Bayer. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (CSU): „Landwirtschaftspolitik ist auch Sicherheitspolitik"
Episode Description
Die bayrische Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber ist eine Freundin deutlicher Worte. Im Cicero-Podcast mit Volker Resing erklärt die CSU-Politikerin, was sie an der Berliner Politiker stört, was sie über Veganer denkt - und was das Lieblingsgetränk der Bayern ist.
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Probieren Sie es einfach aus und lesen Sie die Titelgeschichte der Mai-Ausgabe von Ulrich Thiele: "Nord-Stream-Anschlag. Auf der Anklagebank: die Ukraine"
Inhalt Podcast:
06:00 "Es geht nicht darum, was einzig und allein eine SPD will oder einzig und allein eine Union will, sondern es geht darum, was braucht das Land, um jetzt wieder Fahrt aufnehmen zu können? Wirtschaftspolitisch und auch sozialpolitisch. Und all die Reformen, die jetzt anstehen, die muss man diskutieren, die brauchen wir auch. Und ich habe da natürlich ein bisschen Respekt wie alle anderen auch davor. Aber ich denke, diese Reformbereitschaft hört man ja in der Bürgerschaft schon. Die Menschen sagen ja selbst, die Bürger sagen ja selbst zu uns ganz offen, macht doch endlich was. Wir gehen ja sowieso, wir sind bereit, einen Weg mitzugehen. Aber er muss gut erklärbar sein, er muss gut händelbar sein und er muss am Ende des Tages die Ergebnisse liefern, dass tatsächlich, und das ist das, was ich im Einstieg gesagt habe, dass wir alle miteinander ordentlich und gut und gerecht und sozialverträglich wieder gut miteinander umgehen und leben können." (Michaela Kaniber)
11:22 "Der zweite Punkt ist natürlich, dass aktuell die weltpolitische Lage alles andere als ruhig ist. Deswegen finde ich es auch richtig, dass wir die äußere Sicherheit stärken und die Verteidigungspolitik in dem Fall auch absichern. Aber niemand, niemand spricht tatsächlich über die zivile Verteidigung. Und da geht es nämlich auch darum, dass wir die Menschen in unserem Land versorgen müssen. Und nicht nur die Menschen unserem Land. Wenn tatsächlich der Bündnisfall eintreten würde, dann müssen wir ja auch die Streitkräfte versorgen. Ich will da keine Kriegsrhetorik pflegen, ganz im Gegenteil. Aber wir müssen einfach gewappnet sein und wir neigen ja dazu, in Deutschland immer alles wahnsinnig gut zu planen und bis wir mal in die Pötte kommen, ist der Fall vielleicht schon eingetreten." (Michaela Kaniber)
16:16 "Aber im Endeffekt, also wenn ich da ein Fazit ziehen darf, auch nochmal zu mehr Mercosur, es ist eigentlich ganz einfach: Wenn wir weiter den Wohlstand in Deutschland verlieren, dann wird am Ende des Tages auch das Geld fehlen, um Premiumprodukte aus Bayern kaufen zu können oder aus Deutschland. Und deswegen braucht es solche Handelsabkommen und wenn wir jetzt nicht getan hätten, mit Verlaub, wenn dieses größte Handelsabkommen mit 740 Millionen Konsumentinnen und Konsumenten nicht abgeschlossen hätten, dann hätten es andere Staaten dieser Welt gemacht und ich will jetzt nicht unbedingt behaupten, dass es vielleicht dann besser geworden wäre." (Michaela Kaniber)
27:43 "Ich durfte mal mit dem Professor Hirschhausen, durfte ich mich mal auf einem Podium auseinandersetzen und er hat mich dann ein Stück weit provoziert, indem er gesagt hat, jeder Kunde, der ein Steak kauft, sollte eigentlich an der Ladentheke einen 5-Liter-Eimer Gülle mit nach Hause nehmen. Und ich drehe das jetzt einfach mal um. Jeder, der gerne veganes Essen kauft, sollte eigentlich mal fünf Liter Gülle mitbringen, damit wir dieses Essen auch düngen können. Oder was wollen wir eigentlich? Es geht um die Wertschöpfung, aber auch um diese Wirtschaftskreisläufe in der Landwirtschaft, für die wir Verständnis haben müssen." (Michaela Kaniber)