Ostdeutschland: Zivilgesellschaft unter Druck

March 13
32 mins

Episode Description

Im Gespräch mit Stefan Vogt, Geschäftsführer der Freudenberg Stiftung

„Erst werden Inhalte diskreditiert, dann werden die strukturellen Grundlagen grundsätzlich in Frage gestellt. Schließlich werden Personen bedroht und körperlich angegriffen. Das Ziel ist am Ende, Verunsicherung in der Zivilgesellschaft zu schaffen.“

In dieser Folge sprechen Victoria und Michael mit Stefan Vogt, Geschäftsführer der Freudenberg Stiftung, über die Lage der Zivilgesellschaft in Ostdeutschland, darüber woher der aktuelle Druck auf sie kommt, wie ihre Zukunft aussieht und was wir daraus lernen können.

Unsere Argumentationshilfen:

  1. „Die Zivilgesellschaft steht doch nicht unter Druck“ – Das stimmt nicht! Gerade in Ostdeutschland, aber sicherlich auch in vielen Teilen Westdeutschlands, ist der Druck auf Organisation und Einzelne so stark, dass Menschen aufhören, sich zu engagieren, weil sie zum Teil um ihre Sicherheit bangen müssen.
  2. „Wenn der Druck so groß ist, sollen die Initiativen sich halt zurückhalten.“ – Klar, und wenn es in der Küche brennt, soll der Koch die Augen schließen. Demokratie ohne Widerspruch, das nennt man dann keine Demokratie mehr, oder?
  3. „Das sind doch Einzelfälle.“ – Wenn Einzelfälle jedes Jahr passieren, in verschiedenen Städten, nach dem gleichen Muster, dann sind es keine Einzelfälle mehr, sondern dann liegt ein System dahinter.

Quellen und Texte zur Folge:

Redaktionsschluss für die Folge war der 12.03.26, 16 Uhr.

Impressum

Gefördert durch die Robert Bosch Stiftung und die Schöpflin Stiftung.

Eine Produktion der Maecenata Stiftung und Wider Sense.

Redaktion und Konzept: Victoria Strachwitz, Michael Seberich.

Produktionsteam: Lisa Klisch (verantwortlich), Anna Henke, Ansgar Gessner, Dr. Sascha Nicke, Pauline Fritz.

Grafik: Jörg Solzbacher und Lisa Klisch.

Foto: Fritz Kopetzky

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