Von Bismarck bis Deliveroo: Wie Union Busting Mitbestimmung verhindert

June 9
43 mins

Episode Description

Drohanrufe, Schikane, Kündigungen: Es gibt viele Wege, auf denen Arbeitgeber*innen versuchen können, Angestellte einzuschüchtern und so die Arbeit des Betriebsrats zu blockieren.

Wenn der Arbeitgeber versucht, Mitbestimmung im Betrieb zu verhindern, spricht man von Union Busting, auf Deutsch Gewerkschaftszerschlagung. Wie diese aussehen kann, wo sie ihre Ursprünge hat und wie man sich wehren kann, das klären wir in dieser Folge. Dafür sprechen wir mit zwei Betroffenen und mit der Soziologin Ingrid Artus. Sie erklärt, wie die betriebliche Mitbestimmung in Deutschland entstanden ist und wie sich Union Busting historisch entwickelt hat.

Außerdem hören wir Isabella Paape und Sarah Henkes. Isabella Paape wurde nach zehn Jahren als Betriebsrätin im November 2025 fristlos gekündigt. Sie glaubt, dass das mit ihrem Engagement für mehr Mitbestimmung zusammenhängt. Vor Gericht kämpft sie dafür, wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren zu dürfen. Sarah Henkes hat 2017 bei Deliveroo als Fahrradkurierin gearbeitet. Als Kolleg*innen versuchten, einen Betriebsrat zu gründen, wurde sie auch aktiv – und initiiert gemeinsam mit anderen Betroffenen die Kampagne „Liefern am Limit“. Heute ist Sarah Henkes bei der NGG tätig und berät dort Menschen, die für mehr Mitbestimmung in ihren Betrieben kämpfen.

„Geschichte wird gemacht” ist eine Produktion von Hauseins im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung.   

  • Host: Maria Popov
  • Redaktion: Katharina Alexander für Hauseins und Amanda Witkowski für die Hans Böckler Stiftung.   
  • Produktionsleitung: Stefanie Groth  
  • Schnitt und Sounddesign: Joscha Grunewald   

Links und Hintergründe

Weitere Folgen zum Thema

See all episodes