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Episode Description
Frankreich erlebt die grössten Waldbrände seiner Geschichte, auch in der Schweiz gilt fast landesweit Feuerverbot bei höchster Warnstufe.
Trockenheit, ausbleibender Regen und Wind wie der Mistral begünstigen Vegetationsbrände im Mittelmeerraum. Über 90 Prozent aller grossen Brände werden durch menschliche Unachtsamkeit verursacht, etwa durch weggeworfene Zigaretten oder Funken von Maschinen. Naturursachen wie Blitzeinschlag machen weniger als 10 Prozent aus. In Frankreich sind bislang 116'000 Hektar Wald verbrannt, so gross wie die Kantone Zug und Genf zusammen.
Benjamin Rosch, Inlandredaktor bei CH Media, ordnet die Lage ein. Zur Löschstrategie sagt er: «Der Bundesrat setzt eigentlich stark auf Löschhelikopter.» In der Schweiz gilt das Subsidiaritätsprinzip: Zuerst rücken lokale Kräfte aus, erst danach greifen Bund oder Armee ein.
Pro Jahr zählt die Schweiz über 100 Waldbrände, meist unter 50 Hektar. Löschflugzeuge fehlen, weil Helikopter für die alpine Topografie geeigneter gelten. Ein grösserer Waldbrand in den kommenden 10 bis 20 Jahren ist laut Rosch nicht auszuschliessen, ein Ausmass wie in Frankreich hält er derzeit für unwahrscheinlich.
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Hinter der Schlagzeile – Podcast mit Joëlle Weil und Stefan Bühler
Host und Produzentin: Joëlle Weil
Gast: Benjamin Rosch
Kontakt: podcast@chmedia.ch