Episode Description
Was passiert im Leben einer Frau, dass sie einen Menschen tötet? In dieser Folge hört ihr die Geschichte von Miri, 44 Jahre alt. Sie ist wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden, denn sie hat ihren damaligen Mann umgebracht. Seit knapp 7 Jahren ist sie inhaftiert in der JVA Ossendorf in Köln. Wie ist es möglich, dass sie zu so etwas fähig war? Wie schafft sie es, mit der Schuld zu leben? Miri erzählt von Albträumen, die sie immer wieder quälen. Manchmal ist im Traum sie es selbst, die umgebracht wird. Ich bin mit vielen Fragen angekommen und habe beim Zuhören einige Tränen vergossen. Miri ist in Polen geboren, mit Hoffnungen nach Deutschland gekommen. Ihre Kindheit war von Armut und Missbrauch geprägt. In Deutschland hat sie mit 18 als Prostituierte gearbeitet, damals kaum Deutsch gesprochen und dann einen Mann geheiratet, der sie tyrannisiert hat. Vor Angst hat sie sich regelmäßig in die Hose gemacht. Und trotzdem sagt, sie: Ich sitze zu recht hier. Ich habe einem Menschen das Leben genommen. Wie sieht das Leben hinter Gittern wirklich aus? Wir relativieren nicht die Tat und auch nicht das Strafmaß. Es geht vor allem ums Zuhören.
Schreibt mir gerne, was ihr fühlt und denkt. Gerne hier oder per Mail an hey@mwiemarlene.de oder auf Instagram.
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