Ariel Beery

April 21
1h 9m

View Transcript

Episode Description

In diesem tiefgründigen Gespräch mit Thomas Schindler beschreibt der Sozialunternehmer Ariel Beery seinen persönlichen Wandel von einem „reiseabhängigen“ CEO hin zu einem präsenten Vater und Vordenker. Geprägt durch eine Kindheit in New York City bei Künstlereltern unterhalb der Armutsgrenze, lernte Beery früh den Wert öffentlicher Infrastruktur und sozialer Sicherheitsnetze kennen. Die COVID-Pandemie markierte für ihn einen Wendepunkt: Er wurde „geerdet“, was ihn dazu führte, seine Rollen als Vater, Jude, Israeli und Westler neu zu ordnen und Verantwortung für die Welt zu übernehmen, in die seine Kinder hineinwachsen .

Beerys Vision einer „guten Welt“ basiert auf dem Konzept der Selbstbestimmung und Anarcho-Syndikalismus, inspiriert von Martin Buber. Er strebt nach einer Welt, in der Gemeinschaften wieder ihre eigenen Existenzgrundlagen besitzen und verwalten – eine moderne Interpretation des biblischen „Landes, in dem Milch und Honig fließen“, wobei Milch und Honig als Güter verstanden werden, die aktive Pflege und Stewardship erfordern. Aktuell arbeitet er an dem Journal Prophecy, das darauf abzielt, die politische Vorstellungskraft zu erweitern und Entscheidungsträger dazu zu bewegen, in Zeithorizonten von 30 bis 50 Jahren zu denken, statt nur kurzfristig zu reagieren.
See all episodes