Kein Leben wie im Märchen – Frieda Fischer und ihr Museum für Ostasiatische Kunst

April 10
54 mins

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Erst bestaunt und verehrt, dann von den Nazis verfolgt: Frieda Fischer-Wieruszowski; Mitbegründerin des „Museums für Ostasiatische Kunst“ in Köln.



„Ein Leben wie im Märchen“ überschrieb 1974 eine Zeitung ihren Artikel zum 100. Geburtstag von Frieda Fischer und klammerte dabei den tragischen Teil ihres Lebens einfach aus. Als junge Frau war Frieda Fischer (1874-1945) mit ihrem ersten Mann Adolf mehrere Jahre durch Ostasien gereist. Das Ehepaar sammelte asiatische Kunstgegenstände. Ausgestellt wurden ihre wertvollen Erwerbungen bald in einem eigens gebauten Museum für Ostasiatische Kunst in Köln.
Nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes im Jahr 1914 übernimmt Frieda Fischer die Leitung des Museums. Rund zwanzig Jahre hütete sie die Schätze des Hauses. Dann werfen die Nationalsozialisten sie aus ihrem Amt - Frieda Fischer hatte in zweiter Ehe einen Juden geheiratet. Verarmt und völlig rechtlos flieht das Ehepaar aus Köln. Frieda Fischer stirbt wenige Monate nach dem Tod ihres zweiten Mannes am 27. Dezember 1945 in Berlin.  

Ein Feature von Berit Hempel. Produktion: WDR 2021

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