Episode Description
Fast wäre sein Traum geplatzt. Doch Paul Wittgenstein lässt sich nicht kleinkriegen, nur weil er im Krieg den rechten Arm verloren hat. Maurice Ravel schreibt ihm ein Klavierkonzert, das er – wortwörtlich – mit Links spielen kann ...
Paul Wittgenstein denkt nicht ans Aufgeben. Obwohl er im Ersten Weltkrieg seinen rechten Arm verliert, hält er an seiner Pianistenkarriere fest. Er trainiert die linke Hand und weil er nicht viele Stücke für die linke Hand findet, gibt er Kompositionen in Auftrag – auch bei Maurice Ravel. Der schreibt Wittgenstein ein Klavierkonzert, das sich gewaschen hat: jazzige Schärfe und höllisch schwere Solopassagen, die Ausdauer verlangen. „Wenn ich ohne Orchester hätte spielen wollen, hätte ich kein Klavierkonzert bestellt!“, schimpft Wittgenstein und knabbert am ungewöhnlich neuen Stil von Ravels Musik.
Wenn dir die Musik von Maurice Ravel gefällt, solltest du unbedingt auch seinen Boléro hören. Die passende Folge der WDR 3 Meisterstücke findest du auch in der ARD Audiothek.
In dieser Folge spielen wir diese Aufnahme:
Maurice Ravel
Klavierkonzert für die linke Hand
Alicia de Larrocha (Klavier)
London Philharmonic Orchestra
Lawrence Foster (Ltg.)
Höre dir hier das Album an.
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ARD Audiothek
Fragen oder Vorschläge? Schreib uns: meisterstuecke@wdr.de
Team hinter dieser Folge:
Autor: Ben Süverkrüp
Host & Redaktion: Michael Lohse
Grafik: Marc Trompetter / WDR