Thomas Fuchs: Narzissmus

September 14
56 mins

View Transcript

Episode Description

Narzissmus ist ein großes Thema in der Gesellschaft – gerechtfertigt oder übertrieben? Der Psychiater und Philosoph Thomas Fuchs spricht mit Jürgen Wiebicke darüber, was Narzissmus ist, was ihn begünstigt und was ihn von gesunder Selbstliebe unterscheidet.



Thomas Fuchs (*1958) ist ein deutscher Psychiater und Philosoph. Er beschreibt Narzissmus als Ausdruck einer existenziellen Leere und dem Bedürfnis nach äußerer Bestätigung, das aber nie dauerhaft gestillt werden kann.

  • Ovids Erzählung von Narziss und Echo: Wie Selbstverliebtheit und unterwürfige Bewunderung Leid hervorrufen (02:20)
  • Videor ergo sum: "Ich werde gesehen, also bin ich" als anthropologische Grundannahme (09:53)
  • Warum es keinen "gesunden" Narzissmus gibt, aber gesunde Selbstliebe (13:42)
  • Social Media als narzissmusfördernde Technologie (17:14)
  • Warum narzisstisches Auftreten abstoßend und schädlich sein kann (25:01)
  • Wie die kapitalistische Gesellschaft narzisstische Ungeduld und ständiges Bestreben nach Befriedigung fördert (36:41)
  • Selbstaufgabe und Selbstverleugnung als spiegelbildliche Auffälligkeit zum Narzissmus (46:32)
  • Warum Menschen mangels Fähigkeit, sich zu spüren, den äußeren Körper optimieren (48:49)

Literatur
Thomas Fuchs / Thomas Arnold (2026): Das unersättliche Selbst: Phänomenologie des Narzissmus. Berlin: Suhrkamp Verlag. 200 Seiten.

Mehr zum Thema im Philosophischen Radio

Philosophieren Sie mit über die großen Themen unserer Zeit. Das philosophische Radio mit Jürgen Wiebicke immer montags um 19:04 Uhr live in WDR 5.

Im nächsten Podcast sprechen wir mit Martin Breul über Religion.

Sie haben Fragen oder Kritik? Schreiben Sie an philo@wdr.de.

Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, bewerten Sie uns gerne und empfehlen Sie uns auf ihrer liebsten Podcast-Plattform weiter.

Unsere Podcast-Empfehlung
See all episodes