Episode Description
Sportjournalistin und Ex-Profifußballerin Valentina Maceri rechnet mit dem modernen Feminismus ab – und erklärt, warum gerade ihre Erfahrungen in Männerdomänen wie dem Profifußball sie dazu gebracht haben.
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Valentina Maceri: Fuck Female Empowerment, Deutscher Wirtschaftsbuch Verlag 2026
Inhalt Podcast:
04:52 "Habe ich zunehmend festgestellt, dass sich das in eine ungesunde Richtung entwickelt und vor allem, dass ich das in einer Richtung entwickelt, die nicht förderlich für das eigentliche Ziel, nämlich die Chancengleichheit, ist. Und das hat mich zunehmend gestört und genervt und das war jetzt in meinem speziellen Fall auch schon so, dass viele Männer, mit denen ich zusammenarbeite, mit denen wirklich gut klarkomme, sehr verunsichert waren in meiner Gegenwart, aber nicht wegen mir, sondern aufgrund genau dieser öffentlichen Diskussion. Angetrieben vom woken Feminismus. Also es war dann irgendwann soweit, dass Männer Angst hatten, mir Komplimente zu machen, weil sie panisch wurden in Anbetracht dessen, was so um sie herum passiert, dass Moderatoren gecancelt werden, dass Personen des öffentlichen Lebens gecancelt werden wegen Werken, die sie vielleicht vor zehn Jahren veröffentlicht haben und dass diese Machtposition ja da ist, dass das so passiert." (Valentina Maceri)
11:10 "Ich höre immer mehr von jungen Männern auch, wie unsicher sie sind in ihrem Verhalten gegenüber Frauen, wie eingeschüchtert sie sich fühlen, weil sie gar nicht mehr wissen, was darf ich jetzt und was darf ich eigentlich nicht, was gehört sich und was gehört nicht, weil alles, was sie, also in ihrem Gedanken glaube ich, ist, alles was sie jetzt tun oder sagen, kann dann gegen sie verwendet werden. So ist schon die Auffassung. Im beruflichen Alltag, wie gesagt, sind es so Situationen wie das Marcel Reif beispielsweise, als ich ihn für mein Buch angefragt habe, der liefert daher auch ein Interview mit seiner Frau, hat er zu mir gesagt, heutzutage würde ich mich nicht mehr trauen, mit einer Frau allein in Aufzug zu steigen. So, und das zeigt ja schon, wie kaputt das Vertrauensverhältnis zwischen Mann und Frau geworden ist." (Valentina Maceri)
29:55 "Man muss halt der Realität schon auch ehrlich ins Gesicht schauen und die Realität sieht nun mal so aus, dass der Weg zum Erfolg nicht bequem ist, ist einfach nicht so. Und diese ganzen Ideologien, die dieser Woke-Feminismus halt auf die Tagesordnung ruft, sind sehr bequem. Die sind sehr bequem, manchmal vielleicht auch eine Ausrede fürs eigene Scheitern." (Valentina Maceri)