Episode Description
Hinweis: Dies ist die erste Folge einer unregelmäßigen Reihe, die immer mal wieder zwischen den "normalen" Folgen #GGL erscheinen wird.
Tobias Mann und Philip Simon möchten euch in diesen Spezial-Ausgaben von Grundlos Gute Laune wieder für diesen alten Schmöker begeistern und gemeinsam mit euch auf den emotionalen Wellen juristischer Sprache surfen und zeigen: Das Grundgesetz ist hot shit!
Das Grundgesetz ist in einer Zeit entstanden, in der man das Gefühl hatte, dass man die Deutschen vor sich selbst schützen muss. Es gab also damals einen Grund für dieses Gesetz. Deshalb auch der Name Grundgesetz. Es geht zurück auf die drei westlichen Besatzungsmächte: Vereinigte Staaten, Vereinigtes Königreich und Frankreich. Die Alliierten haben 1948 zu den West-Deutschen gesagt: „Mehr zu fressen können wir euch nicht schenken. Kohle zum Heizen könnt ihr nicht bezahlen. Dann baut euch wenigstens eine Verfassung, damit ihr nicht wieder auf dumme Gedanken kommt.“
Also trafen sich die Vertreter aus 11 Landtagen an Adenauers Kamin auf ein Fässchen Feuerzangenbowle und haben eine Verfassung geklöppelt. Verfassung wollte man das damals allerdings nicht nennen, weil die Brüder und Schwestern in der Sowjetischen Besatzungszone, die durften ja nicht mitmachen. Und deshalb haben unsere Gründerväter gesagt: Wir nennen das jetzt erst mal provisorisch Grundgesetz, bis der Ossi wieder mitspielen darf. Und da das mit der Wiedervereinigung ja bis heute nicht wirklich geklappt hat, heißt das Ding folgerichtig auch immer noch Grundgesetz.
Am 23. Mai 1949 haben dann alle 11 Länderparlamente darüber abgestimmt und das Grundgesetz angenommen. Also, alle bis auf die Bayern. Die waren natürlich dagegen. Die sind im Prinzip bis heute ein Grundgesetz-freier Raum. Aber Adenauer wusste schon damals: „Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht den gleichen Horizont.“
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