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Episode Description
Im Juli 711 stirbt der letzte Westgotenkönig Roderich im Kampf gegen ein Heer aus Berbern und Arabern. Es folgen fast 800 Jahre muslimischer Herrschaft auf der iberischen Halbinsel.
In diesem Zeitzeichen erzählt Tobias Sauer:
- warum König Roderich mit seinen Adligen im Streit liegt,
- welche Schätze die Araber auf der Iberischen Halbinsel suchen,
- dass Roderichs Witwe sich mit einem Eroberer neu verheiratet,
- wie sein Tod eine 700-jährige muslimische Herrschaft einläutet.
Der Legende nach verbündet sich Julian, Statthalter auf der nordafrikanischen Seite der Straße von Gebraltar, mit den Arabern. Der Grund: Der westgotische König Roderich soll Julians Tochter geschwängert haben. Die Rache endet tödlich: Der König fällt im Juli 711 im Kampf gegen die arabisch-berberischen Truppen.
Historiker halten es jedoch für wahrscheinlicher, dass die Araber zu einem Beutezug übers Meer gesetzt haben - ohne Julians Hilfe. Der Tod Roderichts eröffnet ihnen dann unerwartet die Chance, die Herrschaft über die Iberische Halbinsel zu übernehmen. Zumal der Widerstand nicht zu groß ist. Teile der westgotischen Eliten arrangieren sich rasch mit den neuen Machthabern.
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- Sabine Panzram, Professorin für Alte Geschichte, Universität Hamburg
- Ibn Abd-el-Hakem: The Islamic Conquest of Spain. Whitefish 2010
- Roger Collins: Visigothic Spain, 409 – 711. Malden, Mass. 2004
- Roger Collins: The Arab conquest of Spain: 710 – 797. Oxford 1998
Weiterführende Links:
- Uni Köln: Chronica Muzarabica
- SWR 2 Wissen: Al-Andalus heute – Spaniens muslimisches Erbe
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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Tobias Sauer
Redaktion: Christoph Tiegel und Sefa Inci Suvak
Technik: Martin Kropp