Episode Description
Zu Gast
Finn Steitz, Weingut Steitz, Stein-Bockenheim (Rheinhessische Schweiz)
Studiert in Geisenheim, parallel stark eingebunden in Weinberg, Keller, Marketing
Worum geht’s in der Folge
Herkunft als Stilidee: straff, mineralisch, mit Zug – und warum das bleiben soll
Terroir-Deep-Dive: Porphyr & Melaphyr – und das Zusammenspiel aus Mineralität + Säure-Länge
Warum Finn sagt: „Low Intervention“ = kontrolliertes Nichtstun (und ziemlich viel Arbeit)
Weinberg
- Bio seit über 20 Jahren (Finn relativiert „Pionier“-Begriff)
- Fokus auf regenerative Prinzipien: Boden lebendig halten, Aufbau statt nur Schadensabwehr
- Praxis: alle Zeilen begrünt, Walzen statt Mulchen, Gras vermeiden, Biodiversität fördern
- Beobachtungen: Wasserhaltevermögen, Vitalität, Trauben-Geschmack, „Boden riechen“ als Indikator
Keller
- Handarbeit & Selektion: mehrfache Vorlese, Sortierband, sehr schonende Verarbeitung
- Korbpresse (die heutige Korbpresse ist die ehemalige von Rebholz)
- Ausbau: Spontangärung mit Trub, lange Vollhefe, minimaler Schwefel; teils unfiltriert (Chardonnay/Silvaner)
- Gärsteuerung: Hefezellenmessung; bei Bedarf neutrale Sekthefen zur Unterstützung – Ziel: trocken, sauber, ohne „Stress“
Ausbildung & Einflüsse
- Ökonomierat Rebholz (Präzision, Detailfokus, Konstanz als Ziel)
- Weingut Kranz
- Sektgut Griesel
Finns Wunsch: ehrliches Feedback von Könnern – nicht Lob, sondern das, was besser werden kann
Blick nach vorn In 5 Jahren: stärkerer Herkunftsfokus, biodynamische Umstellung als Ziel, neuer „Brickkeller“ geplant
Für die Region: „einen Strang ziehen“, Rheinhessische Schweiz präsenter machen (Herkretz/Eichelberg werden genannt)
Zwei Weinmomente zum Schluss
- Gereifte Rieslinge vom Klaus Peter Keller (GGs im Keller)
- In Blindproben: Moritz Kissinger Chardonnay als „sticht immer raus“-Erlebnis
Besuch & Kontakt Besuch möglich – am besten mit vorheriger Anmeldung; Kontakt auch über Instagram