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Episode Description
Vor rund 10.000 Jahren endet die Altsteinzeit. Sie prägt bis heute unser Bild vom "wilden Urmenschen". Steckt das "Recht des Stärkeren" wirklich in unseren Genen?
In diesem Zeitzeichen erzählt Thomas Pfaff:
- wie hartnäckig sich das Bild vom brutalen Keulenmenschen hält,
- warum Charles Darwins Evolutionstheorie oft missverstanden wird,
- wieso in der Altsteinzeit Zusammenarbeit und Lernen wichtiger sind als körperliche Stärke,
- weshalb damals Gleichberechtigung und flexible Rollen das Leben bestimmen,
- wie die Frage nach der wahren Natur des Menschen heute beantwortet werden kann.
Das Bild vom gewalttätigen Urmenschen ist tief im kollektiven Gedächtnis verankert. Filme und populäre Darstellungen zeigen Kämpfe um Ressourcen als treibende Kraft der Evolution. Doch die Forschung zeichnet ein anderes Bild: Entscheidend ist über Millionen von Jahren nicht Stärke, sondern Anpassungsfähigkeit, Kooperation und Wissen.
Der entscheidende Wendepunkt in der Menschheitsgeschichte findet erst mit dem Ende der Altsteinzeit statt. Vor rund 10.000 Jahren werden die Jäger und Sammler zu Bauern und Viehzüchtern. Damit ändert sich das Zusammenleben grundlegend: Es gibt erste Hinweise auf beginnende Hierarchien, Herrschaft, Privateigentum, auf Überfälle, Krieg, Sklaverei und Patriarchat.
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- Thorsten Uthmeier (Professor für Ur- und Frühgeschichte, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen)
- Andreas Pastoors (Professor für Ur- und Frühgeschichte, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen)
- Thorsten Uthmeier und Doris Mischka (Hg.): Steinzeit in Bayern. Freiburg im Breisgau 2023
- David Graeber und David Wengrow: Anfänge – eine neue Geschichte der Menschheit. Stuttgart 2022
- Marshall Sahlins: Das Menschenbild des Westens. Ein Missverständnis? Berlin 2017
- Marylène Patou-Mathis: Weibliche Unsichtbarkeit – wie alles begann. München 2022
Weiterführende Links:
- Planet-Wissen: Steinzeit
- TerraX: Sternstunden der Steinzeit
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Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Thomas Pfaff
Redaktion: Matti Hesse
Technik: Sarah Fitzek