Weltraumschrott: Brauchen wir eine Müllabfuhr im All?

February 27
27 mins

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Die Raumfahrt boomt, doch der Weltraum wird immer enger. ESA-Experte Holger Krag erklärt, warum das Problem ohne neue Technologien und Regeln außer Kontrolle geraten könnte

Zigtausende Objekte rasen mit rund 25.000 Kilometern pro Stunde um die Erde. Die meisten davon sind Schrott. Ausgediente Satelliten und Raketenstufen werden zur wachsenden Gefahr für die Raumfahrt. Denn Kollisionen erzeugen Millionen neuer Trümmerteile, die wiederum weitere Zusammenstöße auslösen können. Eine Kettenreaktion, die den Weltraum zunehmend unbenutzbar machen könnte.

In Zeiten, in denen die Raumfahrt boomt und Mega-Konstellationen wie Starlink Tausende neue Satelliten ins All bringen, wird das Ausweichen zum Alltag: Alle zwei Wochen muss ein Ausweichmanöver geflogen werden, berichtet Holger Krag im Podcast Edition Zukunft. Er leitet die Abteilung für Weltraumsicherheit bei der Europäischen Weltraumagentur ESA.

Doch es gibt Lösungsansätze: Von Lasern am Boden über eine regelrechte Müllabfuhr im Weltraum bis hin zur Kreislaufwirtschaft im Orbit. Krag erklärt, welche Technologien bereits in Entwicklung sind, warum internationale Verkehrsregeln für den Weltraum fehlen und wie ein Markt für Rückholmissionen entstehen könnte – inklusive Versicherungen für gestrandete Satelliten.

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