Episode Description
Schwere Steuerhinterziehung beginnt bei 50.000 Euro. Die LBBW verursachte mit Cum-Ex-Geschäften einen Schaden von 150 Millionen Euro. Bei diesen Aktienkreisgeschäften mit (cum) und ohne (ex) Dividende ging es den Beteiligten ausschließlich darum, sich nicht bezahlte Kapitalertragsteuern erstatten zu lassen. Als die LBBW ertappt wurde, zahlte sie das Geld – samt Zinsen 200 Millionen Euro – zurück.
Für die Verantwortlichen, die Boni kassierten, folgten keine Konsequenzen. Dem Handelsblatt liegt ein bislang nicht veröffentlichter Bericht der Stuttgarter Steuerfahndung vor. Er legt nahe, dass es in Baden-Württemberg neben dem Steuerskandal auch ein Justizversagen gibt.
Bei Handelsblatt Crime spricht Host Ina Karabasz mit den Investigativreportern Sönke Iwersen und Volker Votsmeier über den Fall. „Laut Bericht der Steuerfahndung hätte der ganze Vorstand die Ertragssprünge erkennen müssen“, sagt Iwersen. Doch trotz der klaren Indizien brauchte die Staatsanwaltschaft zwölf Jahre, um eine Anklage vorzulegen. Verfahren gegen Vorstände stellten die Ermittler ein.
Mehr über den Fall erfahren Sie auch in folgenden Artikeln:
Steuern: Cum-Ex bei der LBBW – die Großen lässt man laufen
Kommentar: Die Anklage im Cum-Ex-Verfahren bei der LBBW ist eine Frechheit
Moderiert von Ina Karabasz
Produziert von Christian Heinemann
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