Mario Stumpf zu Gast bei Michel Birnbacher

February 20
1h 12m

Episode Description


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Alle Workshops und Termine auf
https://www.birnbacher.com

Work The M - Der Leica M Workshop
Sichere Bedienung, Einstellungen, Belichtung, Profile und das ewige Thema Fokussieren
Alle Termine und Anmeldung hier: https://www.eventbrite.com/cc/der-leica-m-workshop-4801883
Nürnberg, Hamburg, Heidelberg, München, Konstanz, Zürich, Frankfurt, Köln, Berlin, und weitere folgen...

Workshops/Fotoreisen/Masterclass: https://www.birnbacher.com
  • 16.-19.04.2026 Paris - Nicht nur auf den Spuren ikonischer Fotos - mit Herbert Piel
  • 23.-26.04.2026 Wien - Masterclass "Sehen lernen" - mit Peter M. Böhm
  • 17.-20.09.2026 Rom - Für alle Kameramarken
  • 15.-18.10.2026 Prag - Masterclass Streetfotografie - Mit Dennis Weißmantel
  • 05.-08.11.2026 Venedig - für alle Kameras - Veranstalter: fotosafari.de
  • 26.-29.11.2026 Venedig - WORK THE M - Masterclass Leica M - Streetfotografie und mehr
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Fünf Kernaussagen der Episode
  1. Werbefotografie ist zu 80–90 % Konzeptarbeit – das Bild entsteht lange vor dem Auslösen.
  2. Die Fujifilm GFX ist für Mario Stumpf das präzise Arbeitstier für Kampagnen und kommerzielle Produktionen.
  3. Die Leica M steht für Reduktion, Nähe und bewusste Fotografie – auch im professionellen Kontext.
  4. Analoge Fotografie schafft Distanz zur Produktionsroutine und erhöht den emotionalen Wert eines Bildes.
  5. KI ist ein sinnvolles Werkzeug in Planung und Postproduktion, ersetzt aber keine kreative Handschrift.
Vom Art Director zum FotografenMario Stumpf kommt ursprünglich aus der klassischen Agenturwelt. Als Art Director arbeitete er mehrere Jahre in Agenturen, bevor er sich aus diesem Umfeld löste und als Freelancer selbstständig machte .Die Fotografie begann zunächst als Ausgleich – entwickelte sich jedoch zunehmend zum Kern seiner Arbeit. Heute ist er Gründer des multidisziplinären Creative Studios „6ix9ine“ in Köln, das sich auf Content-Produktionen, Fotografie und Film spezialisiert hat .Sein Hintergrund prägt seine Arbeitsweise bis heute: Fotografie ist für ihn nie nur das einzelne Bild, sondern immer Teil einer übergeordneten visuellen Strategie.

Werbefotografie: Das Bild entsteht vor dem ShootingEin zentraler Punkt des Gesprächs: In der professionellen Werbefotografie entsteht der Großteil der kreativen Arbeit vor dem ersten Auslösen.Location-Scouting, Lichtkonzeption, Shot-Listen, Model-Auswahl, Styling – all das definiert bereits 80 bis 90 Prozent des späteren Ergebnisses .Gerade im kommerziellen Umfeld ist Präzision gefragt. Kunden erwarten klare Motivplanung und definierte Ergebnisse. Spontaneität existiert – aber innerhalb eines strategischen Rahmens.Diese strukturierte Vorbereitung unterscheidet professionelle Kampagnenarbeit fundamental von freier Fotografie.

Das Arbeitstier: Mittelformat für KampagnenFür den Großteil seiner bezahlten Aufträge setzt Mario auf die Fujifilm GFX 100 II – digitales Mittelformat mit hoher Detailtiefe und enormer Auflösung .Die Gründe sind pragmatisch:
  • Hohe Auflösung für Plakatwände und Großformate
  • Flexibilität für Crops
  • Farbcharakteristik, die zu seiner Bildsprache passt
  • Handhabung als robustes Produktionswerkzeug
Dabei fotografiert er überwiegend aus der Hand. Ergonomie, Menüführung und Bedienbarkeit spielen deshalb eine zentrale Rolle. Ein Werkzeug muss nicht nur technisch überzeugen – es muss sich richtig anfühlen.

Warum die Leica M trotzdem mitkommtTrotz Mittelformat greift Mario in bestimmten Produktionen bewusst zur Leica M – insbesondere dann, wenn Nähe, Authentizität und weniger technische Dominanz gefragt sind .Gerade bei Kampagnen mit dokumentarischem Charakter oder bei Shootings mit Models und Influencern kann die kleinere, unaufdringliche Kamera eine andere Dynamik erzeugen. Sie schafft:
  • geringere Distanz zwischen Fotograf und Motiv
  • mehr organische, spontane Momente
  • eine andere ästhetische Anmutung durch klassische M-Optiken
Hier wird deutlich: Kameraentscheidungen sind nicht nur technisch motiviert – sie beeinflussen Kommunikation und Atmosphäre am Set.

Analoge Fotografie als GegenpolPrivat und auf Reisen – etwa in Japan, das Mario mehrfach besucht hat – greift er häufig zur Leica M6 .Die analoge Fotografie erfüllt für ihn mehrere Funktionen:
  • bewussteres Auslösen
  • geringere Bildmenge
  • höhere emotionale Bindung
  • zeitliche Distanz zwischen Aufnahme und Betrachtung
Während digitale Dateien oft in großen Mengen unbearbeitet auf der Festplatte liegen bleiben, erzeugt der Entwicklungsprozess analoger Filme eine andere Form der Wertschätzung .Die Verzögerung wird Teil der Erfahrung.

Digital vs. Analog: Mehr als nur TechnikMario beschreibt, dass analoge Bilder – selbst nach dem Scan – eine andere ästhetische Qualität besitzen: Kornverhalten, Farbcharakteristik, Imperfektionen .Gleichzeitig erkennt er die Vorteile digitaler Serienbildfunktion bei dynamischen Motiven. Hier wird deutlich: Es geht nicht um Ideologie, sondern um bewusste Wahl des passenden Werkzeugs.

KI in der WerbefotografieDas Thema Künstliche Intelligenz begegnet ihm regelmäßig. Seine Haltung ist differenziert:
  • KI kann bei Mood-Visualisierungen und Konzeptentwicklung helfen.
  • In der Postproduktion erleichtert sie Prozesse.
  • Als Ersatz für kreative Vision sieht er sie nicht.
Gerade im Bereich E-Commerce erkennt er, dass KI bereits eingesetzt wird . Doch für narrative, markenprägende Kampagnen bleibt die menschliche Handschrift entscheidend.

Blick nach vorne: Ausstellung und BuchEin persönliches Ziel formuliert Mario klar: Eine Ausstellung und ein eigenes Buchprojekt stehen auf seinem Vision Board für 2026 .Dabei geht es weniger um kommerzielle Arbeit, sondern um freie, persönliche Projekte – insbesondere aus Japan.

Fazit: Haltung vor TechnikDiese Episode zeigt eindrucksvoll:Technik ist wichtig.
Werkzeuge prägen Arbeitsweisen.
Aber entscheidend bleibt die Haltung hinter der Kamera.Ob Mittelformat für Präzision oder Leica M für Reduktion – am Ende geht es um bewusste Entscheidungen. Und um den Mut, zwischen professioneller Produktion und persönlicher Fotografie klar zu unterscheiden.Eine Folge für alle, die Fotografie nicht nur als Technik, sondern als Haltung verstehen.

Linksammlung
Mario Instagram: https://www.instagram.com/sixnine/sixnine Instagram: https://www.instagram.com/sixninestudios/ Mario LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/mario-stumpf-242b05148/sixnine LinkedIn: https://www.linkedin.com/company/sixnine/ Website sixnine: https://www.sixnine.de/ 

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