Episode Description
Nachdem im ersten Gespräch mit Udo Lavendel die Vision hinter dem Dreiland-Klinikum im Mittelpunkt stand, geht es im zweiten Gespräch um die Frage, wie diese Vision im Alltag funktionieren soll.
Dr. Klaus Steinmeyer-Bauer, Klinischer Geschäftsführer, zeigt am Zentrum für Bewegungsmedizin, warum gerade Erkrankungen von Knochen, Muskeln und Bewegungsapparat ein gutes Beispiel für die neue Struktur sind: Patientinnen und Patienten sollen nicht mehr allein durch das System navigieren müssen, sondern in einer Einheit aus medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Fachbereichen begleitet werden.
Im Zentrum steht der Wechsel von klassischem Abteilungsdenken hin zu klaren Patientenpfaden und Organzentren. Orthopädie, Unfallchirurgie, Wirbelsäulenchirurgie, Pflege, Therapie und weitere Fachbereiche sollen enger abgestimmt arbeiten, um Doppeluntersuchungen zu vermeiden, Diagnostik zu beschleunigen und Behandlungen besser aufeinander abzustimmen. Dabei geht es nicht darum, Patientinnen und Patienten möglichst schnell „loszuwerden“, sondern sie so gut wie möglich durch den Aufenthalt zu begleiten und sicher wieder in die Selbstständigkeit oder nach Hause zu bringen.
Auch Digitalisierung spielt eine zentrale Rolle: Informationen sollen dort verfügbar sein, wo sie gebraucht werden – für Ärztinnen und Ärzte, Pflege, Therapie und weitere Beteiligte. Dr. Steinmeyer-Bauer macht außerdem deutlich, dass moderne Medizin Teamarbeit ist: Pflege und Therapie sind keine bloßen Zuarbeiter, sondern eigenständige, hochkompetente Bereiche, die wesentlich zum Behandlungserfolg beitragen.
So wird sichtbar, was das neue Versorgungskonzept für Patientinnen und Patienten konkret bedeuten kann: ein Ansprechpartner, weniger Brüche im System, klare Abläufe, kurze Wege und eine Medizin, die den Menschen gesamthaft betrachtet.