Episode Description
Hybride Teams sind keine Zukunftsvision mehr. Sie entstehen gerade – in Laboren, Vorständen, Kliniken, Redaktionen. In dieser Folge von AI and Us, präsentiert von Workday, fragt Gastgeberin Prof. Dr. Sabina Jeschke, was es eigentlich heißt, wenn an einem Tisch nicht mehr nur Menschen sitzen, sondern intelligente Systeme mit eigenem Tempo, eigener Logik und – manchmal – eigener Laune.
Die Folge zeichnet ein präzises Bild des Übergangs: Vom Werkzeug zur Akteurin, vom Assistenten zum Peer, vom Copiloten zum Co-Entscheider. Dabei geht es weniger um Hype als um die schwierigeren Fragen dahinter: Wie verteilt man Verantwortung, wenn Rollen fluide werden? Wem vertraut man, wenn das Gegenüber eine Blackbox ist? Und was bleibt eigentlich zutiefst menschlich, wenn die Maschine in immer mehr Disziplinen mithält?
Die zentralen ErkenntnisseHybride Teams sind ein Paradigmenwechsel, kein Update. Sabina Jeschke beschreibt sie als grundlegenden Bruch mit der Idee von Teamarbeit, in der Werkzeuge zu Akteuren werden und Routinen fluider. Wer hybride Teams als „alte Teams plus Software-Upgrade" denkt, unterschätzt, was gerade passiert.
Deutschland und Europa hinken den USA hinterher. Nicolas von Rosty, Managing Director bei Heidrick & Struggles, ordnet ein, dass US-Unternehmen in der Praxis hybrider Teams längst aus der Pilotphase heraus sind, in der Europa teilweise noch steckt. Er nennt das „Parallelintelligenz": die Fähigkeit, in kürzester Zeit viele Szenarien zu durchdenken, statt sich an drei oder vier festzubeißen.
Führung wird zur Orchestrierung. Claudia Plattner, Präsidentin des BSI, bringt es auf den Punkt: Die Kunst bestehe darin, Menschen zu haben, die KIs orchestrieren können – das sei eine klassische Führungsfähigkeit, nur mit Mitarbeitenden, die plötzlich „echt richtig viel können".
KI skaliert Erfahrung – nicht Anfängertum. Markus Sontheimer, CIO von Brenntag, beschreibt, dass erfahrene Mitarbeitende durch KI viel stärker gehebelt werden als Junioren, weil sie qualifiziertere Sparringspartner sind. Die These dreht ein beliebtes Klischee um: KI ersetzt nicht den Senior – sie macht ihn wertvoller.
Vertrauen ist das eigentliche Engpass-Thema. Ohne klares Rollenverständnis wird Zusammenarbeit zur Zitterpartie. Florian Schütz, Geschäftsführer des KI-Parks Berlin, beschreibt das treffend: Bei menschlichen Kolleg:innen kennt man Stärken und Schwächen – bei KI fehlt dieses Gefühl noch.
Wir arbeiten in einem permanenten Beta-Zustand. Schütz vergleicht hybride Zusammenarbeit mit einem Team im Betastatus – ungewohnt für Menschen, normal in der Softwareentwicklung. Die neue Kernkompetenz heißt: anpassungsfähig bleiben, schnell lernen, eigene Kompetenzen iterativ weiterentwickeln.
Die Gäst:innen dieser Folge-
Prof. Dr. Sabina Jeschke – Gastgeberin, promoviert in Künstlicher Intelligenz, Physikerin, Unternehmerin, Leiterin des KI-Parks Berlin, Aufsichtsrätin
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Kenza Ait Sidabou – Thought Leaderin für Künstliche Intelligenz
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Prof. Anja Richert – Dekanin an der FH Köln, langjährige Erfahrung mit dem Mittelstand-Digitalzentrum Rheinland
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Nicolas von Rosty – Managing Director, Heidrick & Struggles
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Tobias Fuchs – Expertenstimme zu KI-Innovationszyklen
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Tom Thiele – Principal, Arthur D. Little
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Florian Schütz – Geschäftsführer KI-Park Berlin
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Markus Sontheimer – CIO, Brenntag
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Claudia Plattner – Präsidentin des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
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00:00 – Der neue Kollege schläft nicht: Was hybride Teams sind
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01:08 – Begrüßung durch Prof. Sabina Jeschke
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02:39 – Ressourcenmanagement neu gedacht: Mensch vs. Agent
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05:33 – Stehen hybride Teams schon? Stimmen aus Forschung und Wirtschaft
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06:11 – USA vs. Europa: Wer ist wo im hybriden Arbeiten
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08:33 – Wer übernimmt welche Rolle? Aufgaben und Verantwortung neu verteilen
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12:41 – Vom Uhrwerk zum Schwarm: Der Paradigmenwechsel
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15:47 – Welche Kompetenzen Menschen in hybriden Teams brauchen
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20:51 – Vom Tool zum Co-Creator zum Teamplayer: Der Reifepfad
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21:30 – Beispiele aus der Praxis: Mayo Clinic, Hyundai, TT NewsWire, NetDragon
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25:00 – Die Erfahrungsillusion: Warum hybride Teamarbeit anders ist
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28:20 – Das Alien am Tisch: Blackbox, Tempo, Unberechenbarkeit
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31:38 – Anpassungsdruck und neue Strategien für Vertrauen
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33:20 – Das große Ganze: Was bleibt, was verändert sich
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36:00 – Das hybride Team als Orchester: Synthese
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37:30 – Dank und Outro
Was ist ein hybrides Team?
Ein Team, in dem Menschen und KI-Systeme nicht mehr als Anwender und Werkzeug, sondern als Akteure mit jeweils eigenen Stärken zusammenarbeiten – mit fluiden Rollen, geteilter Verantwortung und gemeinsamer Entscheidungsvorbereitung.
Wie führt man ein hybrides Team?
Weniger durch Anweisung, mehr durch Orchestrierung. Führungskräfte definieren Ziele und Kontext, prüfen Qualität, setzen Grenzen und moderieren das Zusammenspiel verschiedener Intelligenzen.
Welche Kompetenzen brauchen Menschen in hybriden Teams?
Problem Framing, Urteilsfähigkeit, präzises Prompten, Kontextverständnis – und ein Mindset, das Verantwortung für das eigene Lernen übernimmt.
Wo arbeiten Mensch und KI heute schon zusammen?
Bei der Mayo Clinic in der Bilddiagnostik, in der Automobilentwicklung bei Hyundai, in skandinavischen Redaktionen wie TT NewsWire, in der Pflegerobotik in Tokio – und bei NetDragon Websoft in China sogar in der Rolle des CEO.
Warum ist Vertrauen das schwierigste Thema?
Weil KI für Menschen oft eine Blackbox bleibt: Wie sie priorisiert, was sie morgen kann, wo Halluzinationen auftauchen – all das ist nicht intuitiv lesbar.
„Plötzlich arbeiten in Teams nicht mehr nur Menschen zusammen, sondern es kommen Akteure hinzu, die auf einer völlig anderen Grundlage beruhen." – Sabina Jeschke
„Hybride Teams ist für mich ein anderes Wort für Parallelintelligenz." – Nicolas von Rosty
„Manchmal ist die KI mein Peer, manchmal mein Angestellter und manchmal doch mein Coach oder Chef." – Florian Schütz
Warum diese Folge gerade jetzt zähltHybride Teams sind der Lackmustest dafür, ob Unternehmen die KI-Transformation wirklich verstanden haben – oder ob sie KI nur als schnelleres Tool obendrauf legen. Die Folge macht klar: Echte Produktivitätsgewinne entstehen nicht durch Geschwindigkeit allein, sondern durch neue Formen von Koordination, Vertrauen und Verantwortung. Und genau hier entscheidet sich, ob aus „KI im Unternehmen" tatsächlich ein produktives Miteinander wird – oder Reibung und Risiko.
Der Ort, an dem hybride Teams wirklich zusammenarbeiten: Workday SanaDie spannendste Beobachtung der Folge ist auch die unbequemste: Hybride Teams brauchen einen Raum, in dem Menschen und KI-Agenten überhaupt erst auf Augenhöhe arbeiten können. Solange KI in 17 Tabs verteilt lebt, ist sie ein Werkzeug. Erst wenn sie als Kollegin im selben Arbeitskontext sitzt, wird sie Teil des Teams.
Genau dafür ist Workday Sana gebaut. Sana ist der Arbeitsraum, in dem Wissen, Menschen und KI-Agenten zusammenkommen – nicht als Add-on, sondern als gemeinsame Oberfläche. Recherche, Meetings, Dokumente, Entscheidungen und spezialisierte Agenten teilen denselben Kontext. Das, was Sabina Jeschke in dieser Folge beschreibt – Orchestrierung statt Anweisung, fluide Rollen, KI als Peer, Coach oder Mitarbeitende – wird in Sana zur konkreten Arbeitspraxis.
Wer hybride Teams nicht nur diskutieren, sondern aufbauen will, beginnt am sinnvollsten dort, wo das Zusammenspiel ohnehin stattfindet: im täglichen Arbeiten. Mehr zu Workday Sana: workday.com/sana
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