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Akademische Freiheit unter Druck: Gefährdet die AfD den Wissenschaftsstandort Deutschland?
Episode Description
In dieser Folge von Economic Challenges diskutieren Handelsblatt-Chefökonom Bert Rürup und Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, welche wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen Eingriffe in die akademische Freiheit hätten. Ausgangspunkt ist die Debatte über Forderungen der AfD nach stärkerer politischer Kontrolle von Hochschulen, Einschränkungen bei Drittmitteln und einer Abkehr von internationalen Studienstrukturen.
Rürup erinnert daran, dass die Hochschulreformen seit den späten 1960er-Jahren maßgeblich zur Modernisierung und Demokratisierung der deutschen Universitäten beigetragen haben. Hüther warnt davor, die heutige Offenheit der Hochschulen infrage zu stellen: „Jeder Angriff auf die akademische Freiheit ist ein Verzicht auf Beiträge des Universitätssystems für die gesellschaftliche und ökonomische Entwicklung.“
Im Zentrum steht die Frage, welche Rolle internationale Studierende und Forschende für Deutschlands Zukunftsfähigkeit spielen. Deutschland sei angesichts des demografischen Wandels dringend auf qualifizierte Zuwanderung angewiesen. Zugleich profitiere die deutsche Universitätslandschaft derzeit vom „Brain Drain“ aus den USA, wo politische Eingriffe die wissenschaftliche Freiheit zunehmend unter Druck setzten.
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