FB0192 Wer war zuerst da, Reh oder Mensch?

Oct 28, 2024
9 mins

Episode Description

Transkript by Google

Neulich hatte ich eine interessante schöne Diskussion. Ich glaube mit einem Veganer, aber das ist eigentlich nicht so relevant. Die These war seine these war die folgende. Warum? Wird die Jagd damit begründet, dass man den Bestand zum Beispiel an rehen regulieren müsse? Und wie kommt eigentlich der Mensch auf die Idee irgendein Lebewesen irgendeine Art überhaupt regulieren zu dürfen?

Bei Menschen macht macht man das ja schliesslich auch nicht. Und im übrigen sei ja das Reh zuerst da gewesen.

Das war jetzt erstmal so die ausgangshypothese. Ich habe mich dann genötigt gefühlt darauf hinzuweisen, dass wir hier. Also? Literally hier wo wir uns zu dem Zeitpunkt befanden auf einem Gelände und bewegen. Auf dem ganzen Ortschaften sich befinden. Die sich da nur befinden. Weil der Mensch dieses Gelände überhaupt erst bewohnbar gemacht hat und zwar auch auch für Rehe die werden da vorher auch nicht gewesen sein.

Weil es sich davor eben um ein sumpfiges flussufergelände gehandelt hat. Was übrigens? Rein ökologisch sicherlich auch ein sehr wertvoller Lebensraum gewesen ist nur. Ähm? Also insofern geschenkt. Wir haben garantiert andere Liebe wie viele andere Lebewesen dafür verdrängt. Aber jedenfalls das Reh hat sich hier. An diesem Punkt jedenfalls nicht zuerst befunden, sondern das Reh hat hier nur deswegen ein Lebensraum gefunden, weil der Mensch ihnen erst geschaffen hat.

Also es ist nicht so ganz immer schwarz-weiss wenn man bei Naturschutz über die Jagd redet. Ja gut und wir sind gar nicht erst darauf eingestiegen. Das wäre echt noch so das nächste also na ich habe kurz darauf auch darauf hingewiesen die Sache mit wir regulieren mal den Bestand der Menschheit.

Dass das durchaus auch schon Leute versucht hätten und der Hinweis wurde auch verstanden. So richtig gelten gelassen wurde er nicht, weil das natürlich. Bisschen was anderes in anderen Hintergründen natürlich hatte aber trotzdem. Die dahinter liegende Frage ist ja die die philosophische Frage danach ob man den Ob der Mensch sich die Welt wirklich untertan machen darf oder eben nicht?

Diese Frage kann man stellen und die kann man bestimmt ganz unterschiedlich beantworten. Was man aber zumindest erstmal zur Kenntnis nehmen müsste. Wäre doch der Fakt, dass der Mensch das in vielen Gegenden der Welt erstmal. Stand heute getan hat. Es ist nun mal so, also es würde ich schon mal für ungefähr ganz Deutschland so.

In Anspruch nehmen. Da hat der Mensch eben fast jeden quadratzentimeter in irgendeiner Weise. Nutzbar gemacht. Es gibt hier selbst naturschutzgebiete sind ganz oft von Menschen geschaffen. Jetzt nicht rechtlich, sondern tatsächlich von. Landschaftsmässig! Also es ist einfach nicht so, dass wir hier unheimlich viel Natürliche Landschaft hätten. Dazu ist das hier einfach zu lange bewohnt und zwar auch relativ dicht bewohnt.

Das muss man ja einfach erstmal so als gegeben hinnehmen man kann. Blöd finden und man kann das von mir aus auch rückgängig machen wollen. Aber das ist dann eine völlig andere Diskussion. Die Ausgangslage ist erstmal, es ist wie es ist und wenn man das rückgängig machen will dann müsste man erstmal damit anfangen.

Den Leuten das Land abzukaufen. Das ist halt in einem Rechtsstaat der einzige Weg und dann könnte man da. So eine Art? Wildfuchs naturlandschaft. Entstehen lassen, wenn man das möchte. Ob das so sinnvoll ist weiss ich nicht. Das kann dann jeder selber beurteilen. Ich glaube nicht, dass das Modell ist.

Das zukunftsfähig ist, weil wir nun mal. Die Menschen werden ja deswegen nicht weniger und Sofern darüber Einigkeit besteht, dass wir nicht wieder eng anfangen, ein paar Millionen Leute. Abzuschlachten Weil wir finden gibt so viele davon. Dann? Bleibt eigentlich als Ausweg, nur da der Weg, dass wir versuchen die kulturlandschaften so Natur verbunden wie möglich zu gestalten, dass wir dann gucken wie wir da eine möglichst grosse Artenvielfalt erschaffen können oder oder wohnen lassen können.

Und das ist eigentlich auch in etwa das wo die aktuelle. Merklich jedenfalls so abgedeckt Umweltpolitik auch hinwilde ist nicht diese krassen Diese extrem Position von wegen hier. Wir müssen alles verwildern lassen also das funktioniert ja sowieso nicht. Jedenfalls nicht in Koexistenz mit den Menschen. Sondern eben bisschen gucken, dass wir.

Ja, dass wir, dass wir eine Koexistenz mit der Natur hinbekommen Das ist ehrlich gesagt auch no brainer. Jedes Kind versteht das, dass man eben guckt wie man. Wie man Ökologie und Ökonomie, aber eben auch das Bedürfnis des Menschen irgendwo zu wohnen. Sich irgendwo aufzuhalten und auch seine Freizeit zu gestalten und auch durchaus Natur erleben zu können, wie man das unter einen Hut kriegt und das kriegt man eben nicht durch.

Krasse ausgrenzungen Eines dieser Segmente. Also weder sollte man die Natur völlig ausgrenzen noch den Menschen völlig von der Natur. Und eine? Bewirtschaftung der Flächen sollte. Normalerweise dem auch nicht entgegen stehen. Das kriegt die Menschheit seit Jahrtausenden durchaus hin. Nicht immer gut, aber es gibt genügend Beispiele wo es gut funktioniert oder wann es mal gut funktioniert hat.

Das kriegt man hin. Es ist natürlich ein bisschen mit Willen verbunden und mit Willen meine ich in dem Fall auch, dass man es eben entsprechend bezahlen muss. Das machen Leute jetzt nicht unbedingt umsonst. Und wenn wir über eine naturnahe Landwirtschaft zum Beispiel sprechen, dann fallen mir so Dinge ein wie das da vielleicht weidetiere drauf stehen.

Die zu wirtschaftlichen Zwecken gehalten werden. Also das heisst dann irgendwann zum Beispiel geschlachtet werden? Dann haben wir aber da auch einen sehr wertvollen naturraubende Weide ist ein sehr wertvoller naturraum Und das hat einen Wert an sich. Das sollte man vielleicht. Nicht immer so vergessen. Da rennt man natürlich dann wieder in verschiedene weitere Probleme, zum Beispiel das wolfsproblem.

Das ist nun mal da und mit dem muss man auch irgendwie umgehen. Da kommen wir dann wieder zum Thema bestandsmanagement. Natürlich ist das ein rattenschwanz, wenn der Mensch sich auf die Fahne schreibt seine Natur zu gestalten. Seine Umgebung. Ja, dann hat er dafür auch eine gewisse Verantwortung zu tragen, dass das funktioniert und das ist ein.

Ein immerwährender Prozess. Das ist nicht so, dass man das einmal erledigen erledigt haben kann und dann ist das so gut. So funktioniert das eben leider nicht. Sondern da muss man immer wieder ran. Und das bedeutet, dass man eben so was wie die Jagd stetig weiterführen muss. Ich fürchte das Vergessen viele immer.

Oder wollen es nicht sehen und begeben sich dann dafür in so Wolken kuckucksheime Von wegen lass uns doch mal eine Fläche komplett verwildern lassen. Lass uns doch Wölfe und kontrolliert hier sich ausbreiten. Nur daraus ergeben sich dann trotzdem Probleme. Die eigentlich niemand will und die. Dann dazu führen können, dass eben wieder extrem Positionen in die andere Richtung.

Aufkommen könnten ja also, wenn man zum Beispiel den rebestand gar nicht reguliert kann, es dazu führen. Dass die den Leuten die Gärten leer fressen, mal blöd gesagt und das wiederum kann dazu führen, dass die Leute finden lass uns mariell ausrotten die können wir im Zoo halten. Mal ganz blöd gesagt, also es führt zu.

Wechselwirkung die eigentlich auch keiner haben will, sollte man vielleicht bei all dem auch mal ein bisschen im Hinterkopf haben.



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