Episode Description
Bei einem Maskenball im Karneval 1760 lernt Casanova die Gattin des Kölner Bürgermeisters, Maria Ursula Columba zum Pütz, kennen und verliebt sich in sie. Um sie zu verführen, muss er seinen Besuch im Rheinland verlängern, bevor sich die beiden schließlich zum Ehebruch verabreden. Zunächst musste der Lebemann aus Venedig Stunden zusammengekrümmt im Beichtstuhl verbringen. Nach dem Abschließen der Kirche soll er weitere Stunden zusammen mit Ratten in einem Kämmerlein verbracht haben. Dafür wurde er jedoch reich belohnt. Casanova berichtet in seinen Memoiren von einer „köstlichen Nacht“. Sieben Stunden lang habe sich „die Lust immer wieder erneuert“. Der Ehebruch ist nicht der einzige Gesetzesbruch, den Casanova hier beging. Er verprügelte einen Kölner Zeitungsredakteur und übte verbotene Selbstjustiz. Möglicherweise war er als Spion in Köln unterwegs. Bei seinem dritten Besuch ist er wohl in der Stadt, um Schulden einzutreiben. Casanova musste einen Raubüberfall abwehren und wegen Betrugs vor Gericht erscheinen. Und bei allen festlichen Anlässen war er der Star, weil er recht unterhaltsam von seiner spektakulären Flucht aus den gefürchteten Bleikammern im Dogenpalast von Venedig berichten konnte. Dort war er eingesperrt worden, weil er angeblich als Unruhestifter und Anhänger der Freimaurer die „heilige Religion“ geschmäht hatte. Zu Gast bei True Crime Köln sind der Casanova-Kenner Ansgar Bach und die Karnevalsexpertin Monika Salchert. In dieser Folge geht es auch um die Kölner Elendskirche, in der sich Casanova vor der wilden Nacht mit „Mimi“ versteckt hatte. Informationen zur Elendskirche im Severinsviertel und zur von Groote’schen Familienstiftung findet man im Netz unter www.st-gregorius.de
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