Neue Eskalation im Iran-Krieg – Deutsche-Bank-Anlagestratege ordnet ein / Japans Yen auf 40-Jahres-Tief: die Folgen

July 14
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Die USA haben in der Nacht zum Dienstag zum dritten Mal in Folge militärische Ziele im Iran bombardiert. US-Präsident Donald Trump kündigte die Angriffe persönlich an. Gleichzeitig setzte er eine Seeblockade gegen iranische Häfen wieder in Kraft – gültig ab Dienstagabend 22 Uhr. Der Ölpreis reagiert stark: Am Montag stieg er um bis zu zehn Prozent auf über 83 US-Dollar. Am Dienstag lag er zeitweise sogar über 87 US-Dollar.

Ulrich Stephan, Chefanlagestratege für Privat- und Firmenkunden bei der Deutschen Bank, ordnet im Podcast die Folgen ein: „Mit dem Ölpreis reagieren dann die Inflationserwartungen, die Erwartungen an die Notenbanken und auch die langfristigen Zinsen.“ Zinssenkungen seien in diesem Jahr damit vom Tisch. Aber: Es sei nicht der Iran-Krieg, der die Kapitalmärkte im Moment dominiere.

Im Schwerpunkt geht es dann um die historische Schwäche des Yen. Commerzbank-Devisenexperte Volkmar Baur erklärt, warum in Japan deshalb die Importkosten zwar explodieren, die Regierung jedoch vorsichtig vorgehen muss. Außerdem spricht Baur über Carry-Trades, die im schwachen Yen-Umfeld umso attraktiver werden: „Das lädt natürlich dazu ein, sich Geld in Yen zu leihen, das in US-Dollar anzulegen, die höheren Zinsen mitzunehmen“, sagt Baur im Podcast, warnt jedoch vor den Risiken: „Man hat immer die Gefahr, überrollt zu werden, wenn man dabei ist, sich für so ein paar Cent zu bücken.“

Moderiert von Aileen Bunte

Produziert von Christian Heinemann

Das exklusive Abo-Angebot für alle Hörerinnen und Hörer von Handelsblatt Today: https://www.handelsblatt.com/sommer26

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