Episode Description
Wenn sie nicht Journalistin geworden wäre, dann wahrscheinlich Therapeutin, sagt Alexandra Berlin. Irgendwann habe sie gemerkt, dass Menschen ihr gerne Dinge erzählen – und genau nach diesen Geschichten suche sie.
Als Auslandsreporterin des „Spiegel“ ist sie weltweit unterwegs: in den USA, in der Ukraine, in Israel. In ihrem Job reist sie fast ständig. Doch obwohl sie dabei vielen Menschen begegne, sei sie oft ziemlich einsam, erzählt sie diese Woche im Übermedien-Podcast.
In sozialen Medien teilt sie diese und andere Erfahrungen mit ihren Followern. Außerdem erklärt sie dort, wie sie als Journalistin arbeitet. „Mich beunruhigt, wie viele Menschen ein schlechtes Bild von Journalismus haben“, sagt Berlin. Wenn sie ihre Arbeit erklären könne, fühle sie sich weniger hilflos.
Warum braucht es eigentlich Auslandsreporterinnen, wenn es doch Korrespondenten gibt? Wie bereitet sie sich auf ihre Reisen vor? Was entgegnet sie, wenn jemand sagt, sie mache Fallschirmjournalismus – sei also nur kurz vor Ort und reise dann wieder ab? Und kann sie sich vorstellen, diesen Job auch in 30 Jahren noch zu machen? Darüber sprechen Holger Klein und Alexandra Berlin in der neuen Folge von „Holger ruft an…“.
Die Gesprächspartnerin: Alexandra Berlin ist Reporterin im Auslandsressort des „Spiegel“. Geboren in St. Petersburg, aufgewachsen in Schwaben; Stationen in Riga, Kairo, Paris und Jerusalem. Ihre Reportagen wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem CNN Journalist Award und dem Deutschen Reporter:innen-Preis.
Der Host: Holger Klein ist Podcaster und ehemaliger Hörfunkmoderator. Seit 2021 ruft er für Übermedien jede Woche bei Leuten aus der Medienbranche an, um mit ihnen über aktuelle Medienthemen und ihre Hintergründe zu sprechen.
Links:
Alexandra Berlin bei Instagram "Wir haben Albträume von ihnen" – Reportage von Alexandra Berlin aus Minneapolis Wie Derek Black einer rechtsextremen Familie entkam – Reportage von Alexandra Berlin im "Spiegel"
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