Episode Description
Sie haben bestimmt schon mal von einem Schneeballsystem gehört. Das ist ein betrügerisches Geschäftsmodell, das nicht darauf basiert, tolle Produkte zu verkaufen. Wie die meisten das versuchen. Sondern, das nur deshalb funktioniert, weil immer mehr Menschen mit hineingezogen werden. Im Englischen ist es ein „pyramid scheme“. Die Pyramide passt als Bild besonders gut, weil sie deutlich macht, dass am Ende nur einer gewinnt – der, der ganz oben sitzt, auf der Spitze. Der, zu dem alle aufschauen, zu dem alle Wege führen.
Das „pyramid scheme“ von Jeffrey Epstein war aber kein Geschäftsmodell. Das ist das Besondere. Es ging ihm nicht um Geld. Sondern um Sex, sexuelle Ausbeutung, Missbrauch von jungen Frauen und minderjährigen Mädchen.
In drei Folgen werden wir versuchen, bei „Das Thema“ dieses System aus Gewalt und Abhängigkeiten zu entwirren. Wir wollen wissen, wer dieser Mann war, wer seine Opfer waren und wieso so viele berühmte und wohlhabende Menschen in den Epstein-Files stehen. Das ist Folge eins, „Epsteins Opfer“ mit Felicitas Kock, frühere Leiterin des Panorama Ressorts der Süddeutschen Zeitung.
Zitiertes Audiomaterial
Aus dem Magazin „60 Minutes Australia“ des Senders Chanel 9 sowie Material der BBC.
Zum Weiterhören und -lesen
Wenn Sie betroffen sind von sexueller Gewalt, dann können Sie sich problemlos an folgende Stellen wenden: Für Frauen und Mädchen gibt es das Hilfetelefon 116 016, das 24-Stunden erreichbar ist. Die Helferinnen und Helfer des Familienministeriums können auch online und anonym kontaktiert werden.
Männer und Jungen können sich an das Männerhilfetelefon wenden, erreichbar unter 0800 1239900 oder online und anonym hier.
Im Podcast empfohlen haben wir zudem das Hilfetelefon sexuelle Gewalt unter 0800 22 55 530, das alle Geschlechter in mehreren Sprachen berät. Die Sprechzeiten finden Sie hier.
Sollten Sie Suizidgedanken haben, bitte wenden Sie sich an die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 oder an die Email-Beratung der Arche.
Credits
Moderation, Redaktion: Timo Nicolas
Redaktion: Lars Langenau, Henk Ruigrok
Produktion: Imanuel Pedersen, Timo Nicolas
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