Episode Description
Fabio De Masi hat sich parteiübergreifend Anerkennung erworben durch Aufklärungsarbeit im Cum-Ex und Wirecard-Skandal. Im Cicero-Podcast erklärt er, wie ihn seine Zeit in Südafrika geprägt hat, wie es zu solchen Skandalen kommen konnte und welche Rolle Olaf Scholz dabei spielte.
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22:24 "Ich glaube, dass die Politik so lange weggeschaut hat bei Cum-Ex, weil es ein Weg war, wie sich Banken rekapitalisiert haben nach der Finanzkrise, ohne dass man es dem Steuerzahler erklären muss wie bei einem Rettungspaket." (Fabio De masi)
44:38 "Wirecard-Skandal: Also ich glaube heute, und das beschreibe ich in meinem Buch, nicht, dass das ein Zufall war. Es gibt sicherlich immer wieder Behördenversagen und Probleme in der Aufsicht. Aber hier gibt es eine solche Verkettung von Wegsehen, von aktiver Förderung durch Politik. So viele Kontakte mit ehemaligen Geheimdienstkoordinatoren mit kriminellen Dunkelfeld Und es gibt eben eine wirklich sehr dichte Indizienkette." (Fabio De Masi)
52:54 "Was machen denn österreichische Verfassungsschützer auf deutscher Hoheitsgebiet Fluchthilfe für Herrn Jan Marsalek zu leisten? Er ist ja nämlich, als die deutsche Staatsanwaltschaft schon wusste, dass die vielen Milliarden auf den Treuhandkonten nicht existieren, in seinem Verantwortungsbereich gemütlich heraus spaziert aus Deutschland." (Fabio De Masi)
57:57 "Also zu sagen, man hätte gar nicht gewusst, wer das ist, obwohl er das Wort Geheimdienst quasi auf der Stirn stehen hatte, obwohl es so viele Beziehungen gab, wie gesagt, immerhin deutsche Geheimdienstkoordinatoren und ähnliches, halte ich einfach wirklich für die Unwahrheit" (Fabio De Masi)
59:23 "Ich glaube, dass Wirecard eigentlich auch wie so ein Schlüsselloch ist, wo wir in die geopolitische Schlacht, die um die Finanzströme im Internet tobt, hineinblicken. Wir haben jetzt das ganze Thema der Russland-Sanktionen, wie werden die umgangen, welche Rolle spielt Bitcoin, um das Bankensystem zu umgehen. Und ich glaube, in diesem Milieu tobte da auch der Wirecard-Skandal und wieder einmal wird ein bestimmter Ausschnitt, also zum Beispiel Marsalek, der in Russland ist, stark öffentlich betont. Das ist sicherlich auch nicht falsch. Aber das andere, was die Leiche vor der eigenen Haustür über, die steigt man sozusagen bequem hinweg." (Fabio De Masi)