Wenn Kinder nicht trocken werden – wann und wie handeln?

January 20
35 mins

Episode Description

mit Prof. Dr. Daniela Schultz-Lampel, Urologin

Viele Kinder werden in den ersten Lebensjahren von selbst trocken – doch was, wenn nicht? In dieser Folge erklärt Urologin Prof. Daniela Schultz-Lampel, wann eine Untersuchung sinnvoll ist, welche Ursachen hinter kindlicher Harninkontinenz stecken und wie Therapien helfen können. Die Expertin erzählt von kreativer Diagnostik, neuen Behandlungsansätzen und gibt praxisnahe Tipps.

Menschen sind von Geburt an inkontinent, doch in den ersten Lebensjahren entwickeln sie durch die körperliche Reifung die Kontinenz. Bleibt diese Entwicklung aus und ein Kind wird nicht trocken, muss man handeln. Ab wann eine ärztliche Untersuchung sinnvoll ist und welche Ursachen das Einnässen tagsüber und nachts haben kann, erklärt Prof. Dr. Daniela Schultz-Lampel im Podcast.

Bevor die Inkontinenz behandelt werden kann, ist eine gründliche Diagnostik nötig. Im Podcast beschreibt die Urologin, welche Informationen sie in der Basisdiagnostik erfragt und wie sie mit kreativen Tricks das medizinische Thema den jungen Patienten und Patientinnen näherbringt.

Sobald die Diagnose steht und die Ursache des Harnverlusts klar ist, beginnt die Therapie. Obwohl die Urotherapie die erste Behandlungsform ist, betont Prof. Schultz-Lampel, dass in manchen Fällen Medikamente unverzichtbar sind. Als Beispiel nennt sie ein achtjähriges Kind, das statt einer Blasenkapazität von 250 Millilitern nur eine von 80 Millilitern hat und sich deshalb mehrfach am Tag einnässt. „Da macht alles andere gar keinen Sinn, da muss man mit einem Medikament anfangen. Das wird sonst alles frustrierend sein“, sagt Schultz-Lampel.

Welche therapeutischen Möglichkeiten es bei kindlicher Harninkontinenz und Enuresis gibt, ob Änderungen in der Leitlinie zu erwarten und welche neuen Behandlungsansätze im Kommen sind, bespricht Prof. Schultz-Lampel im Interview.

Literaturhinweise

Unsere Kontaktdaten, weitere Informationen und Lektüretipps finden Sie im Podcast-Artikel auf SpringerMedizin.de.

Hinweis zum Transkript: Verschiedene Streaming-Plattformen generieren Abschriften der Folgen, die automatisch erstellt und nicht redaktionell geprüft werden. Teilweise weichen die Timecodes im Transkript vom Audio ab.

Redaktion und Realisation: Cecilia Weber und Anika Aßfalg

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