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Vom Kind beim Sex erwischt – Wie Eltern reagieren sollten

Episode Transcript

Warum gibt es die Welt?

Papa, ich hab dich lieb.

Mama macht die Arbeit und Papa macht den Quatsch.

Beste Vaterfreunden.

Der langweilige Podcast übers Vatersein.

Ja, ja, ja!

Hallo und herzlich willkommen zu Beste Vaterfreunden.

Hallo.

Hast du eigentlich deine Eltern damals als Kind irgendwann mal dabei gesehen, wie sie gebimpst haben?

Wo wir es gehabt haben.

Ja, es gibt aber ein einziges Mal, wo ich sie in Flagranti erwischt habe.

Ich erinnere mich auch noch ganz genau, wie meine Eltern mich irgendwie ganz...

Ich weiß gar nicht, wie sie auf die Idee gekommen sind, dass das funktionieren könnte.

Ganz harmlos an den Tisch gesetzt haben.

Unten im Wohnzimmer meinten hier, hast du deine Englischaufgaben, setz dich mal hin und mach mal Hausaufgaben.

Ja, das hält Kinder beschäftigt.

Aber Erwärmungsfrei beschäftigt.

Damit sind sie erst mal im Tunnel.

Und wir sind dann kurz mal weg.

Und ich hab mir nix dabei gedacht, du hast so, okay, und hab dann mich hingesetzt, meine Englische Hausaufgaben.

Ich weiß wahrscheinlich, ich war nicht englisch.

Ich muss kleiner gewesen sein.

Es muss Grundschule gewesen sein.

Ja, Teilen irgendwie.

Nee, vielleicht was doch Mathe oder Deutsch.

Großes Satinum hast du gerade angebaut.

Es war, weil Englisch wäre wahrscheinlich eher Oberschule.

Auf jeden Fall habe ich mich dann hingesetzt und nach zehn Minuten natürlich kam die erste Frage auf und ich habe natürlich gerufen, Mama, Papa, ich habe eine Frage, wo seid ihr denn?

und habe mich dann auf die Suche gemacht.

Ach, du hast es nicht gehört.

Du hast nicht gehört, dass oben jemand gekämpft hat.

Sie haben scheinbar leise gemacht.

Silent Shooter.

Oder ich wusste nicht, was diese komischen Geräusche bedeuten.

Die versuchen gerade die ganze Zeit einen Koffer in den Schrank zu nehmen.

Genau.

Und ich bin dann hoch ins Schlafzimmer meiner Eltern und ich splitze mich dann ein hariger Arsch meines Vaters an, der auf meiner Mutter lag.

Und hab mich dann so erschrocken, dass ich dann heulend, was war der erste Schock?

runtergerannt, bin in den Keller und mich hinter irgendeinem Wäscheständer ganz in der Ecke versteckt hab und traumatisch angefangen hab zu flennen.

Und es hat, glaub ich, bestimmt dann noch mal eine Viertelstunde gedauert, bis meine Eltern nicht gefahren haben.

Nein, es kam ja auf jeden Fall ewig vor.

Es hat eine Füllschöne gedauert.

in meinen Gedanken oder meine gefühlte Zeit war so lange, bis sie mich gefunden haben.

Und dann haben sie mich in den Arm genommen und ...

Gewollt ist aber von den Körper nicht mehr berührt.

Ich weiß nicht, ich hab auf jeden Fall geschlucht.

Woran ich mich erinnere, ist, dass sie es ein bisschen versäumt haben, dann zu erklären, was passiert ist.

Aber was hätten sie da erklären sollen?

Wir haben gerade nichts Böses gemacht, sondern wir haben nur gekämpft und ...

Nee, ganz im Gegenteil, ganz offen darüber zu reden, was sie gemacht haben.

Also ich glaube, wenn meine Kinder mich erwischen würden ...

dann würde ich wahrscheinlich sagen, hey, warte mal bitte kurz draußen.

Und dann würde ich Ihnen wahrscheinlich genau erklären, was Mama und Papa da gemacht haben.

Vor allem auch, weil wir ja schon eine Aufklärung bei uns mit denen besprochen haben.

Also wir haben ja schon sowohl meiner Tochter als auch meinem Sohn erklärt, was es ist.

Da fällt mir noch was Zweites ein und zwar haben wir einen Kalender bekommen, den hast du ja auch bekommen, mit erotischem Spielzeug und anderen Dingen drin.

Ja.

Und wir haben zu Hause für die Kinder zwei andere Kalender ein.

Wir haben ihre Großeltern geschenkt, einen Schokoladenkalender, dann gibt es einen Tütchenkalender, mit jedem Tag so einen kleinen Taschenkänze vielleicht auch.

Und dann hat meine Tochter letztens diesen Kalender gefunden und meinte, hey, warum machen wir eigentlich nicht den gemeinsam?

Ja, warum nicht?

Na ja, der ist für Mama und Papa ja.

Und wir haben noch alle anderen auch zusammen aufgemacht.

Z.B.

auch den Hundekalender.

Ich war da nicht dabei, das hat meine Frau mir erzählt.

Und ich meinte dann auch, warum hast du nicht gesagt, was hätte ich denn sagen sollen?

Na ja, was da drin ist, dass da...

Ein Alp-Lachs drin sind.

Unterschiedliches.

Ja, ich hab's so großbrüchig getan, als hätte man das so easy kommentieren können.

Aber...

Ich hab mir in dem Moment überlegt, was ich wäre dabei gewesen ist, zu benennen, was da genau drin ist und was man damit machen kann oder was Mama und Papa damit machen.

Aber man muss das dann auch erklären unter anderem auch so ein paar komische Dinge, die da drin sind.

Ja, hättest du denn alles aufgereitet und gesagt, ja, also das kann man sich in die und die Löcher stecken.

Ja, ich hab mir über die Details merke ich gerade nicht so Gedanken gemacht.

Aber im ersten Moment dachte ich so, hey, was spricht denn da gegen, zu sagen, Mama und Papa haben Sex und benutzen da manchmal auch Spielzeug.

Also was wissen wir?

Das sind Toys.

Toys.

Was sind Toys?

Was sind Toys?

Ich weiß nicht, was du machen würdest.

Deiner Tochter erzählen.

Was das ist?

Naja, ich hatte jetzt gerade die Situation.

Ich habe hier so ein Airtrack geschenkt, weil es ist ja im Tonverein.

Und sie macht den ganzen Tag irgendwelche Ratschläge zu Hause beziehungsweise.

Versucht, Flickflags gerade zu lernen.

Auf dem harten Paketboden.

Ah, Dielen bitte.

Oh, natürlich.

Auf Kottig nur.

Paket ist auch sehr schön.

Keine Frage.

Und dann habe ich mir gedacht, ich schenk ihr so ein Airtrack.

Da gibt es noch so große Rollen, die man aufblasen kann.

Und dann kann man davor einen Handstand machen und dann über diese Rolle abrollen.

Und dann hat man quasi schon einen Flickflack.

Aber man hat halt die Rolle im Rücken.

Und ich hatte letztens, als meine Tochter im Bett war, auf diesem Airtrack.

Auf dem Ding.

Ja, weil es ist härter von der Unterlage, als die Couch, wenn du unten liegst.

Ist ja nicht so geil mit dem Arsch die ganze Zeit so weg zu sacken.

Ich hatte noch nie, wir haben auch ein Airtrack, der liegt im Garten, wir müssten es dann im Garten machen.

Ja, mach doch mal.

Also nicht im Winter, aber ich habe auch schon gedacht, weil er so hardbouncy ist, dass es wahrscheinlich gar nicht so schlecht ist.

Richtig gut, kann ich dir nur sagen, also so ein bisschen, als ob man auf einem Sub-Tex hat, was nicht im Wasser liegt.

Gut hart, ich hatte früher ein Wasserbett, das ist das Allerschlimmste.

Oh Gott.

Also ich glaube, wenn Menschen die Wasserbetten haben, hat noch ein Orgasmus.

Wahrscheinlich nicht.

Nein, es geht fast gar nicht.

Es entsteht ja gar keine Reibung, wenn derjenige mal mitschwimmt.

Man bewegt sich eigentlich immer als Einheit auf dem Ozean, alle immer in die selbe Richtung unterwegs sind und das will man ja nicht.

Auf jeden Fall, auf dem Airtrack ist das anders, da kann ich wirklich nur für werben.

und dann...

Habe ich nicht bemerkt, weil meine Tochter jetzt super still reingekommen ist.

Die konnte nicht einschlafen, aber war schon in drei Viertelstunden her.

Normalerweise schläft sie in fünf Minuten ein.

War dir so laut?

Nee, überhaupt nicht.

Vor allem hörst du das ja nicht.

Ich habe ja eine Mesonettwohnung.

Und meine Tochter ist in ihrem Zimmer.

Aber das ist das letzte Zimmer.

Und gefühlt musst du da zwei Minuten laufen, bis du dann oben im Wohnzimmer bist und es ist eine andere Etage.

Aber die Bummer schläge, es waren die vielleicht?

Nein, noch nicht mal.

Das hat das Erdschreck.

Die Bummer-Schläge, was haben wir da gemacht?

Hammerwerfen?

Weiß ich nicht.

Das war alles ganz human.

Also, wenn meine Eltern oben, ich hab's ja dann nach dieser Erfahrung erlebt, wenn die Obensextre hat, hat man das richtig krass gehört.

Das war wirklich so ein Bum, Bum, Bum.

Und auf einmal stand sie neben uns.

Neben euch?

Ja, wirklich.

Also ihr lag beide und dann steht...

Ja, also das einzige, was noch am Anfang zwischen uns war, war diese große Rolle.

vom Airtrack und dann stand sie neben uns und ich hab's überhaupt nicht bemerkt, ich hab's nur dann gesehen, dass sie genau neben uns stand und dann hab ich mich natürlich total gleich weggedreht.

Ich war ja nackt, der musste schnell in die Unterhose rein.

Ja.

Und wie hast du dann den Airtrack so hochgezogen, dass da so eine Wand zwischen euch liegt?

Nein.

Naja.

Ich hab mich einfach weggerollt.

Okay.

Und deine Partnerin, die da in dem Moment neben dir lag?

Die hat sich auch so weggerollt.

Es war, als ob wir auf einmal von den Eltern erwischt werden.

Nein, das ist noch schlimmer.

Nein, ich das ist noch schlimmer, ja.

Und dann hab ich sie...

Genau, meine Tochter und dann nach unten getragen und sie hat auch geweint gehabt, weil sie nicht allen schlafen konnte, nicht weil sie uns gesehen hat.

Ja, war sie so schlaftrunken?

Ein bisschen schlaftrunken.

Ja, das ist ja gut, da kriegen die nicht so viel mit.

Ja, aber ich habe sie dann am nächsten Tag gefragt, weil ich nicht wusste, wie ich damit umgehen soll.

Soll ich so die richtig große Aufklärungsnummer machen?

Weißt du, was wir da gemacht haben?

Ja, und wie funktioniert das?

Und so, das weiß ihr schon.

Aber soll ich dir das nochmal alles explizit erklären?

Und ich hab sie gefragt, hey, wie war das gestern für dich, das zu sehen?

und sie so, was denn?

Und dann dachte ich mir, okay, geh mir jetzt die Straße runter, was denn?

Du weißt ganz genau, wovon ich bin.

Oder belasse ich es, es ist dabei.

Also das heißt, ich hatte euch wahrscheinlich nackt gesehen und sich aber nichts weiter dabei gedacht, weil nacktheit ist ja jetzt nichts, was sie nicht kennt und von daher war das erst mal nur ja unproblematisch.

Ja und da frage ich mich, muss ich das fast aufmachen und sagen doch doch, du hast doch was anderes gesehen als du denkst.

Ich glaube nicht, also ich glaube es ist eigentlich sogar, wenn es wirklich so ist, dass sie das hat, wird ja nicht lügen in dem Moment, sondern das ist ja ihre ehrliche Emotion, wird sie einfach nur dich...

und deine Partnerin nackt gesehen haben und das war für sich völlig in Ordnung und mehr sei erst mal auch gar nicht mit dabei.

Und man kann ja sogar das sogar noch nehmen und sagen ja, Papa liegt manchmal nackt mit seiner Partnerin im Bett oder auf dem Airtrack oder auf der Couch und das ist ganz normal.

Von da aus könnte man dann irgendwann vielleicht weitergehen, aber ich glaube in dem Moment ist es nicht notwendig.

Eigentlich ganz schön.

Also, softer Start.

Ja, in ihrer Wahrnehmung.

Natürlich war es kein softer Start.

Nee, in ihrer Wahrnehmung.

Du dachtest vielleicht, wir lieben nur nackt.

Aber das war ganz anders.

Also, genau das ist ja das, was wir auch im Alltag leben.

Ich meine, jetzt kommt jetzt nicht so oft vor, dass wir nackt...

...

ineinander kuscheln, liegen unsere Kinder reinkommen und das sehen.

Aber es gibt ja ...

...

Kuschelmomente und ...

...

auch Haut auf Haut Kontakt, ...

...

also wenn ich meine Frau im Arm ...

...

und ihr die Hand auf dem Bauch legen, ...

...

das sehen sie ja auch.

Und dann gibt es, weiß ich nicht, auch im Sommer ...

...

ist man dann mit Bikini oder Badehose zusammen am Strand ...

...

und legt sich ...

...

nacheinander.

und das ...

...

wird bestimmt auch mal vorgekommen sein, ...

...

dass wir ...

...

sehr wenig an hatten ...

...

und irgendwie zusammen gekuschelt haben ...

...

im Bett und die das gesehen haben.

Und das war auch nie irgendwie ...

...

komisch, sondern ganz normal.

Und als Sex ist ja noch mal eine andere Stufe.

Absolut, genau.

Und jetzt ist die Frage, hat deine Tochter wirklich wahrgenommen, dass ihr miteinander geschlafen habt?

Oder hat sie euch nur in Anführungszeichen nackt aneinander liegend gesehen?

Na, es gab schon den Moment, wo wir voneinander runtergerollt sind.

Und sie ...

er gesehen hat, dass wir nackt waren.

Genau.

Aber ich glaube fast, dass das erst mal gar keine Irritation ausgelöst hat.

Wenn ich mich zurück in meine Erfahrungen der Kinder erinnere, da war es wirklich so, dass ich meinen Vater ...

gesehen habe, wie er auf meiner Mutter drauf lag und den Akt vollzogen hat.

Also es war Tür auf und Geräusche und Stöhnen und es gab dieses klassisches Rausreinbewegung vom Becken.

Und ich weiß nicht, ob das deine Tochter gesehen hat oder wahrgenommen hat.

Ich war wahrscheinlich auch ein bisschen älter und konnte das auch einordnen, was das ist.

Wahrscheinlich, auch wenn deine Tochter aufgeklärt ist, hat sie gar nichts richtig verstanden in dem Moment, was da eigentlich passiert.

Ja, das wäre eine gute Gelegenheit.

Ich glaube, ich rede noch mal mit dir darüber.

Vielleicht genau noch mal über offene Fragen.

Weißt du denn, was da passiert ist, was wir da gemacht haben?

Und vielleicht...

Nein, das weißt du nicht.

Und wenn dann kommen...

Ihr lag doch da einfach nur, oder?

Wie weiß gar nicht.

Nein, das haben wir nicht getan.

Und dann weiß ich gar nicht, ob...

Also ich glaube, dass wir dann den Moment abpassen.

Weiß ich gar nicht, ob das dann mehr braucht, ob das eine gute Möglichkeit ist, das aufzugreifen und zu sagen, hey, oder ob es eher schwieriger ist.

Vor allem ist ja auch noch mal die Frage, deine Tochter hat dich ja auch noch nicht so oft erlebt mit anderen Frauen.

Kuscheln oder innig oder küssend, glaube ich, oder?

Nee.

Das heißt, es wäre wirklich ein ins kalte Wasser schmeißen.

Also, sie weiß ja, dass auch durch Beobachtung wahrscheinlich anderer oder in der Familie das Pärchen zusammen Händchen halten oder auch sich mal umarmen und so.

Und das hat sie auch erlebt.

Aber das ist im Alltag regelmäßig vorkommt, dass ...

Papa mit einer anderen frau zusammen in ich ist oder intim ist ist ja nicht jetzt das was sie täglich erlebt sondern Das hat sie ja jetzt in der extremen form einmal oder gesehen.

und vorher kann es wirklich auch sein dass sie vielleicht gar nicht so richtig Dich darüber Gedanken macht was es ist.

es ist Papa und seine partnerin war nackt und mehr ist es erst mal gar nicht.

Okay, I don't know.

also ich werde mal auf eine frage noch hinterher feuern wie lang ist es her?

eine woche und Es kam aber auch nichts mehr und war alles Nur noch geweine dann die tage und war sehr, sehr weinerlich.

Nein, man kann gar nichts mehr.

Ich glaube die Wahrheit ansprechen zu können und damit offen umzugehen.

Ist viel, viel wertvoller auch wenn es erst mal ein kleiner Schock ist und dann auch zu gucken, dass man die eigenen Kinder nicht überfordert als so zu tun, als ob gar nichts wäre und alle wissen Bescheid.

Und dann ist das so ein Tabu, so ein Elefant der im Raum steht und...

...

kann dann auch zu einem Schamthema für die Kinder werden, ...

...

weil die immer denken auch so ...

...

ja, darüber reden wir dann wahrscheinlich.

Das muss ich umschiffen.

Und das will ich halt nicht.

Ich will, dass sie damit natürlich umgeht.

Ich will, dass sie mit ihrer Nacktheit ganz natürlich umgeht, ...

...

dass sie für sich ...

...

weil Scham ist ja was ...

...

total anerzogenes, ne?

Und Scham ist das Gefühl, ...

...

was uns so krass einschränkt.

Also, ich meine ...

Manche Menschen gehen ja so wahnsinnig regelkonform durchs Leben und das sind tausend fünfhundert Regeln, die es gar nicht gibt, aber die sie antizipieren bei anderen in der Gesellschaft und sich daraus nicht bewegen und damit ihren eigenen Käfig kreieren.

Und bei so einen kleinen Stellschrauben fängt das an und das will ich halt für sie nicht.

Also ich erinnere mich, dass wir auch mal erwischt wurden von meiner Tochter, also nicht wirklich erwischt, sondern das war auch morgens, glaube ich, und die Kinder.

Also unter der Decke und haben dann auch nicht mitbekommen, dass meine Tochter wieder oben war.

Also sie war unten, kam hoch, nicht geschlichen, aber sehr leise und hat dann die Tür aufgemacht.

und wir haben es aber dann, es war so Löffelchenstellung und es war jetzt auch kein harter, man rammelt sich ja einen absech, sondern es war ganz normal auf der Fensterbank.

Genau, ganz normal auf der Fensterbank.

Und haben dann auch einfach nur schnell die Decke mehr über uns drüber gemacht.

Und das als kuscheln verkauft.

Also das war jetzt auch nicht irgendwie infarktant erwischt.

Wir haben gelogen.

Genau, wir haben gelogen.

Ich habe mich dann auch in dem Moment gefragt, hätte man das vielleicht.

Nein, nicht in dem Moment, danach noch mal ansprechen müssen.

Aber es war jetzt, meine Tochter hat es wirklich nicht gecheckt.

Also es war, sie hat eine Frage gehabt.

Sie hat gar nicht pausiert oder irgendwie gestoppt oder gehackt oder einfach ihre Frage weiter gesagt, hey Mama, blablabla.

Du hast gemerkt, dass sie hat gar nicht gecheckt, was passiert ist.

Und es ist ja auch so, dass wir schon auch im Alltag immer wieder mal, wenn die Kinder ins Bett gehen, dass wir sagen, Mama und Papa wollen alleine sein.

Also sie wissen ja auch, dass es passiert.

Ich glaube nur nicht, dass sie wirklich konkret sich vorstellen können, okay, wenn wir nicht da sind, dann kann es passieren, sondern es ist was, was im Raum schwebt.

Und also die Frage ist am Ende, wie sehr sollte man die seine eigenen Kinder auch daran teilhaben lassen?

Also nicht explizit muss das sein.

Genau.

Aber ey, da gibt es auch Grenzen, also.

Ich mach dir mal ein Beispiel auf, weil ich hab's genauso erlebt.

Meine Mutter hatte ja einen neuen Freund, nachdem sie sich vor meinem Vater getrennt hat.

Und da war ich sechs oder sieben Jahre.

Und da kamen wir mal ins Zimmer und da haben die uns, glaub ich, nicht rechtzeitig bemerkt.

Und wir haben als Kinder die Decke hochgehoben.

Und das ist ziemlich explizit gesehen.

Ich war sechs, denke ich.

Und dieses Bild hat sich so in meinen Kopf gebrannt.

Und das war nicht schön, eigentlich.

Nee, ich glaube, ich war auch ungefähr sechs, sieben, als das ich gesehen habe bei meinen Eltern und es war auch überhaupt nicht schön.

Es ist irgendwie was, das man eigentlich nicht unbedingt so explizit sehen will.

Ja.

Und vielleicht ist da die Zaubergrenze, dass es so Sachen gibt, die intim sind, über die man reden kann und über die man natürlich einen Umgang finden kann, aber die müsste jetzt nicht beobachtet werden.

Nee, genau.

Aber wenn es passiert, sollte man darüber sprechen.

Und ich glaube, ich greif das Gespräch nochmal auf, weil mir ist Klarheit und Ehrlichkeit und Offenheit wichtiger.

Und ich werde sie mal fragen, was sie gesehen hat, wie das war, was sie glaubt, was wir da gemacht haben.

Und dann gucke ich, ob sie es natürlich dahin entwickelt.

Und wenn nicht, dann lass ich es nochmal ein halbes Jahr ruhen.

Nein, wenn nicht, dann lass ich es halt nochmal ein bisschen länger ruhen.

Und wenn sie eh alles mitgekriegt hat, dann...

Vor allem greifst du dem auch ein bisschen vor, weil...

Ich weiß ja nicht, ob sie das auch deiner Ex-Freundin erzählt.

Wahrscheinlich hat sie es noch nicht getan, aber es wäre natürlich blöd.

Das muss ja unter uns bleiben.

Genau.

Ich hab da Papa gesehen und weiß gar nicht, was es war.

Es ist ja auch eine Verkettung von ...

Wütenderzickel.

Genau.

Oder keiner redet drüber.

Und alle so, na ja ...

Nee, nee, nee.

Also, das meine Ex-Freundin ...

Das würde dann direkt ...

Das würde direkt nur nachdenken.

Mach die Scheiß-Tür zu.

Okay, aber Ehrlichkeit ist schon so ein Thema.

Und dazu haben wir übrigens eine Hiramäe bekommen.

Und die könnt ihr immer schreiben an besteatbestefreundinnen.de mit dem Betreffvaterfreund.

Dann landet sie hier bei uns und die Friederike schreibt, hey ihr beiden, ich bin eigentlich nur eine treue Hezurin und hätte nie gedacht, dass ich euch mal eine Hiramäe schicken würde.

Moment mal, was heißt denn hier nur?

Ja, du bist genauso wichtig wie die Leute, die hier auch schreiben.

In den letzten Monaten habe ich mich aber oftmals erwischt, dass ich bei der Erwähnung vom Fremdgehen gedacht habe, Mensch, da kann ja unsere Familie in Story mithalten.

Oder vielleicht würde euch eure Meinung dazu gerne mal hören.

Bis vorletzten Sommer waren wir eine absolute Vorzeigefamilie und das wirklich mal positiv gemeint.

Meine Eltern seit der Schulzeit zusammen, Jahrzehnte lang verheiratete und wir, meine Geschwister und ich, drei nicht ganz schlecht geratene Kinder, alles Familie, Menschen, durch und durch.

Ich als mittlere, meine große Schwester und mein kleiner Bruder, alle schon erwachsen und im eigenen Leben stehen.

Wir waren als Familie im Sommer, im Sommer, im Winter, sogar noch mit unserem ganzen Anang zusammen im Urlaub.

Und es hat sich noch absolut nichts abgezeichnet, was in den nächsten Monaten passieren würde.

Okay, was ist passiert?

Der Vater ist fremdgegangen.

Warum ist das eigentlich alles so clichéhaft, wenn es passiert?

Ich hatte kurz überlegt, ob sie das gewesen ist, aber ich glaube, es war der Mann.

Und die Affäre läuft schon länger.

Eine Vermutung.

Der Vater vom Wehemisröhm gingen.

Also ihr Mann?

Ja, ihr Mann, sorry, ihr Mann.

Also der Vater der Kinder.

Ich hab schon den Vater der Kinder verurteilt.

Ich hab ihn schon in die Rolle, dass nur noch das Vater ist nicht mehr der Ehemann oder der Papa.

Oder der Papa, also der Opa sozusagen.

Nicht der Opa, das Röhm gingen.

Doch.

Ist er?

Ja.

Mein Papa hat meine Mama betrogen.

Aber am richtig großen Stil über mehrere Jahre hinweg mit einer Arbeitskollegin, die wir alle kennen und seit ein paar Monaten mit einer neuen Affäre, die ebenfalls mit ihm zusammenarbeitet und nur halb so alt ist wie er.

Und damit nur ein paar Jahre älter als meine Schwester und ich.

Absolutes Klischee.

Wo ist bitte die Kamera?

Nachdem meine Eltern zunächst versucht haben, ihre Ehe mit Unterstützung einer Eheberatung zu retten, ist mein Vater, um noch einen auf die Verletzung meiner Mutter draufzusetzen, am Ende des Jahres doch ausgezogen, seitdem mit seiner Affäre zusammen.

Boah, ganz schön hart.

Das muss Liebe sein.

Jetzt zu meiner Frage und zu meiner jetzigen Situation.

Ich war zu dem Zeitpunkt der Publikmachung des Doppellebens meines Vaters Schwanger mit meinem zweiten Sohn und habe trotzdem versucht emotional für beide Elternteile da zu sein.

Egal ob trössend, beratend, aber auch ab und zu mahnend.

Jetzt sind seit Ende des letzten Jahres Fakten geschaffen worden, mit denen wir alle so gut wie möglich umgehen müssen.

Für mich heißt das nach all dem emotionalen Stress und Ist ja nicht so, dass man als Mama von zwei Kindern unter zwei bei mir zu Hause nicht ohnehin stressig genug lebt, jetzt die bestmögliche Beziehung mit dem jeweiligen Elternteil und meinen Geschwistern auszugestalten habe, damit es mir egoistisch gesehen gut geht.

Klar.

Jetzt stehe ich jedoch permanent in der Schusslinie.

Da ich zu empathisch nett und willkommen heißen, meinem Betrügerpapa und seiner Freundin gegenüber sei und somit nicht rücksicht nehmt meiner Mama gegenüber bin.

Die ersten Monate war der Tenor, dass meine Mama trotz all der Geschehnisse bei ihm bleiben will und jetzt ist sie von Abneigung ihm gegenüber gerade zu besessen.

Muss ich als Kind diesen Weg mitgehen?

Also ich glaube, das kennt viele.

Das kennen alle.

Jeder hat ja einen Vater, der schon mal fremdgegangen ist.

Meinte eigentlich, diese moralische Mitschuld zu tragen.

Hey, mein Freund, mein Mann hat mich betrogen.

Du kennst uns ja beide und ich erwarte jetzt, dass du loyal mir gegenüber bist.

Und dann im Freundeskreis kann man sich, glaube ich, noch mal einfacher abgrenzen.

In welche Richtung denn?

Also im Freundeskreis könnte ich, glaube ich, noch verstehen, wenn man sagt, okay, meine gute Freundin oder mein guter Freund Und ich kenne beide, aber ich bin irgendwie loyal dem ein oder anderen gegenüber und halte dann zu ihm.

Aber auch das muss nicht sein.

Auch da kann man sagen, Moment mal, ich verstehe mit euch beiden gut.

Es wird immer wieder auch noch Begegnungen geben.

Ich sehe gar nicht ein, jetzt nur dir gegenüber loyal zu sein, sondern ich werde weiterhin mich auch ihm oder ihr gegenüber zumindest in Neutral verhalten und gehe nicht einen Weg der Verbandung mit.

im Familienkreis, finde ich das weitaus schwieriger.

Gerade als Tochter oder als Sohn.

sich auf eine Seite zu schlagen und zu sagen, hey, ich halte zu dir, weil du hintergangen wurdest.

Ich verstehe absolut, dass sie da offen ist und egoistisch, wie sie beschreibt, sagt, ich möchte eine gute Beziehung zu beiden Elternteilen weiterführen.

Und wenn dazu gehört, dass ich mit der neuen Affäre meines Vaters mich auch zumindest verstehe und sie willkommen heiße, dann ist das absolut verständlich und nachvollziehbar.

Also was ja das Problematische ist im Kern.

dass die neue Affäre von ihrem Papa fast so alt ist wie sie und dass es einfach gute Freundinnen sein könnten.

Und vielleicht auch schon sind.

Ja und das ist ja das Schwierige, jemanden zu verbanden, wo man merkt, da steht der Weifel, da entsteht ein Flow, den kann man gar nicht beschreiben.

Das ist wie eine Schwester.

Nein, ich hatte tatsächlich eine Affäre, also beziehungsweise, ich nenn es immer Affäre, aber Affäre klingt so, als ob Die noch eine Beziehung geführt hatte, aber die war nur mit mir, so weit ich weiß.

Und die hat dann ein bisschen später einen Typen kennengelernt und auch geheiratet, wo ich am Anfang dachte, dass ihr Vater, weil er minimal Ähnlichkeiten hatte und weil so die Bilder so waren, wo ich dachte, krass, ey, du bist ganz schön intim mit deinem Papa.

Einen Bilder erinnere ich mich dran.

Da lag er auf so einer Liege am Pool und sie lag so drauf auf ihm im Kini.

Auf ihrem Vater.

Ja, ich dachte, das wäre ihr Vater, aber ihr neuer Freund.

Und sie, die neue Freundin, war jünger als die Tochter von ihrem Papa.

Letzten Endes muss man auch sagen, es ist zum Todesfall gekommen.

Und ich weiß nicht, wie die Dynamik dann weiterging.

Der Vater ist gestorben.

Ja.

Und dann sind die beide zusammen beste Freundinnen gewonnen.

Auf jeden Fall ist der Erbfall eingetreten.

Und die neue Partnerin, die waren da noch feiratet und so.

...

hat, ähm, definitiv geerbt.

Ich weiß nicht, ob sie alles abgecashed hat.

Also, klar, gibt's, glaub ich, so ein Pflichtteil oder so.

Ja.

Ich mein, ne, damit hat die nicht gerechnet und darum müssen die nicht in die Partnerschaft mit dem gegangen, sondern ...

Natürlich nicht.

Also, ich glaub, die hat ihn wirklich geliebt.

So kommt's mir jedenfalls vor.

Ja.

Und gleichzeitig, schwierige Situationen.

Darauf musst du dich natürlich auch gefasst machen.

Er stimmt.

Nein, Quatsch.

Ich find die Situation richtig schwierig, ne.

Also, erst mal ist der zu sagen, dass ...

In so einem Fall, deine Mutter ziemlich sicher unter Schock ist, weil alles woran sie geglaubt hat in Sachen Beziehung erstmal fundamental angegriffen wird.

Und dann durchläuft man ganz automatisch verschiedene psychologische Phasen.

Der Trauer des Abschiedsnehmens, das aus dem Schockzustands rauskommt, erstmal war sie geschockt, dann ist ganz natürlich meistens Verleugnung.

und innerhalb der Verleugnung denkt man sich, oh ja, ich...

repariert das einfach hier schnell und dann kriegen wir das schon wieder hin.

Ganz häufig ist das danach so, dass die Wut aufkommt und Wut, die da so richtig krass massiv ist, wie konntest du das mir antun?

Wie konntest du das uns allen antun?

Und in dieser Phase befindet sich dein Mutter wahrscheinlich gerade innerhalb der emotionalen Verarbeitung.

Ja.

Nach der Wut kommt dann manchmal so eine ganz große tiefe Traurigkeit, aus der man denkt, dass man sich nicht mehr befreien kann und in die man reinstürzt.

Und ich glaube, was deiner Mutter vielleicht viel mehr hilft, als dass du jetzt sagst, ja, das stimmt.

Und so ist es, dass du sie emotional begleitest, so gut es geht.

Da finde ich, gibt es auch eine feine Grenze, wenn du relativ jung wärst noch und deine Eltern da begleiten müsstest, das ist eine Form von Parantifizierung.

Jetzt, wo du ein erwachsene Frau bist, finde ich es ganz schön, seine Eltern begleiten zu können, aber auch in der gesunden Abgrenzung.

Wenn du merkst, es wird dir zu viel.

Es ist auch einfach zu massiv, dass du außerhalb deiner Ressourcen agierst.

Ich meine, du bist Mama.

Eine eigene Familie, zwei Kinder, dann dich auch zurückzuziehen.

Und deine Eltern sind auch einfach in der Verantwortung, sich dann selbst Unterstützung und Hilfe zu holen.

Und dabei kann man unterstützen.

Also, hey, ich habe da jemanden, der könnte gut tun, in schwierigen Zeiten als Gesprächspartner da zu sein.

Und auch wenn es weht, total ehrlich zu sein, ich merke, ich bin total gerne an deiner Seite, aber ich bin auch ganz schön K.O.

von meinem eigenen Leben.

Ich brauche auch die Ressourcen für mein eigenes Leben, für meine Kinder und bin gerne an deiner Seite.

Und gleichzeitig, glaube ich, ist es gut, wenn ihr auch nochmal Unterstützung holt, um das zu verarbeiten.

Aber also, was macht man?

Und das verstehe ich ja auch, wenn die Mutter in dem Fall absolute Loyalität erwartet.

Also, ich meine, scheinbar hat sich moralisch, nicht scheinbar offensichtlich, der Vater nicht korrekt verhalten über die letzten Jahre und ...

Ja, ein bisschen Rumschlawina, sagen wir, wie es ist.

Müssen wir mit aller Härte benennen?

Er hat ein bisschen Rumschlawina.

ist ja auch so, dass Friederike das genauso sieht und da absolut auch mitgeht.

Und ich glaube, das kann man auch immer wieder kommunizieren gemeinsam mit der Mutter.

Also man kann ja sagen, hey, ich verstehe das und ich bin da voll bei dir und das ist absolut nicht in Ordnung.

Und ich verurteile meinen Vater.

Und man muss auch sowas sagen.

dann, wie Papa hat ein bisschen Romschlawinern.

Genau.

Das kannst du genau so in der Familie benennen.

Papa hat wirklich ...

Einfach mal ein bisschen Romschlawin an.

Das geht gar nicht gut zu was.

Es war wirklich, nein, ey, war natürlich ein Spaß mit Romschlawin an.

ist absolut krasses No-Go.

Und das ist auch wichtig, dass du deine Mutter da unterstützt und da mitgehst.

Aber das heißt ja nicht, dass du den nächsten Atem zugesagt hast und ich verbanne ihn aus der Familie, ich verbanne ihn aus meinem Leben.

Und ich glaube, das ist die Crux, was viele dann erwarten in so einer Wutphase.

Ich bin wütend auf meinen Ex-Partner, weil er mich betrogen hat und ich erwarte jetzt von dir, meiner Tochter, dass du da genauso mitgehst, dass du nicht mehr einlädst zu Familienfeiern, dass du nicht mehr zu ihm gehst und dass du vor allem auch die neue Partnerin auf gar keinen Fall in dein Leben integrierst.

Ich sehe das ein bisschen anders, ehrlich gesagt.

Ich lese hier bei Friederike raus, dass sie ein krass harmoniebedürftiger Mensch ist und dass sie vielleicht viel zu schnell sagt, ja, ist schon alles in Ordnung und kriegen wir alles hin und lass uns mal alle Friede, Freude, Eierkuchen machen.

Ich glaube, die Wut, die ihre Mutter erlebt, ist ganz, ganz wichtig, weil am Ende hat ihr Vater ja ein falsches Bild oder ihr Mann in dem Fall ein falsches Bild vorgespielt und die Wut sorgt für eine Trennung.

und in dieser Trennung kann ich mir eine neue Beziehung aufbauen.

Zu meinem Partner.

Und vielleicht überspringt Friedrich für sich diesen Step, dass sie gar nicht diese Wut entwickelt, weil am Ende hat ja ihr Vater auch die Familie ein Stück weit betrogen mit seiner Handlung.

Und wenn da überhaupt nichts kommt, sondern gleich so, naja, es muss ja halt weitergehen.

Irgendwie ist doch alles gut.

Und irgendwie ist die neue Partnerin ja auch ganz nett, die da ja mitgegangen ist, die war ja auch nicht unwissend, sondern die wusste ja auch Bescheid, was da abläuft und hat sich dafür entschieden.

Und da auch mal zwei, drei, vier Monate Funkstille zu haben und zu sagen, in dieser Zeit gucke ich mal für mich, wie stehe ich gerade zu meinem Vater?

Wie möchte ich damit umgehen?

Wie möchte ich das auch erstmal für mich verarbeiten?

Ist auch in Ordnung und vielleicht übergeht sie sich da.

und dann ist natürlich die Frage, muss die Loyal zu ihrer Mutter sein?

Nein, aber sie muss vor allem Loyal zu sich sein.

Genau.

Und wenn du sofort sagst so, ja alles ist irgendwie gut und wir kriegen das alles hin und es wird schon, dann übergehst du dich ganz häufig.

Und übergehst diesen Schritt.

Und ich glaube, das ist wichtig, dass sie das einmal macht und mal innehält und sagt, warum ist denn eigentlich alles so schnell wieder gut?

Und dann wird sich auch viel mit ihrer Mutter klären.

Ja, mag auch sein.

Also ich wollte einfach nur darauf hinaus, dass es...

Wichtig ist, bei sich zu gucken, was sind meine Bedürfnisse?

Wie sehr bin ich in der Wut oder Trauer oder auch schon im Vergebungsprozess?

Also es kann ja sein, dass das vielleicht schon passiert ist, aber nicht so ausgeprägt war bei ihr, dass ihr sagt, na ja gut, Papa ist halt ein Schlawiner gewesen, aber ist für mich jetzt auch nicht so dramatisch.

Ich sehe das mit der Familienkonstellation und finde es auch schwierig für meine Mutter.

Aber ich bin schneller ein Schritt weiter, also das kann ja sein.

Es kann natürlich auch sein, dass sie sich da selber übergeht, weil sie aufgrund des Alltag Stresses sagt, ich kann das jetzt gerade alles nicht.

Ich möchte vor allem Harmonie und möchte mit allen irgendwie gut sein.

Muss man sich dann auch noch mal genau angucken.

Aber ich glaube, es ist super wichtig, sich nicht von der verletzten Person in so ein Studel der Trauer oder der Wut mit rein zu begeben und da.

einfach nur aus Loyalitätsgründen mitzugehen.

Und das ist das, was ich meine, was, glaube ich, in einer Familienkonstellation noch mal viel schwieriger ist, als vielleicht unter Freundinnen oder Freunden, weil man dann noch mehr einen Loyalitätsgefühl gegenüber dem Verletzten entwickeln kann.

Und ich glaube, so ein bisschen ist es auch, was ihre Mutter von ihr erwartet, dass die sagt, hey, ich fühle mich da von dir auch verletzt und enttäuscht, dass du deinen Vater wieder mit rein nimmst und auch die neue Partnerin da akzeptierst.

Und ...

Vielleicht ist es sogar so und du hast recht, dass sie da auch schon wieder sich übergeht und da auch wieder im Harmoniebedürfnis ist und sagt, Anna, nein, Mama, das ist gar nicht so und halt immer nur versucht zu glätten.

Und gar nicht immer auch in ihre eigene Abgrenzung oder Wut kommt und sagt, Hey, Mama, halt stopp, jetzt reicht es mal.

Ich muss ja auch auf mich acht geben.

Und vielleicht habe ich Papa auch nur wieder so integriert, weil ich eben nicht möchte, dass ich immer zwischen euch stehe.

Ja, zu allen Seiten.

Abgrenzung kennt ihr keine Grenzen.

Friederike schreibt auch noch, dass sie langsam wieder Kraft gewinnen muss und in einen normalen Zustand kommen möchte.

Und dafür die Akzeptanz zu finden, dass es vielleicht diesen normalen Zustand, wie du ihn einst kanntest, ziemlich sicher nie wiedergeben würde.

Es ist jetzt einfach eine Familie, wo was sehr dramatisches passiert ist.

Und wo auch das Thema Vertrauen eine große Rolle spielt.

Und dein Vater hat mit dieser Tat nicht nur deine Mutter betrogen, sondern eben auch die ganze Familie.

Weil ein Stück weit wird es auch immer Unsicherheit in dir geben können.

Mein Vater, den ich so gut kannte und wo alles so gut war über Jahrzehnte, hat das hinter dem Rücken meiner Mutter über Jahre gemacht.

Potenziell kommt jeder Mann in Frage, das zu tun.

Sie hat das ganze System eigentlich betrogen.

Also es wurde zu Hause gelebt.

Hey, wir haben ja eine heile Familie.

Alles ist fein.

Wir leben in dieser Konstellation.

Und eigentlich war es ja nicht so.

Das ist noch eine neue Realität, die auch auf deiner Beziehungslandkarte geschaffen wurden.

Und da eine gesunde Wut zu entwickeln und zu sagen, ey, fick dich.

Das war nicht geil.

Finde ich völlig legitim.

Also ich glaube, für mich in meinem Aufwachsen habe ich das zu krass gemacht.

Ich habe meine Mutter wirklich Jahre...

Wenn ich Jahrzehnte verurteile dafür, dass ich meinen Vater bedrohen hatte.

Und dadurch einen emotionalen Abstand zu meiner Mutter gelebt.

Und man verbringt einfach nicht wirklich Zeit miteinander, wenn man im emotionalen Abstand lebt.

Und ich würde auch sagen, meine Eltern haben das auf ihre eigene Art aufgearbeitet, aber nicht so in der ganzen Tiefe.

Ist das was, was sie jetzt noch machen müssten oder nicht?

Die Frage ist, ist der Zug irgendwann abgefahren?

oder kann man auch noch mal dreißig Jahre später sagen, okay.

Ich glaube schon.

Also man kann auch noch mal dreißig Jahre später sagen, hey, lass uns da noch mal drüber reden.

Und vielleicht auch in der Familienrunde, dass jeder mal sagt, wie es ihm oder ihr da in der Zeit ging, was sie mitbekommen haben, dass man das einfach alles auf den Tisch packt.

Weil das Wichtige ist ja immer bei Empfindungen, bei bestimmten Dingen, die man erlebt.

Wir können sie nur bearbeiten, wenn sie uns bewusst sind.

Und manchmal sind die Sachen auch über deine Geschwister nicht bewusst, über deine Eltern nicht bewusst.

Es heißt ja nicht, dass die Verantwortung von dir ist, das zu bearbeiten, aber in der Resonanzraum-Familie erlebst du dich ja auch.

Und kannst dann sagen, ah ja, okay, krass.

Ich war damit nicht allein mit dieser Hilflussigkeit, ich war damit nicht allein mit dieser Wut.

Und das wurde wahrgenommen.

Am Ende geht es ja um Bewusstsein und Wahrnehmung.

Dass wir uns selber wahrnehmen, andere wahrnehmen und ...

damit authentisch zu uns selbst und zu anderen sind und da eine gute Balance finden.

Habt ihr das mal gemacht in eurer Familie über diese ganzen Themen, Trennung der Eltern und was das mit euch als Kinder gemacht hat, gemeinsam in so einer Familienrunde gesprochen?

Immer einzeln.

Es gab nicht mal so einen Lagerfeuer.

Nee, ich habe schon gemerkt, dass ich über die ganzen Jahre immer eine Loyalität zu meinem Vater hatte.

Also auch weil er immer wieder die Familie versorgt hat mit Cash.

Und er war sozusagen meine Nabelschnur des Überlebens.

Und hat da auch immer mal wieder zugedrückt und gesagt, das ist ein bisschen viel.

So ist das jetzt der richtige Betrag.

Und so klar, über Kohle streiten sich ja viele.

Und habe dann auch erst ganz viel später die Verzweiflung und die Rolle meiner Mutter erkennen können.

Und auch, dass ich meine Mutter es gerne noch mal probiert hätte.

Das hat sie mir erst der Jahre später gesagt.

Hat sie das auch deinem Vater mal gesagt?

Ich glaube, der weiß das.

Da bin ich mir aber nicht sicher.

Aber das ist natürlich ganz schön mit Scham behaftet.

Das ist dir absolut.

Also die Frage, also deswegen, ich frage, deswegen, das dir zu sagen ist ja das eine, aber es...

Das lade ich mal bei den Kindern ab.

Du bist ja, du bist ja der eindeutig der Fall.

schade.

Das ist hart.

Schön diese Info.

Du kriegst immer eine gute Packung, paar Rentifizierungen.

Ja, hast du.

Das ist bei dir.

Wollte dich ja bestimmt nicht als boten durch.

Lass ja mal was fallen und vielleicht wenn nächstes mal bei papa bist entfleucht die ja diese info.

Einem vator.

Mama hatte das gesagt.

Ja vielleicht wäre es mal an der zeit.

es gibt bei uns übrigens eine familiäre gesprächsrunde.

tagt einmal im monat und da kann jeder erzählen wie sie ihm gerade geht was er macht im leben und es wird nicht bewertet.

und wie läuft es?

Ja, ein Familienmitglied hat nicht gecheckt, dass man in dieser Runde auch nicht andere bewertet.

Das heißt, es kommt öfter mal zu Streitereien.

Das ist eigentlich eine Streitrunde, oder?

Nein.

Die Kommunikationstechnik ist für ein Familienmitglied nicht so eingängig.

Die hat immer richtig abwettert.

Findet es immer statt, auch wenn nicht alle da sind oder müssen alle da sein?

Nee, findet immer statt.

Aber es sind eigentlich immer alle da, weil das ist so ein Gesetzesding.

Und ja.

Einmal im Monat.

Ja.

Ganz schön oft, ne?

Allerdings, ey.

Ich weiß gar nicht, wie das heißt.

Und dann gibt's dann so ein Chat, wo auch immer geschrieben wird, was da so besprochen wird, auch zum Teil.

Also wird protokolliert richtig?

Ja, nee.

Es ist eher so, dass es so einen Ablauf gibt auch, ne?

Meine Mutter meint dann immer, alle zu meditieren zwingt zu müssen am Anfang.

Und dann gibt's dieses offene Teilen.

Ja.

Aber gut, ey.

Dann denke ich mir auch, ist zwar unangenehm.

Aber wie viele Familien haben sowas?

Also ich kenne keine.

jetzt, wenn ich um mich gucke.

Es brennt aber auch ein Räucherstäbchen.

Es brennt wirklich ein Räucherstäbchen.

Also klar, wir haben auch regelmäßig Gespräche in unserer kleinen Kernfamilie mit den Kindern, aber ich glaube es bricht sich dann irgendwann auf.

Also die Kunst ist es ja dann das eigentlich zu halten, auch als Erwachsenen Kinder das mit seinen Eltern noch weiter zu betreiben.

Ja.

Und nicht nur in der Erziehungsphase.

Was ich glaube schwierig finde ist, wenn es nicht...

der Familie dienen soll, sondern dem eigenen Bedürfnis nur nach Beziehung.

Also wenn sowas eingeführt wird.

Von einer Person, die ja.

Und da muss ich immer gucken, dass ich mich selber abgrenze und sage, habe ich darauf Bock.

Es wäre ja auch in Ordnung, wenn ich sage, ich habe Lust darauf, das zu bedienen.

Ja.

Wenn ich merke, ich habe da kein Lust darauf, das zu bedienen.

Ja.

Deswegen habe ich auch gefreut, ob es zu seinem Bedingung ist, dass alle dabei sind.

oder ob man sich rausziehen darf.

Also gibt es ja mehrere Überlegungen, wie man das handhaben kann.

Aber wenn es sozusagen so ein Zwang wird, hey, wir haben den Familienrat oder, weiß ich, Familienzirkel einmal im Monat und jeder hat dabei zu sein.

Und man wird auch dann mehr oder weniger über Mittel und Wege gezwungen zu kommen.

Ey, jetzt weiß ich wieder, wie das heißt.

Unsere Basis.

So heißt euer...

Ja.

Den haben wir schon ein bisschen komisch, ne?

Das ist dein einziges Fundament im Leben.

Unsere Basis.

Wie hast du den Namen ausgedacht?

Meine Mutter.

Das passt doch auch, ne?

Das passt.

Das war gut, Friederike.

Aber Basis ist auch das Stichwort.

Ich glaube, die darfst du zuallererst für dich finden, weil in diesem Tumult an Gefühlen kann man sich schnell verlieren.

Und da ist ganz, ganz wichtig, dass du für dich deinen Fundament hast, aus dem du sauber agieren und dich auch sauber abgrenzen darfst.

Weil es gab hier schon einen Beziehungsverlust auf einer bestimmten Ebene mich.

das Konstrukt der heilen Familie.

und gleichzeitig wird jetzt was neues entstehen, aber in diesem neuen entstehen ist wichtig bei seiner Kraft zu bleiben und zu sein und sich auch in alle Richtungen abgrenzen zu dürfen.

Und das finde ich ist das Faszinierende in allen Lebenslagen, dass es immer eine Seite gibt, die scheiße ist und wo man denkt, fuck, ich will das nicht erleben, aber auch...

Eine Qualität, die sich in dieser Zeit entwickeln kann und so ist das meistens in Krisen, dass sich auch Qualitäten entwickeln können, die dann später zu mehr Resilienz führen können.

Posttraumatisches Wachstum und so eine Situation kann traumatisierend sein und das ist eben auch die Chance, die da drin liegt und diese Chance wahrzunehmen.

Dafür wünschen wir dir ganz viel Kraft und danken dir für deine Offenheit, danken dir, dass du uns diese Nachricht geschrieben hast und wünschen dir alles Gute für deinen Weg.

Und das tun wir auch für alle, die jetzt gerade zuhören.

Bis dahin, wir wünschen euch was.

Das war Beste Vaterfreuden.

Eine Produktion von Auf die Ohren.

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