Folge 71: Wunderakkus, Hyundai Santa Fe und Škoda Elroq RS

March 2
1h 7m

Episode Description

Von Platzwundern, Allroundern und warum 100.000 Ladezyklen einfach zu schön sind, um wahr zu sein. Clemens im Škoda Elroq RS

Clemens ist den neuen Skoda Elroq RS gefahren, einen kompakten SUV, der vor allem durch seine Ausgewogenheit besticht. Das „RS“ im Namen steht dabei weniger für radikalen Sport als vielmehr für eine sehr gute Ausstattung. Bemerkenswert ist die Tachoeinheit, die kaum größer als ein frühes iPhone ist, aber alle wichtigen Infos liefert. Im harten deutschen Winter zeigte sich jedoch die Kehrseite der Medaille: Bei -5°C und intensiver Batteriekonditionierung reichte die Nutzung von 80% auf 2% Ladestand gerade für rund 200 Kilometer auf der Autobahn. Trotzdem bleibt der Elroq ein „bemerkenswert rundes Paket“, das zeigt, warum der Volkswagen-Konzern bei E-Auto-Verkäufen in Europa aktuell führt.

Ein Stück Amerika in der Eifel

Für Sebastian steht im Juni der große Umzug nach Denver an. Passend dazu gab es einen Fahrzeugwechsel: Das Leasing des Tesla Model 3 ist beendet und die Rückgabe an die Tesla-Bank verlief (mit Ausnahme der Terminierung) überraschend unkompliziert. Als Übergangslösung dient nun ein Hyundai Santa Fe Vollhybrid. Der Wagen ist ein rollendes Platzversprechen mit flachem Ladeboden und genug Becherhaltern, um jeden Passagier mit einem Stanley Cup zu versorgen. Die perfekte Vorbereitung auf die USA. Und nach Jahren der "Autopilot"-Qualen in seinem Tesla, zeigt sich Sebastian über Hyundais „Highway Driving Assist“ sehr erfreut: Im Gegensatz zum Tesla-System glänzt der Hyundai durch die Abwesenheit von Phantombremsungen und ein deutlich stressfreieres Fahrgefühl.

Hauptthema: Feststoffbatterien und Donuts – zu schön, um wahr zu sein

Hinweis zur Aktualität: Kurz nach der Aufnahme dieser Folge hat das "VTT Technical Research Centre of Finland" im Auftrag des Unternehmens Donut Labs Testergebnisse des vermeintlichen Wunderakkus veröffentlicht. Diese Testergebnisse ändern nichts an unserer Einschätzung. Im Gegenteil: Sie spiegeln aus unserer Sicht eher die Eigenschaften eines Akkus mit NMC-Lithium-Ionen-Zellen wieder. Wir werden das in der nächsten Folge aufgreifen.

Im Hauptthema knöpfen wir uns aktuelle „Wunderversprechen“ der Tech-Welt vor. Das finnische Unternehmen Donut Lab verspricht zusammen mit dem Motorradhersteller Verge eine Maschine mit Feststoffakku, die 100.000 Ladezyklen schaffen soll. Ein Wert, der den aktuellen Stand der Forschung (ca. 1.500 bis 6.000 Zyklen) so dermaßen deklassiert, dass Physiker nur müde lächeln können. Wir diskutieren, warum technologische Durchbrüche heute fast nur noch durch Netzwerkeffekte und Kooperationen entstehen und nicht mehr – so romantisch diese Vorstellung auch ist – durch den einen genialen Erfinder im stillen Kämmerlein.

Ähnlich verhält es sich mit „AirCellar“ (von uns liebevoll „Air Seller“ getauft), die eine E-Fuel-Raffinerie für die heimische Garage versprechen. Was theoretisch physikalisch möglich ist, scheitert in der Praxis an der Skalierung und der wirtschaftlichen Realität eines Heimgeräts.

Eure Kommentare per WhatsApp-Sprachnachricht

Ihr könnt Kommentare auch per Sprachnachricht auf unserem "Anrufbeantworter" hinterlassen: Sprachkommentare QR-Code

Worauf ihr für eure Sprachkommentare achten solltet

Ein paar Tipps für eure Nachrichten:

  • Kurz und knackig (1-3 Minuten).
  • Achtet auf eine ruhige Umgebung.
  • Beginnt gern damit, wer ihr seid ("Hey, ich bin der/die …").

Mit dem Einsenden eines Sprachkommentars stimmt ihr auch ausdrücklich der Veröffentlichung zu!

Eure Nummer behandeln wir natürlich vertraulich und wird in keiner Form durch uns gespeichert, weiterverarbeitet oder weiterverwendet.

Wir freuen uns auf eure Kommentare!

See all episodes

Never lose your place, on any device

Create a free account to sync, back up, and get personal recommendations.