Parliament – "Mothership Connection"

January 26
1h 5m

Episode Description

"Mothership Connection" von Parliament gilt als eines der bedeutendsten Funkalben aller Zeiten. Für das Musikerkollektiv Parliament Funkadelic, die hinter dem Konzeptalbum stecken, war es darüber hinaus das erste Album, das eine Platinauszeichnung bekommen hat. Die Beatles und The Who waren Vorbilder für "Mothership Connection" von Parliament Die Inspiration für dieses Konzeptalbum hatte Mastermind George Clinton sich bei zwei anderen legendären Konzeptalben geholt: Bei "Sgt. Pepper" von den Beatles und bei "Tommy" von The Who. Die Idee von "Mothership Connection" ist wie auch schon beim Vorgänger "Chocolate City", dass Afroamerikaner in Situationen oder Positionen gebracht werden, in denen sie zu der Zeit nicht erwartet worden sind. Bei "Chocolate City" war das zum Beispiel das Weiße Haus in Washington D.C. und bei "Mothership Connection" ist das eben auch der Weltraum. Auch nach "Mothership Connection" beschäftigen sich Parliament bei ihren nächsten beiden Alben mit der Weltraumthematik.
"Mothership Connection" ist das erste der drei legendären P.Funk-Mythologie-Alben.

Quelle: Johannes Heuft, SWR1 Musikredakteur über "Mothership Connection"

Darum ist "Mothership Connection" von Parliament ein Meilenstein Für Musikredakteur Stephan Fahrig ist dieses Album so großartig, weil es "ein Schmelztigel von so vielem ist, was darin vorkommt". Vor allem schaffen Parliament es aber auf diesem Album auch einen "ganz neuen rohen Funk" zu entwickeln, erklärt Stephan Fahrig, der im Kontrast zu der sehr glatten Musik zu der Zeit steht, wie sie zum Beispiel die Commodores rund um Lionel Richie machen. Darüber hinaus vermischen Parliament auf diesem Album viele Musikgenres wie zum Beispiel den kultigen James-Brown-Funk, Bebop, Gospel und auch Rhythm and Blues. Und so wie sie den Mix aus den Genres präsentieren, sind sie für Stephan Fahrig "eine Vorgänger-Version des Hip-Hop". Und der Kleber, der diese Band zusammenhält, so erklärt es Stephan Fahrig, ist eben Mastermind und Funklegende George Clinton.
"Mothership Connection", das sind fast 39 Minuten der besten, schweißtreibendsten, enthusiastischsten Funksongs, die je geschrieben wurden!

Quelle: Stephan Fahrig über "Mothership Connection" von Parliament

Was ist der P.Funk auf "Mothership Connection"? Den Begriff P.Funk kann man auf unterschiedliche Formen interpretieren. Zum einen kann man ihn als Abkürzung für den "Parliament" Funk sehen, also die spezielle Spielart der Gruppe selbst. Es gibt auch die Lesart, dass das "P" für "Pure" steht – also den puren, rohen, unbeschnittenen Funk. Alternativ kann das "P" auch für die Gruppe "Parliament" und das "Funk" für Funkadelic stehen, also das Musikerkollektiv hinter Mastermind George Clinton. Das würde insofern auch passen, als dass die beiden Bands Parliament und Funkadelic die Hauptvertreter des P.Funk-Genres sind. Aber auch darüber hinaus gibt es noch weitere Wege, wie das "P" zu verstehen ist, wie SWR1 Musikredakteur Johannes Heuft im Podcast erzählt. "Mothership Connection" ist auch das erste von drei Parliament-Alben auf denen sich George Clinton und Co. eine ganze Mythologie zu ausgedacht haben, die sich um Diktatoren, Weltraumvölker und Funk dreht. Wer sind Parliament, Funkadelic und Parliament-Funkadelic? Im Grunde genommen sind Parliament und Funkadelic zwei unterschiedliche Bands, die aber aus dem gleichen Pool von Musikern bestehen, bei dem immer wieder Personen dazugekommen sind und andere sich vom Kollektiv entfernt haben. Daher werden die Gruppen auch oft als das Musikerkollektiv Parliament-Funkadelic bezeichnet. Parliament hat in den beiden Jahren '74 und '75 insgesamt drei Alben rausgebracht und Funkadelic haben zwischen 1970 und 1975 sogar sieben Alben veröffentlicht. Man kann also behaupten, beide Bands hatten Anfang der 70er-Jahre einen enormen musikalischen Output. Shownotes Über diese Songs vom Album "Mothership Connection" sprechen wir im Podcast
  • (16:13) – "P.Funk (Wants To Get Funked Up)"
  • (24:11) – "Mothership Connection"
  • (52:56) – "Give Up The Funk (Tear The Roof Off The Sucker)"
Über diese Songs sprechen wir außerdem im Podcast
  • (04:20) – "(I Wanna) Testify" von The Parliaments
  • (44:19) – "Superbad" von James Brown
  • (45:00) – "Fame" von David Bowie
  • (49:03) – "Swing Down Sweet Chariot" von Elvis Presley
  • (54:30) – "Standing On The Top" von The Temptations feat. Rick James
  • (54:50) – "Uptown Funk" (Ultimix) von Bruno Mars und Mark Ronson
  • (55:22) – "Who Am I (What's My Name?)" von Snoop Dogg und Dr. Dre
  • (01:01:01) – "Hey Ya!" von Outkast
  • (01:01:26) – "Not Like Us" von Kendrick Lamar
  • (01:01:35) – "Can't Stop" von The Red Hot Chili Peppers
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