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Episode Description
Google durchsucht täglich Millionen von Websites als Basis für die eigene Websuche – und sicher auch als Futter für die eigenen KI-Modelle. Bereits seit 2005 nutzt das Unternehmen diese Daten, um sie auf potenzielle Schadsoftware zu untersuchen. Werden potenziell gefährliche Seiten gefunden, landen die entsprechenden URLs auf einer Sperrliste. Diese Liste wird aktuell von rund fünf Milliarden Geräten genutzt, um Nutzer beim Besuch einer gelisteten Seite vor einer potenziellen Gefahr zu warnen.
Diese Warnungen sehen bedrohlich aus – vielleicht habt ihr so etwas schon einmal gesehen. Google Safe Browsing ist heute ein globaler Sicherheitsstandard, der von so ziemlich allen Browsern und weiterer Software genutzt wird. In den über zwanzig Jahren, in denen es Google Safe Browsing nun gibt, hat der Dienst vermutlich sehr viele Nutzer davor bewahrt, Schadsoftware zu installieren.
Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Bei der Google Safe Browsing API kam es immer wieder zu Problemen, die zu Fehlalarmen führten. So wurde beispielsweise im Jahr 2009 ein globaler Fehler festgestellt, durch den plötzlich alle URLs als potenziell gefährlich eingestuft wurden. Für Unternehmen kann das ein großes Problem sein, da ein solcher Fehler sehr schnell zu einem Vertrauensverlust führen kann.
In dieser Folge unterhalte ich mich mit Ferdi und Tobi vom Karlsruher Unternehmen server.camp. Im Oktober 2025 wurden die Webseiten von server.camp plötzlich als potenziell gefährlich eingestuft. Das Timing war denkbar ungünstig, da das Unternehmen einen Tag zuvor eine Marketingkampagne gestartet hatte. Die Kennzeichnung sorgte nicht nur für Fehlermeldungen im Browser sondern schränkte auch den LinkedIn Account des Unternehmens ein, da LinkedIn ebenfalls die Google Safe Browsing API verwendet, um auf der Plattform geteilte Links zu überprüfen.
Wir sprechen über ihre Erfahrungen und befassen uns dabei auch mit dem Thema Digitale Souveränität.
Safe Browsing Fehlermeldung
LinkedIn
LinkedIn
Google Search Console
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Für diese Folge der Digitalen Anomalien gibt es ein vollständiges Transkript. Dieses Transkript wurde automatisiert erzeugt und nicht nachbearbeitet oder korrekturgelesen. Es wird daher sicher Fehler enthalten. Das Transkript ist als Ergänzung zu verstehen, um beispielsweise die Inhalte durchsuchbar zu machen. Im Zweifel gilt immer das gesprochene Wort aus der Folge.
Shownotes- Google Safe Browsing
- Google Safe Browsing - Wikipedia
- Safe Browsing bei Google
- Safe Browsing Testing Links
- How Google Safe Browsing’s Enhanced Protection Mode keeps you safe online
- How Google's Safe Browsing Helped Build a More Secure Web | WIRED
- Oblivious HTTP - Wikipedia
- Google blacklists entire internet | Google | The Guardian
- Links von meinen Gästen
- Die Firma von Ferdi und Tobi: server.camp
- Falscher Alarm – Unser Statement zum "Phishing" Verdacht | server.camp Blog | server.camp
- European Alternatives
- Digital Independence Day
- Strafgerichtshof: Microsofts E-Mail-Sperre als Weckruf für digitale Souveränität | heise online
- Die Anomalie, das E-Mail Magazin
- Mastodon
- Youtube
- Webseite
- Discord
- Twitch
- Unterstützung bei Ko-Fi
- Dieser Podcast ist Teil der Wissenschaftspodcasts
- Grobe Pixel – Ein Podcast über Retrogaming
- Zeitflimmern – Der Zeitreisefilm-Podcast
- Tausend Geschichten – Interviews mit Menschen, die etwas zu erzählen haben
- Digital Future – Technologie & Unternehmenskultur
Sprecher & Produktion: Wolfgang Schoch
Musik: BACKPLATE von https://josephmcdade.com
