Episode Description
"Man schafft diesen körperlich anstrengenden Job nur, wenn man dabei lachen kann", sagt Jörg Möller im Podcast Frisch an die Arbeit. Als Müllmann bei der Berliner Stadtreinigung fährt er vormittags mit seinen Kollegen und einem Lkw durch die Hauptstadt und sammelt den Restmüll ein.
Möller, 37, hat jahrelang als Handwerker gearbeitet, meistens musste er Dächer reparieren. Mit Anfang 30 wechselte er zur Berliner Stadtreinigung, wo er schon als Kind immer arbeiten wollte. Sein Vater war auch schon Müllmann. "Er war immer mein Held, weil er ein großes, oranges Auto fahren durfte", sagt Möller. Auch sein Bruder arbeitet als Müllmann, manchmal fährt Möller mit ihm auf einer Tour, dann holen sie gemeinsam die Tonnen aus den Hinterhöfen.
Möller gehe jeden Morgen gerne zur Frühschicht, erzählt er. Die meisten Menschen würden sich für seine Arbeit bedanken, wenn sie ihm in seiner Schutzkleidung begegnen. "Viele lächeln mich einfach nur an. Auch das hilft mir schon dabei, den Job jeden Tag durchzuziehen." Wütend mache ihn nur, wenn Autofahrer laut hupen, weil der Müllwagen kurz die Straße blockiert oder ihn fast umfahren. "Ich ärgere mich dann kurz, weil ich mal wieder drei Minuten meiner Lebenszeit an jemanden verschwendet habe, der einfach nicht versteht, dass ich nur meine Arbeit mache."
Im Podcast erzählt Möller auch über Ratten, die aus den Mülltonnen springen, warum Teddybären an seinem Lkw hängen und wie er sich von seiner anstrengenden Arbeit erholt.
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