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Episode Description
Wohnen ist nicht nur ein persönliches Thema, sondern eine soziale, wirtschaftliche und politische Grundfrage. In dieser Folge geht es darum, warum Wohnraum in Deutschland knapp und teuer ist, wie sich der Markt über Jahrzehnte verändert hat und welche Folgen das für Mieterinnen, Familien, ältere Menschen und vulnerable Gruppen hat.
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Zentrale Gerechtigkeitsfrage
Wir ordnen die Wohnungsfrage historisch ein: Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte sozialer Wohnungsbau eine zentrale Rolle, später wurden jedoch viele Sozialwohnungen privatisiert oder fielen aus der Bindung. Gleichzeitig stiegen Bodenpreise, Mieten und der Druck auf Städte wie Berlin, München oder Hamburg weiter an. Wer wenig verdient, konkurriert besonders um bezahlbare Wohnungen. Das betrifft nicht nur Menschen mit geringem Einkommen, sondern auch junge Erwachsene, Alleinerziehende, wohnungslose Haushalte, Menschen mit Behinderung und Frauen in Gewaltsituationen. Das alles macht Wohnen zu einer zentralen Gerechtigkeitsfrage unserer Zeit.
Wir sprechen mit
- Christine Hannemann, Soziologin und Professorin für Architektur- und Wohnsoziologie an der Universität Stuttgart
- Chris Vielhaus, Autor für Wirtschaft und Soziales bei Perspective Daily
- Franziska Eichstädt-Bohlig, Stadtplanerin und Politikerin bei Bündnis 90/Die Grünen
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