Hunger und Terror: Die deutsche Wehrmacht besetzt Athen

April 27
14 mins

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Am 27.4.1941 marschieren deutsche Truppen in Athen ein. Hinrichtungen, Plünderungen und Hunger werden Alltag. Aber es entsteht auch Widerstand gegen die Besatzer.



In diesem Zeitzeichen erzählt Claudia Friedrich:

  • wie der Einmarsch der deutschen Wehrmacht 1941 viele Griechen in Hunger, Gewalt und Plünderungen stürzt,
  • warum sich Athen schon wenige Wochen nach der Besetzung im Chaos befindet,
  • und wie erste Streiks und symbolische Aktionen den Widerstand gegen die Besatzung entfachen.

Am 27. April 1941 marschieren deutsche Truppen in Athen ein. Anfangs schauen viele neugierig zu, doch schnell weicht die Neugier blankem Entsetzen. Die Besatzer plündern Geschäfte, errichten ein Terrorregime und treiben die Stadt in eine verheerende Hungersnot: Tausende sterben, allein in Athen bis zu 700 Menschen täglich. In Kellern der Besatzungsmacht werden Gefangene verhört, gefoltert und auf ihre Hinrichtung vorbereitet. Orte wie der Schießstand von Kaisariani werden zu Schauplätzen von Massenexekutionen.

Gleichzeitig wächst der Widerstand. Aus Hunger, Verzweiflung und dem Willen zur Freiheit. Bis heute bleiben diese Orte Mahnmale: für das Leid, und für eine Erinnerung, die bleibt.

Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
  • Kostas Gavrilakis, Ehrenamtlicher Mitarbeiter Gedenkstätte Kaisariani
  • Ioulia Oikonomopoulou, Archäologin, Kunsthistorikerin und Mitarbeiterin Gedenkstätte Kaisariani
  • Menelaos Charalampidis, Historiker und Buchautor, Athens History Walks
  • Menelaos Charalampidis: εμπειρία της Κατοχής και της Αντίστασης στην Αθήνα (dt.: Die Erfahrung der Besatzung und des Widerstands in Athen), Athen 2012.
  • Ioannis Zelepos: Kleine Geschichte Griechenlands. Von der Staatsgründung bis heute, München 2014.

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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Claudia Friedrich
Redaktion: Sefa Inçi Suvak
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