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Episode Description
In der dritten Episode schließen Hans-Dieter Höltje und Bernd Rupp das Thema der wasserlöslichen Vitamine ab. Im Fokus stehen diesmal Folsäure, Vitamin B12 und Ascorbinsäure.
Struktur der Folsäure: Der 6-Methylpterin-Rest ist blau, der para-Aminobenzoesäure-Rest grün und der Glutaminsäure-Rest gelb hinterlegt. Die roten Ziffern geben die Nummerierung des Pterin-Rests an und markieren wichtige enzymatisch aktive Positionen. Quelle: Hans-Dieter Höltje.
Zunächst erklärt Hans-Dieter den Aufbau der Folsäure, in der neben einem Pterin-Baustein auch para-Aminobenzoesäure und Glutamat miteinander verknüpft sind. Er stellt die Tetrahydrofolsäure (THF) als aktive Form vor und geht auf die Methyl-THF-Varianten ein, die im Körper als Methylgruppen-Spender fungieren. Auf Basis dieses Wissens lässt sich auch gut erklären, wie Wirkstoffe funktionieren, die die Dihydrofolatreduktase blockieren.
Anschließend widmen sich die beiden dem Vitamin B12 (Cobalamin). Sie beleuchten dessen zentrale Funktion bei der Übertragung unterschiedlicher Kohlenstoffgerüste, beispielsweise bei der Synthese von *beta*-Leucin, Succinyl-CoA und Acetyl-CoA.
Abschließend klärt Hans-Dieter spannende Fragen rund um Vitamin C: Warum ist Ascorbinsäure streng genommen eigentlich gar kein „richtiges“ Vitamin? Wieso reagiert sie als Lacton trotzdem sauer und was verbirgt sich eigentlich hinter der Dehydroascorbinsäure?
(Im Podcast gibt es Kapitelmarken, die den Zwischenüberschriften hier im Text entsprechen, so dass es einfacher ist, bestimmte Teile erneut zu hören. Nicht jede Kapitelmarke hat eine Zwischenüberschrift, manchmal fassen wir mehrere Kapitel zusammen.)
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- 39c3 Spezial – Gut verNETZen und gemeinsam an einem Strang ziehen – Sendung von Radio Helsinki
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- WSR082 Blutgerinnung: Fibrin, Fibrinogen und die katalytische Triade – Episode in der Vitamin K besprochen wird.
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- Folsäure (Vitamin B9) – Wikipedia Artikel
- WSR090 Einführung in die Vitamine, B1 Thiamin und B2 Riboflavin – Episode zu Vitamin B2
- Benzopteridine – Pubchem
- Pterin – Wikipedia Artikel
- Pyrimidin – Wikipedia Artikel
- Pyrazin – Wikipedia Artikel
- P-Aminobenzoesäure – Wikipedia Artikel
- Glutaminsäure – Wikipedia Artikel
Struktur der Folsäure: Der 6-Methylpterin-Rest ist blau, der para-Aminobenzoesäure-Rest grün und der Glutaminsäure-Rest gelb hinterlegt. Die roten Ziffern geben die Nummerierung des Pterin-Rests an und markieren wichtige enzymatisch aktive Positionen. Quelle: Hans-Dieter Höltje.
Vorkommen der Folsäure
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- Spinat – Wikipedia Artikel
- Leber – Wikipedia Artikel
- Polyglutaminsäure – Wikipedia Artikel
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- Tetrahydrofolsäure – Wikipedia Artikel
Struktur der Tetrahydrofolsäure. Die Positopnen der hydrierten Bindungen sind rot markiert. Quelle: Hans-Dieter Höltje.
Methylierung der Folsäure
Varianten des Methyl-Tetrahydrofolats (THF): Links ist 5-Methyl-THF und in der Mitte 10-Methyl-THF abgebildet. Rechts ist 5,10-Methylen-THF dargestellt, bei dem die Methylengruppe mit beiden Stickstoffatomen verbunden ist. Quelle: Hans-Dieter Höltje.
Herkunft und Verwendung der Methylgruppen
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- WSR093 Vitamin B6, Niacinamid und Biotin – Episode zu Biotin
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- Uracil – Wikipedia Artikel
- Nukleinbasen – Wikipedia Artikel
- Pyrimidine – Wikipedia Artikel
- Thymin – Wikipedia Artikel
- Ribonukleinsäure – Wikipedia Artikel
- Desoxyribonukleinsäure – Wikipedia Artikel
Struktur des Thymins. Die grün markierte Methylgruppe wird auf Uracil übertragen, um Thymin zu bilden. Quelle: NEUROtiker, Public domain, via Wikimedia Commons.
Weitere Biosynthesen
Folsäure Mangelerscheinungen
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- Blutbild – Wikipedia Artikel
- Erythrozyt – Wikipedia Artikel
- Anämie– Wikipedia Artikel
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- Dihydrofolatreduktase – Wikipedia Artikel
- Methotrexat – Wikipedia Artikel
- Autoimmunerkrankung – Wikipedia Artikel
- Sulfonamide – Wikipedia Artikel
Struktur des Methotrexats. Im Vergleich zur Folsäure wurde im Pterin-System an Position 4 (blau) die Carbonylgruppe durch eine Aminogruppe ersetzt. Dadurch erhöht sich die Elektronendichte am Stickstoff in Position 1 (rot) um Größenordnungen, wodurch dieser deutlich basischer wird. Zudem wurde an Position 10 (grün) eine Methylgruppe eingefügt. Quelle: Hans-Dieter Höltje.
Methotrexat Bindung in der DHFR
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- WSR036 Das Periodensystem der Elemente – Interview mit Prof. Dr. Hans-Dieter Höltje – Episode zu Elektronegativität
- Antimetaboliten – Wikipedia Artikel
Vergleich der Pterin-Reste von Folsäure (links) und Methotrexat (rechts). Grüne und rote Pfeile markieren H-Brücken-Donatoren bzw. -Akzeptoren. Die strukturellen Änderungen im Methotrexat verändern das H-Brücken-Muster massiv, wodurch dessen Pterin-Rest verdreht in der Dihydrofolatreduktase bindet. Quelle: Hans-Dieter Höltje.
Vitamin B12
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- Cobalamine – Wikipedia Artikel
- Karl A. Folkers – Wikipedia Artikel
- E. Lester Smith – Wikipedia Artikel
- Corrin – Wikipedia Artikel
- Häme (Stoffgruppe) – Wikipedia Artikel
- Adenosin – Wikipedia Artikel
- Desoxyadenosin – Wikipedia Artikel
- Cyanide – Wikipedia Artikel
- Nitrite – Wikipedia Artikel
- Cyanocobalamin – DocCheck Flexikon
- Klärschlamm – Wikipedia Artikel
Struktur von Cobalamin. Oberhalb der Corrin-Ebene können verschiedene Liganden (R) an das Cobalt-Zentralatom (rot) gebunden sein. Für R (rot) kommen CN, OH, H₂O, NO₂, eine Methylgruppe oder 5′-Desoxyadenosin infrage. Quelle: Wirkstoffradio.
Vergleich Corrin zu Häm
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- Pyrrol – Wikipedia Artikel
- Pyrroline – Wikipedia Artikel
- Porphyrine – Wikipedia Artikel
Vergleich des Porphyrin-Grundgerüsts aus Häm (links) mit dem Corrin-Gerüst des Cobalamins (rechts). Der rote Pfeil markiert das Kohlenstoffatom, das im Corrin fehlt. Zusätzlich sind im Corrin vier Einfachbindungen markiert, die im Porphyrin als Doppelbindungen vorliegen. Quelle: Wirkstoffradio.
Stoffwechselfunktionen des Cobalamin
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- beta-Leucine – Wikipedia Artikel (englisch)
- Succinyl-CoA – Wikipedia Artikel
- Acetyl-Coenzym A – Wikipedia Artikel
- Kategorie: Beta-Aminosäure – Wikipedia Artikel
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- Intrinsischer Faktor – Wikipedia Artikel
- Perniziöse Anämie – Wikipedia Artikel
- Mucoprotein – Wikipedia Artikel
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- Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen – Wikipedia Artikel
- Alkoholmissbrauch – Wikipedia Artikel
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- Ascorbinsäure – Wikipedia Artikel
- Skorbut – Wikipedia Artikel
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- Zuckersäuren – Wikipedia Artikel
- Guluronic acid – Wikipedia Artikel (englisch)
- L-Gulonic-acid -PubChem
Struktur der Ascorbinsäure. Wichtige Atompositionen sowie die chiralen Indizes sind in Rot hervorgehoben. Quelle: Hans-Dieter Höltje.
Derivat der Gulonsäure
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- Furan – Wikipedia Artikel
- Lactone – Wikipedia Artikel
- Vinylogie-Prinzip – Wikipedia Artikel
- Säurekonstante (pKs-Wert) – Wikipedia Artikel
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- Dehydroascorbinsäure – Wikipedia Artikel
- Triketone – Wikipedia Artikel
Struktur von Dehydroascorbinsäure. Quelle: Stanislaw Gackowski, Public domain, via Wikimedia Commons.
Vorkommen von Vitamin C
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- Redoxreaktion – Wikipedia Artikel
- Cortisol – Wikipedia Artikel
- Aldosteron – Wikipedia Artikel
- Progesteron – Wikipedia Artikel
- Prolin – Wikipedia Artikel
- Hydroxyprolin – Wikipedia Artikel
- Kollagene – Wikipedia Artikel
- Stützgewebe – Wikipedia Artikel
- Primaten – Wikipedia Artikel
- Meerschweinchen – Wikipedia Artikel
- Sperlingsvögel – Wikipedia Artikel
- Oxygenasen – Wikipedia Artikel
- L-Gulonolactonoxidase – Wikipedia Artikel
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- Antioxidans – Wikipedia Artikel
- Radikal (Chemie) – Wikipedia Artikel
- Dopamin – Wikipedia Artikel
- Noradrenalin – Wikipedia Artikel
- Cholesterol – Wikipedia Artikel
- Gallensäuren – Wikipedia Artikel
- Serotonin – Wikipedia Artikel
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- Linus Pauling – Wikipedia Artikel
- Orthomolekulare Medizin – Wikipedia Artikel
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- WSR051 Der Parasympathikus: Von der „Gottesurteilsbohne“ und dem „Schwiegermuttergift“ – Episode
- WSR053 Parkinson, das Dopaminerge System und der Fliegenpilz Pilz des Jahres 2022 – Episode
- Coniin – Wikipedia Artikel
- Digitoxin – Wikipedia Artikel
- Dual-Use – Wikipedia Artikel
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- Mikronährstoff (Medizin) – Wikipedia Artikel
- Deutsches Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke -Homepage
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- Bernd Rupp
- Prof. Dr. Dr. Hans-Dieter Höltje

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