Episode Description
Ende 2022 war die Aufregung um Italien groß. Giorgia Meloni, die italienische Postfaschistin, fuhr mit ihrer Partei Fratelli d’Italia einen Erdrutschsieg ein, gemeinsam mit dem rechtspopulistischen Lager und wurde als erste Frau Italiens Ministerpräsidentin. EU-Politikerinnen sorgten sich, dass Meloni die EU zerstören könnte, auf der Straße fragten sich die Menschen, was die rechteste Regierung der Nachkriegszeit für Italien bedeutet. Von einem „traurigen Tag für Italien und Europa“ sprachen einige Medien. Für die allermeisten Europäerinnen war klar: Meloni ist eine Bedrohung für das demokratische Europa.
Heute aber ist von der Panik kaum noch was zu spüren. Meloni gibt sich staatstragend, versteht sich ausgezeichnet mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Bundeskanzler Merz. Ihre Innenpolitik aber wird gerne vergessen. Dabei strebt Meloni mit einer sogenannten „Justizreform“ nun einen großangelegten Umbau des Justizsystems an.
Alles also nicht so schlimm? Oder wird Italien doch das neue Ungarn? Darüber sprechen in dieser Folge der fernverbindung Michael Braun, taz-Korrespondent in Italien, und Judith Poppen, Redakteurin im Auslandsressort der taz.
Diese Folge wurde aufgezeichnet am 10. Februar 2026 um 15.30 Uhr mitteleuropäischer Zeit.
📖 Zum Weiterlesen:
Meloni schränkt Demo-Rechte ein, Bericht von Michael Braun, 10. Februar 2026
Das wäre ein anderes Italien, Kommentar von Michael Braun, 13. Februar 2026
Die Madonna und der Autokrat, Bericht von Michael Braun, 16. März 2025
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