Episode Description
Maria ist Ende dreissig und will in all ihren Rollen allem gerecht werden: im Beruf, als Mutter und als Partnerin. Perfektion bedeutet für sie Sicherheit und Kontrolle. Wenn sie alles im Griff hat, fühlt sie sich ruhiger. Doch genau dieses Streben nach Perfektion steht ihr immer wieder im Weg, besonders in der Partnerschaft und in der Sexualität. Früher sind sie und ihr Partner nach intensiven Diskussionen und Streitigkeiten oft im Bett gelandet. Diese Dynamik hat die Sexualität befeuert und ihre Beziehung und die Kommunikation lebendig gehalten.
Seit Kinder, Job und Alltagsorganisation dazwischenstehen, fällt diese „Entladung“ zunehmend weg. Maria kann sich nur noch schwer fallen lassen und wenn, dann nur, wenn der Moment vermeintlich perfekt ist. Tausend andere Dinge, die noch anstehen, schiessen ihr durch den Kopf, und mit den Gedanken verschwindet auch die sexuelle Lust. Bevor sie sich auf Intimität einlassen kann, muss für sie alles stimmen. Erst wenn äusserlich Ordnung herrscht, glaubt sie, innerlich überhaupt Raum für Nähe zu haben. Diese Momente sind selten und je seltener sie werden, desto grösser wird der Druck.
Im Gespräch mit Dania Schiftan will Maria verstehen, warum es ihr so schwerfällt, loszulassen und einfach zu sein. Schnell wird deutlich, dass es dabei nicht nur um ihren hohen Anspruch oder Alltagsstress geht, sondern um ein tief verankertes Muster in ihrer Paarbeziehung, das sich so nicht mehr aufrechterhalten lässt. Der Körper reagiert entsprechend: Spannung statt Hingabe, Kontrolle statt Lust. Intimität wird zu einer Aufgabe, die „gelingen“ muss, statt zu einem Erleben, das fliessen darf.
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