
·E112
Legendäre Laptops (feat. ThinkPad-Museum)
Episode Transcript
Hallo und herzlich willkommen bei Digitale Anomalien.
Mein Name ist Wolfgang Schoch und in diesem Podcast erzähle ich Geschichten von Computern und Katastrophen und von allem, was irgendwo dazwischen stattfindet.
Hier geht es um die wunderbare Welt der Technik und um all die Geschichten von Fehlern und vom Scheitern.
In der heutigen Folge Nummer 112, da geht es um ganz besondere Laptops und weil das eben ganz besondere Laptops sind, bin ich heute nicht alleine, sondern ich habe hier einen wunderbaren Gast und zwar den Christian.
Christian, schön, dass du heute da bist.
Christian StankowicHi Wolfgang, vielen lieben Dank für die Einladung.
Es ist mir eine große Freude, hier Gast sein zu dürfen.
Wolfgang SchochJa, mir ist es auch eine große Freude und ich glaube, wir können ja auch direkt mal sagen, was das für ein tolles Special heute ist.
Denn wenn diese Folge hier erscheint, dann erscheint parallel noch eine Folge in deinem Podcast.
Und ich war ja auch bei dir zu Gast.
Und unsere beiden Folgen, die hängen ja auch thematisch so ein kleines bisschen zusammen.
Christian StankowicRichtig, genau.
Du hast uns ja gestern aufgeschlaut, was das Thema Akkus anbelangt.
Also was man bei Akkus alles so falsch machen kann.
Auch so einen kleinen Grundlagenkurs, der Physik wie so ein Akku aufgebaut ist.
Da habe ich sehr viel mitgenommen.
Und ja, heute sprechen wir einfach mal vielleicht generell über diese sagenumwobenen Thinkpads.
Wolfgang SchochGanz genau.
Und ich habe es ja gerade schon gesagt, du bist, also für mich bist du der größte ThinkPad-Experte, den ich kenne.
Aber bevor wir uns mit dem Thema Thinkpads beschäftigen, fände ich es schön, wenn du dich mal kurz vorstellst für alle Leute, die dich noch nicht kennen.
Christian StankowicSehr gern.
Ja, ich bin Christian.
Ich bin, wie man vermutlich schon kombiniert hat, in der IT unterwegs, da als Berater und als Trainer rund um so Themen wie Linux, Open Source und Automatisierung.
Ich würde nämlich sagen, es ist eigentlich eine gute Eigenschaft, ein fauler Mensch wie ich zu sein, weil das zwingt dich natürlich dazu, immer innovative Lösungen zu finden, um langweilige Dinge wegzuautomatisieren, damit ich mehr Zeit habe, mir Memes oder sowas anzuschauen oder Notebooks zu sammeln.
Das ist die Motivation, die ich da habe.
Wolfgang SchochDas kann ich zu 100 Prozent unterschreiben.
Und ich muss eine kleine Anekdote kurz erzählen.
Vor sechs, sieben, acht Jahren ungefähr, da habe ich mal bei mir in der Firma, also da, wo ich arbeite, am Sommerfest einen Vortrag gehalten.
Und der Vortrag hieß damals Mehr Erfolg durch Faulheit.
Ein sehr gut besuchter Vortrag und da habe ich letztendlich über genau dieses Thema gesprochen, dass es eigentlich großartig ist, sich Dinge zu automatisieren, damit man dann mehr Zeit für die schönen Sachen hat.
Denn ich bin auch ein unglaublich fauler Mensch und wenn ich irgendwas automatisieren kann, dann mache ich es immer sofort.
Christian StankowicAbsolut, ja.
Das finde ich auch ist erstrebenswert.
Dann hat man einfach mehr Zeit und Hirnkapazität für andere Dinge.
Zum Beispiel eben, um Notebooks zu sammeln.
Ansonsten, ja, ich bin auch im Podcasting unterwegs.
Also das ThinkPad-Museum, über das wir heute sprechen, ist eins meiner Podcast-Projekte.
Ansonsten habe ich aber auch noch ein anderes Projekt mit zwei Freunden, mit dem Enrico und dem Werner Urlaub im Userspace.
Das ist so ein Open Source und Linux News Projekt im weitesten Sinne.
Und dann gibt es noch ein, ich nenne das immer IT-Podcast-Laber-Projekt, Fax-Informatiker.
Da sind wir zu fünft und machen so ein bisschen Domian-Style.
Klagen wir unser Leid, was wir heute wieder Schlimmes erleben mussten und bemitleiden uns gegenseitig.
Wolfgang SchochAls ob es in der IT irgendwelche schlimmen Dinge gibt.
Christian.
Christian StankowicJa, auf jeden Fall.
Wolfgang SchochAlso ich muss sagen, der Name Faxinformatiker, den finde ich großartig.
Ich kannte den Podcast ehrlich gesagt noch nicht, bis ich das gerade eben erst gelesen habe hier in den Unterlagen.
Ich werde auf jeden Fall nachher mal in die erste Folge reinhören, denn der Name ist großartig und ich habe dann auch so direkt so ein Bild vor Augen und bin mal gespannt, ob das sich dann auch deckt.
Ja, du hast gerade gesagt, du sammelst Notebooks und wenn ich mich bei mir hier in meiner Wohnung umschaue, also ich besitze drei Notebooks aktuell und ich benutze die auch.
Also ich habe ein privates Notebook, dann habe ich noch ein Firmen-Notebook und ich habe auch noch ein ThinkPad, das ist allerdings auch von meinem Arbeitgeber.
Das nutze ich ab und an, wenn ich mit so Windows-Sachen arbeiten darf.
Ansonsten habe ich zwei MacBooks.
Das heißt, ich komme auf drei Notebooks und ich weiß es gar nicht.
Ist das überdurchschnittlich?
Christian StankowicDas würde ich sagen, ist so gesundes Mittelmaß.
Also ich glaube, wenn man in der Branche unterwegs ist, hat man sowieso immer noch mal ein, zwei Geräte extra.
Das ist, glaube ich, völlig normal.
Aber ja, ich glaube, das große Problem ist, Wenn man mehr als drei, vier Geräte hat, dann wird es irgendwann schwierig.
Wolfgang SchochUnd wo stehst du da aktuell?
Christian StankowicAlso ich lege Wert darauf zu betonen, ich kann natürlich jederzeit aufhören, aber eventuell sind es 77 unterschiedliche Modelle.
Da sind Duplikate nicht mit inkludiert und eventuell wurde Nummer 78 heute versendet.
Und vielleicht habe ich auch für diese 78 Geräte 15 Dockingstations und drei PDAs, aber das ist alles im Rahmen.
Ich kann natürlich jederzeit aufhören.
Wolfgang SchochJa natürlich.
Christian StankowicIch will halt nur nicht.
Wolfgang SchochUnd jetzt hast du gesagt unterschiedliche Modelle, das heißt du hast aktuell bei dir zu Hause 77 unterschiedliche ThinkPad Modelle und von manchen Modellen hast du es aber auch mehrere Exemplare.
Christian StankowicGenau, also ich versuche Duplikate eigentlich zu vermeiden, einfach weil sie unnötig Platz wegnehmen.
Das klingt jetzt erstmal viel.
Also ich könnte mir vorstellen, dass unter den Zuhörern dann jetzt Leute sind, die sagen, okay, 78 Notebooks.
Der Mann muss ein sehr großes Zimmer haben.
Es ist tatsächlich einfach so ein Dokumentenschrank, wie man den auch bei Ikea kaufen kann und der ist halt randvoll mit diesen Geräten.
Und das ist auch der Deal, den ich tatsächlich mit meiner Partnerin habe.
Das ist ein Schrank, den kannst du füllen, womit du möchtest.
Wenn der voll ist, dann ist er eben voll.
Und deswegen ist natürlich meine Motivation, keine Duplikate anzusammeln, aber manchmal kriegst du nur Defekte und dann versuchst du aus zwei, drei Defekten ein Funktionales zu bauen zum Beispiel.
Wolfgang SchochJa, absolut nachvollziehbar.
Ja, was machst du mit den Geräten?
Sammelst du die nur, weil du gerne irgendwie so ein Fullset an IBM Thinkpads hättest oder nutzt du die auch?
Machst du da ab und an auch mal irgendwas mit den Geräten?
Christian StankowicAlso ich glaube, wie bei allem, was man sammelt, ist der Prozess des Sammelns irgendwie Teil der Freude.
Also klar habe ich Freude, die zu suchen, die aufzubereiten, die in Betrieb zu nehmen und auch nochmal zu erleben, wie unschön es sein kann, ein Windows Mi zu installieren.
Das sind auch so Dinge, die man dann nochmal durchlebt.
Aber ich benutze sie natürlich nicht tagtäglich.
Ich nehme die immer mal gerne mit auf so Konferenzen zum Beispiel.
Wenn ich da Vorträge zu solchen Themen halte, dann versuche ich auch immer so ein älteres Gerät mitzunehmen für die Präsentation.
Dann ist es ein bisschen authentischer.
Oder wenn wir mal so Meetups machen, wo es thematisch passt, dem Hackspace-Man-Retro-Abend oder irgendwie sowas ist, dann bin ich natürlich der Erste, der sagt, hier, ich habe Hardware, die bringe ich auch gerne mit.
Aber sie regelmäßig benutzen, das natürlich geht ja gar nicht.
Da müsste ich ja jeden Tag ein anderes Notebook benutzen.
Wolfgang SchochJa, aber ich finde sowas cool.
Also gerade wenn man jetzt einen Vortrag hat beispielsweise und dann wirklich so Anschauungsmaterial mitbringt, das ist wirklich großartig, weil wenn man sich jetzt so ein Notebook anschaut, das vielleicht 20 Jahre oder noch älter ist.
Das ist halt schon was anderes, also der Formfaktor und also ich bin auch ein großer Fan von so alter Hardware.
Ich habe zum Glück nie angefangen ernsthaft zu sammeln, denn ich glaube, ich bin ultra suchtgefährdet bei sowas und ja, deswegen, ich schaue mir sowas gerne an.
Ich gehe auch gerne mal in solche Elektronikmuseen, wo man sich mal alte Sachen anschauen kann oder wenn es ein Vortrag wäre, wo jetzt der Host irgendwas mitbringt, das fände ich auch schön, aber selber sammeln, da bin ich noch immun dagegen, so halbwegs.
Ich träume natürlich auch davon, irgendwann mal so ein riesengroßes Zimmer zu haben mit ganz schönen Vitrinen, wo man beispielsweise so alte Spielkonsolen drin hat oder einen alten C64, also so ganz alten Kram.
Aber vielleicht muss ich da mal warten so auf die nächste Lebensdekade.
Christian StankowicJa, also ich meine, Gelegenheit gibt es da immer.
Das war auch tatsächlich der Grund, wie ich wieder zu diesem Hobby gekommen bin.
Also das erste Mal Thinkpads gesehen, habe ich Anfang der 2000er.
Da war ich ein Teenager und wir hatten zu Hause Besuch von so einem Versicherungsvertreter und haben da irgendwas abgeschlossen, weiß ich gar nicht mehr.
Aber der kam halt mit so einem typischen Vertreterkoffer.
War so ein großer Aktenkoffer, so aus Leder.
Und dann hat er den so aufgemacht und dann war in diesem Koffer halt, wie ich jetzt weiß, ein Thinkpad T23 mit integriertem Drucker.
Also neben dem Notebook war so eine Art Dockingstation im Prinzip.
Und dann konnte er halt dieses Notebook da eindocken.
Und da war dann nebendran halt ein Drucker.
Und dann konnte er den Vertrag, den wir besprochen haben, direkt vor Ort ausdrucken und auch wieder dann direkt sich die Unterschrift einholen.
Und das hat mich irgendwie begeistert, weil ich so dachte, das ist so eine langweilige, also langweilig kann man es nennen, ich würde es zeitlos nennen, so eine zeitlose, schwarze, unauffällige Box hat, und man hat alles mit dabei.
Also das fand ich faszinierend.
Das hat mich dann echt lange beschäftigt und während meiner ersten Ausbildung in der IT habe ich dann auch gesehen, okay, diese Geräte, die haben anscheinend viele Leute, also die da unterwegs sind und ernsthaftes Geschäft machen, die haben alle irgendwie den Thinkpad.
Und dann habe ich mir gedacht, dann musst du dir vielleicht auch so ein Thinkpad mal zulegen.
Und dann habe ich jahrelang Thinkpads auch benutzt.
Ich habe dann zwischendrin irgendwann auch mal ein Mac gehabt Und ja, dann kam der erste Corona-Lockdown und ich weiß nicht, wie es dir damals ging, aber nachdem man das zehnte Sauerteigbrot gebacken und die fünfte Radtour gemacht hat und die vierte mechanische Tastatur gelötet hat, da sucht man sich dann die nächste Beschäftigung.
Wolfgang SchochJa, also kann ich komplett nachvollziehen.
Also erstens kann ich nachvollziehen, so diese Wirkung von diesem ersten Thinkpad und diesem kleinen Drucker in so einem Koffer.
Ich meine Anfang der 2000er, das war ja fast schon Science Fiction.
Und ich bin total abgefahren in meiner Jugend auf alles, was irgendwie technisch cool war und also cooler war als vielleicht ein Wählscheibentelefon.
Ich fand sowas immer großartig und ich hatte so in den 90ern oder vielleicht auch Anfang der 2000er auch noch keinen DSL-Anschluss daheim.
Das heißt, so Internet war was super, super Seltenes und nicht so alltäglich wie heute.
Wenn ich sowas gesehen habe irgendwo, fand ich es großartig.
Also das kann ich nachvollziehen und was du über Corona gesagt hast, ja, also bei mir war es so, ich habe im Lockdown angefangen mit Twitch zum Beispiel, mit einem anderen Christian aus dem groben Pixel Podcast, dass wir angefangen haben, mit mir hier alten Retro Games online zu zocken.
Ich habe mit dem Podcast angefangen und ja, habe halt all das gemacht, für das ich sonst nie Zeit hatte.
Christian StankowicJa, genau.
Und bei mir war das irgendwie, ich habe aus Langeweile mal auf Kleinanzeigen oder auf Ebay mal nach alten Laptops geschaut, weil ich hatte früher, als ich so in meiner ersten Ausbildung war und in meinen frühen 20ern war, habe ich auch schon ein paar Thinkpads gehabt.
Das waren so fünf, sechs Stück oder so, aber die habe ich dann irgendwann alle mal verkauft, weil ich eben Geld brauchte, um mir ein neues Laptop zu kaufen.
Und dann habe ich das halt nicht mehr neu angefangen.
Und dann machte ich diese Seite auf und dann wurde mir warum auch immer direkt so ein altes T23 vorgeschlagen.
Vorgeschlagen.
Da dachte ich so, Mensch, das war doch damals dieses Gerät.
Wolfgang SchochVom Vertreter.
Christian StankowicJa, und dann hat es mich einfach gecatcht und dann habe ich das für, keine Ahnung, 40, 50 Euro oder so, habe ich mir das dann geklickt.
Ja, und dann weiß der Algorithmus natürlich, was dir gefällt.
Und der hört auch nicht auf, dann zu liefern.
Das ist einfach Schicksal.
Wolfgang SchochJa, ja, kenne ich, kenne ich.
Ja, ich kenne Thinkpads auch.
Also wie gesagt, ich habe hier eins, mit dem arbeite ich jetzt aber nicht jeden Tag.
Und ansonsten kenne ich Thinkpads noch so aus meinem Studium.
Ich hatte keins, ich hatte damals einen anderen Laptop, aber in meinem Studium, da gab es einige Kommilitonen, die hatten so ein Thinkpad und für mich war das immer irgendwie so ein Profi-Laptop.
Und der sah immer robust aus.
Ich kann mich noch an so ganz markante Scharniere erinnern.
Also als ich meine ersten Thinkpads so gesehen habe und das war bei mir ja so Anfang der 2000er, so 2003, 4, 5, so um den Dreh, da waren das für mich einfach so ultra robuste Dinger.
Die waren auch immer ganz schön teuer.
Und für mich zu teuer, deswegen habe ich was anderes gehabt, aber das ist so das, was ich mit den Thinkpads und damals waren es ja auch noch IBM Thinkpads immer assoziiert habe, so absolutes Profimaterial.
Ja, du kaufst dir so ein Ding und dann ist egal, was passiert, der kann runterfallen, da passiert nichts, der bekommt keinen Kratzer.
Wenn was kaputt ist, kannst du es irgendwie selber reparieren.
Das ist einfach so ein Teil, das kaufst du einmal und dann kannst du dann das Thema Laptop irgendwie einen Haken dran machen, mal für die nächsten, nächsten Jahre.
Und ich kann mich erinnern, war das nicht auch so, dass da irgendwie an der Tastatur irgendwie so eine Rinne dran war, dass wenn man da auch so den Kaffee reinkippt, dass der irgendwie abfließen kann.
Christian StankowicRichtig.
Wolfgang SchochJa, da kann ich mich noch dran erinnern.
Diese Thinkpads, die waren immer schwarz.
Kann man jetzt entweder langweilig finden oder seriös, je nachdem.
Und ich erinnere mich noch dran, Thinkpads hatten doch oder haben immer noch diesen roten Nippel, diesen kleinen Mini-Joystick, mit dem man die Maus steuern kann.
Ich habe das oft versucht und nie so richtig geschafft.
Ich habe es aber bei anderen Leuten gesehen, die da unglaublich schnell waren, indem sie da einfach die Hand auf die Tastatur gelegten und dann mit dem Finger dieses Ding bedient haben.
Christian StankowicRichtig.
Wolfgang SchochJa, und ich meine, jetzt habe ich dich hier zu Gast, Christian, und du bist ThinkPad-Fanboy.
Und ja, ich würde mich freuen, wenn wir vielleicht einfach mal durch die kurze Geschichte der Thinkpads durchgehen könnten.
Also, wo kommen die Dinger eigentlich her?
Warum hat IBM irgendwann Laptops gebaut?
Warum werden die heute von Lenovo in China gebaut?
Also nicht nur hergestellt, sondern das ist ja ein chinesisches Unternehmen Lenovo.
Und ja, was sind vielleicht so die Besonderheiten von IBM Thinkpads oder Lenovo Thinkpads?
Christian StankowicGenau das, ja.
Ja, ich glaube, IBM als solches ist, denke ich mal, den Zuhörenden schon ein Begriff.
Wir alle kennen es, glaube ich, auch seit den 80er, 90er Jahren, vor allem ja auch im PC-Geschäft.
Da gab es ja auch einen großen Markt der PC-Klone zum Beispiel.
Also spätestens seitdem hat IBM auch gemerkt, okay, auch Privat-User sind durchaus interessiert, so einen Computer zu benutzen.
Und irgendwann ab 1992 gab es dann halt eben diese ThinkPad-Marke.
Also die ist auch schon echt beachtlich alt, muss man sagen.
Wie du schon gesagt hast, steht vor allen Dingen für qualitative und langlebige Geräte.
Und wie ich finde, so ein zeitloses Design.
Ja, weil schwarz ist ja so eine Farbe, die man immer gut kombinieren kann.
Und rot hast du jetzt auch schon erwähnt.
Da habe ich auch nachher noch ein paar Trivia-Facts vorbereitet.
Denn ich weiß ja, dass du und die Zuhörenden immer an Trivia interessiert sind.
Wolfgang SchochOh ja.
Christian StankowicJa, und ja, früher gab es aber auch Blau und Grün als Akzentfarbe.
Da werden wir auch gleich nochmal reinspringen.
Und da müssen wir aber erstmal einen Schritt zurückgehen, um zu verstehen, wie es zu den Thinkpads kam.
Denn Computer, haben wir gerade schon gehört, so seit den 80ern und vor allen Dingen erste tragbare Computer.
Ich habe jetzt bewusst nicht Laptop oder Notebook gesagt, denn ein tragbarer Computer als Überbegriff ist hier, glaube ich, eindeutig der bessere Ausdruck.
1984 gab es nämlich schon den IBM Portable PC und das war aber eigentlich, kennst du noch so diese alten schweren Koffer, wo Nähmaschinen drin waren, die so ihre 12, 15 Kilogramm gewogen haben?
Wolfgang SchochJa, ja, die kenne ich noch und ich kenne jetzt nicht dieses Modell, das du gerade erwähnt hast, aber wenn du schon so einen großen Koffer ansprichst, frage ich mich, gab es damals eigentlich schon so schöne flache LCD-Bildschirme oder gab es dann noch so eher klobige Röhrenmonitore?
Christian StankowicDas sind wirklich so kleine Röhrenmonitore, die drin waren.
Später hat man sogar mal so kleine Plasma-Bildschirme drin gehabt, was dann natürlich auch in puncto Nachhaltigkeit und was passiert, wenn mir dieses Gerät mal runterfällt, auch nicht ganz unerheblich ist.
Aber das war definitiv kein Rechner, den du dir in der U-Bahn auf den Schoß gelegt hast.
Von daher, also da hat man dann gemerkt, da gibt es durchaus schon Interesse dran.
Und dann gab es zwei Jahre später den PC Convertible.
Das sieht Notebook ähnlich aus.
Das ist auch, sieht ja wie so eine Schreibmaschine aus und du kannst dann so ein Bildschirm hochklappen.
Der ist sehr, sehr breit, aber auch nicht sehr hoch.
und das kommt der Definition von einem Laptop schon ein bisschen näher.
Aber das erste richtige Notebook oder der erste richtige Laptop, der ist dann eben 1991 erschienen und das war der IBM PS2 Model N40SX.
Ganz einfache Produktbezeichnung, oder?
Wolfgang SchochDas ist wirklich sehr, sehr einfach.
War das das erste Gerät von IBM oder war das so generell der erste Laptop, den es auf dem Markt gab?
Christian StankowicAlso man sagt, das ist auf jeden Fall das erste von IBM Und wenn wir da mal in die Zeitschiene reingucken, es gab noch ein, zwei Geräte, die auch so in dem Zeitrahmen so rauskommen.
Aber ich würde sagen, es ist auf jeden Fall eins der ersten, ob es wirklich der erste Laptop generell ist, das kann ich jetzt gar nicht so genau sagen.
Es ist auf jeden Fall für die IBM-Welt das erste Gerät.
Und das L hier übrigens in dem L40 steht auch für Laptop und daher auch die Namensgebung.
Also diese langen Produktbezeichnungen, IBM hat ja früher sehr, sehr lange und kuriose Produktbezeichnungen immer gehabt, die haben manchmal eine Bedeutung, in dem Fall Qualität.
Wäre das eine solche.
Wolfgang SchochJa, und jetzt, wo du es gerade sagst, wir sprechen immer von Laptops und von Notebooks.
Ich glaube, der Name lässt sich ja auch super leicht herleiten.
Ich meine, Notebook ist Notizbuch, dann halt ein elektronisches Notizbuch.
Aber der Laptop, der hieß ja dann so, weil du halt den quasi on top auf deinen Laps drauf hattest, also auf deinem Schoß drauf hattest.
Christian StankowicJa, genau.
Das ist auch so die Interpretation, die ich dahinter habe.
Aber dreieinhalb Kilo hat das Teil gewogen.
Das ist halt auch aus heutiger Sicht, vermutlich würden viele sagen, ui, das ist aber ganz schön schwer, was ich da jetzt hier auf mir liegen habe.
Aber damals war das wirklich eine Revolution, weil wir haben ja gehört, die Geräte vorher waren bedeutend schwerer.
Und das gilt halt auch als unmittelbarer Vorläufer dieser ThinkPad-Serie, denn ein Jahr später gab es ja diese Marke.
Und wenn wir uns das Gerät anschauen, da werden wir, denke ich mal, auf jeden Fall auch ein paar Links in die Shownotes packen, dann sieht man auch einige Designmerkmale, die wir da schon haben in diesem L40SX, die dann die Thinkpads später ausgemacht haben und teilweise auch heute noch zu sehen sind.
Zum Beispiel gibt es da dieses Designkonzept Clamshell Design, heißt das.
Das ist wie so eine Muschel quasi, der Deckel ist wie so eine Muschel, der das Gehäuse umfasst und umklammert und so dann dafür sorgt, dass kein Dreck zum Beispiel reinkommen kann, dass das Display geschützt ist und die Tastatur auch von außen ein bisschen geschützt wird.
Wolfgang SchochJa, ich schaue gerade zu meinem Macbook, das hier auf dem Schreibtisch steht und diese Folge aufzeichnet und bei dem ist es ja jetzt komplett anders.
Also wenn ich das zuklappe, dann habe ich an der Seite ja schon so einen Ritz, wo theoretisch jetzt auch Staub oder irgendwas reinkommen könnte, wenn ich es nicht richtig geschlossen habe oder nicht irgendwo in der Tasche drin habe.
Christian StankowicGenau, richtig.
Ist bei aktuellen Thinkpads mittlerweile auch so, aber sehr, sehr lange hat man dieses Clamshell-Design eben genommen, um da eben das Innenleben zu schützen.
Früher gab es auch diese Verschlusshaken, also wenn du so ein Bildschirm nach unten gedrückt hast, dann sind das so kleine Haken, die von der Feder gehalten werden und dann einrasten und wenn du dann den Bildschirm wieder öffnen willst, dann musst du zwei Knöpfe drücken und das Display dann wieder nach oben bewegen.
Also auch da als weiterer Schutz, damit es nicht versehentlich aufgeht, aber auch so Dinge wie diese kleinen Piktogramme für ist angeschaltet, Festplattenzugriff, das sind alle so Piktogramme, die es damals schon gab und die so auch jahrzehntelang im Prinzip bei Thinkpads weiter benutzt wurden.
Also nicht so auffällig dieses Gerät, weil es auch beigefarben ist und nicht schwarz, aber trotzdem schon mal wirklich den Weg ebnen für die Marke, die es dann ein Jahr später gab.
Wolfgang SchochJa, das finde ich spannend.
Das sagst du, das erste Gerät war Beigefarben.
Das ist ja so diese ganz klassische Bürofarbe, also für Bürohardware.
Schreibmaschinen oder auch die ersten PCs, Monitore etc., die hatten ja alle dieses Bürobeige.
Christian StankowicGenau und da können wir am besten gleich mal in den ersten Trivia-Fact reinspringen, woher überhaupt diese Farbe kommt.
Du hast schon richtig gesagt, ja, Beige ist halt so die Standardfarbe früher gewesen und die ist auch einfach und kostengünstig zu produzieren, weil du brauchst nicht viel Farbe oder irgendwie Lack, wenn du deinen Plastik herstellst.
Ist eine relativ einfach herzustellende Farbe und es gab auch viele Bürogeräte, die so aussahen und da gibt es eine Urban Legend, da konnte ich noch nicht ganz verifizieren, ob das wirklich der Wahrheit entspricht, aber es gab wohl in den 70ern auch eine Arbeitsplatznorm, die aus dem Deutschen kam und dann aber auch quasi in der EU angenommen wurde, wo dann zum Beispiel so Kontrast und Lichtwerte für Bürogerätschaften im allgemeinen Sinne vorgeschrieben wurden.
So nach dem Motto, du willst halt eher an einem hellen Gerät sitzen, als an einem tiefschwarzen, weil du dann länger auf dieses Gerät schauen kannst.
Inwiefern das jetzt realistisch ist, würde ich heute mal anzweifeln.
Wolfgang SchochDa gab es doch keinen Dark Mode damals.
Christian StankowicNee, damals gab es doch keinen Dark Mode.
Weder bei der Schreibmaschine, noch bei anderen Gerätschaften.
Und ja, so ein bisschen auch ein Bild der Zeit, dass man sich über sowas Gedanken gemacht hat früher.
Wolfgang SchochJa.
Christian StankowicUnd deswegen waren auch viele der ersten Laptops und der ersten Thinkpads auch in beige verfügbar.
Also das eben erwähnte Laptop nur in beige und die ersten Thinkpads, zu denen wir auch gleich noch kommen, die gab es auch noch eine Zeit lang in beige.
Und da war es aber wohl so, dass es die Geräte in zwei Fassungen gab.
Es gab eben die schwarzen Geräte, so wie sie eigentlich aussehen sollten.
Und es gab halt eben noch die beige Variante, die man dann halt eben auch vereinzelt an Consumer verkauft hat.
Und naja, die Farbe wurde dann irgendwann geändert in schwarz.
Das war eine Entscheidung von Richard Sapper.
Das ist ein sehr interessanter Mensch gewesen, ist ein deutscher Industriedesigner gewesen, der in München geboren ist, aber in Mailand gelebt hat und der war dann auch im Prinzip Produktdesigner bei IBM oder war verantwortlich für die gesamten Designentscheidungen.
Ist auch generell ein sehr spannender Mensch gewesen, wie ich finde, denn er gilt auch als einer der wichtigsten Produktdesigner der zweiten Hälfte des 20.
Jahrhunderts und er hat ganz viel Sachen in den 80er und 70ern designt, so zum Beispiel die Art Miete Tissio Tischlampe.
Das ist so eine so eine sehr, sehr schöne 70er, 80er Jahre Tischlampe, die, Man garantiert vor Augen hat, wenn man sich so eine 80er-Jahre-Lampe vorstellt, da können wir ja auch mal einen Link in die Shownotes machen.
Wolfgang SchochJa, auf jeden Fall einen Link in die Shownotes allein schon, damit ich es mir mal anschauen kann.
Christian StankowicAlso ich habe diese Lampe natürlich auch hier bei mir, weil diese Lampe, wenn ihr euch das anguckt und euch dann Thinkpads anguckt, liebe Zirne, dann werdet ihr feststellen, dass viele Design-Elemente, so dieses einfache, simple, funktionsorientierte, mit roten Akzenten für die Flächen, wo man mit interagiert, Und das ist genau diese Designsprache, die diese Lampe auch hat.
Die hat so Anfasser zum Beispiel, die sind rot, wie das Trackpoint.
Das ist die Sprache, die er da definiert hat.
Und naja, Sapper wollte halt diese beige Farbe nicht mehr haben.
Denn er hat mal gesagt, diese Boxen, und ich zitiere ihn jetzt hier, das sind hässliche, dumme, langweilige Boxen, die kein Mensch benutzen möchte.
Und deswegen wollte er schwarz haben, weil, hast du es schon gesagt, Bürogeräte waren damals häufig beige Farben.
Das heißt, man hat auch einen Unterschied zur Konkurrenz.
Man sticht hervor farblich.
Und es ist auch so ein bisschen mystisch.
Das ist ja genau die Wirkung, die ich hatte als Teenager.
Ich habe diesen Rechner gesehen und dachte mir, okay, das ist so ein schwarzer Rechner.
Irgendwie sieht das langweilig aus, aber guck mal, der kann ja irgendwie was.
Das ist so die erste Assoziation, die ich darüber hatte.
Und vor allen Dingen, kleiner Lifehack auch, die früheren Farbdisplays, die waren nicht sehr gut in den 90ern.
Und wenn du jetzt aber ein schwarzes Gehäuse hast, dann merkst du gar nicht, dass der Kontrast von deinem Display vielleicht gar nicht so gut ist, weil wenn das Gehäuse schwarz wirkt, dann sticht auch ein nicht so farbstarkes Display dann doch hervor aus diesem Gerät.
Wolfgang SchochDas ist echt spannend.
Ich musste gerade an was anderes noch denken, denn so normale Desktop-PCs, da hatten wir es ja gerade schon drüber, die waren ja auch alle in diesem klassischen Beige.
Also meine ganzen Rechner zu Hause damals, die waren alle in Beige.
Und ein Freund von mir, der hatte damals einen T-Bird-PC.
Sagte das was?
Christian StankowicNoch nie gehört tatsächlich.
Wolfgang SchochAlso T-Bird, das war eine Firma oder es war eine Marke, das kriege ich nicht mal zusammen.
Aber das Besondere an diesen T-Bird PCs war, dass die schwarz waren.
Da gab es eine schwarze Tastatur und auch ein schwarzes Gehäuse dazu.
Und da musste ich gerade dran denken.
Und ich glaube, das letzte Mal habe ich da wahrscheinlich vor 30 Jahren dran gedacht.
Aber da, das ist mir gerade eingefallen.
Da würde ich im Nachgang mal schauen und vielleicht auch mal noch einen Link reinpacken, dann kann man es sich auch anschauen.
Und ja, an alle, die zuhören und vielleicht jetzt auch schon ein bisschen älter sind, vielleicht erinnert ihr euch ja noch daran, dass es damals schwarze PCs gab und falls ihr so einen hattet, dann meldet euch doch gern mal.
Christian StankowicOh ja, schwarz ist eine tolle Farbe für Hardware.
Ich sehe auch immer gern Bilder von schwarzen Rechnern.
Ja, super.
Wolfgang SchochAlso letztendlich war es dann der Einsatz von diesem Designer, der dazu geführt hat, dass man bei IBM gesagt hat, okay, unsere nächsten tragbaren Computer, unsere nächsten Laptops, da sind wir jetzt mal ein bisschen mutiger und die machen wir einfach schwarz und nicht so langweilig in beige.
Christian StankowicKann man sagen, ja, wobei er da auch zu drastischen Mitteln gegriffen hat, das hat er auch mit der roten Farbe gemacht, da kommen wir dann später auch noch drauf zu sprechen, aber er hatte zwei Geräte, eins in beige, eins in schwarz und er war natürlich für das schwarze Gerät, die anderen, mit denen er zusammengearbeitet hat, die waren aber für das beige Gerät, weil das haben wir doch schon immer so gemacht und warum denn hier was verändern?
Wolfgang SchochDas ist ein starkes Argument.
Christian StankowicJa, voll, hören wir heute noch, das ist echt immer dasselbe Argument und dann hat er dann gesagt, wisst ihr was, wir machen das einfach anders, hat zwei Geräte genommen, eins in beige, eins in schwarz, ist zur Tür vom CEO rein, hat die ihm auf den Tisch gelegt und hat gemeint, sag mir, was findest du schöner?
Und bitte spontan, also nicht zehn Minuten gucken, sondern was gefällt dir besser?
Und er zeigte halt sofort auf das Schwarz und sagt, das sieht doch viel besser aus.
Und dann hat Zappa gesagt, so Leute, wir haben unsere Entscheidung.
Natürlich hat er sich nicht ganz beliebt gemacht mit der Vorgehensweise, aber schlussendlich, na ja, manchmal muss man, glaube ich, Menschen auch zu ihrem Glück zwingen.
Und ich bin ihm sehr dankbar dafür, dass er diesen Weg gewählt hat.
Wolfgang SchochJa, ich glaube, wenn du eine Idee hast und du bist wirklich sehr, sehr überzeugt von deiner Idee, aber auch reflektiert genug, um die mal auch aus anderen Perspektiven zu betrachten und wenn du dann aber immer noch findest, dass deine Idee gut ist, ich glaube, dann lohnt es sich auch dran zu bleiben und sich nicht direkt umstimmen zu lassen, weil wenn du was komplett anders machen möchtest, egal in welchem Bereich, dann wirst du ja immer viel Widerstand haben.
Weil das haben wir immer schon so gemacht, da lacht man viel drüber, aber es ist halt schon ein richtig valides Argument, weil Dinge komplett zu ändern, das bedeutet auch für viele Menschen, dass sich viel verändert.
Du hast Unsicherheit, du hast vielleicht beim Marketing die Unsicherheit, vielleicht kauft es niemand, dann haben wir hier super viel Geld ins Hand gesetzt.
Also insofern, wenn man sehr überzeugt ist von der Idee, ja, dann ist es auch anstrengend, die zu realisieren.
Christian StankowicAber manchmal ist es auch der richtige Weg, da wirklich einfach der Vision zu folgen und an den Traum zu glauben, weil dann kann halt auch was Beachtliches bei rumkommen.
Und das hat man bei den ersten Geräten generell auch gemerkt.
Also das L40, von dem wir es gerade hatten, das hat auch eine sehr liebehafte Entwicklungsgeschichte.
Da gab es einen enormen Zeitdruck.
Es gab einen Großauftrag von der Harvard-Universität zum Beispiel.
Es gab Teileknappheit zu der Zeit, als das Gerät entwickelt wurde.
Und da hätte man natürlich auch einfach es sein lassen können und hätte sagen können, okay, bei diesem Gerät belassen es wir jetzt.
Aber man hat sich dann entschieden, nein, wir führen diese Idee weiter und bauen weiterhin Laptops.
Und da kam dann auch das erste ThinkPad bei rum.
Wolfgang SchochUnd wir hatten es jetzt ja gerade von dem L40, wo du gerade nochmal gesprochen hast, das war 1991, das war beige und im Jahr drauf kam dann das erste IBM ThinkPad auf den Markt.
Christian StankowicRichtig, genau.
Das war der 16.04.1992.
Da wurde das Gerät nämlich als, noch unter einem anderen Namen angekündigt, IBM 2521 ThinkPad.
Warum auch nicht?
Keine Ahnung, wofür die Zahl steht.
Vermutlich eine fortlaufende Nummer.
Wolfgang SchochWahrscheinlich.
Christian StankowicHat dann aber gemerkt, das können sich Menschen nicht so gut merken, aber was ist denn mit dieser Marke?
Das klingt doch irgendwie wie catchy und im Oktober haben sie dann gesagt, dann benennen wir das in 700t um und an dem selben Tag, also das gilt auch als das Erscheinungsdatum, sind auch gleich noch drei weitere Thinkpads erschienen, das 300, 700 und 700c.
Also eigentlich sind vier Laptops auf einmal rausgekommen, wenn man so will.
Wolfgang SchochDa habe ich direkt mal so zwei Fragen, die mich schon lange beschäftigen und so die erste ist das ganze Naming mit diesen Buchstaben und Zahlen.
Gibt es da irgendein System oder ist das zufällig irgendwie?
Christian StankowicDas ist auch ein spannendes Thema, wo man sich reinörden kann.
Du hast völlig recht, früher waren das fortlaufende Nummern und vor allen Dingen, wenn wir uns die wirklich so die ersten zehn Jahre mal anschauen, dann finde ich, dass diese Modellnummern auch frappierend BMW-Modellen ähneln.
Also es gibt zum Beispiel die 300er Serie, das ist die Einstiegsserie.
Es gibt die gute Mittelklasse, das ist die 500er Serie.
Und die Premiumklasse, so mit schöner Gummierung, hochwertig, dass du es auch, wie du schon gesagt hast, mal fallen lassen kannst, ohne dass es gleich kaputt geht, das ist natürlich die 700er Serie.
Wolfgang SchochAh, okay.
Also das heißt, die hatten so verschiedene Nummernkreise und das waren so die unterschiedlichen Levels, die es einfach gab.
Also diese 300er waren so die Einsteigergeräte dann.
Christian StankowicGenau, also diese Serien, die gibt es halt heute auch noch, nur hat man dafür jetzt Buchstaben gefunden.
Die stehen natürlich für unterschiedliche Serien mit unterschiedlichen Größen und Anforderungen halt auch.
Ja, so manch einer, der viel unterwegs ist, der möchte vielleicht ein Ultra-Portable, ein kleines Gerät, das 10 Zoll oder 12 Zoll hat.
Jemand, der klassisch im Office sitzt, der braucht vielleicht keine tolle Gummierung am Gehäuse, weil ich sitze ja sowieso den ganzen Tag an meinem Schreibtisch mit einer Dockingstation vielleicht auch.
Und dann hast du aber vielleicht auch Power-User, die sagen, ich brauche so viel CPU und GPU-Leistung, wie nur geht.
Das sind ja auch nochmal ganz andere Anforderungen und dafür stehen diese Serien vor allen Dingen auch.
Wolfgang SchochOkay.
Und heutzutage sind das eher sowas wie, ich glaube, mein Thinkpad, das ich habe, ist, glaube ich, T14 heißt das.
Das heißt, das ist die T-Serie und die 14 bedeutet dann irgendwas Spezielles beispielsweise?
Beispielsweise?
Christian StankowicDas ist jetzt, also heutzutage ist es so, es gibt diese Buchstaben, Thea hast du schon gesagt, das ist so diese Business-Serie, die bekannteste Serie, würde ich sagen.
Und die beiden Ziffern danach, das sind eben, das ist die Displaygröße, also 14 Zoll für 14, 16 Zoll für 16 und so weiter.
Und hinten dran hat man jetzt heutzutage immer noch eine Generation, also zum Beispiel Gen 5, Gen 6, das sagt dir dann halt, wie alt das Gerät eigentlich ist, wenn du weißt, okay, Gen 10 ist das neueste, dann weißt du, okay, Gen 5 ist schon ein bisschen älter zum Beispiel.
Das war aber nicht immer so.
Früher gab es auch fortlaufende Nummern.
Also wäre dein Notebook in die 2010 herum erschienen, dann wäre es vermutlich ein T400 oder ein T410 oder sowas gewesen.
Wolfgang SchochOkay, also bei IBM oder bei den Thinkpads hat sich dann alles im Laufe der Zeit so dieses ganze Namenschema immer wieder mal ein bisschen verändert.
Christian StankowicJa, absolut.
Also diese Nummern hat man relativ schnell gemerkt, das funktioniert nicht lange gut, um dann eben auch neue Geräte rauszubringen, weil auf ein 700 folgt das 701.
Später gab es dann auch sowas wie 760, 770.
Also man hat in Zählerschritten irgendwann inkrementiert und hat dann gemerkt, dann gehen uns ganz schnell die Zahlen komischerweise aus.
Weiß auch nicht, wie das passieren kann.
Wolfgang SchochWahnsinn, ja.
Christian StankowicMit den Buchstaben haben sie es ja dann auch eine Zeit lang so gemacht.
T400 war ein 14 Zoll Gerät, T410 der Nachfolger davon, T420.
Naja und irgendwann hatten sie ein T495 und haben gedacht, okay, so klappt das leider auch nicht.
Wolfgang SchochIch muss ein bisschen an Nokia denken.
Die hatten ja auch so ein Namensschema mit so, ich glaube immer vierstelligen Zahlen und irgendwie hat man da auch nicht so ganz durchgeblickt.
Es gab so diese 32er Serie, ich glaube die waren eher so ein bisschen günstiger.
Dann gab es irgendwie die 60- oder 62er-Serie.
Dann gab es irgendwie noch eine 82er-Serie.
Das waren diese ganz kleinen Geräte damals.
Aber so wirklich verstanden hat das wahrscheinlich auch nur das Management-Personal in Finnland dann bei Nokia.
Christian StankowicDas stimmt, ja.
Von daher war es mit den Buchstaben schon ein bisschen besser.
Also T hattest du jetzt gerade genannt.
X gibt es noch.
Das sind eben diese Ultra-Portables, die sehr klein sind.
So 12-Zoll-Geräte zum Beispiel oder 13-Zoll.
Dann gab es P oder ist heute die P-Serie, das ist die Performance-Serie, wenn man so will.
Das sind so Mobile Workstations.
Die hießen früher auch W für Workstation.
Da weißt du halt, wenn jemand ein P- oder ein W-Modell hat, das ist dann halt ein Power-User, der die stärkere CPU, die bessere Grafik hat und das tollere Display zum Beispiel braucht.
Und diese günstigen Office-Geräte, die hießen früher mal Air und jetzt heißen sie E und L.
Also da gibt es dann einfach Abstufungen in der Gehäusequalität, aber das Innenleben ist trotzdem vergleichbar mit dem anderer Geräte zum Beispiel.
Wolfgang SchochJa, spannend.
Die andere Frage, die ich direkt jetzt habe, die ist vielleicht sogar noch spannender und zwar, warum heißen diese Geräte eigentlich Thinkpads?
Also man kann es sich übersetzen, Think, Denken, ja, Pad ist irgendwie, weiß nicht, vielleicht ein Notizbuch oder sowas, Pad, wenn ich irgendwas aufschreibe.
Woher kommt der Name?
Wer hat sich den ausgedacht?
Gab es da bei IBM vielleicht intern einen kleinen Wettbewerb, wo man was gewinnen konnte?
Oder ist es eine lustige Trivia-Geschichte, dass jemand zufällig noch einen Namen brauchte und wenig Zeit hatte und dann das erste Name, was er irgendwo hat und dann den Namen draufgeschrieben hat?
Christian StankowicGenau in die Richtung geht es, Wolfgang, als hättest du es gewusst.
Natürlich ist das eine Trivia-Fact-Story, denn das Ganze geht zurück auf Thomas J.
Watson Senior.
Und der war der...
IBM CEO zwischen 1914 und 1955 und hat da das Unternehmen auch ganz, ganz stark geprägt.
Also 1911 hat er diesen Slogan Think ins Leben gerufen und das war, glaube ich, schon eine besondere Zeit damals auch für IBM.
Wir können mal kurz uns verdeutlichen, wie es damals wohl gewesen sein muss, da zu arbeiten.
Man hat ihn nämlich als weltbesten Verkäufer tituliert, was jetzt erstmal sehr lobend klingt, aber in seinen Essays und in seinen Auftritten und Vorträgen, die er gehalten hat, sprach er immer von der systematischen Ausschalten der Konkurrenz und das klingt sehr fordernd und das, glaube ich, bringt es gut zu Wort, was die Mentalität von IBM damals war.
Also man wollte enorm gut sein, koste es, was es wolle und Konkurrenz war erstmal egal.
Also er hat die Kultur dahingehend geprägt.
Es gab zum Beispiel Verkaufsprämien, wenn du jetzt als Verkäufer einen besonders tollen Job gemacht hast und irgendwo einen großen Deal an Land gezogen hast, dann gab es natürlich eine außerordentliche Prämie.
Also es gab immer diese Motivation durch Extravergütung, dass es heutzutage eigentlich gang und gäbe, dass es ein fix und variables Gehalt gibt.
Aber das war damals halt noch nicht so, vor über 100 Jahren.
Und hat auch so Dinge geprägt, wie zum Beispiel den Dresscode.
Also du hast IBM-Mitarbeitende eigentlich immer an ihrem Kleidungsstil ganz gut erkannt.
Der war nämlich auch ähnlich wie Thinkpads, immer so ein bisschen zeitlos, aber auch stilvoll und das hat man dann schon irgendwann erkannt.
Aber es gab auch, und das finde ich retrospektiv ziemlich aus der Zeit gefallen in unserer modernen Welt, sowas wie eine Firmenhymne, ein Gesangbuch und ein striktes Alkoholverbot, auch privat.
Wolfgang SchochOkay, das ist völlig beeindruckend.
Christian StankowicJa, das heißt, wenn du jetzt am Wochenende mit deinen Freunden irgendwo mal ein Rad da trinkst und zufällig ist da irgendwie ein Chef anwesend und sieht das, dann kannst du dir sicher sein, dass du deinen Job los bist.
Wolfgang SchochOkay, das kenne ich jetzt von anderen Firmen nicht.
Das ist sicherlich außergewöhnlich dann.
Christian StankowicJa, definitiv.
Und naja, der Slogan, der klingt so ein bisschen einfallslos vielleicht auch, weil Think, was soll das sagen?
Soll ich nachdenken oder was soll mir dieses Wort sagen?
Das ist ein Slogan, der bewusst sehr vage gehalten ist.
Er wollte im Prinzip das Personal zu proaktivem Handeln motivieren.
Also so im Sinne von, denk doch mal nach, wenn du der Kunde wärst, was würdest du tun?
Oder denk doch mal nach, wenn das deine Firma wäre, was würdest du jetzt tun?
Wenn das dein Geld hier wäre, was wäre deine Motivation und deine Vorgehensweise?
Das ist so das, was viele da rein interpretiert haben und so würde ich das auch verstehen.
Und das kam gut an und wurde deswegen auch gerne genommen, um Büros und auch später Mainframes zu verzieren.
Also das ist Teil der Brand geworden und die interne Mitarbeiterzeitschrift, die wurde dann auch in Sync umbenannt.
Und jetzt kommt's, du hast vorhin schon gesagt, Notizbuch.
Wenn du bei IBM angefangen hast im Vertrieb, hast du natürlich so ein bisschen was bekommen, einen Stift und natürlich auch ein Notizbuch, denn du sollst dir ja während dem Telefonieren immer fleißig Notizen machen.
Und da stand ganz groß, das war so ein Lederbüchlein und da stand Think drauf.
Und das ist quasi das Think Notepad, weil du ja deine Notizen da reinschreibst.
Und daher kommt dieser Ausdruck und das wurde dann eben auch zur Marke, weil man gemerkt hat, okay, Thinkpad ist irgendwie eingängig, das kann man sich merken.
Später gab es dann die Think Center, das sind so PC-Workstations.
Es gibt die Bildschirme, die Think Vision heißen.
Es gibt eine IBM-Konferenz, die Think heißt mittlerweile.
Also das zieht sich durch und das verdanken wir alles Thomas J.
Watson Senior.
Wolfgang SchochDas ist wirklich eine coole Geschichte, die kannte ich in der Tat noch nicht.
Der Watson Senior wurde nachdem dann auch IBM Watson benannt, also das KI-Projekt von IBM.
Christian StankowicGenau das, ja.
Wolfgang SchochCool, das wusste ich auch nicht.
Hey, ich lerne viel dazu und ihr, die hier zuhört, ich hoffe, ihr lernt hier von Christian auch sehr, sehr viel und wichtig ist ja immer das ganze Wissen, das ihr jetzt mitnehmt, schön merken und auf der nächsten Party einfach mal spontan aus dem Hut zaubern und die anderen Leute damit beeindrucken.
Christian StankowicDas ist richtig, das kann man immer machen, aber ich habe gemerkt, das ist gesellschaftlich nicht überall akzeptiert, wenn man mit solchen Facts um die Ecke kommt.
Wolfgang SchochJa, das kenne ich.
Ich schreibe ja auch einmal im Monat so dieses E-Mail-Magazin und da schreibe ich auch immer Geschichten rein.
Und bei der einen oder anderen Geschichte habe ich auch schon so im Intro geschrieben, hier kommt wieder gutes Partywissen.
Und falls ihr solche Partys kennt, wo das gut ankommt, meldet euch bitte bei mir oder ladet mich doch mal ein.
Christian StankowicGenau.
Ich war neulich, kurze lustige Anekdote, die passt gerade so gut, war ich an einer Hochschule und habe da einen Vortrag gehalten und war dann so in dem Raum, bevor es losging.
Und da war jemand, der hatte halt einen 2012er ThinkPad X1 Carbon Gen 1 und ich wusste, dass es genau spezifisch dieses Modell ist, weil ich ein Jahr lang danach gesucht habe und das vor kurzem dann mal zu einem fairen Preis gefunden habe.
Und wie das ja immer so ist, bevor so eine Präsentation losgeht, dann guckt man ja, Smalltalk man so ein bisschen, bereitet sich so langsam vor.
Und mir fiel in dem Moment nichts Besseres ein, als zu sagen, hey, das ist ein schönes X1 Carbon Gen 1, das sie da haben.
Und die Reaktion war, das ist jetzt sehr spezifisch.
Und dann wusste ich jetzt nicht, war das jetzt gut oder war das schlecht?
Deswegen habe ich erst einmal abgewartet und dann kam er als nächstes, Moment mal, sind Sie nicht dieser Typ, der diese Thinkpads sammelt?
Und dann hat sich herausgestellt, ich habe über dieses Thema nämlich mal auf einer Konferenz berichtet vor einem Jahr, dass ich dann da wieder erkannt wurde.
Also das kann auch nach hinten losgehen, aber es kann auch gerade so noch eine Wendung nehmen, wo es dann angenehm ist.
Wolfgang SchochGroßartig, also eine schöne Anekdote.
Christian StankowicJa.
Wolfgang SchochJa, wie ging es denn dann weiter bei IBM?
Wir haben 92, es kommen vier verschiedene ThinkPad-Modelle direkt auf den Markt.
Wir haben jetzt schon erfahren, die haben so schöne Modellbezeichnungen wie, und ich muss es jetzt ablesen, 300, 700, 700C oder auch 700T.
Kommen die denn gut an?
Ja.
Christian StankowicDie kommen auf jeden Fall gut an.
Wir können mal kurz zusammenfassen, vielleicht für die geneigten Zuhörenden, was das jetzt eigentlich alles bedeutet.
Also ist das 700, das ist so ein ganz klassisches 10,4 Zoll Laptop im sogenannten Bento Box Design.
Da vielleicht auch noch eine kurze Erklärung.
Das ist so eine kleine schwarze Zigarrenschachtel, für die hegt der Richard Sapper eine Vorliebe, weil man so ein komprimiertes Innenleben hat, beziehungsweise die Bento Box ist eigentlich eher so aus dem japanischen Sushi Box, die aber wie so eine Zigarrenschachtel aussieht.
Und man weiß nicht, was drin ist und es ist sehr kompakt alles drin.
Und das war die Metapher, die er für das Laptop haben wollte.
Damals natürlich 486er mit nicht mehr als 50 Megahertz und auch nicht mehr als 16 Megabyte RAM.
Dekadente 122 Megabyte Festplatte in der Maximalkonfiguration.
Wolfgang SchochWahnsinn.
Christian StankowicJa, da konntest du bestimmt ein paar DOS-Spiele drauf installieren.
Wolfgang SchochJa, einiges.
Christian StankowicAber was auch noch spannend ist, das Gerät war jetzt nicht sonderlich leicht, das wog nämlich drei Kilogramm, aber das hat ja den A4-Maße, also das hat auch in einen nicht allzu großen Koffer noch reingepasst und das war ja auch die Metapher dahinter mit dieser Bento-Box.
Und das T, also diese Suffixes oder Postfixes, die gab es bei späteren Modellen auch.
Also P für Performance zum Beispiel, E für Economy, das sind dann eher günstigere Konfigurationen.
Und in dem Fall war T, und das war ja das erste Gerät, ein Slate-Tablet.
Wolfgang SchochWas ist ein Slate-Tablet?
Christian StankowicSlate Tablet ist so ein Gerät, du hast ein Bildschirm, du hast da auch Tasten dran und eventuell einen Stift, aber du hast da jetzt keine Tastatur oder sowas.
Also du musst extra eine Tastatur quasi zuführen.
Und das ist 1992 gewesen.
Jetzt müssen wir mal überlegen.
1992, gut, das war lange vor der Zeit, bevor ich Computer benutzt habe.
Aber wenn ich Slate Tablet höre, dann denke ich vor allen Dingen an so Dinge wie das Apple iPad zum Beispiel oder an andere Tablets, die danach kamen.
Und da muss man sagen, da war IBM natürlich der Zeit voraus, im Jahr 1992 gleich mit so einem Gerät um die Ecke zu kommen.
Wolfgang SchochJa, ich finde es super spannend, weil bei einem Tablet denke ich auch eher so an die späten 2000er, vielleicht die 2010er, gerade sowas wie das iPad von Apple, das war für mich so das erste Tablet und dass man jetzt schon 1992 eins hatte und du hast gerade gesagt, das konnte man auch mit Stift schon bedienen.
Christian StankowicGenau, also das war so, wie man sich ein Tablet heute auch vorstellen würde, halt eben natürlich stark limitiert.
Das war damals nur ein 386er verbaut beispielsweise.
Du hast auch nur ein Graufarbendisplay gehabt, also acht Graustufen, aber halt diesen Digitizer schon, so nannte man diese Stifte damals.
Und das ist natürlich enorm progressiv zu der damaligen Zeit.
Wolfgang SchochAlso das ist vor allem ja nicht nur das Technische, weil es gab ja auch schon so Lichtgriffel für ein C64 in 90ern oder in 80ern eher schon.
Aber ich finde so dieses Bedienkonzept finde ich sehr progressiv, weil das war ja eine Zeit, in der wir schon gerade vielleicht so vom Terminal zur grafischen Oberfläche gewandert sind irgendwo.
Und da jetzt würde ich zu sagen, hey, du kannst hier handschriftlich dann irgendwie Notizen wahrscheinlich machen, irgendwie mit dem Stift interagieren, das finde ich schon sehr, sehr spannend.
Christian StankowicJa, also dem ging auch eine Designstudie von Sapper hervor.
Leapfrog hieß die, wenn ich mich recht entsinne.
Kann man eben Museum of Modern Art sich angucken.
Das war so ein Prototyp, den er gebaut hat und hat dafür auch einen Preis bekommen.
Das hat das Ganze dann quasi auch nochmal fortgeführt.
Und das ist so, wie man sich halt diese Tablets heute auch kaufen kann.
Das ist ein Tablet, da hast du eine Dockingstation und da ist dann Stift und Maus und Tastatur drin.
Und das hat er halt in den 90ern schon gemacht.
Also extrem der Zeit voraus.
Und deswegen war das jetzt vielleicht auch, weil du ja auch gefragt hattest, ob das gut ankam, nicht so ein Erfolg, weil man einfach gemerkt hat, das war der Zeit voraus und da ist einfach der Need noch nicht da.
Menschen wissen nicht, was sie damit machen sollen.
Das ist für die zu futuristisch.
Wolfgang SchochJa, hast du so ein Gerät?
Christian StankowicNe, also einen 700T habe ich leider nicht.
Das muss ich neidlos anerkennen.
Das steht noch ganz oben auf der Liste.
Aber ich habe einen 701C, da kommen wir auch gleich noch zu.
Aber diese 700er Geräte, die sind schon sehr vergriffen.
Die sieht man selten und meistens dann in keinem guten Zustand oder zu Preisen, wo man sich überlegt, esse ich diesen Monat was oder kaufe ich mir einen Laptop?
Wolfgang SchochAber der Laptop hält ja jahrelang und das Essen, das ist ja nur für den Moment.
Christian StankowicIch sehe, du verstehst, wie man denkt.
Wolfgang SchochJa, okay.
Also wir hatten 700T, wir hatten dieses Tablet und wir hatten dann noch drei weitere Modelle und das waren dann klassische Laptops.
Christian StankowicAlso das 300 war so ein Einstiegsgerät, wenn man so will.
Aber das eigentliche Highlight war das 700C.
Man erkennt es vielleicht schon an dem C.
Ich habe gerade von Graustufen gesprochen.
Wolfgang SchochAh, Color.
Christian StankowicDas impliziert natürlich Color, genau, richtig.
Es ist eine Variante mit Farbdisplay und jetzt fragt man sich vielleicht, warum ist das nicht der Standard gewesen?
Naja, damals waren Farbdisplays enorm teuer und aufwendig zu produzieren, deswegen hat man gesagt, wir machen ein dediziertes Modell und gucken erstmal, a, wie teuer wird das dann und b, wollen die Leute das überhaupt?
Weil wenn Leute das gar nicht wollen, dann müssen wir ja überhaupt keine teuren Displays in Zukunft verbauen.
Und kleiner Spoiler-Alarm ist natürlich, das kam sehr gut an.
Also das vorherige Gerät war kein kommerzieller Erfolg, das L40SX.
Und die Maßgabe bei dem 700 war jetzt, wir müssen das besser machen, wir bauen jetzt unsere eigenen Chips und wir probieren einfach mal, in welche Richtung das gehen könnte.
Und das 700c, das ist enorm gut angekommen.
Also das hat ein überragendes Presseecho erfahren.
Es hat über 300 Preise gewonnen.
Die Marke ist damit von heute auf morgen über Nacht im Prinzip geboren worden.
Und sogar auch eine sehr interessante Story, die ich in einem der Bücher über IBM und ThinkPad-Geschichte, da gibt es Bücher drüber, gelesen habe.
Der damalige US-Präsident, der hat für seine Frau an Weihnachten herum telefonisch so ein Gerät geordert und das ist dann auch persönlich ausgeliefert worden.
Und wenn das jetzt kein Ritterschlag ist für so ein neues Produkt, dann weiß ich es auch nicht.
Wolfgang SchochIch stelle mir das jetzt so vor, dass bei IBM das Telefon klingelt irgendwie beim Shop und da ist der Präsident dran und sagt, ja, Servus, ist es vielleicht möglich, dass ich so ein grandioses 700c noch bekomme für die First Lady, müsste aber bald da sein, ich möchte es gerne zu Weihnachten unterm Baum legen.
Christian StankowicGenau so ist es tatsächlich auch gewesen, so in der Art.
Also das ging wirklich so ein Anruf oder so eine Anfrage rein und die waren aber eigentlich gnadenlos ausgebucht.
Also das war auch alles nicht so einfach.
Der Prototyp, der ist im Frühjahr erschienen und bis zum Oktober mussten sie noch viel selbst debuggen.
Die haben eigene Chips gebaut, da waren ein paar Dinge, die nicht rund gelaufen sind.
Das heißt, jedes Notebook, das vom Band lief, war eigentlich fest verplant für einen Kunden, der da auch schon drauf wartet.
Und dann hieß es aber, Mensch, der Präsident hat angerufen.
Ja, was machen wir denn?
Dann haben sie natürlich das irgendwie ermöglicht und haben dann eins mehr produziert oder so.
Oder einen Kunden doch nochmal um zwei Tage vertröstet.
Weil das will man sich natürlich nicht entgehen lassen.
Wolfgang SchochJa, ist auf jeden Fall eine geile Geschichte.
Und vielleicht soll es ja auch ein paar Vorteile haben, wenn man Präsident ist.
Also wenn man da mal an gute Hardware rankommen möchte.
Christian StankowicDefinitiv.
Sie hat das dann übrigens genommen, um ein Buch über ihren Hund zu schreiben.
Das ist, glaube ich, auch nicht der Use Case für so ein Gerät.
Wolfgang SchochGroßartig.
Christian, wenn wir über die Anfangszeit von Thinkpads sprechen, dann müssen wir über so ein paar generelle Design-Elemente aussprechen.
Und wir haben jetzt die schwarze Farbe und du hast ja auch ein paar andere Elemente schon benannt, die es gab, zum Beispiel diese Klammern, die einrasten oder dieses Muscheldesign.
Ich glaube, die ersten Thinkpads, die hatten auch noch so eine Lampe eingebaut, oder?
Da kann ich mich noch dran erinnern.
Christian StankowicJa, Thinklight.
Kam ein bisschen später, aber ist schon lange weg.
Wolfgang SchochNatürlich Thinklight, weil das hatte mein Kommilitone mit dem Thinkpad, der hatte so eine Lampe, da kann ich mich dran erinnern.
Aber für mich persönlich, die eine Sache, die am meisten heraussticht, das ist natürlich der Trackpoint.
Und ich habe immer mal versucht, mit so einem Teil zu arbeiten und bin immer daran gescheitert.
Ich kenne aber Leute, die das lieben und die damit richtig gut umgehen können.
Und also gerade auch besagter Kommilitone, der war da wirklich ein junger Gott am Trackpoint.
Und wenn er so ein Touchpad benutzen musste, das sah wirklich immer aus wie so ein Neandertaler mit seinen Händen, das ging gar nicht bei ihm, da dachte ich, Junge, was ist da los?
Und dann hat er mit seinem Laptop hin oder seinem Thinkpad hingehalten und meinte, ich soll mal mit dem Trackpoint arbeiten, dann ging es mir genauso.
Christian, für alle, die kein Thinkpad ihr eigen nennen, kannst du mal kurz erklären, was der Trackpoint ist und kannst du mir vielleicht erklären, woher der eigentlich kommt.
Christian StankowicJa, auf jeden Fall.
Also das Ganze ist schon relativ alt.
Das wurde nämlich in den späten 1980ern von Dr.
Ted Selger erfunden, als Mausersatz im weitesten Sinne.
Und wenn wir nochmal zurückdenken, so Mitte, Ende der 80er, da war es natürlich so, es gab wenig Laptops oder wenig mobile PCs und die hatten natürlich noch kein Touchpad.
Also wir sind heute alle komplett verwöhnt.
Wenn man sich jetzt mal so einen aktuellen Laptop anguckt oder so ein MacBook zum Beispiel, das ist mein persönliches Benchmark für riesige Touchpads, die sind ja enorm groß.
Da kannst du ja deine ganze Hand drauflegen, im wahrsten Sinne des Wortes.
Und die ersten Laptops, die du vermutlich mit Touchpad mal gesehen hast, die haben ja eher so winzige Touchpads gehabt.
Also nur, dass wir das zeitlich mal kurz einordnen.
Und das Ganze ist so eine Gummifläche.
Viele nennen das ja auch immer den Nippel auch.
Das ist so der gepflogene Ausdruck, der da gerne genommen wird.
Und der sitzt zwischen den Tasten G, H und B auf deiner Tastatur.
Und zwar genau mittig von denen.
G und H sind nebeneinander, B ist unten drunter und so hast du zwischen drei Tasten so einen kleinen Gummiknüppel und der erinnert natürlich auch stark, du hattest es glaube ich schon gesagt, an einen Joystick.
Ja, und das erfordert natürlich Training.
Also ich war damals am Joystick auch nicht sehr, sehr gut damals als Heranwachsender am Rechner.
Und das ist natürlich auch so, wenn man das erste Mal so ein Checkpoint benutzt.
Das muss man lernen, das muss man trainieren.
Aber der Vorteil davon, der liegt ja im wahrsten Sinne des Wortes auf der Hand.
Denn wenn du gerade tippst und du willst nur mal schnell wohin klicken, dann können deine Finger auf der Tastatur verbleiben und du kannst einfach kurz diesen Trackpoint benutzen, wohin gehen, hinklicken und dann weiter tippen.
Also du sparst Zeit und damit auch Platz.
Wolfgang SchochUnd ich habe jetzt gerade mal meine Hand auf die Tastatur gelegt.
Das heißt, man bedient den eigentlich mit dem Zeigefinger, oder?
Christian StankowicMeistens ja.
Wolfgang SchochJa, mit dem Daumen musst du die Hand ein bisschen verbiegen, dass du hinkommst.
Also wenn du so zehn Finger tippst, kommst du wahrscheinlich mit dem Zeigefinger am besten hin.
Christian StankowicGenau, das macht auf jeden Fall Sinn.
Und knapper Platz, wir haben es jetzt ja gerade schon kurz gehört, so das 700C mit seinen 10,4 Zoll.
Also Laptops früher hatten keine großen Displays.
Die waren auch generell nicht so groß.
Und das Benchmark, das man bei IBM gewählt hat, war der Flugzeugtisch.
Also sie wollten Geräte bauen, die du auf so einen Tisch in so einem Flugzeug hinstellen kannst und wollten dafür sorgen, dass du auf diesem beengten Platz auch immer noch arbeiten kannst.
Das bedeutet, eine Maus nebendran legen ist nicht.
Eine ausklappen, es gab auch Hersteller, die haben so andockbare Trackball-Mäuse gemacht, ist auch nicht, hast du keinen Platz für.
Da bleibt ja dann nur der Checkpoint.
Und das haben sie auch immer dann als Benchmark genommen.
Also die Geräte so gebaut, dass sie da drauf passen und dann auch geguckt, dass man dann noch genügend Platz hat, die Maus zu benutzen.
Wolfgang SchochJa, ich bin jetzt nicht so oft zum Arbeiten im Flugzeug, aber ich fahre ab und an mal mit der Bahn und ich sehe in der Bahn auch immer wieder so Businessmenschen, die Laptops dabei haben mit einer angesteckten Kabelmaus und die Maus ist dann so auf dem Oberschenkel oder man versucht auch im Zug mit diesem minimalen Platz da zu arbeiten und ich bin dann manchmal schon kurz davor zu sagen, das funktioniert doch nicht.
Das tut mir schon weh, wenn ich sehe, du hast zu weh auf dem Oberfluss, dann fällt die Maus runter und so.
Und wenn du dann vielleicht jetzt nicht wirklich umgehen kannst mit dem Touchpad, dann ist es schon schwierig.
Und in dem Flugzeug ist es ja noch viel kleiner, das ist ein bisschen Platz, was man da hat.
Christian StankowicJa, eben.
Und vor allem, was man vielleicht auch noch sagen muss, man kennt das vielleicht, also heutzutage ist es nicht mehr so ein Problem, aber früher hat man dieses Touchpad-Rudern gehabt.
Du bewegst das so und musst dann den Finger immer wieder neu ansetzen, weil du am Ende des Touchpads angelangt bist.
Und das hast du mit dem Checkpoint halt nicht, denn der reagiert ja sensibel auf die Stärke, die du ausübst.
Also da vielleicht zur Technik kurz noch, das ist im Wesentlichen so ein kleiner Mikrocontroller und der misst diese ausgeübte Kraft auf diesen Checkpoint über so Dehnungsstreifen, die da unten in der Platine drin sind.
Das Ganze ist also elastisch verformbar und die angelegte Spannung, die verändert sich, je nachdem, wie du da drauf drückst.
Also es ist ein analoges Signal, das dann halt eben übersetzt wird von diesem Mikrocontroller und das ist natürlich eine sehr intelligente Sache.
Wolfgang SchochJa, das klingt wirklich spannend und du kannst wahrscheinlich sehr gut damit umgehen, oder?
Mit dem Touchpoint?
Christian StankowicEs ist Übungssache, muss ich sagen.
Also ich habe früher ausschließlich den Checkpoint benutzt, eben weil die Touchpads auch sehr, sehr lange nicht sehr gut waren bei Thinkpads.
Die waren zu klein, die waren hakelig, die haben nachgezogen.
Das ist jetzt nicht mehr so.
Aber ich bin trotzdem jemand, wenn ich so im Zug sitze und ich bin doch öfters mal im Zug und arbeite da ein paar Stunden, da greife ich immer zum Checkpoint, weil da kann ich so präzise, auch platzsparend, immer schnell hin navigieren, wo ich möchte.
Ansonsten, wenn ich so zu Hause am Rechner sitze und gerade nicht meine externe Maus habe, dann greife ich auch durchaus schon mal zum Touchpad.
Aber sagen wir so, es würde mir doch schmerzlich fehlen, wenn es nicht mehr da wäre.
Und ich habe sogar eine externe USB-Tastatur, die auch ein Trackpoint hat.
Also das ist Commitment.
Wolfgang SchochWas ihr jetzt natürlich nicht sehen könnt, aber ich, der Christian, hat jetzt gerade seine externe Tastatur mit Trackpoint in die Kamera gehalten.
Ich habe sowas noch nie gesehen.
Ich wusste gar nicht, dass es da auch externe Tastaturen gibt.
Christian StankowicIst auch kein offizielles Produkt, aber diese ehrwürdigen Geräte, die haben natürlich auch einen popkulturellen Einfluss gehabt, aber auch einen Einfluss auf die Szene der mechanischen Tastaturen.
Und das Patent für Trackpoints ist schon ein paar Jahre abgelaufen.
Das hat natürlich andere Hersteller auch animiert dazu, selbst Trackpoints in ihren Tastaturen zu verbauen.
Und deswegen habe ich hier so eine Tastatur hier stehen.
Wolfgang SchochJa, spannend.
Ja, ich bin der komplette Gegenentwurf.
Ich habe hier ein riesengroßes externes Touchpad bei mir auf dem Schreibtisch stehen und ich nutze das sicher seit zehn Jahren oder so schon.
Also nicht das, sondern immer wieder mal Neues.
Und bei mir war es so, ich habe immer eine Maus verwendet und das eingebaute Touchpad im Laptop eigentlich nur, wenn ich unterwegs war und dann hatte ich mir mal das Handgelenk ordentlich verstaucht und konnte keine Maus mehr benutzen und habe mir dann halt ein externes Touchpad gekauft, und also ich spiele damit jetzt auch, ich mache alles damit und ich habe mir das so angewöhnt und wenn ich mal irgendwo bin und ich muss eine Maus benutzen, dann ist das sehr ungewohnt für mich.
Christian StankowicJa, das kann ich nachempfinden.
Ich habe das schon von anderen Leuten auch gehört.
Ich glaube, es ist nichts falsch, wenn man den einen oder den anderen Ansatz wählt.
Also ich kenne auch Leute, die nur mit dem Touchpad arbeiten.
Ich arbeite auch ab und zu mal mit einem MacBook und habe da dieses große Touchpad sehr schätzen gelernt.
Von daher, das, was für einen funktioniert, ist, glaube ich, das Optimum.
Aber Hut ab, dass du es schaffst, damit zu spielen.
Das ist ein Achievement, das habe ich bisher noch nicht erreicht.
Wolfgang SchochJa, man muss aber sagen, es kommt darauf an, was für Spiele.
Also als so First-Person-Shooter oder sowas spiele ich nicht mit dem Touchpad, sondern dann halt wie Adventures, Retro-Games, Strategiespiele, solche Sachen spiele ich damit und ich glaube für so richtig krasse Action-Sachen weiß ich nicht, ob das Touchpad das Beste ist.
Da wäre ich glaube ich aber eher der Typ, der einfach einen Controller in die Hand nimmt.
Christian StankowicJa, wir können ja kurz nochmal zusammenfassen bei diesem Checkpoint, das vielleicht auch noch für die Leute, die das noch nie gehört haben.
Wir haben ja gesagt, das ist so ein Gummiteil zwischen GHB und das ist natürlich in Rot und das kann auch verschiedene Formen haben.
Also die ersten, die waren, naja, wie so Sandpapier oder wie so Schleifpapier, die waren wirklich sehr, sehr fest, haben aber auch dazu geführt, dass du so ein unangenehmes Gefühl auch auf den Fingerspitzen hast, deswegen hat man das Teil dann auch intern Katzenzunge genannt, sehr passend, wie ich finde.
Wolfgang SchochOkay, ja, eine Katze hat eine raue Zunge, wow.
Christian StankowicRichtig, ja.
Und dann gab es den Golf-Tee, das ist wie das T-Stück, wo du dein Golfball drauflegst, so ein bisschen nach innen.
Das war dann der nächste Entwurf und der Standardentwurf, den wir heute haben, der hat sich eben etabliert.
Das heißt, das ist eine kreisrunde Fläche mit so einer ganz feinen Nopierung, würde ich sagen, die eben dafür sorgt, dass du mehr Grip hast, aber es ist auch nicht unangenehm.
Also es fühlt sich angenehm an und das ist das, was sich etabliert hat.
Aber man kann die auch immer noch online finden, die anderen Aufsätze, wenn man das möchte, wenn man unbedingt das Golf-Tee haben will, dann können die das gerne machen.
Wolfgang SchochMan sagt, hey, ich brauche das einfach.
Ich brauche einfach täglich meine Katzenzunge, damit ich mich irgendwie noch lebendig fühle am Finger, sonst spüre ich nichts mehr.
Dann Katzenzunge.
Ja, echt spannend.
Und Thinkpads sind in meiner Wahrnehmung so diese krassen Business-Geräte, weil die sehr robust sind und weil die darauf ausgelegt sind, dass man viel damit arbeiten kann.
Und wenn ich jetzt nochmal anekdotisch bei meinen Erfahrungen aus dem Studium bleibe, da kann ich mich auch noch daran erinnern, dass dieser eine Kommilitone, der hatte so einen Spezialakku für sein Thinkpad.
Also heutzutage beim MacBook, da ist der Akku fest verbaut und den würde ich jetzt auch nicht tauschen.
Kleiner Spoiler, hört doch mal in die Folge beim Christian rein, da erzähle ich einiges über Akkus und was da alles kaputt gehen kann.
Aber damals bei den Thinkpads konnte man die Akkus tauschen und ich kann mich erinnern, der hatte quasi hinten im Notebook so einen XXL-Akku drin, der stand dann auch ein paar Zentimeter raus und das war dann so eine All-Day-Battery, da ist er dann irgendwie ganz gut durch den Studienalltag durchgekommen.
Christian StankowicGenau, ja.
Also das Schlagwort Modularität ist hier natürlich eins, das wir immer bei den älteren Modellen auch sehen können, denn das zählt auch zu den interessanten Eigenentwicklungen, die sie gemacht haben.
Man nannte das auch Ultra Bay, also Akku wechseln ist ja jetzt, klingt jetzt nicht so spannend, aber zum Beispiel damals hat man ja auch noch Laufwerke gehabt, wie ein Diskettenlaufwerk und wie so ein CD-Laufwerk zum Beispiel und die waren auch modular.
Das heißt, du konntest zum Beispiel dein CD-Laufwerk rausnehmen und konntest einen zweiten Akku reinstecken.
Und dann haben zum Beispiel auch die Geräte Docking-Ports unten gehabt und da konnte man bei vielen Geräten auch noch einen dritten Akku von unten dran docken, sodass du dann auch im Prinzip in den frühen 2000ern schon auf eine beachtliche zweistellige Stundenzahl Akkulaufzeit gekommen bist, worüber wir heute natürlich lachen, weil unsere Laptops alle mindestens mal so 10, 11 Stunden halten.
Das war damals aber nicht so und war dann schon ein Alleinstellungsmerkmal.
Wolfgang SchochJa, wenn ich businessmäßig unterwegs bin, dann bin ich ja darauf angewiesen, dass dieser Akku sehr, sehr lange hält.
Wenn ich jetzt unterwegs bin als Vertreter oder vielleicht viel auf Geschäftsreise bin und da jetzt nicht überall eine Steckdose habe, dass ich aufladen kann, macht es natürlich schon einen Unterschied, ob jetzt mein Laptop drei, vier Stunden oder vielleicht zehn Stunden hält.
Christian StankowicGenau.
Und es waren halt nicht nur die Akkus, sondern man hat dann auch noch, wie schon gesagt, Laufwerke gab es.
Es gab auch so Dinge wie ein Zip-Laufwerk oder diese Superdisk, diese 120-Megabyte-Diskette, die gab es auch als Modul für dein Thinkpad natürlich.
Aber auch so kuriose Dinge, wie zum Beispiel, man hat mal eine TV-Karte für die UltraBay gebaut und dann konntest du Fernsehen gucken auf deinem Gerät, ohne dass du im Prinzip dein Betriebssystem starten musst.
Und sogar, das ist mein persönlicher Liebling, den hätte ich sehr gerne in meiner Sammlung, es gab eine ausfahrbare Dockingstation als Modul, wo du deinen IBM-gebrandeten Palm-PDA reinstecken konntest.
Das war dann das WorkPad.
Und dann hast du quasi statt dem Laufwerk deinen PDA eingelegt und konntest den synchronisieren.
Wolfgang SchochOkay, das ist cool.
Dieser Standard, den IBM da entwickelt hat, also diese Ultra B hast du gesagt, das war aber schon nochmal was anderes wie diese klassischen Erweiterungskarten, die es für Laptops gab.
Wie hießen die?
PCM, CIA, glaube ich?
Christian StankowicGenau, richtig.
PCM, CIA, Cargbus oder eben...
Express Cards, ja, das war ein eigener Standard nochmal.
Also diese Thinkpads, die hatten auch immer PCM-CIA-Slots, das gab es dann auch.
Du konntest dir dann so eine Standardkarte kaufen für, ich meine, was gab es damals?
Netzwerkkarten, Modems waren so klassische PCM-CIA-Karten, die konntest du natürlich benutzen.
Aber das war nochmal ein eigener Standard, der hier definiert wurde, eben um Laufwerke und kuriose Adapter anbieten zu können.
Okay.
Wolfgang SchochJa, so PCM, CIA, das Einzige, was ich da mal wirklich live in Action gesehen habe, das war so ein Funkmodem, dass man sich einstecken konnte.
Also da war dann halt eine UMTS-Karte drin und dann konntest du diese riesen Karte in deinen Laptop stecken und dann konntest du von unterwegs online gehen.
Also wenn es irgendwo Empfang gab, war der Time to be alive.
Christian StankowicJa, auf jeden Fall.
Aber das war wirklich ein extrem spannendes Konzept, das wir auch lange entwickelt haben.
Aber heutzutage ist das natürlich irrelevant, weil Modems haben alle Rechner drin.
Keiner braucht heute mehr einen Serial Parallelport.
Da gab es nämlich auch einen Adapter für, wenn du noch einen weiteren brauchtest.
Und Fernsehkarten haben sich auch nicht wirklich durchgesetzt.
Und wer benutzt heute noch PDAs?
Also ich ab und zu, aber die breite Masse leider nicht.
Wolfgang SchochNaja, aber du zählst nicht, Christian.
Du bist auch nötig.
Das stimmt.
Ich kann mich auch noch an ein paar Sachen erinnern.
Und zwar, ich kann mich an einen TV-Spot erinnern.
Und ich hoffe, ich bringe da jetzt nichts durcheinander, sonst müssen wir es rausschneiden.
Aber ich glaube, das war auch ein IBM-Spot.
Da war irgendwie ein Typ in einer Bar und der hatte da sein Laptop auf dem Tresen.
Und ich weiß nicht, wahrscheinlich war das ein Spot aus den 90ern oder aus den 2000ern.
Das heißt, der hat wahrscheinlich irgendwie entweder geflirtet oder hat eine Abfuhr bekommen, hat sich irgendwie bewegt und der Laptop fiel runter.
Und da war irgendein System, das da eingebaut war, dass sich der Lesekopf so auf die Seite schiebt, damit deine Daten nicht kaputt sind.
Und ich glaube, dass das auch ein IBM-Spot war.
Sagt dir das was?
Christian StankowicJa, du meinst garantiert APS, das Active Protection System.
Und das ist genau das.
Also damals Festplatten sind natürlich sehr anfällig dafür, dass sie runterfallen, weil wenn dann der Lesekopf dann eben auf das Medium aufsetzt, dann hat man ja den sogenannten Headcrash und dann ist die Festplatte irreparabel beschädigt und das gilt es zu verhindern.
Das haben sie erreicht, indem man im Prinzip, das ist was diese Technik ausmacht, du hast einen Sensor in der Festplatte oder halt eben am Gerät, der Vibrationen oder Neigung erkennen kann.
Also es gibt so ein Setup-Programm, wo du das Notebook siehst und wenn du das dann anhebst und dann halt so ein bisschen jonglierst, dann kann das Gerät erkennen, dass es gerade bewegt wird oder angehoben wird oder vibriert und dann stoppt es sofort nicht die ganze Festplatte, aber fährt eben den Schreiblesekopf in Parkposition zurück, wo er nichts kaputt machen kann.
Und wenn es wieder steht für ein paar Sekunden, dann fängt es wieder an zu lesen und zu schreiben.
Und das war der Ansatz, den man gewählt hat, um Festplatten, die früher wirklich sehr empfindlich waren, so ein bisschen länger benutzen zu können und am Leben zu halten.
Wolfgang SchochJa, also ich muss mal schauen, ob ich diesen Werbespot noch immer auf YouTube finde, dann verlinke ich den auch.
Bei mir ist es immer lustig.
Ich habe ja in meinem Leben echt viel Fernsehen geschaut, so als junger Mensch, jetzt heute irgendwie nicht mehr, aber als Jugendlicher und als Kind echt viel Fernsehen geschaut.
Und da ist schon viel hängen geblieben.
Ich möchte es nicht sagen, wichtige Sachen, aber Dinge.
Und immer wenn ich mal über so Themen spreche, dann fällt mir manchmal sowas ein irgendwie.
Das finde ich ganz lustig.
Christian StankowicDas zeigt aber auch, dass es wirklich ein guter Werbeclip war.
Also ich kenne auch einige IBM Werbeclips oder im weitesten Sinne Werbeclips.
Es gibt auch ein grandioses Video, das ist das ThinkPad und die Buhlkugel.
Das findet man auch noch auf YouTube und da sieht man so einen Vertreter, Verkäufer von IBM, der dann so ein damals neues ThinkPad T61 in die Kamera hält und das hatte so einen Metal Structure Frame.
Das heißt, unter dieser Ethen-Gummierung war wirklich so ein Aluminium-Rahmen, der das Display schützte.
Und das hat er einfach mal demonstriert, indem er dieses Notebook nimmt, es zeigt, es läuft, klappt es runter und nimmt eine 500 Gramm Buhl-Stahlkugel, lässt die erst auf den Boden fallen, wo es natürlich einen lauten Knall gibt.
Und dann nimmt er diese Kugel und sagt dann so, ja und jetzt das gleiche nochmal auf dem Gerät, lässt es auf das Gerät fallen, es scheppert natürlich und er macht dieses Display auf und es funktioniert einfach weiter und dann sagt er nur so ganz trocken, beim nächsten Notebookkauf die Buhlkugel nicht vergessen, so als würde man zum Mediamarkt oder sonst wo gehen und würde er sich da Naptops geben lassen, um da eine Stahlkugel drauf zu feuern.
Wolfgang SchochGroßartig, großartig.
Ja, IBM hat ja dann auch noch so einige spezielle Modelle in der ganzen Zeit entwickelt und ich habe vor zwei, drei Wochen, ich glaube vor zwei, drei Wochen, habe ich mal ein ganz spezielles Modell auch gesehen, denn ich war unterwegs, ich war in Berlin und habe mir da eine Ausstellung angeschaut über Design und da waren ganz viele Dinge ausgestellt und unter anderem auch ein IBM ThinkPad und ich habe dir ein Foto davon geschickt.
Das war nämlich dieses Thinkpad das so eine zusammengefaltete Tastatur hatte, also es war von der Größe her relativ kompakt und dann konnte man das aufklappen und die Tastatur irgendwie nochmal ausklappen, sodass man so eine Full Size Tastatur hatte und die Tastatur war eigentlich größer als das Gerät selbst und da gab es damals auch echt coole Werbespots dazu, gibt es sowas heute noch?
Christian StankowicEher nicht, nee.
Also diese Butterfly-Tastatue, die du da erwähnt hast, so heißt die, oder eigentlich hieß die Track Ride, Butterfly konnte man nicht schützen lassen, ist halt wirklich so diagonal, von links oben nach rechts unten durchgeschnitten und das klappt sich nach links oben quasi aus, wenn du das Notebook aufklappst.
Damals war das so, und das habe ich erst neulich nachgelesen, dass man halt keine größeren Farbbildschirme als 10,4 Zoll bekommen hat.
Das heißt, wenn man ein Farbdisplay haben wollte, darf das Gerät nicht größer als 10,4 Zoll sein, im weitesten Sinne.
Und wenn du dabei eine Fullsize einbauen willst, kannst du die entweder zusammenfaltbar machen oder du machst ein Display, wo du extrem dicke Display-Ränder hast.
Und das sieht natürlich sehr unschön aus, wenn du so ein Mini-Bildschirm in der Mitte hast und dann noch Zentimeterbreiten, Rand links und rechts.
Deswegen ist das aus der Not heraus entstanden und später gab es günstig größere Farbdisplays, also leider auch keine Notwendigkeit mehr, so eine Tastatur zu bauen.
Wolfgang SchochJa, wobei so ein mechanisches Ding da einzubauen, ist das sicherlich auch nicht ohne Probleme irgendwie unterwegs, glaube ich.
Also wenn du so viel Mechanik hast, die sich immer auseinanderfaltet, zusammenschiebt wieder, dann ist das ja auch sicherlich so ein Punkt, wo dann mal irgendwas kaputt gehen kann.
Und wenn man darauf verzichten kann als Hersteller, ist man wahrscheinlich auch ganz happy.
Christian StankowicDas ist auch der Grund, warum das Gerät kommerziell leider gefloppt ist.
Also der 701c, das diese Tastatur hat, das gilt als das bekannteste oder das schönste Thinkpad aller Zeiten und steht auch im Museum of Modern Arts oder bei mir oder in dem Museum, in dem du warst.
Ja.
Und das war kommerziell aber leider ein Flop, weil das wurde designt, als der 486er aktuell war.
Aber diese Konstruktion dieser Tastatur, die hat sich so sehr verzögert durch diesen Mechanismus, der ja wirklich ausgeklügelt funktionieren muss und soll ja auch lange halten.
Und als das Gerät rauskam, gab es halt schon den Pentium 1 und das Gerät war technisch komplett veraltet.
Das ist echt die Kehrseite dieser Geschichte.
Wolfgang SchochJa, echt bitter.
Ja, kennst du sonst noch, also ich meine, du kennst natürlich noch viele Modelle, das ist mir klar, aber fallen dir sonst noch so ein paar extravagante IBM ThinkPad Modelle ein?
Christian StankowicDa gibt es echt viele.
Ich habe mal versucht, so zwei, drei mitzunehmen oder die ich als Top 4 beachten oder bearbeiten würde.
Was mir immer direkt als erstes einfällt, ist das IBM Transnode.
Und das ist eine sehr spannende Kollabo gewesen zwischen IBM und einer Firma, die AT Cross heißt.
Hast du von der schon mal gehört?
Wolfgang SchochNoch gar nie in meinem Leben.
Christian StankowicDie machen so Premium-Füllfederhalter.
Das sind dann so vergoldete...
Ja, Stifte, die dann US-Präsidenten benutzen für 2000 Dollar oder irgendwie sowas.
Das sind so die Produkte, die die bauen.
Und die haben mal so ein digitales Notepad gebaut.
Das war dann so ein, ja wie so ein, ich glaube Zeichenpad ist nicht der richtige Ausdruck.
Also du konntest da Papier drauflegen und konntest dann mit einem speziellen Stift auch mit Tinte auf dieses Papier schreiben und malen, aber unten drunter war eben eine Schicht, so ein Display, das das dann quasi digitalisiert hat, was du gemacht hast.
Und du hast es wie so ein Notizbuch nehmen können, das ging auch offline, ohne dass da ein Rechner angeschlossen war.
Und das konntest du dann übertragen auf den Rechner, dann über USB zum Beispiel.
Und das Transnode ist genau diese Symbiose.
Du hast einen kleinen Laptop, den du auch ausklappen kannst, auch wieder 10,4 Zoll Display, Pentium 3 und du hast eben dieses Eingabe-Pad und das ist quasi dann ein Notizbuch mit eingebautem Computer, wenn du willst.
Kannst du offline benutzen, deine Notizen auch alle aufschreiben, auch Seiten blättern und wenn du das nächste Mal nach dem Meeting deinen Laptop wieder anschaltest, dann kann automatisch, was du mitgeschrieben hast, digitalisiert und per E-Mail an den Chef gesendet werden oder so.
Wolfgang SchochKlingt spannend, klingt für mich aber auch ein kleines bisschen, als ob es der Zeit vielleicht voraus war.
Christian StankowicJa, also das war wirklich das absolute Nischenprodukt.
Das war kommerziell überhaupt kein Erfolg.
Aber sie haben auch nochmal die Nische in der Nische gemacht, weil wenn wir jetzt über Notizbücher sprechen, dann gibt es natürlich Leute, die benutzen den Stift mit der rechten Hand.
Aber es gibt auch Leute, die sind Linkshänder und die benutzen halt die linke Hand.
Und sie haben eine Linkshänder-Version von diesem Gerät gebaut oder ein Umbau-Kit.
Also für die wenigen Leute, die sich so ein Gerät kaufen, nochmal die Submenge, die das gerne mit links statt mit rechts machen würden.
Und das finde ich schon bezeichnend, weil es zeigt, wie ernst IBM das gemeint hat damals.
Wolfgang SchochDas ist wirklich beeindruckend.
Christian StankowicWir bleiben mal beim Papier.
Jetzt haben wir ein Notizbuch gehört, aber es gibt auch ein ThinkPad 550 BJ oder 555 BJ.
Und das BJ, das steht für Bubblejet.
Das ist ein Gerät mit einem eingebauten Kennen-Drucker.
Wolfgang SchochGeil.
Das heißt, in dem Gerät ist direkt der Drucker drin.
Also nicht so wie bei deiner Kindheitserinnerung mit dem Vertreter, der ja beides im Vertreterkoffer drin hatte.
jetzt hast du 2 in 1.
Christian StankowicRichtig, genau.
Du hast ein relativ großes, schweres Gerät und hast da einen vollwertigen kleinen Canon-Drucker drin.
Und wenn du drucken willst, musst du kurz die Tastatur anheben, dann kannst du bis zu zehn Seiten den A4 einlegen und hinter dem Bildschirm ist dann die Ausgabe.
Wolfgang SchochIch vermute, das war ein großer Erfolg.
Christian StankowicDas war leider überhaupt kein Erfolg.
Es war auch ein japanisches Exclusive wie viele Geräte.
Also es gibt auch heute noch ThinkPad-Konfigurationen, die es nur in Japan oder generell im asiatischen Markt gibt.
Und das Gerät war ein solches.
Das war eine Kollabo mit Canon.
Das heißt, man konnte das als IBM gebrandet kaufen.
Das gab es dann nur in Japan.
Und wenn du aber die Canon-Version von Hamburg, die sah ein bisschen anders aus, die hatte halt ein anderes Logo, eine andere Farbe, war aber relativ baugleich.
Also Canon hat die Drucker gebaut und IBM halt die Gehäuse und so weiter.
Konntest du das halt als Canon-Version in Europa bekommen und hat sich nicht wirklich durchgesetzt.
Kann vermutlich am Preis irgendwie gelegen haben, kann aber vielleicht auch einfach daran liegen, dass es wirklich die enorme Nische ist.
Und das Gerät, das ist halt auch schon in Mitte der 90er rausgekommen.
Also das ist in den frühen 90ern sogar, Januar 93.
Ich glaube, das war wirklich einfach der Zeit voraus, das wollte niemand haben damals.
Wolfgang SchochJa, aber ich finde es trotzdem schön, wenn so eine Firma es sich leisten kann und auch den Mut besitzt, so Experimente durchzuführen, weil es ist ja klar, dass nicht jedes Experiment, dass nicht jede Idee, die du hast, dass die großartig ankommt am Markt.
Aber ich glaube, du musst halt experimentieren, um Erfolg haben zu können.
Und ich finde das schön.
Ich meine, heute lachen wir vielleicht ein bisschen drüber oder schmunzeln zumindest, wenn wir solche kuriosen Geräte sehen.
Aber als Kind seiner Zeit war das sicherlich ganz cool, als sowas auf den Markt kam.
Super, hey, ich kann jetzt unterwegs auch drucken.
Voll gut.
Christian StankowicJa, definitiv.
Manchmal muss man einfach mal was wagen.
Was mich noch zu dem nächsten Trivia-Fact bringt, Wir haben ja gar nicht drüber gesprochen, wie die rote Farbe eigentlich in den Trackpoint kam.
Wolfgang SchochStimmt.
Christian StankowicDas war auch wieder ein Wagnis und das geht auch wieder auf Richard Sapper zurück, der ja ein großer Freund von Rot ist.
Also wenn man sich seine Produkte anguckt, rote Interaktionsflächen sind genau sein Ding.
Und als Designberater bei IBM wollte er halt auch wieder rote Maustasten zum Beispiel haben, damit man das als emotional konnotierte Interaktionsfläche interpretiert.
Das war seine Wortfindung dafür.
Und was ist natürlich passiert?
Er hat das vorgeschlagen und IBM hat natürlich eine Corporate Identity Abteilung gehabt.
Und die waren eher so nüchtern und die haben natürlich gesagt, hör mal Richard, ist nicht, rot ist eine Gefahrenfarbe, das ist das Notaus für ein Mainframe.
Das können wir gerne rot machen, das ist auch schon rot, aber da hört es dann auch auf.
Und das fand er natürlich dumm, weil er sagte, okay, ja, rot kann eine Gefahrenfarbe sein, aber rot kann ja auch schön und emotional sein, wie zum Beispiel so ein schöner roter Sportwagen, das ist ja eine positive Konnotation zum Beispiel.
Und deswegen dachte er, das ändern wir und hat dann gesagt, ja vielen Dank für das Feedback, ihr habt recht, das können wir natürlich nicht machen.
Hat dieser Farbe dann natürlich einen Farbcode auch schon gegeben gehabt, der hat nämlich gesagt, wenn ihr nicht rot wollt, dann machen wir halt Magenta, das hatten die glaube ich sogar vorgeschlagen.
Hat dann dieser Farbe den Code TP333 gegeben und hat dann, das war so kurz vor der Produktion von so einem Gerät, hat er einfach in den nächsten Entwürfen Magenta immer mehr rot gemacht, bis es knallrot war und hat dann leider vergessen, in diesen Unterlagen diesen Farbcode anzupassen.
Mist, wie konnte das denn passieren?
Und dann ist das von Band gerollt, es gab erste Geräte, die Fachpresse war begeistert und dann haben die erst gemerkt, dass er einfach die Farbe ausgetauscht hat Und dann konnten sie natürlich nicht mehr zurückrudern, weil die Menschen schon gesagt haben, was für ein schönes Gerät, endlich traut sich mal jemand was und diese Farbe, die sieht ja aus wie so ein Sportwagen.
Wolfgang SchochAlso ich muss sagen, Richard, Sapper war mir bis heute noch kein Begriff, aber ich finde den ganz sympathisch so nach deiner Erzählung.
Christian StankowicJa, der hat halt einfach gewusst, wann man manche Leute übergehen muss.
Das ist natürlich, kann man jetzt auch zu Recht kritisieren, aber das ist ja etwas, das sehen wir auch an anderen Firmen oder an anderen Punkten in der IT-Geschichte, dass es immer mal Leute gab, die dann einfach mal über Grenzen gegangen sind und dann Dinge erreicht haben, von denen wir heute wissen, dass sie gut waren.
Wolfgang SchochJa, es gibt ja dieses bekannte Zitat, es ist einfacher, um Entschuldigung zu bitten, als nach Erlaubnis zu fragen.
Ich glaube, da ist schon viel dran.
Das sollte jetzt wahrscheinlich kein Freifahrtschein dafür sein, dass man immer alle anderen Leute ignoriert.
Aber gerade in so einer Bürokratie oder vielleicht auch in so einer Firmenbürokratie kann das durchaus eine Option sein, weil wenn du immer die Mühlen der Bürokratie durchwanderst, dann bist du halt in Rente, bevor du was erreicht hast.
Christian StankowicAbsolut, ja.
Manchmal muss man eben dann doch mal unübliche Wege nehmen.
Wolfgang SchochWobei natürlich so ein Kollege wie Richard Zapper wahrscheinlich super nervig ist.
Das darf man jetzt auch gar nicht sagen.
Es ist cool, so eine Geschichte zu hören.
Wenn das dein Kollege ist, der immer solche Nummern abzieht, dann ist es glaube ich super, super nervig.
Dann braucht man einen sehr, sehr guten Mediator, der dafür sorgt, dass es einigermaßen läuft.
Christian StankowicIch glaube, er war auch einfach auf einer anderen Ebene mit seinen Arbeiten unterwegs und er hat auch selbst mal gesagt, dass er Design nicht als Design so betrachtet, sondern das eher mit Bildhauerei und mit Kunst vergleicht und ich glaube, das erkennt man auch in diesem Handeln, weil er einfach sagte, das ist die Kunst, wie sie sein muss, das ist ein kreativer Prozess und das ist mir egal, wer du bist, du hinterst mich nicht daran, kreativ zu sein.
Und das ist wohldosiert sicherlich auch sehr zielführend und erquickend, aber du hast natürlich völlig recht, wenn das dein Kollege ist, der alles torpediert, was du machst, dann wäre ich dem vermutlich auch nicht mehr so offen gegenüber.
Wolfgang SchochJa, aber das ist ein super wichtiger Punkt, den du ansprichst, denn ich glaube, man muss schon unterscheiden, ob ich jetzt irgendwie ein Mitarbeiter bin und ich jetzt in einem Projekt arbeite mit klaren Vorgaben oder ob ich ein Künstler bin.
Wäre ich jetzt Künstler, dann würde ich mir ja auch nicht vorschreiben lassen, wie meine Kunst auszusehen hat.
Also entweder gefällt sie den Leuten oder sie gefällt denen nicht.
Und wenn ich überzeugt bin von meiner Kunst, ist ja beides für mich in Ordnung.
Also dann gefällt es halt nicht jedem fair enough irgendwo.
Aber wenn ich jetzt wirklich so diesen Künstler-Spirit irgendwo habe, dann kann ich schon nachvollziehen, dass man sich schwer tut jetzt bei einem Unternehmen wie IBM.
Christian StankowicAuf jeden Fall, ja.
Ich springe noch mal ganz kurz zurück zu den letzten zwei Dingen, die ich noch mitgebracht habe.
Wolfgang SchochGerne.
Zu den experimentierfreudigen Gerätschaften.
Ich bin sehr neugierig, was du noch mitgebracht hast.
Christian StankowicIch habe ja vorhin kurz gesagt, die früheren Geräte, das war so an, man kann nicht sagen, dass das von BMW kopiert war, aber ich finde, dass die Nummern ganz gut mit den Modellen der Zeit übereinstimmen.
Und es gab früher in den 90ern ja auch die BMW 800er Serie, also den BMW 850i zum Beispiel.
Das war so ein Sportwagen, der hatte Scheinwerfer, die in der Motorhaube versenkt werden konnten.
Wolfgang SchochIch erinnere mich.
Christian StankowicJa, wie so ein italienischer Sportwagen, nur halt aus Bayern quasi.
Und das war ja auch ein leistungsstarkes Gerät.
Es hatte einen, glaube ich, 5-Liter-Motor mit 400 PS oder 300 PS, also quasi eine Power-Maschine, wenn man so will.
Und deswegen gab es auch von IBM die ThinkPad 800er-Serie mit, Achtung, IBM Power PC-CPUs.
Also Prozessoren, die man eigentlich eher in Unix-Workstakes hat und die haben die einfach mal in Laptops eingebaut.
Wolfgang SchochAlso Power-PC, CPUs, das habe ich schon sehr, sehr lange nicht mehr gehört.
Christian StankowicJa.
Das war auch Anfang, Mitte der 90er, als sie das gebaut haben.
War auch kommerziell kein Erfolg, wie man sich vorstellen kann.
Zu der Zeit aber ganz spannend, weil Unix war damals auf Server und Omni präsent und es gab auch eine Zeit lang Unix Workstations.
Zum Beispiel auch legendär diese SGI Workstations, wo dann auch Kinofilme drauf geschnitten wurden.
Terminator 2 zum Beispiel oder der erste Jurassic Park.
Wolfgang SchochOder Toy Story ist auch auf dem SGI gemacht worden.
Christian StankowicGenau, ja.
Und damals war das halt üblich, dass man auch auf dem Desktop Unix hatte.
Das hat aber relativ schnell, wurde das von Linux verdrängt.
Und das ist halt ein Ding, dass du Unix Workstations produzierst.
Aber es ist halt nochmal ein Ding, wenn du sagst, ja, das will ich aber auch intragbar haben.
Und dann die Nische in der Nische damit abfrühstücken willst.
Und das hat man damit gemacht.
Und das ist halt auch wieder extrem kurios und experimentierfreudig.
Wolfgang SchochAlso ich staune wirklich, wie es da zugegangen ist bei IBM.
Die ganze Ära Thinkpads hat sich dann aber zumindest bei IBM dann auch irgendwann mal dem Ende zugewandt und da müssen wir auf jeden Fall noch drüber sprechen, was da passiert ist, warum das heute Lenovo Notebooks sind.
Und ich habe das nämlich ehrlich gesagt nie so hundertprozentig verstanden.
Ich meine, wenn eine Marke verkauft wird, dann ist der Grund eigentlich immer Geld.
Ja, oder Weltfrieden oder das Wohl für die Menschheit.
Eins der drei ist es eigentlich immer, meistens aber Geld.
Auf der anderen Seite muss doch IBM auch viel Geld verdient haben mit den Thinkpads, weil diese Dinger waren doch immer omnipräsent.
Business-Leute hatten Thinkpads.
Irgendwelche Hackerinnen und Hacker hatten Thinkpads.
Also das war doch irgendwie immer so dieses Ding, hey, Thinkpads, wir benutzen die überall.
Hey, wenn du im U-Boot irgendwo unterwegs bist, du hast ein Thinkpad dabei.
Auf der ISS benutzt man Thinkpads, oder?
Christian StankowicRichtig, genau.
Das ist auch noch ein Trivia-Fact.
Und ja, seit 1993 werden die da benutzt, wie du völlig richtig schon sagst.
Und die waren bis 2016 die einzigen mobilen Computer, die für Langzeiteinsätze der ISS zertifiziert waren.
Und das ist schon beachtlich, das klingt jetzt erstmal nicht so interessant vielleicht, aber wenn man sich mal so ein bisschen mit Weltraumfahrt beschäftigt, dann weiß man, da gibt es extrem hohe Anforderungen an die Hardware.
Kosmische Strahlung ist ja so ein Schlagwort.
Da kannst du halt nicht die modernste Hardware benutzen, die overengineert ist, weil die funktioniert dann einfach nicht sehr lange da oben.
Das sind enorme Voraussetzungen.
Wolfgang SchochJa, also klassische Consumer Hardware, wenn du die mit hochnimmst, die funktioniert schon eine ganze Weile, aber dann ist sie halt kaputt.
Christian StankowicGenau, richtig.
Wolfgang SchochUnd wenn du Laptops oder Notebooks halt oben hast im All, dann möchtest du schon Geräte, die länger halten.
Und ich meine, das Problem ist ja nicht, dass die von heute auf morgen irgendwie durchbrennen und kaputt sind, sondern da geht ja halt die Elektronik kaputt, dann gehen die Speicherchips kaputt, dann hast du Bitkipper und dann sind vielleicht deine Berechnungen nicht mehr korrekt und das möchte man ja alles verhindern.
Und auf der ISS oben merkt man das schon ganz deutlich, wenn du jetzt mit einer Sonde irgendwo unterwegs bist und noch weiter weg bist, dann ist natürlich nochmal was anderes, also da wäre auch der ThinkPad direkt durchgegrillt, aber ja, das ist auf jeden Fall ein wichtiger Punkt, wie abgeschirmt so ein Gerät ist und ich meine, die ganzen Sachen, Business nutzt man die Dinger, professionelle User nutzen diese Dinger, im Weltall nutzt man die, überall wo es drauf ankommt, höchstwahrscheinlich beim Militär nutzt man Thinkpads.
Beim deutschen Militär bin ich mir nicht sicher, ob man da schon so weit ist oder ob man da vielleicht noch irgendwie Big Tower hat.
Christian StankowicWaschdorf und Faxgeräte habe ich gehört, Wolfgang.
Wolfgang SchochJa, ja, den Big Tower noch irgendwo hat.
Da bin ich mir nicht sicher.
Aber wie konnte es denn passieren, dass sich das für IBM nicht mehr gelohnt hat?
Weil das ist der einzige Grund, der mir einfällt, weswegen das verkauft wurde.
Christian StankowicJa, also im Endeffekt klingt das alles immer nach super tollen Produkten.
Und man hat ja auch gemerkt an diesen extremen Experimenten, die man gemacht hat und an der Qualität, dass man das wirklich all in gemacht hat.
Also entweder ganz oder gar nicht.
Und das war tatsächlich nicht lukrativ für IBM irgendwann mehr.
Liegt so ein bisschen daran, der PC-Markt, der ist ja generell einfach extrem lebhaft.
Also das ist ein Geschäft, das ist, glaube ich, sehr, sehr hart, wenn man sich da etablieren will.
Wir haben so große Player wie Lenovo, Apple, HP, Dell, das sind so diese üblichen Marken.
Und das ist ein harter Kampf zwischen diesen Marken.
Also da wird viel getan, damit man da bleibt.
Und das ist natürlich dann eine Frage, ob sich das für dich als Unternehmen überhaupt noch lohnt.
IBM hat gesagt, das lohnt sich für uns nicht, weil die Produktions- und Entwicklungskosten, wenn wir diese Qualität haben und diese Experimente, die wir machen, da bleibt dann leider nur noch wenig Marge bei übrig.
Und ganz im Ernst, da können wir doch auch einfach nur Mainframe machen oder irgendwie sowas.
Da haben wir überschaubare Kosten in Relation zu dem Umsatz, den wir erwirtschaften.
Und da hat man einfach gesagt, das lohnt sich nicht mehr.
Auch wenn man es nicht erwarten würde, aber klingt retrospektiv ein bisschen nachvollziehbar, dass man halt eben andere Geschäftsbereiche hat, mit denen man dann mehr Ertrag erzielt hat.
Wolfgang SchochJa, am Ende des Tages zählt dann wahrscheinlich halt nur der Ertrag oder einfach die wirtschaftliche Performance und sowas wie die Tradition ist dann halt egal.
Das ist keine vernünftige KPI für so eine Entscheidung.
Christian StankowicLeider war.
Und wenn wir uns IBM anschauen, auch die Geschichte vor den Computern, dann ist IBM nur deswegen so groß und bedeutsam, weil sie immer zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Firmen sich auch einverleibt haben.
Und wenn irgendwas nicht mehr lukrativ war, es dann eben wieder abgestoßen hat.
Zum Beispiel hat IBM lange auch Tastaton gebaut.
Das hat man an Lexmark veräußert.
Das ist auch so ein Geschäftsbereich, der lange gut war und dann irgendwann nicht mehr lukrativ war.
Und so war das halt eben auch damit.
Und dankbarer Käufer, der PC sparte, war dann 2004, 2005, du hast es schon gesagt, Lenovo.
Damals 1,75 Milliarden Dollar und bekommen haben sie Computer und Notebooks und zehn Jahre später, 2014, auch die Server, denn IBM hat ja auch Server gebaut und die sind seit 2014 auch bei Lenovo gelandet.
Und man kriegt das eigentlich gar nicht so groß mit, weil die Geräte sehen so aus, wie sie sich schon immer ausgesehen haben.
Die Teile sind genauso verfügbar wie vorher auch und was soll ich dir sagen, sogar die Menschen sind die gleichen geblieben.
Deswegen war das eine Übernahme, die die überhaupt nicht groß sichtbar war, abgesehen von den Presseankündigungen bezüglich der Zahlen und der Mitarbeitenden.
Es war ein sehr langfristiger Prozess.
Das ging über mehrere Jahre hinweg.
Und man hat eben die Fertigungsstäter und die Leute auch mitgenommen.
Das heißt, die Leute, die früher schon gerne an den Produkten entwickelt haben, die haben das auch später noch getan mit ihren Kollegen und Kolleginnen, die sie hatten.
Der Batch hat sich halt geändert, mit dem man das Büro aufschließt morgens.
Wolfgang SchochJa.
Also Lenovo als Firma kannte ich davor gar nicht, war mir kein Begriff vor der ThinkPad-Übernahme und ich meine heute kennt man es natürlich.
Ich frage mich jetzt aber, wie hat sich das ausgewirkt jetzt beispielsweise auf den Service und auf die Qualität von diesen Thinkpads?
Merkst du da einen Unterschied?
Ist da heute das Plastik ein bisschen dünner oder sind die qualitativ ebenbürtig mit den IBM-Modellen?
Christian StankowicAlso es war sogar am Anfang so, dass es einige Zeitlang Geräte gab, die beide Logos trugen.
Also da wurden dann schon Teile unter Lenovo-Flagge, produziert manche noch unter IBM.
Dann hat man so kuriose Dinge wie ein IBM-Logo auf der Handballenauflage, aber ein Lenovo-Logo auf der Unterseite oder unter dem Bildschirm.
Weil es eben fließend ineinander überging und man auch bewusst nichts wegschmeißen wollte, sondern man hat gesagt, wir produzieren das halt jetzt einfach mal so und ihr dürft für x Jahre beide Marken weiter benutzen.
Ich finde, man hat das am Anfang gar nicht so sehr gemerkt.
Es gab natürlich in der Geschichte von IBM Qualitätsausreißer und die gibt es bei Lenovo natürlich auch.
Es gibt Dinge, die sind nicht so gut gelaufen, die hat man dann korrigiert, aber die gab es vorher auch schon.
Es gab zwischendrin mal so ein paar Jahre, da lief es eher ein bisschen schleppend.
Das war so aber vor meiner Zeit, als ich selbst aktiv die Geräte dann auch gekauft und benutzt habe.
Mittlerweile würde ich sagen, sind die qualitativ wieder auf einem ganz guten Niveau.
Es gibt halt Serien, die sind weniger qualitativ, wie schon gesagt, zum Beispiel dieser E- oder L-Serie.
Wenn man die kauft, dann weiß man natürlich, das ist dann halt eher Plastik und nicht so hochwertig.
Aber wenn man so eine solide TX- oder P-Serie kauft, dann ist das eigentlich eine feine Sache.
Natürlich kann sich Lenovo diesen Trends auch nicht verschließen und die Leute da draußen wollen seit Jahren immer sehr dünne Geräte.
Das heißt, auch hier sehen wir leider so Trends wie, dass bei dünnen Geräten der RAM verlötet wird beispielsweise, dass du Netzwerkports nur noch bei den Workstations zum Beispiel hast und so weiter.
Das hast du da auch, das hast du aber auch bei anderen Marken.
Also ich würde sagen, in Summe passt es, aber Ausreißer hast du natürlich überall.
Wolfgang SchochJa, also was du jetzt gerade noch angesprochen hast, dass man nicht mehr vielleicht so viel selbst machen kann, nicht mehr so viele Anschlüsse hat, das ist diese super lange Diskussion, die es immer gibt und ich glaube, man muss sich halt auch klar machen, wenn ich ein Gerät haben möchte, das reparierbar ist, bei dem ich selbst alles mögliche tauschen kann, dann ist es halt nicht so ultra kompakt.
Egal, ob es ein Laptop ist oder auch ein Smartphone.
Und wenn ich mir so Geräte anschaue, die gut reparierbar sind, also bei den Smartphones, diese Fairphones zum Beispiel, dann haben die halt auch einen entsprechenden Formfaktor.
Und auch bei einem Laptop ist es ja so, dass...
Ich hätte jetzt bei mir in meinem MacBook ja gar nirgends den Platz, wo ich es dann noch in den Akku reinstecken kann.
Also der ist so dünn, da ist halt nirgends der Platz einfach da.
Und wenn ich den aufschraube und mir mal anschaue, wo da überall Akkuzellen drin sind, dann sind die halt überall verstreut im Gerät.
Und das ist halt immer so das Ding, wo man sich halt glaube ich entscheiden muss, wenn ich ein sehr wartungsfreundliches Gerät haben möchte, dann kann es halt nicht so super, super kompakt sein.
Und dann sind halt Dinge verklebt und nicht geschraubt, weil das halt dann einfach für den Herstellungsprozess dann halt geschickter ist irgendwo.
Ich glaube, dann ist es egal, ob ich mir das ein MacBook anschaue oder ein ThinkPad.
Christian StankowicDas ist richtig.
Und man muss halt auch einfach, so ehrlich muss man sein, wir leben halt in Zeiten von Turbo-Kapitalismus.
Und du merkst es natürlich auch bei so einer Marke.
Dass wenn natürlich Admins sagen, ich hätte gerne ein Gerät, was ein Zentimeter oder keine Ahnung, zwei Millimeter dicker ist und dann wird halt einfach geguckt, okay, wie viele Leute sehen das auch so?
Was würde das bedeuten, den Prozess umzugestalten?
Wie würde der Ertrag darunter leiden?
Und dann ist die Antwort nein.
Das ist halt leider so.
Aber was man retrospektiv sagen kann, ich habe hier nochmal zwei Zahlen mitgebracht, der Lenovo Umsatz, der lag 2005 vor der Fusion, bei denen im Jahresbericht bei 2,9 Milliarden US-Dollar und ein Jahr später nach der Fusion oder während der Fusion ist der auf 13,3 Milliarden angewachsen.
Also das hat sich komplett gelohnt, weil Lenovo, ich kannte die vorher auch nicht, aber die sind sehr gut darin, sehr viel und sehr schnell Geräte zu produzieren.
Die machen das schon seit sehr langer Zeit und die können natürlich die Geräte, deren Designs sie ja übernommen haben, besonders schnell und besonders günstig produzieren.
Ja, also die haben einfach die Erfahrung, die IBM nicht hatte.
IBM hat halt nicht in so großen Stückzahlen produziert und IBM konnte auch gegen Ende übrigens gar nicht mehr so viel produzieren, wie die Leute kaufen wollten.
Und deswegen ist auch der Gewinn auch ein Stückchen weit ausgeblieben, weil die Produktionskapazität gar nicht dafür ausgelegt war.
Also hat sich dann durchaus für die Marke als solches schon gelohnt, würde ich sagen.
Wolfgang SchochJa okay, das ist natürlich ein spannender Aspekt, weil du hast natürlich die ganzen Kosten für die Forschung, für die Entwicklung und die sind ja fix, egal wie viele Geräte du verkaufst.
Und wenn du jetzt so den ganzen Bedarf nicht bedienen kannst, dann entgeht da natürlich super viel Geld.
Christian StankowicAbsolut.
Wolfgang SchochSpannend, Christian.
Sehr, sehr spannend.
Gibt es noch irgendeinen Fact zum Thema ThinkPaths, wo du sagst, hey, den sollte man eigentlich wissen, um jetzt vielleicht auf so einer Party die Leute mal so richtig zu begeistern?
Christian StankowicJa, also ich glaube, wir haben hier wirklich viel schon gesehen.
Die ganzen Trivia-Facts haben wir ja schön mit eingestreut.
Ich glaube aber, das folgende Fazit, das kann man vielleicht mal mitnehmen für die nächste Konversation.
Also ich glaube, wir haben herausgearbeitet, das ist immer noch eine spannende Marke.
Und ja, die Business-Geräte, wie wir sie heute kennen, das verdanken wir eigentlich, dass IBM da so federführend unterwegs war, weil auch Geräte von Dell und HP haben zum Beispiel ja Trackpoints später gehabt.
Es ist immer noch viel Entwicklung, das muss man glaube ich auch festhalten.
Also man kann sich ganz neue Lenovo Thinkpads angucken und hat jetzt vielleicht einen anderen Blick nach dem Wissen, das wir uns hier erarbeitet haben.
Es wird weiterhin viel experimentiert, aber nicht alles ist immer gut.
Und mein Lieblingsgerät, was ich da immer gern nochmal erwähne, und das habe ich zum Glück jetzt auch seit einem Jahr in meiner Sammlung, ist ein W700DS.
Das ist ein 17-Zoll-Workstation.
Das ist schon wuchtig und schwer.
Aber das DS, das steht nicht für den Nintendo DS, sondern das steht für Dual Screen.
Also eigentlich schon dadurch wieder für den Nintendo DS.
Denn du kannst aus der rechten Seite noch einen zweiten Bildschirm herausziehen und hast dann, wenn der eine Bildschirm dir nicht reicht, noch einen zweiten.
Wolfgang SchochUnd ich finde das großartig.
Also was bei mir jetzt auf jeden Fall auch hängen geblieben ist, ist IBM hat mit der ganzen Entwicklung von den Thinkpads und sicherlich auch mit einer großen, großen Menge Geld, die da reingeflossen ist für viele Experimente, sicherlich auch irgendwo den Weg bereitet für mobile Computer.
Denn ich meine, du hattest schon ein Beispiel angeführt von so einem ersten tragbaren Computer und man hatte da in den 80er Jahren ja verschiedenste Experimente, wie sowas aussehen konnte, aber so der Laptop, wie wir ihn heute kennen, das war ja nochmal was anderes wie diese 80er Jahre Geräte.
Und ich glaube, genauso wie Apple damals mit dem ersten iPhone sicherlich so ein bisschen den Weg vorgegeben hat, wie Smartphones aussehen und ich meine, wenn ich mir heute Smartphones anschaue, egal ob das jetzt ein Galaxy ist von Samsung oder ein iPhone oder irgendein anderer Hersteller, die sehen ja alle gleich aus.
Die Farbe ist ein bisschen unterschiedlich, Größe, dicke, dünne und einmal sind fünf und einmal sind zwölf Kameralinsen hinten drauf, aber sonst sehen die alle gleich aus und 2007 kam das iPhone auf den Markt, davor gab es zum Beispiel von Nokia so immer so 20 verschiedene Geräte und die sahen alle anders aus.
Christian StankowicJa.
Richtig, ja.
Wolfgang SchochUnd ich finde, dass das bei den Thinkpads nicht der gleiche Effekt ist, nicht so krass, aber schon auch so ein bisschen einfach.
Denn ich glaube, wenn ich jetzt halt ein anderer Hersteller bin, vielleicht Dell oder was es halt sonst noch so gab, naja, ich wäre ja doof, wenn ich nicht so ein bisschen über den Zaun rüber gucke und schaue, was machen die denn, was geht denn da gut, was wollen die Leute, vielleicht können wir das ähnlich machen, Vielleicht können wir das ein bisschen günstiger machen.
Zum Beispiel sowas wie diese Haken, die du erwähnt hast.
Die gab es in den 2000ern.
Dann gab es die beispielsweise auch bei Acer.
Christian StankowicJa, okay.
Wolfgang SchochDa gab es auch solche Haken.
Also da war ein so ein Haken drin, mit dem man den zusammengeklackert hat.
Also das sind dann vielleicht schon so Dinge.
Und ich meine, ich als Hersteller, ich wäre ja auch echt doof, wenn ich nicht gucken würde, was die anderen machen.
Und wenn ich einen großen Hersteller habe, ein Premium-Segment, dann ist es ja auch ein bisschen vielleicht die Marktrecherche oder die Inspiration.
Und insofern glaube ich, dass diese Thinkpads schon irgendwie auf jeden Fall einen wichtigen Platz da einnehmen.
Und popkulturell sind die auch cool, weil man sieht die Dinger ja auch oft im Fernsehen, also im Film oder so.
Also ich sehe entweder ein MacBook oder ich sehe ein ThinkPad.
Oder wenn es ein Film von Sony ist, dann sehe ich immer so ein Sony Notebook.
Klar, aber ganz, ganz, ganz, ganz, ganz dick in die Kamera gehalten, wenn dann irgendwie bei so einem Sony-Film jemand am Laptop arbeitet.
Christian StankowicGanz unauffällig.
Ja, aber genau das ist es.
Diese popkulturelle Relevanz, die ist nicht von der Hand zu weisen.
Also ich glaube, der letzte große Kinofilm, wo das drin war, Black Widow, habe ich irgendwie gesehen.
Da haben sie auch zeitlich akkurat aus der Zeit 90er Jahre Thinkpads gehabt, in der einen Szene.
Das finde ich natürlich schön.
Und natürlich, da wird auch geguckt, wie es andere machen.
Also ganz neu ist ein Thinkpad X9 und darüber wird hitzig im Internet diskutiert, weil das ist das erste Thinkpad ohne Trackpoint.
Das zählt aber quasi als Gerät für die Menschen, die jetzt anfangen zu arbeiten, die die Geschichte nicht kennen.
Also quasi die Leute, die jetzt gerade aus dem Studium irgendwie kommen, die eher so diesen MacBook-Formfaktor mögen und mit Trackpoints nichts anfangen können.
Für die ist das gedacht.
Und kann ich auch verstehen, ich muss das natürlich aus bekannten Gründen entschieden ablehnen, aber es ist doch gut, dass es die Option gibt, dass es auch andere Leute gibt, die man dann vielleicht noch damit infizieren kann, mit dieser Freude an diesen Geräten, auch wenn es bedeutet, keinen Trackpoint zu haben.
Da kann man, glaube ich, nur sagen, ich drücke da die Daumen, dass das auch in Zukunft funktioniert.
Denn manche Experimente, die können sehr, sehr zukunftsweisend sein.
Zum Beispiel wurde dieses Jahr.
Eine Mobile Workstation vorgestellt mit LP-CAM2-Modulen.
Und jetzt ist es ja so, dünne Geräte bedeutet immer, dass man RAM verlöten muss.
Wäre doch schön, wenn es anders geht.
Sockel wiederum sind zu komplex und können dann nur die Geschwindigkeit drosten.
Also wenn du ein wechselbares Modul mit so einer Metallfeder hast, dann ist das halt einfach, da hast du Physik, die mit involviert ist.
Und dann kannst du halt nicht mit 6, 7 Gigahertz da noch Daten drüber feuern.
Und LP-CAM2 ist so ein Mini wie so ein CPU-Sockel.
Der dann aber klein genug ist, dass man halt immer noch sehr, sehr schneller Datenmengen und Datentransferaten ermöglichen kann, aber man muss es nicht verlöten und das macht Lenovo mit Dell gemeinsam jetzt gerade und ich würde mir wünschen, dass das mehr Firmen in der Zukunft auch machen, damit wir halt den Rahmen noch wechseln können.
Wolfgang SchochDas klingt auf jeden Fall richtig cool.
Es klingt auf jeden Fall auch cool zu hören, dass es da noch weiterhin Innovation gibt und dass diese große Freude am Experimentieren jetzt auch nach dieser Übernahme bei Lenovo noch existiert.
Vielleicht nicht ganz so crazy wie bei IBM damals, aber das ist ja auch vielleicht auch ausreichend.
Christian, vielen Dank für die kurze Geschichte der IBM Thinkpads und ich habe heute schon wieder eine Sache gelernt.
Wenn man sich so ein Thema nur mal anhört und hört, hey, da gibt es einen Typ, der sammelt irgendwie Laptops, dann ist das so, bin ich auch ganz ehrlich, immer so eine Mischung aus crazy und, das ist doch langweilig, Laptops.
Und jetzt haben wir uns irgendwie so eine Stunde 40 ungefähr unterhalten.
Und ich finde es halt schön, Menschen, die begeistert sind von irgendwas, die können halt alle Themen auch mit so einer Begeisterung erzählen.
Und ich fand es nicht langweilig, ganz im Gegenteil.
Ich fand es super spannend, jetzt hier mal die ganzen Infos von dir zu bekommen, die Geschichte von dir zu hören und super viele Sachen einfach mal zu lernen, mit denen ich es natürlich angeben werde.
Das ist klar.
Also das hat sich auf jeden Fall gelohnt, hat super viel Spaß gemacht.
Wenn man jetzt auf den Geschmack gekommen ist, ein bisschen mehr über Thinkpads zu lernen, dann könnte man ja bei dir quasi mal vorbeischauen im Internet.
Du hast am Anfang schon ein bisschen was erzählt, wo man dich so finden kann, aber das ist schon ewig her.
Deswegen Christian, fass doch nochmal ganz kurz zusammen.
Wo findet man dich im Internet?
Was machst du da so?
Und die ganzen Links, die kommen natürlich auch für alle, die jetzt hier zuhören, in die Shownotes.
Da könnt ihr einfach draufklicken.
Christian StankowicGenau.
Ja, also ich bin gerne im Fettiverse unterwegs.
Machst du dann so mein Lieblingswerkzeug, wo ich viel zu viel Zeit investiere vermutlich.
Und ja, ich habe eine Webseite, die heißt thinkpadmuseum.de und da findet man sämtliche Details meiner Sammlung.
Das heißt, für jedes Gerät, das ich aufnehme, wird dann eine Seite angelegt mit allen Fakten, CPU-Rahmen von wann bis wann gebaut.
Was ist da so besonders dran?
Ich habe hier auch immer noch einen riesigen Stapel an Studio-Fotos.
Ich habe nämlich mal meine gesamte Sammlung von einem Jahr mal in ein Fotostudio gezerrt.
Die Bilder sind leider noch nicht online, aber wenn ich die irgendwann mal bearbeitet habe, dann könnt ihr euch die Geräte auch dann in Bilderform anschauen.
Und für die Leute, die eher gerne Audio konsumieren, so wie wir das jetzt hier gerade auch gemacht haben, dann gibt es das Ganze auch als monatlichen Podcast.
Da gibt es immer eine Episode zu einem Gerät, zu einer besonderen Technik, zu einer besonderen Persönlichkeit.
Über Richard Sapper habe ich zum Beispiel mal eine Folge gemacht, über die ersten Geräte.
Und da kann man einfach reinhören.
Da gibt es jeden Monat ein anderes Thema und auch manchmal mit Gästen, die dann ihre eigenen Geschichten mitbringen, über ihre persönliche Sammlung sprechen.
Und da kann man sich maximal tief in dieses Hobby reinnerden.
Und auf der Webseite gibt es auch noch verschiedene Links, also andere Content Creator, die sich mit dem Thema beschäftigen.
Es gibt einen grandiosen YouTuber, der sich damit beschäftigt, aber eben auch Vorträge.
Also ich bin regelmäßig auch auf Konferenzen und berichte über dieses Hobby und da sind dann auch Vorträge verlinkt.
Da könnt ihr dann alles nochmal nachlesen und auch alle Quellen sind da immer verlinkt.
Also ihr habt alles in der Hand, um maximal tief in diesen Kaninchenbau reinzuspringen, wenn ihr denn möchtet.
Wolfgang SchochJa, das ist auf jeden Fall eine ganze Menge und das sind ganz schöne tolle Quellen, wo man da nochmal ein bisschen reintauchen kann, vielleicht auch ein bisschen tiefer reintauchen kann, um sich der Wunderwelt der Thinkpads zu nähern.
Und ansonsten nur der Vollständigkeit halber, du hast noch zwei weitere Podcasts und zwar...
Christian StankowicEinmal gibt es noch Urlaub im Userspace, wenn euch generell Linux, Open Source und alles, was dazugehört, interessiert.
Und dann gibt es noch Faxinformatiker, wenn ihr selbst vielleicht leidlich in der IT unterwegs seid und hören wollt, dass es anderen Menschen auch nicht schlimmer oder besser geht wie euch, dann hört auch da gerne mal rein.
Wolfgang SchochJa, ich werde das auf jeden Fall machen.
Ich abonniere jetzt direkt Faxinformatiker, weil der Name ist so cool, dass er mich einfach direkt irgendwie gefesselt hat.
Christian StankowicJa, freut uns.
Wir haben aber leider keine Faxnummer bei Faxinformatiker.
Das müssen wir noch nachholen.
Aber bei Urlaub im Userspace haben wir eine Faxnummer.
Und da haben Leute auch schon Feedback eingesendet, das wir dann vorgelesen haben.
Also das geht auch.
Wir nehmen das sehr ernst mit Fax.
Wolfgang SchochBoah, das ist großartig.
Habt ihr so einen Online-Fax dann oder habt ihr ein echtes Gerät?
Christian StankowicAlso bei Fax-Informatiker wollen wir ein echtes Gerät haben.
Das ist der Grund, warum Marius versucht, nämlich eins, der produziert das Ganze und moderiert das und hat dann gesagt, er will ein echtes Fax.
Aber die sind richtig teuer geworden auf dem Flohmarkt, deswegen haben wir noch keins.
Und bei Urlaub im Userspace hat Enrico festgestellt, dass seine Fritzbox so eine Funktion hat.
Und dann haben wir jetzt einfach eine seiner Festnetz-Nummern, die er eh nicht braucht, als Fax umgebaut und das ist jetzt unser Gateway dann in die Außenwelt, in die analoge Außenwelt.
Wolfgang SchochGroßartig.
Ich schreibe mir das direkt mal kurz auf.
Das wäre vielleicht mal was für meine Folge Nummer 150, die nicht mehr dieses Jahr kommt, aber vielleicht in zwei Jahren oder so für Feedback.
Das ist ziemlich cool.
Ja, und ansonsten, ich habe natürlich auch noch hier den Abspann und ich habe es in Folge 100 schon gesagt, der wird nicht aufgenommen, den lese ich jedes Mal ab, weil ich es mir nicht merken kann und weil ich möchte, dass es immer authentisch ist.
Aber bevor der Abspann kommt, Christian, vielen, vielen Dank, dass du hier warst.
Und mich hat es total gefreut, dass wir das jetzt hinbekommen haben.
Wir haben uns ja im Mai zufällig getroffen hier auf der Stay Forever Convention in Karlsruhe und haben den Plan geschmiedet.
Und ich habe es am Anfang, glaube ich, schon gesagt.
Es ist eine Doppelfolge zum Thema IBM ThinkPets oder zum Thema ThinkPets.
Und wenn diese Folge hier erschienen ist und ihr die jetzt hört, könnt ihr direkt mal rüber gehen ins ThinkPad Museum und euch da mal mindestens die letzte Folge anhören, denn da sprechen wir auch über Thinkpads und dann habt ihr die doppelte ThinkPad, ThinkPad Packung so heißt es richtig und ich schaue gerade hier auf die Uhr, dann habt ihr glaube ich so dreieinhalb Stunden feinsten ThinkPad Hörgenuss und das ist doch was, ist heute schon Weihnachten?
Nö, aber das Geschenk gibt es einfach trotzdem an euch.
Christian StankowicVielen lieben Dank für die Einladung.
Hat mir sehr viel Spaß gemacht.
Gerne wieder, wenn wir hier auf Ebay, würde ich dir 5 von 5 Sternen geben für diese Doppelfolge.
Wolfgang SchochDankeschön.
Ich würde dir drei von drei Akkus geben, die man in die alten Geräte reinstecken konnte, damit du noch lange, lange durchhältst mit deinem Podcast.
Und ich höre mir das ThinkPad Museum an.
Ich habe überhaupt keine Ahnung, ehrlich gesagt, von ThinkPads, aber ich finde es immer schön, wenn sich Leute halt in so Themen so reinnerden.
Ich habe ehrlich gesagt noch nicht alle Folgen gehört, immer so Step by Step, weil im Podcatcher so viele Podcasts drin sind und ich dann immer so crazy random mir einen aussuche und den dann mal höre und dann gibt es den nächsten mit der nächsten Folge.
Aber macht auf jeden Fall Spaß, in so eine Subkultur abzutauchen.
Christian StankowicAbsolut.
Und da bist du natürlich genau richtig aufgehoben, weil das ist natürlich auch chronologisch so aufgebaut, dass man auch, wenn man keine Ahnung hat, bei Folge 0 anfangen kann.
Und je tiefer du reinkommst, desto mehr Details bekommst du, von denen du gar nicht wusstest, dass du die bei der nächsten Party einfach mal droppen möchtest.
Wolfgang SchochGenau.
Und wie gesagt, wenn ihr solche Partys kennt, dann schreibt mir bitte eine E-Mail und ladet mich ein.
Das war die Folge Nummer 112 der digitalen Anomalien.
112, das ist ja quasi die Notrufnummer für die Feuerwehr.
Oh, Feuerwehr, die braucht man, wenn so ein Laptop-Akku anfängt zu brennen.
Und wann das passiert und warum das passiert, das hört ihr in der aktuellen Folge vom ThinkPad Museum.
Genau.
Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht.
Genauso viel Spaß wie dem Christian und mir.
Und ich freue mich natürlich auch, wenn ihr beim nächsten Mal wieder mit dabei seid.
Wenn euch der Podcast gefällt, dann könnt ihr mir gerne einen virtuellen Kaffee spendieren.
Und das geht ganz einfach über die Plattform Kofi.
Und wer mich monatlich mit einer Dosis Koffein unterstützen will, der bekommt dafür sogar ein paar kleine Goodies.
Alle Infos dazu, die gibt es unter support.digitaleanomalien.de oder natürlich in den Shownotes.
Und falls ihr es noch nicht kennt, dann schaut euch doch auch mal mein kostenloses monatliches E-Mail-Magazin Die Anomalie an.
Den Link zur Anmeldung findet ihr ebenfalls in den Shownotes.
Und außerdem freue ich mich, wenn ihr mir auf Instagram oder auf Mastodon folgt oder direkt mal im Discord vorbeischaut.
Dort könnt ihr nämlich mit der Community und mir über das Thema der Folge und über viele andere spannende Dinge diskutieren.
Last but not least gibt es mich auch auf Twitch.
Da bin ich regelmäßig live zu Technikthemen und der Account von mir, der heißt Herr Schoch und die ganzen Sendetermine, die gibt es im Zeitplan auf Twitch.
Und alle Links, die sind wie gesagt in den Shownotes oder gesammelt auf digitaleanomalien.de.
Und wenn ihr Feedback habt, dann schreibt mir gerne eine E-Mail an feedback at digitaleanomalien.de oder schreibt mir einfach im Discord.
Und zum Schluss, ich würde mich riesig freuen, wenn ihr den Podcast weiterempfehlt oder mir eine Sternebewertung bei Apple Podcasts oder bei Spotify gebt oder wo man eben sonst noch Bewertungen geben kann.
Und besonders toll wäre auch so ein kleines Review bei Apple Podcasts, denn das hilft einfach ungemein, um neue Leute zu erreichen.
Und falls es noch nicht passiert ist, dann schaut doch jetzt mal kurz beim ThinkPad Museum rüber.
Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Tschüss.
Christian StankowicCiao.