großgezogen hat, der auch so wirklich diese Vaterfigur für mich war, den habe ich halt verloren, als ich 17 war, der ist gestorben und in ja, alles gut, mittlerweile auch schon eine Weile her, aber so in diesem Verarbeitungsprozess.

Habe ich gemerkt, dass es für mich auch wichtig ist, mich halt mit meinem leiblichen Vater auseinanderzusetzen, weil als der verstorben ist.

War sehr plötzlich.

Unerwartet ist da so eine riesige Wut hochgekommen bei mir gegen meinen leiblichen Vater, ich das so ungerecht fand, dass man mir jetzt halt den, der eigentlich für mich da war, der mich großgezogen hat, dass man mir den jetzt genommen hat und der andere irgendwie, der noch da ist, und deswegen war das sehr wichtig, dass ich mich da öffne und wir uns annähern und so und ja.

Und trotzdem, ja, deswegen ist es für mich irgendwie so schräg, weil ich bis heute nicht so richtig weiß, ob er mich jetzt wirklich wollte oder nicht.

Wenn ich ihn darauf anspreche, dann sieht er sich sehr schnell in der Opferrolle, er sagt Halt, es ging ihm nicht gut und die Beziehung war schlecht mit meiner Mutter und das war für ihn quasi ein Selbstschwurz zu gehen so er musste das machen, weil sonst.

Weiß nicht.

Kann man aber.

Natürlich darf ich dazu was sagen.

Ja klar, es ist aber natürlich so, dass man doch, egal wie schlecht es einem da geht, das ist ja trotzdem keine Erklärung und Zweieinhalbjähriges nicht mehr sich da nicht mehr drum zu kümmern.

Jetzt wollte ich nicht übergriffig.

Hier also ich sehe es auch so, ich sehe es auch so.

Mein Vater hat halt glaube ich zu viel mit sich zu tun gehabt, so und ich habe halt gemerkt in den letzten Jahren.

So einen richtigen Zugang gibt es da nicht, außer dass er halt anfängt gegen meine Mutter zu schießen und das, das kann ich halt nicht akzeptieren, weil ich immer denke, oh nee, dahin, also das Gespräch will ich gar nicht.

Führen, das heißt, Da gibt es auch keine Kommunikation.

Nee, nicht so wirklich.

Ich habe es irgendwie.

Ich habe auch gesagt, nee, also auch dann irgendwann auch Selbstschutz für mich, das ist mir irgendwie zu anstrengend und das.

Ist aber Hey, danke fürs Teilen.

Ja, gerne finde ich ja auch gut.

Weißt du, was ich gerade überlegt habe?

Das ist ja schon, das klingt ja schon auch nach einer sehr schwierigen Situation.

Also was heißt, klingt, das ist ja, es ist ja eine schwierige Situation, die Frage, warum hat der Mensch die Familie verlassen, man geht den Kindergarten in die Schule, alle haben immer diesen diesen Papa, der den erstmal vielleicht fehlt, ich will jetzt hier nicht ein Bild aufmachen, was nicht so existiert, also korrigiere mich bitte.

Meine meine Seele spricht gerade zu mir und fragt sich, ist daraus eigentlich auch gar kein Glaubenssatz entstanden?

Also ich hatte schon viele Gäste hier, die natürlich auch mit so ähnlichen Geschichten die Frage sich stellen in den Rest ihres Lebens.

Ich bin nicht ganz richtig, was stimmt mit mir nicht und dann, so entstehen ja Glaubenssätze auch aus Situationen, die man gar nicht selber kreiert hat, sondern die einem passiert sind.

Und das ist ja das Ding an dieser dieser Entwicklung, dass man sich dann manchmal mit sehr mit sich selbst auch hadert.

Und daraus können eben diese jene Dinge über viele Jahrzehnte entstehen.

Ist da bei dir, würdest du sagen, in deiner, in deinem Chor, der, der der Mensch, der du bist, ist da eine größere Fragestellung auch entstanden, die du bis heute mit dir rumträgst?

Fragezeichen.

Ja, also ich kann dir, also ich kann vorweg erst mal sagen, dass das, dass das ja auch einfach was war, was ich auch lange für mich so ergründet habe.

Ich bin sehr früh zum Beispiel auch in Therapie gegangen.

Und gekommen.

Meine Mutter ist Psychiaterin, das heißt, so dieses ganze Thema, Wir kümmern uns um unsere psychische und seelische Gesundheit, war nie etwas, was in meiner Erziehung tabuisiert wurde, so, und das ist wirklich richtig gut, weil das habe ich erst später, dann auch erst so begriffen, dass das Halt nicht normal ist oder selbstverständlich ne, weil für mich war das immer selbstverständlich, meine Mutter hat mich in Therapie geschickt, als ich 8 Jahre alt war, war ich in Einzeltherapie.

Ich war eigentlich schon davor, wenn man es genau nimmt, auch in einer Form von Gruppentherapie.

Ich bin zum Beispiel nach der Trennung meiner Eltern in so ne Spielgruppe gekommen, wo alle alle Kinder irgendwie.

Von Alleinerziehenden deine Mutter auch entziehen?

Ja, genau.

Mega.

Ja, also das.

Konntest du auch nicht, übergriffig auch nicht.

Rücken?

Nee, gar nicht.

Für mich war das ne coole Gruppe und das war ja so sag ich mal, ja nicht so wirklich bewusst ne, sondern ich hab halt gemerkt, Ah ja, die hat auch keine Mama mehr, die hat keinen Papa mehr oder sowas ne oder die Wohnen auf jeden Fall getrennt und.

Ich meine, ich bin ja auch 90er Jahrgang.

Heutzutage merke ich jetzt auch bei meinen Bonuskindern ist es ja auch eine viel größere Normalität geworden in der Klasse, dass halt einfach patchwork Familien da sind.

In den Neunzigern gab es das natürlich auch schon, aber noch nicht so sehr, also brauchen wir jetzt ja nicht drüber sprechen, wie sich das entwickelt hat, also von dem her ja, aber ich war dann wie gesagt auch schon mit 8 in Therapie, also es war für mich immer das Gehörte immer dazu so.

Sich darum zu kümmern, so wie es einem geht.

Es wurde viel gesprochen, bei uns wurde alles ausgesprochen, was natürlich in der Pubertät auch super anstrengend war, da will man da halt dann auch vielleicht nicht drüber sprechen und so, und das wurde eben von meiner Mutter sehr forciert, aber das führt dazu, dass ich jetzt mit 35 schon sagen kann, ich habe mich, glaube ich, ganz gut analysiert und auch so die.

Knackpunkte rausbekommen was das angeht und habe dann zum Beispiel nach dem Tod meines Stiefvaters, der mich ja großgezogen hat, auch selbst gesagt, ich möchte eine Therapie machen, weil ich gemerkt habe, dass ich da diese Aggression gegen meinen leiblichen Vater und einfach gemerkt habe, ich muss da noch mal was aufarbeiten, glaube ich, und da war ich 17 und dann ja auch, als ich schwanger war, jetzt habe ich auch gemerkt, okay, jetzt kriege ich irgendwie ein Kind und ich habe noch so ein paar Sachen, die.

Die ich auch, die auch was mit meinem leiblichen Vater zu tun haben, die ich auch noch mal für mich klären muss, so und bin dann auch dieses Jahr oder knappe Jahr war ich dann noch mal in Therapie und das hatten wir halt total gut, also immer so punktuell, ja bitte gerne, ich find es halt eigentlich ja auch voll wichtig das zu normalisieren, dass ich mein, wenn wir uns den Arm brechen, dann gehen wir auch zum Arzt und wenn wir halt merken.

Dass es in Zeit ne irgendwie psychisch nicht gut geht.

Dann holen wir uns Hilfe und das bringt dann halt auch viel mehr.

Tatsächlich, dass sich begleiten zu lassen, also präventiv daran zu arbeiten, als wenn wir jetzt halt wirklich schon Entschuldigung für mein Deutsch, aber richtig irgendwie am Arsch sind so.

Du, mein Herz geht gerade auf, denn diese Sendung ist ja eine riesen Werbesendung für Therapie.

Ja natürlich in meinem Fall für für Suchttherapie, die ja auch eine nur eine Form ist, der der Verhaltenstherapie.

Aber eben generell.

Therapie ist etwas, wo ein riesen Stigma drauf ist.

Immer noch ja in einzelnen Teilen der Gesellschaft, nicht überall, aber es ist immer schwer alles zu verallgemeinern, wollen wir ja auch gar nicht, nur es ist immer noch, es gibt genügend Leute, wo ich sage wo du sagst, ich war auf Therapie die Augen verdrehen und das ist natürlich der größte Quatsch überhaupt.

Ja, ich glaube, man muss natürlich auch aufpassen, dass es dann halt nicht so, ja.

Wieso?

Ein Trend wird also, gerade wenn ich manchmal so ein bisschen ins Ausland gucke, in den USA oder so, es ist halt schon fast gehört, es schon fast zum guten Lifestyle Being Intel Bease deswegen, das muss man halt auch noch mal ein bisschen differenzieren, glaube ich, aber es ist also es ist groß, so groß, komplex, du hast mich nach einem Glaubenssatz gefragt, ich kann dir sagen, dass ich natürlich sicherlich auch aufgrund dieser Erfahrung mit meinem leiblichen Vater schon lange gebraucht habe.

Gesundes Selbstwertgefühl aufzubauen.

Ja, ich glaube, dass ich bis heute auch manchmal meine Bedürfnisse viel zu sehr noch nach hinten stelle, weil ich manchmal denke, so, ja, ich bin eh nicht gut genug oder so, das hat schon was damit zu tun.

Na klar, weil du dir selbst als Kind natürlich die Frage stellst, okay warum ist mein Papa nicht hier, warum will der mich nicht oder wie auch immer, wenn du diese Antwort halt nicht kriegst.

Auf der anderen Seite hatte ich 2 ganz tolle Stiefväter.

Die tatsächlich auch so dieses, diese fehlende Vaterfigur für mich eigentlich immer ausgefüllt haben.

Deswegen kann ich nicht sagen, dass ich da extrem drunter gelitten habe in der Kindheit so, sondern ich habe 2 liebevolle Väter gehabt und das finde ich heute zu Tage zumindest.

Also finde ich das ganz toll, wenn man das sieht, weil die haben mich ja oder die Lieben mich, die haben mich geliebt, weil der eine ist ja nicht mehr da, aber ne, der andere schon.

Wie ihr eigenes Kind.

Und das ist ja also, das muss ja auch davon zeugen, dass ich irgendwie ein guter Mensch bin, so genau, aber das war so, wenn du mich das fragst.

Der Glaubenssatz, ja, wo ich, glaube ich, lange gebraucht habe, auch mich oft, so auch unter Wert zu verkaufen, oder ich hatte das dann so ein bisschen in der Pubertät bei Freundinnen, dass ich mich halt denen so total untergeordnet habe und sogar nicht, weil die das gemacht haben, sondern weil ich das auch ein bisschen selber gemacht habe.

Und.

Und heutzutage, dass du jetzt natürlich auch vor der Kamera stehst.

Und sobald du das hat, irgendwie indirekt auch damit zu tun, das Aufzubalancieren, also dieser Drang, vielleicht auch das, oder also ich weiß, eine simple Frage.

Also ich hatte, ich hatte mal eine ganz interessante, ist ein ganz interessantes Gespräch mit einem Regisseur.

Weil ich immer so von mir gesagt habe, so, ich bin, glaube ich, gar nicht so ein extrovertierter Mensch, wie man es erwartet von Menschen, die Halt vor der Kamera stehen und der meinte zu mir, so natürlich bist du extrovertiert, also was soll das, sie haben nämlich gesagt, ja, das also wahrscheinlich, ja, natürlich ist natürlich irgendwie jeder Mensch extrovertiert, der sich irgendwie präsentiert, der vor die Kamera tritt und so ne aber.

Ich komme halt doch sehr stark vom Inhalt, das merke ich.

Also ich habe jetzt auch immer wieder in meiner karrierelaufbahn Momente gehabt, wo ich gedacht habe, okay das einfach, das passt einfach nicht zu mir und dann kann ich es auch nicht wirklich gut präsentieren und das ist glaube ich so ein Unterschied zu einer klassischen Moderation.

Ich komme halt schon eher vom Inhalt.

Das ist ein guter Satz.

Ich komme eher vom Inhalt.

Ja, ich komme vom Wort.

Nein, ich.

Teste die Folge.

Ich komme vom Inhalt.

Ja, Clarissa.

Ich würd gern noch mal ganz kurz zurückgehen in deiner Zeit in deinem Time, in deiner Zeitleiste.

Diese Therapie mit 8, die Einzel Stunden dort war das was, wo du dich damals, also auch am Anfang OK, deine Mutter ist Psychiaterin und du du, ihr seid da sehr offen aufgewachsen, aber war das schon auch was für du wo du für n Moment dachtest so?

Boah, das ist mir jetzt hier zu anstrengend oder ich kenne die andere Person nicht.

Also gab es am Anfang ein bisschen Abwehrhaltung oder oder auch das gar nicht.

Ja doch.

Also es gab auch zwischendurch eine Ablehnung, sodass ich da dann auch gar nicht hingegangen bin.

Also ich habe es auch klassisch geschwänzt, Therapie geschwänzt habe ich auch genau, und als das rauskam, hat meine Mutter auch das dann nicht weiter.

Forciert so.

Die hat dann gesagt okay dann dann nicht.

Du musst das ja auch nicht weitermachen, so ne genau, aber also am Anfang war da eigentlich eine große Offenheit, ist total Bescheid.

Ich erinnere mich eigentlich glaube ich auch noch genau, woran das Geswitcht ist.

Also vor allem war es ganz cool, ich habe da immer Spiele gespielt cuedo weißt du, kennst du das Cuedo wo du so so einen Mord aufdecken musst?

Und das ist auch völlig ohne Gesellschaftsspiele.

Auf ja, okay gut.

Also das ist so ein Krimispiel, das fand ich irgendwie total cool, schon mit 8 oder 9.

Vielleicht war ich auch 9, ich weiß es nicht, ich glaube, ich war 9.

Nee, ich war 8, ich war.

In der dritten Klasse genau und, und das haben wir da ganz viel gespielt und so, und das fand ich natürlich irgendwie cool, als verrückter Labyrinth, was wir da gespielt haben.

Und dann haben wir natürlich dabei auch immer ein bisschen gequatscht und so wie das Halt so ist, wenn man Kinder therapiert, ist das ja alles sehr spielerisch.

Und dann gab es aber einen Moment, wo ich glaube, dass ich gesehen habe, dass mein Therapeut raucht.

Ja, das habe ich gesehen.

Also der hat, der hatte auch Kinder auf meiner Grundschule, das wusste ich, aber ich wusste nicht genau, wer wer das ist.

Und dann hat er die irgendwie mal abgeholt und da habe ich gesehen, dass der raucht und das hat mich so voll enttäuscht mit 8, das finde ich jetzt richtig scheiße, dass der raucht und irgendwie habe ich dann wollte ich dann mich gar nicht mehr so richtig mit ihm treffen und unterhalten, so das auch nicht, aber es war so, also eigentlich so was lapidares ne aber ja.

Also ja, dann habe ich das halt auch abgelehnt.

Also ich glaube es hat immer, es hat ja auch bis heute auch als erwachsener Mensch, auch wenn man irgendwie versteht, OK, das ist ne Person, die macht das professionell, hat das ganz viel ja auch mit Empathie, Sympathie zu tun, und wenn wenn die Person ihr gegenüber einfach, ja, wenn du die nicht riechen kannst, man.

Würde auch nicht passen.

Ja gut, kann es halt nicht passen, dann ist das, dann kannst du dich auch nicht öffnen, auch wenn du das rational verstehst, was du da machen sollst.

Ne ja und ich glaube das hat man natürlich als Kind noch viel impulsiver und stärker.

Ich frag auch gerne nach der Schulzeit.

Zum einen die Grundschule, zum anderen nach der weiterführenden Schule, was man da für ein Kind war, auch wie man sich daran erinnert.

Für mich war es teilweise immer sehr, sehr schwer, in der Schule meinen Platz dort zu finden.

Wie war es für dich, auch gerade mit dem, was dort eben in deinem Privatleben passiert ist?

Konntest du in der Schule erst starb man bei der Grundschule, war das für dich eine schöne Zeit.

Es geht ja.

Also meine Schulzeit ist halt vor allem geprägt durch viele Wechsel und ich hatte halt häufig die Situation oder für mich gefühlt so häufig die Situation, als neue irgendwo reinzukommen, wo sich halt alle schon kennen.

So, und das war ja ist immer schwierig und ich bin aber immer, weil wahrscheinlich auch ne, hat er auch was mit dem Glaubenssatz zu tun, jemand gewesen, der sich sehr gut anpassen konnte, weil ich mich auch schnell irgendwie unterordnen konnte so.

Das heißt, sie kamen halt eigentlich ganz schnell dann in so Dynamiken rein ne und hat aber dazu geführt, dass ich natürlich auch da meine Bedürfnisse irgendwie dann eher hinten angestellt hab, weil ja die halt ich war halt die neue und ich musste halt ja erstmal mich irgendwie anpassen, ne.

Darf ich fragen?

Gab es bei in Deiner Jugend auch diesen, ja schlimmen deutschen Alltagsrassismus, der hier und da rauskam?

Ja, auch das.

Wurde mir aber erst später eigentlich bewusst.

Was genau da passiert ist?

Richtig, und das haben, das haben ja viele, ich habe, ich habe das das Buch von Alice Haystar, habe ich als Hörbuch gehört, und da gab es so ein paar Situationen, die sind waren dann sehr einprägend für mich, die sie halt geschildert hat, dass es ja letztlich wieso ein, wieso ein Mückenstich ist eigentlich ne, der dich jetzt nicht weiter stört, aber wenn natürlich auf Dauer du 1000 mückenstiche hast, dann tut es halt irgendwann weh so ne und das das gab es natürlich schon ein bisschen klar.

War mir aber nicht so bewusst.

Ne, das war so.

Ja gehört halt irgendwie dazu und so und das ging auch stärker tatsächlich über meine Mutter, weil meine Mutter definiert sich selbst auch als Schwarz, also sie hat n Afro, sie hat noch mal dunklere Haut als ich, sie hat ne mehr afrozüge und so und das ging dann schon auch damit los, dass irgendwie.

Ja, so Sachen wie ja hat deine Mutter in die Steckdose gefasst.

So wegen der Haare.

Also so, solche Dinge gab es halt schon ne, obwohl ich in Berlin.

Grundschüler ne, das ist ja also krass, ne.

Eigentlich schon, ja.

Und obwohl ich ja auch in Berlin aufgewachsen bin, als ja mal so, der Migrationsanteil war halt auch immer hoch, ich Nö, also da hatten viele natürlich auch Türkisch und arabisch abstämmige.

Kids in den Klassenlinerinnen ich bin auch Berlinerin, ich bin ja ich.

Vorhin hat sie ja in Steglitz geboren und Wilmersdorf aufgewachsen.

Und ja, nie wieder in Treptow gelandet.

Ich.

Bin auch wieder in Steglitz gelandet ist.

Das nicht verrückt von.

Dir manchmal schon nach 16 Jahren ja ja, also deswegen klar, das gab es schon, ist mir aber wirklich tatsächlich erst später so richtig bewusst geworden und das wurde auch ehrenthema, weil ich habe ja dann.

Also Schulwechsel, da sind wir stehen geblieben.

Ich hatte halt in der Grundschule schon einmal einen Schulwechsel aufgrund eines Umzugs, weil ich dann nach der zweiten Klasse sind wir nach Tempelhof gezogen, Lichtenrade, da musste ich dann die Schule wechseln, bin dann in die dritte Klasse dort gekommen, alle kannten sich natürlich seit der ersten, und dann war die Grundschule vorbei, nach der sechsten, dann bin ich aufs Gymnasium gekommen und bin dann in der neunten Klasse nach Brasilien gezogen mit meiner Mutter und.

Und musste da ja einfach.

Das.

Scheiße.

Also es war natürlich eine furchtbare Zeit, mit Vierzehneinhalb den Kontinent zu wechseln, so.

Aber erzähl mal jetzt genau, das ist ja gerade mit in dem Jahr Alter.

Den Kontinent wechselt, das ist ja nicht einfach nur ich bin, ich wohne jetzt in Frankreich oder so, nee, sondern das ist ja komplette wie sagt man, würde man heute sagen, Upside down.

Ja, also es war schon natürlich challenging so ne, weil ich bin.

Natürlich gehörte Brasilien irgendwie immer zu meinem Leben dazu.

Wir waren auch als ich Kind war, regelmäßig in Brasilien, ich hatte Familie da, ja, ich bin zweisprachig aufgewachsen, hab es aber nie grammatikalisch gelernt, also ich war hatte nie Unterricht, ne, weil die Möglichkeiten gab es in Berlin da auch noch nicht so sehr.

Also du hast zumindest die Leute.

Verstanden ja, ja toll, meine Mutter hat immer Portugiesisch mit mir gesprochen und so und ich konnte es auch teilweise lesen.

Also das war schon okay, aber natürlich trotzdem ein Unterschied, wenn du dann plötzlich dort in die neunte Klasse kommst und sag ich mal im brasilianischen Goethe lesen musst und dir denkst, so okay ich kann die Sprache doch nicht, das war schon herausfordernd, auch einfach mit 14 meine Eltern hatten sich ja dann getrennt, also der Stiefvater, der auch nicht mehr lebt, der mich großgezogen hat, die haben sich getrennt, als ich 12 war, und das führte dann auch dazu, dass, nachdem dann meine Großmutter auch gestorben ist.

Also die Mutter meiner Mutter ging, also war meine Mutter auch einfach nicht mehr happy.

Wir haben viel verpasst, was die Familie angeht, weil wir immer weit weg waren, so, ich hatte halt keine Familie, wir haben schon eine große Familie in Brasilien halt, aber die war nie da so, die Waren in Deutschland waren wir halt immer zu dritt und ja, und das führte dann, glaube ich dazu, als dann meine Mutter noch ihren neuen Partner kennengelernt hat, der eben auch Brasilianer ist.

War das dann irgendwie klar, dass sie gerne zurück möchte?

So, und als das kam, war ich 12, was ja in Berlin heißt, ich war noch in der Grundschule sechste Klasse und es war dann eigentlich ein ganz guter Zeitpunkt, weil ich dachte, gut, jetzt ist die Schule eh vorbei, jetzt kommt eh eine neue Schule, ich hatte auch irgendwie Lust, mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen und so und fand es irgendwie spannend, nur hat das ganze Halt zweieinhalb Jahre noch gedauert, bis wir so weit waren, tatsächlich rüberzuziehen.

Weil meine Mutter war selbstständig.

Wir hatten ein Haus, das mussten wir verkaufen, also Sachen, also das ganze auflösen halt ne und es hat halt zweieinhalb Jahre gedauert.

Ich war dann schon vierzehneinhalb und ich meine, wir brauchen nicht drüber sprechen, das ist in dem Alter einfach ein anderes Leben es.

Ist halt kein.

Kind mehr.

Ja, und man ist halt dann auch auch.

Wieder hier, zumindest, denkt man.

Das ja genau also so, aber dann plötzlich so die Freunde sind das wichtigste und ne die Familie nervt und so voll Pubertät halt auch und.

Dann sah das Ganze natürlich schon anders aus und ich hatte da natürlich keinen Bock mehr, da rüberzuziehen.

Und ja, und dementsprechend war ich dann auch nicht besonders happy oder offen für das für diesen Wandel.

War ich dann da?

5 Jahre war ich dann da.

Also ich habe dann dort das.

Ist Portugiesisch perfekt, würde ich sagen, ja.

Oder?

Ja, also mittlerweile schon wieder ein bisschen eingerostet, aber.

Aber diese 5 Jahre habe.

Ich ja, natürlich.

Ich war ja dann auch dort auf der Schule, ich habe einen Brasanischen Schulabschluss gemacht, auf einer deutsch brasanischen Schule, um dort eben Abitur machen zu können, Leistungskurse, Leistungskurse, im Abi meinst du deutsch?

Frage hier Deutsch, Mathe okay so klasse.

Mathe und Physik.

Okay gut, welchen Schnitt hast du geschafft?

Im Abi 17.

Wow.

Glaube ich.

Oder 1.

8.

Der berühmte 17.

17.

17 ist so ein guter Schnitt, ne, ja wo er so happy ist.

War ich aber gar nicht so.

Ich wollte unbedingt 15.

Ja, ich war schon ein bisschen auch ein bisschen über ehrgeizig, 3434 hat sie ja.

Schäm mich jetzt vor so einer 17.

8.

Ich finde ja generell ich mein Abi.

Was spiegelt das denn wieder?

34 was waren denn deine besten?

Fächer.

Also meine Leistungskurse waren Deutsch und Geschichte, deswegen musste ich ins dritte Prüfungsfach in Physik und das vierte war dann Englisch.

Ja, okay Physik, weißt du, daran hört man, dass du Berliner bist.

Du sagst Physik.

Ja, ja, wieso, wie heißt das dann?

Ne das ist richtig.

Heißt das Physik oder was?

Viele sagen Physik.

Physik.

Physik ist so typisch.

Wie stehst du denn zu zu dem Berliner eigentlich?

Also vermisst du den Berliner, wenn du mal länger weg warst und dann gehst du so in so einen Fleischer und dann hat man wieder dieses Berlin.

Aber heutzutage, wo trifft man noch die echten Berliner?

Ich finde meistens manchmal im Taxi, nun fahre ich kein Taxi mehr wie früher zu meiner Regiezeit, aber ich finde im im im Fleischer trifft man oft noch die die Berliner.

Ja, das stimmt.

Oder?

Busfahrer, Berliner Busfahrer.

Stimmt das?

Ist so, das ist ja so ein ganz typisches Bild.

Ich mag die Berliner, ich war.

Ich war jetzt erst.

Ich war jetzt vor kurzem mit einer Freundin, deren Kids waren wir in diesem Ikono, das ist ja so, am Alex kannst du da sowieso ein riesiger Indoorspielplatz eigentlich, und da war auch so eine Mutter, und die hat so richtig geil berlinert und ich fand es irgendwie cool, also irgendwie klingt es auch immer ein bisschen dumm, aber es ist auch irgendwie richtig cool, wenn man das so macht, wenn man es einfach so richtig knallhart durchzieht.

Ich habe da auch sehr viel Herz.

Zu deiner Frage nach den Schulabschlüssen.

Auch wenn es für mich so eine schwierige Erinnerung ist und ich da erst später in meinem Leben so ein bisschen bisschen mehr Stabilität hatte, die dann auch wieder instabil wurde.

Aber ich finde diese die Erfahrung, das durchgezogen zu haben, so vielleicht die die erste wichtige Lebenserfahrung.

Da ist auch der Schnitt ja völlig egal.

Aber dass du, du gehst da irgendwie 13 Jahre deines Lebens musst du dahin jeden Tag, und das war mir damals schon auch nicht so bewusst wie jetzt, aber dieses diese, diese sage ich mal Alternativlosigkeit zu, ich muss morgens aufstehen und dahin, das ist ja schon der heftiger Schritt für viele, viele Jahre, und ich weiß noch, wie ich in der 10.11.

Schon kein Bock mehr hatte.

Keine.

Keine Kraft dafür, auch dieses und noch eine Klausur und schon wieder.

Dann sitzt du doch immer 34 Stunden, diese Arbeiten sind ja hinten raus auch sehr sehr intensiv und du musst das Fachwissen abrufen und und dann sitzt du da zu Hause und ich habe da wirklich auch verzweifelt und das einfach abgeschlossen zu haben und nicht gesagt und nicht zu sagen, ich bin irgendwie geflüchtet, das glaube ich, war eine wichtige Erfahrung, ja so.

Okay.

Darf ich fragen, was?

Was würdest du heute sagen?

War denn so der ausschlaggebende Punkt, warum du dich dann so richtig verloren hast?

Richtig verloren.

Nein, ich meine es nicht despektierlich.

Sondern meinst du in der Schule oder generell im Leben?

Nein, ich meine, der Moment, wo du.

Also ich mein so mit richtig verloren ist ja auch.

Ich glaube schon, wenn man dann abhängig wird, ist es ja schon auch eine Form von Verlust, oder?

Also dass man sich verliert oder die Kontrolle verliert.

Ich ich selbst hab da keine Erfahrung, deswegen frage ich wirklich ganz offen neugierig, tut mir leid, wenn ich das irgendwie falsch formuliere aber gar.

Nicht ich hab das nur wiederholt laut irgendwie.

Das war nicht, war alles gut für mich.

Man muss sagen, dass natürlich die.

Das kann man nicht verallgemeinern, aber die Substanzen haben ja eine Funktion.

So, und das heißt in meinem Fall gab es einen großen Mangel, so an an an an Selbstwert, also meine Eltern, eher mein Vater hat, hat mich erniedrigt, so als Kind einen größeren Stil, es gab auch häusliche Gewalt, und das heißt, mein Selbstwert war, ich bin nichts wert, ich bin ein Loser, Ich bin ein Versager und.

Und das wurde mir auch gesagt, so im o Ton tatsächlich nicht oft, aber es passiert, das reicht ja.

Und zu deiner Frage auch auch mit dem Wording, ich war schon immer dann dadurch seitdem ich denken kann und war ein Teil mir verloren, also wenn man das das Wort jetzt mal benutzen will, ich wusste nicht wo ich bin, wo ich hingehöre und und die Substanz hat.

Als sie dann mein Leben kam mit 25, das war mir wie gesagt, damals auch nicht so klar.

Aber die Funktion, die sie hatte, dass ich mich OK gefühlt habe, die hat mich ja aus diesem, Ich bin verloren heraus geholt.

Das heißt, eigentlich war die Substanz die Lösung ne so, und das ist etwas, was viele Wissenschaftler oder auch Therapeuten gerne versuchen und so Interviews oder?

Wenn es darum geht, was ist.

Die Substanz ist für den Abhängigen selbst oft nicht das Problem gewesen, sondern das wurde später zum Problem.

Logisch, logisch muss ich nicht, glaube ich erklären, aber zu Beginn des Konsums ist es öfter nicht immer gerne mal die Lösung, ja, und das ist das Problem für den Abhängigen, für mich Entschuldigung für mich als abhängiger war es eben das lange, wenn es dann irgendwie 10 Jahre läuft, es ist ja auch, man ist ja auch ich war lange auch ein funktionierender Abhängiger und.

Also wo das Doppelleben funktioniert und so weiter und auch wenn das dann zusammenbricht, war es schwer für mich, die den Teufel wirklich zu erkennen.

Du also hättest mich fragen können bis ins 13 konsumjahr von meinen 15 Jahren, dann hätte ich dir nicht gesagt, dass Kokain die das Problem ist.

Ja, ich nehme ein bisschen viel und ist jetzt nicht so alles so gut gelaufen, aber jetzt das wegzulassen ist ja Quatsch.

Ja.

Und das ist, glaube ich, die größte Aufgabenstellung, vor der viele Abhängige stehen im Konsum.

Das das zu begreifen, und das ist auch dann in der Therapie die ersten Wochen ist da ein großer Schwerpunkt drauf.

Ja.

Ja, dass das das meint, also nicht nicht der Schwerpunkt drauf, die die Substanz zu verteufeln, das meine ich nicht falsch, man das jetzt rausgehört hat, sondern es geht darum die Funktion rauszufinden, das ist der Schwerpunkt was?

Was war deine Substanz?

Was hat die für eine Funktion gehabt für dich und da wird dann dann viel dran gearbeitet, wie tiefenpsychologisch diese Funktion eigentlich war und wie man weil das ist dann oft der der Einstieg zur Vergangenheit, wenn man, wenn man die Funktion rausfindet, dann fragt man sich aber warum haben sie denn diese Funktion gebraucht, Herr Decker?

Ja, und dann ging es relativ schnell, dann auf meine Kindheit zurück.

Ja, also eigentlich ist dann ja dieses verloren Gefühl.

Hat ja dann eigentlich nichts mit der Substanz zu tun, sondern wie du gerade gesagt hast, eigentlich ist es davor da, das Gefühl.

Voll, voll, ja.

Aber gibt es da eine Frage?

Ach so, die habe ich ja beantwortet, Abitur ja nee, danke für die Frage, aber das ist wirklich.

Ja, danke fürs Teil kein.

Problem, Das ist eine große Sache, worüber man auch sehr viel sprechen kann.

Wer sich da wie von fühlst du dich manchmal noch verloren?

Auch im Alltag gibt es Tage, wo du denkst, gibt es genau, gibt es Tage wo du denkst, jetzt lasst mich an Ruhe, ich kann nicht mehr, ich brauche meine, lasst mich an Ruhe macht euren Scheiß alleine, gibt es hast du diesen Impuls oder eher nicht?

Ja, doch, ich habe diesen Impuls auch.

Ich glaube den, den hatte auch jeder irgendwie mal.

Und ich?

Ich glaube, mein großer Vorteil ist, dass ich halt ja auch seit dem Studium oder nach dem Studium bin ich ja sofort in die Selbstständigkeit und seit 11 Jahren sieht halt bei mir jeder Tag anders aus so.

Es gibt halt, also ich unterscheide auch nicht unter Wochentag oder Wochenende, das weiß ich immer, nicht ich.

Muss auch manchmal überlegen.

Welcher Tag ist heute das?

Weiß ich natürlich.

Jetzt mit den Schulzeiten weiß ich das besser und das ist auch nie despektierlich gemeint.

Ich habe das auch schon öfter gesagt, dass ich nicht nach Wochentagen lebe, das.

Das ist aber auch beim Film fragt dich keiner ob jetzt Samstag ist.

Nee, immer also und das meine ich nie negativ oder despektierlich, als ich das früher öfter auch gerne erzählt habe, ja, entschuldige, aber ja, vor allem wenn man selbstständig ist, auch gerade noch im künstlerisch kreativen Bereich gibt es keine Wochentage.

Ja, genau, du.

Musst das jetzt dann machen.

Also der Typ der dich anruft und irgendwie einen Film braucht oder ein Plattencover oder irgendwie weiß ich nicht du ne.

Eine Speisekarte layouten sollst, dann ist ja egal, ob Samstag, ist ja total so, zumindest habe ich das immer so kennengelernt.

Ja und das ist auch nicht schlimm, man mag es ja gerne nicht, also das ist halt.

Nicht negativ.

Ich sag dir heutzutage, ich glaube es wäre für mich eher eine große Herausforderung, in so einen Rhythmus zu kommen, ne so, weil ich das Halt lebe und immer gelebt habe und es auch sehr schätze, so dass man.

Bisschen gewissen Grad sich Dinge ja auch selbst einteilen kann.

Natürlich braucht man auch eine eigene Selbstdisziplin, dadurch ganz stark und aber ich glaube, um deine auf deine Frage zurückzukommen, ich glaube, das ist halt etwas, wenn du das schon so lange machst und mit trägst, dann sind das auch die Momente, wo man sich selbst auch oft einfach gut kennenlernt und weiß okay das hat jetzt auch gar keinen, also es ergibt jetzt gar keinen Sinn, mich da durchzuprügeln, wenn ich heute einfach merke, es geht halt nicht, ich brauche mal kurz irgendwie Abstand, ich brauche mal Ruhe, so ich muss durchatmen.

Und ja, ich glaube, das führt aber einfach dazu, dass ich so mit Veränderungen, mit unvorhergesehenen Situationen und so weiter, dass ich halt damit da eigentlich ganz gut umgehen kann, ne und auch einfach sagen kann, OK, kurz jetzt mal n timeout und dann mich relativ schnell da auch erhole.

Danke Clarissa, große Frage hier im Podcast.

Natürlich bei allen Menschen, das heißt, die Kommen und ihre Genesungsgeschichte oder Krankheitsgeschichte erzählen oder auch Menschen, die eben nicht diese Diagnose haben, waren auch schon sehr viele zu Gast.

Gibt es trotzdem die große Frage nach dem Erstkonsum ja, wann kam Alkohol in das Leben, einfach weil es ja legal ist?

In vielen Teilen des Planeten.

Und jetzt warst du zu dem Alter, aber die finde ich sehr spannend in Brasilien.

Ja, 2 Fragen zum einen, wie ist das überhaupt dort mit Alkohol generell und wie war dein Zugang dann in der Pubertät mit mit dieser harten Droge?

Also in Brasilien.

Letztlich kann ich jetzt keinen großen Unterschied identifizieren, wie dort mit Alkohol umgegangen wird.

Er wird konsumiert, er wird auch von Jungen.

Menschen.

Gehalt.

Ist total normal.

Ja, das einzige was vielleicht ein Unterschied war in Brasilien ist es ist geht so, also kommt drauf an ne aber eigentlich nicht so also Bier Bier ist nicht besonders teuer also Normalbereich sag ich mal ne.

Ja, der einzige große Unterschied der, der mir dann aufgefallen ist, dass du tatsächlich in Brasilien hast du 0,0 mit dem Auto fahren, was ich wichtig finde, weil ich bin ja in Sao Paulo, also ich habe in Sao Paulo gelebt und Sao Paulo ist halt einfach, das hat 18000000 Einwohner eine richtig schlechte Infrastruktur, was öffentliche Verkehrsmittel angeht, außerdem ist auch gefährlich, willst du auch nicht unbedingt fahren, das heißt du fährst halt Auto oder Taxi oder?

Und viele sind halt wirklich irgendwie zur Party dann mit Autos gefahren und auch wieder weggefahren und das war echt so ein Thema, was mir da auch echt Respekt gemacht hat, weil gerade mit 15 / 16 waren wir halt auch schon feiern.

Wir haben auch schon Alkohol konsumiert, aber ich bin natürlich noch kein Auto gefahren, weil ich keinen Führerschein hatte, das heißt ich war immer abhängig davon mit jemandem mitzufahren und da ist das, das war für mich da ein großes Thema, wo ich einfach gesagt habe.

Ob derjenige nüchtern ist, ja.

Das.

Dass ich davor halt einfach richtig Schiss hatte, immer.

Und da war zum Glück auch meine Mutter sehr realistisch und hat auch immer gesagt, Du, die gibt dir immer Geld, damit du mit dem Taxi fahren kannst.

Du musst bei niemandem irgendwie einsteigen, der getrunken.

Hat die war dann auch dann.

Absolut ja, voll voll.

Ja, das war eigentlich so der große Unterschied, weil irgendwie in Deutschland hatte ich so das Gefühl, man ist immer irgendwie nach Hause gekommen, ohne dass man jetzt ins Auto steigen musste, zumindest in der Großstadt in Berlin konntest du halt eigentlich immer dann mit der U Bahn mit der S Bahn oder irgendwie nach Hause kommen, auf dem Dorf ist es natürlich auch noch mal anders, da habe ich aber keine Erfahrung.

Ich habe ja so eine halbe Dorferfahrung, weil ich irgendwann von Treptow nach Neuenhagen gezogen bin.

Da ist zwar auch s 5 und nur 20 Minuten bis zum Alex 25, aber.

Aber da ist man dann schon auch Auto gefahren.

Also da war das so, dass auf dem auf dem Gymnasium die meisten ein Auto hatten.

Weißt du, wenn sobald sie 18 getarnt sind, also es war so, dass der, der der der Fahrlehrer ist, immer als wir sind so 17 waren zum zur Schule gekommen mit mehreren Autos, hat so die Leute abgeholt für die Fahrstunden in Freistunden.

Okay.

Hat man, hat man Fahrschule gehabt und so und.

Und damals habe ich schon öfter erzählt, aber das passt hier, da ist es so, dass wir rein gefahren nach Berlin in Tresor oder so, also in den alten oder in in Prenzlauer Berg in Subground alle alle wichtigen Clubs waren für mich eigentlich immer im Prenzlauer Berg, es kann sich heute gar nicht mehr vorstellen, Icon und sowas recycelt Double Base, liebe Grüße und es ist nicht so, dass der Fahrer sich dann betrunken hat, aber.

Aber der wir sind immer auch, der hat auf jeden Fall was getrunken und wir sind auch so zurückgefahren und da war ich sicherlich auch mal dabei und das ist schon, da gab es keine große Awareness, wir mit 1819, dass man jetzt gar nicht fahren darf, das muss ich wirklich sagen.

Ich hoffe, dass das hat sich ja hoffentlich sehr stark geändert, das ist auch für mich rückblickend was wo, wo man wo, wo alle Fragezeichen hochgehen und wofür man sich schämt, und das ist auch schon gar nicht so einfach, das zu sagen jetzt.

Weil es ja einfach so gefährlich ist.

Es ist so gefährlich.

Aber wir sind gefahren, nicht nüchtern.

Ja, und das Ding ist aber halt in Deutschland hast du ja diese Toleranz, von weiß ich gar nicht 0 Komma.

Ja, und die lässt dir das.

Ja, auch das ist halt doof.

Ja, weil dann bist du da so auf dein eigenes Ermessen und ich meine, das brauche ich dir nicht sagen, aber Menschen die sowas konsumieren, die die sind ja eh immer ein bisschen überhöht so und sagen ja, es geht alles schon und so und das war halt.

Alkohol lässt sich das doch.

Ich kann doch fahren.

Ja, so viel haben jetzt auch nicht getrunken.

Es waren jetzt nur 2 Wein so ne.

Aber, und das war halt in Brasilien deswegen nach dem Unterschied, das war wirklich der Unterschied da, es war einfach 0,0 und man hatte auch Schiss vor der Polizei in Brasilien.

Hast du Schiss vor der Polizei, das Problem ist, die Polizei ist korrupt so, das heißt nicht die hohe Strafe, aber wenn die wollten, dann haben die halt schon irgendwie mit Geld, wollten also keine Ahnung, also da gibt es auch wilde Geschäden.

Polizist ist es immer prinzipiell immer möglich, einen Deal zu organisieren.

Irgendwie.

Ich habe zum Glück keine Erfahrung gemacht mit Polizisten, weil ich es auch immer vermieden habe.

Meine Mutter hat einfach gesagt, in Brasilien brauchst du mehr Angst vor den Polizisten zu haben als vor den Kriminellen.

So satt.

Sein so satt aber tatsächlich ist es so, weil ich glaube, die Kriminellen waren vor allem halt verzweifelt und die Polizisten halt vor allem korrupt.

So, und dann weißt du ja die Motivation genau, aber ich habe, ich habe Geschichten gehört, so von Leuten, die.

Ja, die dann ordentlich blechen mussten, schon wegen irgendwelchen Sachen.

Ne und das war auf jeden Fall ein großer Unterschied, dass das irgendwie klar war.

0,0 das heißt, wenn du einen Mini Schluck getrunken hast, dann war es eigentlich vorbei Auto zu fahren, ne, ansonsten war es denke ich ähnlich, ich muss sagen den ersten Alkohol habe ich noch in Berlin konsumiert mit 13.

Das sind doch wieder die berühmte 13.

Ja genau, verdammt.

Da war ich ja noch in Berlin und.

Wie kam das zustande?

Das waren so typische Homeparty bei irgendwem, die.

Die waren älter, Freunde von Freunden.

Dieser Begriff Homeparty, das sind auch beide generell.

Eigentlich ja.

Aber genau das hat man dann gemacht.

Dann haben die sich getroffen und hat dann da irgendwie sich voll laufen lassen sollen.

Ja ich muss aber sagen, ich habe Dinge noch nie gut vertragen, ich habe Alkohol nie gut vertragen, ich habe mal Gras geraucht, das habe ich überhaupt nicht vertragen und habe das seitdem halt nie wieder gemacht und das hat dazu geführt, dass mich das.

Vor allem sehr abgeschreckt hat, weil es mir immer scheiße ging so.

Das heißt, dieses Gefühl mit einer Substanz, dass es mir gut geht oder dass ich mich besser fühle, die hatte ich halt von klein auf nicht und das hat dazu geführt, dass ich auch nichts weiter ausprobiert habe, außer die ja außer mal Gras, aber ansonsten halt Alkohol.

Wie trinkst du heute?

Ich.

Ich muss sagen, ich meine auch in der Fernsehbranche ist es so, dass man häufig halt gar nicht viel ne, aber dass man irgendwie eine Phase, also ich hatte schon eine Phase, wie ich so regelmäßig irgendwie getrunken habe, nicht viel, nie viel, aber so dieses so, ja, es war dann irgendwie normal, gerade wenn man keine Wochentage und Wochenenden hat, dann denkt man irgendwie, krass, jetzt habe ich ja doch irgendwie jeden Abend ein Bier getrunken, weil jeden Abend ein Glas Wein so, und das ist aber also seit ich schwanger war und gestillt habe, bin ich da eigentlich komplett raus.

Ich habe lange gar nicht getrunken.

Mein Partner trinkt zum Beispiel gar keinen Alkohol, das hilft natürlich auch, wenn man sich jetzt nicht zu zweit abends irgendwie hinsetzt und noch was trinkt, sondern der jetzt eh nicht trinkt, das ist das ja, ich trink jetzt mal so mit meinem Stiefvater, der trinkt ganz gerne mal einen guten Wein, dann trink ich da halt mal ein Glas Wein, aber es ist wirklich überschauer geworden, ja.

Wirklich?

Ich trink nach einem 8 sagen Konsum und.

Tatsächlich Ja.

Weil ich aber auch auch.

Auch da nie gut vertragen habe.

Also ich habe wahnsinnig stark immer gekatert als Studentin habe ich natürlich mehr getrunken, auch, und ich habe immer so krass gekatert ne, es ging mir so dreckig, er hat so.

Gevatert das Wort kenne ich nicht, dass man das auch als als Lab benutzen kann.

Gekatert er hat Gekatert, sie hat Gekatert, er sie, es hat Gekatert Gekatert.

Dann ist es auch mir gerade ausgedacht.

Aber.

Ja, das ist gut.

Ach so, auf.

Jeden Fall vielleicht.

Du, ich würde gerne hinten raus.

Wir haben jetzt schon die Stunde schon erreicht, schön.

Ich würde gerne jetzt noch mal kurz wissen, wie kamst du eigentlich, was genau hast du studiert, dass du, wie kamst du zu den Medien oder auch die Sache vor der Kamera, da wo auch die Klammer zum Anfang dein Beginn in der beim Kummerkasten, wie wird man da eigentlich Moderatorin?

Also ich habe Kommunikationswissenschaften studiert und danach Medienmanagement im Master gemacht und ich habe aber vor allem weil ich das finde, ich ist immer ganz wichtig.

Ich finde, Journalismus ist halt ein Handwerk, ich habe halt nebenbei immer sehr viel gemacht, ich habe mein gesamtes Studium parallel gearbeitet, auch weil ich es mir auch, also finanziell einfach brauchte ich es auch, dass ich arbeite.

Studentenjob mäßig.

Ich war, ich habe Praktika gemacht, im Radio, beim Fernsehen und auch mal in einer P Agentur, weil ich kurzzeitig dachte ich gehe eher so in die Unternehmenskommunikation Marketing Bereich, weil ich das halt auch vom Studium verstärkt hatte.

Habe dann durch das Praktikum glücklicherweise gemerkt, dass das gar nicht mein Ding ist, sondern schon Medien machen Medienmacher und.

Und ja, bin dann, als ich in Weimar studiert hab, den Master Media Management hab ich währenddessen beim Final Kanal.

Ja ich hab in Weimar studiert, genau, bin dann nach dem also ich hab nen Bachelor in Stuttgart gemacht, dann bin ich für.

Die so im Goethe Haus.

Natürlich ja in allen.

In der ersten Woche wahrscheinlich auch sehr schön, dass ich dich unterbreche, aber ich war schon mehrmals in Weimar und ich find Weimar ganz toll.

Ja so ist wieso ne Zeitreise und wenn man dort ins Goethehaus geht, da steht da seine Kutsche und alles, ja das ist schon krass.

Ja, du musst doch mal ins Schillerhaus gehen.

Das ist auch richtig nett.

Das coole war wirklich, Weimar war ja auch total auf Studenten ausgelegt oder ist auf Studenten ausgelegt und du konntest als Student alles besuchen für 6 oder 9,00€ konntest du ganz Deutsche Nationaltheater und hast halt Tickets für 9,00€ bekommen, so das war richtig cool, hab richtig viel dort mitgenommen, so kulturell und hab alle Museen mir eigentlich angeguckt die es da so gab und war regelmäßig im Kino und im Theater und so, also mehr als irgendwo anders.

2 Jahre habe ich es richtig gegeben, kulturell.

Na ja, ne genau und habe aber währenddessen schon beim Kinderkanal in Erfurt gearbeitet, als Studentin, als studentische Hilfskraft, ich war ich war ich war in einer in einer Redaktion, die heißt jetzt Publikumsservice, hieß damals Zuschauerredaktion.

Und das ist eher so ein pädagogisch medienpädagogischer Bereich gewesen.

Aber das waren halt ganz stumpf gesagt die, die die meisten Studenten halt brauchten.

Wir haben unterschiedliche Bereiche abgedeckt, wir haben die Post bearbeitet, weil ich weiß nicht, ob ihr es wisst, aber wenn ihr dem Kika einen Brief schreiben wollt, dann wird ja tatsächlich alle Briefe werden geöffnet, gelesen und beantwortet, jeder Brief, jap.

Und das machen viele Studenten zum Beispiel auch unter anderem.

Aber nur den Kika jetzt speziell nicht an die ARD generell.

Nee, beim Kika ist das so.

Wenn man davon ausgeht, dass Kinder schreiben, oder?

Ja, schon.

Aber du kannst.

Auch als Erwachsener schreiben und du kannst auch die.

Kinder sagen genau ja, das haben die sich auf die Fahnder geschrieben.

Kika hat gesagt, wenn du der wenn du uns Brief schreibst, dann wird der beantwortet, gelesen und beantwortet und das waren vor allem auch so Redaktionsdienste die wir gemacht haben, also wirklich so 6 Stunden lang Briefe.

Ausfüllen, unterschreiben, Einkleben.

So also richtig.

Wem mit wem sprichst du denn den Inhalt ab?

Weil du bist ja du antwortest ja für den Kika, jetzt bist du aber ja.

Nur eine studentische Hilfskraft?

Genau, und das muss man sagen, das ist relativ standardisierter, natürlich Antwort, aber sie werden allerhand unterschrieben, also dann unterschreiben auch die Studenten dann eben den Brief, und dann gibt es halt meistens noch irgendwie Sticker oder irgendein kleines Gemick dazu, ah, OK, ja.

Genau das haben wir gemacht.

Ich habe aber vor allem auch den Community Bereich gemacht.

Der kika hat eine Community die moderiert wird, ne also sehr, also einfach um die Kinder zu schützen, das war so ein soziales Netzwerk, das gibt es in der Form nicht mehr, aber da gibt es immer noch diese Chats und so das das habe ich gemacht und dann habe ich Führungen gemacht also es gab es, der Kika bietet kostenlose Führungen an für Schulklassen vor allem oder unterschiedliche Altersklassen.

Und ausgebucht für Monate.

Ja, wahrscheinlich schon.

Und das machen eben auch Studentinnen, die da, also wir haben da schon so eine kleine Ausbildung für bekommen und wir haben dann eben die Gruppen durchgeführt, wir haben die Studios gezeigt und dann gibt es immer noch einen medienpädagogischen Workshop, je nach Alter, also kannst du einen kleinen Trickfilm machen.

Und geht da doch immer ein Student noch mal ins Kostüm mit der Maus, oder?

Nein, nein, leider nein.

Das sind dann alle.

Das sind dann schon richtige professionelle Walking Acts.

Ja, die das machen, also die Maus, das Mauskostüm ist wirklich kompliziert und schwer mit den.

Augen.

Auch, ja genau die kann es halt so klappern und so, das ist schon nicht so ohne.

Ja nee, genau das habe ich dort gemacht und dann bin ich nach dem Studium als freie Redakteurin in die 9.

Fiktion gekommen.

Beim Kika direkt und hab dann vor allem Konzept, also Formatentwicklung gemacht.

Ich hab Shows entwickelt, hab als Redakteurin gearbeitet, als realisatorin ne hab halt Filme gemacht, vor allem Reportage Teile und so.

Oder ein Spieler für die Shows und so.

Und dann hab ich irgendwann schon auch gedacht, OK, also ich war mir nicht von Anfang an sicher, dass ich jetzt so in den Kinderbereich bleiben möchte und hab gedacht, ja, gerne, vielleicht auch mal Aktualität und so.

Ich hab lang gedacht, ist vielleicht mein Ding und hab dann über den kika, weil der vom MDR verwaltet wird beim MDR in Leipzig noch ne VJ Ausbildung gemacht als videojournalistin und hab da dann in der regionalen Aktualität.

Gearbeitet und was waren eigentlich meine Anfänge vor der Kamera?

Also 18:00 Uhr Sendung von.

Den dritten, oder nee, es waren die nachmittags Nachmittag, also

14

14:00 Uhr oder 12:00 Uhr und.

Ja, haben wir die Sendung, wie heißt die Sendung da?

Jetzt heißt die MDR Nachmittag genau MDR Nachmittag und davor hieß es glaube ich.

Dabei ab 2 und hier ab 4 oder sowas.

Der MDR war so geil, weil mit solchen Reimen dabei ab 2 und hier ab 4 genau und jetzt haben sie es zusammengelegt und das heißt MDR Nachmittag oder damals schon als ich da war und da habe ich als Reporterin angefangen, ehrlicherweise vor der Kamera, das waren so die Anfänger.

Hast du Boxpops gesammelt?

Raus.

Boxpops hab Boxpops gesammelt, natürlich, oder ich habe die größte Zuckertütenfabrik.

Kurz erklären Boxpops sind stimmfragen oh Töne genau ja, Umfragen ja.

Damit fängt man eigentlich immer an.

Ja und ja, und dann war das so der Anfang und dann kam eben das Angebot vom kika, dass wir den Kummerkasten neu aufsetzen, also den gab es ja schon die Zeit 2003, aber der lief halt nur online als Beratungsangebot und wir haben gesagt, wir wollen daraus wieder Programm generieren und das.

Casting dann innerhalb von ja.

Beim Kika gab es dann ein Casting also.

Der Hosts, und da bin ich halt reingegangen und dann wurde ich es und dann war eigentlich klar, dass ich das jetzt mehr oder weniger Vollzeit mache.

Wie sehr hattest du dich gefreut, als man das Casting gewonnen hat?

Kannst du es noch geklappt, das war.

Schon aufregend natürlich, klar, also ich hatte halt durch die Erfahrung beim MDR als Reporterin gemerkt, dass mir das total viel Spaß macht vor der Kamera auch zu agieren.

Aber auch da beim Reporter musst du ja auch mit Inhalt kommen.

Also es ist ja nicht die klassische Moderation, sondern wie wir.

Gesagt haben, Clarissa kommt Verbindung.

Ja genau, und beim Kummerkasten war es eben eigentlich ja auch so eine Aufgabe, weil live und wenn live Fragen kommen, bringt das ja halt nichts, wenn du nicht im Thema drin steckst.

Das heißt, ich musste mich ja auch den ganzen Monat mit den Einspielern mit den Themen beschäftigen in der Sendung, um dementsprechend diese live Sendung auch machen zu können, aber es war schon richtig cool.

Also ich habe mich schon sehr gefreut.

Frage.

Erkennen dich die Kinder und die Erwachsenen nicht?

Ja, ist das so?

Ja, ja, ja, am liebsten in der Therme nicht, ja, also ich werde tatsächlich gefühlt jedes Mal, wenn ich mit meinen Kids in der Therme bin, erkannt und das ist so der einzige Moment, ansonsten mag ich sehr, es ist immer sehr freundlich, ich habe eine sehr nette Zielgruppe, muss ich sagen, aber in der Therme ist so der Moment wo ich denke muss ich.

Das muss jetzt nicht sein.

Aber wenn sie eben die Kinder sind, was willst du machen?

Ne ja klar, ja, natürlich.

Herr Clarissa, ich danke dir, ich danke dir volles schönes Gespräch, du bist jederzeit herzlich eingeladen, wenn ihr mal beim Kika was macht zu Regie, Film oder auch Abhängigkeit bin ich gerne, bin ich gerne da, wollte ich mir ausgesprochen.

Haben ja sehr gerne.

Ich möchte noch hinten sagen, dass ich die Tage einige Nachrichten bekommen habe.

Natürlich ja rund um die Feiertage und ums neue Jahr.

Es ist immer so eine Phase, die sehr emotional ist.

Und ich danke den Menschen, die sich da mir mitgeteilt haben.

Ich möchte natürlich an dieser Stelle noch mal ganz klar sagen, dass ich kein Arzt bin, kein Therapeut, ich antworte dann natürlich nett und freundlich mit dem gleichen Satz, den ich hier sage, ich möchte euch empfehlen, wenn ihr euch Gedanken macht um euren Konsum oder um den anderer, dass er natürlich den Weg der Sucht und Drogenberatungsstellen wählt.

Weil sich jetzt auch viele immer noch Gedanken machen, auch wenn ich das hier Mantra haftig wiederhole, dort herrscht eine Schweigepflicht, also die die Sachen, die ihr dort erzählt, auch wenn sie vielleicht mit Kriminalität zu tun haben, da einige Substanzen doch verboten sind, ihr könnt dort alles erzählen und die Menschen dort mit ihrem Fachwissen und ihrer vor allem auch langen Ausbildung können sich mit euch zusammen überlegen, welche Therapieform am besten geeignet ist.

Das haben ja auch einige Leute geschrieben, dass sie keine, dass sie Angst haben vor so einer stationären Therapie, Leute, nur weil ich die gemacht habe, das ist auch nur eine Therapieform, es gibt auch Tagesklinik, ambulante Therapie, auch in der Suchthilfe, von daher kann ich immer nur sagen, wählt den Weg der Drogen und sucht Beratungsstellen, dort könnt ihr euch wirklich informieren und natürlich auch alles Liebe von mir für alle, die gerade struggeln und sich Gedanken machen, holt euch euer Leben zurück, ja und geht in diese Beratungsstellen.

Alles Liebe auch von mir.

Danke Clarissa, und ich sage, passt auf euch auf und bleibt sauber.

Tschüss.

Tschüss.

Was?

Never lose your place, on any device

Create a free account to sync, back up, and get personal recommendations.