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Episode Description
Narzissmus ist ein großes Thema in der Gesellschaft – gerechtfertigt oder übertrieben? Der Psychiater und Philosoph Thomas Fuchs spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, was Narzissmus ist, was ihn begünstigt und was ihn von gesunder Selbstliebe unterscheidet.
Thomas Fuchs (*1958) ist ein deutscher Psychiater und Philosoph. Er beschreibt Narzissmus als Ausdruck einer existenziellen Leere und dem Bedürfnis nach äußerer Bestätigung, das aber nie dauerhaft gestillt werden kann.
- Ovids Erzählung von Narziss und Echo: Wie Selbstverliebtheit und unterwürfige Bewunderung Leid hervorrufen (02:20)
- Videor ergo sum: "Ich werde gesehen, also bin ich" als anthropologische Grundannahme (09:53)
- Warum es keinen "gesunden" Narzissmus gibt, aber gesunde Selbstliebe (13:42)
- Social Media als narzissmusfördernde Technologie (17:14)
- Warum narzisstisches Auftreten abstoßend und schädlich sein kann (25:01)
- Wie die kapitalistische Gesellschaft narzisstische Ungeduld und ständiges Bestreben nach Befriedigung fördert (36:41)
- Selbstaufgabe und Selbstverleugnung als spiegelbildliche Auffälligkeit zum Narzissmus (46:32)
- Warum Menschen mangels Fähigkeit, sich zu spüren, den äußeren Körper optimieren (48:49)
Literatur
Thomas Fuchs / Thomas Arnold (2026): Das unersättliche Selbst: Phänomenologie des Narzissmus. Berlin: Suhrkamp Verlag. 200 Seiten.
Mehr zum Thema im Philosophischen Radio
Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5.
Im nächsten Podcast sprechen wir mit Martin Breul über Religion.
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