Folge 4: Dr. Armin Triebel und Johan Filip Lokau

April 10
46 mins

Episode Description

In der vierten Folge von Transgenerational treffen Dr. Armin Triebel und Johan Filip Lokau aufeinander. Die großen Fragen Max Frischs besprechen sie gemeinsam in historischer wie philosophischer Vielschichtigkeit und sie stimmen in ihren Antworten in melancholischer Brillanz überein.

Dr. Armin Triebel ist in Düsseldorf geboren und aufgewachsen und hat Geschichtswissenschaften, Philosophie, Germanistik und Linguistik an den Universitäten Düsseldorf, Bonn und Bielefeld studiert. In Bielefeld war er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Historikers Reinhart Koselleck als auch des Zentrums für Interdisziplinäre Forschung. Nach seiner Promotion zu einem quantitativen Forschungsprojekt zu Lebensstandard und Konsumeinstellungen an der Freien Universität in Berlin arbeitete er unter anderem in einem französisch-englischen Projekt über Auswirkungen des Ersten Weltkriegs in Berlin, London und Paris. Seine Forschung führte ihn in den Nuller-Jahren in die Hochschulpartnerschaft der Universität Potsdam mit verschiedenen Universitäten im Iran, und an seine Lehrtätigkeit an der Humboldt-Universität Berlin und an der Universität Potsdam. Heute ist er Vorsitzender des Sozialwissenschaftlichen Studienkreises für interkulturelle Perspektiven und engagiert sich für eine Politik des Friedens. Dr. Armin Triebel gehört der unmittelbaren Nachkriegsgeneration an und ist noch über die Erfahrungen seiner Eltern mit dem Zweiten Weltkrieg verbunden.

Johan Filip Lokau ist in Freiburg i. Br. geboren und verbrachte seine Jugend in Berlin, Chicago und München, bevor er zum Studium wieder in die deutsche Hauptstadt zurückgekehrt ist. Hier an der Humboldt-Universität zu Berlin verbindet er sein Studium der Rechtswissenschaft mit seiner Leidenschaft für die Philosophie, in der er seine Studien nach dem juristischen Staatsexamen fortsetzen möchte. Theoretisch beschäftigte er sich bisher mit Immanuel Kant, Jacques Lacan und vor allem mit Hannah Arendt. Er schrieb seine juristische Schwerpunktarbeit zu den Medien von Schrift und Stimme in der Spannung von Kants Rechts- und Tugendlehre. Johan Filip Lokau ist zum Zeitpunkt der Aufnahme 23 Jahre alt.

Wenn das Gespräch von jenem Vernunftbegriff der Aufklärung über den Optimismus von Realität heute, in Gesellschaft als auch Politik, bis zur historischen Gestiftetheit der Welt kreist, so wird nicht nur die Frage der Kluft des Begriffes und der Realität von Revolutionen, sondern auch diejenige nach der Beschaffenheit der Revolution als solcher aufgeworfen.

In diesem Zuge wird die sogenannte Alternativlosigkeit von Revolution, als auch die der Revolution stets immanente Gefahr von Diktatur, außer- wie auch innereuropäisch, diskutiert. Die Frage eines klassenlosen Humors verbindet Gottesbeweise mit einem Zitat Reinhart Kosellecks : « Der Mensch dachte, aber Gott lachte».

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